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AdCapital AG Audit Report / Information 2011

Jul 2, 2012

4561_10-k_2012-07-02_e9c5e555-263c-45ea-a8ad-77a2f60c18d9.pdf

Audit Report / Information

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Konzern-Bilanz der AdCapital AG, Tuttlingen, zum 31. Dezember 2011

Alle Angaben in T€

AKTIVA Anhang 31. Dez. 2011 31. Dez. 2010
Anlagevermögen (4.1)
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
3.300
28.424
4.727
3.786
30.701
5.118
36.451 39.605
Umlaufvermögen
Vorräte
Forderungen und Sonstige
(4.2) 28.244 25.632
Vermögensgegenstände (4.3) 22.673 19.227
Wertpapiere (4.4) 79.635 93.380
Zahlungsmittel (4.5) 28.762 30.385
159.314 168.624
Rechnungsabgrenzungsposten (4.6) 349 764
Aktive latente Steuern (4.14) 57 0
196.171 208.993
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (4.7) 45.000 45.000
Kapitalrücklage
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
Ausgleichsposten aus
(4.8) 86.200
33.603
86.200
46.569
Fremdwährungsumrechnung (4.9) 154 301
Anteile anderer Gesellschafter (4.10) 1.842 1.177
166.799 179.247
Fremdkapital
Rückstellungen (4.11) 12.998 14.500
Verbindlichkeiten (4.12) 16.288 15.120
29.286 29.620
Rechnungsabgrenzungsposten (4.13) 86 19
Passive latente Steuern (4.14) 0 107
196.171 208.993

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG,

Tuttlingen, für das Geschäftsjahr 2011

Alle Angaben in T€

Anhang 2011 2010 2010
Umsatzerlöse (vor 5.1.)
(5.1)
138.898 ohne DPS *.)
124.657
135.600
Bestandsveränderungen 1.638 504 791
Andere aktivierte Eigenleistungen 21 37 37
Sonstige betriebliche Erträge (5.2) 6.446 7.458 22.605
Materialaufwand (5.3) -73.285 -61.453 -61.652
Personalaufwand (5.4) -37.961 -37.658 -43.127
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens
gegenstände und Sachanlagen
(5.5) -5.071 -6.128 -6.931
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.6) -23.377 -23.607 -25.585
Betriebsergebnis 7.309 3.810 21.738
Finanzergebnis (5.7) -4.301 9.425 9.370
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.008 13.235 31.108
Außerordentliches Ergebnis (5.8) 0 -510 -510
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.9) -1.571 -3.156 -4.322
Sonstige Steuern -210 -65 -65
Konzern-Jahresüberschuss 1.227 9.504 26.211
Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -553 -467 -1.456
Konzernergebnis 674 9.037 24.755

*.) DPS Engineering GmbH wurde im November 2010 verkauft

Alle Angaben in T€

Position 1-12/2011 1-12/2010
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden
Gesellschaftern)
1.227 26.211
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.095 6.918
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -1.312 680
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 8.940 -4.326
+/- Aufwendungen / Erträge Latente Steuern -164 65
+/- Gewinn / Verlust aus Entkonsolidierungen 0 -14.828
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -226 -32
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind -8.757 -6.593
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-9 248
= Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 4.794 8.343
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.857 579
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.448 -3.855
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -528 -328
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 140 148
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -146
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen
Geschäftseinheiten
0 17.267
+/- Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen
Finanzdisposition 7.965 -3.348
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 5.986 10.317
+ Ein-/Auszahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen etc.) 0 106
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und an nicht beherrschende Gesellschafter
(Dividenden) -13.629 -6.995
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 1.554 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden -310 -890
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -12.385 -7.779
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.605 10.881
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -18 -62
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 30.385 19.566
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 28.762 30.385
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2011 31.12.2010
Geldmarktnahe Wertpapiere 0 0
Zahlungsmittel *) 28.762 30.385
28.762 30.385

In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Guthaben gegenüber Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

Nicht beherrschende
Mutterunternehmen
Gesellschafter
Gezeichnetes
Kapital
Ausgleichs Konzern
eigen
Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn posten aus
Fremd
währungs
umrechnung
Eigenkapital Anteile anderer
Gesellschafter am
Eigenkapital
kapital
Stand am 01.01.2010 45.000 86.200 -29.575 57.029 215 158.869 903 159.772
Gezahlte Dividende
Änderung Konsolidierungskreis (DPS)
Erwerb von nicht-beherrschenden
-6.814
1.065
-6.814
1.065
-181
-1.065
-6.995
0
Anteilen
Übrige Veränderungen
10.804 145
-10.840
145
-36
-145
142
0
106
Endkonsolidierungsergebnis (DPS)
Sonstiges Jahresergebnis
neutrale Ergebnisveränderungen
14.828
9.927
86 14.828
9.927
86
1.456
67
14.828
11.383
153
Gesamtergebnis 24.755 86 24.841 1.523 26.364
Stand am 31.12.2010 45.000 86.200 -18.771 65.340 301 178.070 1.177 179.247
Stand am 01.01.2011 45.000 86.200 -18.771 65.340 301 178.070 1.177 179.247
Gezahlte Dividende
Übrige Veränderungen
5.600 -13.629
-5.600
-13.629
0
-13.629
0
Jahresergebnis
neutrale Ergebnisveränderungen
674
-11
-147 674
-158
553
112
1.227
-46
Gesamtergebnis 663 -147 516 665 1.181
Stand am 31.12.2011 45.000 86.200 -13.171 46.774 154 164.957 1.842 166.799

ADCAPITAL AG, Tuttlingen

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die AdCapital AG ist eine Beteiligungs- sowie Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Investitionsschwerpunkt in den Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive.

Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen und war bis zum 26. August 2010 bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Amtlichen Handel im Segment "General Standard" notiert. Seit dem 27. August 2010 wird die Aktie im Entry Standard geführt. Die AdCapital AG fällt seitdem nicht mehr unter die für kapitalmarktorientierte Unternehmen im Sinne von § 264 d HGB geltenden Vorschriften des HGB.

Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 78532 Tuttlingen, Daimlerstraße 14.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen für die Erstellung des Abschlusses

Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR. Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€).

Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31.12.2011 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die aktivierten Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist.

Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereiches sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aus Ungängigkeit oder langen Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Den Wertminderungen zweifelhafter bzw. uneinbringlicher Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit bzw. kurzer Restlaufzeiten verzichtet.

Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstandes, ausgehend von den Anschaffungskosten bzw. dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet.

Grundlage für die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sind die Anschaffungskosten einschließlich der Nebenkosten. Eine Abschreibung erfolgt auf Basis des niedrigeren beizulegenden Wertes (Börsen- oder Marktpreis) zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung der Verkaufsspesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1.1.2010 berücksichtigt. Für die Bewertung wurde die Projected Unit-Credit-Method mit den Richttafeln "2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnung der Rückstellungen werden zukünftige Lohn- sowie Gehaltssteigerungen von 2,5 % sowie ein Rententrend von 1,0 % zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung werden die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB von der deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssätze angewendet (aktuell: 5,14 %). Hierbei wird von einer durchschnittlichen Restlaufzeit der Pensionsansprüche von 15 Jahren ausgegangen.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden nach dem sogenannten temporary concept gebildet. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich auch auf (nutzbare) steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert, es sei denn, es besteht gemäß § 306 HGB eine Aktivierungspflicht.

2.3 Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Tuttlingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 neben der AdCapital AG insgesamt 22 Gesellschaften einzubeziehen.

Vier Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen bzw. ohne Geschäftsbetrieb werden unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei zwei assoziierten Gesellschaften wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode wegen Unwesentlichkeit verzichtet.

Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang gesondert enthalten.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB bei neu erworbenen Beteiligungen nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse im Sinne von § 304 HGB werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

3. Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen aus den Schuldenkonsolidierungen werden grundsätzlich erfolgswirksam behandelt und in die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen eingestellt.

4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften bzw. Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen.

Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt:

31. Dez. 2011
TEUR
31. Dez. 2010
TEUR
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Firmenwert
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung
675
0
2.625
566
62
3.158
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.300 3.786

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind folgende Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfasst:

31. Dez. 2011
TEUR
31. Dez.
2010
TEUR
FRAKO Kondensatoren-
und Anlagenbau GmbH
Erich-Jaeger Gruppe
2.137
488
2.376
782
Firmenwert
aus der Kapitalkonsolidierung
2.625 3.158

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Für den Geschäfts- oder Firmenwert der FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH wird aufgrund konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens, insbesondere fortbestehender Absatz- und Beschaffungsverträge sowie des langlebigen Produktportfolios eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrundegelegt.

Bei der Erich-Jaeger Gruppe wird für den Geschäfts- und Firmenwert ebenfalls eine 15-jährige Nutzungsdauer unterstellt. Neben konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmen sprechen hierfür vor allem patentgeschützte Produktentwicklungen sowie regional marktführende Positionen im Kernmarkt der Unternehmensgruppe.

31. Dez. 2011
TEUR
31. Dez. 2010
TEUR
Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
14.144 16.493
Technische Anlagen und Maschinen 10.143 9.979
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
3.416
721
3.400
829
Sachanlagen 28.424 30.701
31. Dez. 2011
TEUR
31. Dez.
2010
TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
331
6
392
6
Sonstige Ausleihungen
Andere Finanzanlagen
4.390
0
4.530
190

In den anderen Finanzanlagen war 2010 noch eine Rückdeckungsversicherung für Altersteilzeit enthalten, die ab 2011 mit der Verpflichtung gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert wird.

4.2 Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31. Dez. 2011
TEUR
31. Dez.
2010
TEUR
Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe
11.024 10.388
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.139 5.526
Fertige Erzeugnisse und Waren 11.946 9.586
Geleistete Anzahlungen 135 132
28.244 25.632

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
bis zu mehr als 1
Gesamt 1
Jahr
Jahr
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 17.674 17.674 0
(31. Dez. 2010) (14.005) (14.005) (0)
Forderungen gegen verbundene
Unternehmen 116 116 0
(31. Dez. 2010) (129) (129) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 4.883 3.825 1.058
(31. Dez. 2010) (5.093) (4.093) (1.000)
22.673 21.615 1.058
(19.227) (18.227) (1.000)

4.4 Wertpapiere

Die Wertpapiere setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31. Dez. 2011
TEUR
31. Dez. 2010
TEUR
Spezialfonds
Sonstige Wertpapiere
72.216
7.419
77.861
15.519
79.635 93.380

4.5 Zahlungsmittel

In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

4.6 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 349 enthält ein Disagio von TEUR 30 (Vorjahr: 40 TEUR) sowie sonstige Abgrenzungen.

4.7 Eigenkapital

Auf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt TEUR 45.000 (Vorjahr: TEUR 45.000). Es ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 3,21.

Im Umlauf befindliche Aktien

Es werden insgesamt 371.116 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von TEUR 1.171 von der AdCapital AG selber gehalten. Dies entspricht einem Anteil von 2,6 % am Grundkapital.

Insofern befinden sich noch 13.628.884 Aktien im Umlauf.

4.8 Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Die Anschaffungskosten bzw. Buchwerte der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 2.269 wurden mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital saldiert.

4.9 Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, China und Hongkong ergeben.

4.10 Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems (Shenzhen) Ltd., Jaeger Poway Ltd und die Opus GmbH.

4.11 Rückstellungen

31. Dez. 2011
TEUR
31. Dez. 2010
TEUR
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
2.634
1.523
8.841
2.597
2.521
9.382
12.998 14.500

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von (ehemaligen) Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften.

Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung.

Zeitwert Erfüllungs
betrag
GuV
TEUR TEUR TEUR
Aktivwert der Rückdeckungs
Versicherung
-1.265 -1.265
Pensionsrückstellung 3.899 3.899
Aufwendungen für
Altersversorgung
-79
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge aus Aktivwerten
70
Saldo aus Verrechnung 2.634 2.634 -9

Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 141 TEUR (Vorjahr: 141 TEUR).

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen aus laufenden Veranlagungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im wesentlichen für Restrukturierungsmaßnahmen, Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet. Die Verbindlichkeiten aus Wertguthaben für Lebensarbeitszeitkonten oder Altersteilzeitverpflichtungen von Konzernmitarbeitern wurden mit dem bestehenden Treuhandkonto bzw. der Rückdeckungsversicherung saldiert. Die Anschaffungskosten der

Vermögenswerte betragen TEUR 632 und die Zeitwerte TEUR 656. Die Erfüllungsbeträge aus den Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen betragen TEUR 804.

4.12 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
bis zu 1 bis 5 über 5
Gesamt 1
Jahr
Jahre Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 6.793 4.513 2.112 168
(31. Dez. 2010) (5.549) (1.707) (3.669) (173)
Erhaltene Anzahlungen aus
Bestellungen 573 293 280 0
(31. Dez. 2010) (438) (338) (100) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 6.293 6.293 0 0
(31. Dez. 2010) (6.361) (6.361) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 30 30 0 0
(31. Dez. 2010) (30) (0) (30) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.599 2.186 413 0
(31. Dez. 2010) (2.742) (2.308) (422) (12)
16.288 13.315 2.805 168
(15.120) (10.714) (4.221) (185)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.024 (Vorjahr: TEUR 908) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 188) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten TEUR 6.944 (Vorjahr: TEUR 7.693) besichert.

4.13 Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Abgrenzungen von Mietzahlungen.

4.14 Aktive (im Vorjahr Passive) latente Steuern

Der § 274 HGB sieht grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern vor. Die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge ist mindestens jedoch in Höhe des Betrages der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Da keine passiven latenten Steuern im Sinne von § 274 HGB vorliegen, findet auch kein korrespondierender Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zum 31.12.2011 statt. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 57 beruhen auf der Zwischengewinneliminierung (aktive Latenz TEUR 153) sowie auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz (passive Latenz TEUR 96). Die Aktivierung erfolgt gemäß § 306 HGB. Bei der Bewertung der latenten Steuern kamen Steuersätze zwischen 12 % und 30 % zur Anwendung.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Vor 5.1.

Obgleich der Konsolidierungskreis gegenüber dem Konzernbilanzstichtag des Vorjahres unverändert ist, sind die Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wegen des im November 2010 erfolgten Abgangs der Beteiligung DPS Engineering GmbH nicht vergleichbar, da die Erträge und Aufwendungen der DPS darin zeitanteilig enthalten sind und überdies aus dem Verkauf der DPS ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen 2010 ausgewiesener Veräußerungsgewinn von TEUR 14.828 enthalten ist.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010 enthält im Einzelnen folgende Erträge und Aufwendungen bezüglich der DPS Engineering GmbH:

Konzern-GuV
2010
TEUR
Umsatzerlöse 10.943
Bestandsveränderung 287
So. betriebl. Erträge (inkl. Gewinn aus Verkauf DPS) 15.147
Materialaufwand 199
Personalaufwand 5.469
Abschreibungen 803
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.978
Finanzergebnis -55
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.166
Jahresergebnis 16.707
Konzernfremden zustehendes Ergebnis -989
Konzernergebnis 15.718

Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wurde durch eine vollständige Angabe der angepassten Vorjahreszahlen in einer zusätzlichen dritten Spalte der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Spaltenbezeichnung: 2010 HGB ohne DPS) bewirkt.

Den folgenden Anhangangaben stehen die handelsrechtlichen Vorjahreszahlen gegenüber.

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:

2011
TEUR
2010
TEUR
Inland
Ausland
76.658
62.240
82.208
53.392
138.898 135.600

Die Umsatzerlöse wurden erbracht aus folgenden Lieferungen und Leistungen:

2011
TEUR
2010
TEUR
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern
Erlöse aus Dienstleistungen (i.V. DPS)
138.898
0
124.657
10.943
138.898 135.600

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

2011
TEUR
2010
TEUR
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen 249 15.038
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
Währungsgewinne
832
1.152
1.435
1.988
Mieterträge
Übrige
305
3.908
528
3.616
6.446 22.605

Periodenfremde Erträge waren in einer Größenordnung von TEUR 896 (Vorjahr: TEUR 1.518) zu verzeichnen und betrafen vor allem die Auflösung von Rückstellungen.

5.3 Materialaufwand

2011
TEUR
2010
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
Aufwendungen für bezogene Leistungen
70.954
2.331
73.285
59.812
1.840
61.652
5.4
Personalaufwand / Mitarbeiterzahl
2011
TEUR
2010
TEUR
Löhne und Gehälter
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung
-
davon für Altersversorgung TEUR
79 (i. V. TEUR
221)
31.676
6.285
36.265
6.862
37.961 43.127
Die Mitarbeiterzahl
ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:
2011
TEUR
2010
TEUR
Direkte Mitarbeiter
Indirekte Mitarbeiter
1.090
388
1.049
374
1.478 1.423

Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind.

5.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

2011
TEUR
2010
TEUR
Abschreibungen auf Firmenwerte aus
der Kapitalkonsolidierung
533 1.191
Sonstige 4.538 5.740
5.071 6.931

5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2011 2010
TEUR TEUR
Sonstige Betriebskosten 1.989 1.500
Mieten und Pachten, Raumkosten 2.137 3.490
Transportkosten 2.361 2.815
Energie 2.093 1.971
Reparaturen und Instandhaltung 1.669 1.632
Personalleasing 946 1.204
KfZ-Kosten 825 1.212
Rechts-
und Beratungskosten
1.755 1.750
Reisekosten 542 1.108
Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf
Forderungen 1.298 1.064
Sonstige Verwaltungskosten 1.142 929
Versicherungen 728 832
Währungsverluste 1.250 794
IT-Kosten 385 472
Lizenzgebühren (ohne IT) 263 316
Kommunikationskosten 587 718
Provisionen 515 461
Vertriebs-
und Werbungskosten
523 676
Übrige 2.369 2.641
23.377 25.585

Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 31).

5.7 Finanzergebnis

2011
TEUR
2010
TEUR
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
271 279
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.839 3.032
Ab-/Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
-5.841 6.797
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -570 -738
-4.301 9.370

5.8 Außerordentliches Ergebnis

2011
TEUR
2010
TEUR
Außerordentliche Erträge
Außerordentliche Aufwendungen
0
0
13
523
0 -510

Die außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres resultierten im Wesentlichen aus der Anpassung der Bewertungsmethoden für Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Umstellung auf BilMoG.

5.9 Steuern vom Einkommen und Ertrag

2011
TEUR
2010
TEUR
Ertragsteuern 1.732 4.258
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus der Veränderung latenter
Steuern
-161 64
1.571 4.322

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die im Geschäftsjahr bezahlten Steuern betrugen TEUR 977 (i.V. TEUR 1.239).

6. Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital Konzerns ergeben sich wie folgt:

2011 31. Dez.
2010
TEUR TEUR
Haftungsverhältnisse
Bürgschaften
2.686 2.984
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Bestellobligo, Miet-, Pacht-
und
Leasing-Verträgen 20.893 22.882

Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2011 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.218 (Vorjahr: TEUR 4.619). Davon werden zum Abschlussstichtag TEUR 1.532 (Vorjahr: TEUR 1.635) als Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen, da insoweit mit einer möglichen Inanspruchnahme zum Abschlussstichtag gerechnet wird. Darüber hinaus besteht u.E. derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns.

Weitere, nicht in der Konzernbilanz oder –anhang enthaltene Geschäfte bzw. Verpflichtungen bestehen nicht.

7. Investmentvermögen LBBW AM-AC1 (Spezialfonds)

Über die AdCapital AG hält der Konzern 100 % der Anteile am LBBW AM-AC1-Fonds.

Anzahl der Anteile: 1.639.160
Ausgabepreis: EUR 44,73
Rücknahmepreis: EUR 44,73

Kapitalanlagegesellschaft: LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart

Vermögensübersicht

Marktwert
TEUR
Anteil am
Fondsvermögen
Aktien, Inland
Aktien, Ausland
Optionen auf Aktien/ -index
Renten, Inland
Renten, Ausland
Investmentfonds
Zertifikate
4.458
2.154
-3.919
12.135
40.745
2.433
922
6,08%
2,94%
-5,35%
16,56%
55,57%
3,32%
1,26%
Bankguthaben 14.394 19,63%
Verbindlichkeiten -5 -0,01%
Fondsvermögen
/ Marktwert
73.317 100,00 %
Fondsvermögen / Buchwert 72.216
Differenz zwischen
Marktwert und
Buchwert
1.101

Es erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.101 für das Geschäftsjahr 2011 (Vorjahr: TEUR 835). Diese Ausschüttung umfasst ausschließlich die auf die ordentlichen Erträge abgeführte Kapitalertragsteuer / Solidaritätszuschlag.

8. Vorstand

Vorstand der Gesellschaft ist/waren:

Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom (ab 1.4.2011)

Herr Dieter Jeschke, Rechtsanwalt, Dipl.-Ökonom (bis 31.3.2011)

In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge.

Für frühere Mitglieder der Organe der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 618 (Vorjahr: TEUR 597) gebildet. Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen und die entsprechenden Rückstellungen für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus dem zu verrechnenden Vermögen werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

9. Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat sind/waren berufen:

Vorsitzende

Frau Sonja Leibinger, Juristin (lic.iur., UZH)

Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

Herr Ortwin Guhl, Dipl.-Volkswirt (Vorsitzender bis 08.07.2011)

Stellv. Vorsitzender

Herr Maximilian Bernau, Rechtsanwalt (stellv. Vorsitzender ab 08.07.2011, bis 08.07.2011 Mitglied des Aufsichtsrats)

  • Geschäftsführer der B & B Private Vermögensberatungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
  • Geschäftsführer L.O.S. Logic Operation Systems GmbH & Co. KG

Herr Günther Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der Paul Leibinger GmbH & Co. KG (bis 08.07.2011)

Weitere Mitglieder

Herr Ortwin Guhl, Dipl.-Volkswirt (ab 08.07.2011, Vorsitzender bis 08.07.2011)

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sirius AG, Villingen-Schwenningen
  • Mitglied des Aufsichtsrats der LEUCO AG, Horb (vormals: Tolatec AG)

Herr Hans-Joachim Strüder, Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH
  • Vorsitzender des Börsenrats der Baden-Württembergische Wertpapierbörse, Stuttgart
  • Vorsitzender des Beirats der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart
  • Mitglied des Aufsichtsrats der boerse-stuttgart AG, Stuttgart
  • Mitglied des Aufsichtsrats der European Energy Exchange AG, Leipzig
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Euwax AG, Stuttgart
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Luxemburg S.A., Luxemburg
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Börse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt a. Main

Herr Dr. Dietrich Schulz, Dipl.-Kaufmann (bis 08.07.2011)

Herr Gerhard Klepser, Bankkaufmann (ab 08.07.2011)

Herr Dr. Siegfried Jaschinski, Vorstand MainFirst Bank AG, Frankfurt a.M., (ab 08.07.2011) Mitglied des Aufsichtsrats der Heidelberger Druckmaschinen AG

Im Geschäftsjahr 2011 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 93) angefallen.

10. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

2011
TEUR
2010
TEUR
Jahres-
und Konzernabschlussprüfung laufendes Jahr
Jahres-
und Konzernabschlussprüfung Vorperiode
243
100
253
0
Jahres-
und Konzernabschlussprüfungen
343 253
Steuerberatungsleistungen 19 0
Sonstige Leistungen 2 2
364 255

11. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen.

12. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 50 % und höher)

Name Sitz Höhe des
Anteils
Additiv
am Kapital in
%
Multiplikativ
AdCapital Beteiligungs AG L.-Echterdingen 100,00 100,00
AdCapital Invest GmbH L.-Echterdingen 100,00 100,00
BE Services GmbH
Supply. Energy. Support
L.-Echterdingen 100,00 100,00
Berliner Elektro-Technik GmbH L.-Echterdingen 100,00 100,00
Bavaria Digital Technik GmbH Pfronten 100,00 100,00
ESPO s.r.o. Rožnov, (Tschechien) 100,00 100,00
EW Hof Antriebe und Systeme
GmbH
Hof 100,00 100,00
FRAKO Kondensatoren-
und
Anlagenbau GmbH
Teningen 100,00 100,00
Grundstücksgesellschaft am
Entenfang mbH
Hannover 100,00 100,00
Erich Jaeger GmbH + Co. KG Friedberg 100,00 100,00
Erich Jaeger Automotive Istanbul
Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti
Istanbul (Türkei) 100,00 100,00
EJR Erich Jaeger Roznov s.r.o. Kopřivnice
(Tschechien)
100,00 100,00
Insert Ltd. Istanbul (Türkei) 100,00 99,95
Jaeger France SARL Lyon (Frankreich) 100,00 100,00
Jaeger Poway Ltd. Hongkong (VR China) 60,00 60,00
Jaeger Poway Automotive
Systems (Shenzhen) Ltd.
Shenzhen (VR China) 60,00 60,00
KTS Kunststoff Technik Schmölln
GmbH
Schmölln 100,00 100,00
OPUS Formenbau GmbH Heiligkreuzsteinach 75,00 75,00
Taller GmbH Waldbronn 99,95 99,95
Taller Elektro Czech s.r.o. Brno (Tschechien) 100,00 99,95
Taller Hong Kong Ltd. Hongkong (VR
China)
100,00 99,95
Taller Electronic Components
(Dongguan) Ltd.
Dongguan (VR China) 100,00 99,95

13. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiert

Höhe des am Kapital in
Name Sitz Anteils %
Additiv Multiplikativ
Schutzrechtsgesellschaft Elmotec
Statomat GmbH
Karben 100,00 100,00
Fico Projects B. V. Zevenaar (Niederlande) 100,00 100,00
Jaeger Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00 100,00
FRAKO North Europe Oy (ex
Joulepower Oy)
Lahti (Finnland) 54,00 54,00

14. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Höhe des am Kapital in
Name Sitz Anteils %
Additiv Multiplikativ
mold engineering gmbh Gera 24,80 24,80
komm.passion GmbH Düsseldorf 25,50 25,50

15. Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Tuttlingen, den 3. April 2012

AdCapital AG

Hans-Jürgen Döringer

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im AdCapital-Konzern

im Geschäftsjahr 2011

Alle Angaben in TEUR

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
Konsolidie- Konsolidie
rungskreis- Um- Veränderung rungskreis- Zuschrei- Um- Veränderung
1. Jan. 2011 änderungen Zugänge (+) Abgänge (-) buchungen Währung 31. Dez. 2011 1. Jan. 2011 änderungen Zugänge (+) Abgänge (-) bungen buchungen Währung 31. Dez. 2011 31. Dez. 2011 31. Dez. 2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Werte, sowie Lizenzen an solchen
Rechten
14.957 0 528 -58 0 -17 15.410 14.391 0 447 -58 -27 0 -18 14.735 675 566
2. Firmenwert 3.721 0 0 0 0 0 3.721 3.659 0 62 0 0 0 0 3.721 0 62
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 10.801 0 0 0 0 0 10.801 7.643 0 533 0 0 0 0 8.176 2.625 3.158
29.479 0 528 -58 0 -17 29.932 25.693 0 1.042 -58 -27 0 -18 26.632 3.300 3.786
II. Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Grundstücke und Bauten 35.016 0 46 -9.529 2 -132 25.403 18.523 0 711 -7.963 0 0 -12 11.259 14.144 16.493
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.303 0 1.933 -976 260 234 47.754 36.324 0 2.007 -971 0 0 251 37.611 10.143 9.979
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
30.850 0 1.189 -535 117 -30 31.591 27.450 0 1.311 -475 -10 0 -101 28.175 3.416 3.400
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
829 0 280 0 -379 -9 721 0 0 0 0 0 0 0 0 721 829
112.998 0 3.448 -11.040 0 63 105.469 82.297 0 4.029 -9.409 -10 0 138 77.045 28.424 30.701
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.899 0 0 0 0 0 1.899 1.507 0 61 0 0 0 0 1.568 331 392
2. Beteiligungen 1.506 0 0 0 0 0 1.506 1.500 0 0 0 0 0 0 1.500 6 6
3. Wertpapiere 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 4.530 0 0 -140 0 0 4.390 0 0 0 0 0 0 0 0 4.390 4.530
5. Andere Finanzanlagen 190 0 0 -190 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 190
8.125 0 0 -330 0 0 7.795 3.007 0 61 0 0 0 0 3.068 4.727 5.118
Summe Anlagevermögen 0,00
150.602
0,00
0
0,00
3.976
0,00
-11.428
0,00
0
0,00
46
0,00
143.196
0,00
110.997
0,00
0
0,00
5.132
0,00
-9.467
0,00
-37
0,00
0
0,00
120
0,00
106.745
0,00
36.451
0,00
39.605

Lagebericht des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr 2011

Inhaltsverzeichnis

1. DER ADCAPITAL-KONZERN 3
1.1
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND INVESTITIONSFOKUS
3
1.2
KONZERNSTRATEGIE,
UNTERNEHMENSSTEUERUNGS-
UND
ÜBERWACHUNGSSYSTEM
3
1.3
WESENTLICHE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 20115
1.4
KONSOLIDIERUNGSKREIS5
2. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 5
2.1
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE
LAGE/ENTWICKLUNG DES KAPITALMARKTS5
2.2
BRANCHENENTWICKLUNG/DER PRIVATE-EQUITY-MARKT7
3. ERTRAGSLAGE 7
3.1
UMSATZ-
UND ERGEBNISENTWICKLUNG
7
3.2
INDUSTRIEBETEILIGUNGEN9
4. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 12
4.1
PORTFOLIOENTWICKLUNG12
4.2
INVESTITIONEN12
4.3
FINANZLAGE12
4.4
VERMÖGENSLAGE
14
4.5
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE14
5. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN 15
5.1
MITARBEITER
15
5.2
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
15
6. RISIKOBERICHT 15
6.1
CHANCEN-
UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
15
6.2
RISIKOFAKTOREN AUS DEM OPERATIVEN GESCHÄFT DER KONZERN-
UND
TOCHTERGESELLSCHAFTEN16
6.3
GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS
19
7. NACHTRAGSBERICHT 20
8. ABHÄNGIGKEITSBERICHT 20

Anlage 6/2

9. CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT 20
9.1
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN20
9.2
NEUAUSRICHTUNG
DER KONZERNSTRATEGIE22
9.3
ERWARTETE ENTWICKLUNG DER ERTRAGS-
UND FINANZLAGE
22
9.4
CHANCEN
23

1. Der AdCapital-Konzern

1.1 Geschäftstätigkeit und Investitionsfokus

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG ist zum einen das Beteiligungsgeschäft. Einen zweiten Tätigkeitsschwerpunkt bildet die Vermögensverwaltung.

Die operativen Beteiligungen der AdCapital AG (Portfolio-Gesellschaften) sind in folgenden Branchen tätig:

Wesentliche Beteiligung Branche
Bavaria Digital Technik GmbH Geräte-
und Anlagenbau,
Elektrotechnik
Erich Jaeger GmbH &
Co. KG
Automotive
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH Antriebstechnik, Engineering
und Anlagenbau
FRAKO Kondensatoren-
und Anlagenbau GmbH
Elektrotechnik
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Kunststoffverarbeitung
OPUS Formenbau GmbH Formen-
und Werkzeugbau
Taller GmbH Elektrotechnik

1.2 Konzernstrategie, Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem

1.2.1 Konzernstrategie

Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2012 die Konzernstrategie neu ausgerichtet. Wir verweisen auf die Abschnitte 7. Nachtragsbericht sowie 9.2 Neuausrichtung der Konzernstrategie.

In den vergangenen Jahren hat sich die AdCapital AG als verlässlicher, langfristig investierter Partner unserer Beteiligungsunternehmen etabliert. Wir sehen uns als unternehmerischer Partner, der neben Eigen- und Fremdkapital unternehmerisches Know-how beisteuert und selbst eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen erfolgreich weiterzuentwickeln. Wir setzen dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und respektieren individuelle Unternehmenskulturen.

Unsere hervorragenden Branchenkenntnisse und unsere ausgezeichneten Netzwerke in Bereichen wie Finanzen, Steuern, Recht und Kapitalmarkt unterstützen unsere Unternehmen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen und entlasten sie in den indirekten Bereichen. Unser Augenmerk bei der qualifizierten Weiterentwicklung unserer Beteiligungen liegt sowohl bei der Wahrnehmung von organischen Wachstumspotenzialen als auch bei der Suche nach externen Wachstumsoptionen. Aspekte wie z.B. die Berücksichtigung der Laufzeit eines Fonds oder gemachte Investitions- bzw. Finanzierungszusagen von Investoren schränken unseren Handlungsspielraum aufgrund unserer fondsunabhängigen Refinanzierung nicht ein.

Neue Investitionsmöglichkeiten haben sich uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eröffnet und wurden mit Blick auf die im März 2012 beschlossene Neuausrichtung unserer Konzernstrategie auch nicht aktiv verfolgt.

Um unsere Unabhängigkeit angesichts unvermeidbarer Schwankungen im Bereich der unmittelbaren Investitionen in Unternehmensbeteiligungen finanziell abzusichern und unseren unternehmerischen Handlungsspielraum in diesem Geschäftsfeld zu erhalten, legen wir im Rahmen der Vermögensverwaltung einen wesentlichen Teil unseres frei verfügbaren Vermögens dauerhaft in Wertpapieren an.

Der Erfolg unserer Wertpapieranlagestrategie ist maßgeblich von der Entwicklung der Kapitalmarktverhältnisse auf den Aktien- und den Rentenmärkten, der konkret getroffenen Asset-Allokation sowie der Einzeltitelauswahl abhängig. Hierbei werden wir u.a. von externen Beratern und Banken unterstützt. Bei der Verwaltung der Wertpapiere greifen wir neben Depots bei verschiedenen Banken bevorzugt auf die Struktur eines Spezialfonds zurück.

Im Rahmen unserer Anlagestrategie im Bereich der Wertpapieranlagen wollen wir dauerhaft Renditen spürbar über Geldmarktniveau realisieren. Daher sind wir grundsätzlich auch bereit, Anlage-Allokationen mit einem höheren Chance- /Risikoprofil einzugehen. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten aufgrund der Euro- und Staatsschuldenkrise haben wir unsere im Vorjahr eingeleitete, vorsichtigere Anlagestrategie zugunsten risikoärmerer sowie hochliquider Anlageklassen im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch fortgesetzt und beabsichtigen mit Blick auf die Neuausrichtung unserer Konzernstrategie dies in Zukunft tendenziell beizubehalten.

1.2.2 Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem

Das Steuerungs- und Überwachungssystem der AdCapital AG ist in zwei Bereiche unterteilt: zum einen in die Steuerung und Überwachung der operativen Beteiligungen, zum anderen in die Allokation und Steuerung der Wertpapieranlagen.

Generell erfolgt die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns über regelmäßige strategische und operative Besprechungen zwischen dem Vorstand und den verantwortlichen Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden u.a. auf Basis von Budgetvorgaben sowie der definierten strategischen Ausrichtung detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsrechnungen entwickelt. Unser effizientes, gruppenweit erfolgreich implementiertes

Controllingsystem wird bei Bedarf durch individuelle Steuerungsgrößen ergänzt und unterstützt den Vorstand bei der Überprüfung der Einhaltung der Planvorgaben. Planabweichungen werden dadurch frühzeitig erkannt und besprochen und führen erforderlichenfalls zu geeigneten Gegenmaßnahmen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Produktivität je Stunde, die EBT-Marge sowie der Free Cashflow. Vereinzelt werden Kennzahlen zur Kostenstruktur ergänzend zur Analyse hinzugezogen.

Im Rahmen der Wertpapieranlagen der AdCapital AG werden Renditeziele sowie die Allokation von Wertpapieren bzw. Wertpapierklassen mit Hilfe externer Berater und Banken im Rahmen von Anlageausschusssitzungen regelmäßig besprochen und an die aktuellen Kapitalmarktverhältnisse bzw. die aktuellen Chancen- und Risikoerwartungen angepasst.

1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2011

Zum 31. März 2011 lief der Vorstandsvertrag von Herrn Dieter Jeschke aus. Als Nachfolger wurde mit Wirkung zum 1. April 2011 Herr Hans-Jürgen Döringer bestellt. Herr Döringer vertritt die Gesellschaft als Alleinvorstand.

Die AdCapital AG hat ihren Sitz im Geschäftsjahr 2011 von Leinfelden-Echterdingen nach Tuttlingen verlegt.

1.4 Konsolidierungskreis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage/Entwicklung des Kapitalmarkts

Die Deutsche Bundesbank kommentiert in ihrem Monatsbericht Februar 2012 die gesamtwirtschaftliche Lage um die Jahreswende 2011/12. Danach hat sich die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr angesichts zahlreicher Schocks als durchaus robust erwiesen. Im vierten Quartal ist der globale Aufschwung aber ins Stocken geraten. Dem statistischen Bundesamt zufolge ging das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im letzten Jahresviertel saisonbereinigt um 0,2% gegenüber dem Vorquartal zurück. Im Gesamtjahr 2011 ist die deutsche Wirtschaft allerdings kräftig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war um 3,0 % höher als im Vorjahr.

Innerhalb der Gruppe der Industrieländer standen dem lebhaften Wachstum in den USA Rückgänge der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Euro-Raum, in Großbritannien und in Japan gegenüber.

Unter den Annahmen, dass sich die Staatsschuldenkrise in Europa nicht weiter verschärft und zu einer globalen Finanzkrise auswächst sowie dass sich die Lage an den Ölmärkten nicht zuspitzt, schätzt die Deutsche Bundesbank die kurzfristigen konjunkturellen Perspektiven der Weltwirtschaft wieder etwas günstiger ein. Manche aktuellen Prognosen internationaler Organisationen erscheinen der Bundesbank insgesamt als zu pessimistisch.

Unterschiedliche und wechselhafte Konjunkturerwartungen und die fortbestehenden Risiken aus der Staatsschuldenkrise bestimmten auch das Geschehen an den Finanzmärkten. Vertrauensbildend an den Finanzmärkten wirkten dabei die Gipfelbeschlüsse der Staats- und Regierungschefs der EU in Richtung Fiskalunion sowie die Ankündigungen der neuen italienischen und spanischen Regierungen, Konsolidierungs- und Reformmaßnahmen zu ergreifen. Stützend für das Vertrauen an den Finanzmärkten wirkten zudem verschiedene geldpolitische Sondermaßnahmen des EZB-Rats und die Ankündigung der US-amerikanischen Notenbank, den maßgeblichen geldpolitischen Zinssatz bis 2014 auf niedrigem Niveau zu halten. Geringer als von Vielen befürchtet, haben sich die Bonitätsherabstufungen bislang erstklassischer Schuldner, wie Österreich und Frankreich, seitens der Ratingagenturen ausgewirkt.

Im Verlauf des Jahres 2011 wirkten sich die Verunsicherungen der Marktteilnehmer, hervorgerufen durch die Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA noch erheblicher auf den Märkten aus:

Nachdem der Euro in 2011 gegenüber dem US-Dollar beginnend bei 1,33 USD/EUR über das erste Quartal hinaus zunächst kontinuierlich gestiegen ist und sein Jahreshoch Anfang Mai bei 1,48 USD/EUR erreichte, sank er im weiteren Verlauf, von einer zwischenzeitlichen Erholung im Verlauf des Oktober abgesehen, bis Mitte Januar 2012 auf ein 18-Monats-Tief von 1,26 USD/EUR. Dies entspricht einer Schwankungsbreite von +/- 8% gemessen am Mittelwert in diesem Zeitraum. Die Schwankungen des Euro gegenüber dem Yen verliefen nahezu parallel, relativ betrachtet sogar noch volatiler.

Der seit Ende 2008 (seinerzeit 40 USD je Barrel/Brent) zu verzeichnende Anstieg des Ölpreises setzte sich in 2011 beginnend bei 94,75 USD/Barrel zunächst fort und erreichte mit über 126,00 USD/Barrel Ende April 2011 ein 2-Jahreshoch. Im weiteren Verlauf schwankte der Ölpreis bis zum Jahresende 2011 um die Marke von 110 USD/Barrel und notierte zum Jahresende bei 107,50 USD/Barrel. Dies entspricht einer Preissteigerung von 13,5 % gegenüber dem Jahresbeginn und einer Volatilität von +/- 14% innerhalb eines Jahres.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) bewegte sich im Jahr 2011 zunächst seitwärts, bevor er zwischen Ende Juli und Mitte September von einem Niveau von rund 7.300 Punkten um über 2.200 Punkte oder 30% auf ein 2-Jahrestief von unter 5.100 Punkten fiel. Ähnlich dramatische Wertverluste verzeichneten der EURO STOXX 50 und der Nikkei, etwas moderatere der Dow Jones. Umso erstaunlicher ist angesichts der fortbestehenden Risiken auf den Rohstoff- und Devisenmärkten und der ungelösten Euro- und Staatsschuldenkrise die Erholung der Aktienmärkte. Seit ihren Tiefstständen im September 2011 stiegen sie nahezu auf Vor-Crash-Niveau. So erreichte der DAX Ende Februar 2012 wieder einen Punktestand von über 6.900.

2.2 Branchenentwicklung / Der Private-Equity-Markt

Der deutsche Private-Equity Markt hat sich trotz der schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter erholt. Gemäß der Branchenstatistik des Bundesverbandes Deutscher Kapitalgesellschaften (BVK) stiegen die Investitionen der deutschen Beteiligungsgesellschaften im Jahr 2011 um 22% auf 5,92 Mrd. €. Mehr als ¾-tel der Investitionen entfielen auf Gesellschafter-Nachfolgen. Deren Investitionsvolumen wuchs um knapp 50% auf 4,6 Mrd. €. Die Zahl der erfassten Transaktionen blieb nahezu unverändert (2011: 108, 2010: 109).

3. Ertragslage

3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

AdCapital-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns (Angaben 2010 ohne DPS)

2011 2010
(in Mio. €) HGB HGB
ohne DPS
Gesamtleistung 140,6 125,2
Sonstige betriebliche Erträge 6,4 7,5
Materialaufwand -73,3 -61,5
Personalaufwand -37,9 -37,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -23,4 -23,6
Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen 12,4 9,9
Abschreibungen -5,1 -6,1
Betriebsergebnis 7,3 3,8
Finanzergebnis -4,3 9,4
a.o. Ergebnis 0,0 -0,5
Ergebnis vor Steuern 3,0 12,7
Ertragsteuern
und sonstige Steuern
-1,8 -3,2
Konzernjahresergebnis 1,2 9,5
Konzernergebnis nach Minderheiten 0,7 9,1

Wegen der angepassten Vorjahreszahlen verweisen wir auf die Angaben im Anhang (vor 5.1).

Bei den Portfolio-Gesellschaften der AdCapital AG handelt es sich um produzierende Unternehmen. Da diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind, werden sie von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unterschiedlich berührt. Die meisten Gesellschaften des AdCapital-Konzerns zeichnet eine starke regionale Fokussierung auf den deutschen bzw. deutschsprachigen Raum aus. Durch die Ausrichtung auf die Automobilindustrie (Erich Jaeger-Gruppe) bzw. die Druckmaschinenindustrie (Bavaria Digital Technik GmbH) ist teilweise aber auch eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von den Exporten unserer Kunden gegeben. Insofern ist die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns sowohl vom konjunkturellen Umfeld in Deutschland als auch mittelbar von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Dank eines überwiegend positiven wirtschaftlichen Umfelds konnten unsere operativen Beteiligungen auch in 2011 ihre Umsatz- und Ertragszahlen gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern. Dabei zeigte die Erich-Jaeger-Gruppe eine besonders erfreuliche Umsatz- wie Ertragsentwicklung. Der Konzernumsatz konnte erneut gesteigert werden. Mit 138,9 Mio. € liegt er in 2011 um 11,4 % bzw. 14,2 Mio. € über dem Wert von 2010 (ohne DPS) von 124,7 Mio. €. Die Gesamtleistung entwickelte sich ebenfalls erfreulich von 125,2 Mio. € in 2010 (ohne DPS) auf 140,5 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Der sonstige betriebliche Ertrag war im Geschäftsjahr 2010 besonders durch den Endkonsolidierungserfolg in Höhe von ca. 14,8 Mio. € aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der DPS Engineering GmbH positiv beeinflusst worden. Bereinigt wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 7,5 Mio. € in 2010 (ohne DPS) gegenüber 6,4 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftet.

Der Materialaufwand im Konzern stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr absolut um 11,8 Mio. € auf 73,3 Mio. € in 2011 gegenüber 61,5 Mio. € in 2010 (ohne DPS). Bezogen auf die Gesamtleistung stieg der Materialeinsatz weiter von 49,1 % in 2010 (ohne DPS) auf 52,2 % in 2011. Der Anstieg der Materialeinsatzquote steht vor allem im Zusammenhang mit einem deutlich höheren Anteil von Umsätzen unserer Beteiligungen mit Teileumsatz (u.a. Taller-Gruppe sowie Erich Jaeger-Gruppe) sowie mit Materialpreissteigerungen, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr absolut leicht von 37,7 Mio. € auf 37,9 Mio. € gestiegen. Bezogen auf die Gesamtleistung ist der Personalaufwand dagegen stark von 30,1 % auf 27,0 % gesunken. Dies ist vor allem auf im Vorjahr entstandene Sonderaufwendungen aus Personalanpassungsmaßnahmen sowie die erst verzögert wirksamen Personalkostenreduzierungen in Folge von Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis des Konzerns entwickelte sich insgesamt erfreulich und betrug im Geschäftsjahr 7,3 Mio. € nach, bereinigt, 3,8 Mio. € im Vorjahr.

Aufgrund der zum Konzernbilanzstichtag niedrigeren Börsen- und Marktpreise unserer Wertpapieranlagen mussten Abschreibungen in Höhe von 5,8 Mio. € (bzw. 4,7 Mio € nach Verrechnung mit den Wertpapiererträgen von 1,1 Mio €) vorgenommen werden. Bis dato konnten diese Wertverluste aufgrund der Kursentwicklung allerdings weitgehend wieder ausgeglichen werden. Auf Basis der Stichtagsbewertung weist das Finanzergebnis 2011 einen Verlust in Höhe von 4,3 Mio. € aus.

Insgesamt haben wir im AdCapital-Konzern ein Jahresergebnis vor Anteilen Dritter in Höhe von 1,2 Mio. € nach, bereinigt, 9,5 Mio. € im Vorjahr erzielt.

3.2 Industriebeteiligungen

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklungen unserer Industriebeteiligungen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrheitlich positiv.

Die EW Hof-Gruppe ist ein qualifizierter Zulieferer für die Windkraftindustrie. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in dieser Funktion hochwertige Stellmotoren, die in Windkraftanlagen Anwendung finden. Einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt bilden zunehmend Stromgeneratoren, die in kleineren Blockheizkraftwerken eingesetzt werden. Die Produktion befindet sich bei der Tochtergesellschaft in Tschechien. Die Gesamtleistung erreichte in 2011 17,6 Mio. € nach 17,4 Mio. € im Vorjahr. Die dabei erzielten Margen sind insgesamt zufriedenstellend. Um die bestehende Abhängigkeit von wenigen Großkunden zu reduzieren, hat EW Hof in 2011 im Bereich erneuerbare Energien die Produktion von Aufträgen für einen zukünftigen Hauptkunden aufgenommen. Dieser neue Großauftrag war mit Anlaufverlusten verbunden. Der Gewinn der EW Hof-Gruppe wurde in 2011 dadurch auf ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erheblich geschmälert. Für das Jahr 2012 erwarten wir eine verbesserte Ergebnissituation bei stabilen Umsatzerlösen. Im weiteren Verlauf sehen wir interessante Wachstumschancen im High-Tech-Bereich der Antriebstechnik. Die Fähigkeit und Kompetenz der EW Hof-Gruppe an höchst innovativen Entwicklungen teilzunehmen sowie der Einsatz neuester Technologien und Produktionsverfahren eröffnen der Gruppe nach unserer Einschätzung erfolgreiche Aussichten für die Zukunft. Diese wahrzunehmen bedarf es jedoch noch erheblicher Anstrengungen und der Umsetzung von umfangreichen Investitionsmaßnahmen.

Die Erich Jaeger-Gruppe hat in 2011 von der weltweit sehr dynamischen Entwicklung der Automobilindustrie profitiert. Darüber hinaus ist es der Jaeger-Gruppe gelungen in allen Kundensegmenten neue Aufträge zu gewinnen. Insgesamt konnte die Gruppe in 2011 ihre Gesamtleistung um beachtliche 31 % auf 44,8 Mio. € nach 34,2 Mio. € in 2010 steigern. Gegenüber dem Jahr 2009 hat sich die Gesamtleistung sogar verdoppelt. Besonders erfreulich ist dabei, dass sich diese schnelle Erholung nach dem Einbruch in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 auch in einer verbesserten Ertragslage widerspiegelt. Für das Jahr 2012 erwarten wir eine stabile Ergebnis- und Umsatzentwicklung. Sämtliche Produktionskapazitäten der Erich Jaeger-Gruppe sind in Tschechien und China konzentriert. Die wesentlichen Logistik- sowie Entwicklungsleistungen werden jedoch auch weiterhin aus Deutschland heraus erbracht. Um das im weiteren Verlauf geplante Unternehmenswachstum zu erreichen, sind die Produktionskapazitäten in Tschechien und China dem erhöhten Bedarf anzupassen. Die Neu-Investitionen werden dabei durch Effizienzsteigerungen aufgrund verschiedener Optimierungsprojekte unterstützt.

Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in allen Produktbereichen analog der insgesamt positiven Branchenkonjunktur entwickelt. Die Gesamtleistung stieg in 2011 von 20,2 Mio. € im Vorjahr um 3,0 Mio. € oder 14,8 % auf 23,2 Mio. €. Sehr erfreulich entwickelte sich auch der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung, der sich gegenüber 2010 mehr als verdoppelte. Für 2012 erwarten wir wieder ein positives Ergebnis bei stabilen Umsätzen. Wachstumschancen werden für das Unternehmen insbesondere in neuen Märkten für Leistungskondensatoren, Blindleistungsreglern sowie Komponenten im Bereich Energie Management in Ländern gesehen, in denen FRAKO bisher nicht tätig war. Vielversprechende Neuentwicklungen in den drei Hauptproduktbereichen werden das Unternehmen auf Wachstumskurs halten. In dem Bereich Energie-Management-Systeme für industrielle Kunden wird bei den Neuentwicklungen auch auf die Entwicklungskompetenz unserer Beteiligung Bavaria Digital Technik GmbH zurückgegriffen.

Die Bavaria Digital Technik GmbH beliefert mit ihren Produkten schwerpunktmäßig die Druckmaschinenbranche, deren Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren weltweit hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurückliegt. Umso erfreulicher ist es anzusehen, dass die Gesamtleistung des Unternehmens in 2011 von 13,2 Mio. € im Vorjahr um 2,9 Mio. € oder 22 % auf 16,1 Mio. € gesteigert werden konnte. Unsere Anstrengungen, die Kundenbasis sowie das Leistungsspektrum des Unternehmens zu erweitern, zeigen inzwischen beträchtliche Erfolge. Nach dem Verlust 2010 können wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 wieder einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung verzeichnen. Für das Jahr 2012 erwarten wir eine stabile Ergebnisentwicklung, bei leicht sinkenden Umsatzerlösen. Chancen sehen wir für das Unternehmen insbesondere im Bereich neuer elektronischer Baugruppen und Geräte durch die Kombination aus Entwicklungs- Dienstleistungen und anschließender regelmäßiger Fertigung. Durch gezielte Entwicklungsarbeit an Neuprodukten für Auftragskunden sehen wir außerdem weitere Zuwächse im Bereich Energie Management Systeme.

In der Taller-Gruppe haben wir umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt, die u.a. die Konzentration unserer Fertigungskapazitäten in Deutschland sowie in China zur Folge hatte. Darüber hinaus wurde das Produktportfolio bereinigt, in dem u.a. Fertigungsaufträge für den Automobilzulieferbereich vollständig aufgegeben wurden. Dank dieser konsequenten Gegensteuerungsmaßnahmen und der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung in den vergangenen beiden Jahren konnte die Taller-Gruppe aus der Verlustzone geführt werden. Bei einer Gesamtleistung von 31,6 Mio. wurde in 2010 erstmals wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 ist die Gesamtleistung in Höhe von 30,3 Mio. € leicht gesunken; dabei wurde jedoch erneut ein knapp positives operatives Ergebnis erzielt und somit der Turnaround bestätigt. Der Ausblick für das Jahr 2012 ist noch großen Unsicherheiten unterworfen. Insbesondere durch die schwierige Situation im Chinageschäft lässt sich noch keine hinreichend sichere Ergebnis- und Umsatzprognose für 2012 treffen. Zur Stabilisierung des Unternehmens wird die Entwicklung und Optimierung von neuen Produktionsverfahren zur Reduzierung des Rohstoffeinsatzes innerhalb des Steckerbrückengeschäfts derzeit massiv vorangetrieben. Durch den zusätzlichen Ausbau des OEM-Geschäfts und die Markteinführung neuer, innovativer Produkte streben wir eine nachhaltige Verbesserung der Finanzund Ertragslage an.

Die übrigen Beteiligungen der AdCapital AG entwickelten sich zufriedenstellend. Die gesetzten Ertrags- sowie Umsatzziele konnten weitgehend erreicht bzw. sogar übertroffen werden.

4. Finanz- und Vermögenslage

4.1 Portfolioentwicklung

Das Jahr 2011 war geprägt von organisatorischen Veränderungen auf Ebene der AdCapital AG und der Konzentration auf die Weiterentwicklung unserer bestehenden Beteiligungsunternehmen sowie der Überprüfung der strategischen Ausrichtung des Konzerns. Vor diesem Hintergrund gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Neuinvestitionen oder Abgänge im Beteiligungsbereich.

4.2 Investitionen

(in Mio. €) 2011 2010
Investitionsvolumen, Konzern 4,0 4,3

Der Konzern zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr nur wenig veränderte Investitionstätigkeit.

4.3 Finanzlage

4.3.1 Finanzstrategie

Die Finanzlage des Konzerns ist unverändert stabil und durch eine hohe Eigenkapitalquote sowie einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren geprägt.

Die einzelnen Konzernunternehmen werden vorrangig durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Konzern-Cashpooling finanziert. Darüber hinaus bestehen auf Ebene der Einzelgesellschaften Kreditlinien bei Finanzinstituten, die aber nur zum Teil beansprucht werden.

Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns hat für uns unverändert oberste Priorität. Daher wird die hohe freie Liquidität der AdCapital AG von uns zunehmend kurzfristig angelegt, um eine schnelle Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen sowie Zinsänderungsrisiken zu begrenzen. Zusätzlich vereinbarte Kreditlinien bei Banken sichern den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf des Konzerns ab. Der gesamte Finanzierungsmix führt zu einer ausreichenden und sicheren Finanzierung des Konzerns sowie der einzelnen Gesellschaften.

4.3.2 Kapitalstruktur

Der AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:

31. Dez. 31. Dez.
(in Mio. €) 2011 % 2010 %
Eigenkapital 166,8 85,0 179,2 85,7
Fremdkapital 29,4 15,0 29,8 14,3
Gesamtkapital 196,2 100,0 209,0 100,0

Der Konzern weist unverändert eine hohe Eigenkapitalquote aus.

4.3.3 Cashflow / Verkürzte Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:

(in Mio. €) 2011 2010
Operativer Cashflow 4,8 8,3
Netto(Des-)investitionen 6,0 10,3
Free Cashflow 10,8 18,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -12,4 -7,8

Durch die erfolgte Sonderdividende in Höhe von 0,50 EURO je Aktie, die zusätzlich zur ordentlichen Dividende von 0,50 EURO gezahlt wurde, erhöhte sich der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit spürbar. Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

4.3.4 Cashpooling

Fast alle inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das Cashpooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cashpoolsystem des Konzerns sichert den konzernzugehörigen Gesellschaften die zinsgünstige und unbürokratische Refinanzierung. Es vermeidet darüber hinaus den Aufbau teurer und unnötiger flüssiger Mittel auf Ebene der Tochterunternehmen.

4.4 Vermögenslage

31. Dez. 31. Dez.
(in Mio. €) 2011 % 2010 %
Anlagevermögen 36,5 18,6 39,6 18,9
Umlaufvermögen und RAP 159,7 81,4 169,4 81,1
Davon Wertpapiere und Zahlungsmittel 108,4 55,2 123,8 59,2
Gesamtvermögen 196,2 100,0 209,0 100,0

Die Vermögenslage im Konzern ist unverändert durch eine hohe Liquidität der Vermögenswerte geprägt.

4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Gestützt von erfolgreichen Managementmaßnahmen auf Ebene unserer Beteiligungsgesellschaften und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben sich unsere Portfolio-Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 insgesamt sehr erfreulich entwickelt.

Dank einer im Gesamtkonzern konsequent betriebenen konservativen Refinanzierungspolitik konnten auch die mit dem Aufschwung verbundenen zusätzlichen Liquiditätsanforderungen durch entsprechende Eigenkapitalmittel oder Cash-Pool-Linien und damit ohne Rückgriff auf zusätzliche Bankenlinien refinanziert werden.

Der Einbruch auf den Kapitalmärkten vom Sommer/Herbst 2011 konnte bis zum Jahresende 2011 nur zum Teil wieder aufgeholt werden. Demzufolge waren Abschreibungen auf die niedrigeren Börsen- und Marktpreise unserer Wertpapieranlagen zum Konzernbilanzstichtag vorzunehmen. Bis dato konnten diese Wertverluste aufgrund der Kursentwicklung im neuen Geschäftsjahr allerdings wieder ausgeglichen werden.

Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist unverändert stabil.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.1 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die AdCapital AG sechs (Vorjahr: acht) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren zum 31. Dezember 2011 1.409 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.358).

Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 36 (Vorjahr: 36). Mit seinen Ausbildungsplätzen sorgt das Unternehmen für den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Ein Schwerpunkt unserer Personalpolitik ist, die Mitarbeiter zu fördern und ihre Qualifikation weiterzuentwickeln, da eine gute Aus- und Fortbildung Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG sowie ihrer Beteiligungen ist.

Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihrer Beteiligung am betrieblichen Erfolg schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

5.2 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2011 2,0 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) und fielen vor allem bei der Jaegersowie der Taller-Gruppe an.

6. Risikobericht

6.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen und Asset Management-Aktivitäten zu erzielen. Entsprechend versuchen wir unangemessene Risiken zu vermeiden bzw. diese zu steuern. Das Risikomanagementsystem ist daher integraler Bestandteil unseres Managementinformationssystems. Dabei wird die grundsätzliche Risikopolitik im Wesentlichen durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben. Entsprechend der Verantwortlichkeiten innerhalb des Konzerns bzw. der operativen Beteiligungen sind die jeweiligen Geschäftsführer bzw. Risikomanager verpflichtet, das konzernweit geltende Risikomanagementsystem aktiv einzusetzen und zu pflegen.

Unser Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen. Es wird kontinuierlich und fortlaufend weiterentwickelt, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken ausgewertet. Die gewonnenen Informationen aus dem Risikomanagementsystem dienen auch als Entscheidungsgrundlage, um erforderlich werdende Desinvestments gezielt und fristgerecht vornehmen zu können.

6.2 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzernund Tochtergesellschaften

6.2.1 Ausfallrisiko

Grundsätzlich besteht bei jedem Unternehmen das Risiko, dass operative Verluste oder fehlende Liquidität zu einer Insolvenz führen. So auch für unsere Beteiligungen. Als Folge würde die AdCapital AG sämtliche finanzielle Mittel, welche die Gesellschaft für die Anschaffung und Finanzierung des Beteiligungsunternehmens eingesetzt hat, verlieren. Die AdCapital AG versucht, dem potenziellen Ausfallrisiko dadurch zu begegnen, dass neue Beteiligungen sorgfältig ausgewählt und die Unternehmen mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Des Weiteren achten wir auf den Einsatz qualifizierter Geschäftsführungen bei den Unternehmen damit eine angemessene Steuerung und Überwachung der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Liquidität des Unternehmens erfolgt.

Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiterer Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken, aber auch zu Refinanzierungszwecken, werden desweiteren teilweise auch Factoring-Verträge eingesetzt. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart.

6.2.2 Risiko aus dem operativen Geschäft

Die AdCapital AG ist überwiegend an Produktionsunternehmen beteiligt. Für diese Unternehmen bestehen die allgemein mit einer produzierenden Tätigkeit verbundenen Risiken, insbesondere in den Bereichen Einkauf, Produktion, Personal und Vertrieb. Sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden bzw. zu minimieren. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden.

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich in Einzelfällen ebenfalls hohe Abhängigkeiten. Das mögliche Belieferungs- bzw. Ausfallrisiko des Lieferanten wird durch entsprechende Abnahme- bzw. Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Das Risiko, dass ein Zulieferant vollständig ausfällt und nicht rechtzeitig durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, schätzen wir derzeit als gering ein.

Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird.

6.2.3 Zins- und Währungsrisiken

Auf Ebene der Einzelgesellschaften bestehen relativ geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaften Bankkredite nur in verhältnismäßig geringem Umfang in Anspruch nehmen.

Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Der Konzern schließt bei Bedarf zur Steuerung des Wechselkursrisikos unterschiedliche Arten von Devisenverträgen ab. Diese sind jedoch insgesamt von untergeordneter Bedeutung, da unsere Umsatzerlöse überwiegend in der Euro-Zone erzielt werden.

6.2.4 Liquidität der Beteiligungen

Die Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie Finanzinstituten gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht.

Zur Verbesserung der internen Refinanzierungsfähigkeit werden regelmäßig Projekte zur Optimierung des Working Capital initiiert. Wesentliche Investitionsentscheidungen werden unter besonderen Vorbehalt der Zustimmung durch die AdCapital AG gestellt. Sofern erkennbar eine Finanzierungsunterdeckung droht, werden Liquiditätsreserven auf Ebene der AdCapital AG geschaffen und für die operativen Beteiligungen bereitgestellt.

6.2.5 Sonstige Risiken

Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken von bis zu 4,2 Mio. €. Für dieses Risiko wurden bei der AdCapital AG Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 1,5 Mio. € gebildet, die in den letzten Jahren kontinuierlich herabgesetzt werden konnten.

Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.

Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig.

6.2.6 Risikofaktoren aus Wertpapieranlagen

Zur Vermeidung einer einseitigen Risikoallokation aus unseren direkten Unternehmensbeteiligungen werden wesentliche Teile des verfügbaren Vermögens durch uns dauerhaft in Wertpapieranlagen investiert. Wir investieren dabei vor allem in Anleihen sowie in begrenztem Umfang in Aktien, Optionen und strukturierte Produkte. Fremdwährungspositionen werden weitgehend vermieden.

Aus der Veränderung von Kapitalmarktzinsen, Währungsrelationen, Volatilitätsschwankungen sowie Bonitätseinstufungen von Emittenten können sich Änderungen des Marktwerts der gehaltenen Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus haben die Kurseinbrüche an den Börsen 2011 deutlich gemacht, dass die Werte von Wertpapieranlagen in zunehmendem Maße erheblichen Schwankungen unterworfen sind.

Bei unseren Anlageentscheidungen sind die erwartete Rendite, die Liquidität der erworbenen Wertpapiere sowie die Bonität des Emittenten maßgebliche Investitionskriterien. Für den Erwerb von Unternehmensanleihen werden nur eigene Mittel eingesetzt, um die erworbenen Wertpapiere gegebenenfalls auch langfristig halten zu können.

Bei Aktien sowie strukturierten Produkten konzentrieren wir uns vorwiegend auf Wertpapiere, die von DAX- oder Euro-STOXX-Unternehmen unterlegt sind. Schließlich achten wir auf eine breite Streuung unserer Anlagen, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Die Investitionskriterien sowie laufende Anlagen werden regelmäßig, mindestens jedoch einmal wöchentlich, überprüft. Im Zweifel werden Marktanalysen bzw. Drittanalysen zu einzelnen Anlagen herangezogen, um die eigenen Investitionsentscheidungen zu verifizieren. Außerdem werden von uns auch verstärkt mögliche Ausfallrisiken von Schuldnern analysiert.

Ein entscheidendes Moment zur Risikobegrenzung ergibt sich aus dem Umstand, dass ausschließlich freie liquide Mittel der AdCapital AG in Wertpapieranlagen investiert werden. Dabei wird der Umfang der kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel insbesondere auch unter Berücksichtigung möglicher Nachfinanzierungen von Tochtergesellschaften festgelegt.

Unseres Erachtens bestehen weder einzeln noch kumulativ Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die AdCapital AG oder die AdCapital-Konzerngruppe haben könnten.

6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für den AdCapital-Konzern.

Das Unternehmen ist von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen sowie der getätigten Vermögensanlage abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden nach umfassenden, kontinuierlichen Einzelanalysen aller Beteiligungen auf Basis der Einzelabschlüsse durch Bewertungsabschläge auf die betreffenden Vermögensgegenstände und die Bildung von angemessenen Rückstellungen berücksichtigt.

Auf der Ebene der AdCapital AG wurden Bewertungsabschläge sowohl bei den Beteiligungsansätzen als auch bei den an die Beteiligungen ausgereichten Darlehen sowie Cashpool-Linien vorgenommen, die wegen der Konsolidierung auf Konzernebene jedoch keine Auswirkung haben.

7. Nachtragsbericht

In der Sitzung vom 14. März 2012 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über die beabsichtigte Änderung der Konzernstrategie in den Geschäftsfeldern Beteiligungen und Vermögensverwaltung Bericht erstattet. Die Vorlage zur Neuausrichtung der Konzernstrategie wurde vom Aufsichtsrat daraufhin gebilligt. Der Vorstand hat diese Information gemäß § 15 WpHG veröffentlicht.

Die Grundzüge der neuen Konzernstrategie sind nachfolgend in Abschnitt 9.2 beschrieben.

Im Übrigen sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der AdCapital AG bzw. auf den AdCapital-Konzern erwartet wird.

8. Abhängigkeitsbericht

Zwischen dem mit über 50% beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

9. Chancen- und Prognosebericht

9.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die noch nicht überwundene Euro- und Staatsschuldenkrise verunsichert bereits länger die Gesamterwartungshaltung der Marktteilnehmer, wobei deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft bislang geringer als von Vielen befürchtet ausgefallen sind. Insofern scheinen aber auch substantielle Rückschläge noch nicht ausgeschlossen. Allerdings gehen wir davon aus, dass diese, falls eintretend, nur vorübergehender Natur sein werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 insgesamt mit recht stabilen konjunkturellen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Den EURO sehen wir derzeit sowie in absehbarer Zukunft bei ca. 1,35 USD/Euro weder wesentlich über- noch unterbewertet. Die Euro-Entwicklung hat für unseren Konzern zwei Seiten. Ein schwacher Euro verbessert die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher produzierender Unternehmen, führt andererseits aber zu höheren Rohstoffpreisen. Et vice versa.

Aufgrund der derzeitigen Stimmungslage auf den Arbeitsmärkten rechnen wir mit deutlich höheren Lohnabschlüssen als in den vergangenen Jahren. Zusammen mit einer sich möglicherweise wieder verschärfender Euro- und Staatsschuldenkrise und damit einhergehendem Rückgang des Euro gegenüber den Weltwährungen würden die Nettomargen zusätzlich weiter unter Druck geraten.

Anhaltende Strukturprobleme wie z.B. in der Druckmaschinenindustrie oder in der (deutschen) Solarindustrie sind unverändert evident. Wir erwarten hier weitere Konsolidierungen bzw. negative Branchenentwicklungen, die allerdings insgesamt keine substantiell negativen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben sollten und nach unserer Einschätzung jedenfalls die Entwicklung des AdCapital-Konzerns nicht wesentlich beeinträchtigen werden.

Nachdem sich die Kurse seit den Verwerfungen auf den internationalen Aktienmärkten im Sommer/Herbst 2011 insbesondere ab Mitte Dezember 2011 bereits wieder weitgehend erholt haben, erwarten wir hier eine Stabilisierung, angesichts einer unverändert lockeren Geldpolitik in den USA und Europa sogar noch eine weitere Erholung, falls diese nicht durch negative, tatsächliche Konjunkturverläufe, eine sich wieder verschärfenden Staatsschuldenkrise oder von dem drohenden Irankonflikt und damit einhergehender Ölkrise in naher Zukunft konterkariert wird.

Hohe Bewertungsabschläge für High-Yield-Anlagen haben zu einer verstärkten Nachfrage nach sicheren Anlagen wie deutschen Staatsanleihen geführt. Der Euro-Rettungsschirm und Erwartungen hinsichtlich seiner Aufstockung im Bedarfsfalle werden, bei sinkenden Renditen, die Nachfrage nach Staatsanleihen der PIGS-Staaten voraussichtlich wieder stabilisieren und deren Zahlungsfähigkeit zunächst weiter gewährleisten.

9.2 Neuausrichtung der Konzernstrategie

Die AdCapital AG hat ihre Konzernstrategie in den Geschäftsfeldern Beteiligungen und Vermögensverwaltung neu ausgerichtet.

Im Beteiligungsgeschäft werden wir uns auf die Kernindustrien konzentrieren, in denen wir bereits investiert sind. Dies sind Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Die AdCapital AG wird künftig noch fokussierter als schon in der Vergangenheit als Industrieholding mit starker strategischer und operativer Steuerungs- und Überwachungsfunktion in Bezug auf ihre Beteiligungsunternehmen aufgestellt sein. Wir wollen unsere Beteiligungen langfristig halten und nachhaltig erfolgreich entwickeln. Damit verbunden ist eine stärkere organisatorische Eingliederung in den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen zur Erzielung von Synergien sowie die Übernahme der gesamten Finanzierungsfunktion und der zentralen Verwaltungsbereiche Revision, Steuern und Recht sowie IT durch die Holding.

Neuinvestitionen werden wir nur noch dann tätigen, wenn dadurch unsere bestehenden Geschäftsfelder sinnvoll ergänzt werden und die Zielunternehmen auch aufgrund ihrer Unternehmensphilosophie und -kultur für die Integration von Geschäftsmodellen und Gesellschaften geeignet erscheinen.

Da wir aufgrund dieser Beteiligungsstrategie in Zukunft weniger Mittel für Neuinvestitionen bereitstellen müssen, beabsichtigen wir den Umfang unserer Wertpapieranlagen in Zukunft zurückzufahren. Unsere dabei verfolgte Anlagestrategie haben wir bereits insgesamt risikoärmer ausgerichtet. Dies wollen wir auch künftig beibehalten.

Mit der Neuausrichtung unserer Konzernstrategie freiwerdende Vermögenswerte beabsichtigen wir an die Aktionäre auszuschütten, wenn dadurch der Bestand und die Entwicklung des Konzerns nicht negativ beeinflusst werden.

9.3 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Die Ertragslage des Konzerns wird in 2012 voraussichtlich durch starke Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite des Konzerns geprägt sein, auch wenn wir wiederum mit unseren Kunden intensiv und regelmäßig Preisgespräche führen. Auf der anderen Seite gehen wir davon aus, dass unsere Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Konzern zu substantiellen Kostenreduzierungen führen werden. Diese sollten den Margendruck kompensieren können. Insoweit gehen wir für 2012 von einem operativen Konzern-Ergebnis in der Größenordnung des abgelaufenen Geschäftsjahrs aus.

Für 2012 erwarten wir eine Gesamtleistung von knapp unter 140,0 Mio. € bei einer mittleren einstelligen EBIT-Marge und damit nahezu die gleichen Werte wie in 2011.

Unsere deutlich risikoärmere Anlagepolitik im Wertpapierbereich wird uns zukünftig zwar spürbar geringere Erträge einbringen. Auf Basis der erwarteten Entwicklung der Kapitalmärkte in 2012 rechnen wir im Konzern jedoch mit Wertaufholungen gegenüber den niedrigeren beizulegenden Werte zum Konzernbilanzstichtag 2011 und deshalb mit einem positiven Finanzergebnis im oberen einstelligen Mio. € Bereich.

Zusammengefasst gehen wir davon aus, in 2012 ein zufriedenstellendes positives Ergebnis erzielen zu können.

9.4 Chancen

Der weltweite Aufschwung hält weiterhin an. Megatrends wie die weitere Industrialisierung der Schwellenländer in Asien und insbesondere die in Deutschland eingeleitete Energiewende bieten zusätzliche Chancen für das operative Geschäft unserer Beteiligungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauches bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren.

Regional sind die operativen Beteiligungen der AdCapital überdurchschnittlich stark auf den deutschsprachigen Raum bzw. Westeuropa ausgerichtet. Das starke Wachstumspotential in den Schwellenländern wie Brasilien, China und Indien wird teilweise über eigene Fertigungsstätten, vorwiegend jedoch lediglich über Vertriebspartnerschaften abgedeckt. Hier planen wir bei Bedarf unsere Präsenz spürbar zu verstärken, wenn dies mit vertretbarem Risiko möglich erscheint.

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.

Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.

Tuttlingen, 3. April 2012

AdCapital AG

__________________ Hans-Jürgen Döringer

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AdCapital AG, Tuttlingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der AdCapital AG, Tuttlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 4. April 2012

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