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Addiko Bank AG

Interim Report Aug 13, 2025

732_ir_2025-08-13_a59344a7-b547-4b5e-bfd8-2bcb6af24cdb.pdf

Interim Report

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Halbjahresfinanzbericht 2025 There is no moving forward without looking back.

Halbjahresfinanzbericht 2025 1

Wesentliche Kennzahlen

EARNINGS NET PROFIT OPERATING RESULT

ASSET QUALITY COST OF RISK ON NET LOANS

CET1 RATIO (prel. Basel IV)

€XX.Xm €XX.Xm €X.XX X.X%

X.X% X.0% €X.Xm

X.7%

NPE RATIO NPE VOLUME

CAPITAL

EPS NIM

ERGEBNISSE
ERGEBNIS N. STEUERN €
OPERATIVES ERGEBNIS €
EPS (ERGEBNIS JE AKTIE)
NIM
€24,0m
€51,6m
€1,25
3,7%
ASSET QUALITY
RISIKOKOSTEN ON NET LOANS
NPE-QUOTE (on balance)
NPE-VOLUMEN
-0,4%
2,9%
€142,6m
KAPITAL
CET1 QUOTE
21,3%

Business development

NET PROFIT in first 3 months at €X.Xm NET BANKING INCOME increased. Effects from ECB rate cuts more than offset by positive commission income development Higher OPERATING COSTS due to general

CONSUMER lending activities with doubledigit growth while SME lending demand

OUTLOOK 2025: no change compared to Outlook communicated in March

cost increases

remained low

Business

ERGEBNIS NACH STEUERN in den ersten 6 Monaten bei €24,0m

NETTOBANKERTRÄGE stabil; Zinssenkungen der EZB konnte durch höheres Provisionsergebnis kompensiert werden

HÖHERE OPERATIVE KOSTEN aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen

CONSUMER-Kreditgeschäft mit zweistelligem Wachstum, während Kreditnachfrage bei SME niedriger

OUTLOOK für 2025: angepasst aufgrund der EZB-Zinssenkungen sowie neuer regulatorischer Anforderungen. Guidance für 2026: derzeit in Überarbeitung – Update erfolgt gemeinsam mit Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2025.

Halbjahresfinanzbericht 2025 2

4,5%

Outlook für das Gesamtjahr 2025 (angepasst)

WACHSTUM KREDITBUCH >6% RISIKOKOSTEN ca. 1,3%
(prev. 7%) TCR >18,35%
CAGR 2024-2026 EIGENKAPITALRENDITE >4,5%
NIM >3,6% (prev. ca. 6%)
WACHSTUM NETTO konstant DIVIDENDE 1) ca. 50%
BANKERGEBNIS (prev. 2%) des Gewinns
OPEX <€196m

1) Zur Zeit ausgesetzt aufgrund Empfehlung der EZB im Hinblick auf die Aktionärssituation der Addiko Bank AG.

Wesentliche Kennzahlen

in EUR Mio.
Ausgewählte Posten der Erfolgsrechnung 1H25 1H24 (%)
Nettobankergebnis 155,0 155,9 –0,6%
Nettozinsergebnis 117,8 120,6 –2,4%
Provisionsergebnis 37,3 35,3 5,6%
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten 0,8 0,5 67,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis –6,8 –5,4 26,3%
Betriebserträge 149,0 151,0 –1,3%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –97,4 –97,0 0,4%
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und Rückstellungen 51,6 54,0 –4,4%
Übriges Ergebnis –4,9 –5,5 –11,4%
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte –14,4 –15,5 –7,0%
Steuern auf Einkommen –8,4 –7,6 9,8%
Ergebnis nach Steuern 24,0 25,5 –5,7%
Kennzahlen 1H25 1H24 (pts)
Nettozinsergebnis/ durchsch. Aktiva 3,7% 4,0% –0,3
Eigenkapitalrentabilität 5,8% 6,6% –0,8
Cost/Income-Ratio 62,8% 62,2% 0,6
Kosten-Risiko-Verhältnis (Cost of Risk-Ratio) –0,3% –0,3% –0,1
Kosten-Risiko-Verhältnis (net loans) –0,4% –0,4% 0,0
Ausgewählte Posten der Bilanz Jun25 Dez24 (%)
Kredite und Forderungen an Kunden 3.586,0 3.506,4 2,3%
Einlagen von Kunden 5.251,4 5.290,0 –0,7%
Eigenkapital 872,9 839,5 4,0%
Bilanzsumme 6.392,3 6.408,9 –0,3%
Bilanzkennzahlen Jun25 Dez24 (pts)
Kredit-Einlagen-Verhältnis 68,3% 66,3% 2,0
NPE-Quote (on balance loans) 2,9% 2,9% 0,0
NPE-Deckung 80,8% 80,0% 0,8
Liquiditätsdeckungsquote 402,7% 363,2% 39,5
Hartes Kernkapital - Quote / Gesamtkapitalquote 21,3% 22,0% –0,7

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Das erste Halbjahr 2025 hat einmal mehr die Resilienz und die klare strategische Ausrichtung der Addiko Gruppe in einem dynamischen und sich wandelnden Marktumfeld unter Beweis gestellt. Trotz eines herausfordernden Umfelds, niedrigerer Zinsniveaus und inflationsbedingter Kostensteigerungen haben wir eine solide Performance erzielt und unsere Transformation konsequent weiter vorangetrieben.

Wir erwirtschafteten einen Nettogewinn nach Steuern in Höhe von EUR 24,0 Mio., basierend auf einem ein stabilem Nettozinsergebnis von EUR 155 Mio. und einem operativen Ergebnis von EUR 51,6 Mio. Durch ein diszipliniertes Kostenmanagement gelang es, den Kostenanstieg im Jahresvergleich trotz höherer Löhne und inflationsbedingter Belastungen auf einem niedrigen Niveau zu halten. Das Kreditrisiko blieb gut kontrolliert, mit erwarteten Kreditrisikovorsorgen in Höhe von EUR 14,4 Mio., was einer Cost of Risk-Ratio von 0,4% entspricht.

Das anhaltende Wachstum in unseren Fokussegmenten – Consumer und SME – macht mittlerweile über 90% der Performing Loans aus, wobei insbesondere das Neugeschäft im Consumer-Segment eine besonders starke Dynamik gezeigt hat. Wir bleiben unseren Zielen eines nachhaltigen Wachstums, operativer Effizienz und der Schaffung von Mehrwert für unsere Stakeholder verpflichtet.

Im ersten Halbjahr haben wir erfolgreich unsere End-to-End-(E2E)-Architektur für den digitalen Kreditvergabeprozess eingeführt. Damit können Konsumkredite in Kroatien, Slowenien und Serbien – von der Onboarding-Phase bis zum Kreditabschluss – vollständig digital und durchgängig automatisiert abgewickelt werden. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt in unserem Bestreben dar, unseren bestehenden und neuen Kunden ein nahtloses, effizientes und kundenzentriertes Bankerlebnis zu bieten. Zudem haben wir unsere Point-of-Sale-Kreditpartnerschaften erstmals auf Bosnien und Herzegowina ausgeweitet und erreichen nun 465 Partner an 960 Standorten. In Serbien haben wir unter der Leitung einer neu eingesetzten Führungsmannschaft einen Turnaround-Plan für das SME-Segment gestartet, der bereits erste Erfolge zeigt.

Im ersten Halbjahr haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht: den Launch unserer vollständig digitalen App für Consumer-Kredite in Rumänien. Damit erweitern wir unsere Präsenz und unterstreichen unseren Anspruch als Digital-First-Bank in unserer Region. In der zweiten Jahreshälfte werden wir unsere Marketingaktivitäten in Rumänien intensivieren, um Vertrauen aufzubauen, Geschäftsdynamik zu erzeugen und neue Kunden zu gewinnen.

Darüber hinaus werden wir die Digitalisierung, Prozessoptimierung und die Integration von KI weiter vorantreiben, um das Kundenerlebnis und die operative Effizienz zu verbessern.

In einem sich verändernden makroökonomischen und regulatorischem Umfeld arbeiten wir mit voller Energie daran unser Geschäftsmodell erfolgreich zu etablieren und auszuweiten. Unser Fokus liegt auf nachhaltigem Wachstum, kundenzentrierter Innovation und der Schaffung langfristiger Werte für unsere Stakeholder.

Gemäß der im Dezember 2024 kommunizierten Empfehlung der Europäischen Zentralbank hat Addiko für das Geschäftsjahr 2024 keine Dividende ausgeschüttet. Diese Empfehlung bleibt weiterhin gültig.

Ich danke unseren Mitarbeitern für ihr Engagement sowie unseren Aktionären und Kunden für ihr anhaltendes Vertrauen. Gemeinsam arbeiten wir kontinuierlich an unserer Aufgabe, die Position von Addiko als beste Spezialbank für Consumer und SMEs in unserer Region auszubauen.

Herbert Juranek Chief Executive Officer

Halbjahresfinanzbericht 2025

Verkürzter Konzernlagebericht 6
1.
Key Highlights
6
2.
Nachhaltigkeitsmanagement
7
3.
Wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe
8
4.
Outlook
24
Verkürzter Konzernzwischenabschluss 26
I. Konzern-Gesamtergebnisrechnung 27
II. Konzern-Bilanz 29
III. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 30
IV. Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung (Cashflow Statement) 31
V. Verkürzter Anhang (Notes) 32
Grundlagen der Konzernrechnungslegung 32
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung 36
Erläuterungen zur Bilanz 41
Segment Berichterstattung 52
Risikobericht 60
Ergänzende Angaben gemäß IFRS 79
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 91
Impressum 92

Disclaimer:

Einzelne Aussagen in diesem Bericht können Aussagen zu erwarteten zukünftigen Ereignissen und andere zukunftsbezogene Aussagen darstellen, die auf der gegenwärtigen Auffassung bzw. Annahmen der Geschäftsleitung basieren und bekannte sowie unbekannte Risiken und Ungewissheiten enthalten, durch welche sich die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse wesentlich von jenen unterscheiden können, die in solchen Aussagen zum Ausdruck kommen oder impliziert werden.

Tatsächliche Ergebnisse können wesentlich von den prognostizierten Ergebnissen abweichen, und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweise auf zukünftige Entwicklungen verstanden werden. Vorausschauende zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Annahmen des Managements beruhen, können Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die zu einer wesentlichen Abweichung von den hierin enthaltenen Aussagen führen können. Die Addiko Bank AG und ihre angeschlossenen Unternehmen, Berater oder Vertreter sind von jeglicher Haftung (ob diese aus Fahrlässigkeit entsteht oder nicht) für jegliche Art von Verlusten, die aus der Verwendung dieses Berichts oder seines Inhalts oder anderweitig in Verbindung mit diesem Dokument entstehen, ausgeschlossen. Dieser Bericht stellt kein Angebot und keine Einladung zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar, und weder dieser Bericht noch irgendein Teil davon dienen als Basis für oder als Vertrauensgrundlage betreffend einen Vertrag oder eine Verpflichtung irgendeiner Art.

Die in diesem Bericht enthaltenen Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle dargestellten Daten auf die Addiko Bank auf Gruppenebene (im gesamten Dokument als Addiko Bank oder die Gruppe bezeichnet).

Dieser Bericht wird auch in englischer Sprache veröffentlicht. Der englischsprachige Bericht ist eine Übersetzung, allein die deutsche Version ist die authentische Fassung.

Verkürzter Konzernlagebericht

Die Addiko Gruppe ist eine spezialisierte Bankengruppe, die sich auf die Bereitstellung von Bankprodukten und dienstleistungen für Privatkunden (Consumer) und kleine und mittlere Unternehmen (SME) in Zentral- und Südosteuropa (CSEE) fokussiert. Die Gruppe besteht aus der börsennotierten Muttergesellschaft in Österreich, der Addiko Bank AG, und sechs Tochterbanken in Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (zwei Banken), Serbien und Montenegro.

Addiko Bank AG wird von Fitch Ratings gerated. Das Long-Term Issuer Default Rating (IDR) wurde mit "BB", das Viability Rating (VR) mit "bb" beurteilt, der Ausblick in Bezug auf das Long-Term IDR ist stabil. Das Rating wurde zuletzt am 30. April 2025 bestätigt.

1. Key Highlights

Die Addiko Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2025 einen Nettogewinn in Höhe von EUR 24,0 Mio., was einem Ergebnis je Aktie von EUR 1,25 entspricht.

Im Vergleich zum Nettogewinn von EUR 25,5 Mio. im ersten Halbjahr 2024 liegt das Ergebnis um EUR 1,5 Mio. niedriger. Angesichts der Tatsache, dass die Europäische Zentralbank (EZB) seit Juni 2024 die Leitzinsen im Euroraum mit insgesamt acht Zinssenkungen nahezu halbiert hat und die Kostenbasis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 deutlich höher war – was auf verzögerte Kostenanpassungen infolge der zuvor erhöhten Inflation zurückzuführen ist – wird das Ergebnis des ersten Halbjahres 2025 als solide eingeschätzt

Während das Consumer-Segment im ersten Halbjahr 2025 eine sehr starke Performance zeigte, blieb das SME-Segment weiterhin hinter den gesetzten Zielen zurück. Hauptursachen hierfür waren höhere vorzeitige Rückzahlungen durch Kunden, geringere Neugeschäftsvolumina sowie ein allgemeiner Zinsdruck. Insgesamt beliefen sich die Bruttokundenforderungen auf EUR 3,58 Mrd., verglichen mit EUR 3,51 Mrd. zum Jahresende 2024. Auf der Risikoseite lagen die Kosten bei niedrigen 40 Basispunkten bzw. EUR 14,4 Mio. (1H24: 44 Basispunkte bzw. EUR 15,5 Mio.). Das NPE-Volumen verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2024 leicht auf EUR 142,6 Mio. bei einer NPE-Quote von 2,9%. Die NPE-Deckung blieb mit 80,8% gegenüber dem Jahresende 2024 (80,0%) stabil. Die Liquiditätssituation blieb komfortabel mit einer stabilen Einlagenbasis von EUR 5,1 Mrd. und einer Loan-to-Deposit-Ratio von 68,3% (JE24: 66,3%). Die Liquidity Coverage Ratio liegt auf Gruppenebene derzeit bei über 400%. Auch die Kapitalausstattung der Gruppe ist sehr solide mit einer CET1-Quote von 21,3%.

Segment Consumer

Im Consumer-Segment markierte das erste Halbjahr 2025 einen bedeutenden digitalen Meilenstein. In Kroatien, Slowenien, Rumänien und Serbien wurde vollständig digitalisiertes Kreditgeschäft eingeführt, das es Neukunden ermöglicht, Kredite vollständig online zu beantragen – ohne Eröffnung eines Girokontos und ohne jegliche manuelle Eingriffe. Darüber hinaus treibt Addiko die Digitalisierung der Filialen weiter voran, um Effizienz und Kundenerlebnis zu verbessern.

Zu den Initiativen zählen papierlose Gehaltsverifizierungen mittels Unterschriftenpads sowie die Einführung öffentlicher Dienstleistungen in serbischen Filialen zur Ausstellung elektronischer Signaturen. Zusätzlich wird das Point-of-Sale-(POS)-Kreditangebot weiter gestärkt. Durch die Erweiterung des Partnernetzwerks auf 465 Partner an 960 Standorten erreicht Addiko mehr Kunden und wächst effektiv. Kürzlich wurde zudem eine neue Partnerschaft in Bosnien & Herzegowina gestartet, deren Rollout in Kroatien für das zweite Halbjahr 2025 geplant ist und das zukünftige Wachstum unterstützen soll.

Segment SME

Das SME-Segment blieb im ersten Halbjahr 2025 herausfordernd, vor allem aufgrund verhaltener Nachfrage und aggressiver Preisgestaltung lokaler Banken. Addiko bekräftigt sein Engagement, der schnellste Anbieter von unbesicherten Kleinkrediten für unterversorgte Mikro- und Kleinunternehmen über die digital agents-Plattform sowie von Standardprodukten für mittelgroße Unternehmen zu sein. Zur Wiederbelebung des Wachstums wurden mehrere strategische Maßnahmen ergriffen. In Serbien wird derzeit ein umfassender Turnaround-Plan unter der Leitung eines neu ernannten CEOs und eines neuen SME-Führungsteams umgesetzt – auch wenn das Marktumfeld weiterhin schwierig bleibt.

Zur Rückgewinnung von Marktanteilen, insbesondere im Bereich Refinanzierung, passt Addiko seine Preisstrategie an. Das Produktportfolio wurde um eine Mischung aus teilbesicherten und unbesicherten Krediten mit höheren Ticketgrößen erweitert, die sowohl bestehende als auch neue Kunden adressieren. Strategische Partnerschaften zur Ermöglichung von Händlerfinanzierungen werden geprüft, um die Reichweite im SME-Segment zu erhöhen. Die Kernwettbewerbsfähigkeit wird durch weitere Prozessoptimierungen, Verbesserungen der digitalen Nutzererfahrung und die Einführung neuer Angebote wie Auto-Überziehung und Versicherungen gestärkt. Insgesamt stellt 2025 ein Übergangsjahr dar, das auf die Weiterentwicklung des SME-Geschäftsmodells und die Einführung neuer Angebote abzielt, um zukünftiges Wachstum zu fördern, das Kundenerlebnis zu verbessern und eine Premium-Preisgestaltung im Niedrigzinsumfeld zu rechtfertigen.

Expansion nach Rumänien

Im ersten Halbjahr 2025 wurden die operativen Voraussetzungen für den Markteintritt in Rumänien abgeschlossen. Dazu gehörten die Validierung der Digital Lending-Plattform, die Anpassung der Risikosysteme und Mechanismen zur Betrugsbekämpfung an lokale Gegebenheiten sowie die Kalibrierung der Effektivität digitaler Werbung.

Der Marktstart unserer vollständig digitalen Consumer lending-App erfolgte Ende des ersten Quartals und richtete sich zunächst an eine ausgewählte Kundengruppe. Die weitere Ausweitung der Marktaktivitäten wird durch eine gezielte Marketingkampagne im zweiten Halbjahr unterstützt.

Ordentliche Hauptversammlung (HV 2025)

Am 18. April 2025 hielt die Addiko Bank AG ihre ordentliche Hauptversammlung (HV 2025) als physische Präsenzveranstaltung ab. Teilnahmeberechtigt waren alle Aktionäre, die die in der Einberufung genannten gesetzlichen Voraussetzungen erfüllten. Rund 43% der Aktionäre registrierten sich, etwa 36% nahmen tatsächlich teil. Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden angenommen.

Da im Jahresabschluss 2024 der Addiko Bank AG kein Jahresüberschuss ausgewiesen wurde, war kein Dividendenvorschlag erforderlich und dementsprechend wurde zu diesem Punkt keine Beschlussfassung auf der HV 2025 vorgelegt.

Die Empfehlung der EZB vom 9. Dezember 2024, Dividendenzahlungen aufgrund der Aktionärssituation auszusetzen, bleibt weiterhin aufrecht. Addiko wird etwaige Änderungen der EZB-Einschätzung, die zu einer Anpassung dieser Empfehlung führen, nach entsprechender Information mittels Kapitalmarktmitteilung bekannt geben.

Entwicklung des Aktienkurses

Der Aktienkurs der Addiko Bank AG bewegte sich im ersten Halbjahr 2025 seitwärts. Zum 30. Juni 2025 schloss die Aktie bei EUR 18,90 und lag damit leicht unter dem Jahresendwert 2024 von EUR 19,70. Mitte Juli 2025 wurde jedoch ein deutlicher Kursanstieg verzeichnet; die Aktie notiert seither in einer Bandbreite von EUR 21,50 bis EUR 22,50, während die Handelsvolumina weiterhin gering blieb.

2. Nachhaltigkeitsmanagement

Für das Jahr 2024 veröffentlichte Addiko erstmals eine Nachhaltigkeitserklärung als Bestandteil des Konzernlageberichts und setzte damit einen wichtigen Meilenstein auf ihrem Nachhaltigkeitspfad. Im Einklang mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erfolgte der Übergang von einem separaten nichtfinanziellen Bericht hin zu einem integrierten Berichtsansatz, bei dem Nachhaltigkeitsangaben direkt im Konzernlagebericht verankert sind. Obwohl die CSRD und die zugehörigen Richtlinien im Jahr 2024 noch nicht in österreichisches Recht umgesetzt waren, wurde die Nachhaltigkeitserklärung einer Limited Assurance durch den Abschlussprüfer (KPMG) unterzogen – ein weiterer Beleg für das Engagement der Bank für transparente und verlässliche Berichterstattung.

Im Februar 2025 stellte die Europäische Kommission das sogenannte "Omnibus-Paket" vor, das auf eine Reduktion administrativer Aufwände und eine Vereinfachung der Offenlegungspflichten im Rahmen der CSRD abzielt. Trotz dieser Vereinfachungen bleibt Addiko dem Ziel verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter voranzutreiben. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem ersten Jahr der integrierten Berichterstattung liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsangaben, der Stärkung interner Governance-Strukturen sowie der tieferen Verankerung von ESG-Aspekten in allen Geschäftsbereichen.

Am 4. Juli 2025 verabschiedete die EU-Kommission einen delegierten Rechtsakt zur Reduktion der Berichtspflichten im Rahmen der EU-Taxonomie und kündigte für die kommenden Jahren eine umfassende Überprüfung der Offenlegungspflichten und technischen Bewertungskriterien an. Für Finanzinstitute sieht die neue Regelung eine zweijährige Erleichterung bei der Offenlegung der Taxonomie-Vorlagen vor, sofern im Konzernlagebericht eine Erklärung enthalten ist, dass keine Aktivitäten als ökologisch nachhaltig im Sinne der Taxonomie-Verordnung deklariert werden. Addiko wird die geänderte Regelung evaluieren und – angesichts der geringen Relevanz bei nicht zweckgebundenen Finanzierungen im Consumer- und SME-Bereich – eine Anwendung dieser Erleichterung in Erwägung ziehen.

Parallel dazu wird das ESG-Risikomanagement im Einklang mit den sich wandelnden aufsichtsrechtlichen Erwartungen weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Datenerhebung zu physischen und transitorischen Risikotreibern auf Portfolioebene sowie auf der Erfassung entsprechender Daten auf Einzelkundenebene. Darüber hinaus wird an der Integration von sozialen, Governance- sowie Biodiversitätsrisiken in die bestehende Bewertung von Klima- und Umweltrisiken gearbeitet.

Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Weiterentwicklung der CO2-Fußabdruckberechnung und der damit verbundenen Transformationsplanung. Diese soll es der Bank ermöglichen, klimabezogene Ziele und Maßnahmen zu definieren, Fortschritte zu verfolgen und transparente Offenlegungen zu erstellen – mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit gegenüber ESG-Risiken zu stärken und die Vorbereitung auf den Übergang zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft sicherzustellen.

3. Wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe

3.1. Überblick über die finanzielle Entwicklung

  • Operatives Ergebnis vor Wertminderungen und Rückstellungen bei EUR 51,6 Mio., um EUR 2,4 Mio. bzw. 4,4% unter dem Vorjahreswert von EUR 54,0 Mio.
  • Betriebsaufwendungen leicht, von EUR 97,0 Mio. auf EUR 97,4 Mio. gestiegen, wobei im Vorjahr EUR 2,9 Mio. an Beratungsaufwendungen iZm Übernahmeangeboten enthalten waren
  • Risikokosten (net loans) bei 0,4% oder EUR 14,4 Mio. gegenüber EUR 15,5 Mio. im Vorjahreszeitraum
  • NPE-Quote (on balance loans) bleibt bei 2,9% (JE24: 2,9%) mit beinahe unveränderter NPE-Deckung bei 80,8% (JE24: 80,0%)
  • Return on average Tangible Equity bei 5,8% (1H24: 6,6%)

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf EUR 24,0 Mio. und lag damit unter dem Wert des ersten Halbjahres 2024 von EUR 25,5 Mio. Dieses Ergebnis reflektiert ein annähernd stabiles Nettozinsergebnis, gestiegene Verwaltungsaufwendungen infolge von Nachholeffekten aus dem Jahr 2024, ein moderates Risikokostenumfeld sowie höhere Steueraufwendungen.

Der Anteil der beiden Fokussegmente Consumer und SME am Bruttokreditbestand stieg auf 90,8%, nach 88,4% im ersten Halbjahr 2024 (JE24: 89,5%). Der gesamte Bruttobestand der performing loans setzte seinen leichten Wachstumstrend fort und erreichte EUR 3,58 Mrd., verglichen mit EUR 3,55 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber war ein Anstieg des Fokusportfolios um 3,6% im Jahresvergleich, wobei das Consumer-Segment mit einem starken Plus von 8,9% die Entwicklung im SME-Segment kompensierte.

Das Nettobankergebnis blieb im ersten Halbjahr 2025 mit EUR 155,0 Mio. stabil (1H24: EUR 155,9 Mio.), dies trotz eines deutlich niedrigeren Zinsumfelds. Das Nettozinsergebnis ging im Jahresvergleich um 2,4% auf EUR 117,8 Mio. zurück, hauptsächlich aufgrund der Neubepreisung des variabel verzinsten Bestands, der rund 14% des Addiko-Portfolios ausmacht, sowie aufgrund geringerer Erträge aus Einlagen bei Nationalbanken. Infolgedessen sank die Nettozinsmarge (NIM) von 3,95% in 1H24 auf 3,71% in 1H25. Dieser Rückgang wurde teilweise durch einen Anstieg des Provisionsergebnisses um 5,6% auf EUR 37,3 Mio. kompensiert, getrieben durch Bancassurance sowie eine stärkere Kundenaktivität in den Bereichen Konten & Pakete sowie dem Kartengeschäft.

Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf EUR -6,8 Mio. und lag damit um EUR 1,4 Mio. unter dem Vorjahreswert, der von Immobilienverkäufen in Bosnien & Herzegowina profitiert hatte.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen bei EUR 97,4 Mio., was einem bereinigten Anstieg von 3,6% im Jahresvergleich entspricht (1H24: EUR 97,0 Mio., inkl. EUR 2,9 Mio. außerordentlicher Beratungskosten iZm Übernahmeangeboten). Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus den im Jahr 2024 umgesetzten Gehaltsanpassungen, die im Jahr 2025 voll wirksam wurden, sowie aus allgemeinen Indexierungen. Infolgedessen lag die Cost/Income-Ratio bei 62,8% (1H24: 62,2%).

Das sonstige Ergebnis verbesserte sich auf EUR -4,9 Mio. nach EUR -5,5 Mio. im ersten Halbjahr 2024, was ein stabiles Umfeld hinsichtlich der Rechtsstreitigkeiten widerspiegelt – nach Bildung entsprechender Rückstellungen im vierten Quartal 2024.

Die erwarteten Kreditrisikovorsorgen beliefen sich auf EUR 14,4 Mio., entsprechend einer Cost of Risk-Ratio von 40 Basispunkten (bezogen auf Nettokundenforderungen), nach EUR 15,5 Mio. bzw. 44 Basispunkten im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber waren Vorsorgebedarfe im Consumer-Portfolio sowie für größere Engagements im SME-Segment. Die NPE-Ratio (on balance loans) blieb mit 2,9 % stabil (JE24: 2,9 %), das Volumen notleidender Forderungen (NPE-Volume) lag bei EUR 142,6 Mio. (JE24: EUR 144,7 Mio.). Die NPE-Deckung blieb mit 80,8 % ebenfalls stabil (JE24: 80,0 %).

Das Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 872,9 Mio. (JE24: EUR 839,5 Mio.). Nach regulatorischen Abzügen lag die CET1-Quote bei 21,7 % (JE24: 22,0 % / Basel III), was im Wesentlichen auf geänderte Risikogewichtungsanforderungen im Rahmen von Basel IV zurückzuführen ist.

3.2. Ergebnisentwicklung

in EUR Mio.
1H25 1H24 (abs) (%)
Nettobankergebnis 155,0 155,9 –0,9 –0,6%
Nettozinsergebnis 117,8 120,6 –2,9 –2,4%
Provisionsergebnis 37,3 35,3 2,0 5,6%
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten 0,8 0,5 0,3 67,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis –6,8 –5,4 –1,4 26,3%
Betriebserträge 149,0 151,0 –2,0 –1,3%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –97,4 –97,0 –0,4 0,4%
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und
Rückstellungen 51,6 54,0 –2,4 –4,4%
Übriges Ergebnis –4,9 –5,5 0,6 –11,4%
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte –14,4 –15,5 1,1 –7,0%
Ergebnis vor Steuern 32,4 33,1 –0,7 –2,1%
Steuern auf Einkommen –8,4 –7,6 –0,7 9,8%
Ergebnis nach Steuern 24,0 25,5 –1,4 –5,7%

Ergebnis nach Steuern der Addiko Gruppe - Entwicklung im Vergleich zur Vorjahresperiode (in EUR Mio.):

Das Nettobankergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR 155,0 Mio. (1H24: EUR 155,9 Mio.) und wurde durch ein starkes Nettoprovisionsergebnis gestützt, das den Rückgang des Zinsergebnisses kompensierte.

Das Nettozinsergebnis ging im Jahresvergleich um 2,4% auf EUR 117,8 Mio. zurück (1H24: EUR 120,6 Mio.). Im Wesentlichen war dies auf einen Rückgang der Zinserträge um EUR 4,0 Mio. bzw. 2,6% von EUR 154,0 Mio. auf EUR 150,3 Mio. zurückzuführen. Unter Berücksichtigung des deutlich veränderten Zinsumfelds stellt dies eine relativ stabile Entwicklung dar. Dieses Ergebnis wurde durch einen starken Anstieg der Zinserträge im Consumer-Segment um 8,4% im Jahresvergleich ermöglicht, der die negativen Effekte der veränderten Zinskurve teilweise kompensierte. Seit Juni 2024 hat die EZB insgesamt acht Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte vorgenommen, was einer Gesamtreduktion um 2,0%-Punkte entspricht. Dies wirkte sich negativ auf die Erträge aus dem variabel verzinsten Kreditportfolio aus, das rund 14 % des Addiko-Kreditportfolios ausmacht. Ebenso wirkte sich unmittelbar auf die Einlagenverzinsung bei nationalen Zentralbanken aus. Die Zinsaufwendungen gingen um 3,4% bzw. EUR 1,2 Mio. von EUR 33,7 Mio. auf EUR 32,5 Mio. zurück, was wiederum das niedrigere Zinsumfeld widerspiegelt. Infolgedessen lag die Nettozinsmarge (NIM) im ersten Halbjahr 2025 bei 3,71%, nach 3,95% in 1H24 (Rückgang um 24 Basispunkte).

Nettozinsergebnis (in EUR Mio.):

Das Provisionsergebnis stieg auf EUR 37,3 Mio., ein Plus von EUR 2,0 Mio. gegenüber EUR 35,3 Mio. im Vergleichszeitraum 2024. Dieses Wachstum wurde in erster Linie durch eine verbesserte Vertriebsleistung getragen, die zu höheren Provisionserträgen im gesamten Konzern führte – insbesondere in den Bereichen Bancassurance, Konten & Pakete sowie Kartengeschäft.

Provisionsergebnis (in EUR Mio.):

Die Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR 0,8 Mio. und resultierte aus Devisen- und damit verbundenen Handelsaktivitäten (1H24: EUR 0,5 Mio.).

Das sonstige betriebliche Ergebnis - als Summe der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen - verringerte sich um EUR 1,4 Mio. von EUR –5,4 Mio. im ersten Halbjahr 2024 auf EUR –6,8 Mio. im aktuellen Berichtszeitraum. Diese Position umfasst folgende wesentliche Posten:

  • Aufwendungen für die Einlagensicherung in Höhe von EUR 4,2 Mio. (1H24: EUR 2,5 Mio.). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einem höheren Beitrag zum slowenischen Einlagensicherungsfonds für 2025 (EUR 1,4 Mio. gegenüber EUR 0,9 Mio. im Jahr 2024) sowie aus einer neuen Vorgabe der lokalen Nationalbank, diese jährlichen Aufwendungen vorab zu erfassen. Darüber hinaus war das erste Halbjahr 2024 positiv beeinflusst durch die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,8 Mio., nachdem die kroatische Einlagensicherungsagentur mitgeteilt hatte, dass für das Vorquartal keine Prämie eingehoben werde.
  • Bankabgaben und sonstige Steuern beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR 3,6 Mio. (1H24: EUR 4,3 Mio.). Davon entfielen EUR 1,5 Mio.

(1H24: EUR 1,5 Mio.) auf Bankenabgaben an die EZB, den SRB sowie lokale Bankenaufsichtsbehörden, EUR 1,3 Mio. auf die im Jahr 2024 in Slowenien eingeführte Sonderbankabgabe auf die Bilanzsumme (1H24: EUR 1,4 Mio.) sowie EUR 0,8 Mio. auf sonstige Steueraufwendungen (1H24: EUR 1,4 Mio.).

Gewinne aus dem Verkauf von nicht-finanziellen Vermögenswerten beliefen sich auf EUR 1,3 Mio. (1H24: EUR 2,1 Mio.) und resultierten hauptsächlich aus der Veräußerung nicht-strategischer Immobilien in Kroatien sowie in Bosnien & Herzegowina.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR 97,4 Mio. (1H24: EUR 97,0 Mio.). Bereinigt um einmalige Beratungskosten im Zusammenhang mit Übernahmeangeboten in Höhe von EUR 2,9 Mio., die im Vorjahreswert enthalten waren, ergibt sich ein Anstieg von 3,6 % im Jahresvergleich:

  • der Personalaufwand stieg um EUR 2,0 Mio. auf EUR 54,3 Mio. im Berichtszeitraum. Der Anstieg ist in erster Linie auf inflationsbedingte Gehaltserhöhungen sowie gesetzliche Anpassungen der Mindestlöhne zurückzuführen. Diese Erhöhungen wurden entweder in den ersten Monaten des Jahres 2025 umgesetzt oder waren bereits im Vorjahr eingeführt und wirkten sich im Jahr 2025 voll aus.
  • die sonstigen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich um EUR 2,2 Mio. auf EUR 34,1 Mio. Der Vorjahreswert von EUR 36,3 Mio. beinhaltete einmalige Beratungskosten in Höhe von EUR 2,9 Mio. im Zusammenhang mit dem freiwilligen Teilübernahmeangebot von Agri Europe Cyprus vom 16. Mai 2024 sowie dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot zur Erlangung der Kontrolle durch die NLB vom 7. Juni 2024.
  • die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich um EUR 0,6 Mio. von EUR 8,4 Mio. auf EUR 9,0 Mio.

Die Gruppe verfolgt weiterhin aktiv strategische Initiativen zur Aufrechterhaltung der Kosteneffizienz. Allerdings wirkten sich die anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der anhaltende Inflationsdruck sowie Maßnahmen von Marktteilnehmern auf sämtliche Kostenkategorien aus und kompensierten viele der erzielten Effizienzgewinne. Infolgedessen lag die Cost/Income-Ratio im ersten Halbjahr 2025 bei 62,8% (1H24: 62,2%). Zur weiteren Leistungssteigerung wird in der zweiten Jahreshälfte ein neues Programm gestartet.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (in EUR Mio.):

Das übrige Ergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR –4,9 Mio. und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahreswert von EUR –5,5 Mio. Dies spiegelt ein weiterhin stabiles Umfeld im Bereich der Rechtsverfahren wider und beinhaltet einen positiven Effekt in Höhe von EUR 0,4 Mio. aus der Beilegung eines Altverfahrens in Kroatien. Dieser Effekt wurde jedoch teilweise durch Rückstellungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. für operationelle Risiken im Zusammenhang mit einem externen Betrugsfall in Bosnien & Herzegowina kompensiert.

Die erwarteten Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte (ECL) beliefen sich im Berichtszeitraum auf EUR 14,4 Mio. und lagen damit um EUR 1,1 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 15,5 Mio. Diese Entwicklung wurde im Wesentlichen durch Dotierungen im Konsumentenportfolio sowie durch Wertberichtigungen auf größere Einzelengagements im SME-Segment beeinflusst.

Die Steuern auf Einkommen beliefen sich im Berichtszeitraum auf EUR 8,4 Mio. und lagen damit über dem Vorjahreswert von EUR 7,6 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Änderung des Körperschaftsteuergesetzes zurückzuführen, die vom slowenischen Parlament im November 2024 beschlossen wurde. Die Änderung führte eine fünfjährige Begrenzung für den Vortrag steuerlicher Verluste ein und ersetzte damit die bisher unbegrenzte Frist. Die neuen Regelungen traten am 1. Januar 2025 in Kraft und schränken die Aktivierung latenter Steueransprüche (Deferred Tax Assets – DTA) auf bestehende steuerliche Verluste ein. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2025 beinhalten einmalige DTA-Aufwendungen in Höhe von EUR 1,0 Mio., die sich aus der Neuberechnung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung des erwarteten Jahresergebnisses der Addiko Bank Slowenien für 2025 ergeben.

Insgesamt fiel das Ergebnis nach Steuern um 5,7% auf EUR 24,0 Mio. (1H24: EUR 25,5 Mio.).

in EUR Mio.
Jun25 Dez24 (abs) (%)
Barreserve 1.058,8 1.251,4 –192,6 –15,4%
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 11,6 14,4 –2,8 –19,4%
Kredite und Forderungen an Kreditinstitute 113,0 44,2 68,7 155,4%
Kredite und Forderungen an Kunden 3.586,0 3.506,4 79,6 2,3%
Investitionswertpapiere 1.501,1 1.464,7 36,4 2,5%
Materielle Vermögenswerte 55,1 55,4 –0,3 –0,6%
Immaterielle Vermögenswerte 25,1 25,7 –0,6 –2,2%
Ertragsteueransprüche 24,8 30,8 –6,0 –19,5%
Laufende Ertragsteueransprüche 1,3 2,1 –0,8 –37,6%
Latente Ertragsteueransprüche 23,4 28,6 –5,2 –18,2%
Sonstige Vermögenswerte 15,9 14,8 1,1 7,5%
Langfristige Vermögenswerte die zur Veräußerung gehalten werden 0,8 1,0 –0,2 –20,9%
Vermögenswerte gesamt 6.392,3 6.408,9 –16,6 –0,3%

3.3. Entwicklung der Bilanz

Die Bilanz der Addiko Gruppe weist weiterhin eine einfache und solide zinstragende Aktiva-Struktur auf: 56 % der Aktiva entfielen auf Kundenkredite, vorwiegend in den Fokussegmenten. Ein wesentlicher Teil der übrigen Aktiva bestand aus Barreserven und mit hohem Rating ausgestatteten klassischen Schuldverschreibungen ("plain vanilla"), überwiegend in Form von Staatsanleihen aus der CESEE-Region.

Die Barreserve verringerte sich per 30. Juni 2025 leicht auf EUR 1.058,8 Mio. (JE24: EUR 1.251,4 Mio.) und behielten damit eine komfortable und solide Liquiditätsposition.

Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um EUR 68,7 Mio. auf EUR 113,0 Mio. (JE24: EUR 44,2 Mio.). Forderungen an Kunden erhöhten sich um EUR 79,6 Mio. bzw. 2,3% auf EUR 3.586,0 Mio. (JE24: EUR 3.506,4 Mio.). Dieser Anstieg spiegelt die Strategie der Addiko wider, sich von margenschwächeren Segmenten – Large Corporate, Hypothekarkredite und Public Finance – hin zum profitableren Kreditgeschäft in den Fokussegmenten Consumer und SME zu verlagern. Trotz verhaltener Nachfrage im SME-Segment setzten diese Fokussegmente ihr Wachstum fort und stiegen um EUR 110,6 Mio. auf EUR 3.248,3 Mio. (JE24: EUR 3.137,7 Mio.), was 90,8 % der gesamten Bruttokundenforderungen aus dem Performing-Portfolio entspricht (JE24: 89,5%). Nicht-Fokussegmente gingen planmäßig um EUR 38,3 Mio. auf EUR 330,3 Mio. zurück (JE24: EUR 368,7 Mio.).

Die Investitionswertpapiere stiegen im Einklang mit der etablierten Anlagestrategie von EUR 1.464,7 Mio. (JE24) auf EUR 1.501,1 Mio. (1H25). Die Investments bestehen überwiegend aus Staatsanleihen mit Investment-Grade-Rating, hauptsächlich emittiert von Staaten der CESEE-Region.

Die Ertragssteueransprüche verringerten sich auf EUR 24,8 Mio. (Jahresende 2024: EUR 30,8 Mio.), davon entfielen EUR 10,8 Mio. auf latente Steueransprüche aus dem Vortrag steuerlicher Verluste (JE24: EUR 12,1 Mio.).

Verkürzter Konzernlagebericht

Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich auf EUR 15,9 Mio. (JE24: EUR 14,8 Mio.). Diese Position beinhaltet aktive Rechnungsabgrenzungsposten sowie sonstige Forderungen.

Die Bilanzsumme der Addiko Gruppe verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2024 leicht um EUR 16,6 Mio. bzw. 0,3 % auf EUR 6.392,3 Mio. (JE24: EUR 6.408,9 Mio.).

Die Gesamtrisikoposition, d. h. die risikogewichteten Aktiva (RWA) inklusive Kredit-, Markt- und operationellem Risiko, stieg auf EUR 3.865,1 Mio. (JE24: EUR 3.671,2 Mio.). Dieser Anstieg resultierte aus Änderungen der Risikogewichtungsvorgaben im Rahmen von Basel IV sowie aus einer neuen Interpretation einer EBA-Leitlinie (EBA Q&A) zum strukturellen Fremdwährungsrisiko, die im zweiten Quartal 2025 veröffentlicht wurde. Aus dieser EBA Q&A geht hervor, dass risikogewichtete Aktiva künftig auch auf Einzelinstitutsebene für BAM-Exposures berechnet werden müssen – ohne Verrechnung konzerninterner Transaktionen. Addiko plant, bei der EZB einen Antrag auf eine FX-Ausnahmegenehmigung zu stellen, durch die sich die risikogewichteten Aktiva voraussichtlich um rund EUR 62,9 Mio. reduzieren würden.

in EUR Mio.
Jun25 Dez24 (abs) (%)
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 3,7 4,4 –0,7 –16,5%
Einlagen von Kreditinstituten 72,0 77,3 –5,3 –6,9%
Einlagen von Kunden 5.251,4 5.290,0 –38,6 –0,7%
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 64,9 54,4 10,4 19,2%
Rückstellungen 80,4 94,1 –13,7 –14,6%
Ertragsteuerverpflichtungen 1,9 5,0 –3,1 –62,1%
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen 0,6 3,3 –2,6 –80,5%
Sonstige Verbindlichkeiten 45,2 44,2 1,0 2,3%
Eigenkapital 872,9 839,5 33,4 4,0%
Eigenkapital und Schulden gesamt 6.392,3 6.408,9 –16,6 –0,3%

Einlagen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich von EUR 77,3 Mio. zum Jahresende 2024 auf EUR 72,0 Mio. zum 30. Juni 2025.

Die Einlagen von Kunden gingen leicht auf EUR 5.251,4 Mio. zurück (JE24: EUR 5.290,0 Mio.), wobei es zu einer leichten Verschiebung von Termineinlagen hin zu täglich fälligen Einlagen kam. Der Anteil der Termineinlagen an den gesamten Kundeneinlagen verringerte sich entsprechend leicht auf 40 % (JE24: 41%). Die Einlagen sind überwiegend in Euro denominiert, gefolgt von Konvertibler Mark (BAM) und Serbischem Dinar (RSD).

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beliefen sich auf EUR 64,9 Mio. (JE24: EUR 54,4 Mio.).

Rückstellungen verringerten sich von EUR 94,1 Mio. zum Jahresende 2024 auf EUR 80,4 Mio. zum 30. Juni 2025. Diese Position beinhaltete hauptsächlich kreditbezogene und portfoliobasierte Rückstellungen im Zusammenhang mit erwarteten Gerichtsurteilen zu Krediten in Schweizer Franken.

Sonstige Verbindlichkeiten stiegen auf EUR 45,2 Mio. (JE24: EUR 44,2 Mio.) und spiegeln im Wesentlichen Abgrenzungen für erhaltene, aber noch nicht verrechnete Leistungen wider (1H25: EUR 15,2 Mio.; JE24: EUR 13,4 Mio.) sowie Verbindlichkeiten aus Gehältern und abgegrenzter variabler leistungsbezogener Vergütung.

Das Eigenkapital erhöhte sich von EUR 839,5 Mio. auf EUR 872,9 Mio. und beinhaltet das Ergebnis des ersten Halbjahres 2025 in Höhe von EUR 24,0 Mio. sowie die positive Entwicklung im sonstigen Ergebnis in Höhe von EUR 9,4 Mio. Addiko erwartet, dass sich die derzeit verbleibenden negativen Fair-Value-Rücklagen aus Schuldinstrumenten in Höhe von EUR –21,4 Mio. (JE24: EUR –30,8 Mio.) bis zur Endfälligkeit der Instrumente weiter verringern werden – angesichts der hohen Bonität und der Erwartung, dass die Emittenten, überwiegend Staaten der CESEE-Region, die Anleihen bei Fälligkeit zurückzahlen werden.

3.4. Segmentinformation

Die Geschäftssegmente der Addiko Gruppe spiegeln ihre Strategie wider, sich auf das Consumer- und SME-Banking zu spezialisieren, wobei das Wachstum in diesen beiden Fokussegmenten im Mittelpunkt steht.

in EUR Mio.
Fokus - Segmente Nicht-Fokus Segmente
1H25 Consumer SME
Business
Mortgage Large
Corporate &
Public
Finance
Corporate
Center
Gesamt
Nettobankergebnis 90,0 42,5 1,2 5,7 15,6 155,0
Nettozinsergebnis 67,5 29,3 1,2 4,1 15,7 117,8
davon laufendes Zinsergebnis 69,9 33,7 6,0 1,6 32,8 144,0
Provisionsergebnis 22,5 13,2 0,0 1,6 0,0 37,3
Gewinne und Verluste aus finanziellen
Vermögenswerten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 0,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –6,8 –6,8
Betriebserträge 90,0 42,5 1,2 5,7 9,6 149,0
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –47,3 –18,3 –0,6 –2,2 –29,0 –97,4
Operatives Ergebnis vor
Wertberichtigungen und Rückstellungen 42,7 24,1 0,6 3,5 –19,3 51,6
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –4,9 –4,9
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle
Vermögenswerte –7,5 –10,1 1,7 1,5 –0,1 –14,4
Ergebnis vor Steuern 35,2 14,0 2,4 5,0 –24,3 32,4
Geschäftsvolumen
Kredite und Forderungen (netto) 1.948,4 1.281,6 281,3 49,3 138,5 3.699,0
davon Kundenkredite (brutto, performing) 1.962,3 1.286,0 281,7 48,7 3.578,6
Neukreditgeschäft (Brutto) 491,2 388,9 - 6,6 886,6
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet1) 3.027,4 1.106,4 - 350,1 904,3 5.388,3
RWA 2) 1.483,6 915,8 144,3 95,4 617,0 3.256,1
Kennzahlen
NIM 3) 5,7% 4,5% –0,5% 2,9% 3,7%
Cost/Income-Ratio 4) 52,6% 43,2% 47,0% 38,7% 62,8%
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,3% –0,5% 0,6% 0,8% –0,3%
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) –0,4% –0,8% 0,6% 3,1% –0,4%
Kredit-Einlagen-Verhältnis 64,4% 115,8% - 14,1% 68,3%
NPE-Quote (on balance loans) 3,3% 3,8% 3,5% 16,5% 2,9%
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 81,5% 79,6% 80,4% 82,9% 80,8%
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 7,3% 5,3% 4,1% 5,8% 6,3%

1) Die Position Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten im Segment Corporate Center die Direkteinlagen (Österreich/Deutschland) in Höhe von EUR 534 Mio., EUR 72 Mio. Einlagen von Kreditinstituten sowie EUR 298 Mio. sonstige Verbindlichkeiten, einschließlich Treasury-Einlagen. 2) Beinhaltet nur das Kreditrisiko. 3) Die Nettozinsmarge auf Segmentebene ist die Summe aus Zinserträgen (ohne Zinserträge auf NPE) und Aufwendungen inklusive Funds Transfer Pricing dividiert durch das jeweilige durchschnittliche Geschäftsvolumen auf Basis täglicher Salden. 4) Die Cost/Income-Ratio (CIR) wird berechnet als Summe der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dividiert durch die Betriebserträge einschließlich Asset Contribution auf Segmentebene.

in EUR Mio.
Fokus - Segmente Nicht-Fokus Segmente
1H24 Consumer SME
Business
Mortgage Large
Corporate &
Public
Finance
Corporate
Center
Gesamt
Nettobankergebnis 88,8 57,8 10,7 6,2 –7,5 155,9
Nettozinsergebnis 68,0 44,4 10,7 4,9 –7,3 120,6
davon laufendes Zinsergebnis 64,5 37,3 7,7 2,9 35,2 147,6
Provisionsergebnis 20,8 13,4 0,0 1,3 –0,2 35,3
Gewinne und Verluste aus finanziellen
Vermögenswerten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –5,4 –5,4
Betriebserträge 88,8 57,8 10,7 6,2 –12,5 151,0
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –45,4 –18,7 –0,8 –2,7 –29,4 –97,0
Operatives Ergebnis vor
Wertberichtigungen und Rückstellungen 43,4 39,1 9,9 3,5 –41,8 54,0
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –5,5 –5,5
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle
Vermögenswerte –10,1 –8,5 2,6 0,2 0,3 –15,5
Ergebnis vor Steuern 33,3 30,6 12,5 3,7 –47,0 33,1
Geschäftsvolumen
Kredite und Forderungen (netto) 1.787,0 1.324,9 333,3 80,5 24,3 3.549,9
davon Kundenkredite (brutto, performing) 1.802,5 1.331,8 333,5 79,4 3.547,2
Neukreditgeschäft (Brutto) 428,0 363,1 - 7,6 798,6
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet1) 2.846,1 1.056,0 - 361,4 908,6 5.172,2
RWA 2) 1.362,1 920,8 191,6 90,0 555,9 3.120,3
Kennzahlen
NIM 3) 5,4% 3,9% –0,8% 2,4% 4,0%
Cost/Income-Ratio 4) 51,2% 32,3% 7,4% 43,8% 62,2%
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,5% –0,4% 0,7% 0,1% –0,3%
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) –0,6% –0,6% 0,8% 0,3% –0,4%
Kredit-Einlagen-Verhältnis 62,8% 125,5% - 22,3% 70,5%
NPE-Quote (on balance loans) 3,3% 3,1% 4,7% 14,1% 2,8%
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 80,8% 78,3% 82,6% 85,7% 80,7%
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 7,4% 5,7% 4,5% 6,3% 6,4%

1) Die Position Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten die Direkteinlagen (Österreich/Deutschland) in Höhe von EUR 561 Mio., EUR 88 Mio. Einlagen von Kreditinstituten, EUR 260 Mio. sonstige Verbindlichkeiten, einschließlich Treasury-Einlagen. 2) Beinhaltet nur das Kreditrisiko. 3) Die Nettozinsmarge auf Segmentebene ist die Summe aus Zinserträgen (ohne Zinserträge auf NPE) und Aufwendungen inklusive Funds Transfer Pricing dividiert durch das jeweilige durchschnittliche Geschäftsvolumen auf Basis täglicher Salden. 4) Die Cost/Income-Ratio (CIR) wird berechnet als Summe der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dividiert durch die Betriebserträge einschließlich Asset Contribution auf Segmentebene.

3.4.1. Consumer

in EUR Mio.
Consumer
Erfolgsrechnung 1H25 1H24 (%)
Nettozinsergebnis 67,5 68,0 –0,8%
davon laufendes Zinsergebnis 69,9 64,5 8,4%
Provisionsergebnis 22,5 20,8 8,5%
Betriebserträge 90,0 88,8 1,4%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –47,3 –45,4 4,1%
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und
Rückstellungen 42,7 43,4 –1,5%
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 -
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte –7,5 –10,1 –25,7%
Ergebnis vor Steuern 35,2 33,3 5,8%
Geschäftsvolumen 1H25 1H24 (%)
Kredite und Forderungen (netto) 1.948,2 1.787,0 9,0%
davon Kundenkredite (brutto, performing) 1.962,3 1.802,5 8,9%
Neukreditgeschäft (Brutto) 491,2 428,0 14,8%
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 3.027,4 2.846,1 6,4%
Kennzahlen 1H25 1H24 (bps)
Nettozinsmarge (NIM) 5,7% 5,4% 29
Cost/Income-Ratio 52,6% 51,2% 139
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,3% –0,5% 16
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) –0,4% –0,6% 18
Kredit-Einlagen-Verhältnis 64,4% 62,8% 157
NPE-Quote (on balance loans) 3,3% 3,3% 3
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 81,5% 80,8% 77
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 7,3% 7,4% –5

Consumer Strategie

Addiko bietet seinen Kunden im Segment Consumer ein modernes Bankgeschäft an, das auf ihre grundlegenden Bedürfnisse abgestimmt ist, und zwar in Form von unbesicherten Krediten, Karten und Zahlungsverkehr, die auf einfache und transparente Weise kommuniziert und effizient über einen hybriden Vertriebsansatz, bestehend aus physischen Filialen und modernen digitalen Kanälen, bereitgestellt werden. Das Consumer-Segment konzentriert sich auf unbesicherte Kreditvergabe, gefolgt von Kontopaketen und Einlagenprodukten, regelmäßigen Transaktionen sowie Karten. Addiko unternimmt auch erhebliche Anstrengungen zum Ausbau digitaler Fähigkeiten und ist in ihren Märkten als "Digitaler Challenger" mit Dienstleistungen wie Webloans, mLoans und Online-Kontoeröffnungsmöglichkeiten anerkannt.

Consumer Geschäftsentwicklung 1H25

Der Nettozinsertrag ging im Jahresvergleich leicht um EUR 0,6 Mio. bzw. 0,8% auf EUR 67,5 Mio. zurück (1H24: EUR 68,0 Mio.). Dieser Rückgang war in erster Linie auf eine geringere Zuteilung der Asset Contribution zurückzuführen, die einen starken Anstieg der regulären Zinserträge um 8,4% im Jahresvergleich kompensierte.

Der Anstieg der laufenden Zinserträge war das Ergebnis einer starken Geschäftsentwicklung sowie der Fähigkeit von Addiko, ihre Premium-Preisgestaltung im Vergleich zu etablierten Banken beizubehalten. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf folgendes zurückzuführen:

  • Ein differenziertes digitales E2E-Angebot als wesentlicher USP gegenüber dem Wettbewerb
  • Verbesserte Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit entlang der gesamten Customer Journey,
  • Signifikante Expansion bei Partnerschaften durch Nutzung neuer digitaler Plattformen
  • Nutzung der pro-aktiven Kundenakquisition über Bank@Work- und CRM-Kanäle

Halbjahresfinanzbericht 2025 16 Das Provisionsergebnis stieg im Jahresvergleich um EUR 1,8 Mio. bzw. 8,5% auf EUR 22,5 Mio. (1H24: EUR 20,8 Mio.). Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch höhere Erträge aus Bancassurance, Kontopaketen und dem Kartengeschäft unterstützt. Die Strategie der Bank konzentrierte sich auf die Stärkung der Kundenbindung und die Verbesserung des Cross-Selling, insbesondere durch das Angebot von Kreditkarten und Kontopaketen an neu gewonnene Kunden.

Das operative Ergebnis vor Wertberichtigungen und Rückstellungen belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR 42,7 Mio. und lag damit um 1,5% unter dem Vorjahreswert. Während die Betriebserträge insgesamt eine positive Entwicklung zeigten, wurde diese durch höhere allgemeine Verwaltungsaufwendungen infolge der im Jahr 2024 umgesetzten Gehaltsanpassungen, die im Jahr 2025 voll wirksam wurden, kompensiert. Die Cost/Income-Ratio stieg leicht auf 52,6% (1H24: 51,2%).

Das Ergebnis vor Steuern erreichte EUR 35,2 Mio. (1H24: EUR 33,3 Mio.) und spiegelt einen Anstieg von 5,8% wider, unterstützt durch geringere Aufwendungen für erwartete Kreditausfälle.

Die Neugeschäftsvolumen belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR 491,2 Mio., ein Anstieg um 14,8% gegenüber EUR 428,0 Mio. in 1H24.

Das Consumer-Segment verzeichnete im selben Zeitraum ein Wachstum der performanten Bruttoforderungen gegenüber Kunden um 8,9%. Die NPE-Ratio (on-balance Kredite) blieb mit 3,3% stabil und unverändert gegenüber 1H24, was den fortgesetzten Fokus der Gruppe auf die Qualität der Aktiva widerspiegelt.

3.4.2. SME

in EUR Mio.

SME Business
Erfolgsrechnung 1H25 1H24 (%)
Nettozinsergebnis 29,3 44,4 –33,9%
davon laufendes Zinsergebnis 33,7 37,3 –9,7%
Provisionsergebnis 13,2 13,4 –1,9%
Betriebserträge 42,5 57,8 –26,5%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –18,3 –18,7 –1,7%
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und
Rückstellungen 24,1 39,1 –38,3%
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 -
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte –10,1 –8,5 19,0%
Ergebnis vor Steuern 14,0 30,6 –54,2%
Geschäftsvolumen 1H25 1H24 (%)
Kredite und Forderungen (netto) 1.281,6 1.324,9 –3,3%
davon Kundenkredite (brutto, performing) 1.286,0 1.331,8 –3,4%
Neukreditgeschäft (Brutto) 388,9 363,1 7,1%
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 1.106,4 1.056,0 4,8%
Kennzahlen 1H25 1H24 (bps)
Nettozinsmarge (NIM) 4,5% 3,9% 52
Cost/Income-Ratio 43,2% 32,3% 1086
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,5% –0,4% –11
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) –0,8% –0,6% –15
Kredit-Einlagen-Verhältnis 115,8% 125,5% –963
NPE-Quote (on balance loans) 3,8% 3,1% 72
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 79,6% 78,3% 129
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 5,3% 5,7% –34

SME Strategie

Addiko bietet seinen Kunden im Segment SME ein modernes Bankgeschäft an, das sich an ihren grundlegen-den Bedürfnissen orientiert – primär durch unbesicherte Kredite und Zahlungslösungen. Dieser Ansatz wird einfach und transparent kommuniziert und effizient über ein hybrides Vertriebsmodell umgesetzt, das physische Filialen mit modernen digitalen Kanälen kombiniert. Im SME-Segment liegt der Fokus weiterhin auf kurz- bis mittelfristiger unbesicherter Finanzierung, gefolgt von Transaction Banking und Trade Finance-Produkten, ergänzt durch Einlagenangebote. Das Produktportfolio wurde um eine Kombination aus teilweise besicherten und unbesicherten Krediten mit höheren Ticketgrößen erweitert, die sowohl bestehende als auch neue Kunden adressieren.

Die Gruppe bleibt dem Ziel verpflichtet, ein überzeugendes Leistungsversprechen durch digital unterstützte Kreditprodukte und Self-Service-Funktionen bereitzustellen, wodurch die Servicekosten für Kunden effektiv gesenkt werden. Darüber hinaus konzentriert sich Addiko weiterhin auf die gezielte Betreuung unerschlossener Nischen im Bereich der Mikro- und Kleinunternehmen mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen sowie Standardprodukten für mittelgroße Unternehmen.

SME Geschäftsentwicklung 1H25

Das Nettozinsergebnis verringerte sich im Jahresvergleich um EUR 15,0 Mio. bzw. 33,9% auf EUR 29,3 Mio. (1H24: EUR 44,4 Mio.). Der Rückgang ist auf eine geringere Zuteilung des Asset-Contribution sowie einen Rückgang der laufenden Zinserträge um 9,7% zurückzuführen, hauptsächlich infolge der Neubepreisung des variabel verzinsten Bestandsportfolios und einer verhaltenen Kreditnachfrage, insbesondere im serbischen Markt.

Das Provisionsergebnis sank leicht um EUR 0,3 Mio. bzw. 1,9% im Jahresvergleich auf EUR 13,2 Mio. (1H24: EUR 13,4 Mio.), was primär auf geringere Erträge aus dem Zahlungsverkehr und Trade-Financing zurückzuführen ist.

Das operative Ergebnis vor Wertberichtigungen und Rückstellungen belief sich auf EUR 24,1 Mio., was einem Rückgang von 38,3% im Jahresvergleich entspricht. Dieser Rückgang ist auf geringere operative Erträge zurückzuführen, während die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zu 1H24 weitgehend stabil blieben. Die Cost/Income-Ratio stieg auf 43,2% (1H24: 32,3%).

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf EUR 14,0 Mio. (1H24: EUR 30,6 Mio.), was einem Rückgang von 54,2% im Jahresvergleich entspricht. Dieser Rückgang ist auch auf höhere Aufwendungen für erwartete Kreditverluste zurückzuführen. Diese resultierten aus erhöhten Rückstellungen für Migrationen in notleidende Engagements, geringerer Rückmigration in den Performing-Bereich sowie Risikovorsorgen für größere Einzelengagements bei der Addiko Bank Slowenien.

Das Neugeschäftsvolumen belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 388,9 Mio., was einem Anstieg von 7,1% im Jahresvergleich entspricht (1H24: EUR 363,1 Mio.). Die Gross Performing Loans gingen im SME-Segment um 3,4% zurück, was stärkere Zinsrückgänge bei Mitbewerbern, auf eine geringere Kreditnachfrage im serbischen Markt sowie auf eine Re-Segmentierung von Engagements in das Large-Corporate-Segment zurückzuführen ist. Die NPE-Quote (on-balance loans) verschlechterte sich im Jahresvergleich um 72 Basispunkte, bedingt durch eine höhere Migration in notleidende Engagements sowie eine Reduktion des Kreditvolumens.

3.4.3. Mortgage

in EUR Mio.
Mortgages
Erfolgsrechnung 1H25 1H24 (%)
Nettozinsergebnis 1,2 10,7 –88,6%
davon laufendes Zinsergebnis 6,0 7,7 –22,3%
Provisionsergebnis 0,0 0,0 -
Betriebserträge 1,2 10,7 –88,6%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –0,6 –0,8 –28,2%
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und
Rückstellungen 0,6 9,9 –93,5%
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 -
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte 1,7 2,6 –33,2%
Ergebnis vor Steuern 2,4 12,5 –81,0%
Geschäftsvolumen 1H25 1H24 (%)
Kredite und Forderungen (netto) 281,3 333,3 –15,6%
davon Kundenkredite (brutto, performing) 281,7 333,5 –15,5%
Neukreditgeschäft (Brutto) - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet - - -
Kennzahlen 1H25 1H24 (bps)
Nettozinsmarge (NIM) –0,5% –0,8% 27
Cost/Income-Ratio 47,0% 7,4% 3952
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) 0,6% 0,7% –15
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) 0,6% 0,8% –16
Kredit-Einlagen-Verhältnis - - -
NPE-Quote (on balance loans) 3,5% 4,7% –121
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 80,4% 82,6% –219
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 4,1% 4,5% –35

Mortgage Strategie und Geschäftsentwicklung 1H25

Das Geschäft mit Hypothekarkrediten (Mortgages) stellt ein Nicht-Fokusgeschäft dar. Die Gruppe verfolgt das Ziel, bestehende, profitable Kundenkredite bis zu deren vertraglicher Endfälligkeit geordnet und schrittweise abzubauen. Entsprechend werden Hypothekenprodukte nicht mehr aktiv vermarktet.

Infolge des rückläufigen Kreditvolumens verringerten sich die Betriebserträge um 88,6% von EUR 10,7 Mio. in 1H24 auf EUR 1,2 Mio. in 1H25. Zusätzlich wirkten sich eine geringere Zuteilung der Asset Contribution sowie die Neupreisgestaltung des variabel verzinsten Bestandsportfolios negativ aus. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf EUR 2,4 Mio. in 1H25 (1H24: EUR 12,5 Mio.), was einem Rückgang von 81,0% im Jahresvergleich entspricht. Dieser wurde auch durch geringere Auflösungen von Rückstellungen für erwartete Kreditausfälle beeinflusst.

3.4.4. Large Corporate & Public Finance

in EUR Mio.
Large Corporate & Public Finance
Erfolgsrechnung 1H25 1H24 (%)
Nettozinsergebnis 4,1 4,9 –17,0%
davon laufendes Zinsergebnis 1,6 2,9 –45,1%
Provisionsergebnis 1,6 1,3 21,9%
Betriebserträge 5,7 6,2 –8,7%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –2,2 –2,7 –19,2%
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und
Rückstellungen 3,5 3,5 –0,5%
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 -
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte 1,5 0,2 551,1%
Ergebnis vor Steuern 5,0 3,7 34,4%
Geschäftsvolumen 1H25 1H24 (%)
Kredite und Forderungen (netto) 49,3 80,5 –38,8%
davon Kundenkredite (brutto, performing) 48,7 79,4 –38,8%
Neukreditgeschäft (Brutto) 6,6 7,6 –13,3%
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 350,1 361,4 –3,1%
Kennzahlen 1H25 1H24 (bps)
Nettozinsmarge (NIM) 2,9% 2,4% 49
Cost/Income-Ratio 38,7% 43,8% –504
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) 0,8% 0,1% 70
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) 3,1% 0,3% 282
Kredit-Einlagen-Verhältnis 14,1% 22,3% –819
NPE-Quote (on balance loans) 16,5% 14,1% 312
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 82,9% 85,7% –273
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 5,8% 6,3% –51

Large Corporate & Public Finance Strategie und Geschäftsentwicklung 1H25

Mit dem Konzernabschluss 2024 werden die Nicht-Fokussegmente Large Corporate und Public Finance gemeinsam dargestellt, entsprechend der Struktur des internen Management-Reportings. Der Vergleichs-zeitraum wurde entsprechend angepasst.

Das Segment Large Corporate umfasst Kreditprodukte, Dienstleistungen und Einlagenprodukte sowie weitere ergänzende Angebote für Unternehmen mit einem jährlichen Bruttoumsatz von über EUR 50 Mio. Public Finance beinhaltet das Geschäft der Addiko mit zentralen öffentlichen Institutionen in den CSEE-Ländern, wie Finanzministerien, Staatsunternehmen und Gebietskörperschaften. Addiko wird ausgewählte Large-Corporate-Kunden weiterhin betreuen – mit einem günstigen, aber ausgewogenen Blick auf die Wertgenerierung – und gleichzeitig die Gesamtexponierung gegenüber Einzelkunden begrenzen. Kreditprodukte im Segment Public Finance werden nicht mehr aktiv vermarktet.

Infolge des Rückgangs des Kreditvolumens gingen die Betriebserträge erwartungsgemäß um 8,7% zurück – von EUR 6,2 Mio. in 1H24 auf EUR 5,7 Mio. in 1H25. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf EUR 5,0 Mio. in 1H25 (1H24: EUR 3,7 Mio.), was einem Anstieg von 34,4% im Jahresvergleich entspricht, hauptsächlich unter-stützt durch höhere Auflösungen von Vorsorgen für erwartete Kreditausfälle.

Die NPE-Ratio (on-balance loans) stieg auf 17,2% (1H24: 14,1%), was in erster Linie auf eine Reduktion des Kre-ditbuchvolumens und nicht auf eine Verschlechterung der Kreditqualität des Portfolios zurückzuführen ist.

3.4.5. Corporate Center

in EUR Mio.
Corporate Center
Erfolgsrechnung 1H25 1H24 (%)
Nettozinsergebnis 15,7 –7,3 >100%
davon laufendes Zinsergebnis 32,8 35,2 –6,7%
Provisionsergebnis 0,0 –0,2 –79,3%
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten 0,8 0,5 >100%
Sonstiges betriebliches Ergebnis –6,8 –5,4 26%
Betriebserträge 9,6 –12,5 >100%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –29,0 –29,4 –1,3%
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und
Rückstellungen –19,3 –41,8 –53,8%
Übriges Ergebnis –4,9 –5,5 –11,2%
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte –0,1 0,3 >100%
Ergebnis vor Steuern –24,3 –47,0 –48,4%
Geschäftsvolumen 1H25 1H24 (%)
Kredite und Forderungen (netto) 138,5 24,3 471,0%
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 904,3 908,6 –0,5%

Corporate Center Strategie

Das Segment Corporate Center ist in erster Linie ein internes Segment, welches die Ergebnisse aus dem Liquiditäts- und Kapitalmanagement der Addiko Gruppe enthält. Es umfasst die Treasury-Operationen der Gruppe sowie weitere zentrale Funktionen, darunter zugehörige Overhead-Kosten, Beiträge zum Single Resolution Fund, Bankenabgaben und andere einmalige Posten, einschließlich der Überleitung der Addiko Gruppe auf IFRS (d.h. Konsolidierungseffekte.

Darüber hinaus umfasst dieses Segment die Direkteinlagenaktivitäten in Österreich und Deutschland, die zum Zwecke des Liquiditätsmanagements von der Treasury-Abteilung gesteuert werden.

Die Hauptaufgaben des Segments Corporate Center umfassen:

  • die konzernweite Steuerung des Asset and Liability Managements,
  • das Management der Liquiditätsportfolios im Rahmen der regulatorischen Anforderungen sowie
  • die Optimierung des Funding-Mix der Tochtergesellschaften.

Corporate Center Geschäftsentwicklung 1H25

Das Nettozinsergebnis im Segment Corporate Center ergibt sich aus margenwirksamen Kundenaktiva und -passiva innerhalb des Treasury-Segments, dem Zins- und Liquiditätsbeitrag (Interest and Liquidity Gap Contribution, IGC) – abzüglich dessen Umverteilung auf die Marktsegmente (siehe nachfolgendes Kapitel Asset Contribution) – sowie Konsolidierungseffekten.

Das Nettozinsergebnis erhöhte sich im Berichtszeit-raum um EUR 23,0 Mio. und erreichte EUR 15,7 Mio. (1H24: EUR -7,3 Mio.). Diese Verbesserung resultierte aus höheren Zinserträgen aus dem Anleiheportfolio im Bereich Treasury sowie einer geringeren Umverteilung des Asset-Beitrags auf Marktsegmente infolge der Umsetzung von Bewertungseffekten direkt auf das Eigenkapital zum Jahresende 2024 und einer angepassten Methodik zur Asset-Allokation ab 2025. Teilweise wurde dieser Effekt durch geringere Erträge aus Einlagen bei Nationalbanken und Bankkrediten kompensiert.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen im 1H25 auf EUR 29,0 Mio., was einem leichten Rückgang von 1,3% gegenüber 1H24 entspricht. Im Vorjahreswert waren jedoch EUR 2,9 Mio. an unerwarteten Beratungsaufwendungen, die iZm den Übernahmeangeboten von Agri Europe Cyprus am 16. Mai 2024 und von NLB am 7. Juni 2024 standen.

Die Erläuterung zum Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten, dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis erfolgt in Kapitel 3.2 "Analyse des Ergebnisses".

Asset Contribution

Das Nettozinsergebnis im Segment Corporate Center beinhaltet im 1H25 einen Teil des positiven Beitrags der Marktzinsmethode (IGC) in Höhe von EUR 27,0 Mio. Ein Anteil des IGC von EUR 13,0 Mio. wurde auf die Marktsegmente umverteilt, basierend auf den strukturellen Vorteilen, die sie auf der Aktiv- und Passivseite bieten.

Der IGC resultiert aus der teilweisen Refinanzierung längerfristigen Vermögenswerten durch stabile, aber kurzfristige Verbindlichkeiten. Das Ausmaß dieser Transformation der Restlaufzeiten wird strengstens im Einklang mit regulatorischen und internen Limiten gesteuert. Die Addiko Funds Transfer Pricing (FTP)-Methode ordnet die Refinanzierungskosten den Vermögenswerten und die internen Finanzierungsvorteile den Verbindlichkeiten auf einer fristenkongruenten Basis zu. Das bedeutet, dass bei denselben Laufzeiten von Krediten und Einlagen in einem bestimmten Segment der IGC null sein würde.

Da ein Teil der langfristigen Aktiva durch kurzfristigere Passiva finanziert wird, werden gemäß dem FTP-System Marktsegmente daher mit mehr Aufwendungen für Vermögenswerte belastet als sie für ihre Verbindlichkeiten kompensiert bekommen. Aufgrund der Kompensierung für jene Marktsegmente, die für Vermögenswerte mit längeren Laufzeiten gegenüber kurzfristigeren Verbindlichkeiten sorgen, wird der jeweilige Teil des IGC aus dem Segment Corporate Center an den Verursacher des IGC, d.h. das jeweilige Marktsegment, neu verteilt.

Ab dem Jahr 2025 wurde die Methodik zur Asset-Allokation und deren Umverteilung auf die Marktsegmente leicht angepasst, um die Behandlung von Einlagenüberschüssen, die in den Marktsegmenten generiert werden, zu verbessern.

3.5. Kapital und Liquidität

Zum 30. Juni 2025 bestand die Kapitalbasis der Addiko Gruppe ausschließlich aus CET1 und lag bei soliden 21,3% (JE24: 22,0%) und damit deutlich über den derzeit geltenden Anforderungen und der Säule 2-Empfehlung (P2G) von insgesamt 18,03% (JE24: 17,89%).

3.5.1. Regulatorische Kapitalanforderungen

Die Gesamtkapitalanforderung (OCR) für die Addiko Gruppe betrug 15,03% (JE24: 14,89%), bestehend aus:

  • 11,25% Gesamt-SREP-Kapitalanforderung (TSCR), bestehend aus 8,00% Säule 1-Anforderung und 3,25% Säule 2-Anforderung und
  • 3,78% kombinierter Kapitalpuffer (CBR), bestehend aus 2,50% Kapitalerhaltungspuffer (CCB), 0,78% antizyklischem Kapitalpuffer (CCyB) und 0,50% Systemrisikopuffer (SyRB).

Die Säule-2-Empfehlung (P2G) beläuft sich auf 3,00% (JE24: 3,00%). Die Aufsichtsbehörde erwartet daher, dass Addiko auf Gruppenebene eine Gesamtkapitalquote von 18,03% aufrechterhält (11,25% SREP-Anforderung zzgl. 3,78% CBR zzgl. 3,00% P2G).

Verglichen mit 31. Dezember 2024 erhöhte sich der antizyklische Kapitalpuffer (CCyB) auf 0,78% (JE24: 0,64%). Der Anstieg resultierte aus der vorgeschriebenen Erhöhung des CCyB für Slowenien, der sich auf 1,0% verdoppelte.

Auf Basis des von der EZB erhaltenen vorläufigen SREP Ergebnisses für 2026, wird eine leichte Erhöhung des P2R von 3,25% auf 3,50% erwartet. Betreffend der P2G, welche derzeit bei 3,00% liegt, werden keine Änderungen erwartet.

in EUR Mio.
Jun25 Dez24 Veränderung Überdeckung
Jun251)
Gesamtkapital 822,5 809,0 13,5 125,8
Gesamte risikogewichtete Aktiva 3.865,1 3.671,2 193,9
Gesamtkapitalquote 21,3% 22,0% 0,7% 3,3%

3.5.2. Konsolidierte Eigenmittel

1) Bezugsgröße für den Überschuss: anwendbare OCR + P2G-Anforderungen

Das Gesamtkapital erhöhte sich im Berichtszeitraum um EUR 13,5 Mio., was auf die folgenden Komponenten zurückzuführen ist:

• Die positive Entwicklung des kumulierten Sonstigen Ergebnisses (OCI) in Höhe von EUR 9,4 Mio. resultiert aus der positiven Marktentwicklung der zum FVTOCI bewerteten Schuldinstrumente (EUR 9,4 Mio.) und der Eigenkapitalinstrumente (EUR 0,3 Mio.), teilweise kompensiert durch die Veränderung der Fremdwährungsrücklagen (EUR -0,3 Mio.).

• Der Rückgang der sonstigen aufsichtsrechtlichen Abzugsposten um EUR 4,1 Mio. resultiert aus: einer Verringerung der vom Kapital abzuziehenden immateriellen Vermögenswerte (Anstieg Gesamtkapital um EUR 2,8 Mio.) sowie einer Reduktion der latenten Steueransprüche auf bestehende steuerliche Verluste (Anstieg Gesamtkapital um EUR 1,3 Mio.)

Das CET1-Kapital beinhaltet den geprüften Konzerngewinn nach Steuern für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von EUR 45,4 Mio. Gemäß der EZB-Empfehlung, für das Geschäftsjahr 2024 keine Dividenden auszuschütten, hat die Addiko Bank AG für das Geschäftsjahr 2024 keine Dividende ausbezahlt.

Gemäß Artikel 26 CRR wurde der Zwischengewinn in Höhe von EUR 24,0 Mio. für den Berichtszeitraum 1H25 nicht in die Berechnung des regulatorischen Kapitals einbezogen.

Während des Berichtszeitraums stiegen die risikogewichteten Aktiva (RWA) um EUR 193,9 Mio., was insbesondere auf folgende Effekte zurückzuführen war:

  • einen Anstieg des Kreditrisikos um EUR 222,4 Mio.,
  • einen Anstieg des Marktrisikos um EUR 51,8 Mio., hauptsächlich aufgrund der EBA QA 2024/7276 in Verbindung mit Artikel 325b (4) der Verordnung (EU) 2024/1623 (CRR3), welche die Berechnung der Eigenmittelanforderung auf Einzelinstitutsebene ohne Eliminierung konzerninterner Geschäfte vorschreibt,
  • einen Anstieg des Kontrahentenausfallrisikos um EUR 0,8 Mio.,
  • teilweise kompensiert durch eine Reduktion der RWA für operationelles Risiko um EUR 81,2 Mio.

3.5.3. Liquiditätslage

Die Liquiditätsposition der Gruppe blieb stark und übertraf die regulatorischen Anforderungen weiterhin deutlich. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) bewegte sich im Zeitraum von Januar bis Juni 2025 zwischen einem Tiefstwert von 377,0% (Januar) und einem Höchstwert von 433,4% (März) – deutlich über der vorgeschriebenen Mindestanforderung von 100%. Zum 30. Juni 2025 lag die LCR bei 402,7%.

Die nicht verpfändeten Liquiditätsreserven der Gruppe – bestehend aus Kassenbeständen, Guthaben bei Zentralbanken (ohne Mindestreserveanforderung), dem Wertpapierportfolio sowie notenbankfähigen Kreditforderungen – reduzierten sich von EUR 2.186,5 Mio. zum Jahresende 2024 auf EUR 2.110,1 Mio. zum 30. Juni 2025. Dies entspricht 33,0% der Bilanzsumme (JE24: 34,1%). Das Wertpapierportfolio stieg von EUR 1.451,2 Mio. (JE24) auf EUR 1.486,0 Mio. (1H25).

Die im Bankbuch gehaltenen Wertpapiere, die 62,8% der Liquiditätsreserven der Gruppe ausmachten (JE24: 58,9%), bestehen überwiegend aus hochbewerteten und Investment-Grade-Staatsanleihen, die hauptsächlich von Staaten der CESEE-Region emittiert wurden. Sämtliche Investments sind "Plain Vanilla" – ohne eingebettete Optionen oder strukturierte Merkmale.

4. Outlook

Die erwartete positive Entwicklung der Gruppe wird durch einen soliden makroökonomischen Ausblick für die CSEE-Region im Jahr 2025 unterstützt. Laut der Frühjahrsprognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) sind die BIP-Wachstumserwartungen für die drei EU-Beitrittskandidatenländer, in denen die Addiko Gruppe tätig ist, sehr positiv. Für 2025 wird ein BIP-Wachstum von 2,4% für Bosnien & Herzegowina, 3,0% für Serbien und 3,4% für Montenegro prognostiziert, begleitet von sinkenden Arbeitslosenquoten in allen drei Ländern.

Ebenso positiv sind die Prognosen für 2025 für die beiden EU-Mitgliedstaaten, in denen Addiko tätig ist – Slowenien und Kroatien. Für Slowenien wird ein Wirtschaftswachstum von 2,2% und für Kroatien von 2,8% erwartet, wobei in beiden Ländern ein leichter Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte prognostiziert wird. Diese Werte liegen deutlich über den Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone, die vom wiiw mit lediglich 0,7% prognostiziert wurde. Aus wirtschaftlicher Sicht zählen die CSEE-Länder somit weiterhin zu den dynamischsten Regionen Europas.

Nach einem Höchststand von 4,50% im Jahr 2023 leitete die EZB ab Juni 2024 eine Serie von Zinssenkungen ein. Bis zum 30. Juni 2025 hatte die EZB insgesamt acht Zinssenkungen vorgenommen, davon vier im ersten Halbjahr 2025. Die letzte Senkung wurde am 5. Juni 2025 bekannt gegeben und betrug 0,25%. Mit Stand Juni liegt die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,40% (nach 4,50% zu Jahresbeginn 2024) und die Einlagefazilität bei 2,00% (nach 4,00%). Angesichts des weiterhin außergewöhnlich unsicheren Umfelds und der noch nicht absehbaren Auswirkungen des US-Zollstreits auf die globale Inflation und wirtschaftliche Aktivität bleiben die drei Leitzinssätze der EZB kurzfristig unverändert.

Die Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2025 eine solide finanzielle Performance, insbesondere im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem das Zinsniveau doppelt so hoch war. Während die Nachfrage im Consumer-Segment im ersten Halbjahr 2025 stark blieb, entwickelte sich das SME-Segment unter den Erwartungen, was zu einem insgesamt geringeren Wachstum des Kreditvolumens führte. Das SME-Segment, das bereits im letzten Quartal 2024 ein unter den Erwartungen liegendes Neugeschäft verzeichnete, war weiterhin von vorzeitigen Kreditrückzahlungen durch Kunden sowie einer geringeren Kreditnachfrage betroffen – insbesondere im serbischen Markt während des 1H25.

Die acht Zinssenkungen, die innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums von rund zwölf Monaten umgesetzt wurden, werden sich erst in der zweiten Jahreshälfte vollständig auf das Nettozinsergebnis auswirken. Der aktuell erwartete durchschnittliche Einlagensatz der EZB liegt um 64 Basispunkte unter dem Wert, der bei der Erstellung der Planung zugrunde gelegt wurde. Dies wirkt sich negativ auf das variable Backbook sowie auf Zinserträge aus Guthaben bei Zentralbanken aus, während die Anpassungen der Einlagenzinsen schrittweise erfolgen.

Diese Zinssenkungen sowie das für das Gesamtjahr erwartete geringere Kreditvolumen führen dazu, dass das erwartete Ergebnis für 2025 leicht unter den ursprünglichen Erwartungen liegt. Der Outlook für 2025 wurde entsprechend angepasst.

Auf regulatorischer Ebene wurde im Juli 2025 in Kroatien ein neues Gesetz verabschiedet, das mit Januar 2026 in Kraft tritt und die Möglichkeit der Banken einschränkt, Gebühren für Basisbankprodukte zu verrechnen. Diese Änderung wird sich künftig negativ auf die Provisionserträge auswirken. Darüber hinaus hat die kroatische Nationalbank im ersten Halbjahr 2025 beschlossen, dass bei Konsumentenkrediten außerhalb der Hypothekarfinanzierungen das monatliche Verhältnis von Verschuldung zu Einkommen 40 % nicht überschreiten darf, wobei ein höherer Wert nur für maximal 10 % der Neukredite zulässig ist. Diese neuen regulatorischen Vorgaben sowie die Auswirkungen des gesunkenen Zinsniveaus werden die Profitabilität im Jahr 2026 beeinflussen.

Zur Abfederung dieser Effekte wird in der zweiten Jahreshälfte 2025 ein neues Programm gestartet.

Die Guidance für 2026 befindet sich derzeit in Überarbeitung - ein Update wird gemeinsam mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 auf Basis des aktualisierten Geschäftsplans kommuniziert.

Outlook 2025
(prev.)
Outlook 2025
(adapt.)
Guidance 2026
(under review)
Erträge & Geschäft
Wachstum des Kreditbuchs 1) >7% CAGR 2024-26 6% CAGR 2024-26
Nettozinsmarge (NIM) 2) >3,6% >3,6% >3,6%
Nettobankergebnis >3,6% FLAT >5%
(NBI; Wachstum YoY) 2)
OPEX
<€196m <€196m <€200m
Risiko & Liquidität
Risikokosten (CoR) 3) ca. 1,3% ca. 1,3% ca. 1,3%
NPE-Quote 4) <3% als Leitprinzip <3% als Leitprinzip <3% als Leitprinzip
>18,35% abhängig vom >18,35% abhängig vom >18,35% abhängig vom
Gesamtkapitalquote jährlichen SREP jährlichen SREP jährlichen SREP
Kredit/Einlagen-Verhältnis Erhöhung auf <80% Erhöhung auf <80% Erhöhung auf <80%
Profitabilität
Eigenkapitalrendite (RoATE) 5) ca. 6% >4,5% ca. 6,5%
Dividende 6) ca. 50% des Gewinns ca. 50% des Gewinns ca. 50% des Gewinns
1)

1) Bruttokundenforderungen (performing). 2) Unter der Annahme eines durchschnittlichen jährlichen Einlagenzinssatzes von 283 Basispunkten im Jahr 2025 und 200 Basispunkten im Jahr 2026. 3) Auf Basis Nettokundenforderungen. 4) Auf Basis on balance Kredite (EBA). 5) Unter der Annahme eines effektiven Steuersatzes von ≤25% in 2025 und 2026 und unter Berücksichtigung des Pull-to-Par-Effekts des Großteils der negativen Fair-Value-Rücklagen in FVTOCI. 6) im Einklang mit der Dividendenpolitik, vorbehaltlich der Empfehlung der EZB und des Beschlusses der Hauptversammlung (aktuell ausgesetzt).

Die Prognosen der Gruppe basieren auf Annahmen und Erwartungen, die naturgemäß Änderungen unterliegen, da sie von sich wandelnden externen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Dazu zählen unter anderem potenzielle Einschränkungen der Ertragsgenerierung infolge neuer oder geänderter regulatorischer Vorgaben oder gesetzlicher Bestimmungen – wie z. B. Kriterien für die Kreditvergabe, Zins- oder Gebührenobergrenzen sowie Anforderungen an kostenlose Bankprodukte – ebenso wie Veränderungen im Zinsumfeld, makroökonomische Entwicklungen, regulatorische Beschränkungen, arbeitsrechtliche Vorgaben, steuerliche Rahmenbedingungen und andere Marktdynamiken.

Die globalen Unsicherheiten haben sich im ersten Halbjahr 2025 deutlich erhöht, wobei die Entwicklungen auch von individuellen Entscheidungsträgern beeinflusst werden. Infolgedessen unterliegen alle Prognosen einem erhöhten Maß an Unsicherheit.

Weitere Informationen, insbesondere zu potenziellen Abwärtsrisiken in Bezug auf die Planung und den Ausblick, finden sich in Kapitel 6 des Konzernlageberichts 2024 ("6. Outlook & Guidance, Dividendenpolitik und Risikofaktoren").

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

I. Konzern-Gesamtergebnisrechnung 27
II. Konzern-Bilanz 29
III. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 30
IV. Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung (Cashflow Statement) 31
V. Verkürzter Anhang (Notes) 32
Grundlagen der Konzernrechnungslegung 32
(1) Veränderungen der Darstellung des Konzernabschlusses32
(2) Rechnungslegungsgrundsätze 34
(3) Verwendung von Schätzungen und Annahmen/Wesentliche Schätzungsunsicherheiten 34
(4) Anwendung von neuen und geänderten Standards34
(5) Konsolidierungskreis 35
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung 36
(6) Nettozinsergebnis 36
(7) Provisionsergebnis 36
(8) Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden37
(9) Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen 37
(10) Personalaufwendungen 38
(11) Sonstige Verwaltungsaufwendungen 38
(12) Abschreibungen39
(13) Übriges Ergebnis 39
(14) Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte 39
(15) Steuern auf Einkommen 40
Erläuterungen zur Bilanz 41
(16) Barreserve 41
(17) Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 41
(18) Kredite und Forderungen41
(19) Investitionswertpapiere 44
(20) Materielle Vermögenswerte46
(21) Sonstige Vermögenswerte 46
(22) Langfristige Vermögenswerte die zur Veräußerung gehalten werden 46
(23) Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 46
(24) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 46
(25) Rückstellungen47
(26) Sonstige Verbindlichkeiten 50
(27) Eigenkapital50
(28) Ergebnis je Aktie 51
Segment Berichterstattung 52
(29) Überblick über die Segmente53
(30) Segmentierung nach Regionen57
Risikobericht 60
(31) Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko) 60
(32) Wertberichtigungen 70
(33) Bewertung der Immobiliensicherheiten und sonstigen Sicherheiten 74
(34) Marktrisiko 75
(35) Liquiditätsrisiko75
(36) Operationales Risiko 75
(37) Nachhaltigkeitsrisiken (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) ESG-Risiken 76
(38) Rechtsrisiko 76
Ergänzende Angaben gemäß IFRS 79
(39) Außerbilanzielle Verpflichtungen 79
(40) Fair Value-Angaben80
(41) Derivative Finanzinstrumente 86
(42) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen 86
(43) Eigenmittel und Kapitalanforderungen87
(44) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag90

I. Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in EUR Mio.
01.01. - 01.01. -
Note 30.06.2025 30.06.2024
Zinserträge unter Anwendung der Effektivzinsmethode 1) 149,7 153,0
Sonstige Zinserträge 1) 0,5 1,3
Zinsaufwendungen –32,5 –33,7
Nettozinsergebnis (6) 117,8 120,6
Gebühren- und Provisionserträge 49,4 47,5
Gebühren- und Provisionsaufwendungen –12,2 –12,2
Provisionsergebnis (7) 37,3 35,3
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten (8) 0,8 0,5
Sonstige betriebliche Erträge (9) 2,2 2,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) –9,0 –8,0
Personalaufwendungen (10) –54,3 –52,2
Sonstige Verwaltungsaufwendungen (11) –34,1 –36,3
Abschreibungen (12) –9,0 –8,4
Operatives Ergebnis vor Wertberichtigungen und
Rückstellungen 51,6 54,0
Übriges Ergebnis (13) –4,9 –5,5
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte (14) –14,4 –15,5
Ergebnis vor Steuern 32,4 33,1
Steuern auf Einkommen (15) –8,4 –7,6
Ergebnis nach Steuern 24,0 25,5
davon Eigentümer des Mutterunternehmens 24,0 25,5

1) Die Vergleichszahlen wurden angepasst. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Note (1) Veränderungen der Darstellung des Konzernabschlusses.

Note 30.06.2025 30.06.2024
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnendes
Ergebnis nach Steuern (in EUR Mio.) (28) 24,0 25,5
Gewichtete Durchschnittszahl von ausstehenden Stammaktien
(Anzahl an Aktien) (28) 19.287.142 19.292.092
Ergebnis je Aktie (in EUR) - unverwässert/verwässert (28) 1,25 1,32

Sonstiges Ergebnis

in EUR Mio.
01.01. -
30.06.2025
01.01. -
30.06.2024
Ergebnis nach Steuern 24,0 25,5
Sonstiges Ergebnis 9,4 4,8
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert
werden 0,3 0,3
Versicherungsmathematische Gewinne oder (-) Verluste aus
leistungsorientierten Plänen 0,0 0,0
Fair Value Rücklage - Eigenkapitalinstrumente 0,3 0,3
Netto-Veränderungen bewertet zum beizulegenden Wert 0,4 0,4
Ertragsteuern –0,1 –0,1
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert wurden
oder anschließend umgegliedert werden können 9,1 4,5
Fremdwährungsumrechnung –0,3 0,2
Gewinn/Verlust der Periode –0,3 0,2
Fair Value Rücklage – Schuldverschreibungen 9,3 4,3
Netto-Veränderungen bewertet zum beizulegenden Wert 10,9 5,1
Netto-Betrag übertragen an die GuV 0,0 –0,1
Ertragsteuern –1,6 –0,6
Gesamtjahresergebnis 33,4 30,3
davon Eigentümer des Mutterunternehmens 33,4 30,3

II. Konzern-Bilanz

in EUR Mio.
Note 30.06.2025 31.12.2024
Vermögenswerte
Barreserve (16) 1.058,8 1.251,4
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (17) 11,6 14,4
Kredite und Forderungen an Kreditinstitute (18) 113,0 44,2
Kredite und Forderungen an Kunden (18) 3.586,0 3.506,4
Investitionswertpapiere (19) 1.501,1 1.464,7
Materielle Vermögenswerte (20) 55,1 55,4
Sachanlagen 53,5 53,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1,5 2,3
Immaterielle Vermögenswerte 25,1 25,7
Ertragsteueransprüche 24,8 30,8
Laufende Ertragsteueransprüche 1,3 2,1
Latente Ertragsteueransprüche 23,4 28,6
Sonstige Vermögenswerte (21) 15,9 14,8
Langfristige Vermögenswerte die zur Veräußerung gehalten
werden (22) 0,8 1,0
Vermögenswerte gesamt 6.392,3 6.408,9
Eigenkapital und Schulden
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (23) 3,7 4,4
Einlagen von Kreditinstituten (24) 72,0 77,3
Einlagen von Kunden (24) 5.251,4 5.290,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 64,9 54,4
Rückstellungen (25) 80,4 94,1
Ertragsteuerverpflichtungen 1,9 5,0
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen 0,6 3,3
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 1,3 1,7
Sonstige Verbindlichkeiten (26) 45,2 44,2
Eigenkapital (27) 872,9 839,5
davon Eigentümer des Mutterunternehmens 872,9 839,5
Eigenkapital und Schulden gesamt 6.392,3 6.408,9

III. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in EUR Mio.
2025 Gezeichnetes
Kapital
Eigene
Anteile
Kapital
rücklagen
Fair Value
Rücklage
Schuldver
schreibungen
Fair Value
Rücklage
Eigenkapital
instrumente
Neubewertung
von leistungs
orientierten
Versorgungs
plänen
Währungs
rücklagen
Kumuliertes
Ergebnis und
sonstige
Rücklagen
Eigentümer
des Mutter
unternehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamt
Eigenkapital zum 01.01. 195,0 -2,9 237,9 -30,8 4,8 0,3 -10,9 446,1 839,5 0,0 839,5
Ergebnis nach Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 24,0 24,0 0,0 24,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 9,3 0,3 0,0 -0,3 0,0 9,4 0,0 9,4
Gesamtergebnis 0,0 0,0 0,0 9,3 0,3 0,0 -0,3 24,0 33,4 0,0 33,4
Transaktionen mit Eigentümern 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gewinnausschüttungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Anteilsbasierte Vergütung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kauf von eigenen Anteilen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige Veränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Eigenkapital zum 30.06. 195,0 -2,9 237,9 -21,4 5,1 0,3 -11,2 470,1 872,9 0,0 872,9

2024 Gezeichnetes
Kapital
Eigene
Anteile
Kapital
rücklagen
Fair Value
Rücklage
Schuldver
schreibungen
Fair Value
Rücklage
Eigenkapital
instrumente
Neubewertung
von leistungs
orientierten
Versorgungs
plänen
Währungs
rücklagen
Kumuliertes
Ergebnis und
sonstige
Rücklagen
Eigentümer
des Mutter
unternehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamt
Eigenkapital zum 01.01. 195,0 -2,2 237,9 -48,6 3,2 0,5 -11,2 426,5 801,1 0,0 801,1
Ergebnis nach Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 25,5 25,5 0,0 25,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 4,3 0,3 0,0 0,2 0,0 4,8 0,0 4,8
Gesamtergebnis 0,0 0,0 0,0 4,3 0,3 0,0 0,2 25,5 30,3 0,0 30,3
Transaktionen mit Eigentümern 0,0 -0,8 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -24,2 -25,0 0,0 -25,0
Gewinnausschüttungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -24,3 -24,3 0,0 -24,3
Anteilsbasierte Vergütung 0,0 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,5 0,0 0,5
Kauf von eigenen Anteilen 0,0 -1,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -1,2 0,0 -1,2
Sonstige Veränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Eigenkapital zum 30.06. 195,0 -2,9 237,9 -44,3 3,5 0,5 -11,0 427,8 806,4 0,0 806,4

in EUR Mio.

IV. Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung (Cashflow Statement)

in EUR Mio.
01.01.- 30.06.2025 01.01.- 30.06.2024
Ergebnis nach Steuern 24,0 25,5
Anpassungen für
Im Ergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf
den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit –68,3 –70,4
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile –197,9 –50,6
Erhaltene Zinsen 153,4 157,8
Gezahlte Zinsen –35,1 –27,5
Erhaltene Dividenden 0,0 0,0
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit –123,8 34,9
Einzahlungen aus der Veräußerung oder Tilgung von Nominale und Zinsen: 76,6 11,1
Finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten 74,6 8,6
Sachanlagen, als Finanzanlagen gehaltenen Immobilien, Operating-Leasing-
Vermögen und immateriellen Vermögensgegenstände 2,0 2,5
Auszahlungen für den Erwerb von: –143,0 –144,0
Finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten –137,8 –139,9
Sachanlagen, als Finanzanlagen gehaltenen Immobilien, Operating-Leasing-
Vermögen und immateriellen Vermögensgegenstände –5,2 –4,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit –66,3 –132,9
Dividendenzahlungen 0,0 –24,3
Leasingzahlungen –2,1 –4,6
Erwerb eigener Aktien 0,0 –1,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –2,1 –30,0
Netto (Verringerung) Erhöhung des Zahlungsmittelbestandes –192,3 –128,1
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode (01.01.) 1.251,4 1.254,5
Effekte aus Wechselkursänderungen –0,3 0,2
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode (30.06.) 1.058,8 1.126,6

Die Anhangsangaben (Notes) (1) - (44) sind ein integraler Bestandteil dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

V. Verkürzter Anhang (Notes)

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Die Addiko Gruppe besteht aus der börsennotierten Muttergesellschaft Addiko Bank AG in Österreich und sechs Tochterbanken in Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (zwei Banken), Serbien und Montenegro. Zum 30. Juni 2025 betreute die Addiko Gruppe rund 0,9 Millionen Kunden (JE24: 0,9 Millionen) in der gesamten CSEE-Region über ein gut verteiltes Netz von 154 Filialen (JE24: 155 Filialen) und moderne digitale Bankkanäle.

Im Einklang mit ihrer Strategie hat sich die Gruppe als spezialisierte Bankengruppe neu positioniert und konzentriert sich dabei auf das Wachstum ihrer Aktivitäten in den Bereichen Privatkunden- und KMU-Kredite sowie Zahlungsdienste (ihre "Fokusbereiche"). Sie bietet unbesicherte Privatkredite für Verbraucher und Betriebsmittelkredite für KMU an. Die Hypotheken-, Staats- und Großkundenkreditportfolios der Gruppe (ihre 'Nicht-Fokusbereiche') waren Gegenstand eines beschleunigten Abbauprozesses, der im Jahr 2024 abgeschlossen wurde.

Addiko Bank AG wird von Fitch Ratings gerated. Das Long-Term Issuer Default Rating (IDR) wurde mit "BB", das Viability Rating (VR) mit "bb" beurteilt, der Ausblick in Bezug auf das Long-Term IDR ist stabil. Das Rating wurde zuletzt am 30. April 2025 bestätigt.

Die Addiko Bank AG ist im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien unter der Firmenbuchnummer FN 350921k eingetragen. Der Hauptsitz der Gruppe befindet sich in der Canettistraße 5/12, 1100 Wien (Österreich).

Die Addiko Bank AG unterliegt als Kreditinstitut der Aufsicht durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Otto-Wagner-Platz 5 in 1090 Wien und – zusätzlich - der Aufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) in der Sonnemannstraße 20 in 60314 Frankfurt am Main.

Die Addiko Bank AG erfüllt die Offenlegungspflicht von Teil 8 der EU-Verordnung 575/2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute (CRR) auf Basis der konsolidierten Finanzlage der Addiko Gruppe. Die Offenlegung erfolgt auf ihrer Homepage unter www.addiko.com (-> Investor Relations -> Finanzberichte).

(1) Veränderungen der Darstellung des Konzernabschlusses

1.1. Darstellung der Nettozinserträge

Im Jahr 2025 überprüfte die Addiko Gruppe die Darstellung der Nettozinserträge. Infolgedessen wurde eine detailliertere Aufschlüsselung in Note (6) Nettozinsergebnis eingeführt, um die Transparenz hinsichtlich der Treiber der Ertragsgenerierung zu erhöhen. Darüber hinaus wurde die Darstellung der Zinserträge aus Guthaben bei Zentralbanken und sonstigen Sichteinlagen von der Unterposition "Sonstige Zinserträge" in "Zinserträge berechnet nach der Effektivzinsmethode" geändert. Obwohl die Korrektur der Vergleichszahlen aufgrund von Unwesentlichkeit nicht erforderlich war, wurde sie zur besseren Vergleichbarkeit mit der Vorjahresdarstellung vorgenommen. Da beide Unterposten Bestandteile desselben Postens in der Erfolgsrechnung sind, hat diese Änderung keine Auswirkungen auf den Nettozinsertrag.

Erfolgsrechnung

in EUR Mio.
bisherige geänderte
30.06.2024 Darstellung Veränderung Darstellung
Zinserträge berechnet nach der Effektivzinsmethode 137,2 15,8 153,0
Sonstige Zinserträge 17,1 –15,8 1,3
Zinsaufwendungen -33,7 -33,7
Nettozinserträge 120,6 0,0 120,6

Note (6) Nettozinsergebnis

in EUR Mio.
bisherige geänderte
30.06.2024 Darstellung Veränderung Darstellung
Zinserträge berechnet nach der Effektivzinsmethode 137,2 15,8 153,0
Finanzielle Vermögenswerte die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden 6,5 -6,5 0,0
Finanzielle Vermögenswerte die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden 130,7 –130,7 0,0
Barguthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben 15,8 15,8
Kredite und Darlehen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden 121,2 121,2
Wertpapiere die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 9,5 9,5
Wertpapiere die zum beizulegenden Zeitwert durch sonstiges Gesamtergebnis
bewertet werden 6,5 6,5
Sonstige Zinserträge 17,1 –15,8 1,3
Finanzielle Vermögenswerte die zu Handelszwecken gehalten werden 1,3 –1,3 0,0
Sonstige Vermögenswerte (inkl. Barguthaben bei Zentralbanken und sonstige
Sichteinlagen) 15,8 –15,8 0,0
Derivate 0,9 0,9
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere 0,4 0,4
Zinserträge insgesamt 154,3 0,0 154,3

1.2. Darstellung nahestehender Personen

Im Jahr 2025 überprüfte die Addiko Gruppe die Darstellung der Angaben zu nahestehenden Personen. In den vorangegangenen Jahren hat die Gruppe alle Transaktionen, an denen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Addiko Bank AG sowie die konsolidierten Tochtergesellschaften, einschließlich ihrer nahen Familienangehörigen, beteiligt waren, unter den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen ausgewiesen.

Nach einer Überprüfung der individuellen Befugnisse und Verantwortlichkeiten der Inhaber von Schlüsselfunktionen, insbesondere in Bezug auf die Planung, Leitung und Kontrolle der Aktivitäten des Unternehmens, erfüllen nur der Vorstand und der Aufsichtsrat der Addiko Bank AG die Kriterien der gruppenweiten Befugnisse und Verantwortung und gelten daher als solche Schlüsselpositionen. Mit dieser Änderung wird der Ansatz von Addiko auch mit der beobachtbaren Praxis in Einklang gebracht, die die Offenlegung von Managementangehörigen in Schlüsselpositionen in konsolidierten Abschlüssen üblicherweise auf die Vorstände und Aufsichtsräte der Muttergesellschaft und deren enge Familienangehörige beschränkt.

Infolge dieser Änderung wurden die Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen entsprechend angepasst, und die folgenden Vergleichszahlen angepasst:

in TEUR
31.12.2024 bisherige geänderte
Personal in Schlüsselpositionen Darstellung Veränderung Darstellung
Finanzielle Vermögenswerte (Kredite und Darlehen) 373,4 -373,4 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten (Einlagen) 2.301,1 -2.050,0 251,1

(2) Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt und wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, dargestellt. Alle Angaben erfolgen in Millionen Euro (Mio. EUR), sofern nicht anders angegeben. Die dargestellten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.

Da dieser Zwischenabschluss nicht alle Informationen und Angaben enthält, die für einen Konzernabschluss erforderlich sind, sollte dieses Dokument in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Addiko Bank AG zum 31. Dezember 2024 gelesen werden.

Am 12. August 2025 hat der Vorstand der Addiko Bank AG den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2025 zur Veröffentlichung freigegeben.

Die Informationen im Zwischenabschluss wurden weder von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(3) Verwendung von Schätzungen und Annahmen/Wesentliche Schätzungsunsicherheiten

Der Zwischenabschluss enthält Werte, die auf Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen beruhen. Diese Schätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Erfahrungen und anderen relevanten Faktoren, wie z.B. Planungserwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die aus heutiger Sicht als wahrscheinlich angesehen werden.

Da diese Schätzungen und Annahmen mit Unsicherheiten behaftet sind, können die tatsächlichen Ergebnisse hiervon abweichen und in zukünftigen Perioden zu Anpassungen des Buchwerts der entsprechenden Vermögenswerte und Schulden führen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden laufend überprüft, und etwaige Änderungen werden prospektiv erfasst.

Abgesehen von der Aktualisierung der makroökonomischen Annahmen für die erwarteten Kreditverluste (Expected Credit Losses, ECL) und der Neubewertung der Annahmen in Bezug auf die Rückstellungen für Rechtsverfahren gab es keine wesentlichen Änderungen bei Anwendung von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen verglichen mit jenen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024. Die wichtigsten Quellen von Schätzungsunsicherheiten blieben gegenüber den im letzten Konzernabschluss beschriebenen unverändert.

(4) Anwendung von neuen und geänderten Standards

4.1. Neue derzeit geltende Anforderungen

Die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards wurden in der am 1. Januar 2025 beginnenden Periode zum ersten Mal angewendet:

Standard Bezeichnung Beschreibung Auswirkungen auf Addiko
IAS 21 Änderungen zu IAS 21 Auswirkungen Mangelnde Austauschbarkeit Keine
von Wechselkursänderungen

Mit den Änderungen an IAS 21 werden Vorschriften für die Beurteilung eingeführt, wann eine Währung in eine andere Währung umtauschbar ist und wann nicht. Wird eine Währung als nicht umtauschbar eingestuft, müssen die Unternehmen den Devisenkassakurs schätzen. Durch die Änderungen werden auch zusätzliche Angabepflichten eingeführt. Diese Änderungen gelten für jährliche Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist.

Die Änderungen wirken sich nicht auf die Addiko Gruppe aus, da die Gruppe keine Transaktionen mit nicht austauschbaren Währungen durchführt.

4.2. Zukünftige Anforderungen

Neue Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die vom IASB herausgegeben wurden, aber noch nicht in Kraft getreten sind, wurden von der Addiko Gruppe nicht vorzeitig angewendet. Es wird nicht erwartet, dass die Anwendung dieser Standards, Interpretationen und Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Eine Ausnahme bildet IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss (veröffentlicht am 9. April 2024), der IAS 1 Darstellung des Abschlusses ersetzt und für Berichtsperioden gilt, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Es wird erwartet, dass IFRS 18 die Darstellung und die Angaben in den Abschlüssen der Addiko Gruppe beeinflussen wird. Die Gruppe prüft derzeit die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

(5) Konsolidierungskreis

Während des Berichtszeitraums gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(6) Nettozinsergebnis

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Zinserträge unter Anwendung der Effektivzinsmethode 1) 149,7 153,0
Barguthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben 10,3 15,8
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Kredite und Darlehen 119,1 121,2
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert durch sonstiges Gesamtergebnis 4,8 6,5
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Wertpapiere 15,5 9,5
Sonstige Zinserträge 1) 0,5 1,3
Derivate 0,4 0,9
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere 0,1 0,4
Summe Zinserträge 150,3 154,3
Zinsaufwand berechnet nach der Effektivzinsmethode –31,6 –32,2
Einlagen –31,3 –31,9
Leasingverpflichtungen –0,3 –0,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen –0,9 –1,5
Derivate –0,2 –0,6
Rückstellungen –0,7 –0,9
Summe Zinsaufwendungen –32,5 –33,7
Nettozinsergebnis 117,8 120,6

1) Die Darstellungsform sowie die Vergleichszahlen wurden angepasst. Für Details dazu wird auf Note (1) Veränderungen der Darstellung des Konzernabschlusses verwiesen.

(7) Provisionsergebnis

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Transaktionen 9,9 10,0
Accounts und Packages 15,8 15,3
Karten 9,7 9,1
Foreign exchange & Dynamic currency conversion 3,4 3,5
Wertpapiere 0,0 0,0
Bancassurance 4,3 3,8
Kredite 3,2 2,5
Trade finance 2,6 2,8
Sonstige 0,5 0,5
Gebühren- und Provisionserträge 49,4 47,5
Transaktionen –2,1 –2,3
Accounts und Packages –0,8 –0,8
Karten –6,7 –6,5
Foreign exchange & Dynamic currency conversion 0,0 –0,1
Wertpapiere –0,1 –0,1
Bancassurance –0,2 –0,2
Kredite –0,6 –0,6
Trade finance 0,0 0,0
Kunden- und Verkaufsanreize –1,3 –1,2
Sonstige –0,3 –0,4
Gebühren- und Provisionsaufwendungen –12,2 –12,2
Provisionsergebnis 37,3 35,3

Die Gebühren und Provisionen enthalten Erträge in Höhe von EUR 28,7 Mio. (1H24: EUR 26,9 Mio.) und Aufwendungen in Höhe von EUR -8,1 Mio. (1H24: EUR -7,9 Mio.) im Zusammenhang mit nicht zum FVTPL bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. In den Gebühren und Provisionen sind EUR 46,7 Mio. (1H24: EUR 44,7 Mio.) aus Verträgen mit Kunden im Anwendungsbereich von IFRS 15 Umsatzerlöse und EUR 2,7 Mio. (1H24: EUR 2,8 Mio.) aus Finanzgarantien und Kreditzusagen enthalten. Darüber hinaus beinhaltet die Position Kunden- und Verkaufsanreize in Höhe von EUR 1,2 Mio. (1H24: EUR 1,1 Mio.), die an Addiko-Mitarbeiter gezahlt werden und auf dem Erreichen von vordefinierten Verkaufszielen basieren.

(8) Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 0,4 1,6
Devisenhandel 0,1 –1,3
Nicht zum Handelsbestand gehörenden finanziellen Vermögenswerten, die
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind 0,1 0,0
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0,0 0,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0
Gesamt 0,8 0,5

(9) Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Sonstige betriebliche Erträge 2,2 2,6
Erträge aus der Veräußerung nicht finanzieller Vermögenswerte 1,3 2,1
Ergebnis aus Operating-Leasingvermögen 0,2 0,2
Restrukturierungserträge 0,0 0,0
Gewinne aus zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verkaufsgruppen 0,0 0,0
Sonstige Erträge 0,7 0,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –9,0 –8,0
Verluste aus der Veräußerung nicht finanzieller Vermögenswerte 0,0 0,0
Aufwendungen aus der Erzielung von Erträgen aus Operating-Leasingvermögen –0,2 –0,2
Restrukturierungsaufwendungen 0,0 0,0
Einlagensicherung –4,2 –2,5
Bankenabgaben und sonstige Steuern (inkl. Sanierungs- und Abwicklungsfonds) 1) –3,6 –4,3
Sonstige Aufwendungen –1,0 –0,9
Gesamt –6,8 –5,4

1) Ab dem 31.Dezember 2024 werden die Aufwendungen für den Sanierungs- und Abwicklungsfonds (1H24: EUR -0,1 Mio.) aufgrund des geringen Wertes als Teil der Bankenabgaben und sonstigen Steuern dargestellt.

Die Gewinne aus dem Verkauf von nicht-finanziellen Vermögenswerten in der Vergleichsperiode des Vorjahres (1H24) resultierten hauptsächlich aus der Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Immobilien in Bosnien & Herzegowina.

Der Anstieg der Kosten im Zusammenhang mit Einlagensicherungsbeiträgen war in erster Linie auf eine höhere Zahlung an den slowenischen Einlagensicherungsfonds für das Jahr 2025 (EUR 1,4 Mio.) im Vergleich zu 2024 (EUR 0,9 Mio.) sowie auf neue Richtlinien der lokalen Nationalbank zurückzuführen, die eine Vorauszahlung dieser jährlichen Ausgaben vorschreiben. Darüber hinaus wurde der Vorjahreswert (1H24) durch die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. positiv beeinflusst, nachdem die kroatische Einlagensicherungsbehörde mitteilte, dass für das vorangegangene Quartal keine Prämie anfallen wird.

(10) Personalaufwendungen

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Löhne und Gehälter –34,0 –32,3
Soziale Abgaben –5,8 –5,6
Variable Vergütung (ohne Verkaufsanreize) –6,0 –5,2
Bonus –3,1 –3,2
Anteilsbasierte Vergütung durch Barausgleich –1,8 –1,7
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 0,0 –0,3
Freiwilliger Sozialaufwand –2,6 –2,2
Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen –5,1 –5,2
Erträge aus der Auflösung von Personalrückstellungen 1,4 0,6
Sonstiger Personalaufwand –2,2 –2,2
Gesamt –54,3 –52,2

Bestimmte Anreize werden an Addiko-Vertriebsmitarbeiter auf der Grundlage der Erreichung vordefinierter Ziele gezahlt und unter Gebühren und Provisionen ausgewiesen (1H25: EUR -1,2 Mio.; 1H24: EUR -1,1 Mio.). Bei Ausweis dieser Beträge in der Erfolgsrechnung nach der zugrundeliegenden Aufwandsart würde sich der gesamte Personalaufwand in den ersten sechs Monaten 2025 auf EUR -55,5 Mio. (1H24: EUR -53,3 Mio.) betragen.

Bei den Erträgen aus der Auflösung von Personalrückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um in den Vorperioden gebildete Bonusrückstellungen, die aufgrund von Differenzen zwischen den Zielvorgaben und der tatsächlichen Zielerreichung angepasst wurden.

(11) Sonstige Verwaltungsaufwendungen

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
EDV-Aufwand –17,2 –16,2
Raumaufwand (Miete und sonstige Betriebskosten) –6,3 –6,4
Rechts- und Beratungskosten –2,2 –5,2
Werbung –4,2 –4,0
Übrige Verwaltungsaufwendungen –4,2 –4,6
Gesamt –34,1 –36,3

Die Rechts- und Beratungskosten für den Vergleichszeitraum des Vorjahres (1H24) beinhalten Beratungskosten in Höhe von EUR 2,9 Mio. im Zusammenhang mit den von Agri Europe Cyprus Limited (Agri Europe Cyprus) und Nova Ljubljanska banka d.d. (NLB) veröffentlichten Übernahmeangeboten.

(12) Abschreibungen

Gesamt –9,0 –8,4
Immaterielle Vermögenswerte –3,8 –3,3
davon "Right of use assets" –3,1 –2,9
Sachanlagen –5,2 –5,1
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
in EUR Mio.

(13) Übriges Ergebnis

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Ergebnis im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten –4,4 –5,2
Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Rechtsstreitigkeiten 0,9 0,8
Dotierung von Rückstellung sowie Kosten für Rechtsstreitigkeiten –5,3 –6,0
Nettoergebnis aus operationellen Risiken –0,5 –0,3
Auflösung von Rückstellungen aus operationellen Risiken und Erträge aus
operationellen Risikofällen 0,2 0,1
Zuführung von Rückstellungen aus operationellen Risiken und Aufwendungen für
operationelle Risiken –0,6 –0,4
Gesamt –4,9 –5,5

Das sonstige Ergebnis von EUR-4,9 Mio. spiegelt einen stabilen Stand der Rechtsstreitigkeiten wider und enthält einen positiven Effekt von EUR 0,4 Mio. aus der Beilegung eines Einzelfalles in Kroatien. Dies wurde jedoch teilweise durch Bildung von Rückstellungen für operationelle Risiken in Höhe von EUR 0,3 Mio. aufgrund eines externen Betrugsfalls in Bosnien & Herzegowina kompensiert.

(14) Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle Vermögenswerte

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Änderung der Kreditausfälle bei Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet 0,0 0,2
Änderung der Kreditausfälle bei Finanzinstrumenten bewertet zu
fortgeführten Anschaffungskosten –13,9 –15,9
Nettozuführung von Risikovorsorgen –19,9 –20,6
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 6,6 5,1
Direkt erfasste Wertminderungsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für das
Kreditrisiko –0,7 –0,4
Nettozuführung von Rückstellungen für erteilte Zusagen und Garantien –0,4 0,2
Gesamt –14,4 –15,5

Die Nettozuführung zur Risikovorsorge verringerte sich im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahrswert um EUR 1,1 Mio. auf EUR -14,4 Mio. (1H24: EUR -15,5 Mio.). Die Entwicklung wurde hauptsächlich durch den Vorsorgebedarf im Consumer-Portfolio sowie durch Rückstellungen für größere Einzelengagements im SME-Segment beeinflusst. Weitere Einzelheiten zu den erwarteten Kreditausfallskosten für finanzielle Vermögenswerte sind in Note (32) Wertberichtigungen enthalten.

(15) Steuern auf Einkommen

in EUR Mio.
01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Tatsächliche Ertragsteuern –5,3 –5,4
Latente Ertragsteuern –3,1 –2,2
davon: aus temporären Differenzen –1,8 –2,1
davon: aus steuerlichen Verlusten –1,3 –0,1
Gesamt –8,4 –7,6

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stiegen im Berichtszeitraum auf EUR 8,4 Mio., verglichen mit EUR 7,6 Mio. im ersten Halbjahr 2024. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf eine Änderung des Körperschaftssteuergesetzes zurückzuführen, die vom slowenischen Parlament im November 2024 verabschiedet wurde. Mit dieser Änderung wurde eine fünfjährige Begrenzung des steuerlichen Verlustvortrags eingeführt, die den zuvor unbegrenzten Zeitraum ersetzt. Die neuen Regeln traten am 1. Januar 2025 in Kraft und schränken den Ansatz von latenten Steueransprüchen (DTA) auf bestehende steuerliche Verluste ein. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2025 enthalten einen vorzeitigen DTA-Aufwand in Höhe von EUR 1,0 Mio., der sich aus der Neuberechnung der DTA auf steuerpflichtige Verluste ergibt, wobei das erwartete Ganzjahresergebnis der Addiko Bank Slowenien für 2025 berücksichtigt wurde.

Die latenten Steuern beinhalten Aufwendungen in Höhe von EUR 1,1 Mio. (1H24: EUR 1,1 Mio.) für zukünftige Quellensteuern auf geplante konzerninterne Dividenden. Derartige Steuern fallen nur bei Tochtergesellschaften in Nicht-EU-Ländern an; die Höhe bemisst sich an der erwarteten Dividendenquote für das laufende Geschäftsjahr, welches bezogen auf das Halbjahresergebnis Anwendung findet.

Erläuterungen zur Bilanz

(16) Barreserve

in EUR Mio.
Wertberichtigung der
erwarteten
30.06.2025 Bruttobuchwert Kreditausfälle Netto-Buchwert
Kassenbestand 133,7 0,0 133,7
Guthaben bei Zentralbanken 870,3 0,0 870,3
Sichtguthaben 54,9 0,0 54,9
Gesamt 1.058,9 0,0 1.058,8

in EUR Mio. 31.12.2024 Bruttobuchwert Wertberichtigung der erwarteten Kreditausfälle Netto-Buchwert Kassenbestand 131,8 0,0 131,8 Guthaben bei Zentralbanken 1.003,9 0,0 1.003,9 Sichtguthaben 115,8 0,0 115,8 Gesamt 1.251,5 0,0 1.251,4

Der Gesamtbetrag der Guthaben bei Zentralbanken und sonstigen Sichteinlagen wird als risikoarmes Geschäft angesehen und in Stufe 1 (12-Monats-ECL) eingestuft. In den Guthaben bei Zentralbanken sind EUR 242,5 Mio. (JE24: EUR 233,3 Mio.) Mindestreserven enthalten, die die Tochtergesellschaften zum Bilanzstichtag auf Konten bei ihren nationalen Zentralbanken unterhalten, um die vorgeschriebenen Anforderungen im Durchschnitt der Erfüllungsperiode zu erfüllen.

(17) Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Derivate 4,0 5,0
Schuldverschreibungen 7,7 9,4
Staatssektor 7,7 9,4
Gesamt 11,6 14,4

(18) Kredite und Forderungen

Die Addiko Gruppe bewertet alle Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten.

18.1. Kredite und Darlehen an Kreditinstitute

in EUR Mio.
Brutto erwarteter Netto
Kredite und Darlehen an Kreditinstitute Buchwert Kreditausfälle Buchwert
30.06.2025 113,0 0,0 113,0
31.12.2024 44,3 0,0 44,2

In der Position Kredite und Darlehen an Kreditinstitute bezieht sich ein Betrag von EUR 29,9 Mio. (1H24: EUR 28,2 Mio.) auf Reverse-Repo-Kredite bei der Nationalbank in Serbien.

Da die ECL-Wertberichtigung weniger als EUR 0,1 Mio. beträgt, wird auf eine weitergehende Aufgliederung nach Stages verzichtet.

18.2. Kredite und Darlehen an Kunden

in EUR Mio.
Erwartete Kreditausfälle
30.06.2025 Brutto Netto
Buchwert Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Buchwert
Haushalte 2.457,4 –17,4 –17,0 –66,1 –0,2 2.3256,6
Nichtfinanzielle Gesellschaften 1.256,1 –7,6 –8,4 –46,4 0,0 1.193,7
Staatssektor 8,4 0,0 0,0 0,0 0,0 8,4
Sonstige Finanzunternehmen 27,4 –0,1 0,0 0,0 0,0 27,3
Gesamt 3.749,3 –25,2 –25,3 –112,6 –0,2 3.586,0
in EUR Mio.
31.12.2024 Erwartete Kreditausfälle
Brutto Netto
Buchwert Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Buchwert
Haushalte 2.380,6 –17,2 –17,6 –65,3 –0,2 2.280,2
Nichtfinanzielle Gesellschaften 1.251,9 –8,0 –9,0 –46,6 0,0 1.188,2
Staatssektor 14,0 0,0 0,0 0,0 0,0 13,9
Sonstige Finanzunternehmen 24,2 –0,1 0,0 0,0 0,0 24,0
Gesamt 3.670,6 –25,4 –26,6 –112,0 –0,2 3.506,4

18.2.1. Entwicklung der Wertberichtigungen:

in EUR Mio.
2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –25,4 –26,6 –112,0 –0,2 –164,2
Neubewertung der Wertberichtigung 10,7 –4,6 –27,4 0,0 –21,4
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –8,1 –0,3 –2,3 0,0 –10,7
Verminderungen durch Ausbuchungen 3,3 2,0 6,9 0,0 12,3
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) –5,7 3,8 1,9 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 –8,9 6,4 2,5 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 3,1 –6,1 3,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 0,1 3,5 –3,7 0,0 0,0
Abschreibungen/Verwendung 0,0 0,0 22,9 0,0 22,9
Fremdwährungen und andere Veränderungen 0,0 0,4 –2,5 0,0 –2,1
Wertberichtigungen zum 30.06. –25,2 –25,3 –112,6 –0,2 –163,3
in EUR Mio.
20241) Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –18,4 –34,5 –107,1 –1,1 –161,2
Neubewertung der Wertberichtigung 5,1 –8,9 –47,9 0,0 –51,7
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –23,7 –1,2 0,0 0,0 –24,9
Verminderungen durch Ausbuchungen 5,1 7,3 16,0 0,5 29,0
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) 6,7 10,8 –17,5 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 –20,2 14,8 5,4 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 5,0 –8,6 3,5 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 21,9 4,6 –26,5 0,0 0,0
Abschreibungen/Verwendung 0,0 0,0 45,2 1,0 46,2
Fremdwährungen und andere Veränderungen –0,1 –0,1 –0,7 –0,7 –1,6
Wertberichtigungen zum 31.12. –25,4 –26,6 –112,0 –0,2 –164,2

1) Die Darstellungsform wurde überarbeitet, um detailliertere Informationen zu Veränderungen zwischen den einzelnen Stufen darzustellen. Weiters wurden Umgliederungen zwischen den Posten vorgenommen.

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der ECL-Wertberichtigungen für Forderungen an private Haushalte und nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften. Für Kredite und Forderungen an Staaten und sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften wird keine Aufschlüsselung nach Stufen vorgenommen, da die entsprechenden Wertberichtigungen als unwesentlich angesehen werden.

18.2.2. Kredite und Darlehen an Haushalte

in EUR Mio.
2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –17,2 –17,6 –65,3 –0,2 –100,4
Neubewertung der Wertberichtigung 7,6 –3,5 –17,8 0,0 –13,7
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –5,0 –0,2 –0,2 0,0 –5,3
Verminderungen durch Ausbuchungen 2,4 1,3 4,0 0,0 7,7
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) –5,3 2,6 2,7 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 –7,9 5,4 2,5 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 2,5 –5,5 3,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 0,1 2,7 –2,8 0,0 0,0
Abschreibungen/Verwendung 0,0 0,0 11,3 0,0 11,3
Fremdwährungen und andere Veränderungen 0,0 0,4 –0,8 0,0 –0,4
Wertberichtigungen zum 30.06. –17,4 –17,0 –66,1 –0,2 –100,7
in EUR Mio.
20241) Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –11,5 –21,1 –61,9 –1,1 –95,6
Neubewertung der Wertberichtigung 10,8 –8,7 –26,5 0,0 –24,4
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –12,4 –0,9 0,0 0,0 –13,3
Verminderungen durch Ausbuchungen 3,7 3,4 6,2 0,5 13,8
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) –7,6 9,5 –1,9 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 –17,9 12,5 5,4 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 3,8 –6,1 2,3 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 6,4 3,2 –9,6 0,0 0,0
Abschreibungen/Verwendung 0,0 0,0 18,3 1,0 19,3
Fremdwährungen und andere Veränderungen –0,1 0,2 0,6 –0,7 0,0
Wertberichtigungen zum 31.12. –17,2 –17,6 –65,3 –0,2 –100,4

1) Die Darstellungsform wurde überarbeitet, um detailliertere Informationen zu Veränderungen zwischen den einzelnen Stufen darzustellen. Weiters wurden Umgliederungen zwischen den Posten vorgenommen.

Der ECL-Bestand für Forderungen an private Haushalte blieb im Vergleich zum vorangegangenen Berichtszeitraum stabil, wobei die ECL für notleidende Kredite geringfügig anstieg, was zu einer höheren Deckungsquote für dieses Segment führte.

18.2.3. Kredite und Darlehen an Nichtfinanzielle Gesellschaften

in EUR Mio.
2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –8,0 –9,0 –46,6 0,0 –63,6
Neubewertung der Wertberichtigung 3,0 –1,2 –9,6 0,0 –7,8
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –3,0 –0,2 –2,2 0,0 –5,3
Verminderungen durch Ausbuchungen 0,9 0,7 2,9 0,0 4,5
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) –0,4 1,2 –0,8 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 –1,1 1,1 0,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 0,7 –0,7 0,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 0,0 0,8 –0,8 0,0 0,0
Abschreibungen/Verwendung 0,0 0,0 11,6 0,0 11,6
Fremdwährungen und andere Veränderungen 0,0 0,0 –1,8 0,0 –1,8
Wertberichtigungen zum 30.06. –7,6 –8,4 –46,4 0,0 –62,4
in EUR Mio.
20241) Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –6,7 –12,9 –45,2 0,0 –64,9
Neubewertung der Wertberichtigung –5,8 –0,2 –21,3 0,0 –27,4
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –11,2 –0,3 0,0 0,0 –11,5
Verminderungen durch Ausbuchungen 1,3 3,6 9,8 0,0 14,7
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) 14,4 1,2 –15,6 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 –2,2 2,2 0,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 1,2 –2,4 1,2 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 15,5 1,4 –16,9 0,0 0,0
Abschreibungen/Verwendung 0,0 0,0 26,9 0,0 26,9
Fremdwährungen und andere Veränderungen 0,0 –0,3 –1,3 0,0 –1,5
Wertberichtigungen zum 31.12. –8,0 –9,0 –46,6 0,0 –63,6

1) Die Darstellungsform wurde überarbeitet, um detailliertere Informationen zu Veränderungen zwischen den einzelnen Stufen darzustellen. Weiters wurden Umgliederungen zwischen den Posten vorgenommen.

Der ECL-Bestand für Forderungen an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften ist im Vergleich zum vorangegangenen Berichtszeitraum leicht gesunken, was mit dem Rückgang der notleidenden Engagements im Einklang steht.

(19) Investitionswertpapiere

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 659,6 686,8
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1,4 1,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 840,1 776,5
Gesamt 1.501,1 1.464,7
in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Schuldverschreibungen 637,1 664,6
Staatssektor 553,5 575,8
Kreditinstitute 78,3 83,6
Sonstige Finanzunternehmen 5,2 5,1
Andere Unternehmen (keine Finanzunternehmen) 0,0 0,0
Eigenkapitalinstrumente 22,5 22,1
Staatssektor (Bankenabwicklungsfonds in Slowenien) 13,8 13,6
Sonstige Finanzunternehmen 8,3 8,2
Andere Unternehmen (keine Finanzunternehmen) 0,4 0,4
Gesamt 659,6 686,8

19.1. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis erfasste finanzielle Vermögenswerte

Bei Instrumenten, die über das sonstige Gesamtergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, liegen die Wertberichtigungen für Kreditausfälle unter EUR 0,2 Mio.; daher wird keine Stufenaufteilung vorgenommen.

19.2. Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Schuldverschreibungen 1,1 1,1
Sonstige Finanzunternehmen 1,1 1,1
Eigenkapitalinstrumente 0,3 0,3
Andere Unternehmen (keine Finanzunternehmen) 0,3 0,3
Gesamt 1,4 1,4

19.3. Zu fortgeführten Anschaffungskosten

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Schuldverschreibungen 840,1 776,5
Staatssektor 817,2 743,6
Kreditinstitute 19,6 29,6
Andere Unternehmen (keine Finanzunternehmen) 3,3 3,3
Gesamt 840,1 776,5

Bei Instrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, liegen die Wertberichtigungen für Kreditausfälle unter EUR 0,2 Mio. und werden daher nicht separat ausgewiesen.

(20) Materielle Vermögenswerte

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Gehaltene Grundstücke, Gebäude und Anlagen 35,9 36,3
Grund und Gebäude 27,0 27,8
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6,8 6,9
Betriebs- und Geschäftsausstattung - im Bau 2,0 1,6
"Right of use assets" 17,7 17,2
Grund und Gebäude 13,8 12,9
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3,8 3,9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0,0 0,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1,5 1,9
Gesamt 55,1 55,4

(21) Sonstige Vermögenswerte

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Vorauszahlung 13,2 9,8
Vorräte (Leasingvermögen Rückläufer, Rettungserwerbe, etc.) 0,3 0,4
Übrige Vermögenswerte 2,4 4,6
davon Forderungen aus dem Kartengeschäft 0,2 0,0
Gesamt 15,9 14,8

(22) Langfristige Vermögenswerte die zur Veräußerung gehalten werden

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Kredite und Forderungen 0,0 0,2
Sachanlagevermögen 0,8 0,9
Gesamt 0,8 1,0

(23) Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Derivate 3,7 4,4
Gesamt 3,7 4,4

(24) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Einlagen von Kreditinstituten 72,0 77,3
Einlagen von Kunden 5.251,4 5.290,0
Leasingverpflichtungen 15,6 15,2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49,2 39,2
Gesamt 5.388,3 5.421,7

24.1. Einlagen von Kreditinstituten

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Girokonten / Tagesgeldkonten 13,1 12,6
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit 47,2 64,6
Pensionsgeschäfte 11,6 0,0
Gesamt 72,0 77,3

24.2. Einlagen von Kunden

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Girokonten / Tagesgeldkonten 3.186,4 3.153,1
Staatssektor 97,9 139,4
Sonstige Finanzunternehmen 21,5 24,4
Andere Unternehmen (keine Finanzunternehmen) 844,7 921,5
Haushalte 2.222,3 2.067,7
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit 2.063,0 2.133,8
Staatssektor 56,2 44,6
Sonstige Finanzunternehmen 206,2 197,3
Andere Unternehmen (keine Finanzunternehmen) 278,4 258,5
Haushalte 1.522,2 1.633,4
Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist 2,0 3,2
Staatssektor 1,0 1,0
Andere Unternehmen (keine Finanzunternehmen) 1,0 2,1
Gesamt 5.251,4 5.290,0

(25) Rückstellungen

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Erteilte Zusagen und Garantien 8,0 7,6
Anhängige Rechtsstreitigkeiten 67,0 80,1
Sonstige Rückstellungen 5,4 6,4
Renten und sonstige leistungsorientierte Verpflichtungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 2,6 2,5
Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 0,5 0,5
Restrukturierungsmaßnahmen 0,2 1,4
Rückstellung für das operationelle Risiko 0,3 0,2
Übrige sonstige Rückstellungen 1,8 1,9
Gesamt 80,4 94,1

25.1. Rückstellungen für Verpflichtungen und gewährte Garantien

Die Entwicklung der gewährten Kreditzusagen, Finanzgarantien und sonstigen Verpflichtungen ist nachstehend dargestellt:

in EUR Mio.
2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –3,2 –1,4 –3,0 0,0 –7,6
Neubewertung der Wertberichtigung 0,5 –1,6 –1,2 0,0 –2,4
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –0,5 –0,1 0,0 0,0 –0,6
Verminderungen durch Ausbuchungen 0,3 0,2 2,0 0,0 2,5
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) –0,1 0,4 –0,3 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 –0,3 0,3 0,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 0,2 –0,2 0,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 0,0 0,3 –0,3 0,0 0,0
Wertberichtigungen zum 30.06. –3,1 –2,5 –2,6 0,0 –8,0
in EUR Mio.
20241) Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen zum 01.01. –2,3 –2,0 –2,9 0,0 –7,2
Neubewertung der Wertberichtigung 1,0 –0,2 –0,9 0,0 –0,2
Erhöhungen durch Originierung und Akquisition –2,5 –0,1 0,0 0,0 –2,6
Verminderungen durch Ausbuchungen 0,9 0,5 1,0 0,0 2,4
Veränderung des Ausfallrisikos (Stage-Transfer) –0,2 0,3 –0,1 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 1 0,2 –0,2 0,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 2 –0,4 0,5 0,0 0,0 0,0
davon Übertrag zu Stufe 3 –0,1 0,1 0,0 0,0 0,0
Wertberichtigungen zum 31.12. –3,2 –1,4 –3,1 0,0 –7,6

1) Die Darstellungsform wurde überarbeitet, um detailliertere Informationen zu Veränderungen zwischen den einzelnen Stufen darzustellen. Weiters wurden Umgliederungen zwischen den Posten vorgenommen.

25.2. Rückstellungen für anhängige Rechtsstreitigkeiten

EUR m
Brutto Auswirkungen Brutto
buchwert der Buchwert
anhängige Rechtsstreitigkeiten 01.01. Zuordnung Verwendung Auflösung Diskontierung 31.12.
01.01.-30.06.2025 80,1 4,6 –17,6 –0,8 0,7 67,0
01.01.-31.12.2024 85,1 15,2 –20,7 –1,0 1,6 80,1

Retail – Vertragsklauseln in CHF-denominierten Krediten

Im ersten Halbjahr 2025 wurden zusätzliche Rückstellungen in Höhe von EUR 2,1 Mio. (1H24: EUR 2,3 Mio.) in mehreren Konzerngesellschaften für anhängige Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Vertragsklauseln alter, in CHF-denominierten, Krediten gebildet. Die Rückstellungen erfolgten auf Basis einer Neubewertung sowohl bestehender als auch neu eingebrachter Verfahren, die von Verbraucherorganisationen und Einzelpersonen angestrengt wurden. Diese machen geltend, dass bestimmte Vertragsbestimmungen ihre Rechte verletzt hätten. Im Berichtszeitraum wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 14,4 Mio. (1H24: EUR 5,0 Mio.) verwendet. Zudem wurde ein Diskontierungseffekt in Höhe von EUR 0,7 Mio. (1H24: EUR 0,9 Mio.) erfasst. Infolgedessen verringerte sich der Gesamtbestand der Rückstellungen für Ansprüche im Zusammenhang mit CHF-Krediten von EUR 60,7 Mio. auf EUR 49,1 Mio.

Die Bewertung erfolgt auf Basis spezifischer Modelle, die gemäß IAS 37 die bestmögliche Schätzung der erwarteten Mittelabflüsse zum Bilanzstichtag widerspiegeln. Diese Modelle verwenden statistische Methoden, die die Merkmale der jeweiligen Ansprüche berücksichtigen und verschiedenen Szenarien Wahrscheinlichkeitsgewichtungen zuweisen.

Die Schätzung der Rechtsrisikokosten im Zusammenhang mit CHF-Krediten ist grundsätzlich komplex und erfordert ein hohes Maß an Ermessensausübung, insbesondere im Hinblick auf mehrere zentrale Annahmen, darunter:

  • Fähigkeit der Bank, nachzuweisen, dass sie zum Zeitpunkt der Kreditvergabe ihren Informationspflichten nachgekommen ist und mit redlicher Absicht gehandelt hat.
  • Der erwartete Verlust pro Vertrag, berechnet auf der Grundlage des durchschnittlichen Betrags, der voraussichtlich an die Kunden zurückerstattet wird. Dies erfolgte durch die Einteilung potenzieller Rechtsstreitigkeiten in bestimmte Gruppen. Unsicherheiten bestehen insbesondere hinsichtlich der möglichen Einbeziehung von Verzugszinsen, die davon abhängen, ob Addiko seine Redlichkeit nachweisen kann.
  • Die Berechnung der Entschädigung für die Nutzung der geliehenen Mittel durch den Kreditnehmer. Im Jahr 2023 wurde in der Rechtspraxis ein neuer Ansatz eingeführt, bei dem der vertraglich vereinbarte Zinssatz, bestehend aus einem Referenzzinssatz (Schweizer Franken LIBOR) und der Zinsmarge zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Schweizer Franken-Darlehensvertrags als fixer Zinssatz für die gesamte Darlehenslaufzeit oder bis zur vollständigen Rückzahlung angewendet wird. Trotz dieser Entwicklung können einzelne erstinstanzliche Gerichte unterschiedliche Ansätze verfolgen oder sogar entscheiden, dass Addiko keinen Anspruch auf Entschädigung hat. In diesem Fall wird Addiko den weiteren Rechtsweg beschreiten.
  • Die Anwendung der Verjährungsfrist, bei der die gesetzlichen Bestimmungen auf der Grundlage der rechtlichen Einschätzung berechnet wurden, dass in Slowenien die Rückerstattungsansprüche der Kreditnehmer nach Ende 2020 und in Kroatien im Juni 2023 verjährt sind. Diese Auffassung wird durch die Rechtsgutachten mehrerer Anwaltskanzleien und eines renommierten Rechtswissenschaftlers gestützt. Addiko geht davon aus, dass die Gerichte diesen Schlussfolgerungen folgen werden, jedoch besteht das Risiko, dass die Gerichte eine andere Auslegung wählen, was zu einer anderen Anwendung der Verjährungsfrist führen könnte. Auch in diesem Fall wird Addiko den weiteren Rechtsweg beschreiten.

Infolgedessen kann der endgültige Zahlungsbetrag für Rechtsfälle von der aktuellen Schätzung abweichen, sobald die strittigen Ansprüche in den einzelnen Fällen festgestellt werden. Für die nächsten zwei bis drei Geschäftsjahre wird mit Abflüssen wirtschaftlich nutzbarer Ressourcen gerechnet. Das Ergebnis vieler Verfahren ist jedoch nach wie vor schwer vorhersehbar, sodass der endgültige Zeitpunkt dieser Abflüsse erheblich von den ursprünglichen Schätzungen abweichen kann.

Änderungen der getroffenen Annahmen unter Berücksichtigung angemessener alternativer Parameter für die ersten drei oben genannten Punkte könnten zu einer Erhöhung der Rückstellungen zwischen EUR 1 Mio. und EUR 4 Mio. pro Parameter führen, was den Schätzungen zum Jahresende 2024 entspricht, sofern alle anderen Faktoren konstant bleiben. Falls in Slowenien keine Verjährungsfrist gilt, könnte dies zu einer zusätzlichen Erhöhung der Rückstellungen um rund EUR 11,4 Mio. (JE24: EUR 8,7 Mio.) führen, ohne Berücksichtigung der damit verbundenen Rechtskosten, für die zusätzliche Rückstellungen in Höhe von EUR 6,2 Mio. (JE24: EUR 5,1 Mio.) geschätzt werden.

Weitere Informationen zu Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit der einseitigen Änderung des Schweizer Franken-Zinssatzes und den Schweizer Franken-Währungsklauseln finden Sie in Note (38) Rechtsrisiko.

Retail – Bearbeitungsgebühren für Kredite

Im ersten Halbjahr 2025 wurden zusätzliche Rückstellungen für anhängige Rechtsstreitigkeiten gebildet, auch in Fällen im Zusammenhang mit Bearbeitungsgebühren für Kredite. Aus der Neubewertung bestehender und neuer Gerichtsverfahren ergaben sich Rückstellungen in Höhe von EUR 1,1 Mio. (1H24: EUR 0,4 Mio.). Unter Berücksichtigung der EUR 0,6 Mio. an Inanspruchnahmen (1H24: EUR 0,2 Mio.) erhöhte sich der Gesamtbestand an Rückstellungen für diese Fallgruppe im ersten Halbjahr 2025 auf EUR 3 Mio. (JE24: EUR 2,5 Mio.).

Corporate – Schadenersatzforderungen

Addiko ist in mehrere Rechtsstreitigkeiten involviert, in denen Kunden Rückerstattungen im Zusammenhang mit variablen Zinsmargen bei Firmenkunden oder anderen Schadenersatzforderungen verlangen. Im ersten Halbjahr 2025 wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 7,7 Mio. gebildet (1H24: EUR 7,8 Mio.), wodurch sich der Gesamtbestand an Rückstellungen für diese Anspruchskategorie auf EUR 7,7 Mio. verringerte (JE24: EUR 8,5 Mio.).

Eine der Hauptforderungen betrifft einen Kunden, der Schadenersatz für entgangenen Gewinn fordert, da Addiko angeblich den Kreditbetrag reduziert und schließlich den Kreditvertrag ohne Grund gekündigt hat, so der Kläger. In der Folge habe der Kläger sein Geschäft verloren und behauptet, dies sei auf das rechtswidrige Verhalten von Addiko zurückzuführen. Der Fall ist seit 2014 in erster Instanz anhängig. Die Hauptverhandlung hat begonnen, und derzeit werden die Sachverständigen des Gerichts zum Schadenersatz ins Kreuzverhör genommen. Insgesamt geht es um die Frage, ob Addiko den Kreditbetrag durch unterzeichnete Nachträge rechtmäßig gekürzt hat oder nicht. Nach Auszahlung des gekürzten Kreditbetrags hat der Kläger die Zinszahlungen eingestellt und bis heute keinen Betrag zurückgezahlt.

(26) Sonstige Verbindlichkeiten

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Erhaltene Vorauszahlung 2,1 1,7
Abgrenzungen 15,2 13,4
Sonstige Verbindlichkeiten 27,9 29,1
Verbindlichkeiten für variable Zahlungen 11,2 14,1
Verbindlichkeiten für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich 1,5 3,5
Verbindlichkeiten für sonstige Steuern 4,7 6,0
Verbindlichkeiten für sonstige Steuern auf Gehälter 0,9 0,8
Verbindlichkeiten für Beiträge auf Gehälter 1,5 1,4
Verbindlichkeiten für Nettolöhne 2,7 2,9
Verbleibende sonstige Verbindlichkeiten 5,3 0,3
Gesamt 45,2 44,2

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten zum 30. Juni 2025 enthält Vertragsverbindlichkeiten nach IFRS 15 in Höhe von EUR 1,7 Mio. (1H24: EUR 1,5 Mio.). Der zum 31. Dezember 2024 in den Vertragsverbindlichkeiten enthaltene Betrag in Höhe von EUR 1,0 Mio. wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 als Ertrag erfasst (1H24: EUR 0,7 Mio.).

(27) Eigenkapital

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Eigentümer des Mutterunternehmens 872,9 839,5
Gezeichnetes Kapital 195,0 195,0
Eigene Anteile –2,9 –2,9
Kapitalrücklagen 237,9 237,9
Fair Value Rücklage Schuldverschreibungen –21,4 –30,8
Fair Value Rücklage Eigenkapitalinstrumente 5,1 4,8
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 0,3 0,3
Währungsrücklagen –11,2 –10,9
Kumuliertes Ergebnis und sonstige Rücklagen 470,1 446,1
Gesamt 872,9 839,5

(28) Ergebnis je Aktie

30.06.2025 30.06.2024
Ausstehende Aktien zum 1. Januar 19.287.142 19.333.116
Erwerb eigener Aktien 0 –77.505
Veräußerung eigener Aktien 0 31.531
im Umlauf befindliche Aktien zum 30. Juni 19.287.142 19.287.142
Eigene Aktien –212.858 –212.858
Anzahl der zum Berichtszeitpunkt ausgegebenen Aktien 19.500.000 19.500.000
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien 19.287.142 19.292.092

Das einfache Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem das Konzernergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien geteilt wird. Da von der Addiko Bank AG keine Aktienoptionen emittiert werden, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

30.06.2025 30.06.2024
Den Stammaktionären zurechenbares Ergebnis nach Steuern (in EUR Mio.) 24,0 25,5
Gewichtete Durchschnittszahl von ausstehenden Stammaktien (Anzahl an Aktien) 19.287.142 19.292.092
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,25 1,32

Segment Berichterstattung

Die Segmentberichterstattung der Addiko Gruppe basiert auf dem IFRS 8 Geschäftssegmente und folgt dem Management Approach. Dementsprechend werden die Segmentdaten regelmäßig vom Führungsteam als Chief Operating Decision Maker (CODM) überprüft, um die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu treffen. Die Geschäftssegmentierung wird unterteilt in die Bereiche Consumer und SME, welche die Fokus Segmente bilden, und zu einem geringeren Ausmaß in Nicht-Fokus Segmente wie Large Corporate, Public Finance und Mortgages.

Die Addiko Gruppe hat keine Umsätze aus Transaktionen mit einem einzelnen externen Kunden, die 10% oder mehr der Gesamtumsätze der Addiko Gruppe ausmachen.

Segmentierung nach Geschäftsbereich

Die Segmentberichterstattung umfasst die folgenden Geschäftsbereiche:

  • Consumer: betreut rund 0,8 Mio. Kunden, darunter Privatpersonen (ohne Wohnbau- und Hypothekarkredite), über ein hybrides Vertriebsmodell bestehend aus 154 Filialen und digitalen Kanälen.
  • SME: betreut rund 40.000 SME-Kunden (Unternehmen und Einzelunternehmer mit einem Jahresumsatz zwischen EUR 0 Mio. und EUR 50 Mio.) in der CSEE-Region.
  • Mortgage: umfasst Retail-Kunden mit Krediten im Zusammenhang mit Immobilienerwerben (einschließlich nicht besicherter Wohnbaukredite) oder durch private Immobilien besicherte Kredite.
  • Large Corporate & Public Finance: umfasst juristische Personen mit einem jährlichen Bruttoumsatz von über EUR 50 Mio. sowie Unternehmen, die auf die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen zur Finanzierung zentraler öffentlicher Institutionen in den CSEE-Ländern ausgerichtet sind, darunter Finanzministerien, Staatsunternehmen und Gebietskörperschaften.
  • Corporate Center: umfasst das Treasury-Geschäft sowie zentrale Funktionen wie Overhead, projektbezogene Betriebskosten, Beiträge zum Einheitlichen Abwicklungsfonds, Bankenabgaben und Intercompany-Abstimmungen. Zudem beinhaltet es direkte Einlagengeschäfte mit Kunden in Österreich und Deutschland.

Mit dem Konzernabschluss 2024 wurden die Nicht-Fokussegmente Large Corporate & Public Finance zusammengeführt, entsprechend der internen Managementberichte. Der Vergleichszeitraum wurde entsprechend angepasst.

(29) Überblick über die Segmente

in EUR Mio.
30.06.2025 Fokus - Segmente
Nicht-Fokus Segmente
Consumer SME Mortgage Large Corporate Gesamt
Business Corporate & Center
Public
Finance
Nettobankergebnis 90,0 42,5 1,2 5,7 15,6 155,0
Nettozinsergebnis 67,5 29,3 1,2 4,1 15,7 117,8
davon laufendes Zinsergebnis 69,9 33,7 6,0 1,6 32,8 144,0
Provisionsergebnis 22,5 13,2 0,0 1,6 0,0 37,3
Gewinne und Verluste aus finanziellen
Vermögenswerten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 0,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –6,8 –6,8
Betriebserträge 90,0 42,5 1,2 5,7 9,6 149,0
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –47,3 –18,3 –0,6 –2,2 –29,0 –97,4
Operatives Ergebnis vor
Wertberichtigungen und Rückstellungen 42,7 24,1 0,6 3,5 –19,3 51,6
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –4,9 –4,9
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle
Vermögenswerte –7,5 –10,1 1,7 1,5 –0,1 –14,4
Ergebnis vor Steuern 35,2 14,0 2,4 5,0 –24,3 32,4
Geschäftsvolumen
Kredite und Forderungen (netto) 1.948,4 1.281,6 281,3 49,3 138,5 3.699,0
davon Kundenkredite (brutto, performing) 1.962,3 1.286,0 281,7 48,7 3.578,6
Neukreditgeschäft (Brutto) 491,2 388,9 - 6,6 886,6
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet1) 3.027,4 1.106,4 - 350,1 904,3 5.388,3
RWA 2) 1.483,6 915,8 144,3 95,4 617,0 3.256,1
Kennzahlen
NIM 3) 5,7% 4,5% –0,5% 2,9% 3,7%
Cost/Income-Ratio 4) 52,6% 43,2% 47,0% 38,7% 62,8%
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,3% –0,5% 0,6% 0,8% –0,3%
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) –0,4% –0,8% 0,6% 3,1% –0,4%
Kredit-Einlagen-Verhältnis 64,4% 115,8% - 14,1% 68,3%
NPE-Quote (on balance loans) 3,3% 3,8% 3,5% 17,2% 2,9%
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 81,5% 79,6% 80,4% 82,9% 80,8%
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 7,3% 5,3% 4,1% 5,8% 6,3%

1) Die Position Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten im Segment Corporate Center die Direkteinlagen (Österreich/Deutschland) in Höhe von EUR 534 Mio., EUR 72 Mio. Einlagen von Kreditinstituten sowie EUR 298 Mio. sonstige Verbindlichkeiten, einschließlich Treasury-Einlagen. 2) Beinhaltet nur das Kreditrisiko. 3) Die Nettozinsmarge auf Segmentebene ist die Summe aus Zinserträgen (ohne Zinserträge auf NPE) und Aufwendungen inklusive Funds Transfer Pricing dividiert durch das jeweilige durchschnittliche Geschäftsvolumen auf Basis täglicher Salden. 4) Die Cost/Income-Ratio (CIR) wird berechnet als Summe der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dividiert durch die Betriebserträge einschließlich Asset Contribution auf Segmentebene.

Im Segment Corporate Center sind Konsolidierungsposten in Höhe von EUR 88,5 Mio. enthalten, die sich auf die Eliminierung konzerninterner Dividenden, Beteiligungsbewertung, Kreditrisikokosten bei konzerninternen Refinanzierungslinien und Gewinne/Verluste aus dem konzerninternen Verkauf von Schuldtiteln beziehen.

in EUR Mio.
30.06.2024 Fokus - Segmente Nicht-Fokus Segmente
Consumer SME Mortgage Large Corporate Gesamt
Business Corporate & Center
Public
Finance
Nettobankergebnis 88,8 57,8 10,7 6,2 –7,5 155,9
Nettozinsergebnis 68,0 44,4 10,7 4,9 –7,3 120,6
davon laufendes Zinsergebnis 64,5 37,3 7,7 2,9 35,2 147,6
Provisionsergebnis 20,8 13,4 0,0 1,3 –0,2 35,3
Gewinne und Verluste aus finanziellen
Vermögenswerten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –5,4 –5,4
Betriebserträge 88,8 57,8 10,7 6,2 –12,5 151,0
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –45,4 –18,7 –0,8 –2,7 –29,4 –97,0
Operatives Ergebnis vor
Wertberichtigungen und Rückstellungen 43,4 39,1 9,9 3,5 –41,8 54,0
Übriges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –5,5 –5,5
Erwartete Kreditausfallkosten für finanzielle
Vermögenswerte –10,1 –8,5 2,6 0,2 0,3 –15,5
Ergebnis vor Steuern 33,3 30,6 12,5 3,7 –47,0 33,1
Geschäftsvolumen
Kredite und Forderungen (netto) 1.787,0 1.324,9 333,3 80,5 24,3 3.549,9
davon Kundenkredite (brutto, performing) 1.802,5 1.331,8 333,5 79,4 3.547,2
Neukreditgeschäft (Brutto) 428,0 363,1 - 7,6 798,6
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1) 2.846,1 1.056,0 - 361,4 908,6 5.172,2
RWA 2) 1.362,1 920,8 191,6 90,0 555,9 3.120,3
Kennzahlen
NIM 3) 5,4% 3,9% –0,8% 2,4% 4,0%
Cost/Income-Ratio 4) 51,2% 32,3% 7,4% 43,8% 62,2%
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,5% –0,4% 0,7% 0,1% –0,3%
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net loans) –0,6% –0,6% 0,8% 0,3% –0,4%
Kredit-Einlagen-Verhältnis 62,8% 125,5% - 22,3% 70,5%
NPE-Quote (on balance loans) 3,3% 3,1% 4,7% 14,1% 2,8%
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 80,8% 78,3% 82,6% 85,7% 80,7%
Zinsertrag / GPL (vereinfachter Durchschnitt) 7,4% 5,7% 4,5% 6,3% 6,4%

1) Die Position Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten die Direkteinlagen (Österreich/Deutschland) in Höhe von EUR 561 Mio., EUR 88 Mio. Einlagen von Kreditinstituten, EUR 260 Mio. sonstige Verbindlichkeiten, einschließlich Treasury-Einlagen. 2) Beinhaltet nur das Kreditrisiko. 3) Die Nettozinsmarge auf Segmentebene ist die Summe aus Zinserträgen (ohne Zinserträge auf NPE) und Aufwendungen inklusive Funds Transfer Pricing dividiert durch das jeweilige durchschnittliche Geschäftsvolumen auf Basis täglicher Salden. 4) Die Cost/Income-Ratio (CIR) wird berechnet als Summe der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dividiert durch die Betriebserträge einschließlich Asset Contribution auf Segmentebene.

Im Segment Corporate Center sind Konsolidierungsposten in Höhe von EUR 60,1 Mio. enthalten, die sich auf die Eliminierung konzerninterner Dividenden, Beteiligungsbewertung, Kreditrisikokosten bei konzerninternen Refinanzierungslinien und Gewinne/Verluste aus dem konzerninternen Verkauf von Schuldtiteln beziehen.

Die Darstellung des Nettozinsergebnisses zeigt den Nettozinsertrag pro Segment sowie auf Gesamtbankebene. Es stellt alle Unterpositionen des Nettozinsertrags inklusive der Margen aus dem Aktiv- und Passiv-Kundengeschäft sowie das Ergebnis aus der Fristentransformation und der Asset Contribution (allozierter Strukturbeitrag) dar. Im 1. Halbjahr 2025 wurden die Interest Gap Contribution und das Asset Contribution durch die Umsetzung von Bewertungsanpassungen auf Eigenkapital im 4. Quartal 2024 sowie durch eine ab 2025 eingeführte angepasste Methodik zur Ermittlung des Asset Contribution beeinflusst.

30.06.2025 Fokus - Segmente Nicht-Fokus Segmente
Consumer SME
Business
Mortgage Large
Corporate &
Public
Finance
Corporate
Center
Gesamt
Nettozinsergebnis 67,5 29,3 1,2 4,1 15,7 117,8
davon Zinsertrag 73,2 36,0 6,6 1,7 32,8 150,3
davon laufender Zinsertrag 69,9 33,7 6,0 1,6 32,8 144,0
davon Zinsertrag von NPE 0,6 0,2 0,1 0,0 0,0 0,9
davon zinsähnlicher Ertrag 2,7 2,2 0,5 0,1 0,0 5,4
davon Zinsaufwand –14,4 –2,8 0,0 –2,0 –13,3 –32,5
davon FTP (Aktiv & Passiv) 1,8 –6,5 –7,2 2,8 –17,9 –27,0
davon Ergebnis aus der
Fristentransformation 7,0 2,6 1,8 1,5 14,1 27,0
davon allozierter Strukturbeitrag 7,0 2,6 1,8 1,5 –13,0 0,0
davon Ergebnis aus Zins- und
Liquiditätssteuerung 0,0 0,0 0,0 0,0 27,0 27,0

in EUR Mio.

in EUR Mio.

30.06.2024 Fokus - Segmente Nicht-Fokus Segmente
Consumer SME
Business
Mortgage Large
Corporate &
Corporate
Center
Gesamt
Public
Finance
Nettozinsergebnis 68,0 44,4 10,7 4,9 –7,3 120,6
davon Zinsertrag 67,8 39,6 8,7 3,1 35,2 154,3
davon laufender Zinsertrag 64,5 37,3 7,7 2,9 35,2 147,6
davon Zinsertrag von NPE 0,5 0,1 0,1 0,1 0,0 0,9
davon zinsähnlicher Ertrag 2,7 2,1 0,8 0,1 0,0 5,8
davon Zinsaufwand –14,0 –2,5 0,0 –2,2 –15,0 –33,7
davon FTP (Aktiv & Passiv) –1,3 –12,9 –9,9 1,6 –29,8 –52,4
davon Ergebnis aus der
Fristentransformation 15,5 20,3 11,9 2,4 2,3 52,4
davon allozierter Strukturbeitrag 15,5 20,3 11,9 2,4 –50,1 0,0
davon Ergebnis aus Zins- und
Liquiditätssteuerung 0,0 0,0 0,0 0,0 52,4 52,4
in EUR Mio.
30.06.2025 Fokus Segmente Nicht-Fokus
Segmente1)
Consumer SME
Business
Large
Corporate &
Public Finance
Corporate
Center
Gesamt
Accounts und Packages 12,2 3,4 0,1 0,0 15,8
Transaktionen 2,8 5,8 0,8 0,4 9,9
Karten 8,6 1,1 0,0 0,0 9,7
Bancassurance 4,1 0,2 0,1 0,0 4,3
Foreign exchange & Dynamic
currency conversion 2,0 1,1 0,1 0,1 3,4
Kredite 1,9 1,3 0,1 0,0 3,2
Trade finance 0,0 2,0 0,6 0,0 2,6
Wertpapiere 0,0 0,0 0,1 –0,1 0,0
Sonstiges 0,3 0,2 0,0 0,0 0,5
Gebühren- und Provisionserträge 31,9 15,1 1,9 0,5 49,4
Karten –6,3 –0,4 0,0 0,0 –6,7
Transaktionen –0,8 –1,0 –0,2 –0,1 –2,1
Incentives gesamt –0,9 –0,3 0,0 0,0 –1,3
Accounts und Packages –0,6 –0,1 0,0 –0,1 –0,8
Kredite –0,5 –0,1 0,0 0,0 –0,6
Bancassurance –0,2 0,0 0,0 0,0 –0,2
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 –0,1 –0,1
Foreign exchange & Dynamic
currency conversion 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Trade finance 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstiges 0,0 0,0 0,0 –0,2 –0,3
Gebühren- und
Provisionsaufwendungen –9,4 –1,9 –0,3 –0,5 –12,2
Provisionsergebnis 22,5 13,2 1,6 0,0 37,3

Die Aufteilung des Provisionsergebnisses auf die berichtspflichtigen Segmente ergibt sich folgendermaßen:

1) Die Segment Mortgage wird in dieser Tabelle nicht angeführt, da das Segment keine Provisionserträge erwirtschaftet.

Nicht-Fokus
30.06.2024 Fokus Segmente Segmente1)
Consumer SME Large Corporate Gesamt
Business Corporate &
Public Finance
Center
Accounts und Packages 11,7 3,4 0,2 0,0 15,3
Transaktionen 2,7 6,1 0,8 0,4 10,0
Karten 8,0 1,0 0,0 0,0 9,1
Bancassurance 3,8 0,0 0,0 0,0 3,8
Foreign exchange & Dynamic
currency conversion 2,2 1,0 0,1 0,2 3,5
Trade finance 0,0 2,3 0,4 0,1 2,8
Kredite 1,2 1,2 0,1 0,0 2,5
Wertpapiere 0,0 0,0 0,1 –0,1 0,0
Sonstiges 0,3 0,2 0,0 0,0 0,5
Gebühren- und
Provisionserträge 30,0 15,3 1,6 0,6 47,5
Karten –6,1 –0,4 0,0 0,0 –6,5
Transaktionen –0,8 –1,1 –0,2 –0,2 –2,3
Incentives gesamt –1,0 –0,2 0,0 0,0 –1,2
Accounts und Packages –0,6 0,0 0,0 –0,1 –0,8
Kredite –0,5 –0,1 0,0 0,0 –0,6
Bancassurance –0,2 0,0 0,0 0,0 –0,2
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 –0,1 –0,1
Foreign exchange & Dynamic
currency conversion 0,0 0,0 0,0 –0,1 –0,1
Trade finance 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstiges 0,0 0,0 0,0 –0,4 –0,4
Gebühren- und
Provisionsaufwendungen –9,3 –1,8 –0,3 –0,8 –12,2
Provisionsergebnis 20,8 13,4 1,3 –0,2 35,3

in EUR Mio.

1) Die Segment Mortgage wird in dieser Tabelle nicht angeführt, da das Segment keine Provisionserträge erwirtschaftet.

(30) Segmentierung nach Regionen

Die Addiko Gruppe ist eine internationale Bankengruppe mit Hauptsitz in Wien, Österreich, die über sechs Banken tätig ist. Das Kerngeschäft befindet sich in Kroatien (ABC), Slowenien (ABS), Bosnien & Herzegowina mit zwei getrennten Banken in Banja Luka (ABBL) und Sarajevo (ABSA), Serbien (ABSE) sowie Montenegro (ABM). Die Erträge werden daher überwiegend in der CSEE-Region generiert. In Österreich bietet die Gruppe ausschließlich Online-Einlagenprodukte für Kunden in Österreich und Deutschland an. Kundengruppen werden nicht aggregiert und einem einzelnen Land zugeordnet, sondern auf Ebene der jeweiligen Konzerngesellschaft dem entsprechenden Land zugewiesen. Die geografische Segmentierung der Erträge aus externen Kunden erfolgt gemäß den Anforderungen der IFRS. Diese spiegelt jedoch nicht die interne Steuerungsstruktur der Gruppe wider. Das Management ist der Ansicht, dass die Segmentierung nach Geschäftsbereichen eine aussagekräftigere Darstellung der Aktivitäten der Gruppe bietet. Die Spalte "Reco" enthält im Wesentlichen konzerninterne Überleitungsposten.

in EUR Mio.
Addiko
30.06.2025 ABS ABC ABSE ABSA ABBL ABM ABH Reco Gruppe
Nettobankergebnis 37,3 50,4 27,9 16,2 16,6 7,4 0,0 –0,8 155,0
Nettozinsergebnis 28,8 38,4 21,7 11,6 11,5 6,3 0,1 –0,8 117,8
davon laufendes Zinsergebnis 1) 36,3 44,6 26,1 12,6 13,3 6,7 8,8 –4,2 144,0
Provisionsergebnis 8,5 11,9 6,1 4,6 5,1 1,1 –0,1 0,0 37,3
Gewinne und Verluste aus
finanziellen Vermögenswerten 0,4 1,0 –0,3 0,0 0,0 0,0 83,5 –83,7 0,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis –3,1 0,6 –0,8 –0,7 –0,7 –0,7 –0,1 –1,4 –6,8
Betriebserträge 34,6 52,0 26,8 15,5 15,8 6,7 83,4 –85,8 149,0
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen –16,3 –22,2 –15,9 –8,5 –8,6 –4,9 –17,0 –4,0 –97,4
Operatives Ergebnis vor
Wertberichtigungen und
Rückstellungen 18,3 29,8 10,9 7,0 7,3 1,9 66,4 –89,9 51,6
Übriges Ergebnis –2,4 –2,9 –0,8 –0,2 0,0 0,0 –0,3 1,9 –4,9
Erwartete Kreditausfallkosten für
finanzielle Vermögenswerte –12,1 –1,9 –1,1 –1,1 0,7 1,0 0,4 –0,5 –14,4
Ergebnis vor Steuern 3,8 25,0 9,0 5,7 8,0 2,8 66,6 –88,5 32,4
Vermögensgegenstände gesamt 1.424,9 2.336,6 890,7 655,4 562,6 236,9 1.142,2 –857,0 6.392,3
Geschäftsvolumen
Kredite und Forderungen (netto) 984,8 1.251,1 555,0 367,7 385,7 163,6 94,9 –103,9 3.699,0
davon Kundenkredite (brutto,
performing) 997,2 1.227,7 521,3 307,0 364,0 161,5 0,0 3.578,6
Neukreditgeschäft (Brutto) 197,8 276,4 186,0 99,4 82,4 44,6 0,0 886,6
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 2) 1.216,4 1.864,8 673,6 549,0 454,4 192,1 571,8 –133,8 5.388,3
RWA 3) 769,6 1.030,2 515,3 378,3 347,3 166,6 48,3 0,5 3.256,1
Key ratios
Nettozinsmarge (NIM) 4,1% 3,3% 4,8% 3,5% 4,1% 5,3% 0,0% 3,7%
Cost/Income-Ratio 43,7% 44,1% 56,9% 52,8% 51,6% 65,7% n.m. 62,8%
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,9% –0,1% –0,1% –0,2% 0,2% 0,5% 0,4% –0,3%
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net
loans) –1,2% –0,1% –0,2% –0,4% 0,2% 0,6% –0,4%
Kredit-Einlagen-Verhältnis 86,7% 69,9% 81,2% 57,2% 83,4% 88,9% 68,3%
NPE-Quote (on balance loans) 3,0% 2,2% 4,2% 2,7% 3,9% 3,4% 2,9%
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 84,0% 85,8% 71,2% 80,5% 81,3% 77,3% 80,8%
Zinsertrag / GPL (vereinfachter
Durchschnitt) 6,3% 5,4% 8,0% 6,2% 6,5% 8,0% 6,3%

1) Laufendes Zinsergebnis bezieht sich auf gebuchte Zinsen ohne zinsähnliche Erträge, Zinserträge aus NPE und Funds Transfer Pricing. 2) Direkteinlagen (Österreich/Deutschland) in Höhe von EUR 534 Mio. in ABH dargestellt. 3) Beinhaltet nur Kreditrisiko. 4) Enthält in der ABH auch das Intercompany Exposure.

in EUR Mio.
Addiko
30.06.2024 ABS ABC ABSE ABSA ABBL ABM ABH4) Reco Gruppe
Nettobankergebnis 38,2 50,1 28,9 16,6 15,8 7,4 -0,2 -1,0 155,9
Nettozinsergebnis 30,7 38,2 22,9 12,1 11,2 6,4 0,1 -1,0 120,6
davon laufendes Zinsergebnis 1) 39,3 42,6 28,6 13,0 13,0 6,7 8,9 -4,3 147,6
Provisionsergebnis 7,5 11,9 6,0 4,5 4,6 1,0 -0,3 0,0 35,3
Gewinne und Verluste aus
finanziellen Vermögenswerten 0,2 0,0 0,2 0,2 0,0 0,0 56,4 -56,5 0,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2,2 0,3 -1,3 0,6 -0,6 -0,9 -0,7 -0,6 -5,4
Betriebserträge 36,2 50,3 27,8 17,4 15,2 6,6 55,5 -58,0 151,0
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen -15,7 -21,9 -15,0 -8,1 -8,0 -4,6 -19,7 -3,9 -97,0
Operatives Ergebnis vor
Wertberichtigungen und
Rückstellungen 20,5 28,4 12,8 9,3 7,2 2,0 35,8 -61,9 54,0
Übriges Ergebnis -2,5 -3,7 -1,5 0,0 -0,2 -0,1 0,0 2,5 -5,5
Erwartete Kreditausfallkosten für
finanzielle Vermögenswerte -6,8 -3,2 -4,7 -0,2 -0,1 0,0 0,3 -0,7 -15,5
Ergebnis vor Steuern 11,1 21,5 6,6 9,0 6,9 2,0 36,1 -60,1 33,1
Vermögensgegenstände gesamt 1.377,3 2.171,9 886,0 648,6 527,2 223,8 1.145,5 -854,8 6.125,5
Geschäftsvolumen
Kredite und Forderungen 988,6 1.198,2 564,2 293,5 344,5 161,5 71,3 -71,9 3.549,9
davon Kundenkredite (brutto,
performing) 1.004,9 1.183,3 559,1 293,4 346,8 159,8 0,0 3.547,2
Neukreditgeschäft (Brutto) 189,5 261,8 149,8 84,3 77,4 35,9 0,0 798,6
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 2) 1.168,0 1.694,7 674,4 541,6 421,4 183,1 602,3 -113,2 5.172,2
RWA 3) 753,6 1.007,6 526,5 303,6 311,3 156,5 59,2 1,9 3.120,3
Kennzahlen
Nettozinsmarge (NIM) 4,4% 3,5% 5,0% 4,0% 4,3% 5,6% 0,0% 4,0%
Cost/Income-Ratio 41,2% 43,8% 51,9% 49,0% 50,9% 61,3% n.m. 62,2%
Kosten-Risiko-Verhältnis (CRB) –0,5% –0,2% –0,6% –0,1% 0,0% –0,1% 0,3% –0,3%
Kosten-Risiko-Verhältnis (on net
loans) –0,7% –0,3% –0,8% –0,1% 0,0% 0,0% –0,4%
Kredit-Einlagen-Verhältnis 90,3% 73,5% 89,7% 54,9% 84,0% 91,4% 70,5%
NPE-Quote (on balance loans) 2,1% 2,8% 4,2% 2,0% 3,6% 4,4% 2,8%
NPE-Deckung durch Risikovorsorgen 84,3% 87,3% 65,1% 79,4% 87,1% 81,5% 80,7%
Zinsertrag / GPL (vereinfachter

1) Laufendes Zinsergebnis bezieht sich auf gebuchte Zinsen ohne zinsähnliche Erträge, Zinserträge aus NPE und Funds Transfer Pricing. 2) Direkteinlagen (Österreich/Deutschland) in Höhe von EUR 561 Mio. in ABH dargestellt. 3) Beinhaltet nur Kreditrisiko. 4) Enthält in der ABH auch das Intercompany Exposure.

Risikobericht

Eine Zusammenfassung der Addiko-Risikorichtlinien in Bezug auf Risikomanagement, interne Organisation, Risikostrategie sowie Risikoappetit ist in der gleichnamigen Note im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 enthalten.

In der ersten Hälfte des Jahres 2025 nahm die Addiko Gruppe an den von der EZB durchgeführten Stresstests teil. Die Ergebnisse wurden im August 2025 veröffentlicht.

(31) Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko)

31.1. Überleitung der Kategorien von Finanzinstrumenten auf Kreditrisikopositionen

in EUR Mio.
30.06.2025 Performing Non Performing Summe
Finanzinstrumente Exposure ECL Netto Exposure ECL Netto Exposure Netto
Barreserven 1) 925,2 0,0 925,2 0,0 0,0 0,0 925,2 925,2
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle 11,6 11,6 0,0 0,0 11,6 11,6
Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 3.724,1 –50,5 3.673,6 138,2 –112,8 25,4 3.862,3 3.699,0
davon zu Kreditinstituten 113,0 0,0 113,0 0,0 0,0 0,0 113,0 113,0
davon zu Drittkunden 3.611,1 –50,5 3.560,6 138,2 –112,8 25,4 3.749,3 3.586,0
Investitionswertpapiere 2)3) 1.517,9 –0,3 1.492,1 0,0 0,0 0,0 1.517,9 1.492,1
Sonstige Assets - IFRS 5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
On balance Summe 6.178,8 –50,8 6.102,5 138,2 –112,8 25,4 6.317,0 6.127,9
Erteilte Kreditzusagen - Finanzgarantie - 813,3 –5,6 807,8 4,4 –2,5 1,9 817,7 809,7
sonstige erteilte Zusagen
ECL und FV für FVTOCI klassifizierte –25,6 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 –25,6 0,0
Finanzinvestitionen 3)
Summe 6.966,5 –56,3 6.910,3 142,6 –115,2 27,3 7.109,1 6.937,6
Anpassung 4) –1,1 –1,1 0,0 –1,1 –1,1
Total credit risk exposure 6.965,5 –56,3 6.909,2 142,6 –115,2 27,3 7.108,1 6.936,5

1) exkl. Kassenbestand iHv EUR 133,7 Mio. 2) Investitionswertpapiere, exkl. Eigenkapitalinstrumente, inkl. Beteiligung am Bankenabwicklungsfonds in Slowenien. 3) Für Wertpapiere welche als FVTOCI klassifiziert sind, wird das Exposure auf Basis der fortgeführten Anschaffungskosten vor Anpassung durch allfällige Wertberichtigungen berechnet und beinhaltet daher keine Änderung des FV der Wertpapiere. Im Kreditrisiko wird der Fair Value des zugrundeliegenden Instruments berücksichtigt. Aus diesem Grund werden auch die Risikovorsorgen für Wertpapiere welche als FVTOCI klassifiziert sind, im Kreditrisiko nicht als Teil des Gross Exposures gezeigt, da dieses bereits den Fair Value des zugrundeliegenden Instruments darstellt. 4) Die Anpassungen umfassen Überleitungsdifferenzen zwischen dem Bruttobuchwert und dem Buchwert des Kreditrisikos-Exposures.

in EUR Mio.
31.12.2024 Performing Non Performing Summe
Finanzinstrumente Exposure ECL Netto Exposure ECL Netto Exposure Netto
Barreserven 1) 1.119,7 0,0 1.119,7 0,0 0,0 0,0 1.119,7 1.119,7
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle 14,4 14,4 0,0 0,0 14,4 14,4
Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 3.575,8 -52,0 3.523,8 139,0 -112,2 26,8 3.714,9 3.550,6
davon zu Kreditinstituten 44,2 0,0 44,2 0,0 0,0 0,0 44,2 44,2
davon zu Drittkunden 3.531,6 -52,0 3.479,6 139,0 -112,2 26,8 3.670,6 3.506,4
Investitionswertpapiere 2)3) 1.492,5 -0,3 1.455,8 0,0 0,0 0,0 1.492,5 1.455,8
Sonstige Assets - IFRS 5 0,0 0,0 0,0 0,7 -0,5 0,2 0,7 0,2
On balance Summe 6.202,5 -52,3 6.113,7 139,7 -112,7 27,0 6.342,2 6.140,7
Erteilte Kreditzusagen - Finanzgarantie - 828,1 -4,6 823,5 5,0 -3,0 2,0 833,1 825,5
sonstige erteilte Zusagen
ECL und FV für FVTOCI klassifizierte -36,6 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 -36,6 0,0
Finanzinvestitionen 3)
Summe 6.994,0 -56,8 6.937,2 144,7 -115,7 29,0 7.138,7 6.966,2
Anpassung 4) -0,7 -0,7 0,0 -0,7 -0,7
Total credit risk exposure 6.993,3 -56,8 6.936,5 144,7 -115,7 29,0 7.138,0 6.965,5

1) exkl. Kassenbestand iHv EUR 131,8 Mio. 2) Investitionswertpapiere, exkl. Eigenkapitalinstrumente, inkl. Beteiligung am Bankenabwicklungsfonds in Slowenien. 3) Für Wertpapiere welche als FVTOCI klassifiziert sind, wird das Exposure auf Basis der fortgeführten Anschaffungskosten vor Anpassung durch allfällige Wertberichtigungen berechnet und beinhaltet daher keine Änderung des FV der Wertpapiere. Im Kreditrisiko wird der Fair Value des zugrundeliegenden Instruments berücksichtigt. Aus diesem Grund werden auch die Risikovorsorgen für Wertpapiere welche als FVTOCI klassifiziert sind, im Kreditrisiko nicht als Teil des Gross Exposures gezeigt, da dieses bereits den Fair Value des zugrundeliegenden Instruments darstellt. 4) Die Anpassungen umfassen Überleitungsdifferenzen zwischen dem Bruttobuchwert und dem Buchwert des Kreditrisikos-Exposures.

Die Kreditrisikopositionen bestehen aus dem Bruttobuchwert (oder bei außerbilanziellen Positionen aus dem Nennwert) ohne Berücksichtigung von erwarteten Kreditverlusten (einschließlich Garantierückstellungen), gehaltenen Sicherheiten, Nettingeffekten, anderen Kreditbesicherungen oder Transaktionen, die das Kreditrisiko mindern. Für die Berechnung des relevanten Exposure für Wertpapiere, welche dem Geschäftsmodell hold to collect & sell zugeordnet sind, werden und für Kredite und Wertpapiere, die dem hold to collect-Geschäftsmodell zugeordnet werden, die fortgeführten Anschaffungskosten herangezogen. Soweit nicht explizit anders angegeben, werden sämtliche Angaben im Risikobericht inklusive der als zur Veräußerung gehalten eingestuften langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (nach IFRS 5) gezeigt.

31.2. Verteilung des Kreditrisiko Exposures in der Gruppe

Zum 30. Juni 2025 reduzierte sich das gesamte Bruttoexposure um EUR 30,0 Mio. (oder -0,4%) auf EUR 7.108,1 Mio. (JE24: EUR 7.138,0 Mio.). Der Rückgang wird vor allem durch das Corporate Center verursacht, gefolgt vom SME Portfolio, sowie – entsprechend der Geschäftsstrategie – von Reduktionen in den nicht-Fokus Bereichen Public Finance und Mortgage.

Mit Ausnahme der Addiko Bank Slowenien und der Addiko Bank Montenegro reduzierte sich das Exposure in allen Unternehmen der Gruppe.

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Addiko Kroatien 2.476,7 2.493,2
Addiko Slowenien 1.721,0 1.648,2
Addiko Serbien 1.028,9 1.068,8
Addiko in Bosnien & Herzegowina 1.313,6 1.349,0
Addiko Montenegro 243,2 239,2
Addiko Holding 324,7 339,8
Summe 7.108,1 7.138,0

31.3. Kreditrisiko Exposure nach Ratingklasse

Zum 30. Juni 2025 waren ca. 38,8% (JE24: 38,6%) des Exposures den Ratingklassen 1A bis 1E zuzuordnen. Bei diesem Teil handelt es sich größtenteils um Forderungen, die sich hauptsächlich auf Forderungen gegenüber Finanzinstituten und Privatpersonen beziehen, wobei ein kleinerer Teil auf Unternehmens- und Staatsschulden entfällt.

In der ersten Jahreshälfte 2025 verringerte sich der NPE Bestand leicht um EUR -2,1 Mio. auf EUR 142,6 Mio. (2024: 144,7 Mio.), was vor allem auf den Abbau innerhalb des Nicht-Fokus-Portfolios in fast allen Konzerneinheiten (außer in der Addiko Bank Slowenien) zurückzuführen ist, gefolgt von zusätzlichen NPE-Reduktionen im SME-Portfolio (außer in der Addiko Bank Slowenien) aufgrund von Abschreibungen / Portfolioverkäufen sowie aufgrund von Inkassoeffekten. Die erwähnten NPE-Reduzierungen innerhalb des SME-Segments wurden insbesondere durch Ausfälle mehrerer größerer Fälle in der Addiko Bank Slowenien in der ersten Hälfte des Jahres 2025 ausgeglichen.

In der folgenden Tabelle wird das Exposure nach Ratingklassen und Marktsegmenten dargestellt:

in EUR Mio.
30.06.2025 1A-1E 2A-2E 3A-3E 4A-4E NPE Ohne Rating Summe
Consumer 346,7 1.286,5 353,6 146,6 67,8 5,9 2.207,2
SME 272,0 1.104,7 306,6 108,8 53,6 5,2 1.851,0
Nicht-Fokus 179,2 217,0 47,1 13,6 21,1 0,8 478,6
davon Large Corporate 27,7 103,1 25,8 4,0 10,5 0,6 171,6
davon Mortgage 147,9 106,7 18,0 9,2 10,1 0,1 292,1
davon Public Finance 3,6 7,1 3,3 0,4 0,5 0,0 14,9
Corporate Center 1) 1.961,5 424,1 183,2 0,0 0,0 2,4 2.571,2
Summe 2.759,4 3.032,3 890,5 269,1 142,6 14,2 7.108,1

1) Das Segment Corporate Center umfasst Finanzinstitute einschließlich Exposure zu Nationalbanken, Einlagen und Wertpapiere.

in EUR Mio.
31.12.2024 1A-1E 2A-2E 3A-3E 4A-4E NPE Ohne Rating Summe
Consumer 329,3 1.202,2 363,0 151,0 67,2 4,1 2.116,9
SME 280,0 1.123,0 322,4 102,9 53,5 3,6 1.885,3
Nicht-Fokus 184,0 207,8 45,8 16,4 24,0 1,3 479,3
davon Large Corporate 18,9 78,8 24,0 4,3 11,3 1,2 138,6
davon Mortgage 157,8 119,5 18,9 10,7 11,3 0,1 318,3
davon Public Finance 7,3 9,5 2,8 1,3 1,4 0,0 22,4
Corporate Center 1) 1.959,7 401,6 291,2 0,1 0,0 3,8 2.656,5
Summe 2.753,1 2.934,6 1.022,4 270,4 144,7 12,8 7.138,0

1) Das Segment Corporate Center umfasst Finanzinstitute einschließlich Exposure zu Nationalbanken, Einlagen und Wertpapiere.

Die Addiko Gruppe wendet die Kundensichtweise in allen Segmenten, einschließlich Consumer/Mortgage-Kunden, an. Das bedeutet, dass wenn es bei einem Schuldner bei einer Transaktion zu einem Ausfall kommt, werden auch alle restlichen Transaktionen dieses Kunden als notleidend klassifiziert.

Einstufungen nach Ratingklassen und ECL-Stages können den folgenden Tabellen entnommen werden.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Kredite und Forderungen an Kunden:

in EUR Mio.
30.06.2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 586,5 14,1 0,0 0,9 601,5
2A-2E 2.109,8 40,0 0,0 1,7 2.151,5
3A-3E 561,8 40,7 0,0 1,1 603,6
4A-4E 49,2 201,4 0,0 0,4 251,0
NPE 0,0 0,0 118,2 2,1 120,2
Kein Rating 3,6 0,1 17,9 0,0 21,5
Gesamt Brutto-Buchwert 3.310,9 296,2 136,1 6,1 3.749,3
Wertberichtigungen –25,2 –25,3 –112,6 –0,2 –163,3
Buchwert 3.285,7 270,8 23,5 5,9 3.586,0
in EUR Mio.
31.12.2024 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 570,9 13,5 0,0 0,9 585,3
2A-2E 2.003,7 48,5 0,0 1,0 2.053,2
3A-3E 589,7 38,2 0,0 0,0 627,9
4A-4E 48,9 211,0 0,6 0,0 260,6
NPE 0,0 0,0 127,5 4,2 131,7
Kein Rating 3,2 0,0 8,6 0,0 11,9
Gesamt Brutto-Buchwert 3.216,5 311,2 136,7 6,2 3.670,6
Wertberichtigungen –25,4 –26,6 –112,0 –0,2 –164,2
Buchwert 3.191,1 284,6 24,7 6,0 3.506,4

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Kredite und Forderungen an Kreditinstitute, Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben:

in EUR Mio.
30.06.2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 730,5 0,0 0,0 0,0 730,5
2A-2E 183,7 0,0 0,0 0,0 183,7
3A-3E 124,0 0,0 0,0 0,0 124,0
4A-4E 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
NPE 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kein Rating 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt Brutto-Buchwert 1.038,2 0,0 0,0 0,0 1.038,2
Wertberichtigungen –0,1 0,0 0,0 0,0 –0,1
Buchwert 1.038,2 0,0 0,0 0,0 1.038,2
in EUR Mio.
31.12.2024 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 757,7 0,0 0,0 0,0 757,7
2A-2E 161,0 0,0 0,0 0,0 161,0
3A-3E 245,3 0,0 0,0 0,0 245,3
4A-4E 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
NPE 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kein Rating 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt Brutto-Buchwert 1.164,0 0,0 0,0 0,0 1.164,0
Wertberichtigungen –0,1 0,0 0,0 0,0 –0,1
Buchwert 1.163,9 0,0 0,0 0,0 1.163,9

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldverschreibungen:

in EUR Mio.
30.06.2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 474,7 0,0 0,0 0,0 474,7
2A-2E 151,9 0,0 0,0 0,0 151,9
3A-3E 28,4 0,0 0,0 0,0 28,4
4A-4E 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
NPE 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kein Rating 7,7 0,0 0,0 0,0 7,7
Gesamt Brutto-Buchwert 662,7 0,0 0,0 0,0 662,7
Wertberichtigungen –0,1 0,0 0,0 0,0 –0,1
FV 1) –25,2 –0,2 0,0 0,0 –25,5
Buchwert 637,4 –0,2 0,0 0,0 637,1

1) Für Wertpapiere welche als FVTOCI klassifiziert sind, wird das Exposure auf Basis der fortgeführten Anschaffungskosten vor Anpassung durch allfällige Wertberichtigungen berechnet und beinhaltet daher keine Änderung des FV der Wertpapiere. Im Kreditrisiko wird der Fair Value des zugrundeliegenden Instruments berücksichtigt. A Aus diesem Grund wird auch der damit verbundene erwartete Verlust nicht berücksichtigt, da dieser bereits im beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Instrumente berücksichtigt ist.

in EUR Mio.
31.12.2024 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 503,9 0,0 0,0 0,0 503,9
2A-2E 170,8 0,0 0,0 0,0 170,8
3A-3E 26,4 0,0 0,0 0,0 26,4
4A-4E 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
NPE 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kein Rating 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt Brutto-Buchwert 701,2 0,0 0,0 0,0 701,2
Wertberichtigungen –0,1 0,0 0,0 0,0 –0,1
FV 1) –36,1 –0,2 0,0 0,0 –36,4
Buchwert 664,9 –0,2 0,0 0,0 664,7

1) Für Wertpapiere welche als FVTOCI klassifiziert sind, wird das Exposure auf Basis der fortgeführten Anschaffungskosten vor Anpassung durch allfällige Wertberichtigungen berechnet und beinhaltet daher keine Änderung des FV der Wertpapiere. Im Kreditrisiko wird der Fair Value des zugrundeliegenden Instruments berücksichtigt. A Aus diesem Grund wird auch der damit verbundene erwartete Verlust nicht berücksichtigt, da dieser bereits im beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Instrumente berücksichtigt ist.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldverschreibungen:

in EUR Mio.
30.06.2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 737,5 0,0 0,0 0,0 737,5
2A-2E 75,8 0,0 0,0 0,0 75,8
3A-3E 24,1 0,0 0,0 0,0 24,1
4A-4E 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
NPE 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kein Rating 2,8 0,0 0,0 0,0 2,8
Gesamt Brutto-Buchwert 840,3 0,0 0,0 0,0 840,3
Wertberichtigungen –0,2 0,0 0,0 0,0 –0,2
Buchwert 840,1 0,0 0,0 0,0 840,1
in EUR Mio.
31.12.2024 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 712,2 0,0 0,0 0,0 712,2
2A-2E 48,6 0,0 0,0 0,0 48,6
3A-3E 15,9 0,0 0,0 0,0 15,9
4A-4E 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
NPE 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kein Rating 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt Brutto-Buchwert 776,7 0,0 0,0 0,0 776,7
Wertberichtigungen –0,1 0,0 0,0 0,0 –0,1
Buchwert 776,5 0,0 0,0 0,0 776,5

Erteilte Zusagen und Garantien:

in EUR Mio.
30.06.2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 213,5 1,0 0,0 0,0 214,5
2A-2E 462,0 4,8 0,0 0,0 466,8
3A-3E 102,2 9,1 0,0 0,0 111,3
4A-4E 1,8 19,0 0,0 0,0 20,8
NPE 0,0 0,0 4,4 0,0 4,4
Kein Rating 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt Brutto-Buchwert 779,5 33,8 4,4 0,0 817,7
Wertberichtigungen –3,1 –2,5 –2,5 0,0 –8,0
Buchwert 776,4 31,4 1,9 0,0 809,7
in EUR Mio.
31.12.2024 Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Ratingklasse
1A-1E 221,7 2,2 0,0 0,0 223,9
2A-2E 471,4 16,3 0,0 0,0 487,7
3A-3E 95,7 8,3 0,0 0,0 104,0
4A-4E 1,0 11,4 0,0 0,0 12,4
NPE 0,0 0,0 4,8 0,0 4,8
Kein Rating 0,0 0,0 0,2 0,0 0,2
Gesamt Brutto-Buchwert 789,8 38,3 5,0 0,0 833,1
Wertberichtigungen –3,2 –1,4 –3,0 0,0 –7,6
Buchwert 786,6 36,9 2,0 0,0 825,5

31.4. Kreditrisiko Exposure nach Regionen

Das Länderportfolio der Addiko Gruppe konzentriert sich auf den zentral- und südosteuropäischen Raum. Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Exposures auf Kundenebene nach Regionen:

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
SEE 6.056,3 6.105,1
Europa (exkl. CEE/SEE) 517,2 531,8
CEE 456,3 433,3
Sonstige 78,2 67,9
Summe 7.108,1 7.138,0

31.5. Exposure nach Branchen und Regionen

In den folgenden Tabellen wird das Exposure nach Branchen basierend auf dem Gruppierungsschlüssel "NACE Code 2.0" dargestellt. Dieser unterscheidet für die Berichterstattung zwischen zehn Branchengruppen.

Dabei haben die risikoärmeren Branchengruppen – Kreditinstitute und öffentliche Haushalte – zum 30. Juni 2025 einen Anteil von 36,6% (JE24: 37,8%). Die gut diversifizierte Branche Privatkunden hat einen Anteil von 30,4% (JE24: 29,4%).

in EUR Mio.
30.06.2025
Branche
Europa
(exkl. CEE/SEE)
SEE CEE Sonstige Summe
Privatkunden 1,5 2.148,9 9,6 0,6 2.160,7
Finanzdienstleister 300,5 855,6 1,4 42,1 1.199,6
Öffentliche Haushalte 208,6 712,7 445,3 33,5 1.400,0
Industrie 2,9 761,0 0,0 1,9 765,8
Handel 0,0 425,6 0,0 0,0 425,7
Dienstleistung 3,6 704,6 0,0 0,0 708,2
Real Estate Business 0,0 13,0 0,0 0,0 13,0
Tourismus 0,0 55,6 0,0 0,0 55,6
Landwirtschaft 0,0 30,4 0,0 0,0 30,4
Sonstige 0,1 348,8 0,0 0,1 349,1
Summe 517,2 6.056,3 456,3 78,2 7.108,1
in EUR Mio.
31.12.2024 Europa
Branche (exkl. CEE/SEE) SEE CEE Sonstige Summe
Privatkunden 2,4 2.089,6 9,7 0,4 2.102,1
Finanzdienstleister 327,0 980,7 0,5 30,1 1.338,3
Öffentliche Haushalte 196,1 704,2 423,0 33,4 1.356,7
Industrie 3,9 871,7 0,0 2,9 878,6
Handel 0,0 454,4 0,0 0,0 454,4
Dienstleistung 2,0 531,3 0,0 0,5 533,8
Real Estate Business 0,0 30,9 0,0 0,0 30,9
Tourismus 0,0 61,7 0,0 0,3 62,0
Landwirtschaft 0,0 34,4 0,0 0,0 34,4
Sonstige 0,3 346,2 0,0 0,3 346,8
Summe 531,8 6.105,1 433,3 67,9 7.138,0

Die Zahlen werden nach Kundensitzland dargestellt. Das Corporate- und Consumer-Geschäft konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Kernländer der Addiko Gruppe im zentral- und südosteuropäischen Raum. Im Rahmen der Geschäftsstrategie soll dieser Anteil – insbesondere im Consumer-Geschäft – weiter ausgebaut werden.

31.6. Darstellung des Exposures nach Überfälligkeit

in EUR Mio.
Nicht – überfällig bis – überfällig 31 – überfällig 61 – überfällig
30.06.2025 überfällig 30 Tage bis 60 Tage bis 90 Tage über 90 Tage Summe
Consumer 2.066,5 77,0 8,0 5,9 49,8 2.207,2
SME 1.754,6 43,3 3,2 3,1 46,9 1.851,0
Nicht-Fokus 458,3 12,2 0,8 0,7 6,7 478,6
davon Large Corporate 165,7 5,1 0,0 0,0 0,9 171,6
davon Mortgage 278,1 6,6 0,8 0,7 5,9 292,1
davon Public Finance 14,4 0,5 0,0 0,0 0,0 14,9
Corporate Center 2.571,0 0,0 0,2 0,0 0,0 2.571,2
Summe 6.850,4 132,5 12,1 9,6 103,4 7.108,1

Das volatile makroökonomische Umfeld, begleitet durch Inflationsdruck, führte zu keinem wesentlichen Anstieg der Überfälligkeitstage.

in EUR Mio.
Nicht – überfällig bis – überfällig 31 – überfällig 61 – überfällig
31.12.2024 überfällig 30 Tage bis 60 Tage bis 90 Tage über 90 Tage Summe
Consumer 1.981,3 71,0 9,3 5,3 50,0 2.116,9
SME 1.800,5 30,9 7,2 6,7 40,0 1.885,3
Nicht-Fokus 455,6 15,1 1,0 0,4 7,2 479,3
davon Large Corporate 130,0 7,8 0,0 0,0 0,9 138,6
davon Mortgage 304,7 5,9 1,0 0,4 6,3 318,3
davon Public Finance 21,0 1,4 0,0 0,0 0,0 22,4
Corporate Center 2.656,3 0,2 0,0 0,0 0,0 2.656,5
Summe 6.893,7 117,2 17,5 12,4 97,2 7.138,0

31.7. Darstellung des Exposures nach Größenklasse

Zum 30. Juni 2025 sind rund 53,6% (31. Dezember 2024: 52,3%) des Exposures im Größenbereich EUR <1 Mio. zu finden. Ein gezielter Abbau des Klumpenrisikos im Bereich Corporate Banking wird durch die Bank stringent verfolgt.

Das Exposure in Höhe von EUR 1.841,6 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 1.848,2 Mio.) im Größenbereich EUR >100 Mio. besteht zur Gänze gegenüber Nationalbanken bzw. öffentlichen Haushalten. Diese Geschäfte sind zur Liquiditätssicherung, für Mindesteinlagen und langfristige Veranlagungen sowie für Absicherungsgeschäfte erforderlich. Die Darstellung erfolgt auf der Basis Gruppe verbundener Kunden (GvK).

30.06.2025 31.12.2024
Größenklasse Exposure in EUR Mio. GvKs Exposure in EUR Mio. GvKs
< 10.000 704,6 418.287 703,8 407.617
10.000-50.000 1.744,1 85.292 1.665,9 82.741
50.000-100.000 249,0 3.600 247,8 3.581
100.000-250.000 410,3 2.625 393,5 2.506
250.000-500.000 400,3 1.133 392,7 1.112
500.000-1.000.000 303,1 446 330,7 487
1.000.000-10.000.000 851,3 378 842,3 369
10.000.000-50.000.000 446,4 15 481,5 18
50.000.000-100.000.000 157,5 2 231,6 3
> 100.000.000 1.841,6 10 1.848,2 9
Summe 7.108,1 511.788 7.138,0 498.443

31.8. Darstellung der finanziellen Vermögenswerte nach dem Grad der Wertminderung

Finanzielle Vermögenswerte, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind:

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Exposure Sicherheiten Exposure Sicherheiten
Kredite und Forderungen an Kunden und
Off-Balance Sheet Exposure
– überfällig bis 30 Tage 124,8 15,6 108,6 13,0
– überfällig 31 bis 60 Tage 9,9 0,6 13,6 1,0
– überfällig 61 bis 90 Tage 6,4 0,6 5,2 0,2
– überfällig 91 bis 180 Tage 0,0 0,0 0,0 0,0
– überfällig 181 bis 365 Tage 0,0 0,0 0,0 0,0
– überfällig über 1 Jahr 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 141,1 16,8 127,3 14,3

Wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte:

in EUR Mio.
Kredite und Forderungen an Kunden und Off-Balance Sheet Exposure 30.06.2025 31.12.2024
Exposure 142,5 144,6
Vorsorgen 115,2 115,7
Sicherheiten 32,0 34,0

Alle finanziellen Vermögenswerte, die die Klassifizierungskriterien der Stufe 3, wie in Note (12.4.2) des Konzernabschlusses 2024 beschrieben, erfüllen, werden als wertgemindert betrachtet und entsprechend zurückgestellt. Anschließend wird eine Wertminderungsberechnung, wie in der Note (32.1) Methodik der Wertberichtigungsermittlung beschrieben, durchgeführt. Zusätzlich unterliegen Forderungen in der Rating-Kategorie 4A oder schlechter im Rahmen des Monitoring- und Pre-Workout-Prozesses einer regelmäßigen Überprüfung auf mögliche Hinweise einer Wertminderung.

31.8.1. FORBEARANCE

Forbearance-Maßnahmen werden als Zugeständnisse an einen Kreditnehmer, der Schwierigkeiten hat, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen oder kurz vor solchen Schwierigkeiten steht ("finanzielle Schwierigkeiten"), definiert. Stundungsmaßnahmen und -risiken werden von den für Corporate / SME, Consumer sowie Mortgage zuständigen operativen Risikoabteilungen überwacht. Darüber hinaus stellen Forbearance-Maßnahmen einen Hinweis auf potentielle Wertminderung dar.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung des Forbearance-Exposures der Addiko Gruppe.

in EUR Mio.
01.01.2025 Im Jahr als
Forborne
klassifiziert (+)
Aufgehobene
Forborne
Klassifizierung
im Jahr (-)
Rückzahlungen
und andere
Veränderungen
(+/-)
30.06.2025
Forderungen an Corporates 43,0 8,2 –1,3 –6,9 43,1
Private Haushalte 25,5 4,5 –5,0 0,4 25,4
Forderungen an Kunden 68,5 12,6 –6,2 –6,5 68,5
in EUR Mio.
01.01.2024 Im Jahr als
Forborne
klassifiziert (+)
Aufgehobene
Forborne
Klassifizierung
im Jahr (-)
Rückzahlungen
und andere
Veränderungen
(+/-)
31.12.2024
Forderungen an Corporates 30,2 32,8 –4,3 –15,7 43,0
Private Haushalte 31,2 5,5 –7,4 –3,7 25,5
Forderungen an Kunden 61,4 38,4 –11,7 –19,4 68,5

Das Forbearance-Risiko lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

in EUR Mio.
30.06.2025 Finanzielle
Vermögenswerte,
die weder überfällig
noch wertgemindert
sind
Finanzielle
Vermögenswerte,
die überfällig, aber
nicht wertgemindert
sind
Finanzielle
Vermögenswerte,
die wertgemindert
sind
Forderungen an Corporates 43,1 13,9 2,2 26,9
Private Haushalte 25,4 13,9 2,7 8,8
Forderungen an Kunden 68,5 27,8 5,0 35,7
in EUR Mio.
31.12.2024 Finanzielle Finanzielle Finanzielle
Vermögenswerte, Vermögenswerte, Vermögenswerte,
die weder überfällig die überfällig, aber die wertgemindert
noch wertgemindert nicht wertgemindert sind
sind sind
Forderungen an Corporates 43,0 13,3 3,6 26,1
Private Haushalte 25,5 14,1 2,9 8,5
Forderungen an Kunden 68,5 27,4 6,5 34,6

Die Verteilung der Sicherheiten im Forbearance stellte sich wie folgt dar:

in EUR Mio.
Interner Sicherheitenwert ICV davon davon davon davon davon Rest
(ICV) in Zusammenhang mit CRE RRE finanzielle Garantien
Forborne Forderungen Sicherheiten
Large Corporate 7,7 7,7 0,0 0,0 0,0 0,0
Medium and Small Corporate 14,2 12,4 0,3 0,3 0,0 1,2
Retail 8,7 1,8 6,1 0,0 0,8 0,0
Summe 30,6 21,9 6,4 0,3 0,8 1,2
in EUR Mio.
Interner Sicherheitenwert ICV davon davon davon davon davon Rest
(ICV) in Zusammenhang mit CRE RRE finanzielle Garantien
Forborne Forderungen Sicherheiten
Large Corporate 8,3 8,3 0,0 0,0 0,0 0,0
Medium and Small Corporate 15,4 12,8 0,3 0,3 1,2 0,8
Retail 10,2 2,2 7,0 0,0 1,0 0,0
Summe 34,0 23,3 7,3 0,3 2,2 0,8

(32) Wertberichtigungen

32.1. Methodik der Wertberichtigungsermittlung

Die Risikovorsorgen wurden auf Transaktionsebene modelliert und spiegeln die aktuellsten makroökonomischen Prognosen des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) wider. Derzeit bestehen erhebliche Abwärtsrisiken für das Basisszenario. Diese reichen von globalen Quellen, wie einer weiteren Fragmentierung, die das Wachstum schädigen und neuen Inflationsdruck mit erheblichem Übertragungspotenzial erzeugen könnte, bis hin zu lokalen (regionalen) Risiken, wo politische Instabilität droht, beispielsweise in Form von Protesten wie in Serbien oder ethnischen und legislativen Spannungen in Bosnien & Herzegowina. Darüber hinaus hinkt das Tempo der geldpolitischen Lockerung durch die großen Zentralbanken hinter dem im Basisszenario angenommenen Tempo zurück, sodass sich aufgrund der hohen Zinsen leicht steigende Risiken für Finanzinstitute und Unternehmen erkennen lassen. Aus diesem Grund wurde die Wahrscheinlichkeit des pessimistischen Szenarios um 5 Prozentpunkte (auf 35%) nach oben korrigiert und die Wahrscheinlichkeit des Basisszenarios im gleichen Maße in die entgegengesetzte Richtung (auf 60%) angepasst. Folglich bleibt die Wahrscheinlichkeit des optimistischen Szenarios mit 5% gering, was mit einer Lösung der aktuellen Handelsspannungen verbunden ist und davon ausgeht, dass die jüngsten Erfahrungen mit eskalierenden Handelsbarrieren und anhaltender Unsicherheit als Katalysator für eine neue Dynamik in Richtung regionaler Zusammenarbeit und wirtschaftlicher Integration dienen werden.

Szenario Wahrscheinlichkeiten Baseline Optimistisch Pessimistisch
JE24 65% 5% 30%
1H25 60% 5% 35%

Die folgende Tabelle enthält quantitative Aspekte des Basisszenarios, des positiven (optimistischen) und des negativen (pessimistischen) Szenarios für ausgewählte zukunftsorientierte Informationen/Variablen, die zur Schätzung des erwarteten Verlusts (ECL) für den 30. Juni 2025 verwendet wurden. Die angezeigten Werte stellen die Durchschnittswerte der makroökonomischen Variablen über die ausgewählten Stichprobenzeiträume dar.

Szenario Historisch Baseline Szenario Alternative Szenarien
Schätzung Prognose Optimistisch Pessimistisch
Zeitraum 2024 2025e 2026 2027-281) 2025 2026-281) 2025 2026-281)
Reales BIP (konstante Preise YoY, %)
Kroatien 3,9 2,8 2,8 3,7 4,3 4,5 0,9 0,3
Slowenien 1,6 1,8 2,3 3,6 3,0 4,2 0,1 0,2
Bosnien & Herzegowina 2,5 2,4 2,8 4,3 4,8 4,8 –3,8 –1,6
Serbien 3,9 3,0 4,0 4,8 5,4 5,6 –2,2 –2,3
Montenegro 3,0 3,4 3,3 4,2 5,7 5,0 –2,1 –3,2
Romänien 0,8 1,2 2,3 4,3 2,7 4,7 –2,0 –2,0
Euro-Zone 0,9 0,7 1,4 2,3 1,8 2,8 –0,5 0,0
Arbeitslosenrate (ILO Model,
Durchschnitt %)
Kroatien 5,0 4,9 4,9 2,6 4,1 2,6 5,7 7,1
Slowenien 3,7 3,6 3,5 2,2 2,7 2,1 4,5 5,9
Bosnien & Herzegowina 12,6 12,3 11,9 9,3 10,4 9,1 14,2 14,0
Serbien 8,6 8,3 7,9 5,3 6,4 5,1 10,3 10,0
Montenegro 11,5 11,0 10,6 8,1 9,1 7,9 13 12,8
Romänien 5,4 5,5 5,4 3,0 4,8 3,1 6,2 7,2
Euro-Zone 6,4 6,6 6,6 4,7 6,0 4,8 7,2 8,4
Immobilien (% Veränderung)
Kroatien 10,4 9,0 6,5 8,9 12,5 10,6 5,3 –0,6
Slowenien 7,4 5,0 5,5 9,2 7,4 9,7 2,4 1,2
Serbien 5,1 4,0 5,0 7,4 8,4 8,4 –2,2 –1,5
Romänien 5,0 4,0 3,0 6,7 5,3 6,4 1,7 0,7
Euro-Zone 2,0 2,3 2,3 7,1 4,5 7,0 0,2 0,4
CPI Inflation (Durchschnitt % YoY)
Kroatien 4,0 3,4 2,9 2,9 2,4 2,6 5,1 4,1
Slowenien 2,0 2,1 2,0 2,3 1,2 2,1 3,7 2,8
Bosnien & Herzegowina 1,7 2,2 1,8 2,3 0,9 1,9 7,0 6,8
Serbien 4,8 4,2 3,5 3,5 2,9 3,3 8,0 6,8
Montenegro 3,6 3,0 2,5 3,3 1,7 2,8 6,4 5,7
Romämien 5,8 5,1 4,5 3,8 3,8 3,7 8,1 6,3
Euro-Zone 2,4 2,2 2,0 1,9 1,4 1,6 3,3 2,8

1) Die Zahlen stellen Durchschnittswerte für die angegebenen Zeitraum dar.

Quelle: WIIW (Mai 2025)

Die folgende Tabelle enthält quantitative Aspekte des Basisszenarios, des Aufwärtsszenarios (optimistisch) und des Abwärtsszenarios (pessimistisch) für ausgewählte zukunftsorientierte Informationen/Variablen, die zur Schätzung des ECL zum 31. Dezember 2024 verwendet wurden.

Szenario Historisch Baseline Szenario Alternative Szenarien
Schätzung Prognose Optimistisch Pessimistisch
Zeitraum 2023 2024e 2025 2026-271) 2024 2025-271) 2024 2025-271)
Reales BIP (konstante Preise YoY, %)
Kroatien 3,1 3,3 2,7 2,8 4,8 5,0 1,5 -0,1
Slowenien 2,1 1,7 2,2 2,7 2,4 4,3 0,7 -0,5
Bosnien & Herzegowina 1,7 2,6 2,9 3,1 4,1 5,3 0,3 -3,0
Serbien 2,5 3,8 3,6 3,6 4,8 5,9 1,5 -4,0
Montenegro 6,3 3,5 3,7 3,2 4,5 5,7 1,2 -4,2
Romänien 2,1 2,0 2,5 2,5 2,6 4,5 1,4 0,4
Euro-Zone 0,4 0,6 1,4 1,6 1,1 3,1 0,1 -0,1
Arbeitslosenrate (ILO Model,
Durchschnitt %)
Kroatien 6,1 5,7 5,6 5,7 5,0 3,1 6,4 8,3
Slowenien 3,7 3,7 3,6 3,7 3,3 1,5 4,1 5,7
Bosnien & Herzegowina 13,2 13,3 13,0 12,9 13,2 11,5 13,5 14,3
Serbien 9,4 8,8 8,4 7,8 8,7 6,6 8,9 9,4
Montenegro 13,1 11,7 11,0 9,5 11,6 8,6 11,8 11,4
Romänien 5,6 5,4 5,4 5,2 5,1 3,4 5,7 7,2
Euro-Zone 6,6 6,7 6,6 6,6 6,4 4,8 7,0 8,4
Immobilien (% Veränderung)
Kroatien 11,9 9,0 6,5 5,0 13,0 12,8 5,3 -0,6
Slowenien 7,2 5,5 4,5 5,3 6,5 9,2 4,7 1,8
Serbien 9,3 7,0 5,0 5,0 10,5 10,5 4,4 3,1
Romänien 3,3 4,0 3,0 5,0 5,5 7,6 2,5 1,1
Euro-Zone -1,1 2,7 2,6 3,9 4,4 8,0 1,3 -0,2
CPI Inflation (Durchschnitt % YoY)
Kroatien 8,4 3,6 2,9 2,4 2,7 2,5 4,8 3,7
Slowenien 7,2 2,5 2,3 2,2 2,1 2,2 3,1 3,1
Bosnien & Herzegowina 6,1 2,2 2,1 2,5 1,9 2,3 4,7 11,1
Serbien 12,1 4,5 3,5 2,7 4,2 2,9 5,8 6,7
Montenegro 8,7 4,8 3,0 2,4 4,5 2,5 6,3 7,3
Romämien 9,7 5,8 4,0 3,3 5,0 3,5 6,6 3,6
Euro-Zone 5,4 2,5 2,2 2,0 1,6 1,8 3,7 3,2

1) Die Zahlen stellen Durchschnittswerte für die angegebenen Zeiträume dar.

Quelle: WIIW (Oktober 2024)

Der Abschluss zum 30. Juni 2025 enthält zudem eine Post-Model-Anpassung (PMA) in Höhe von EUR 1,2 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um EUR 0,2 Mio. gegenüber der PMA im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024. Die Ermittlung des PMA-Betrags basiert auf der Differenz zwischen dem ECL, berechnet anhand der zyklusübergreifenden Ausfallwahrscheinlichkeit, und dem ECL, berechnet anhand der zeitpunktbezogenen Ausfallwahrscheinlichkeit.

Der PMA wird nur bei der Addiko Bank Slowenien für die Teilportfolios von Privatkunden verbucht, für die keine ausreichende Datenhistorie für eine präzise PD-Modellierung vorliegt, sowie bei der Addiko Bank Montenegro, wo das aktuelle Modell zur Schätzung der Korrelation zwischen Ausfallraten und makroökonomischen Veränderungen noch mit Unsicherheit behaftet ist, die durch die PMA ausgeglichen werden sollte.

Die folgende Tabelle zeigt die gewichtete Wertberichtigung sowie die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse, bei der die ECLs der Stage 1 und 2 für jedes Szenario mit 100% Gewichtung bewertet werden. Die Sensitivitätsanalyse basiert auf dem Basis-ECL ohne das angewendete Management-Adjustment, der jedoch in der Gesamtsumme des ECL-Bestands nach Wahrscheinlichkeits-Gewichtung inkludiert ist. Die angenommene Verteilung der Szenario-Wahrscheinlichkeiten (Basiswert 60%, optimistisch 5% und pessimistisch 35%) ermöglicht es der Gruppe, ein breites Spektrum an Zukunftserwartungen abzudecken.

in EUR Mio.
ECL inkl. Post ECL exkl. Post Optimistisches Basis Pessimistisches
30.06.2025 Model Adjustment Model Adjustment Szenario Szenario Szenario
Retail 33,0 31,9 28,2 30,7 34,4
Non-Retail 23,0 22,9 20,9 22,3 24,3
Corporate Center 0,3 0,3 0,2 0,3 0,4
Summe 56,3 55,1 49,3 53,3 59,0
in EUR Mio.
ECL inkl. Post ECL exkl. Post Optimistisches Basis Pessimistisches
31.12.2024 Model Adjustment Model Adjustment Szenario Szenario Szenario
Retail 33,4 32,0 28,9 31,0 34,7
Non-Retail 23,0 22,9 20,1 22,2 25,0
Corporate Center 0,4 0,4 0,3 0,4 0,5
Summe 56,8 55,4 49,2 53,6 60,2

32.2. Entwicklung der Wertberichtigungen

Die Entwicklung der Risikovorsorgen im ersten Halbjahr 2025 ist überwiegend auf den Vorsorgebedarf im Consumer Portfolio (EUR 7,5 Mio. Risikovorsorgeeffekt) sowie auf Bevorsorgungen einzelner größerer Kunden im SME Portfolio (EUR 10,1 Mio. Risikovorsorgeeffekt) - v.a. in der Addiko Bank Slowenien, der Addiko Bank Kroatien, der Addiko Bank Banja Luka und der Addiko Bank Sarajevo - zurückzuführen und wird überwiegend durch Zuführungen im NPE-Portfolio getrieben. Tabellen, welche die Entwicklung der Risikovorsorgen zeigen, sind in Note (18.2) Kredite und Darlehen an Kunden enthalten.

Die Besicherung für nicht notleidende Kredite (Stage 1 und Stage 2) durch Risikovorsorgen mit 1,2% bleibt auf dem gleichen Niveau als zum Jahresende 2024 (1,3%), was wiederum zu geringfügigen Vorsorgeeffekten im nicht notleidenden Portfolio führte.

32.3. Änderung in der Berechnung der Portfoliowertberichtigungen

Im ersten Halbjahr 2025 wurden keine größeren Änderungen an den Modellen zur Schätzung der Risikovorsorge vorgenommen, d. h. das Rahmenwerk und die Modelle waren im Allgemeinen die gleichen wie Ende 2024.

32.4. Entwicklung der NPE-Deckungsquote

Die NPE-Deckungsquote 1 erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2024 leicht von 80,0% auf 80,8%. Steigerungen sind in der Addiko Bank Serbien, Addiko Bank Slowenien sowie in der Addiko Bank Montenegro zu verzeichnen und sind überwiegend auf Steigerungen im SME Portfolio aufgrund neuer ausgefallener Kunden mit erhöhtem Vorsorgebedarf zurückzuführen.

in EUR Mio.
NPE
30.06.2025 Quote (On NPE NPE
Sicherheit NPE balance Deckungs Deckungs
Exposure NPE Vorsorgen en (NPE) Quote loans) quote 1 quote 3
Consumer 2.207,2 67,8 55,3 0,1 3,1% 3,3% 81,5% 81,7%
SME 1.851,0 53,6 42,7 15,2 2,9% 3,8% 79,6% 108,0%
Nicht-Fokus 478,6 21,1 17,2 16,7 4,4% 5,7% 81,7% 160,9%
davon Large Corporate 171,6 10,5 8,9 7,8 6,1% 20,0% 85,4% 159,6%
davon Mortgage 292,1 10,1 8,1 8,4 3,5% 3,5% 80,4% 163,8%
davon Public Finance 14,9 0,5 0,1 0,5 3,3% 3,7% 30,6% 129,8%
Corporate Center 2.571,2 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 67,6% 67,6%
Summe 7.108,1 142,6 115,2 32,1 2,0% 2,9% 80,8% 103,3%
davon Credit Risk Bearing 4.696,8 142,6 115,2 32,1 3,0% 3,6% 80,8% 103,3%
in EUR Mio.
NPE
31.12.2024 Quote (On NPE NPE
Sicherheit NPE balance Deckungs Deckungs
Exposure NPE Vorsorgen en (NPE) Quote loans) quote 1 quote 3
Consumer 2.116,9 67,2 54,8 0,1 3,2% 3,4% 81,5% 81,7%
SME 1.885,3 53,5 41,5 15,7 2,8% 3,8% 77,6% 106,9%
Nicht-Fokus 479,3 24,0 19,4 18,2 5,0% 5,8% 80,8% 156,9%
davon Large Corporate 138,6 11,3 9,5 8,4 8,2% 19,4% 84,1% 158,0%
davon Mortgage 318,3 11,3 9,0 9,1 3,5% 3,5% 80,2% 160,9%
davon Public Finance 22,4 1,4 0,8 0,8 6,2% 6,8% 59,1% 115,8%
Corporate Center 2.656,5 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 75,1% 75,1%
Summe 7.138,0 144,7 115,7 34,1 2,0% 2,9% 80,0% 103,5%
davon Credit Risk Bearing 4.633,0 144,7 115,7 34,1 3,1% 3,7% 80,0% 103,5%

(33) Bewertung der Immobiliensicherheiten und sonstigen Sicherheiten

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklungen der intern akzeptierten Sicherheiten (Internal Collateral Values, ICV):

in EUR Mio.
Sicherheitenverteilung 30.06.2025 31.12.2024
Exposure 7.108,1 7.138,0
Interner Sicherheitenwert (ICV) 587,5 644,1
davon betrieblich genutzte Sicherheiten (CRE) 197,9 211,6
davon privat genutzte Sicherheiten (RRE) 264,7 285,6
davon finanzielle Sicherheiten 13,0 16,4
davon Garantien 87,5 102,5
davon Rest 24,4 28,0
Sicherheitenquote 8,3% 9,0%

Der überwiegende Teil der Sicherheiten bezieht sich auf Kreditforderungen (unwesentliche Sicherheiten betreffen andere Forderungsarten). Der Rückgang des Exposures hat dementsprechend zu einer Verringerung des internen Sicherheitenwerts geführt. Insbesondere der Wert der Wohnimmobilien, die als Sicherheiten für Hypothekendarlehen dienen, ist gesunken, was einen Rückgang des Hypothekendarlehensportfolios innerhalb des Nicht-Fokus-Segments widerspiegelt. Die Sicherheitendeckung von 8,3% zum 30. Juni 2025 reduziert sich im Vergleich zum Jahresende 2024 (9,0%).

(34) Marktrisiko

Marktrisiken Eine Zusammenfassung der Richtlinien der Gruppe in Bezug auf das Marktrisiko ist in der gleichnamigen Note (63) im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die geschätzten Werte der Marktrisiken, die Addiko für das interne Risikomanagement verwendet:

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Zinsrisiko (Bank- und Handelsbuch) 19,2 56,2
Credit Spread Risiko 7,7 18,1
Wechselkursrisiko 3,2 3,6
Aktienrisiko – Investments 6,5 4,0
Aktienrisiko – Client Default 0,1 0,1

Im ersten Halbjahr 2025 sind die Risikozahlen im Vergleich zum Jahresende 2024 zurückgegangen. Hauptursache dafür war eine größere Stabilität bei den relevanten exogenen Riskofaktoren - insbesondere gegen Ende des ersten Halbjahres 2025, als sich die geopolitischen Spannungen im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten des ersten Halbjahres 2025 leicht abschwächten, auch wenn das Konfliktniveau weiterhin hoch blieb. Infolgedessen gingen marktbezogene Risikoindikatoren wie die Value-at-Risk Kennzahlen gegenüber dem Jahresende 2024 zurück.

(35) Liquiditätsrisiko

Eine Zusammenfassung der Richtlinien der Gruppe in Bezug auf das Liquiditätsrisiko ist in der gleichnamigen Note (64) im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 enthalten.

Im ersten Halbjahr 2025 schwankte die Liquidity Coverage Ratio (LCR) zwischen ihrem Tiefststand von 377,0% im Januar und ihrem Höchststand von 433,4% im März und lag im Juni bei 402,7%. In diesem Zeitraum verzeichnete die Addiko Gruppe einen Liquiditätsüberschuss, der jegliche Kapitalmarktaktivitäten unnötig machte. Die Einlagen lagen über EUR 5,3 Mrd. Basierend auf den erwarteten Zu- und Abflüssen wird für den Rest des Jahres 2025 ein stabiles Liquiditätsniveau erwartet.

Die Konzentration des Liquiditätsrisikos steht im Einklang mit der Diversifizierung der Finanzierung auf der Grundlage der Hauptprodukte und der wichtigsten Währungen. Zu den wichtigsten Finanzierungsquellen zählen neben Eigenkapital Sicht- und Termineinlagen. Was die Währungen betrifft, so erfolgt die Finanzierung zu 78,9% in EUR, gefolgt von BAM mit 12,4%. Sowohl Produkte als auch Währungen werden über verschiedene Zeiträume und Zeitrahmen hinweg verfolgt. Darüber hinaus überwacht die Gruppe die Auswirkungen von Kunden mit hohem Geschäftsvolumen und vergleicht ihre Aktivitäten mit dem Gesamtvolumen der gesamten Finanzverbindlichkeiten.

Als Teil der Margining-Prozesse bei Derivatetransaktionen werden Sicherheitentauschgeschäfte in alle relevanten Liquiditätsrisikobewertungen einbezogen. Dementsprechend stellen sie die erforderlichen Daten dar, die sowohl in die regulatorische Berichterstattung als auch in die internen Managementbewertungen einfließen.

(36) Operationales Risiko

Innerhalb der Definition und des Ansatzes zur Risikomessung für operationelle Risiken gab es keine wesentlichen Änderungen gegenüber den Angaben im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024.

Die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Identifizierung, Messung, Verwaltung, Überwachung und Meldung operationeller Risiken für eine wirksame Überwachung der operationellen Risikobelastung wurden gemäß den definierten Standards fortgesetzt.

Die Überwachung der Verluste aus operationellen Risiken in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 zeigt Auswirkungen auf erwartete Rechtsstreitigkeiten bei in Schweizer Franken denominierten Krediten in Kroatien, Slowenien und Serbien. In Bezug auf die Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit den Schweizer Franken Fällen ist es erwähnenswert, dass Addiko bereits im Konzernabschluss 2023 die erforderlichen rechtlichen Rückstellungen auf der Grundlage der endgültigen Anzahl der erwarteten Fälle gebildet hat, da die Verjährungsfrist für nicht umgewandelte Fälle am 14. Juni 2023 abläuft. Aufgrund des Streiks bei den Gerichten im Jahr 2023 und des Rückstandes in den Jahren 2023 und 2024 bei den kroatischen Gerichten erhält die Gruppe jedoch weiterhin einzelne Gerichtsklagen, die bis zum Stichtag eingereicht werden, was es notwendig macht, diese erwarteten Fälle als operationelle Risikoereignisse zu erfassen.

(37) Nachhaltigkeitsrisiken (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) ESG-Risiken

ESG-Risiken umfassen potenzielle nachteilige Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung, die sich unmittelbar oder mittelbar auf die Ertragslage, Kreditqualität, Reputation oder rechtliche Position der Bank auswirken können. Addiko behandelt ESG-Risiken nicht als eigenständige Risikokategorie, sondern integriert sie als Risikotreiber innerhalb des bestehenden Risikomanagementrahmens – insbesondere im Hinblick auf Kredit- und operationelle Risiken.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf klima- und umweltbezogenen Risiken, die sowohl physischer als auch transitorischer Natur sein können. Bereits in den Vorjahren wurden klimabezogene Auswirkungen auf die Risikosituation des Kreditportfolios analysiert und berücksichtigt. Im Einklang mit regulatorischen Erwartungen wird dieser Analyseansatz kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei werden einerseits zusätzliche indirekte Klimarisiken systematisch identifiziert und in die bestehende Risikobeurteilung integriert. Andererseits befindet sich Addiko derzeit in einem vertiefendem Analyseprozess zu potentiellen Auswirkungen des Biodiversitätsverlust und des Rückgangs von Ökosystemleistungen. Diese Risiken können sich insbesondere über sektorale Konzentrationen, regionale Abhängigkeiten oder langfristige strukturelle Veränderungen materialisieren. Die laufenden Analysen zielen darauf ab, potenziell betroffene Sektoren frühzeitig zu identifizieren, Kreditengagements risikoorientiert zu steuern und Erkenntnisse in die Kreditvergabeprozesse sowie in das Limit- und Reputationsrisikomanagement einfließen zu lassen. Addiko verfolgt damit einen vorausschauenden Ansatz zur Stärkung der Resilienz gegenüber ESG-Risiken.

(38) Rechtsrisiko

38.1. Passive Rechtsverfahren

Die Gesamtanzahl passiver Rechtsverfahren verringerte sich im ersten Halbjahr 2025 auf 12.313 Fälle (JE24: 14.313 Verfahren). Das liegt vor allem an finalen Entscheidungen bezüglich der Kreditbearbeitungsgebühren in der Tochterbank in Serbien. Der Streitwert verringerte sich zum 30. Juni 2025 auf EUR 210,2 Mio., verglichen mit EUR 216,4 Mio. zum Jahresende 2024. Es besteht jedoch weiterhin das Risiko zukünftiger Anstiege sowohl bei der Anzahl der Verfahren als auch beim Streitwert, bedingt durch Änderungen in der Rechtsprechung, bindende Entscheidungen in Musterverfahren sowie neue gesetzliche Regelungen (z. B. Konvertierungsgesetze, Änderungen im Verbraucherkredit- und Verbraucherschutzrecht).

38.2. Historische einseitige Zinsanpassungsklauseln und Schweizer Franken Klauseln

Per 30. Juni 2025 sind 96% aller Gerichtsverfahren mit Gerichtsfällen im Retail-Bereich auf FX, einseitige Zinserhöhungen oder Zahlungsklagen zurückzuführen, in denen die Addiko Gruppe mit einem Streitwert von rund EUR 143 Mio. (JE24: rund EUR 124 Mio.) involviert ist. In den Jahren zwischen 2004 und 2008 haben zahlreiche Privatkunden in der CSEE-Region Fremdwährungskredite, insbesondere CHF-Kredite, abgeschlossen. Die diesbezüglichen Kreditverträge sind, wie schon in den letzten Jahren, vermehrt Gegenstand von Kundenbeschwerden und von Gerichtsprozessen, die insbesondere auch von Verbraucherschutzverbänden angestrengt wurden. Vorwiegend wird beanstandet, dass die Kunden bei Abschluss des Vertrages nicht hinreichend über dessen Tragweite informiert worden wären bzw. dass die in den Kreditverträgen verwendeten Fremdwährungs- und/oder Zinsanpassungsklauseln ungültig wären.

Serbien

In Serbien entschied das Höchstgericht im Jahr 2024 in zwei Entscheidungen zugunsten der Kläger in Serbien und annullierte die CHF-Klausel. Seitdem folgen die Gerichte einer niederen Instanz dieser Rechtsansicht.

Slowenien

In Slowenien kam es im Jahr 2023 zu einer wesentlichen Änderung, als der Oberste Gerichtshof rückwirkend strengere Informationspflichten für Kreditgeber gemäß dem lokalen Konsumentenschutzrecht festlegte. Wenn Gerichte feststellen, dass diese Informationspflichten nicht erfüllt wurden, kann der gesamte Kreditvertrag für nichtig erklärt werden. Infolgedessen verzeichnete die slowenische Tochtergesellschaft einen deutlichen Anstieg an CHF-bezogenen Fällen – insgesamt 356, darunter 125 neue Fälle im ersten Halbjahr 2025.

In einem CHF-bezogenen Fall mit einer anderen Bank entschied der slowenische Oberste Gerichtshof, dass die fünfjährige Verjährungsfrist beginnt, sobald der Kunde Kenntnis von den tatsächlichen Umständen seines behaupteten Schadens erlangt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Auslegung in zukünftigen Entscheidungen konsequent bestätigt wird.

Bosnien & Herzegowina

Im Fall "Luka" bestätigte der slowenische Oberste Gerichtshof die Gültigkeit von CHF-Kreditverträgen und stoppte damit neue Klagen. Beide bosnischen Tochtergesellschaften starteten ein freiwilliges CHF-zu-BAM-Konvertierungsprogramm, was zu einem deutlichen Rückgang rechtlicher Ansprüche führte. Bis zum 30. Juni 2025 wurden rund 95 % der CHF-Kredite konvertiert oder geschlossen. Nach dem Zurückziehen des Konvertierungsgesetzesvorschlags im Jahr 2022 folgten keine weiteren gesetzgeberischen Initiativen.

Kroatien

Mehrere wegweisende Urteile haben die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem CHF in Kroatien geprägt:

  • Mai 2015: Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Nichtigkeit einseitiger Klauseln zur Zinsanpassung in CHF-Kreditverträgen.
  • September 2019: Das Gericht bestätigte die Nichtigkeit von Währungsklauseln; Kreditnehmer müssen individuelle Klagen wegen Überzahlungen einreichen.
  • Mai 2022: Der EuGH entschied, dass ihm für CHF-Kredite vor dem EU-Beitritt die Zuständigkeit fehlt und überließ die Anwendung der Verbraucherschutzrichtlinie den nationalen Gerichten.
  • Dezember 2022: Eine unverbindliche Stellungnahme des Obersten Gerichtshofs schlug Verzugszinsen für konvertierte Kredite vor, wurde jedoch nicht in die Rechtsprechung übernommen.
  • Juni 2023: FX-bezogene Ansprüche, die nach dem 14. Juni 2023 eingereicht wurden, sind verjährt.
  • Oktober 2024: Im Fall Rev 259/2022 entschied der Oberste Gerichtshof, dass CHF-Kreditverträge trotz nichtiger Klauseln gültig bleiben.

Montenegro

Ein Gericht zweiter Instanz erklärte die CHF-Klausel in Addikos Kreditverträgen für ungültig, lehnte jedoch eine Entschädigung ab und verwies die Kläger auf die Konvertierung gemäß dem Gesetz von 2015. In getrennten Verfahren wurden den Kunden teilweise Prozesskosten zugesprochen – darunter ein Fall, der vom Verfassungsgericht trotz Rücknahme der Klage bestätigt wurde. Weitere finanzielle Auswirkungen werden nicht erwartet, da entsprechende Rückstellungen bereits in vorherigen Jahren berücksichtigt wurden.

Entwicklung des CHF-Engagements

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des CHF-Engagements innerhalb der Addiko Gruppe:

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Exposure davon CHF Exposure davon CHF
Addiko Bank Croatia 2.476,7 16,2 2.493,2 16,9
Addiko Bank Slovenia 1.721,0 23,2 1.648,2 24,9
Addiko Bank Serbia 1.028,9 5,1 1.068,8 4,8
Addiko Bank Sarajevo 700,5 3,2 728,4 2,8
Addiko Bank Banja Luka 613,1 4,2 620,5 6,8
Addiko Bank Montenegro 243,2 1,6 239,2 1,8
Addiko Holding 324,7 0,0 339,8 0,0
Summe 7.108,1 53,5 7.138,0 58,2

In der ersten Jahreshälfte 2025 reduzierte sich das CHF-Portfolio von EUR 58,2 Mio. per Jahresende 2024 auf EUR 53,5 Mio.

38.3. Aktivverfahren

Die Addiko Gruppe ist auch in eine Reihe von Aktivverfahren involviert (d. h. Verfahren, in denen die Addiko Gruppe als Klägerin auftritt). Das Bedeutendste ist ein im September 2017 beim ICSID in Washington D.C. eingereichtes Schiedsverfahren gegen die Republik Kroatien im Zusammenhang mit den Konvertierungsgesetzen, mit einem Streitwert von EUR 153 Mio. Die Gruppe macht Verstöße gegen die faire und gleichwertige Behandlung gemäß den anwendbaren bilateralen Investitionsschutzabkommen (BIT) geltend. Die Hauptverhandlung fand im März 2021 statt, derzeit warten die Parteien auf den endgültigen Schiedsspruch. Dieses Verfahren, welches von Addiko initiiert wurde, beinhaltet auch ein mögliches Verlustrisiko für den Fall, dass Addiko im Schiedsverfahren unterliegt. Diesbezüglich wird auf Note (39) Außerbilanzielle Verpflichtungen verwiesen.

Ergänzende Angaben gemäß IFRS

(39) Außerbilanzielle Verpflichtungen

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Erteilte Kreditzusagen 409,0 412,5
Erteilte Finanzgarantien 49,9 57,3
Sonstige erteilte Zusagen 358,7 363,3
Gesamt 817,7 833,1

Der Posten "sonstige erteilte Zusagen" enthält vor allem nicht-finanzielle Garantien, wie Leistungsgarantien oder Gewährleistungsgarantien und Garantierahmen.

Eventualverbindlichkeiten in Bezug auf Rechtsverfahren

Die Addiko Gruppe ist Gegenstand einer Reihe von Rechtsverfahren, die oft sehr komplex sind, viel Zeit in Anspruch nehmen und schwer vorherzusagen oder abzuschätzen sind. Zum 30. Juni 2025 beliefen sich die passiven Rechtsstreitigkeiten der Addiko Group (d. h. Verfahren, in denen die Addiko Group als Beklagte auftritt), bei denen ein Mittelabfluss als unwahrscheinlich eingeschätzt wurde und daher keine Rückstellungen gebildet wurden, auf Forderungen in Höhe von EUR 37,7 Mio. (JE24: EUR 25,0 Mio.) (ohne aufgelaufene Zinsen) aus insgesamt 1.377 Fällen (JE24: 1.425 Fälle). Der Ausgang solcher Verfahren lässt sich in der Regel erst in einem fortgeschrittenen Stadium beurteilen, wobei sich die Verfahren über mehrere Jahre erstrecken können. Addiko ist zuversichtlich, dass die Verteidigung erfolgreich sein wird. Falls Gerichte niederer Instanz unterschiedliche Ansätze verfolgen und gegen die Rechtsauffassung von Addiko entscheiden sollten, wird Addiko weitere rechtliche Schritte einleiten.

Von dem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 37,7 Mio. (ohne aufgelaufene Zinsen) beziehen sich 47% bzw. EUR 17,8 Mio. (JE24: 50%, EUR 12,4 Mio.) auf Schadenersatzansprüche, bei denen die Kläger vertraglichen oder außervertraglichen Schadenersatz fordern. Die restlichen strittigen Beträge beziehen sich auf bestimmte Standardvertragsklauseln in Bezug auf Retail-FX-Klauseln in CHF-Krediten der Addiko Gruppe, einseitige Zinssatzänderungen und Rückerstattungen von Kreditbearbeitungsgebühren oder auf Zahlungsaufforderungen von Unternehmen. Zwei der Forderungsverfahren mit einem Streitwert zwischen EUR 5 und 10 Mio. werden im Folgenden kurz skizziert:

  • Gegen eine Tochtergesellschaft der Addiko Gruppe ist eine Klage anhängig, die sich auf einen Fall bezieht, in dem der Kläger vertraglichen Schadenersatz fordert. Addiko hält die Ansprüche für unbegründet und ist zuversichtlich, dass ihr Rechtsstandpunkt erfolgreich sein wird.
  • In der anderen anhängigen Klage verlangt der Kläger Schadensersatz wegen angeblicher Unfähigkeit zur Eintragung von Aktien in das Unternehmensregister. Der Kläger hat jedoch bereits mehrere auf demselben Sachverhalt beruhende Prozesse gegen die Bank verloren. Addiko hält auch diese Ansprüche für unbegründet und ist zuversichtlich, dass ihr Rechtsstandpunkt erfolgreich sein wird.

In den oben genannten Zahlen ist auch die Klage einer Verbraucherschutzbehörde gegen die slowenische Tochtergesellschaft im Jahr 2022 enthalten, die eine Rückerstattung von Überzahlungen aufgrund von "Zero Floor"-Klauseln in Höhe von EUR 11,7 Mio. fordert. Die Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses wird seitens Addiko als unwahrscheinlich eingestuft.

Zusätzlich zu den oben genannten Verfahren ist die Addiko Group seit dem Jahr 2024 in eine Schadenersatzklage in Höhe von EUR 35 Mio. involviert. Der Kläger wirft der Bank einen unberechtigten Rückzug aus Restrukturierungsverhandlungen vor. Bereits im Jahr 2023 war der Kläger mit seinen Kreditverpflichtungen in Verzug geraten und hatte Mittel zweckwidrig verwendet, indem er diese an verbundene Unternehmen weiterleitete. Gegen den Alleingesellschafter wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Klage wird seitens Addiko als unbegründet eingestuft; die Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses wird als gering erachtet.

Hinsichtlich des unter Note (38.3) dargestellten Aktivverfahrens ("ICSID-Fall") besteht ein finanzielles Risiko in Höhe von EUR 11 Mio. für den Fall, dass Addiko im Schiedsverfahren unterliegt. Dieses Risiko bezieht sich primär auf Rechtsund Verfahrenskosten. Das Management ist zuversichtlich, dass das Verfahren zu Gunsten der Addiko ausgehen wird.

(40) Fair Value-Angaben

Der beizulegende Zeitwert ("Fair Value") ist der Preis, den man für den Verkauf eines Vermögenswertes erhalten oder für die Übertragung einer Schuld in einer geordneten Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag bezahlen würde, oder, in Ermangelung dessen, der vorteilhafteste Markt, zu dem die Gruppe zu diesem Zeitpunkt Zugang hat. Der beizulegende Zeitwert einer Verbindlichkeit spiegelt ihr Nichterfüllungsrisiko wider.

Wenn ein solcher verfügbar ist, bewertet die Gruppe den beizulegenden Zeitwert eines Instruments anhand des notierten Preises auf einem aktiven Markt für dieses Instrument. Ein Markt gilt als "aktiv", wenn Transaktionen für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit mit ausreichender Häufigkeit und in ausreichendem Umfang stattfinden, um laufend Preisinformationen zu liefern. Wenn es keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt gibt, verwendet die Gruppe Bewertungsmethoden, die die Verwendung relevanter beobachtbarer Inputs maximieren und die Verwendung nicht beobachtbarer Inputs minimieren. Die gewählte Bewertungsmethode berücksichtigt alle Faktoren, die Marktteilnehmer bei der Preisfindung für eine Transaktion berücksichtigen würden.

IFRS 13 legt die folgende Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts fest, die die Bedeutung der für die Bewertungen verwendeten Inputs widerspiegelt:

  • Level I - Auf aktiven Märkten notierte Preise: Der Fair Value von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird am besten durch notierte Preise für identische Finanzinstrumente ermittelt, wenn diese notierten Preise Marktwerte/Preise darstellen, die bei regelmäßig stattfindenden Transaktionen verwendet werden. Dies gilt vor allem für Eigenkapitalinstrumente, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, für Schuldtitel, die auf dem Interbankenmarkt gehandelt werden, und für notierte Derivate.
  • Level II - Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter: Wenn es für einzelne Finanzinstrumente keine notierten Preise gibt, müssen die Marktpreise vergleichbarer Finanzinstrumente oder anerkannte Bewertungsmodelle, die direkt oder indirekt beobachtbare Preise oder Parameter (Zinssätze, Renditekurven, implizite Volatilitäten und Kreditspreads) verwenden, herangezogen werden, um den Fair Value zu bestimmen. Dieses Level umfasst die Mehrheit der OTC-Derivate und nicht notierten Schuldtitel. Ein Finanzinstrument wird in Level II eingestuft, wenn alle wesentlichen Parameter für die Bewertung am Markt beobachtbar sind.
  • Level III - Bewertungsverfahren mittels nicht beobachtbarer Parameter: Diese Kategorie umfasst Finanzinstrumente, für die es keine beobachtbaren Marktkurse oder -preise gibt. Der beizulegende Zeitwert wird daher unter Verwendung von Bewertungsmodellen und nicht beobachtbarer Parameter (in der Regel intern abgeleitete Kreditspreads) bestimmt, die für das jeweilige Finanzinstrument angemessen sind. Diese Modelle verwenden Annahmen und Schätzungen des Managements, die von der Preistransparenz und der Komplexität des Finanzinstruments abhängen. Ein Finanzinstrument wird in Level III eingestuft, wenn eine oder mehrere signifikante Parameter nicht direkt am Markt beobachtbar sind.

Bewertungsmodelle werden regelmäßig überprüft, validiert und kalibriert. Alle Bewertungen erfolgen unabhängig von der Trading-Abteilung.

Der Ausweis der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt je nach Instrument wie folgt:

  • Eigenkapitalinstrumente: Eigenkapitalinstrumente werden unter Level I ausgewiesen, wenn sie auf einem aktiven Markt notieren. Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, werden sie unter Level III ausgewiesen. Zu den Bewertungsmodellen gehören das adjustierte Net Asset Value Verfahren, die vereinfachte Ertragswertmethode, das Dividenden-Diskontierungs-Modell und die Multiplikatoren-Methode für vergleichbare Unternehmen.
  • Derivate: Der beizulegende Zeitwert von Derivaten, die keine Optionen sind, wird durch Diskontierung der Cashflows mit den entsprechenden Ertragskurven bestimmt. Diese werden unter Level II ausgewiesen, wenn sie auf der Grundlage beobachtbarer Inputfaktoren bewertet werden. Wenn wesentliche Inputfaktoren, die nicht beobachtbare sind,

verwendet werden, werden diese Derivate unter Level III ausgewiesen. Der Fair Value von strukturierten Finanzprodukten wird je nach Art des eingebetteten Derivates mit Hilfe eines entsprechenden Bewertungsmodells berechnet, sie werden je nach den verwendeten Input-Faktoren unter Level II oder Level III ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten: Die Methode zur Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten hängt von der Liquidität auf dem jeweiligen Markt ab. Liquide Instrumente, die auf der Grundlage des vorhandenen Marktwertes bewertet werden, werden unter Level I ausgewiesen. Der Fair Value wird mit Hilfe von Bewertungstechniken bestimmt, wobei, falls kein aktiver Markt vorhanden ist, erwartete Cashflows mit den an die Risikoprämie angepassten Kurven diskontiert werden. Die Nähe zu der verwendeten Risikoprämienkurve bestimmt, ob diese Instrumente unter Level II oder Level III ausgewiesen werden. Die Instrumente werden unter Level III ausgewiesen, falls eine wesentliche, nicht beobachtbare Risikoprämie verwendet wird. Marktpreise, die entweder mit geringer Häufigkeit oder nur aus einer Quelle stammen, werden unter Level III gemeldet.

Verwendete Bewertungstechniken bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Level II und Level III Positionen

Die akzeptierten Bewertungsmodelle nach IFRS 13 sind der Marktansatz, der Kostenansatz und der Ertragswertansatz. Die Bewertungsmethode nach dem Marktansatz basiert auf identischen oder vergleichbaren Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Beim Ertragswertverfahren werden zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Zeitwert spiegelt die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich dieser künftigen Beträge wider. Er umfasst vor allem Barwertmodelle und auch Optionspreismodelle, die zur Bewertung von Finanzinstrumenten oder optionsbasierten Zahlungsströmen verwendet werden. Der Kostenansatz wird nicht verwendet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten mit kurzen Laufzeiten, bei denen der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt, wurde nicht gesondert ermittelt.

Bei den Positionen, die auf Basis von internen Modellen bewertet werden, werden folgende Bewertungstechniken angewendet:

  • Barwert der künftigen Zahlungsströme (DCF-Methode) Positionen in Level II und III, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, bei denen jedoch Zeitpunkt und Höhe der Zahlungsströme bekannt sind, werden zum Barwert der zukünftigen Zahlungsströme bewertet. Bei der Diskontierung wird eine Risikoprämie berücksichtigt. Bei Level II Instrumenten sind alle Inputfaktoren beobachtbar, wohingegen bei Level III einige Parameter nicht direkt beobachtbar sind.
  • Optionsbewertungsmodelle Die im Bestand vorhandenen Positionen im Level III beinhalten Zahlungsströme, deren Beträge an verschiedene Marktvariablen wie Swap-Sätze, Börsenindizes und Wechselkurse gekoppelt sind oder deren Zeitpunkt nicht bestimmbar ist. Für die Bewertung solcher Zahlungsströme werden anerkannte Zins- und Optionsbewertungsmodelle eingesetzt, die täglich mit Marktdaten (Swaption-Preise, Marktpreise, Wechselkurse) kalibriert werden.

Nicht beobachtbare Inputfaktoren bei Level III-Positionen

  • Volatilitäten und Korrelationen Volatilitäten sind wichtige Inputparameter für alle Optionsbewertungsmodelle. Die Volatilitäten werden mittels anerkannter Modelle aus Marktdaten abgeleitet.
  • Risikoprämien Kreditrisikoprämien sind ein Maß für das Ausfallrisikos eines Emittenten. Sie beinhalten Information über den erwarteten Verlust bei Ausfall des Emittenten und spiegeln somit die Verlustquote und Ausfallswahrscheinlichkeit wider. Bei einigen Emittenten sind Risikoprämien direkt auf dem Markt beobachtbar. Wenn keine Single-Name-CDS-Kurven für Emittenten vorhanden sind, müssen die Risikoprämien aufgrund der Ähnlichkeit mit anderen Emittenten oder aufgrund der Landes- und Sektorangehörigkeit des Emittenten geschätzt werden. Diese Vorgehensweise wird für die Ermittlung der Risikoprämie der Addiko Gruppe angewandt. Eine Erhöhung (Verringerung) der Kreditrisikoprämie würde den beizulegenden Zeitwert vermindern (erhöhen).
  • Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default) Die Verlustquote bei Ausfall ist erst direkt beobachtbar, wenn das Unternehmen ausfällt.
  • Ausfallwahrscheinlichkeiten Aus Risikoprämien und Verlustquoten bei Ausfall werden Ausfallwahrscheinlichkeiten geschätzt, die für etwaige Fair Value-Anpassungen verwendet werden.

Bewertungsanpassungen für das Kontrahentenausfallrisiko (Credit value adjustment, CVA) und für das eigene Ausfallsrisiko (Debt value adjustment, DVA)

Credit Value Adjustment (CVA) und Debt Value Adjustment (DVA) werden für alle OTC-Derivate gemeldet. Die Berechnung basiert auf einer Monte-Carlo-Simulation des zukünftigen Wiederbeschaffungswertes (Exposure), wobei die Auswirkungen von CSA-Vereinbarungen (Credit Support Annex, CSA) pfadweise berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich eine Verteilung der Wiederbeschaffungswerte für alle Fälligkeitstermine. Zur Ermittlung des CVA werden die absoluten Erwartungswerte aus den positiven Exposure-Pfaden mit den marginalen Ausfallwahrscheinlichkeiten der Gegenpartei multipliziert und diskontiert. Der DVA hingegen wird durch Multiplikation und Diskontierung der absoluten Erwartungswerte aus den negativen Forderungspfaden mit den bankeigenen marginalen Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt.

Für Kontrahenten, mit denen ein Besicherungsvertrag abgeschlossen wurde, muss der CVA und DVA auf Portfolioebene berechnet werden. In der Berechnung werden Vertragsparameter wie Mindesttransferbeträge, Schwellenwerte, Rundungen und Netting berücksichtigt. Bei der Allokation des Portfolio-CVA auf Einzelpositionen wird der relative CVA-Ansatz verwendet, hierbei wird der Portfolio-CVA proportional zu den Einzel-CVAs verteilt. Für unbesicherte Positionen wird der vollständige CVA-Ansatz angewendet. In diesem Ansatz wird der CVA auf Einzelpositionsebene berechnet. Bei der Ermittlung der Ausfallswahrscheinlichkeiten kommt ein Wasserfallprinzip zur Anwendung. Zuerst werden die Ausfallwahrscheinlichkeiten aus CDS-Kurven abgeleitet. Falls keine Single-Name-Kurven vorhanden sind, werden synthetische Kurven herangezogen, die sich aus landesspezifischen Kurven und einem internen Rating zusammensetzen.

OIS-Diskontierung

Die Addiko Gruppe bewertet Derivate unter Berücksichtigung von Base-Spread-Einflüssen, indem sie verschiedene Zinskurven zur Berechnung der Forward Rates und Diskontierungsfaktoren verwendet (Multi-Kurven-Framework). Gemäß den aktuellen Marktstandards und als Ergebnis der IBOR-Reform werden die neuen Benchmark-Indizes zur Diskontierung bei der Bewertung von besicherten OTC-Derivaten verwendet. In der Addiko Gruppe wird der beizulegende Zeitwert für alle Derivate, bei denen die jeweilige Sicherheit €STR als Zinssatz verwendet wird, €STR als Diskontierungssatz verwendet.

in EUR Mio.
30.06.2025 Level I
notierte
Marktpreise
Level II -
aus beobachtbaren
marktbasierten
Modellen
Level III -
aus nicht
beobachtbaren
marktbasierten
Modellen
Gesamt
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 5,5 6,2 0,0 11,6
Derivate 0,0 4,0 0,0 4,0
Schuldverschreibungen 5,5 2,2 0,0 7,7
Investitionswertpapiere erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet 0,0 1,1 0,3 1,4
Eigenkapitalinstrumente 0,0 0,0 0,3 0,3
Schuldverschreibungen 0,0 1,1 0,0 1,1
Investitionswertpapiere erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet 501,6 157,3 0,6 659,6
Eigenkapitalinstrumente 21,8 0,0 0,6 22,5
Schuldverschreibungen 479,8 157,3 0,0 637,1
Vermögenswerte gesamt 507,1 164,6 1,0 672,6
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 3,7 0,0 3,7
Derivate 0,0 3,7 0,0 3,7
Schulden gesamt 0,0 3,7 0,0 3,7

40.1. Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value bilanziert werden

in EUR Mio.
31.12.2024 Level I
notierte
Marktpreise
Level II -
aus beobachtbaren
marktbasierten
Modellen
Level III -
aus nicht
beobachtbaren
marktbasierten
Modellen
Gesamt
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 7,1 7,3 0,0 14,4
Derivate 0,0 5,0 0,0 5,0
Schuldverschreibungen 7,1 2,3 0,0 9,4
Investitionswertpapiere erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet 0,0 1,1 0,3 1,4
Eigenkapitalinstrumente 0,0 0,0 0,3 0,3
Schuldverschreibungen 0,0 1,1 0,0 1,1
Investitionswertpapiere erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet 502,4 183,7 0,6 686,8
Eigenkapitalinstrumente 21,5 0,0 0,6 22,1
Schuldverschreibungen 480,9 183,7 0,0 664,6
Vermögenswerte gesamt 509,5 192,2 0,9 702,6
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 4,4 0,0 4,4
Derivate 0,0 4,4 0,0 4,4
Schulden gesamt 0,0 4,4 0,0 4,4

40.1.1. TRANSFER ZWISCHEN LEVEL I UND LEVEL II

Die Gruppe nimmt Transfers zwischen den Levels der Fair Value-Hierarchie jeweils zum Ende der Berichtsperiode vor, wenn das Finanzinstrument die oben beschriebenen Kriterien für die Einstufung in das jeweilige Level nicht mehr erfüllt. Im aktuellen und im vorangegangenen Berichtszeitraum fand kein Transfer zwischen den Levels statt.

40.1.2. NICHT BEOBACHTBARE INPUTPARAMETER UND SENSITIVITÄTSANALYSE FÜR LEVEL III

Bei den Instrumenten dieser Stufe handelt es sich um einige illiquide, nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente mit einem Buchwert von EUR 1,0 Mio. (JE24: EUR 0,9 Mio.). Änderungen der für die Bewertung dieser Instrumente verwendeten Eingangsparameter haben keine wesentlichen Auswirkungen.

Die Entwicklung der Stufe III stellt sich wie folgt dar:

in EUR Mio.
2025 01.01. Bewertungs
gewinne/ve
rluste -
GuV
Bewertungs
gewinne/ve
rluste - OCI
Zugänge
(+)
Abgänge
(-)
Tilgung
(-)
Übertragung
zu/aus
anderen
Levels
30.06.
Investitionswertpapiere
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3
Eigenkapitalinstrumente 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3
Investitionswertpapiere
erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,6
Eigenkapitalinstrumente 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,6
Schuldverschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Vermögenswerte gesamt 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,0
in EUR Mio.
2024 01.01. Bewertungs
gewinne/ve
rluste -
GuV
Bewertungs
gewinne/ve
rluste - OCI
Zugänge
(+)
Abgänge
(-)
Tilgung
(-)
Übertragung
zu/aus
anderen
Levels
31.12.
Investitionswertpapiere
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3
Eigenkapitalinstrumente 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3
Investitionswertpapiere
erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet 2,7 0,0 –0,1 0,0 0,0 –2,0 0,0 0,6
Eigenkapitalinstrumente 0,7 0,0 –0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,6
Schuldverschreibungen 2,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –2,0 0,0 0,0
Vermögenswerte gesamt 3,1 0,0 –0,1 0,0 0,0 –2,0 0,0 0,9

Im laufenden und im vorangegangenen Berichtszeitraum fanden keine Übertragungen in/aus anderen Ebenen statt.

40.2. Fair Value von Finanzinstrumenten und Vermögenswerten, die nicht zum Fair Value bilanziert werden

in EUR Mio.
Buchwert Fair Value Differenz Level I Level II - Level III -
notierte aus aus nicht
30.06.2025 Marktpreise beobachtbaren beobachtbaren
marktbasierten marktbasierten
Modellen Modellen
Barreserve 1.058,8 1.058,8 0,0 0,0 0,0 0,0
Finanzielle Vermögenswerte zu
fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 4.539,2 4.707,1 168,0 577,8 255,9 3.873,4
Schuldverschreibungen 840,1 865,3 25,1 572,8 255,9 36,6
Kredite und Forderungen 3.699,0 3.841,9 142,9 5,0 0,0 3.836,9
Langfristige Vermögenswerte die zur
Veräußerung gehalten werden 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Vermögenswerte gesamt 5.598,0 5.766,0 168,0 577,8 255,9 3.873,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 5.388,3 5.386,5 1,7 0,0 5.321,7 64,9
Einlagen 5.323,4 5.321,7 1,7 0,0 5.321,7 0,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 64,9 64,9 0,0 0,0 0,0 64,9
Schulden gesamt 5.388,3 5.386,5 1,7 0,0 5.321,7 64,9

1) Barreserven wurden keinem Level zugeordnet, da deren Buchwert aufgrund ihrer Kurzfristigkeit zu jeder Zeit annähernd dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

in EUR Mio.
Buchwert Fair Value Differenz Level I Level II - Level III -
notierte aus aus nicht
31.12.2024 Marktpreise beobachtbaren beobachtbaren
marktbasierten marktbasierten
Modellen Modellen
Barreserve 1.251,4 1.251,4 0,0 0,0 0,0 0,0
Finanzielle Vermögenswerte zu
fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 4.327,2 4.495,0 167,8 567,1 234,3 3.693,6
Schuldverschreibungen 776,5 804,8 28,3 567,1 234,3 3,4
Kredite und Forderungen 3.550,6 3.690,2 139,5 0,0 0,0 3.690,2
Langfristige Vermögenswerte die zur
Veräußerung gehalten werden 0,2 0,2 0,0 0,0 0,0 0,2
Vermögenswerte gesamt 5.578,6 5.746,4 167,8 567,1 234,3 3.693,6
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 5.421,7 5.416,2 5,5 0,0 5.361,8 54,4
Einlagen 5.367,3 5.361,8 5,5 0,0 0,0 0,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 54,4 54,4 0,0 0,0 5.361,8 54,4
Schulden gesamt 5.421,7 5.416,2 5,5 0,0 5.361,8 54,4

1) Barreserven wurden keinem Level zugeordnet, da deren Buchwert aufgrund ihrer Kurzfristigkeit zu jeder Zeit annähernd dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden nicht auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts verwaltet, und ihr beizulegender Zeitwert wird nur zu Offenlegungszwecken berechnet und hat keine Auswirkungen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Der beizulegende Zeitwert von Forderungen und Verbindlichkeiten wird anhand des Barwerts der künftigen Zahlungsströme ermittelt. Die Höhe der Risikoprämien für Forderungen hängt vom internen oder externen Rating des Kreditnehmers ab, wobei das Länderrisiko berücksichtigt wird. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts von Schuldverschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten basiert auf notierten Preisen oder anderen beobachtbaren Inputs auf den Märkten. Bei Verbindlichkeiten wird die eigene Kreditspanne im Abzinsungsfaktor berücksichtigt. Aufgrund der Tatsache, dass keine Schuldtitel der Addiko Gruppe auf dem Markt platziert werden, basiert die Berechnung der Kreditspread-Kurven für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten auf notierten Credit-Default-Swap-Kurven oder Kreditspreads von vorrangigen unbesicherten Anleihen in einer gewichteten Vergleichsgruppe, die aus in der CSEE tätigen Bankengruppen besteht, deren Märkte und geschätzte Kreditwürdigkeit der der Addiko Gruppe so ähnlich wie möglich sind. Für die gedeckten Verbindlichkeiten wurde eine gewichtete Credit-Spread-Kurve von verfügbaren Benchmark-gedeckten Anleihen aus der Peer-Group verwendet. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten besteht eine große Bandbreite für die zu ermittelnden Fair Vaules.

Die Gruppe schätzt, dass der Buchwert des Barmittelbestand aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten annähernd dem beizulegenden Zeitwert dieser Instrumente entspricht.

40.3. Fair value von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Der beizulegende Zeitwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird anhand von marktbasierten Schätzungen ermittelt, die im Allgemeinen von Sachverständigen berechnet werden. Liegt keine marktbasierte Schätzung vor, wird der beizulegende Zeitwert anhand einer Discounted-Cashflow-Methode ermittelt.

Zum 30. Juni 2025 beträgt der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien EUR 1,5 Mio. (JE24: EUR 1,9 Mio.), während der beizulegende Zeitwert EUR 1,5 Mio. (JE24: EUR 2,6 Mio.) beträgt. Alle als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind in Stufe III eingestuft (JE24: Stufe III).

(41) Derivative Finanzinstrumente

41.1. Derivate, die zu Handelszwecken gehalten werden

Zum Berichtszeitpunkt bestanden die folgenden Derivate:

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Nominal Marktwerte Nominal Marktwerte
beträge Positive
Negative
beträge Positive Negative
a) Zinssatz
OTC-Produkte: 50,5 0,8 0,6 56,5 1,2 0,8
Nicht börsengehandelte Optionen 12,0 0,2 0,2 13,3 0,3 0,3
Sonstige nicht börsengehandelte
Instrumente 38,4 0,6 0,4 43,2 0,9 0,5
b) Fremdwährungen und Gold
OTC-Produkte: 196,1 3,2 3,1 233,0 3,8 3,6
Sonstige nicht börsengehandelte
Instrumente 196,1 3,2 3,1 233,0 3,8 3,6

(42) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Gemäß IAS 24 ist eine nahestehende Person oder ein nahestehendes Unternehmen eine Person oder ein Unternehmen, die bzw. das die Kontrolle oder gemeinsame Kontrolle ausübt, einen maßgeblichen Einfluss ausübt oder zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen gehört.

Die Aktien der Addiko Bank AG sind börsennotiert und zum Bilanzstichtag hält kein einzelner Investor einen direkten Anteil von mehr als 9,99% an der Addiko Bank AG. Optionen zum Erwerb von Aktien an Addiko werden im Allgemeinen nicht berücksichtigt, da die Inhaber von Optionen ohne Genehmigung der zuständigen Behörde keine direkten Stimmrechte haben. Auf der Grundlage der an die Addiko Bank AG übermittelten Beteiligungsmeldung nach BörseG hält ein Aktionär, die Alta Group d.o.o., Aktien in Höhe von 9,63% und hat vier Aktienkaufverträge zum Erwerb weiterer Aktien der Addiko Bank AG in Höhe von insgesamt 19,96% unterzeichnet. Gemäß einer am 3. Juli 2025 veröffentlichten Beteiligungsmeldung wurden diese Aktienkaufverträge vom ursprünglichen Ablaufdatum am 30. Juni 2025 bis zum 30. Juni 2026 verlängert und haben ein Ablaufdatum am 30. Juni 2026. Solange Addiko keine Informationen erhält, die zu einer gegenteiligen Einschätzung führen würden, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Aktionär nicht die Eigenschaften einer nahestehenden Person aufweist.

Transaktionen zwischen der Addiko Bank AG und den vollkonsolidierten Unternehmen werden im Anhang des Konzernabschlusses nicht offengelegt, da sie im Zuge der Konsolidierung eliminiert werden. Kein Unternehmen der Gruppe hält Beteiligungen >20%.

Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens sind die Vorstände und Aufsichtsräte der Addiko Bank AG. Die Definition von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen umfasst auch nahe Familienangehörige in Form des Ehegatten oder Lebenspartners dieser Person sowie deren Kinder. Hinsichtlich der im ersten Halbjahr 2025 geänderten Beurteilung der Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt (1) Änderungen in der Darstellung des Jahresabschlusses. Transaktionen mit nahestehenden Personen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen aus dem Bankgeschäft stellen sich zum jeweiligen Stichtag wie folgt dar:

in TEUR
Personen in Schlüsselpositionen 30.06.2025 31.12.20241)
Finanzielle Vermögenswerte (Darlehen und Kredite) 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten (Einlagen) 745,9 251,1

1) Die Vergleichszahlen wurden angepasst. Siehe Note (1) Änderungen in der Darstellung des Abschlusses für weitere Details.

(43) Eigenmittel und Kapitalanforderungen

43.1. Regulatorische Kapitalanforderungen

Die EZB ist die zuständige Behörde für die direkte Beaufsichtigung der Addiko Gruppe, der Muttergesellschaft und der beiden in Slowenien und Kroatien tätigen Tochtergesellschaften. Die Einzelinstitute in den anderen Ländern werden direkt von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden beaufsichtigt.

Die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalquoten der Addiko Gruppe einschließlich der aufsichtsrechtlichen Puffer und der im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP) festgelegten Kapitalanforderungen, sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

30.06.2025 31.12.2024
CET1 T1 TCR CET1 T1 TCR
Säule 1 Anforderung 4,50% 6,00% 8,00% 4,50% 6,00% 8,00%
Säule 2 Anforderung 1,83% 2,44% 3,25% 1,83% 2,44% 3,25%
Gesamtkapitalanforderung aus dem SREP (Total SREP 6,33% 8,44% 11,25% 6,33% 8,44% 11,25%
Capital Requirement - TSCR)
Kapitalerhaltungspuffer (CCB) 2,50% 2,50% 2,50% 2,50% 2,50% 2,50%
Antizyklischer-Kapitalpuffer (CCyB) 0,78% 0,78% 0,78% 0,64% 0,64% 0,64%
Systemrisikopuffer (SyRB) 0,50% 0,50% 0,50% 0,50% 0,50% 0,50%
Kombinierte Kapitalpufferanforderung (CBR) 3,78% 3,78% 3,78% 3,64% 3,64% 3,64%
Gesamtkapitalanforderung (OCR) 10,10% 12,21% 15,03% 9,96% 12,07% 14,89%
Säule 2 Empfehlung (Pillar II guidance - P2G) 3,00% 3,00% 3,00% 3,00% 3,00% 3,00%
OCR + P2G 13,10% 15,21% 18,03% 12,96% 15,07% 17,89%

Gemäß dem SREP-Beschluss von 2024 gilt vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 eine Säule-2-Anforderung (P2R) von 3,25%.

Per 30. Juni 2025 beinhaltet die kombinierte Kapitalpufferanforderung (CBR) einen antizyklischen Kapitalpuffer (CCyB) von 0,78%, gegenüber 0,64% am Ende des Vorjahres. Dieser Anstieg ist teilweise auf die vorgeschriebene Erhöhung des CCyB für Slowenien von 0,50% auf 1,00% zurückzuführen. Darüber hinaus unterliegt Addiko ab 2024 unverändert einem Systemrisikopuffer (SyRB) von 0,50%.

Im SREP-Beschluss 2024, der im Dezember 2024 veröffentlicht wurde, wurde auch die Säule-2-Empfehlung (P2G) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 auf 3,00% festgelegt, unverändert gegenüber 2024.

Auf Basis des von der EZB erhaltenen vorläufigen SREP Ergebnisses für 2026, wird eine leichte Erhöhung des P2R von 3,25% auf 3,50% erwartet. Betreffend der P2G, welche derzeit bei 3,00% liegt, werden keine Änderungen erwartet.

43.2. Konsolidierte Eigenmittel

Auf Konzernebene erfolgt die aufsichtsrechtliche Berichterstattung durch die Addiko Bank AG als EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft der Gruppe von Kreditinstituten.

Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der Gruppe besteht ausschließlich aus dem harten Kernkapital (Common Equity Tier 1), welches das Stammkapital, die Gewinnrücklagen, die sonstigen Rücklagen und das kumulierte sonstige Ergebnis umfasst. Dieses wird angepasst um Dividenden, die nach dem Ende des Berichtszeitraums vorgeschlagen wurden, sowie um immaterielle Vermögenswerte und andere aufsichtsrechtliche Anpassungen in Bezug auf Posten, die im Eigenkapital enthalten sind, aber für die Zwecke der Kapitaladäquanz anders behandelt werden.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Aufgliederung der Eigenmittel der Gruppe gemäß CRR unter Verwendung von IFRS-Zahlen.

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Hartes Kernkapital (CET1: Common Equity Tier 1): Kapitalinstrumente und Reserven
Kapitalinstrumente und das mit ihnen verbundene Agio 195,0 195,0
Einbehaltene Gewinne 347,3 302,4
Kumuliertes sonstiges Ergebnis (und sonstige Rücklagen) 309,5 299,6
Von unabhängiger Seite geprüfte (Zwischen-) Gewinne, abzüglich aller vorhersehbarer
Abgaben oder Dividenden 0,0 45,4
hievon: anrechenbarer Zwischengewinn des laufenden Geschäftsjahres 0,0 45,4
hievon: vorhersehbare Abgaben oder Dividenden 0,0 0,0
CET1 Kapital vor regulatorischen Anpassungen 851,8 842,4
CET1 Kapital: Regulatorische Anpassungen
Zusätzliche Bewertungsanpassungen –0,7 –0,7
Immaterielle Vermögenswerte (verringert um entspr. Steuerschulden) –14,8 –17,6
Von den künftigen Gewinnen abhängige latente Steueransprüche, ausgenommen derjenigen,
die aus temporären Differenzen resultieren (verringert um entspr. Steuerschulden,
wenn die Bedingungen von Artikel 38 (3) erfüllt sind) –10,8 –12,1
Direkte, indirekte und synthetische Positionen eines Instituts an eigenen CET1-Instrumenten
(negativer Betrag) –2,1 –2,1
Sonstige regulatorische Anpassungen (inkl. IFRS 9 Übergangsbestimmungen) –0,9 –0,9
Regulatorische Anpassungen des harten Kernkapitals insgesamt –29,3 –33,4
Hartes Kernkapital (CET1) 822,5 809,0
Ergänzungskapital (T2): Instrumente und Rückstellungen
Ergänzungskapital (T2) 0,0 0,0
Gesamtkapital (TC = T1 + T2) 822,5 809,0
Gesamte risikogewichtete Aktiva 3.865,1 3.671,2
Kapitalquoten und -anforderungen einschließlich Puffer
Harte Kernkapitalquote 21,3% 22,0%
Gesamtkapitalquote 21,3% 22,0%

Die während des Berichtszeitraums geltenden Kapitalanforderungen, einschließlich eines ausreichenden Puffers, wurden auf konsolidierter Basis sowie in ihren individuell beaufsichtigten Unternehmen jederzeit erfüllt.

Das Gesamtkapital erhöhte sich während des Berichtszeitraums um EUR 13,5 Mio., was auf die folgenden Komponenten zurückzuführen ist:

  • Die positive OCI-Entwicklung in Höhe von EUR 9,4 Mio. resultiert aus den zu FVTOCI bewerteten Schuldinstrumenten in Höhe von EUR 9,4 Mio. Der Anstieg aus Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von EUR 0,3 Mio. wurde weitgehend durch die Veränderung der Fremdwährungsrücklagen kompensiert.
  • Der Rückgang der sonstigen aufsichtsrechtlichen Abzugspositionen in Höhe von EUR 4,1 Mio. resultiert aus der Höhe der vom Kapital abzuziehenden immateriellen Vermögenswerte (Erhöhung des Gesamtkapitals um EUR 2,8 Mio.) und den aktiven latenten Steuern auf bestehende steuerliche Verluste (Erhöhung des Gesamtkapitals um EUR 1,3 Mio.). Die aufsichtsrechtlichen Wertberichtigungen im Zusammenhang mit zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten/Verbindlichkeiten und der Abzugsposten aus notleidenden Krediten im Rahmen des SREP-Prozesses blieben im Berichtszeitraum stabil.

Im CET1 ist der geprüfte Gewinn nach Steuern aus dem Jahr 2024 in Höhe von EUR 45,4 Mio. enthalten. Gemäß der im Dezember 2024 kommunizierten Empfehlung der EZB hat die Addiko Bank AG für das Geschäftsjahr 2024 keine Dividende ausgeschüttet.

Bezugnehmend auf Artikel 26 CRR wurde der Zwischengewinn des Berichtszeitraums (EUR 24,0 Mio.) nicht in die Berechnung der regulatorischen Eigenmittel einbezogen.

43.3. Risikostruktur

Die Addiko Gruppe verwendet den Standardansatz für die Berechnung des Kreditrisikos, den neuen Standardansatz für das operationelle Risiko und den reduzierten Basisansatz für das Gegenparteiausfallrisiko, die alle auf (EU) 575/2013, geändert durch (EU) 2024/1623 (CRR3), basieren. Für die Berechnung des Marktrisikos wird weiterhin der Standardansatz auf der Grundlage von (EU) 575/2013, geändert durch (EU) 2019/876 (CRR2), verwendet, da die Europäische Kommission die Anwendung der Basel-III-Standards für den Fundamental Review of the Trading Book (FRTB) auf der Grundlage von (EU) 2024/2795 verschoben hat. Die angewandten Ansätze erklären zum Teil die relativ hohe Risikodichte (gemessen am Verhältnis von RWA zu Aktiva) von 60,5% (JE24: 57,3%). Die Konzentration der Bank auf unbesicherte Konsumentenkredite und das SME-Geschäft ist eine weitere wichtige Quelle für die ausgewiesene Risikodichte.

Die risikogewichteten Aktiva (RWA) erhöhten sich im Berichtszeitraum um EUR 193,9 Mio.:

  • Die RWA für das Kreditrisiko stiegen um EUR 222,4 Mio. Die größten RWA-Treiber waren im Segment Corporate Center (EUR 123,0 Mio.), hauptsächlich verursacht durch erhöhte Risikogewichte für nachrangige Forderungen (EUR 60 Mio.) und Staatsanleihen in EU-Mitgliedsstaaten, die auf die Währung eines anderen EU-Mitgliedsstaates lauten gemäß Artikel 500a (EU) 2024/1623 (CRR3) (EUR 38 Mio.). Kreditneugeschäfte in den Fokussegmenten Consumer und SME führten zu höheren RWA-Werten (EUR 108,6 Mio.). Im Nicht-Fokus-Segment Large Corporate & Public Finance führten höhere Risikogewichte zu einem RWA-Anstieg (EUR 21,9 Mio.), während das Segment Mortgages einen Rückgang verzeichnete (EUR 31,1 Mio.), das sowohl auf geringere Engagements als auch auf die Anwendung neuer Methoden (loan-splitting/whole-loan approach) zur Berechnung der risikogewichteten Aktiva für Immobilien zurückzuführen ist. Der durch Basel IV bedingte Anstieg der risikogewichteten Aktiva belief sich insgesamt auf EUR 183 Mio. Dies war hauptsächlich auf die beiden zuvor genannten Effekte im Segment Corporate Center (EUR 98 Mio.), die Anwendung eines Faktors von 1,5 für Engagements mit Währungsinkongruenzen (Anstieg der risikogewichteten Aktiva um EUR 43 Mio. in den Segmenten Consumer und SME sowie Mortgages) und die Anpassung des Kreditumrechnungsfaktors (CCF) von 20% auf 40% zurückzuführen (Anstieg um EUR 28 Mio. in verschiedenen Segmenten). Diese Anstiege wurden teilweise durch die Anwendung neuer Ansätze im Segment Mortgages ausgeglichen, was zu einem Rückgang der risikogewichteten Aktiva um EUR 13 Mio. führte.
  • Die RWA für das Gegenparteiausfallrisiko (CVA) erhöhten sich im Berichtszeitraum leicht um EUR 0,8 Mio.
  • Die RWA für das Marktrisiko stiegen um EUR 51,8 Mio., hauptsächlich aufgrund höherer offener Positionen in BAM (RWA-Anstieg um EUR 68,0 Mio.), vor allem aufgrund der Umsetzung der EBA QA 2024/7276 und Artikel 325b (4) der Verordnung (EU) 2024/1623 (CRR3), die die Berechnung der Eigenmittelanforderungen auf Einzelinstitutsebene vorschreibt, ohne konzerninterne Transaktionen zu eliminieren. Diese hohe Auswirkung wurde teilweise durch niedrigere offene Positionen in USD (EUR 6,2 Mio.), RSD (EUR 6,1 Mio.), CHF (EUR 3,3 Mio.) und Sonstige (EUR 0,6 Mio.) kompensiert. Angesichts der geänderten Interpretation einer EBA-Guideline (in Form einer neuen EBA Q&A), plant Addiko, bei der EZB einen Antrag auf einen Waiver für den BAM zu stellen, wodurch sich die risikogewichteten Aktiva voraussichtlich um rund EUR 62,9 Mio. verringern werden.
  • Die RWA für das operationelle Risiko sanken um EUR 81,2 Mio. Die RWA für das operationelle Risiko für Basel IV basieren auf dem neuen Standardansatz und dem Mapping im Konsultationspapier EBA/CP/2025/05, berechnet auf dem Dreijahresdurchschnitt der Business Indicator Component (BIC). Ein Grund für diese Entwicklung war der niedrigere Koeffizient, der mit dem BIC zu multiplizieren ist (12,0% für BIC unter EUR 1 Mrd.) als der durchschnittliche Koeffizient über die Geschäftsbereiche in Basel III (13,2%).
in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Kreditrisiko gemäß Standardansatz 3.255,9 3.033,5
Gegenparteiausfallsrisiko 2,8 2,0
Marktrisiko 207,7 155,8
Operationelles Risiko 398,7 479,9
Gesamte risikogewichtete Aktiva 3.865,1 3.671,2

Verschuldungsquote

Die gemäß Artikel 429 CRR berechnete Leverage Ratio der Addiko Gruppe blieb zum 30. Juni 2025 stabil bei 12,2% (JE24: 12,2%), wobei der Anstieg des Kernkapitals durch einen entsprechenden Anstieg des Gesamtrisikos ausgeglichen wurde.

in EUR Mio.
30.06.2025 31.12.2024
Kernkapital 822,5 809,0
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote 6.726,2 6.653,6
Verschuldungsquote % 12,2% 12.2%

43.4. MREL-Anforderungen

Die Richtlinie über die Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten (BRRD) sieht vor, dass Institute mit Sitz in der Europäischen Union (EU) eine Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL) erfüllen müssen, um eine wirksame und glaubwürdige Anwendung des Bail-in-Instruments zu gewährleisten. Die MREL-Ziele werden für jedes Institut bzw. jede Bankengruppe von der zuständigen Abwicklungsbehörde, im Falle der Addiko Gruppe dem SRB (Single Resolution Board), im Einzelfall festgelegt.

Auf der Grundlage des Abwicklungsplans, den der SRB am 25. Mai 2023 erhalten hat, besteht die Addiko Gruppe aus zwei Abwicklungseinheiten, der Addiko Bank d.d. (Kroatien) und der Addiko Bank d.d. (Slowenien), da beide Einheiten nach Einschätzung der Abwicklungsbehörde kritische Funktionen für den lokalen Markt erfüllen. Die Addiko Bank AG wurde als Abwicklungsunternehmen qualifiziert. Der SRB kam zu dem Schluss, dass die Strategie des "Multiple Point of Entry" (MPE) für die Addiko Gruppe geeignet ist.

Am 31. März 2025 legte der SRB in seinem Beschluss mit sofortiger Wirkung die folgenden Mindestanforderungen für Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten auf individueller Basis fest:

  • Addiko Bank d.d. (Kroatien) 21,4% der TREA und 5,2% der LRE.
  • Die Addiko Bank d.d. (Slowenien) 11,3% der TREA und 3,0% der LRE. Die Bank muss einen linearen Aufbau von Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten in Hinblick auf die zum 30. Juni 2025 geltenden MREL-Anforderung von 20,9% der TREA und 5,2% der LRE auf individueller Basis sicherstellen.
  • Die Addiko AG hat keine Mindestanforderungen für MREL.

Während des Berichtszeitraums lag die MREL-Quote aller Einheiten stets über den jeweiligen Anforderungen.

(44) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 12. August 2025 Addiko Bank AG

DER VORSTAND

Herbert Juranek e.h. Vorsitzender des Vorstands

Edgar Flaggl e.h. Tadej Krašovec e.h. Ganesh Krishnamoorthi e.h. Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Impressum

Herausgeber des Finanzberichts und für den Inhalt verantwortlich: Addiko Bank AG Canettistraße 5 / 12. OG 1100 Wien Tel. +43 (0) 50 232-0 Fax +43 (0) 50 232-3000 www.addiko.com

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