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ABB Ltd Interim / Quarterly Report 2016

May 4, 2017

803_rns_2017-05-04_ea6cbd78-551d-44d3-80a4-4dd71b1b6a6f.html

Interim / Quarterly Report

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Publication

ABB AG

Mannheim

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016

Die deutsche ABB auf einen Blick

ABB Deutschland

in Mio. € 2016 2015 Veränderung
Auftragseingang 3.156 3.380 -7%
Inland 1.699 1.574 +8%
Ausland 1.457 1.806 -19%
Auslandsanteil 46% 53% -
Auftragsbestand 3.482 4.619 -25%
Umsatz 4.287 3.295 +30%
Inland 2.620 1.796 +46%
Ausland 1.667 1.499 +11%
Auslandsanteil 39% 45% -
Zahl der Mitarbeiter (31.12.) 10.537 10.770 -2%
Forschung und Entwicklung 209 204 +2%
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 61 87 -30%
Bilanzsumme 2.237 2.012 +11%
Ergebnis vor Gewinnsteuern 217 - -
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme 162 -5 -
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -140 -18 -
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 22 -23 -

Bilanz

ABB AG, Mannheim

Aktiva

in Tsd. € Anhang 31.12.2016 31.12.2015
A. Anlagevermögen (4)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 2.356 3.271
II. Sachanlagen 79.418 84.618
III. Finanzanlagen 490.065 389.468
Summe 571.839 477.357
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (5) 1.797.998 2.534.133
Verrechnete Kundenanzahlungen -1.404.732 -2.089.498
393.266 444.635
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 155.197 134.247
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (6,7) 1.107.294 1.029.331
3. Sonstige Vermögensgegenstände (6) 21.767 26.994
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (7) 7.212 8.517
Summe 1.684.736 1.643.724
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.004 397
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (8) 46.906 32.905
Bilanzsumme 2.304.485 2.154.383
Passiva
in Tsd. € Anhang 31.12.2016 31.12.2015
A. Eigenkapital (9)
I. Gezeichnetes Kapital (10) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklage (10) 51.046 51.046
III. Gewinnrücklagen (11) 627.368 627.368
IV. Bilanzgewinn 351 351
Summe 846.265 846.265
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 44.648 42.557
2. Steuerrückstellungen (13) 12.026 23.994
3. Sonstige Rückstellungen (14) 331.941 314.848
Summe 388.615 381.399
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 442 181
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 1.710.067 2.444.087
Verrechnet mit Vorräten -1.404.732 -2.089.498
305.335 354.589
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 60.253 62.843
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (7,15) 654.610 471.426
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 48.733 37.680
Summe 1.069.373 926.719
D. Rechnungsabgrenzungsposten 232 -
Bilanzsumme 2.304.485 2.154.383
Haftungsverhältnisse (16) 56.209 60.148

Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG, Mannheim

in Tsd. € Anhang 2016 2015
1. Umsatzerlöse (20) 2.306.428 1.385.979
2. Bestandsveränderung 28.869 12.267
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 58 980
4. Sonstige betriebliche Erträge (21) 69.786 188.770
5. Gesamtleistung 2.405.141 1.587.996
6. Materialaufwand (22) -1.726.143 -868.873
7. Personalaufwand (23) -332.330 -327.113
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (25) -16.731 -17.987
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (26) -314.965 -483.633
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 14.972 -109.610
11. Beteiligungsergebnis (27) 110.097 136.549
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (28) 18.384 2.346
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28) -1.981 -68.161
14. Ergebnis vor Gewinnsteuern 141.472 -38.876
15. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (33) -140.057 -18.239
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (29) 7.998 4.487
17. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (29) -9.413 52.628
18. Jahresüberschuss - -
19. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr (9) 351 351
20. Bilanzgewinn 351 351

Anhang

Vorstand

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Vorsitzender,

Automationstechnik

Elektrifizierungsprodukte
Prozessautomation
Industrieautomation und Antriebe

Dipl.-Kfm. Markus Ochsner

Finanzen und Arbeitsdirektor,

CFO der Region Europa

Dr.-Ing. Martin Schumacher

Energietechnik

Stromnetze

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Zürich / Schweiz,

Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd,

Zürich/Schweiz

Vorsitzender
Jürgen Eisenbeiß 1)

Heidelberg,

Elektrotechniker,

stellv. Vorsitzender
Stefan Basenach 1)

Neustadt/ Weinstraße,

Leiter der Product Group EPC Solutions

ABB Deutschland /Schweiz,

Power Grids (Stromnetze),

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss

der Leitenden Angestellten

(bis 31.12.2016)
Markus Beumer

Frankfurt/ Main,

ehem. Mitglied des Vorstands

der Commerzbank AG,

Frankfurt/ Main
Verena zu Dohna-Jaeger 1)

Frankfurt/ Main,

Rechtsanwältin,

Gewerkschaftssekretärin beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/ Main
Klaus Eble

Wollerau / Schweiz,

Leiter Konzernfunktion Interne Revision

der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich /Schweiz
Mirko Geiger 1)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Executive Advisor,

Mitglied div. Aufsichtsräte
Kai-Uwe Glörfeld

Lüdenscheid,

KVP-Trainer
Stefan Habild 2)

Ladenburg,

Leiter des Geschäftsbereichs HVDC

ABB Deutschland,

Power Grids (Stromnetze),

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss

der Leitenden Angestellten

(ab 02.02.2017)
Lothar Kämpfer 1)

Mannheim,

Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG,

Mannheim
Davor Kuminoti 1)

Düsseldorf,

Industriemeister
Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Düsseldorf,

Vorstandsvorsitzender der Capital Stage AG,

Hamburg
Daniela Schiermeier 1)

Mannheim,

Präsidentin Europäischer ABB-Betriebsrat,

Mannheim
Bernhard Schreier

Walldorf,

Handelsrichter,

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der Heidelberger Druckmaschinen AG,

Heidelberg
Prof. em. Dr. Alfred Storck

Wettingen/Schweiz,

Honorarprofessor (im Ruhestand),

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

und Unternehmensfinanzierung

Universität St. Gallen,

St. Gallen/Schweiz,

Gastprofessor Wirtschaftsuniversität,

Wien /Österreich
Rudolf Zimmermann

Neulußheim,

Rechtsanwalt

1) von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht Mannheim gemäß § 104 AktG als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt

Erläuterungen

1. Tätigkeitsfeld der ABB AG

Die Geschäftsaktivitäten der ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), umfassen neben verschiedenen Holding- und Dienstleistungsfunktionen auch operative Geschäftsaktivitäten. Enthalten sind die wesentlichen Bereiche der im Berichtsjahr gebildeten Division Stromnetze, die sich aus den vormaligen Divisionen Energietechnik-Systeme und Energietechnik-Produkte zusammensetzt. Im Rahmen dieser organisatorischen Ausrichtung wurden Teile der ABB AG auch den Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Prozessautomation zugeordnet. Ferner sind in der ABB AG die Vertriebsaktivitäten des Geschäftsfelds Kabelmanagement-Systeme angesiedelt.

Darüber hinaus sind in der ABB AG die Grundlagenforschung und die geschäftsbereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg, die Treasury-Aktivitäten zum Zwecke des konzerninternen Cash-Poolings sowie die Risikoberatung und die Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen aller Art enthalten.

Der Geschäftsbetrieb der ABB abService GmbH, Bobingen, wurde Anfang des Berichtsjahres eingestellt und die Gesellschaft anschließend auf die ABB AG verschmolzen.

2. Offenlegung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist unter der Firma ABB AG im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer H RB 4664 eingetragen.

Der Jahresabschluss der ABB AG wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht. Der Jahresabschluss der ABB AG ist in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Lagebericht der ABB AG ist mit dem Konzernlagebericht der ABB AG zusammengefasst; er ist im Geschäftsbericht des Konzerns 2016 enthalten und wird mit dem Konzernabschluss beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht.

Der Jahresabschluss der ABB AG gemäß US-GAAP wird in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich/Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Infolge des im Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) war es erforderlich, einige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die neuen gesetzlichen Bestimmungen anzupassen. Aufgrund der Übergangsvorschriften des BilRUG ist eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nicht geboten, so dass ein Vorjahresvergleich nur bedingt möglich ist. Eine nachrichtliche Angabe erfolgt an entsprechender Stelle im Anhang.

Wesentliche Veränderungen aufgrund der Umsetzung des BilRUG ergaben sich durch die Neudefinition des Umsatzbegriffes und aus dem Wegfall der Positionen außerordentliche Aufwendungen und Erträge. Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und die diesbezüglichen Änderungen zum 01. Januar 2016 werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden entsprechend der Regelungen des § 265 VII HGB einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Umsatzerlöse

Unter Anwendung des BilRUG sind als Umsatzerlöse Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen. Hierbei wird nicht länger zwischen typisch und untypisch für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der ABB AG unterschieden.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG im Berichtsjahr ist die Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse nicht gegeben. Die entsprechende nachrichtliche Angabe der Umsatzerlöse des Vorjahres, die sich aus der Anwendung des BilRUG ergeben hätten, ist unter Ziffer 20 dieses Anhangs enthalten.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird grundsätzlich eine Abschreibungsdauer zugrunde gelegt, die sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer orientiert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 € bis 410 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Bezüglich steuerrechtlicher Sonderabschreibungen vergangener Jahre wurde zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 01. Januar 2010 - entsprechend Artikel 67 IV EGHGB - keine Umbewertung vorgenommen, so dass die Buchwerte der hiervon betroffenen Anlagegegenstände planmäßig fortgeführt werden. Die Aussagekraft des Jahresabschlusses wird durch diese Vorgehensweise nicht beeinträchtigt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind. Gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren des Anlagevermögens verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Abzinsungen werden als Abschreibung, Aufzinsungen werden als Zuschreibung ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrig-verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Reuters" veröffentlichten Marktkursen.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Für das Berichtsjahr berechnet sich dieser Durchschnitt aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, während im Vorjahr noch der Durchschnitt aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln war. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1% p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen der ABB AG beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgte bis zum 31. Dezember 2011 in der Weise, dass die über die jeweilige Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zurückgestellt wurden.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen aus Verträgen, die nach dem 01. Januar 2012 abgeschlossen wurden, werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt - dies gilt unabhängig davon, ob der jeweilige Vertrag vor oder nach dem 01. Januar 2012 geschlossen wurde.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden, sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger.

Die ABB AG ist Organgesellschaft einer mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Organschaft, so dass im Berichtsjahr bei der ABB AG keine aktiven oder passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden sowie aus Verlustvorträgen ausgewiesen werden.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

4. Anlagevermögen

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände beinhaltet zum Ende des Berichtsjahres im Wesentlichen EDV-Software.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens hat sich während des Berichtsjahres um 5.200 Tsd. € auf 79.418 Tsd. € verringert. Begründet ist dies durch die Höhe der Abschreibungen und durch Verkäufe im Bereich Real Estate. Gegenläufig wirkten die Investitionsmaßnahmen insbesondere in unseren Fabriken an den Standorten Ratingen und Hanau.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen blieb mit 373.813 Tsd. € (Vorjahr: 373.777 Tsd. €) im Wesentlichen konstant. Aufgrund der Vergabe eines konzerninternen Darlehens in Höhe von 100 Mio. € stiegen die Ausleihungen an verbundene Unternehmen deutlich an. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der ABB AG ist auf den Seiten 20 bis 21 aufgeführt.

Der Bestand an Wertpapieren des Anlagevermögens hat sich während des Berichtsjahres um 561 Tsd. € auf 16.252 Tsd. € erhöht. Es handelt sich bei diesen Wertpapieren um Anteile an einem Spezialfonds, soweit sie nicht zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden und somit entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurden.

Da sich während des Berichtsjahres die Anzahl der verpfändeten Anteile reduzierte und somit weniger Anteile in die Vermögensverrechnung gemäß § 246 II HGB einbezogen wurden, ergab sich in diesem Umfang eine Erhöhung unseres Wertpapierbestandes.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 8, 12 und 14 dieses Anhangs.

Entwicklung des Anlagevermögens

in Tsd. € Stand per 31.12.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand per 31.12.2016
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 31.991 563 26 - 32.528
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.001 - - - 1.001
Geleistete Anzahlungen 139 39 - - 178
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 33.131 602 26 - 33.707
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.677 193 6.927 777 74.720
Technische Anlagen und Maschinen 113.917 2.048 2.916 1.311 114.360
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.280 7.039 2.486 437 110.270
Anlagen im Bau 3.816 2.392 - -682 5.526
Geleistete Anzahlungen 3.805 2.042 316 -1.843 3.688
Sachanlagen (gesamt) 307.495 13.714 12.645 - 308.564
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 375.752 61 25 - 375.788
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - 100.000 - - 100.000
Wertpapiere des Anlagevermögens* 15.691 - - 561 16.252
Finanzanlagen (gesamt) 391.443 100.061 25 561 492.040
Anlagevermögen (gesamt) 732.069 114.377 12.696 561 834.311
in Tsd. € Abschreibungen 31.12.2015 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Veränderungen** Abschreibungen 31.12.2016
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 29.007 1.376 -33 30.350
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 853 148 - 1.001
Geleistete Anzahlungen - - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 29.860 1.524 -33 31.351
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.884 987 -3.744 50.127
Technische Anlagen und Maschinen 90.378 4.751 -2.853 92.276
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.615 9.329 -2.341 86.603
Anlagen im Bau - 140 - 140
Geleistete Anzahlungen - - - -
Sachanlagen (gesamt) 222.877 15.207 -8.938 229.146
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.975 - - 1.975
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens* - - - -
Finanzanlagen (gesamt) 1.975 - - 1.975
Anlagevermögen (gesamt) 254.712 16.731 -8.971 262.472
in Tsd. € Buchwerte per 31.12.2016 Buchwerte per 31.12.2015
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 2.178 2.984
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen - 148
Geleistete Anzahlungen 178 139
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 2.356 3.271
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.593 27.793
Technische Anlagen und Maschinen 22.084 23.539
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.667 25.665
Anlagen im Bau 5.386 3.816
Geleistete Anzahlungen 3.688 3.805
Sachanlagen (gesamt) 79.418 84.618
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 373.813 373.777
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000 -
Wertpapiere des Anlagevermögens* 16.252 15.691
Finanzanlagen (gesamt) 490.065 389.468
Anlagevermögen (gesamt) 571.839 477.357

* Reduzierung Stückzahl verpfändeter Anteile Deckungsvermögen

** Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

(Stand: 31.12.2016) Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital

in Tsd. LW
Konzernanteil

in%
Beteiligung

bei Nr.
Ergebnis Geschäftsjahr

in Tsd. LW
Umsatz 2016

in Mio. LW
Mitarbeiter 31.12.2016
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABB AG, Mannheim 846.265 € - 2.306 3.837
2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin 823 € 100 1. 85 5 66
3. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 19. - 618 1.604
4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg 21.066 € 100 3. -4.711 410 1.229
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 17.484 € 100 7. 1.194 311 1.034
6. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim 318.474 € 100 1. 32.716 - -
7. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim * 47.759 € 100 1. - - -
8. ABB Business Services GmbH, Heidelberg * 93 € 100 1. - 11 110
9. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg * 6.142 € 100 1. -1.174 40 30
10. ABB gomtec GmbH, Seefeld * 4.480 € 100 3. - 8 28
11. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 263.102 € 100 6. 978 1 -
12. ABB Kaufel GmbH, Berlin -5.845 € 100 7. -5.478 14 83
13. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 44 € 100 1. - - -
14. PMA Deutschland GmbH, Haßfurt 4.897 € 100 7. - 12 20
15. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim 3.051 € 100 7. 2.351 65 289
16. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg 28.739 € 100 7. 2.413 516 1.500
17. ABB Stotz-Kontakt/Striebel & John Vertriebsges. mbH, Heidelberg 520 € 100 16./18. 317 94 134
18. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 11.234 € 100 1. 9.347 93 350
19. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./6./11. - 5 173
20. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim 512 € 100 1. - 5 39
21. Striebel France S.a.r.l., Fellering/Frankreich 5.860 € 100 18. 49 2 11
22. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 33.380 € 100 1. -4.517 - 17
II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
23. mozaiq operations GmbH 1), Frankfurt am Main 1,273 € 33 5. -3.696 - -
III. Sonstige Beteiligungen
24. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR2), Mannheim 43 € 14 1. -12 - -
25. SOLUM Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG i. L., Düsseldorf 50 € 99 9. - - -

1) vorl. Zahlen 2016

2) Zahlen 2014

5. Vorräte

in Tsd.€ 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40.726 42.954
Unfertige Erzeugnisse 7.176 8.405
Bestellte Anlagen in Arbeit 812.497 780.488
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 6.946 7.696
Geleistete Anzahlungen 930.653 1.694.590
Summe Vorräte vor Verrechnung von Kundenanzahlungen 1.797.998 2.534.133
abzgl. verrechnete Kundenanzahlungen -1.404.732 -2.089.498
Vorräte (gesamt) 393.266 444.635

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 736 Mio. € auf insgesamt 1.798 Mio. € reduziert. Der Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Geleistete Anzahlungen, die um 764 Mio. € zurückging. Insbesondere in der Division Stromnetze konnten im Berichtsjahr einige große Inlandsaufträge fertiggestellt und abgerechnet werden.

Unter weiterer Berücksichtigung der um rund 685 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verminderung des Nettovorratsvermögens um 51 Mio. €.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd.€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 155.197 134.247
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (620)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.107.294 1.029.331
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (812) (149)
Sonstige Vermögensgegenstände 21.767 26.994
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (721) (700)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.284.258 1.190.572
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.533) (1.469)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt und auch aufgrund der erstmaligen Anwendung der Umsatzdefinition gemäß BilRUG um rund 21 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 225.516 Tsd. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 149.072 Tsd. €). Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

7. Flüssige Mittel

in Tsd.€ 31.12.2016 31.12.2015
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.212 8.517
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2 enthalten) 824.177 834.735
Flüssige Mittel 831.389 843.252
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) 538.591 404.304
Flüssige Mittel abzgl. Finanzschulden 292.798 438.948

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in erster Linie um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Der leichte Rückgang der flüssigen Mittel beruht insbesondere auf zwei Sachverhalten. Positiv wirkte sich der operative Cash Flow mit 79 Mio. € auf die flüssigen Mittel aus. Negativ wurden die flüssigen Mittel durch eine konzerninterne Ausleihung in Höhe von 100 Mio. € beeinflusst.

Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus Mittelanlagen unserer Beteiligungsgesellschaften beim Treasury- Bereich der ABB AG.

Darüber hinaus beinhalten die (konzerninternen) Finanzschulden auch die Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 140 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €).

8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, führte zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 46.906 Tsd. € (Vorjahr: 32.905 Tsd. €).

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Vermögen handelt es sich größtenteils um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e.V. und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e.V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2016 belief sich der Buchwert (Marktwert) dieser für Altersversorgungsansprüche reservierten Wertpapiere auf insgesamt 551.055 Tsd. € (Vorjahr: 545.181 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 397.249 Tsd. € (Vorjahr: 413.245 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 153.806 Tsd. € (Vorjahr: 131.936 Tsd. €) betrugen.

Neben den im Rahmen unseres CTA gehaltenen Wertpapieren beinhaltet das für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögen auch das Deckungskapital einer Rückdeckungsversicherung, dessen Zeitwert sich per 31. Dezember 2016 auf 20.310 Tsd. € (Vorjahr: 20.991 Tsd. €) belief.

Die Altersversorgungsverpflichtungen beliefen sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 569.579 Tsd. € (Vorjahr: 577.012 Tsd. €), wovon ein Anteil in Höhe von 44.648 Tsd. € (Vorjahr: 42.557 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell entfällt, dem keine saldierungsfähigen Vermögenswerte gegenüberstanden, so dass sich der in die Vermögensverrechnung einbezogene Anteil der Altersversorgungsverpflichtungen auf 524.931 Tsd. € (Vorjahr: 534.455 Tsd. €) belief.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.

Der Marktwert dieser zum Zwecke der Insolvenzsicherung verpfändeten Wertpapiere belief sich per 31. Dezember 2016 auf 10.169 Tsd. € (Vorjahr: 10.651 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 7.658 Tsd. € (Vorjahr: 8.219 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 2.511 Tsd. € (Vorjahr: 2.432 Tsd. €) betrugen.

Die Altersteilzeitverpflichtungen wiesen zum Ende des Berichtsjahres einen Wert in Höhe von 9.697 Tsd. € (Vorjahr: 9.463 Tsd. €) auf. Die Verrechnung der Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen führte zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 472 Tsd. € (Vorjahr: 1.188 Tsd. €).

Nach Verrechnung der zuvor genannten Vermögenswerte mit den Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen, ergibt sich insgesamt der eingangs genannte aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 46.906 Tsd. €.

Aus der Marktwertbewertung der Wertpapiere ergibt sich zum 31. Dezember 2016 ein grundsätzlich abführungsgesperrter Betrag von insgesamt 156.317 Tsd. €. Aufgrund der in ausreichender Höhe vorhandenen frei verfügbaren Rücklagen besteht jedoch keine Abführungssperre, so dass das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis in voller Höhe abgeführt wird.

Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement sowie zur Bewertung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

9. Entwicklung des Eigenkapitals

Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossen.

Aufgrund dieses Gewinnabführungsvertrages wird das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, so dass sich das Eigenkapital der ABB AG unverändert zum Vorjahr - auf 846.265 Tsd. € beläuft.

10. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der ABB AG beträgt 167.500 Tsd. € und ist in 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

Am 31. Dezember 2016 befand sich das gesamte Aktienkapital im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz, wobei der größte Anteil unserer Aktien von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, gehalten wird.

Die Kapitalrücklage enthält die Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen sowie die Aufgelder aus dem Umtausch von Genussscheinen früherer Geschäftsjahre.

11. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von unverändert 627.368 Tsd. € beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. €.

Darüber hinaus beinhalten die Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von 5.368 Tsd. € aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 im Zusammenhang mit der Abzinsung langfristiger Rückstellungen (außer Pensionsrückstellungen).

12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e.V. übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e.V. übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert.

Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Pensionsverpflichtungen der ABB AG insgesamt 569.579 Tsd. € (Vorjahr: 577.012 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 4,03% (Vorjahr: 3,94%) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde.

Für das Berichtsjahr berechnet sich dieser Durchschnitt aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, während im Vorjahr noch der Durchschnitt aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln war. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 VI HGB bezogen auf den Zinssatz berechnet aus dem Durchschnitt der vergangenen sieben Geschäftsjahre (2016: 3,28%) beträgt 42.085 Tsd. €.

Ferner liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,75% (Vorjahr: 2,5%) p.a. sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,75% (Vorjahr: 1,5%) p.a. zugrunde.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplanes wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3% p. a. (Vorjahr: 4,3%) unterstellt.

Von dem Gesamtbetrag der Pensionsverpflichtungen per 31. Dezember 2016 in Höhe von 569.579 Tsd. € (Vorjahr: 577.012 Tsd. €) entfällt ein Anteil in Höhe von 44.648 Tsd. € (Vorjahr: 42.557 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell, dem keine verrechnungsfähigen Vermögenswerte im Sinne von § 246 II HGB gegenüberstanden, so dass dieser Anteil der Pensionsverpflichtungen nicht in die Vermögensverrechnung einbezogen wurde

Die Pensionsverpflichtungen, denen zum 31. Dezember 2016 verrechnungsfähige Vermögenswerte gegenüberstanden, beliefen sich somit auf insgesamt 524.931 Tsd. € (Vorjahr: 534.455 Tsd. €).

Diesem Anteil der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 524.931 Tsd. € standen am 31. Dezember 2016 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände im Gesamtwert von 571.365 Tsd. € (Vorjahr: 566.172 Tsd. €) gegenüber, so dass sich aus dem in § 246 II HGB geforderten Saldierungsgebot ein aktiver Unterschiedsbetrag im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen und Pensionsvermögen in Höhe von 46.434 Tsd. € (Vorjahr: 31.717 Tsd. €) ergibt.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 6.222 Tsd. € (Vorjahr: 7.914 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen neben Restrukturierungsmaßnahmen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 331.941 Tsd. € und lag damit um 17.093 Tsd. € über dem Vorjahresbetrag in Höhe von 314.848 Tsd. €, was in erster Linie auf die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Kundenaufträgen zurückzuführen ist.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor Verrechnung mit den für diese Verpflichtungen reservierten Vermögenswerten - zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 9.697 Tsd. € (Vorjahr: 9.463 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Anteile 10.169 Tsd. € (Vorjahr: 10.651 Tsd. €). Dieser Betrag beinhaltet die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 7.658 Tsd. € (Vorjahr: 8.219 Tsd. €) sowie die kumulativen Marktwertanpassungen in Höhe von 2.511 Tsd. € (Vorjahr: 2.432 Tsd. €).

Der Buchwert der verpfändeten Anteile in Höhe von 10.169 Tsd. € wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen der ABB AG in Höhe von insgesamt 9.697 Tsd. € verrechnet, so dass die Verrechnung zu einem aktivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von 472 Tsd. € (Vorjahr: 1.188 Tsd. €) führte.

15. Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2016 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2015 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442 442 - 181 181 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.710.067 1.707.567 2.500 2.444.087 2.439.108 4.979
(davon von verbundenen Unternehmen) (146.629) (146.415) (214) (147.754) (147.453) (301)
Verrechnet mit Vorräten -1.404.732 -1.402.678 -2.054 -2.089.498 -2.085.241 -4.257
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 305.335 304.889 446 354.589 353.867 722
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.253 60.253 - 62.843 62.843 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 654.610 653.797 813 471.426 469.804 1.622
Sonstige Verbindlichkeiten 48.733 48.493 240 37.680 37.159 521
(davon aus Steuern) (33.615) (33.615) (-) (18.591) (18.591) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (-) (-) (-) (641) (641) (-)
Verbindlichkeiten (gesamt) 1.069.373 1.067.874 1.499 926.719 923.854 2.865

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betrugen im Berichtsjahr 16 Tsd. € (Vorjahr: 20 Tsd. €).

Der Rückgang der erhaltenen Kundenanzahlungen um 734 Mio. € entfällt in allererster Linie auf die Division Stromnetze der ABB AG; hier konnten im Berichtsjahr einige große Inlandsaufträge abgeschlossen und abgerechnet werden.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen knapp 108.565 Tsd. € (Vorjahr: 55.074 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten auch die Ergebnisabführungsverpflichtung gegenüber der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese belief sich im Vorjahr auf 18.239 Tsd. €. Im Berichtsjahr ergibt sich aus vorgenannten Sachverhalten eine Verbindlichkeit in Höhe von 140.057 Tsd. €.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konsortialgeschäften, Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Haftungsverhältnisse

in Tsd.€ 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 36.491 52.151
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen und sonstige Haftungsverhältnisse 19.718 7.997
Haftungsverhältnisse (gesamt) 56.209 60.148

In den Haftungsverhältnissen sind 643 Tsd. € (Vorjahr: 866 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten, für die entsprechende Rückhaftungsvereinbarungen abgeschlossen wurden. Die restlichen Haftungsverhältnisse in Höhe von 55.566 Tsd. € (Vorjahr: 59.282 Tsd. €) beziehen sich auf konsolidierte verbundene Unternehmen.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als gering einschätzen.

17. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2015
in Tsd.€ Gesamtbetrag Jahresbetrag Gesamtbetrag Jahresbetrag
--- --- --- --- ---
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 13.317 5.817 29.712 20.912
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 19.572 2.344 21.914 2.343
Gesamt 32.889 8.161 51.626 23.255

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 33 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 8 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich vorrangig um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich Flächenmanagement. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 13 Mio. € (Vorjahr: 30 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 6 Mio. € (Vorjahr: 21 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fällt hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und IBM, der zum 30. September 2015 zwar gekündigt, jedoch bis Ende des ersten Quartals 2017 verlängert wurde. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 20 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €).

Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 16 und nicht unter Ziffer 17 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf rund 31 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €), wovon 21 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen (Vorjahr: 22 Mio. €).

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 13 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €).

19. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 596.037 Tsd. € (Vorjahr: 678.112 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt -20.232 Tsd. € (Vorjahr: -7.552 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow-Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug im Berichtsjahr 9.075 Tsd. € (Vorjahr: 5.151 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 1.285 Tsd. € (Vorjahr: -466 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb der ABB AG sowie innerhalb des deutschen ABB-Teilkonzerns wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 23.097 Tsd. € (Vorjahr: 13.546 Tsd. €) passiviert.

20. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 2.306 Mio. € und liegen damit um rund 66% über dem Vorjahreswert in Höhe von 1.386 Mio. €.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um insgesamt rund 920 Mio. € entfällt hauptsächlich auf die Division Stromnetze, wo insbesondere aufgrund der Abrechnung mehrerer Inlandsaufträge im Geschäftsbereich Grid Systems eine Umsatzsteigerung in Höhe von 82% erzielt werden konnte.

In dem auf die Division Prozessautomation entfallenden Teil der ABB AG wurde der Umsatz um 32% auf 155 Mio. € gesteigert - dies betrifft insbesondere den Geschäftsbereich Stromerzeugung aufgrund der Abrechnung eines Großprojekts in den Niederlanden. In dem auf die Division Elektrifizierungsprodukte entfallenden Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte wurden die Umsatzerlöse um 4% gesteigert.

Ein weiterer Anstieg von rund 97 Mio. € resultiert aus sonstigen Bereichen der ABB AG und resultiert vorrangig aus der erstmaligen Anwendung des BilRUG vormals als sonstige betriebliche Erträge, wie z. B. Erstattungen von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen oder Weiterverrechnung von internen ABB-Umlagen, wurden im Berichtsjahr zu einem Großteil als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geografischen Merkmalen ergibt folgendes Bild:

in Tsd. € 2016 2015
Prozessautomation 154.762 116.804
Elektrifizierungsprodukte 353.669 340.986
Stromnetze 1.716.629 943.361
Sonstiges/Konsolidierung 81.368 -15.172
Umsatzerlöse (gesamt) 2.306.428 1.385.979
davon:
Deutschland 1.396.595 598.011
Übriges Europa 392.916 353.100
Asien 224.724 173.615
Afrika 197.207 156.310
Amerika 91.002 100.044
Sonstige Regionen 3.984 4.899

Unter Anwendung des BilRUG sind als Umsatzerlöse Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen. Hierbei wird nicht länger zwischen typisch und untypisch für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der ABB AG unterschieden.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG im Berichtsjahr ist die Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse nicht gegeben. Die Umsatzerlöse des Vorjahres, die sich aus der Anwendung des BilRUG ergeben hätten, belaufen sich auf 1.497.758 Tsd. €. Sie liegen somit um 111.779 Tsd. € über dem berichteten Vorjahreswert.

21. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Holding-Umlagen, Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen sowie Erträge aus der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Darüber hinaus sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 25.728 Tsd. € (Vorjahr: 37.715 Tsd. €) enthalten.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 118.984 Tsd. € ist in erster Linie auf die durch das BilRUG geänderte Umsatzdefinition zurückzuführen.

22. Materialaufwand

in Tsd.€ 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -754.108 -758.570
Aufwendungen für bezogene Leistungen -972.035 -110.303
Materialaufwand (gesamt) -1.726.143 -868.873

Die Erhöhung des Materialaufwands um rund 857 Mio. € ist in erster Linie auf die um 817 Mio. € gestiegene Gesamtleistung zurückzuführen.

Insbesondere in der Division Stromnetze konnte aufgrund der Abrechnung mehrerer Inlandsaufträge eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt werden, aus der eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung resultierte, so dass die gestiegenen Materialkosten insbesondere auf diesen Bereich entfielen.

Die durch die Erstanwendung von BilRUG geänderte Umsatzdefinition wirkt sich ebenfalls auf den Materialaufwand im Berichtsjahr aus. Die bezogenen Vorleistungen für den erstmalig als Umsatz ausgewiesenen Anteil sind demzufolge innerhalb des Materialaufwands als bezogene Leistungen auszuweisen, während sie im Vorjahr Teil des sonstigen betrieblichen Aufwands waren.

23. Personalaufwand

in Tsd.€ 2016 2015
Löhne und Gehälter -272.783 -275.426
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -59.547 -51.687
(davon für Altersversorgung) (-15.290) (-5.418)
Personalaufwand (gesamt) -332.330 -327.113

Die Lohn- und Gehaltssumme ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies ist zum einen auf die rückläufige Anzahl der im Jahresdurchschnitt Beschäftigten um 116 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Tariferhöhungen im April 2015 (3,4%) und Juli 2016 (2,8%) aus.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Erfolgsrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt.

Die im Berichtsjahr vorgenommene Änderung der Bewertungsparameter führte dazu, dass sich die im Personalaufwand auszuweisende Zuführungskomponente deutlich erhöhte, während die Zinskomponente deutlich zurück ging; wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf Ziffer 28 dieses Anhangs.

Im Berichtsjahr betrug die im Personalaufwand auszuweisende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen 15.290 Tsd. €.

24. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2016 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 873 888
Angestellte 2.724 2.825
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 3.597 3.713
Auszubildende 246 257
Mitarbeiter (gesamt) 3.843 3.970

Im Jahresdurchschnitt ging die Anzahl der Mitarbeiter von 3.970 um 127 auf 3.843 zurück.

Bezogen auf den jeweiligen Bilanzstichtag ergab sich ein Rückgang der Mitarbeiterzahl von 3.941 im Vorjahr um 107 auf 3.834 zum Ende des Berichtsjahres.

25. Abschreibungen

Soweit in den Vorjahren Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen wurden, haben diese das Jahresergebnis nachfolgender Geschäftsjahre nicht wesentlich beeinflusst.

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 3 dieses Anhangs.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, konzerninterne Umlagen, Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieaufwendungen, Bußgelder, Mieten, Pachten, Instandhaltungs- sowie Transport- und Verpackungskosten und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, soweit die entsprechenden Aufwendungen nicht zur Erzielung von Umsatzerlösen anfielen.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 45.514 Tsd. € (Vorjahr: 73.838 Tsd. €). Darüber hinaus beinhaltet diese Position auch die sonstigen Steuern in Höhe von 3.016 Tsd. € (Vorjahr: 2.753 Tsd. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres liegen um rund 169 Mio. € unter dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf drei Sachverhalte zurückzuführen ist. Erstens wurden bezogene Leistungen zur Erzielung von Umsatzerlösen gemäß neuer Definition des BilRUG im Materialaufwand ausgewiesen. Diese hatten im Berichtsjahr einen Umfang von ca. 87 Mio. €. Zweitens sind im Berichtsjahr 49 Mio. € weniger für die Bildung von Rückstellungen für künftige Kapazitätsanpassungen sowie für Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich im Rahmen der vom ABB-Konzern verfolgten Next-Level-Strategie gegenüber dem Vorjahr aufgewendet worden. Drittens wirkten sich gesunkene Aufwendungen aus Wechselkurseffekten mit rund 28 Mio. € aus.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen betrugen im Berichtsjahr 29.739 Tsd. € (Vorjahr: 77.408 Tsd. €).

27. Beteiligungsergebnis

in Tsd.€ 2016 2015
Erträge aus Beteiligungen 100 396
(davon von verbundenen Unternehmen) (100) (396)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 120.100 139.559
Aufwand aus Verlustübernahmen - -297
Aufwand aus Gewinnabführungsverträgen -10.103 -3.109
Beteiligungsergebnis 110.097 136.549

Das Beteiligungsergebnis lag im Berichtsjahr um 26.452 Tsd. € unter dem Beteiligungsergebnis des Vorjahres, wobei das Beteiligungsergebnis des Vorjahres positive Einmaleffekte unter anderem aus einem konzerninternen Technologietransfer im Bereich der Niederspannungsprodukte sowie aus der Freiwerdung nicht mehr benötigter Risikovorsorgen und Veräußerungsgewinne im Real Estate-Bereich beinhaltete.

Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zur Ergebnissituation im Beteiligungsbereich der ABB AG verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

28. Zinsergebnis

in Tsd.€ 2016 2015
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.384 2.346
(davon von verbundenen Unternehmen) (1.785) (2.064)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (15.125) (250)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.981 -68.161
(davon an verbundene Unternehmen) (-) (-3)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (-1.850) (-67.182)
Zinsergebnis 16.403 -65.815

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf 16.403 Tsd. € und liegt somit um 82.218 Tsd. € über dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 16.363 Tsd. € (Vorjahr: 58.914 Tsd. €). Davon resultieren -4.417 Tsd. € (Vorjahr: 34.437 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 3,94% im Vorjahr auf 4,03% zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 30.692 Tsd. €, während das Zinsergebnis des Vorjahres diesbezügliche Verluste in Höhe von 4.644 Tsd. € enthielt.

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich auf 782 Tsd. € (Vorjahr: 248 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 1.850 Tsd. € (Vorjahr: 3.607 Tsd. €) beliefen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes positives Zinsergebnis in Höhe von 3.142 Tsd. € (Vorjahr: 1.102 Tsd. €).

29. Steuern

Im Berichtsjahr ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von insgesamt 1.415 Tsd. €, während das Vorjahresergebnis einen Steuerertrag in Höhe von 57.115 Tsd. € beinhaltete.

Der Steueraufwand des Berichtsjahres resultiert aus zwei Sachverhalten. Zum einen aus der Verpflichtung zur Abführung einer Steuerumlage in Höhe von 9.413 Tsd. € an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Zum anderen ergaben sich positive Ergebniseffekte aus der Freiwerdung nicht mehr benötigter Rückstellungen.

30. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2016 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses der ABB AG.

31. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, Kredite

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2016 betrug 363 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 betrugen insgesamt 1.471 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 6.237 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 62.586 Tsd. € zurückgestellt.

Kredite im Sinne der §§ 89,115 AktG bestanden weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 7 bis 9 aufgeführt.

32. Nachtragsbericht

Am 21. September 2016 hat der ABB-Konzern den Verkauf des weltweiten Systemgeschäfts für Hochspannungskabel mit einem Gesamtunternehmenswert von 836 Mio. € an NKT Cables bekanntgegeben. Gleichzeitig unterzeichneten ABB und NKT Cables eine Vereinbarung für eine langfristige strategische Partnerschaft. Im Rahmen dieser strategischen Partnerschaft werden ABB und NKT Cables bei zukünftigen Projekten zusammenarbeiten, um sich Marktchancen zu erschließen. Mit der Transaktion wird das ABB-Portfolio der Division Stromnetze vereinfacht und fokussierter ausgerichtet.

Am 01. März 2017 hat der ABB-Konzern mitgeteilt, dass die Transaktion erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Auswirkungen des Verkaufs auf die ABB AG können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden.

33. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft

Wie an anderer Stelle in diesem Anhang bereits ausgeführt, wurde im Juni 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Aus diesem Grunde wird das von der ABB AG im Berichtsjahr erzielte Netto-Ergebnis in Höhe von 140.057 Tsd. € (Vorjahr: 18.239 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Das an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft abzuführende Jahresergebnis der ABB AG liegt um rund 122 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Diese Ergebnisverbesserung resultiert wesentlich aus der in diesem Anhang erläuterten Verbesserung des Zinsergebnisses aufgrund von geänderten Parametern bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen und aus Gewinnen aus der Marktwertanpassung des für Pensionsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens. Zudem war das Vorjahr erheblich durch Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Produktivitätsverbesserung belastet.

Mannheim, den 03. März 2017

ABB AG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

Bestätigungsvermerk

„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der ABB AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Mannheim, den 10. März 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Th. Müller, Wirtschaftsprüfer

Reiter, Wirtschaftsprüfer

ABB AG

Unternehmenskommunikation

Kallstadter Str. 1

68309 Mannheim

Postfach 10 01 64

68001 Mannheim

Phone: +49 (0) 621 4381 0

Fax: +49 (0) 621 4381 372

www.abb.de

Geschäftsbericht 2016

Inhalt

003 Inhalt
004- 009 Bericht des Vorstands
010 - 050 Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2016
051 Bericht des Aufsichtsrats
052 - 053 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016
054 - 055 Konzernbilanz
056 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
057 Konzern- Kapitalflussrechnung
058 - 061 Segmentberichterstattung
062 Konzern-Eigenkapitalspiegel
063 -101 Konzernanhang
102 Bestätigungsvermerk
104 - 105 Fünfjahresübersicht
106 Impressum
107 ABB weltweit auf einen Blick

Bericht des Vorstands

Liebe Leserinnen und Leser,

trotz schwieriger Märkte konnte ABB Deutschland 2016 die meisten ihrer Ziele erreichen. Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld war wegen des Brexit, aufgrund der Terroranschläge und durch die politischen Unruhen nicht einfach. Dennoch hat ABB ihre Strategie weiter umgesetzt. ABB richtet die Organisationsstruktur zum 01. Januar 2017 neu aus und fokussiert sich auf vier marktführende Divisionen: Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, Industrieautomation und Stromnetze.

Portfolio für die Energiewende

Die ABB-Konzernleitung hat am 04. Oktober 2016 die dritte Stufe der Next-Level-Strategie gestartet und wird in den nächsten fünf Jahren zusätzlichen Wert für Kunden und Aktionäre schaffen. Dabei hält der Konzern an der Division Stromnetze fest. Nach einer umfassenden strategischen Portfolio-Überprüfung sind Verwaltungsrat und Konzernleitung zu dem Schluss gekommen, dass die Transformation der Division Stromnetze unter dem Dach von ABB den größtmöglichen Wert für die Aktionäre schafft - verglichen mit anderen Optionen wie etwa Verkauf, Börsengang, Abspaltung oder Joint Venture. ABB setzt die laufende Transformation der Division mit dem Programm „Power-Up" fort. Die Division wird dabei auf ihre operativen Stärken, auf Segmente mit starkem Wachstum sowie auf digitale Dienstleistungen und Software ausgerichtet. Auch das Risikoprofil des Geschäftsmodells wird verbessert und neue Wachstumschancen durch zwei strategische Partnerschaften erschlossen: mit Fluor im Bereich Umspannwerke und mit Aibel im Bereich Anbindung von Offshore-Windenergieanlagen. Ein weiteres Element ist die konsequente Trennung von Randgeschäften wie der vollzogene Verkauf des Kabelgeschäfts an NKT Cables. Zugleich hat ABB mit dem Käufer eine strategische Partnerschaft vereinbart, um den weiteren Technologiezugang sicherzustellen.

Digitales Angebot bündeln

Mit ABB AbilityTM führt ABB das gesamte Portfolio an digitalen Lösungen und Dienstleistungen über alle Kundensegmente hinweg zusammen. ABB festigt damit die führende Position beim Thema Industrie 4.0. Guido Jouret, ein Pionier des Internets der Dinge, ist seit 01. Oktober 2016 Chief Digital Officer. Jouret wird die Entwicklung und Bereitstellung von digitalen Lösungen mit ABB AbilityTM für Kunden weltweit und in allen Geschäftsbereichen vorantreiben. Darüber hinaus hat ABB eine weitreichende strategische Partnerschaft mit Microsoft, dem weltweit größten Software-Hersteller, geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, zukunftsweisende digitale Lösungen auf Basis einer integrierten Cloud-Plattform zu entwickeln. Schon heute hat ABB eine installierte Basis mit mehr als 70 Mio. angeschlossenen Geräten und mehr als 70.000 digitalen Steuerungssystemen.

Eine starke Marke

ABB investiert zudem in einen neuen Markenauftritt und wird künftig mit einer einzigen Unternehmensmarke auftreten. Dieser Prozess wird voraussichtlich bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die Neupositionierung unserer Marke wird uns deutlicher differenzieren. Wir werden alle unsere Marken unter einer Hauptmarke vereinen, um das Spektrum unseres Angebots in seiner gesamten Breite und Tiefe zu transportieren. Unser Markenversprechen lautet: „Let's write the future. Together." Deutschland wird als erstes ABB-Land das neue Corporate Design umsetzen. Unser Messestand auf der Hannover Messe 2017 wird hier ein sichtbares Zeichen setzen.

Kräftiges Wachstum im Inland

Im Rückblick war das Jahr 2016 für ABB in Deutschland erfolgreich. Der Auftragseingang war zwar um 7% rückläufig und belief sich auf knapp 3,2 Mrd. €, jedoch war das Vorjahr von Großaufträgen geprägt, die in dieser Größenordnung wie erwartet nicht wiederholt werden konnten. Der Auftragsbestand sank um 25% auf 3,5 Mrd. €. Beim Umsatz konnten wir ein Plus von knapp 30% auf 4,3 Mrd. € erreichen. Im Ausland ging der Auftragseingang um 19% zurück, der Umsatz stieg um 11%. Im Inland konnten wir sowohl beim Umsatz deutlich zulegen (+46%), als auch beim Auftragseingang (+ 8 %). Das Ergebnis vor Gewinnsteuern belief sich auf 217 Mio. € gegenüber einem von negativen Sondereffekten belasteten Ergebnis im Jahr 2015. Mit 10.537 lag die Zahl der Beschäftigten leicht unter der des Vorjahres.

Einer der wesentlichen Aufträge in Höhe von rund 140 Mio. US-Dollar kam von den Übertragungsnetzbetreibern Energinet.dk in Dänemark und 50Hertz Transmission in Deutschland: Kriegers Flak umfasst die Planung, Lieferung und Installation einer HGÜ-(Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung)-Konverterstation in Bentwisch in Norddeutschland. Diese HGÜ-Light-Kurzkupplungs-Konverterstation ist die erste ihrer Art in Europa und ermöglicht die Verbindung der asynchronen Drehstromnetze in Ostdänemark und in Deutschland. Ziel ist, die nationalen Netzanschlüsse des künftigen dänischen Offshore-Windparks Kriegers Flak und der bereits in Betrieb befindlichen deutschen Offshore-Windparks Baltic 1 und Baltic 2 miteinander zu verbinden. Dieses Infrastrukturprojekt soll maßgeblich zur Erfüllung der europäischen Ziele für die Nutzung erneuerbarer Energien beitragen. ABB liefert die komplette HGÜ-Station einschließlich Transformatoren, Konverterventilen, Kühlsystemen, Steuerungs- und Schutzsystemen sowie weiterer Ausrüstung für die Konverterstation.

Digitale Arbeitswelten

Die Welt der Industrie hat sich verändert und damit müssen sich auch die Kompetenzen der Mitarbeiter entsprechend wandeln. Smarte Technologien und Produkte benötigen erstklassige Experten. Im September eröffnete ABB in Berlin ein neues Ausbildungszentrum, wo der Nachwuchs an modernen Systemen auf die digitale Zukunft vorbereitet wird. Es bietet Platz für 800 Auszubildende in 17 gewerblich-technischen Berufen, mit Qualifizierung im Bereich Industrie 4.0.

Auch in der eigenen Produktion setzt ABB Maßstäbe. Die neue vollautomatische Montagelinie M L2 in Heidelberg, auf der ABB Sicherungsautomaten im Sekundentakt produziert, wurde im Dezember auf dem Fachkongress Industrie 4.0 als Fabrik des Jahres ausgezeichnet. Im globalen ABB-Verbund stellt der Standort Heidelberg das Leitwerk und Entwicklungszentrum für Leitungsschutzschalter dar.

Auf der Hannover Messe 2016 haben wir unseren Kunden neue digitale Technologien, wie den Smart Sensor, vorgestellt. Bislang war es aufwändig und teuer, Niederspannungsmotoren zu überwachen und vorausschauend zu warten. Eine neue Technologie von ABB macht jetzt aus einfachen Motoren intelligente Dinge, die ihren Wartungsbedarf melden. Smarte Sensoren, die außen am Motor angebracht werden, liefern per drahtloser Datenübertragung Informationen zu Betriebs- und Zustandsparametern. Barack Obama besuchte als erster amtierender US-Präsident gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den Stand von ABB und ließ sich dort den Smart Sensor erklären.

Smart und virtuell: Entwicklungen aus dem Forschungszentrum

Das Konzernforschungszentrum in Ladenburg war an der Entwicklung des Smart Sensors maßgeblich beteiligt. Im Jahr 2016 hat ABB Deutschland 209 Mio. € in die Entwicklung innovativer neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 5% vom Umsatz. Dabei steht die allgegenwärtige Digitalisierung im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten. Aktuelle Themenschwerpunkte des deutschen Forschungszentrums sind Algorithmen für die Analyse großer Datenmengen und deren Anwendung im industriellen Umfeld, neue Produktionsszenarien mit kollaborativen und autonomen Robotern, integrierte Lösungen für die intelligenten Gebäude der Zukunft sowie Technologien für die zukünftigen Energienetze.

ABB unterstützt Kunden dabei, ihre Anlagen zunächst virtuell zu bauen und in Betrieb zu nehmen, bevor die reale Bauphase beginnt. Dabei kombiniert ABB Expertenwissen über den Anlagenbetrieb mit der Intelligenz von Systemen wie RobotStudio®, um die Inbetriebnahme zu beschleunigen. RobotStudio® kann eine exakte Kopie der Fertigung im virtuellen Raum simulieren, einschließlich automatisierter

Abläufe, so dass alle technischen Fragen im Voraus beantwortet werden können. Die virtuelle Inbetriebnahme ermöglicht umfangreiche Tests vor der realen Montage der Produktionslinie.

Wir bieten heute nicht nur einen Elektromotor für eine Maschine, sondern liefern gleich den intelligenten Sensor dazu, der Informationen über den Zustand des Motors bereitstellt. Mit diesen Informationen kann die Verfügbarkeit wesentlich verbessert, ungeplante Stillstandzeiten vermieden und die Lebensdauer des Motors deutlich verlängert werden. Wartung wird dann ausgeführt, wenn sie sinnvoll ist, und nicht zu einem theoretisch definierten Zeitpunkt.

Für die Gebäudeautomatisierung geht ABB-free@home® mit der neuesten Generation „wireless" noch einen Schritt weiter und ermöglicht die drahtlose Vernetzung. Sie verbindet Sensoren, Aktoren und die intelligente Steuerung ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand. So kann die vorhandene Bausubstanz unverändert bleiben. Bei Renovierungsprojekten werden Licht, Heizung, Klima und Jalousien unkompliziert auf den neuesten Smart-Home-Stand gebracht.

Auf der InnoTrans präsentierte ABB den weltweit ersten, leichten Traktions-Transformator Effilight®, dessen neue Technologie eine erhebliche Einsparung der Ölmenge erlaubt, und das hochkompakte Batterieladegerät BORDLINE® BC, das mit hoher Leistungsdichte und Verfügbarkeit sowie einfacher Wartung punktet.

Wenn ab dem Jahr 2018 das größte zusammenhängende Netz von Schnellladestationen auf Deutschlands Autobahnen angeboten wird und Fahrer von Elektrofahrzeugen etwa alle 30 Kilometer eine Ladesäule vorfinden, ist dies nicht zuletzt durch Technologie von ABB möglich. Unsere Gleichstrom-Schnellladesäulen eignen sich aufgrund ihrer hohen Ladeleistung von 50 kW bei gleichzeitig kompakter Bauweise besonders für Autobahnraststätten.

Dienst am Kunden

Mit der jährlichen Erhebung der Kundenzufriedenheit bekommen wir konkrete Hinweise auf Schwachstellen und Verbesserungspotenziale. In Sachen Kundenzufriedenheit sind wir auf einem guten Weg. 2015 haben wir beim Net Promotor Score (N PS), mit dem wir die Kundenzufriedenheit messen, einen Wert von 43% erreicht, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahreswert von 31% darstellte. 2016 konnten wir von diesem hohen Niveau nochmals 1%-Punkt zulegen. Und wir arbeiten weiter an Verbesserungen: So haben wir 2016 den Vertrieb der Division Elektrifizierungsprodukte vereinfacht und die Zahl der ABB-Gesellschaften reduziert. Dadurch rückt die interne Organisation zugunsten einer klaren Ausrichtung auf den Kunden in den Hintergrund. Salesforce wurde konzernweit als einheitliches Tool eingeführt. Das neue Vertriebswerkzeug bietet Transparenz und macht es den Kunden einfacher, mit uns zusammenzuarbeiten.

Die Zufriedenheit und Treue von Kunden und Mitarbeitern macht uns erfolgreich. ABB ehrte 2016 über 700 Jubilare, die seit mehr als 25 Jahren bei ABB arbeiten, in einem großen Festakt. Sein 60-jähriges Jubiläum feierte das ABB Kinderferienhaus in Schapbach, eine in der deutschen Unternehmenslandschaft in dieser Form einzigartige Einrichtung. Seit 1956 können im Schwarzwald Kinder unserer Beschäftigten ganzjährig auf Kosten des Unternehmens ihre Ferien verbringen. Das ist eine Sozialleistung, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten über 28.000 Kinder genutzt haben und die gerade in der heutigen Zeit einen wichtigen Beitrag für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf leistet.

Neuausrichtung der Support-Funktionen

Das im vergangenen Jahr gestartete White-Collar-Productivity-Programm hat die Erwartungen übertroffen. Durch operative Exzellenz und ein erstklassiges Supply Chain Management sollen zusätzliche Einsparungen in Höhe von 3 - 5 % der Umsatzkosten erzielt werden. ABB bestätigte außerdem die Umsetzung des 1.000-Tage-Programms zur Reduktion des Umlaufvermögens mit dem Ziel, bis Ende 2017 rund 2 Mrd. US-Dollar freizusetzen. Das Programm liegt voll im Plan.

Mit der White-Collar-Productivity-Initiative hat die nächste Entwicklungsphase der Support-Funktionen begonnen: Um Prozesse auch auf globaler Ebene verstärkt zu standardisieren und somit länderübergreifende Synergieeffekte zu nutzen, wurden seit Anfang 2016 globale und regionale Shared Service Center für verschiedene Funktionsbereiche gegründet. Seit Juli 2016 werden definierte administrative Personalprozesse nicht mehr in Deutschland, sondern durch Mitarbeiter des Service Centers in Krakau abgewickelt.

Die Personalarbeit bei ABB in Deutschland orientiert sich an den Kernaufgaben im Unternehmen: Dem bedarfsgerechten Finden, Binden und Entwickeln von Beschäftigten. Im Fokus stehen dabei die Themen Kultur und Führung, ohne die eine nachhaltige Verankerung der Botschaften und Maßnahmen im Unternehmen nicht gelingt.

Gesellschaftliches Engagement

Unsere Mitarbeiter sind über den Arbeitsalltag hinaus engagiert: Im Juni 2016 haben 150 ABB-Helfer bei den Special Olympics Sommerspielen in Hannover mit ihrem freiwilligen Engagement einen großen Beitrag geleistet, damit die Spiele zu einem Fest der Inklusion werden. 14.000 Sportler und 25.000 Besucher sorgten für eine öffentliche Wahrnehmung, die neue Maßstäbe setzt. ABB ist seit 16 Jahren engagierter Premium-Partner. Mit der Lebenshilfe e.V. in Mannheim verbindet ABB eine besondere Kooperation, die sich in einem integrativen Chor und gemischten

Sport-Teams niederschlägt. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern unterstützen wir geflüchtete Menschen mit konkreten Spenden und Hilfsmaßnahmen. In unseren Ausbildungszentren in Berlin und Heidelberg gibt es für sie Angebote zur Berufsorientierung und Qualifizierung. Im Jahr 2016 haben zwei von ihnen ein Duales Studium bzw. eine Ausbildung bei ABB begonnen, ein weiterer bei einem Verbundunternehmen.

Mit ihrem Portfolio ist ABB optimal für das digitale Zeitalter gerüstet. Als Taktgeber für die vierte industrielle Revolution und die Energiewende bündeln wir unter ABB AbilityTM unser Angebot an digitalen Lösungen und Dienstleistungen über alle Branchen hinweg. Damit schaffen wir einen echten Mehrwert für alle Kunden, denn ABB AbilityTM lässt Kunden an den Möglichkeiten des Internets der Dinge teilhaben. Neue digitale Dienstleistungen und Technologien von ABB helfen, vorhandene Techniken aufzuwerten und so die Produktivität durch weniger Ausfallzeiten, höhere Effizienz und bessere Erträge zu steigern. ABB steht im Zentrum der Energiewende und der vierten industriellen Revolution und macht mit ABB AbilityTM einen Quantensprung in der Digitalisierung.

Ich danke den Kunden, Partnern und Mitarbeitern ganz herzlich für ihr Vertrauen in unser Unternehmen. Let's write the future. Together.

Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender der ABB AG

Lagebericht Geschäftsjahr 2016

Im Interesse einer effizienten Berichterstattung wurde der Lagebericht der ABB AG mit dem Lagebericht des deutschen ABB-Konzerns zu einem einheitlichen Bericht zusammengefasst. In diesem zusammengefassten Lagebericht wurden neben der ABB AG, Mannheim, als Mutterunternehmen weitere 20 inländische sowie 1 ausländisches Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ABB AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Ende des Jahres 2015, aber mit Wirkung zum 01. Januar 2016, hat der weltweite ABB-Konzern eine organisatorische Neuausrichtung der Divisionsstruktur vorgenommen. Die operativen Geschäftsaktivitäten der deutschen ABB sind im Berichtsjahr - unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur - in vier Divisionen unterteilt. Diese sind ihrerseits wiederum in 30 Geschäftsbereiche und diese in 151 Produktgruppen unterteilt, so dass sich die Lageberichterstattung in erster Linie an dieser divisionalen Unternehmensstruktur orientiert.

Von den zuvor genannten vier Divisionen mit ihren jeweiligen Geschäftsbereichen und Produktgruppen sind im Berichtsjahr die wesentlichen Aktivitäten der Division Stromnetze unmittelbar innerhalb der ABB AG angesiedelt. Teile der ABB AG sind auch den Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Prozessautomation zugeordnet, wobei im Wesentlichen die Divisionen Industrieautomation und Antriebe, Elektrifizierungsprodukte sowie Prozessautomation in rechtlich selbständigen Tochterunternehmen beheimatet sind, an denen die ABB AG direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist.

Darüber hinaus erstreckt sich die operative Tätigkeit der ABB AG auf die Grundlagenforschung und die bereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie auf verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen.

Die ABB AG ist mit den meisten ihrer Beteiligungsunternehmen über Gewinnabführungsverträge verbunden, so dass sich die Ertragslage der ABB AG gleichgerichtet zur Ertragslage der deutschen ABB entwickelt.

Mit Start der dritten Stufe der Next-Level-Strategie hat ABB die vier Divisionen mit Wirkung zum 01. Januar 2017 erneut neu ausgerichtet, um fokussierte, marktführende und unternehmerisch handelnde Einheiten zu bilden, die zusätzlichen Wert für Kunden und Aktionäre schaffen. Die Division Robotik und Antriebe entstand aus der Division Industrieautomation und Antriebe. Die neue Division Industrieautomation wurde aus der Division Prozessautomation gebildet. Bei den Divisionen Stromnetze und Elektrifizierungsprodukte fanden Veränderungen auf Ebene von Geschäftsbereichen und Produktgruppen statt.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289 a Abs. 4, 315 Abs. 5 HGB

Aufgrund des am 01. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst war bei der ABB AG erstmals bis zum 30. September 2015 für

1. den Aufsichtsrat,
2. den Vorstand,
3. die Führungsebene 1 unter dem Vorstand und
4. die Führungsebene 2 unter dem Vorstand

jeweils eine bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgröße für den jeweiligen Frauenanteil festzulegen.

1. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat der ABB AG wurde in der Aufsichtsratssitzung am 25. September 2015 beschlossen (§ 111 Abs. 5 AktG):

Nachdem die Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2018 betreffend das Geschäftsjahr 2017 andauert, wird gemäß § 111 Abs. 5 AktG beschlossen, dass der derzeitige Anteil an weiblichen Mitgliedern im Aufsichtsrat von 12,5% bis zum 30.06.2017 nicht unterschritten werden soll.

Sofern ein Mitglied des Aufsichtsrats (m/w) vor Ablauf der Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet und noch kein Ersatzmitglied gewählt ist, werden sich die Vertreter der Anteilseignerseite bzw. der Arbeitnehmerseite jeweils nach besten Kräften bemühen, auch geeignete weibliche Ersatzmitglieder zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen.

2. Im Hinblick auf den Vorstand der ABB AG wurde in der Aufsichtsratssitzung am 25. September 2015 beschlossen (§ 111 Abs. 5 AktG):

Nachdem aus heutiger Sicht bis zum 30.06.2017 weder ein Wechsel im Vorstand noch eine Vergrößerung des Vorstands der ABB AG geplant ist, beträgt die gemäß § 111 Abs. 5 AktG festzulegende Zielgröße für den bis zum 30.06.2017 im Vorstand der ABB AG zu erreichenden Frauenanteil 0%.

Bei - aus heutiger Sicht unvorhergesehenen - Nachbesetzungsentscheidungen wird sich der Aufsichtsrat aber nach besten Kräften bemühen, auch geeignete Kandidatinnen zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen. Der geringe Frauenanteil in den technischen Berufen und die daraus auch für ABB resultierenden Schwierigkeiten, Frauen als Mitarbeiterinnen und insbesondere für Führungspositionen bei ABB zu gewinnen, sind dem Aufsichtsrat hierbei bewusst.

3. Im Hinblick auf die Führungsebene 1 unter dem Vorstand wurde durch den Vorstand der ABB AG am 25. September 2015 beschlossen (§ 76 Abs. 4 AktG):

Der Frauenanteil beträgt auf der entsprechend definierten Führungsebene 1 unter dem Vorstand derzeit 15 %. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG wird beschlossen, dass der Frauenanteil auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand von derzeit 15% zum 30.06.2017 nicht unterschritten werden soll (Zielgröße zum 30.06.2017).

4. Im Hinblick auf die Führungsebene 2 unter dem Vorstand wurde durch den Vorstand der ABB AG am 25. September 2015 beschlossen (§ 76 Abs. 4 AktG):

Der Frauenanteil beträgt auf der entsprechend definierten Führungsebene 2 unter dem Vorstand derzeit 25%. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG wird beschlossen, dass der Frauenanteil auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand von derzeit 25% zum 30.06.2017 nicht unterschritten werden soll (Zielgröße zum 30.06.2017).

Weltwirtschaft wächst 2016 erneut schwächer Deutschland leicht über den Erwartungen

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2016 mit real +2,5% erneut weniger stark gewachsen als vor einem Jahr erwartet (+ 2,6%). Der Rückstand gegenüber dem langjährigen Durchschnitt von rund +3% ist damit groß.

Maßgeblicher Treiber des weltweiten Wachstums war erneut Asien (ohne Japan) mit +5,7%. Westeuropa (+1,7%) hat sich knapp vor die USA (+1,6%) geschoben. Das Wachstum der USA blieb um 0,6%-Punkte unter den Erwartungen von Anfang 2016, das Wachstum der beiden anderen Regionen entsprach den Erwartungen. Es folgen Osteuropa (+ 1,3 %), Japan (+ 1,0 %) und Schlusslicht Lateinamerika (- 0,5 %), das noch etwas weiter zurückgefallen ist. Am stärksten gewachsen ist erneut Indien (+6,8%), gleichauf mit den Philippinen und nur noch knapp vor China (+ 6,7%). Unter den Industrieländern legte erneut Irland (+ 4,1%) am stärksten zu.

Die deutsche Wirtschaft ist mit real +1,9% etwas stärker gewachsen, als dies vor einem Jahr (+1,8%) erwartet wurde. Damit lag Deutschland innerhalb Westeuropas und in der Eurozone über dem Durchschnitt, blieb aber deutlich hinter den führenden europäischen Ländern Irland (+ 4,1%), Schweden (+ 3,3%) und Spanien (+ 3,2%) zurück.

Stärkster Wachstumstreiber in Deutschland war erneut der Private Verbrauch (+2,0%) mit einem Beitrag von 1,1%-Punkten vor dem Öffentlichen Konsum (+4,0%) mit einem Beitrag von 0,8%-Punkten. Während die Bauinvestitionen (+3,0%) einen Wachstumsbeitrag von 0,3%-Punkten beisteuerten, ist das Wachstum bei Ausrüstungsinvestitionen (+ 1,1 %) auf knapp ein Drittel des Wertes aus dem Jahr 2015 gesunken. Das Wachstum des Exports halbierte sich 2016 mit + 2,6 %, während das Importwachstum (+ 3,7 %) nur um ein Drittel gesunken ist. Damit war der Wachstumsbeitrag des Außenhandels mit -0,2%-Punkten leicht negativ.

Die Verarbeitende Industrie in Deutschland ist 2016 mit +1,4% etwa so stark gewachsen wie erwartet (+1%). In den vier großen Branchen wurden die Erwartungen von Anfang 2016 ebenfalls in etwa erfüllt: Automobil +2,3% (erwartet +2%), Elektrotechnik +1,0% (+1%), Chemie + 0,5 % (+1%) und Maschinenbau + 0,3% (+ 0%). Insgesamt haben die Unternehmen der Verarbeitenden Industrie ihre Investitionen im Jahr 2016 nach den Auswertungen des neuesten ifo-Investitionstests (Herbst 2016) um +3% gesteigert, statt der zu Jahresbeginn erwarteten +5%.

Weltweites Wachstum 2017 weiter unter langjährigem Durchschnitt - Deutschland soll langsamer wachsen

Das Wachstum der weltweiten Produktion soll 2017 merklich steigen, mit +3% den langjährigen Durchschnitt von 3% aber erneut verfehlen. Treiber des Wachstums bleibt Asien (ohne Japan, + 5,6%). Die USA (+ 2,3%), Osteuropa (+ 2,2%) und auch Lateinamerika (+1,7%) überholen Westeuropa (+1,5%). Japan (+1,2%) ist das neue Schlusslicht. Alle Regionen - außer Westeuropa (-0,2%-Punkte) - sollen sich besser entwickeln als im Jahr 2016. Indien (+ 7,4%) soll seinen Vorsprung als Wachstumsführer gegenüber dem sich weiter leicht abschwächenden China (+ 6,5%) deutlich ausbauen. In Westeuropa soll erneut Irland (+3,4%) am stärksten wachsen, vor Spanien und Schweden (je +2,4%).

Für Deutschland wird 2017 ein Wachstum von +1,4% prognostiziert. Das liegt geringfügig unter dem Durchschnitt der Euro-Zone und Westeuropa insgesamt. In fast allen Verwendungsbereichen soll das Wachstum gegenüber 2016 leicht sinken. Der Private Konsum bleibt trotz eines Rückgangs auf +1,4 % größter Wachstumsträger vor dem Staatsverbrauch (+ 3%) und den Bauinvestitionen (+ 2%). Stärkster Wachstumstreiber bleibt hier der Wohnungsbau, aber auch der Sonstige Hochbau (Privater und insbesondere der Öffentliche Hochbau) soll weiter wachsen. Das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen soll +1,5% betragen; damit würde der Rekordwert von 2008 nur noch um 2% verfehlt. Export (+3%) und Import (+ 4%) sollen 2017 etwas stärker steigen als im Jahr 2016. Damit ist vom Außenhandel erneut eher ein kleiner negativer Impuls auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zu erwarten.

Die Produktion der Verarbeitenden Industrie soll 2017 erneut um gut +1% steigen, das entspricht in etwa dem erwarteten Gesamtwachstum in den vier großen Industriebranchen: Elektrotechnik (+1,5%), Automobil (+1%), Maschinenbau (+1%) und Chemie (+ 0,5%). Der Anstieg der Industrie-Investitionen soll sich mit +5% wieder beschleunigen und im Jahr 2017 deutlich stärker als der Anstieg der Gesamt-Ausrüstungsinvestitionen ausfallen.

Zuwachs beim Auftragseingang aus dem Inland Auslandsanteil sinkt

Im Jahr 2016 lag der Auftragseingang der deutschen ABB bei 3.156 Mio. € und damit um 7% unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3.380 Mio. €. Dabei entwickelte sich der Auftragseingang im Heimmarkt sehr erfreulich, während das Exportvolumen zurückging.

Der inländische Auftragseingang betrug im Berichtsjahr 1.699 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Bestellvolumen aus dem Inland bei 1.574 Mio. € lag, stellt dies einen Anstieg von 8% dar. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Divisionen durchaus unterschiedlich.

Das Inlandsgeschäft in der Division Stromnetze konnte insgesamt einen leichten Anstieg des Auftragseingangs von 4% erreichen - allerdings war in einzelnen Geschäftsbereichen auch ein Rückgang festzustellen. Während der Geschäftsbereich Grid Integration einen stark ansteigenden Auftragseingang auf dem deutschen Markt verzeichnete, war in den Geschäftsbereichen Grid Automation und Grid Systems ein leichter Rückgang beim Auftragseingang von inländischen Kunden zu notieren. Der inländische Bestelleingang im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte war im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig. Der Geschäftsbereich Transformatoren konnte die spürbar positive Entwicklung aus dem Vorjahr bestätigen und einen mit dem Vorjahr vergleichbaren Auftragseingang auf dem inländischen Markt registrieren. Insgesamt erhöhte sich der Inlandsanteil am Auftragseingang, wesentlich durch die Entwicklung des Auftragseingangs aus dem Ausland beeinflusst, merklich.

In der Division Elektrifizierungsprodukte lag der inländische Auftragseingang im Berichtsjahr um 7% über dem Wert des Vorjahres. Nahezu sämtliche Geschäftsbereiche konnten ihr Volumen steigern. Einen deutlichen Zuwachs konnte insbesondere der in der ABB AG angesiedelte Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte erreichen. Neben einer positiven Geschäftsentwicklung konnte der Geschäftsbereich zusätzlich von organisatorischen Umgliederungen innerhalb der Division profitieren. Für die Busch-Jaeger Elektro GmbH war im Berichtsjahr das günstige Marktumfeld die Basis für weitere Zuwächse beim Auftragseingang - insbesondere durch den erneuten Anstieg der Gebäudeinvestitionen in Deutschland. Das Inlandsgeschäft der ABB Stotz-Kontakt GmbH konnte Zuwächse in den Segmenten Installationsgeschäft, Schaltanlagenbau und Maschinenbau bzw. im Geschäft mit OEMs erzielen. Der inländische Auftragseingang der ABB Striebel & John GmbH blieb auf konstant hohem Niveau - die Segmente Elektrogroßhandel und Schaltanlagenbau sorgten für stabile Auftragseingänge. Während die ABB Kaufel GmbH den Auftragseingang auf dem Heimmarkt leicht steigern konnte, war bei der PMA Deutschland GmbH ein leichter Rückgang festzustellen. Die beiden Unternehmen wurden im Vorjahr von der deutschen ABB als Integrationsschritt der globalen Akquisition der Thomas & Betts-Gruppe übernommen und sind überwiegend im deutschen Markt aktiv. Der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte und überwiegend im Inland tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen steigerte den Auftragseingang trotz rückläufigem Investitionsverhalten von Schwerindustrie und Energieerzeugung sowie anhaltend hohem Wettbewerb und daraus resultierendem Preisdruck. Der Neuanlagenbereich ist davon stärker als der Service betroffen, wobei auch im Servicegeschäft ein leichter Auftragsrückgang zu erkennen war, der sich zum Ende des Berichtsjahres allerdings stabilisierte und sich nun wieder in einem Aufwärtstrend befindet.

Der Auftragseingang im Inlandsgeschäft der Division Prozessautomation blieb im Berichtsjahr um rund 6% hinter dem Vorjahr zurück. Dies ist vor allem auf einige in den Vorjahreszahlen enthaltene Großaufträge zurückzuführen. Einen Anstieg des Bestelleingangs von deutschen Kunden konnte der Geschäftsbereich Control Technologies durch die erstmalige Einbeziehung eines zuvor in der Division Industrieautomation und Antriebe angesiedelten Bereichs erringen. Auch der seit dem Berichtsjahr der Division Prozessautomation zugeordnete Geschäftsbereich Power Generation erzielte - trotz stark gesunkenen Investitionen in die konventionelle Energieerzeugung - im Inland Zuwächse beim Auftragseingang. Obwohl der weltweite Schiffsmarkt auch im Berichtsjahr durch Überkapazitäten und sinkende Frachtraten unter Druck war, konnte das Servicegeschäft im Geschäftsbereich Turbocharging einen stabilen Auftragseingang auf dem inländischen Markt registrieren. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs Measurement & Analytics blieb leicht unter Vorjahr. Im Vorjahresvergleich konnte ein leichter Zuwachs beim Inlandsvolumen erreicht werden, wobei der lokale Markt für Messtechnik weiterhin durch ein Ausbleiben größerer Projekte, einen stärkeren Wettbewerb und Preisdruck geprägt war. Erkennbar hinter den Erwartungen und den Vorjahreswerten zurückgeblieben zeigte sich das Inlandsvolumen im Berichtsjahr in den Geschäftsbereichen Process Industries und Oil, Gas & Chemicals.

Für das Berichtsjahr verzeichnete die Division Industrieautomation und Antriebe einen Anstieg des inländischen Auftragseingangs in Höhe von 18%. Der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte Geschäftsbereich Drives, Motors & Power Conversion konnte im Berichtsjahr beim Inlandsvolumen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreichen. Während im Geschäftsgebiet Power Conversion das Geschäft mit Produkten und Lösungen im Bereich Elektromobilität weiterhin erfreulich verlief, konnte im Geschäftsgebiet Motors & Generators ein erkennbarer Zuwachs durch Großaufträge festgestellt werden. Zusätzlich profitierte der Auftragseingang von dem in der ABB Automation GmbH angesiedelten Geschäftsbereich Robotics, der im Vorjahresvergleich ebenfalls eine Steigerung des Auftragsvolumens im Inland erzielte. Dies erklärt sich vor allem durch die weiterhin gute Nachfrage aus dem Segment Automotive, an der nahezu alle Produktgruppen beteiligt waren. Die Geschäftsentwicklung im Segment Windenergie und Solar war im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen rückläufig. Das Servicegeschäft entwickelte sich in allen Geschäftsbereichen positiv. Insgesamt wurde der Anteil des Inlandsgeschäfts ausgebaut. Der Geschäftsbereich ist überwiegend im deutschen Markt tätig.

Die Entwicklung des Exportgeschäfts verlief im Berichtsjahr ungünstiger als das Inlandsgeschäft. Der Auftragseingang betrug beim Export 1.457 Mio. €, so dass im Vergleich eine Reduktion um 19% gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.806 Mio. € zu Buche schlug. Insgesamt verringerte sich der Auslandsanteil an den Bestellungen von 53% im Vorjahr auf 46% im Berichtsjahr. Diese Tendenz spiegelt den Geschäftsverlauf aller Divisionen im Exportgeschäft wider; der Bestelleingang aus dem Ausland fiel deutlich ab.

Der Auftragseingang in der Division Stromnetze erreichte das Vorjahresvolumen nicht. Dies war maßgeblich auf im Vorjahr erzielte Großaufträge in den Geschäftsbereichen Grid Integration und Grid Systems zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Grid Automation verzeichnete lediglich einen leichten Rückgang im Auftragseingang, so dass sich der Anteil des Exportgeschäfts in diesem Geschäftsbereich leicht erhöhte. Unverändert zählten der arabische Raum und Afrika, aber auch Europa, im Berichtsjahr zu den auftragsstärksten Exportregionen. Im Auslandsgeschäft des Geschäftsbereichs Hochspannungsprodukte sind die Auftragseingänge aus den Regionen Mittlerer Osten und Afrika deutlich gesunken. Im Geschäftsbereich Transformatoren konnte eine erfreuliche Entwicklung im Exportgeschäft festgestellt werden - der Auftragseingang legte deutlich zu.

In der Division Elektrifizierungsprodukte sind die Auftragseingänge aus dem Ausland im Berichtsjahr moderat um 5% gesunken. Einen deutlichen Einschnitt im Exportvolumen hatte der in der ABB AG angesiedelte Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte zu verzeichnen. Es sanken die Auftragseingänge aus dem Ausland - speziell die Nachfrage nach Gasisolierten Schaltanlagen war nach einem sehr guten Vorjahr rückläufig. Der Rückgang resultierte neben der allgemeinen Wirtschaftslage vor allem aus dem weiterhin schwachen Ölpreis und dessen Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft der Zielmärkte. Entgegen der Entwicklung auf dem Inlandsmarkt konnten die ABB Kaufel GmbH und die PMA Deutschland GmbH Ihren Auftragseingang aus dem Vorjahr bestätigen bzw. leicht erhöhen. Der Auftragseingang der Busch-Jaeger Elektro GmbH in den Auslandsmärkten konnte die Vorjahreszahlen nicht vollumfänglich erreichen. In einem leicht rückläufigen Exportgeschäft waren im Berichtsjahr insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate, China sowie Russland bedeutende Wachstumsmärkte. In dem wichtigen Kernmarkt Österreich war ein spürbarer Rückgang zu verzeichnen. Der gezielte Ausbau des Exports wird auch in den kommenden Jahren ein Kernpunkt der Unternehmensstrategie der Busch-Jaeger Elektro GmbH bleiben. Bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH stagnierte der Geschäftsverlauf mit ausländischen Kunden. Das Auslandsgeschäft der ABB Striebel & John GmbH konnte im Berichtsjahr dagegen einen Zuwachs erzielen. In einigen europäischen Ländern sowie Ägypten wurden gute Wachstumsraten erreicht. Der Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen in der ABB Automation Products GmbH sah sich beim Auslandsgeschäft einer starken Konkurrenzsituation ausgesetzt, in dem auch der Servicebereich einen Rückgang im Auftragseingang feststellte. Insgesamt ist das Exportgeschäft für diesen Geschäftsbereich aber nur von untergeordneter Bedeutung.

Die Division Prozessautomation musste im Berichtsjahr einen deutlichen Rückgang von 21% im Exportgeschäft hinnehmen, der maßgeblich durch im Vorjahr angenommene Großaufträge aus den Geschäftsbereichen Process Industries und Power Generation beeinflusst war. Im Berichtsjahr war im Geschäftsbereich Process Industries eine spürbare Abnahme der kundenseitigen Investitionszurückhaltung vergangener Jahre festzustellen - allerdings ist die Marktsituation, besonders durch lokale Anbieter, sehr angespannt. Im Geschäftsbereich Measurement & Analytics verlief das Auslandsgeschäft im Berichtsjahr einigermaßen positiv, lediglich im amerikanischen Markt war ein Rückgang erkennbar. Durch den niedrigen Ölpreis und die Finanzkrise in China fiel die Auslandsnachfrage schwächer als erwartet aus. Der Geschäftsbereich Control Technologies, der im Inlandsgeschäft einen Zuwachs erzielte, konnte auch im Export zulegen - der Auslandsanteil stieg im Vergleich zum Vorjahr. Gestützt wurde der Auftragseingang durch die erstmalige Einbeziehung eines zuvor in der Division Industrieautomation und Antriebe angesiedelten Geschäftsgebiets. Im Exportgeschäft des Geschäftsbereichs Power Generation war im Berichtsjahr ein Rückgang festzustellen.

Das Exportvolumen der Division Industrieautomation und Antriebe reduzierte sich im Berichtsjahr um 29% gegenüber dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung des guten Geschäftsverlaufs im Inland ging der Auslandsanteil im Berichtsjahr entsprechend zurück. Einen Zuwachs erzielte der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH im Exportgeschäft, wobei der Geschäftsbereich unverändert überwiegend auf dem deutschen Markt tätig ist. Auftragseingänge außerhalb Deutschlands waren hauptsächlich im Projektgeschäft zu verzeichnen.

Anstieg des Umsatzes - Inlandsanteil gestiegen

Im Berichtsjahr beliefen sich die Umsatzerlöse gemäß BilRUG auf 4.287 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Umsatz bei 3.295 Mio. € lag, bedeutet dies einen Anstieg der Erlöse von insgesamt 992 Mio. € bzw. um 30 %. Der Umsatzerlösdefinition nach BilRUG folgend, würde sich der Vorjahresumsatz durch die Umgliederung um + 71 Mio. € auf 3.366 Mio. € erhöhen. Unter Berücksichtigung dieses Effekts, ist ein Umsatzanstieg im Berichtsjahr um 921 Mio. € bzw. 27% gegenüber Vorjahr festzustellen.

Unsere Einschätzung aus dem Vorjahr, die von einem abrechnungsbedingten Anstieg der Umsatzerlöse ausging, hat sich damit erfüllt.

Im Inlandsgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf 2.620 Mio. €, womit sie um 824 Mio. € bzw. um 46% über den Umsatzerlösen des Vorjahres in Höhe von 1.796 Mio. € lagen. Der Export entwickelte sich ebenfalls positiv - die Exporterlöse erhöhten sich von 1.499 Mio. € auf 1.667 Mio. €. Der Anteil des Inlandsgeschäfts stieg aufgrund dieser Entwicklung deutlich an, dementsprechend verringerte sich der Auslandsanteil im Berichtsjahr von 45% auf 39%.

Haupteinfluss auf den Anstieg des Inlandsanteils hatte die Division Stromnetze. Das Volumen auf dem deutschen Markt lag hier ausgesprochen deutlich über dem Vorjahreswert, was maßgeblich auf die Abrechnung diverser Großprojekte im Geschäftsbereich Grid Systems zurückzuführen ist. Auch die Exporterlöse der Division erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsbereich Transformatoren konnte die Steigerung des Abrechnungsvolumens des Vorjahres nicht wiederholt werden. Sowohl im Inlands- als auch im Exportgeschäft waren gleichermaßen leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Eine erneut deutliche Steigerung im Exportvolumen gelang dem Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte, so dass die Vorjahreswerte im Berichtsjahr signifikant übertroffen wurden. Im Wesentlichen stieg das Umsatzvolumen in den Regionen Mittlerer Osten sowie Afrika, Saudi Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Umsatz mit inländischen Kunden ging hingegen leicht zurück.

Ähnlich zum Auftragseingang stieg der Umsatz der Division Elektrifizierungsprodukte. So konnten die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich einen weiteren Zuwachs erfahren. Während das inländische Umsatzvolumen im Berichtsjahr erneut deutlich gesteigert werden konnte, waren stagnierende bzw. leicht rückläufige Auslandsumsätze zu beobachten. Ein Umsatzwachstum erzielte die Busch-Jaeger Elektro GmbH; bei nahezu vergleichbaren Auslandsumsätzen konnte - insbesondere durch gestiegene Gebäudeinvestitionen auf dem Inlandsmarkt - der Vorjahresumsatz übertroffen werden. Ein Anstieg der Umsatzerlöse war auch bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH, ebenfalls basierend auf positiven Entwicklungen des Inlandsmarktes, zu verzeichnen. Die Umsatzsteigerungen betrafen alle Segmente: Installation, Schaltanlagenbau und Maschinenbau bzw. das Geschäft mit OEM. Erfreulich steigerten sich auch die Umsatzerlöse im Berichtsjahr der ABB Striebel & John GmbH. Neben Zuwächsen im Inlandsgeschäft, getrieben durch die Bereiche Großhandelsgeschäft und Schaltanlagen, konnte auch das Exportgeschäft zulegen. Den Umsatzsteigerungen der ABB Stotz-Kontakt GmbH und der ABB Striebel & John GmbH folgend, konnte auch die ABB Stotz-Kontakt/Striebel & John Vertriebsgesellschaft mbH ihre Umsatzerlöse positiv entwickeln. Der in der ABB AG angesiedelte Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte konnte eine spürbare Umsatzsteigerung im Inland erreichen. Im Exportgeschäft hingegen war ein merklicher Rückgang der Umsatzerlöse zu verzeichnen, wobei in Summe weiterhin eine solide Umsatzsteigerung erzielt werden konnte. Die Geschäftsentwicklung der ehemaligen Thomas & Betts-Einheiten ABB Kaufel GmbH sowie PMA Deutschland GmbH verlief im Berichtsjahr negativ. Beide Einheiten verzeichneten sowohl im Inlands- als auch im Exportgeschäft Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr. Der überwiegend im Neuanlagen- und Servicegeschäft auf dem Inlandsmarkt tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH erreichte insgesamt einen Anstieg der Umsatzerlöse, wobei der Vorjahreswert auf dem ausländischen Markt nicht erzielt werden konnte.

Die Division Prozessautomation stützte sich auf eine positive Entwicklung der ABB Automation GmbH und profitierte zusätzlich von organisatorischen Veränderungen der Divisionsstruktur. Entgegen der schwächeren Vorjahresentwicklung konnten hier deutliche Umsatzsteigerungen erzielt werden. Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr entwickelten sich aufgrund eines starken Anstiegs im Export in Summe weiter positiv, wobei die Umsatzerlöse im Inland das Vorjahresniveau nicht erreichen konnten. Hervorzuheben ist der sehr deutliche Umsatzanstieg in den Geschäftsbereichen Control Technologies, Power Generation sowie Oil, Gas & Chemicals. Während diese positive Entwicklung im Geschäftsbereich Control Technologies insbesondere mit der erstmaligen Einbeziehung eines zuvor in der Division Industrieautomation und Antriebe ansässigen Bereichs in Verbindung steht, basiert der Umsatzzuwachs in den Geschäftsbereichen Power Generation und Oil, Gas & Chemicals auf der Endabrechnung mehrerer größerer Projekte aus den vergangenen Jahren. Der Geschäftsbereich Measurement & Analytics hatte einen leichten Umsatzrückgang bei steigendem Auslandsanteil zu verzeichnen. Der Geschäftsbereich Turbocharging konnte insbesondere aufgrund eines starken Auftragseingangs im Vorjahr in einem angespannten Schiffsmarkt Zuwächse bei den Umsatzerlösen erzielen. Im Geschäftsbereich Marine & Ports lag der Umsatz insgesamt unter den Vorjahreswerten, wobei der Inlandsumsatz leicht gegenüber Vorjahr gesteigert werden konnte. Der Geschäftsbereich Process Industries konnte die hohen Umsatzerlöse des Vorjahres nicht bestätigen, was hauptsächlich auf die Abrechnung von Großprojekten im Vorjahr zurückzuführen ist. Zusätzlich werden einige Auslandsaufträge erst im Geschäftsjahr 2017 abgerechnet.

In der Division Industrieautomation und Antriebe lag der Umsatz im Berichtsjahr ebenfalls über Vorjahresniveau. Sowohl im Inlands- als auch im Exportgeschäft konnte ein Zuwachs erreicht werden. Der Geschäftsbereich Drives, Motors & Power Conversion der ABB Automation Products GmbH konnte die Umsatzerlöse im Inlandsgeschäft weiter steigern; im Export hingegen konnte das Niveau des Vorjahres nicht erreicht werden. Der Exportanteil ging dadurch leicht zurück. Der verbesserte Auftragseingang konnte sich im Umsatz noch nicht niederschlagen. Der im Geschäftsbereich Robotics erzielte Umsatzzuwachs im Inlandsgeschäft konnte im Exportgeschäft sogar noch übertroffen werden; die Auslandsumsätze lagen deutlich über Vorjahr.

Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres betrug 3.482 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 4.619 Mio. € sank der Auftragsbestand um 1.137 Mio. € bzw. um 24,6 %. Den weitaus größten Auftragsbestand wies die Division Stromnetze auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Ende des Berichtsjahres ein Umsatzvolumen von rund 10 Monaten ab.

Deutlicher Anstieg beim Ergebnis vor Gewinnsteuern

Das Ergebnis vor Gewinnsteuern lag im Berichtsjahr bei 217 Mio. € gegenüber einem Ergebnis von 0 Mio. € im Vorjahr, das von negativen Sondereffekten beeinflusst war.

Das Ergebnis des Vorjahres war stark belastet durch Restrukturierungskosten und zugehörige Aufwendungen im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich. Im Berichtsjahr fielen ebenfalls Kosten für Restrukturierung an, allerdings nicht im selben Umfang.

Eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr jedoch aus der Verzinsung des für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens sowie aus einem Rückgang der Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Abzinsung der Pensionsrückstellungen. Hierfür war maßgeblich der für die Pensionsrückstellungsermittlung anzuwendende Diskontierungssatz entscheidend, der im Berichtjahr mit 4,03% anstelle des Vorjahresfaktors von 3,94% zu verwenden war. Wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 30 des Konzernanhangs.

Das um vorgenannte Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis betrug im Berichtsjahr 279 Mio. € und lag damit um 57 Mio. € über dem ebenfalls bereinigten Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 222 Mio. €.

Insgesamt hat sich die Einschätzung einer positiven Entwicklung unseres Ergebnisses aus dem Vorjahr insbesondere unter Berücksichtigung vorgenannter Sondereffekte damit erfüllt.

Das Ergebnis vor Gewinnsteuern fiel in der Division Stromnetze für das Berichtsjahr deutlich besser als im Vorjahr aus. Das negative Vorjahresergebnis konnte in ein positives Ergebnis entwickelt werden. Gesteigerte Projektmargen in einem schwierigen Wettbewerbs- und Marktumfeld sowie Einmaleffekte aus dem Vorjahr sind als Hauptursache hierfür zu nennen. Die im Berichtsjahr gestiegenen Umsatzerlöse der Division Stromnetze brachten nur einen geringen Ergebnisbeitrag. Eine Ergebnisverbesserung wurde insbesondere durch Projekte mit besserer Ergebnisqualität erreicht. Bedingt durch die höheren Auftragsergebnisse hat sich insbesondere das Ergebnis im Geschäftsbereich Grid Integration leicht verbessert. Ein leicht negatives Ergebnis zum Ende des Berichtsjahres erreichte der Geschäftsbereich Grid Automation. Ein stabiles, positives Ergebnis trug der Geschäftsbereich Grid Systems bei. Eine signifikante Ergebnissteigerung war auch im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte zu verzeichnen. Im Wesentlichen resultierte dies aus einer Steigerung der Exporterlöse. Das Ergebnis im Geschäftsbereich Transformatoren fiel im Wesentlichen ausgeglichen aus.

In der Division Elektrifizierungsprodukte wurde das Ergebnis vor Gewinnsteuern aus dem Vorjahr übertroffen. Die erfolgreiche Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen machte sich bereits positiv bemerkbar. Trotzdem blieb das Ergebnis in einzelnen Geschäftsbereichen hinter den Erwartungen zurück und war zudem durch Restrukturierungsaufwendungen beeinflusst. Das Ergebnis im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte fiel, belastet durch Restrukturierungsaufwendungen, leicht schlechter als im Vorjahr aus, lag aber immer noch auf einem zufriedenstellenden, positiven Niveau. Bereinigt um Vorjahressondereffekte konnte die ABB Stotz-Kontakt GmbH eine Verbesserung des Ergebnisses vor Gewinnsteuern erzielen. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf das höhere Umsatzvolumen zurückzuführen. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte das hohe Ergebnisniveau der Vorjahre erneut deutlich übertreffen. Einem steigenden Volumen bei Auftragseingang und Umsatz folgend, konnte die ABB Striebel & John GmbH das Ergebnis vor Gewinnsteuern gegenüber Vorjahr deutlich verbessern. Wesentlichen Einfluss hatte dabei eine weiterhin konsequente Kostendisziplin in Verbindung mit der planmäßigen Umsetzung von Einsparmaßnahmen. Das Ergebnis des in der ABB Automation Products GmbH angesiedelten Geschäftsbereichs Niederspannungsschaltanlagen verbesserte sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr.

Das Ergebnis vor Gewinnsteuern in der Division Prozessautomation konnte im Berichtsjahr trotz hoher Restrukturierungsaufwendungen gegenüber Vorjahr verbessert werden. Das operative Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Bedingt durch den leicht rückläufigen Auftragseingang und stagnierende Umsätze blieb der Geschäftsbereich Measurement & Analytics hinter den Erwartungen zurück. Während das Geschäftsvolumen im Inland und Ausland nahezu konstant verlief, konnte das Ergebnis im Berichtsjahr die Vorjahreswerte nicht erreichen. Auch die Geschäftsbereiche Process Industries sowie Oil, Gas & Chemicals konnten die Vorjahreswerte insgesamt nicht bestätigen, wobei beide Bereiche durch Aufwendungen in Verbindung mit Restrukturierungsmaßnahmen belastet waren. Starkverbessert zeigte sich das Ergebnis im Geschäftsbereich Turbocharging. Aufgrund des günstigen Geschäftsverlaufs bei Auftragseingang und Umsatz konnte das Vorjahresniveau überschritten werden.

Die Division Industrieautomation und Antriebe konnte das Ergebnis vor Gewinnsteuern verbessern. Belastet wurde das Ergebnis abermals durch Restrukturierungsaufwendungen. Innerhalb der Division gilt dies insbesondere für den Geschäftsbereich Drives, Motors & Power Conversion der ABB Automation Products GmbH. Der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH konnte das operative Vorjahresergebnis trotz eines ungünstigeren Mix im Umsatz steigern.

Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, so dass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Vor Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von 162 Mio. €, das um 167 Mio. € über dem Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme des Vorjahres in Höhe von -5 Mio. € lag.

Ergebnisrechnung

in Mio. € 2016 % 2015 %
Umsatz 4.287 3.295
Gesamtleistung 4.405 100 3.527 100
Materialaufwand -2.627 -60 -1.762 -50
Personalaufwand -835 -19 -815 -23
Übrige Aufwendungen und Erträge -726 -16 -950 -27
Ergebnis vor Gewinnsteuern 217 5 - -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 - - -
Steuerumlage durch die Muttergesellschaft -58 -1 -5 -
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
vor Ergebnisübernahme 162 4 -5 -
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -140 -3 -18 -1
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 22 1 -23 -1

Bilanzsumme deutlich über Vorjahr

Die Bilanzsumme des Berichtsjahres erhöhte sich für den Konsolidierungskreis im Vorjahresvergleich von 2.012 Mio. € um 225 Mio. € auf insgesamt 2.237 Mio. €.

Das Anlagevermögen reduzierte sich geringfügig um 8 Mio. €. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 60 Mio. € und lagen damit um 13 Mio. € über den diesbezüglichen Abschreibungen. Unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge ergab sich ein Anstieg des Sachanlagevermögens um 8 Mio. €. Gegenläufig fielen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte mit rund 15 Mio. € an, die sich aber im geplanten Rahmen bewegten.

Das Nettovorratsvermögen verminderte sich im Vorjahresvergleich insgesamt um 79 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert einerseits aus einer Reduzierung der Bruttovorräte gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 785 Mio. €, und ergibt sich andererseits aus geringeren Fortschrittszahlungen in Höhe von 706 Mio. €. Sowohl Rückgang der Bruttovorräte als auch Rückgang der Fortschrittszahlungen stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Großprojekten, insbesondere aus der Division Stromnetze, für die im Berichtsjahr die Fertigstellung und Abrechnung möglich wurde.

Bilanz

Aktiva in Mio. € 31.12.2016 % 31.12.2015 %
Anlagevermögen 334 15 342 17
Vorräte 2.092 2.877
abzgl. verrechnete Kundenanzahlungen -1.498 -2.204
594 26 673 33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 552 25 445 22
Sonstige Aktiva 157 7 133 7
Flüssige Mittel 600 27 419 21
Summe Aktiva 2.237 100 2.012 100
Passiva
in Mio. € 31.12.2016 % 31.12.2015 %
Eigenkapital 648 29 626 31
Rückstellungen für Pensionen 88 4 106 5
Übrige Rückstellungen 630 28 576 29
Erhaltene Anzahlungen 336 15 410 20
Andere Verbindlichkeiten 535 24 294 15
Summe Passiva 2.237 100 2.012 100

Aufgrund einer Umstellung der Bewertungsmethode war im Berichtsjahr für die Bewertung der mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen ein höherer Diskontierungssatz anzuwenden, so dass die Pensionsrückstellungen im Berichtsjahr um 10 Mio. € geringer als im Vorjahr ausfielen. Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Deckungsvermögen hat sich von 38 Mio. € um rund 18 Mio. € auf 56 Mio. € erhöht. Nach Berücksichtigung der nicht verrechneten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 88 Mio. € (Vorjahr: 106 Mio. €) verbleibt im Berichtsjahr insgesamt eine Unterdeckung von 32 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €).

Der Anstieg der übrigen Rückstellungen um rund 54 Mio. € erklärt sich in erster Linie aus der Neubildung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten blieben nahezu unverändert, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um rund 219 Mio. € erhöht haben, was vor dem Hintergrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags zu sehen ist. Auf der Grundlage dieses Vertrags werden der Großteil des im Konsolidierungskreis erwirtschafteten Ergebnisses sowie eine auf dieses Ergebnis entfallende Steuerumlage an die zuletzt genannte Gesellschaft abgeführt. Während sich der abzuführende Betrag im Vorjahr auf insgesamt 23 Mio. € belief, beträgt sich die Abführungsverpflichtung des Berichtsjahres auf insgesamt 198 Mio. €, so dass sich der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weitgehend aus diesem Sachverhalt erklärt.

Das Konzerneigenkapital hat sich im Wesentlichen um den Jahresüberschuss in Höhe von 22 Mio. € auf 648 Mio. € erhöht. Der Jahresüberschuss resultiert überwiegend aus den Ergebnissen solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse nicht über einen Gewinnabführungsvertrag an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt werden. Des Weiteren beinhaltet der Jahresüberschuss die ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen - insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Im Vorjahr ergab sich ferner eine Verminderung der Gewinnrücklagen aus der Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Anteile der Einheiten der ABB Striebel & John-Gruppe.

Unter Berücksichtigung der angestiegenen Bilanzsumme ergibt sich trotz Anstieg des Eigenkapitals ein Rückgang der Eigenkapitalquote von 31% im Vorjahr auf 29% zum Ende des Berichtsjahres.

Bruttoliquidität deutlich über Vorjahr - Nettoliquidität ebenfalls angestiegen

Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich/Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 600 Mio. € um 181 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der um 177 Mio. € höheren konzerninternen Kreditaufnahmen, welche die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung für das Berichtsjahr beinhalten, ergab sich ein Anstieg der Nettoliquidität um 4 Mio. €.

Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist maßgeblich durch den zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis inklusive Steuerumlage in Höhe von rund 23 Mio. € zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, abgeführt wurde.

Positiv wirkte sich der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit aus, der mit 162 Mio. € fast unverändert auf der Höhe des Vorjahres lag. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit endete hingegen bei einem Auszahlungsüberschuss von rund 16 Mio. €.

Die Ausgaben für Investitionen in Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beliefen sich auf 60 Mio. €, wobei auch im Berichtsjahr der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei den produzierenden Einheiten der Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Stromnetze lag. Unter weiterer Berücksichtigung von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens und des zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen dienenden Deckungsvermögens ergibt sich eine Erhöhung der Bruttoliquidität um 181 Mio. €

Vielfalt erkennen - Vielfalt leben: Personalarbeit bei ABB

Einheitliche Personalpolitik - Abschluss eines Tarifsozialplans

Im Zeichen von Personalumbau statt -abbau verfolgt ABB Deutschland das Ziel, von betrieblichen Veränderungen (beispielsweise Restrukturierungen) betroffene Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und ihnen Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven innerhalb von ABB Deutschland anzubieten bzw. aufzuzeigen. Erstmals wurde ein einheitlicher Tarifsozialplan abgeschlossen, der auf alle ABB-Standorte Anwendung findet.

Mit dem sogenannten Rahmen-Interessenausgleich ist gewährleistet, dass bei ABB in Deutschland ein einheitliches, geordnetes, aber auch transparentes Verfahren bezüglich der Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des White-Collar-Productivity (WCP)-Programms greift.

ATraCt und Transfergesellschaft

Ein wichtiges Element im Rahmen des Tarifsozialplans, und erstmals in einer Regelung mit dem Konzernbetriebsrat auch festgehalten, ist die Einheit ATraCt. Die Ende 2013 eingeführte Initiative "Stay, Switch, Change & Go" wurde durch die Implementierung von ATraCt in den letzten Jahren weiter verstetigt.

ATraCt bietet als interner Dienstleister unterschiedliche Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter innerhalb der deutschen ABB, die von betrieblichen Änderungen betroffen sind. Inzwischen ist ATraCt in der Organisation implementiert. ATraCt ermöglicht es den Beschäftigten, auf freie Stellen im Konzern zu wechseln (Switch), sich auf später frei werdende Zielpositionen zu qualifizieren (Change) oder in Projekteinsätzen weiter für ABB tätig zu werden (Assignment). Ringtausche von Beschäftigten werden ermöglicht und fördern den Ansatz einer freiwilligen (rentennahen) Ausscheidungslösung zugunsten jüngerer Beschäftigter.

Im Jahr 2016 konnten mehr als 106 vom Verlust des Arbeitsplatzes betroffene Mitarbeiter intern auf eine neue Stelle vermittelt werden, davon 24 Assignments.

Neuausrichtung der HR-Organisation

Der Personalbereich von ABB in Deutschland hat in den letzten Jahren maßgebliche Veränderungs- und Entwicklungsprozesse durchlaufen. Noch vor rund zehn Jahren waren ausschließlich dezentrale Personalbereiche an den verschiedenen Standorten für Personalbelange aller Art - sowohl strategischer als auch administrativer Art verantwortlich. Mit der Gründung von ABB PersonalDirekt wurde im Jahr 2007 ein lokales Shared Service Center geschaffen, das seither für die Umsetzung aller administrativer Tätigkeiten im Personalbereich für die derzeit rund 10.000 Mitarbeiter bei ABB in Deutschland verantwortlich ist.

Mit der WCP-Initiative hat die nächste Entwicklungsphase des Personalbereichs begonnen: Um Prozesse im Personalbereich auch auf globaler Ebene verstärkt zu standardisieren und somit länderübergreifende Synergieeffekte zu nutzen, wurden seit Anfang 2016 globale und regionale Shared Service Center für verschiedene Funktionsbereiche gegründet - dies betrifft auch den Personalbereich. Es gibt insgesamt vier globale sogenannte Global Business Center für den Personalbereich (GBS HR).

Das regionale GBS für die Region Europa befindet sich in Krakau / Polen. Seit Juli 2016 werden definierte administrative Personalprozesse nicht mehr in Deutschland, sondern durch Mitarbeiter des GBS in Krakau abgewickelt. Der Fokus im Berichtsjahr lag darauf, die betroffenen Prozesse zu analysieren und zu optimieren, so dass ein adäquater Wissenstransfer vorgenommen werden konnte. In den Jahren 2017 und 2018 wird der Schwerpunkt darauf liegen, die Zusammenarbeit und Prozessabwicklung zu stabilisieren sowie erste länderübergreifende Optimierungen zu initiieren.

Im Gesamtkontext stellen die GBS HR eine von drei Säulen dar:

(1) GBS HR: Erbringung der transaktionalen Services - insbesondere bei repetitiven Aufgaben
(2) Center of Expertise (CoE): Entwicklung der konzeptionellen und strategischen Dienstleistungen bzw. der unternehmensweiten Programme in allen Bereichen der HR-Wertschöpfungskette
(3) HR Business Partner: Strategischer Partner der Führungskräfte bei der Umsetzung der HR-Strategien im Business

Digitalisierung der Arbeitswelt

Das Internet der Dinge, in Deutschland auch unter dem Begriff Industrie 4.0 bekannt, hat nicht nur Auswirkungen auf Fabriken und Industrieanlagen, sondern ebenso auf die Arbeitswelt und die Arbeitskräfte. Um die neuen Anforderungen, die mit dem Internet der Dinge einhergehen, ganzheitlich erfolgreich umsetzen zu können, spielt der Mensch eine entscheidende Rolle.

So wurde im Jahr 2015 das Projekt "Arbeiten 4.0 in Industrie 4.0" ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Anforderungen, Veränderungen und Auswirkungen im Hinblick auf diesen Themenkomplex zu erfassen. Im Berichtsjahr konnten bereits erste Arbeitspakete definiert werden. 2016 wurden in den Bereichen Kompetenzen, Aus- und Weiterbildung, Führung und Arbeitsumgebung zukünftige Kompetenzanforderungen identifiziert und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Ein Schwerpunkt liegt auf den Zusatzqualifikationen für sogenannte digitale Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung. In diesem Zusammenhang wurde Ende 2016 ein erster Pilot für das sogenannte Analysetool 4.0 gestartet, das eine Evaluation dieser Zusatzqualifikationen ermöglicht. Zur Vermittlung der digitalen Kompetenzen sollen langfristig definierte Lernkonzepte für verschiedene Zielgruppen (z. B. Auszubildende, Beschäftigte, Ausbilder) Anwendung finden.

Die Personalarbeit bei ABB in Deutschland orientiert sich an den Kernaufgaben im Unternehmen: Dem bedarfsgerechten Finden, Binden und Entwickeln von Beschäftigten. Im Fokus stehen dabei die Themen Kultur und Führung, ohne die eine nachhaltige Verankerung der Botschaften und Maßnahmen im Unternehmen nicht gelingt.

Die Angebote und Maßnahmen lassen sich unter anderem den nachfolgenden Handlungsfeldern zuordnen:

Bewerber: Begeistern und Anziehen
Nachwuchs: Ausbilden und Fördern
Berufs- und Privatleben: Unterstützen und Erleichtern
Gesundheit: Schützen und Vorsorgen
Wissen: Erhalten und Teilen
Potenziale: Erkennen und Entfalten
Engagement und Ideen: Kennen und Wertschätzen

Bedeutung von Führung

Den Schlüssel zum Erfolg bildet das Leitbild "Erfolgreich führen - Führen zum Erfolg". Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen und unternehmensweiten Ansatz, der bestehende Prozessabläufe und Instrumente zum Thema Führung verzahnt und in den kommenden Jahren das Führungshandeln bei ABB entscheidend und nachhaltig prägen soll. Dies setzt die dauerhafte Auseinandersetzung mit allen führungsrelevanten Themen voraus. Im Kern handelt es sich dabei um die Themenfelder Strategie, Organisation und Mensch. Nichts prägt menschliches Erleben und Verhalten in Organisationen so sehr, wie die persönlichen und direkten Impulse einer Führungskraft.

Auf dem Local Management Forum (LMF) Mitte 2016 in Mannheim diskutierten 130 Führungskräfte über Wachstumschancen in Zeiten der Veränderung und die Rolle der ABB-Wertepaare (Value Pairs). Was genau sich hinter diesen Wertepaaren verbirgt und wie diese im Arbeitsalltag gelebt werden können, beschreibt das neue Kompetenzmodell „Values in Action", das im Jahr 2016 im Konzern und in den Ländern eingeführt wurde.

Im Rahmen der LMF-Veranstaltung fiel auch der Startschuss für die praktische Arbeit mit den „Values in Action". Um diese langfristig in den Arbeitsalltag zu integrieren, fanden in den vergangenen Monaten sogenannte Manager Led Workshops statt, bei denen es darum ging, ein gemeinsames Werteverständnis im Team zu erarbeiten.

Bewerber: Begeistern und Anziehen

Bedingt durch den demografischen Wandel werden ABB in Deutschland bis 2025 rund 25% der Beschäftigten verlassen. Auf der Grundlage einer strategischen und nachhaltigen Personalplanung werden daher Maßnahmen zur Sicherung des zukünftigen Personalbedarfs eingeleitet. Dies bedeutet auch, neue und kreative Wege der Personalgewinnung zu gehen.

Ganzheitliche Kooperation mit Hochschulen

Nachdem ABB Deutschland im Februar 2016 die TU Dortmund als ersten ganzheitlichen Hochschulpartner verkündet hat, wurde im Oktober 2016 mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) der Forschungsrahmenvertrag sowie die Rahmenvereinbarung zur Nachwuchsförderung verlängert. Beide Elemente sind wichtige Bestandteile der ganzheitlichen Kooperation mit ausgewählten Hochschulen in Deutschland.

Nachwuchs: Ausbilden und Fördern

Die passenden Nachwuchskräfte zu finden, auszubilden und letztlich für den Berufseinstieg bei ABB zu gewinnen, ist eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.

Nachhaltige Nachwuchsförderung durch Talent Relationship Program (TRP) Grundsätzlich beruht die Nachwuchsförderung bei ABB auf fünf Säulen: der eigenen Ausbildung bzw. dem Dualen Hochschulstudium, der ganzheitlichen Kooperation mit Hochschulen, einem Bindungsprogramm für Talente, dem ABB-Traineeprogramm für Hochschulabsolventen sowie dem berufsbegleitenden Masterstudium.

Eine weitere wichtige Zielgruppe sind Studenten. Während eines Praktikums, einer Abschlussarbeit oder einer Werkstudententätigkeit lernen sich die Studenten und ABB im beruflichen Alltag sehr gut kennen. Die „Besten" werden für die Aufnahme in das Talent Relationship Program empfohlen. Mit dem TRP wird aktiv eine Bindung zu den Nachwuchstalenten aufgebaut und der Berufseinstieg nach Abschluss des Studiums koordiniert.

Im Berichtsjahr konnte der Bewusstseinswandel zur nachhaltigen Nachwuchsförderung weiter intensiviert werden. Dies spiegelt sich unter anderem in einer hohen Praktikantenquote von 7,3% wider. Bei etwa 40% der Praktikanten handelt es sich um Studierende aus dem Ausland.

Duales Studium mit internationaler Komponente

Nachdem ABB das bewährte Ausbildungskonzept des dualen Studiums im Jahr 2015 explizit um eine internationale Komponente erweitert hat, konnten im Jahr 2016 erste Erfolge verzeichnet werden: Bereits 18 Studenten haben im Berichtsjahr eine Praxisphase in einer ausländischen ABB-Einheit absolviert.

Neues Ausbildungszentrum in Berlin und Ausbildungsquote

Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres feierte ABB am 01. September 2016 die Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums in Berlin. Für das Ausbildungsjahr 2016/2017 hat ABB Deutschland gemeinsam mit ihren Verbundpartnern 531 junge Menschen für unterschiedliche Ausbildungsgänge an Bord genommen. Das neue, hochmoderne Ausbildungszentrum in Berlin bietet Platz für 800 Auszubildende, die in 17 gewerblich-technischen Berufen ausgebildet werden. Insgesamt bildet ABB bundesweit derzeit 1.539 junge Menschen aus - knapp die Hälfte davon für über 150 Partnerunternehmen im Rahmen der Verbundausbildung. Die ABB-Ausbildungsquote liegt bei 7,1%.

Berufs- und Privatleben: Unterstützen und Erleichtern

Den beruflichen und privaten Alltag in Balance zu bringen und zu halten, ist eine Herausforderung für die Beschäftigten, die sich negativ auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit auswirken kann. Im Rahmen der Personalarbeit ist ABB in Deutschland daher bestrebt, verschiedene Lebenssituationen mit ihren jeweiligen Bedarfen zu analysieren, um Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Nur so kann es gelingen, Beschäftigte aktiv und nachhaltig bei der persönlichen Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu unterstützen.

Care.com

Vor diesem Hintergrund haben die Beschäftigten seit dem 01. Januar 2016 die Möglichkeit, verschiedene Serviceangebote von Care.com, einem Dienstleister für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, die Mitarbeiter im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben durch individuell gestaltbare Betreuungslösungen zu unterstützen.

ABB Kinderferientage

Das ABB-Elternnetzwerk wurde im Jahr 2016 weiter verankert: Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im Sommer 2015 konnten im August 2016 Kinder von ABB-Mitarbeitern der Standorte Ladenburg, Heidelberg und Mannheim bei den Kinderferientagen eine Woche lang Einblicke in ABB gewinnen und gleichzeitig betreut werden.

ABB Kinderferienhaus

Darüber hinaus feierte eine in der deutschen Unternehmenslandschaft in dieser Form einzigartige Einrichtung im Jahr 2016 ihr 60-jähriges Jubiläum: Seit 1956 können im ABB Kinderferienhaus in Schapbach im Schwarzwald Kinder von ABB-Beschäftigten ganzjährig auf Kosten des Unternehmens ihre Ferien verbringen. Mehr als 28.000 Mitarbeiterkinder haben dieses Angebot bereits genutzt.

Urlaubseinkauf

Seit dem 01. Juli 2016 haben Mitarbeiter die Möglichkeit, über den Urlaubseinkauf bis zu 22 zusätzliche Urlaubstage pro Kalenderjahr zu erwerben und so Berufsleben und Privatleben besser miteinander in Einklang zu bringen. Diese Option reiht sich in ein breites Angebot an bedarfsorientierten Maßnahmen ein, mit denen ABB die Mitarbeiter unterstützt.

Gesundheit: Schützen und Vorsorgen

Die Gesundheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen und bildet die Grundlage für seine Leistungsfähigkeit. Die Gesundheit möchte ABB nicht nur schützen, sondern auch erhalten. Für ein schützendes und vorsorgendes Arbeitsumfeld sorgt das Unternehmen im Rahmen des ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Dieses ist unterteilt in die vier Bereiche Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Gesundheitsförderung.

Psychische Gefährdungsbeurteilung

Im Jahr 2015 hat ABB Deutschland erstmals eine deutschlandweite und anonymisierte Befragung zu psychischen Belastungen am Arbeitsplatz durchgeführt. Insgesamt nahmen 53% der Beschäftigten an der psychischen Gefährdungsbeurteilung teil. Aus den Ergebnissen wurden verschiedene Maßnahmen abgeleitet. 2016 war die Bewältigung von Stress und psychischen Belastungen ein Schwerpunktthema. Hierzu hat ABB unter dem Motto „Stark bei Stress" in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner SBK verschiedene Fit for Life-Aktionen flächendeckend an vielen Standorten angeboten. Auch 2017 liegt der Schwerpunkt im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements auf der Stärkung der psychischen Gesundheit.

Im Hinblick auf eine nachhaltige psychische Gefährdungsbeurteilung liegt 2017 weiterhin ein Fokus darauf, die identifizierten Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen umzusetzen, sowohl für einzelne Abteilungen oder Standorte als auch für ABB Deutschland. Zudem wird ein Team aus Vertretern der Arbeitnehmerseite gemeinsam mit dem Personalbereich sowie den Geschäftseinheiten das aktuelle Verfahren unter die Lupe nehmen, um Verbesserungspotenziale für die Zukunft abzuleiten.

Fit for Life-Aktionen in Zusammenarbeit mit der SBK

Die zweite deutschlandweite Fit for Life-Aktion „Abwehrkräfte stärken" fand ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner SBK statt und wurde in das Programm der Arbeitssicherheitswoche im November 2016 integriert. Künftig wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement fester Bestandteil der Arbeitssicherheitswoche sein, die 2016 erstmals konzernweit bei ABB durchgeführt wurde.

ABB Betriebssportverein gegründet

Eine weitere Neuerung im Jahr 2016 war die Gründung des ABB Betriebssport e.V. Unter dem Dach des neuen Vereins bündelt die deutsche ABB die lokalen Betriebssport-Aktivitäten, die bislang bereits an verschiedenen Standorten in Deutschland angeboten wurden. Ziel ist es, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu fördern. Der ABB Betriebssport e. V. wird durch die ABB AG strategisch und operativ unterstützt und gefördert (z. B. Teilnahmegebühren an Veranstaltungen, Ausstattung der Sportgruppen mit notwendiger Technik). Der ABB Betriebssport e.V. unterstützt seine Mitglieder bei ihren sportlichen Aktivitäten.

Vorsorgekartei

Die Pflege der sogenannten Vorsorgekartei ermöglicht es seit Ende 2015, alle ärztlichen Bescheinigungen zu erfassen und so einen Gesamtüberblick über die Umsetzung der Vorsorgen zu erhalten. So konnte über das Jahr 2016 eine erste Auswertung erstellt werden. Diese zeigt, dass der überwiegende Teil der Standorte und deren Mitarbeiter in die Arztsoftware BASIS eingespielt wurden (ausgenommen sind Studenten der Dualen Hochschule und Auszubildende).

Wissen: Erhalten und Teilen

Wissen ist für ABB ein erfolgskritischer Faktor. Es geht darum, Wissen zugänglich zu machen, zu erhalten und zu teilen. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt schafft ABB die Rahmenbedingungen, die eine Weitergabe und Weiterentwicklung von Wissen erleichtern. Neben den strukturellen Voraussetzungen und Werkzeugen, die eine Dokumentation ermöglichen, ist eine Kultur wichtig, die den Wissenstransfer priorisiert, fordert und fördert.

ABB Senior Expert Service

Der ABB Senior Expert Service hat genau das zum Ziel: Er bietet älteren Mitarbeitern auch nach ihrer Pensionierung die Möglichkeit, ABB weiterhin ihr Wissen für befristete Einsätze zur Verfügung zu stellen. Die Erfahrung zeigt, dass beide Seiten davon profitieren. Jüngere Mitarbeiter lernen auch vom impliziten Wissen, d. h. dem Wissen, das nicht niedergeschrieben ist, sondern Erfahrene „in sich tragen". Seit der Einführung des ABB Senior Expert Service konnten 99 Kandidaten für den Senior Expert Pool gewonnen werden. Aus dem gesamten Pool sind bzw. waren im Berichtsjahr 31 Kandidaten als Senior Experts bei 37 Einsätzen tätig.

Wissensstafette und Wissenstandems

Auch das Instrument einer Wissensstafette für Fachexperten unterstützt den Transfer von unternehmenskritischem Erfahrungswissen von Fachexperten an „Wissensnehmer". Es handelt sich um einen strukturierten Prozess zwischen Führungskraft, Wissensgeber und Wissensnehmer, so dass das Wissen „along the job" zielgerecht, strukturiert und rechtzeitig an einen Wissensnehmer übertragen wird.

Um einen kontinuierlichen Wissenserhalt verstärkt zu unterstützen, gibt es die sogenannten Wissenstandems - bestehend aus einem Wissensgeber und einem Wissensnehmer. Zusammen mit dem definierten Prozess der Wissensstafette wurden mit den Wissenstandems entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen, die es den Geschäftseinheiten erleichtern, Know-How rechtzeitig zu sichern und so im Unternehmen zu erhalten.

Potenziale: Erkennen und Entfalten

Die Kompetenzen der Mitarbeiter sind ein wichtiger Grundstein für den Erfolg von ABB. Um als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben und flexibel auf veränderte Marktbedingungen reagieren zu können, ist ABB auf Mitarbeiter angewiesen, die sich kontinuierlich weiterqualifizieren. Die berufliche Fort- und Weiterbildung stärkt die Handlungskompetenz und Motivation der Beschäftigten.

Talent Profile

Insbesondere bei der Auswahl von internen Kandidaten bei offenen Stellen sowie bei der individuellen Karriereberatung gewinnt das Talent Profile innerhalb des ABB-Konzerns zunehmend an Bedeutung. Durch zielgruppenspezifische Maßnahmen ist es auch im Jahr 2016 gelungen, das Talent Profile sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern.

Das Talent Profile ist eine wichtige Basis für die individuelle Karriereplanung und das Talent Management bei ABB insgesamt. Die verstärkte Nutzung des Talent Profils hat dazu beigetragen, dass 2016 ein Großteil der Schlüsselpositionen mit internen Nachwuchskräften besetzt werden konnte.

Meet-The-Management

Um den Leistungs- und Potenzialträgern eine besondere Wertschätzung entgegenzubringen und gleichzeitig einen regelmäßigen Austausch zwischen ihnen und dem Management zu fördern, haben im Jahr 2016 unter der Reihe „Meet The Management" verstärkt bereichs- und divisionsübergreifende Veranstaltungen stattgefunden. Das Konzept besteht aus den drei Säulen „Dialoge für die Zukunft" (ganztägige Veranstaltungen), „Netzwerk für die Zukunft" (halbtägige Veranstaltungen) und „Frühstücksgespräche" (Kurzveranstaltungen). Im Rahmen von „Dialoge für die Zukunft" hatten 15 weibliche Fach- und Führungskräfte im September 2016 die Gelegenheit, mit dem deutschen Vorstand zu diskutieren.

Online-Plattform „Electrify Your Career"

Im Juni 2016 wurde die Online-Plattform „Electrify Your Career" (EYC) eingeführt, die es den ABB-Mitarbeitern ermöglicht, einfache und umfassende Denkanstöße und zusätzliche Instrumente für die eigene Entwicklungsplanung zu erhalten. Sie beinhaltet sieben sogenannte Laufbahn-Themen. Dies sind Situationen oder Herausforderungen, auf die Mitarbeiter im Laufe ihres Berufslebens treffen können, beispielsweise wenn eine berufliche Veränderung ansteht oder angestrebt wird.

Karriere-Impuls-Gespräch

Ein weiteres Instrument aus dem Bereich Mitarbeiterentwicklung stellt das Karriere-Impuls-Gespräch dar, das im Jahr 2016 entwickelt wurde. Es stellt ein individuelles Beratungsgespräch dar, das den Mitarbeiter bei seiner beruflichen Entwicklung unterstützt. Der HR Business Partner fungiert dabei als neutraler Sparringspartner für den Mitarbeiter. Das Karriere-Impuls-Gespräch kann in unterschiedlichen Ausgangssituationen hilfreich sein, um einen Impuls für den weiteren beruflichen Weg zu erhalten.

Engagement und Ideen: Kennen und Wertschätzen

Das Erkennen der Vielfalt der eigenen Beschäftigten ist die Grundvoraussetzung für Übernahme von Verantwortung im Rahmen der sogenannten Corporate Social Responsibility. Vielfalt bedeutet, dass es viele Gruppen gibt, die sich durch verschiedene Merkmale auszeichnen, wie beispielsweise Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Kooperation mit der Lebenshilfe Mannheim

Nachdem die deutsche ABB im Jahr 2015 ihre Aktivitäten zur Förderung der Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit der Lebenshilfe e.V. in Mannheim weiter ausgeweitet hat, wurde die Zusammenarbeit durch verschiedene Maßnahmen im Jahr 2016 verstärkt gefördert: Ein gemeinsames Team aus ABB-Mitarbeitern und Mitgliedern der Lebenshilfe Mannheim hat erfolgreich an den Sommerspielen von Special Olympics im Juni 2016 teilgenommen.

ABB Flüchtlingshilfe

Auch die gegenwärtige Flüchtlingssituation in Deutschland beschäftigt die deutsche ABB. Ende 2015 hat ABB festgelegt, in den drei Bereichen „Soziales Engagement" (z. B. Infrastrukturmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften, gemeinsame Ausflüge mit Flüchtlingen, Sprachförderung), „Spenden und Sponsoring" (z. B. finanzielle Unterstützung von Aktionen, Verkaufs- und Spendenaktionen an verschiedenen ABB-Standorten) und „Ausbildung und Beschäftigung" (z. B. Angebote zur Berufsorientierung und Qualifizierung, Schaffung von Praktikums- oder Ausbildungsplätzen in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit) zu unterstützen. In diesem Rahmen wurde im Jahr 2016 die Initiative „Fit4ING" ins Leben gerufen, dank derer Flüchtlingen mithilfe der Nachhilfeaktivitäten von ABB-Studenten eine Ausbildung bei ABB ermöglicht wurde.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2016 hat ABB Deutschland 209 Mio. € in die Entwicklung innovativer neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 5% vom Umsatz. Etwa 10% der gesamten Ausgaben des weltweiten ABB-Konzerns für Forschung und Entwicklung fließen in die Konzernforschung, die die technologische Grundlage für die nächste und übernächste Generation von Produkten bereitstellt. Die Aktivitäten der Konzernforschung sind in acht Forschungsfelder gegliedert, welche die wichtigsten Technologiefelder für die ABB-Produkte abdecken.

Mit über hundert Mitarbeitern ist das deutsche Forschungszentrum in Ladenburg eines von insgesamt sieben in der globalen Struktur des ABB-Konzerns. Auf dieser Struktur basierend fokussiert sich das deutsche Forschungszentrum auf neue Technologien für die Industrie- und Gebäudeautomation sowie für die Energienetze der Zukunft. Dabei steht die allgegenwärtige Digitalisierung in all diesen Bereichen im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten.

Aktuelle Themenschwerpunkte des deutschen Forschungszentrums sind dabei Algorithmen für die Analyse großer Datenmengen und deren Anwendung im industriellen Umfeld, neue Produktionsszenarien mit kollaborativen und autonomen Robotern, integrierte Lösungen für die intelligenten Gebäude der Zukunft sowie Szenarien, Konzepte und Technologien für die zukünftigen Energienetze. Im Vordergrund steht dabei die Forschung für Angebote an digitalen Lösungen und Dienstleistungen über alle Branchen hinweg, die ABB in Zukunft unter ABB AbilityTM bündelt.

Mit ABB AbilityTM ins digitale Zeitalter

Als Taktgeber für die vierte industrielle Revolution bündelt ABB mit ABB AbilityTM zum ersten Mal alle digitalen Produkte und Dienstleistungen, die aus der einzigartigen Kombination aus Branchenwissen, Technologieführerschaft und digitaler Expertise hervorgegangen sind über alle Branchen hinweg. So schafft ABB einen echten Mehrwert für Kunden.

ABB AbilityTM lässt Kunden an den Möglichkeiten des Internets der Dinge teilhaben. Neue digitale Dienstleistungen und Technologien von ABB helfen, vorhandene Techniken aufzuwerten und so die Produktivität durch weniger Ausfallzeiten, höhere Effizienz und bessere Erträge zu steigern. Dabei nutzt das Unternehmen die Vorteile, die sich aus dem schnell wachsenden Informations- und Datenstrom ableiten lassen.

Über Jahrzehnte hat ABB einen umfassenden Pool von Betriebsdaten aufgebaut und umfassende Erfahrungen in mehr als 20 Branchen gesammelt. Dieses fundierte Branchenwissen ermöglicht es, die wissenschaftlichen, technischen und geschäftlichen Gründe für Entscheidungen zu verstehen. Ihr Know-how lässt ABB in kundenorientierte Lösungen einfließen, die einen entscheidenden Beitrag leisten, aktuelle Herausforderungen effizient und effektiv zu bewältigen. Mit seinem Portfolio ist der Technologiekonzern optimal für das digitale Zeitalter gerüstet.

ABB hat die Digitaltechnologie sehr frühzeitig zum Bestandteil ihrer DNA gemacht. Seit über 40 Jahren stattet das Unternehmen Geräte und Systeme mit Software und Schnittstellen aus, die für einen reibungslosen Betrieb sorgen. Heute zählen Software oder digitale Komponenten bei 55% der verkauften Produkte zu den Kernbestandteilen. ABB verfügt darüber hinaus über die weltweit größte installierte Basis mit über 70 Mio. verbundenen Geräten, 70.0000 digitalen Steuerungssystemen und 6.000 Softwarelösungen der Enterprise-Klasse.

Um Industriekunden beispielsweise aus den Bereichen Robotik, Schifffahrt und Häfen, Elektrofahrzeuge oder Erneuerbare Energien zu unterstützen und mit digitalen Lösungen Mehrwert zu schaffen, haben ABB und Microsoft eine strategische Partnerschaft geschlossen. So erhalten die Kunden von ABB nun Zugang zu einer der größten Cloud-Infrastrukturen auf dem Markt.

YuMi®: Wie die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter eine industrielle Revolution antreibt

Mit dem ersten wirklich kollaborativen Roboter YuMi® hat ABB hat eine revolutionäre Technologie entwickelt, die es Menschen und Robotern ermöglicht, in unmittelbarer Nähe zueinander zu arbeiten - ohne Schutzkäfige und Absperrungen. So maximiert ABB das Potenzial und hebt die Produktivität auf eine neue Ebene. Mit gerade einmal 34 Kilogramm Gewicht und in etwa der Größe eines kleinen Menschen lässt sich YuMi® schnell und einfach in die Produktionslinie integrieren, um Hand in Hand mit einem menschlichen Kollegen zusammenzuarbeiten.

Dank Lead-through-Programmierung lernt YuMi® neue Prozesse, indem er physisch durch diese geleitet wird - wodurch die Notwendigkeit komplexer und zeitraubender codebasierter Anweisungen entfällt. Wie alle neuen ABB-Roboter ist YuMi® mit dem wachsenden industriellen Internet der Dinge verbunden und nutzt dabei datengesteuerte Analysen zur Verbesserung der Leistung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Hardware und Prozesse.

Digitale Realisierung der Fabrik: Virtuelle Inbetriebnahme

ABB unterstützt Kunden dabei, ihre Fabriken zunächst virtuell zu bauen und in Betrieb zu nehmen. So kann eine Fabrik quasi schon vor ihrem Bau probeweise in Betrieb genommen werden. Die virtuelle Inbetriebnahme ermöglicht umfangreiche Tests vor der realen Montage der Produktionslinie. Alle Automatisierungskomponenten wie Roboter, SPS, Motoren und Antriebe können integriert werden. Da Test- und Anwendungssoftware identisch sind, ist keine Umprogrammierung erforderlich.

Smart Sensor: Potenziale in Leistung verwandeln

ABB hat einen intelligenten Sensor entwickelt, der direkt am Gehäuse von Niederspannungsmotoren angebracht wird. Damit hat eine neue Ära bei der Zustandsüberwachung von Niederspannungsmotoren begonnen. Eine aufwendige Verdrahtung ist nicht erforderlich.

Mithilfe eines Algorithmus, der auf der jahrzehntelangen Erfahrung von ABB im Bereich Niederspannungsmotoren basiert, überträgt der smarte Sensor Informationen über den Motorzustand per Smartphone und Internet an einen sicheren cloud-basierten Server. Auf der Hannover Messe 2016 hat ABB ihr Technologiekonzept der smarten Sensoren präsentiert. Die neuartige Sensortechnologie bietet Anlagenbetreibern nicht nur enorme Einsparmöglichkeiten bei der Wartung und Instandhaltung, sondern macht künftig auch Millionen von Motoren auf einfache Weise zugänglich für das Internet der Dinge.

Mit der neuen Lösung können auch kleine und mittlere Unternehmen von enormen Vorteilen profitieren. Der smarte Sensor liefert Informationen zu Betriebs- und Zustandsparametern wie Vibrationen, Temperatur oder Überlastung und ermittelt den Energieverbrauch. Die Daten werden mit einer speziell entwickelten Software analysiert und dem Anlagenbetreiber in verwertbare Informationen für die Wartungsplanung zur Verfügung gestellt.

Stillstandzeiten lassen sich damit um bis zu 70% reduzieren. Gleichzeitig wird die Lebensdauer der Motoren um bis zu 30 % verlängert und der Energieverbrauch um bis zu 10% reduziert. Der Smart Sensor passt in eine Hosentasche, und fast jeder Niederspannungsmotor kann nachgerüstet und an das industrielle Internet der Dinge angebunden werden.

Elektromobilität: Emissionsfreie Alternativen

ABB kennt die praktischen Herausforderungen, die mit der Elektromobilität einhergehen und bietet die passenden Lösungen. Das Unternehmen zählt zu den wenigen Experten, die Erfahrung mit der groß angelegten Stromübertragung haben und wissen, wie man Ladesysteme in das industrielle Internet der Dinge einbindet. So wurden in mehreren Ländern wie Estland, Dänemark und den Niederlanden bereits landesweite Netzwerke für Ladestationen aufgebaut.

Ende 2016 hat die EnBW das erste flächendeckende Schnellladenetzwerk in Baden-Württemberg in Betrieb genommen. Es ermöglicht erstmalig elektrische Langstreckenmobilität. ABB hat dafür 68 DC-Schnellladestationen vom Typ Terra 53 geliefert. Die EnBW, die auch Betreiberin der Anlagen ist, hat je zwei Ladesäulen an insgesamt 34 Autobahnraststätten des größten deutschen Raststättenbetreibers Tank & Rast GmbH installiert.

Die Ladeinfrastruktur bei Tank & Rast wird rund um die Uhr durch die ABB Connec-ted-Services-Leitwarte technisch überwacht. Diese internetbasierten Services aus dem Digitalangebot ABB AbilityTM sorgen dafür, dass der größte Nutzen aus dem

Ladenetz für Elektrofahrzeuge gezogen werden kann. Auf der Basis der Cloud-Computing-Plattform Azure von Microsoft helfen die ABB Connected Services durch eine vorausschauende Fernüberwachung, operative Kosten zu senken und die Verfügbarkeit der Anlagen zu maximieren.

Auch auf städtischer Ebene machen Lösungen von ABB einen großen Unterschied. TOSA ist der erste vollelektrische Großraumgelenkbus, der ohne Oberleitungen auskommt. Das vollständig elektrifizierte Bussystem nutzt die von ABB entwickelte Schnellladetechnologie, um die Busbatterie an Haltestellen nachzuladen. An den Haltestellen kann über einen ausfahrbaren Arm eine 15-sekündige Ladung erfolgen. Mehr Ladestationen bedeuten kleinere Batterien, was wiederum mehr Platz für Fahrgäste mit sich bringt. Busse brauchen nicht mehr über Nacht aufgeladen zu werden.

Ein weiterer Kurzstopp von vier bis fünf Minuten an der Endhaltestelle ermöglicht die vollständige Aufladung, ohne den Busfahrplan zu unterbrechen. Durch optimales Energiemanagement spart das System auf einer Strecke von 600.000 km jährlich bis zu 1.000 t CO, ein und ermöglicht eine Kostenersparnis von 30% gegenüber einem vergleichbaren dieselbetriebenen Beförderungsmittel.

Mit mehr als 4.000 Einheiten verfügt ABB über die weltweit größte installierte Basis von Elektrofahrzeugladestationen. ABB sorgt dafür, dass die Ladestationen einsatzbereit, für Anbieter pflegeleicht und für Kunden benutzerfreundlich sind. Durch Vernetzung der Ladestationen mit dem industriellen Internet der Dinge ermöglicht ABB webbasierte Zahlungen, Softwareupgrades, eine Remote-Fehlersuche und ein intelligenteres Netz.

Smarte Gebäude: Mehr Komfort, Intelligenz und Effizienz

Gewerbe- und Wohngebäude - insbesondere Heizung, Kühlung und Haushaltsgeräte - sind für rund 38% des weltweiten Energiebedarfs verantwortlich. Durch die kontinuierliche Anpassung an den tatsächlichen Bedarf sorgen ABB-Lösungen für Energieeinsparungen zwischen 30 und 60%.

Die Smart-Home-Lösungen von ABB regeln Temperatur, Beleuchtung und andere Umgebungsfaktoren, um sie exakt an Ihre Bedürfnisse anzupassen. ABB-free@ home® verwandelt das Haus oder die Wohnung in ein intelligentes Zuhause. Eine neu entwickelte Wireless-Variante eröffnet neue Möglichkeiten, insbesondere im Modernisierungsbereich. Ganz ohne Stemm- und Putzarbeiten lassen sich damit die Vorzüge dieses komfortablen und intuitiv bedienbaren Bus-Systems genießen.

Der Erfolg von ABB-free@home® beruht auf drei Faktoren: mehr Möglichkeiten, weniger Beschränkungen und leichtere Bedienung. Jetzt kommt noch ein weiteres Argument hinzu: Einfachheit durch drahtlose Vernetzung. Sie verbindet Sensoren, Aktoren und die intelligente Steuerung ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand.

Bei Renovierungsprojekten können somit Licht, Heizung, Klima und Jalousien auf den neuesten Smart-Home-Stand gebracht werden. Die neue wireless Version von ABB-free@home® kann problemlos mit dem existierenden Bus-basierten ABB-free©home®-System kombiniert werden, ist zukunftsorientiert erweiterbar und damit investitionssicher.

ABB hat erkannt, dass Gebäude über einzigartige Merkmale und Funktionen verfügen. Mit einem ABB AbilityTm-Tool wie Building Space® kann ABB eine komplette Gebäudeautomationslösung entwerfen, in der Hunderte oder sogar Tausende Geräte untereinander kommunizieren und sich abstimmen. Schließt man Gebäude an das Smart Grid an, ergeben sich weitere Steuerungs- und Effizienzsteigerungsmöglichkeiten.

Die Zukunft der Stromnetze ist digital

ABB hat ein Konzept einer digitalen Schaltanlage entwickelt, erschließt so das industrielle Internet der Dinge für Umspannwerke und senkt Ausfallzeiten um bis zu 50%. Dabei gehen elektrisches und digitales Know-how Hand in Hand. Kupferkabel werden durch Glasfasertechnik ersetzt und damit die Grundlage für automatisierte, hochleistungsfähige digitale Umspannwerke gelegt. In Umspannwerken kommen normalerweise etliche Kilometer Kupferkabel für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zum Einsatz. Kupfer ist teuer, hat begrenzte Signalkapazitäten und stellt in Umspannwerken ein potenzielles Sicherheitsrisiko für Arbeiter und Anlagen dar. Diese veraltete Methode der Signalsteuerung führt zu kostspieligen Tests und erhöhter Wartung, während kritische Informationen bis zur regelmäßigen Kontrolle vor Ort ungenutzt bleiben. Könnten die Techniker in Echtzeit auf die Daten zugreifen, wäre dies eine enorme Chance zur Verbesserung der Netzintegrität und Reduzierung von Stromausfällen.

Beim ABB-Konzept einer digitalen Schaltanlage werden die Daten über cloud-basierte Software gesammelt und ausgewertet. So entstehen Lösungen, die den Zustand der Stromnetzkomponenten optimieren. Zustandsdaten werden über das industrielle Internet der Dinge in Echtzeit rund um die Uhr gesammelt. ABB AbilityTM-Lösungen filtern und analysieren die Daten mit cloud-basierter Software, die ABB auf Grundlage fundierter Erfahrungen in der Stromübertragungsindustrie entwickelt hat.

Das Sammeln und Auswerten von Zustandsdaten wird es künftig möglich machen, Komponenten des Stromnetzes effizienter zu betreiben und zu warten. Digitale Umspannwerke werden eine Schlüsselkomponente des Stromnetzes der Zukunft sein, da sie Kunden dabei unterstützen, die hohen Anforderungen an Versorgungssicherheit und Qualität des Stroms in einer dynamischen Erzeugungswelt sicherzustellen.

Cyber Security: Sicherheitsrisiken in Automatisierungssystemen erkennen und abwehren

Im Vergleich zu Computersystemen in einer Büroumgebung können die potenziellen Auswirkungen eines Cyberangriffs auf die Automatisierungstechnik in einer Produktionsumgebung weitaus schwerwiegendere Folgen haben. Hier kann es sowohl zu Personen- und Sachschäden als auch zu Umwelt- oder wirtschaftlichen Schäden kommen. Deshalb rückt das Thema Automation Security immer stärker in den Fokus. Als führender Anbieter von Prozessleitsystemen unterstützt ABB ihre Kunden dabei, die Automatisierungssysteme sicher und erfolgreich zu betreiben.

ABB-Sicherheitskonzepte für Automatisierungssysteme begegnen Angriffsrisiken, ohne die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Stabilität der Anlagen zu gefährden. Dabei nutzt ABB ihre Technologiekompetenz und die Erfahrungen aus der großen weltweit installierten Basis. Ziel ist es, das erforderliche Niveau an Sicherheit mit Dienstleistungen zu erreichen und dieses - auch nach technischen Veränderungen und Ergänzungen - über den gesamten Lebenszyklus der Systeme zu halten. Mit ABB Automation Security bietet ABB Sicherheitsmaßnahmen, die weit über den Schutz vor reinen Cyberangriffen hinausgehen.

Schifffahrtsindustrie: Mehr Sicherheit und Effizienz auf See

Als führender Anbieter elektrischer Antriebssysteme für die weltweite Schifffahrtsindustrie hilft ABB Schiffseignern, Antworten zu finden auf den steigenden Druck, die Kraftstoffeffizienz ihrer Flotten zu steigern und deren Umweltbelastung zu senken. Im Jahr 2016 hat ABB das weltweit effizienteste elektrische Schiffsantriebssystem auf den Markt gebracht: Azipod XL, das neueste Modell des marktführenden elektrischen Schiffs-Antriebssystems von ABB, erhöht die Kraftstoffeffizienz von Schiffen auf bisher unerreichte 20% im Vergleich zu modernen Wellenantriebssystemen. Die Effizienzsteigerung des neuen Modells wird durch ein einzigartiges Düsensystem erreicht, das den Wasserzufluss in den Propeller beschleunigt, um so den Schub zu erhöhen. Zudem wurde das Strahlruder zur Senkung des Wasserwiderstands neu konzipiert.

Unter dem Namen Octopus hat ABB zudem eine neue Softwarelösung entwickelt, welche die Sicherheit an Bord und den Einsatz von Kraftstoffen verbessert. Dazu hat ABB ihre bisher bestehenden Systeme Emma und Octopus zusammengeführt. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Schifffahrt ist ein permanenter Datenaustausch zwischen fahrenden Schiffen und den Operationszentralen an Land unerlässlich. Mit der Software-Lösung Octopus können Unternehmen diese Entwicklung nutzen, Fahrten besser zu planen und den Kraftstoffverbrauch zu minimieren. ABB AbilityTM-Lösungen sammeln Echtzeitdaten aus allen Schiffsantriebssystemen, einschließlich Abweichungen bei Geschwindigkeit, Tiefgang, Wassertiefe und Wellen. Die Daten werden dann über das industrielle Internet der Dinge mithilfe des Expertenwissens von ABB über die Marineindustrie analysiert und in Empfehlungen übersetzt, die flottenweit angewendet werden können. Der Betreiber kann aggregierte Ergebnisse betrachten und schnell umsetzen.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement

ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.

Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.

Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, Mannheim, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.

Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.

Das einheitliche Verständnis des Chancen- und Risikomanagements wird zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert - die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert. Darüber hinaus erfolgt die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement beispielsweise durch das jährlich durchgeführte ABB Enterprise Risk Management Programm, in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zur Risikovermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden.

Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standardreporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.

Risikofelder der ABB:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken.

Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Systemlösungen, Produkten und Serviceleistungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich rund 5% unserer Umsatzerlöse in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Beschaffungspreisrisiken

Die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten sowie die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen, sowie der bewusste Umgang mit Konfliktstoffen, um den zunehmenden Auswirkungen auf Beschaffungs- und Prozesskosten aktiv entgegenzuwirken.

Absatzpreisrisiken

Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns nicht nur den zuvor beschriebenen Beschaffungspreisrisiken, sondern auch dem Risiko nicht auskömmlicher Absatzpreise gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

Risiken der Auftragsabwicklung

Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.

Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken im Vorfeld der Angebotsabgabe, durch ein systematisches und umfassendes Projektmanagement sowie durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews auf Basis aktueller Auftragskalkulationen für Großprojekte wird solchen Risiken Rechnung getragen. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.

Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen. Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.

Produktionsrisiken

Auslastungsschwankungen in der Produktion können durch entsprechende flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.

Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Standortbezogen ist ein Business Continuity Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Auch werden Abhängigkeiten zwischen einzelnen Produktionsstandorten untersucht, um mögliche Auswirkungen von Ausfällen frühzeitig erkennen zu können.

Umweltrisiken

Innerhalb des ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen /-verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umwelt-managementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus unterliegen unsere Managementsysteme auch den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001, OHSAS 18001, DIN EN ISO 50001 bzw. DIN EN 16247-1.

Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits und externen Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß dieser konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch umfangreiche Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein leistungsfähiges und straff organisiertes Mahnwesen begrenzt. ABB Deutschland hat einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern. Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereitgestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.

Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und Einstufung als „politisch riskant" basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.

Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns offen stehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controllingprozesses.

Sonstige Risiken

Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Arbeitsplatzanbietern im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.

Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine weltweite Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und in allen Ländern als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Die auf den Seiten 27 bis 36 beschriebenen Maßnahmen sind Teil dieser Personalstrategie und nach unserem Dafürhalten geeignet, den oben beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.

Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind auch Voraussetzung für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität. Durch den Einsatz von Sicherheitsexperten an vielen Stellen des ABB-Konzerns sollen höchste Maßstäbe gesetzt werden.

Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.

Ein Information Security Management System (ISMS) auf Basis der international anerkannten Sicherheitsnorm „ISO 27001" steuert bei ABB Deutschland die Informationssicherheit. Etablierte technische und organisatorische Maßnahmen zur Informationssicherheit werden durch Sicherheitsverfahren fortlaufend überwacht und auf deren Effektivität geprüft. Geschäftsdaten und -prozesse werden durch anforderungsspezifische Sicherheitskonzepte gesichert. Konzernweit verbindliche Management-, Planungs- und Auditprozesse steuern die Geschäftsrisiken, die sich auch auf die Entwicklung von IS-Sicherheitsverfahren und deren Anwendung auswirken. Die Beschäftigten werden durch regelmäßige „IS-Security Trainings" geschult, um das Bewusstsein zum sicheren Umgang mit Daten und Informationen stets aktuell zu halten.

Datenschutz wird bei ABB sehr ernst genommen. Er ist fester Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS). Durch die Idee der Einbettung in die Geschäftsprozesse wird erreicht, dass die Erfordernisse des Datenschutzes automatisch berücksichtigt werden. Die Datenschutzorganisation der deutschen ABB ist u. a. für diesen prozessorientierten Ansatz in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr, als ABB durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U. S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahre 2002 erlassenen Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.

Geschäftserwartung

In allen Weltregionen besteht unverändert ein großer Bedarf an Stromübertragungs-Infrastruktur. Dies gilt für den Ersatz alter Systeme, wie auch für neue Projekte. Mit der weiter gewachsenen Einsicht in die Notwendigkeit einer grundlegenden Erneuerung der Netze - Stichwort Smart Grids - wird dieser Bedarf noch steigen und sich auf die anderen Netzebenen, insbesondere auf die Verteilnetzebene, ausweiten. Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Projekten und unsicherer politischer Rahmenbedingungen werden jedoch weiterhin viele Investitionen im Bereich Energietechnik verschoben.

Zumindest in Deutschland wurde der Investitionsstau auch im Jahr 2016 nicht abgebaut. Allerdings sind die grundlegenden Festlegungen für den Übertragungsnetzausbau jetzt deutlicher als vor einem Jahr. Dass sich daraus schon 2017 bessere Chancen auf eine Belebung der Geschäftstätigkeit in der Division Stromnetze ergeben, erscheint möglich, aber nicht sicher. Aus dem Ausland könnten trotz der eher verstärkten politischen Unsicherheiten positivere Impulse kommen, vor allem wegen der in vielen Ländern außerhalb Westeuropas verbesserten wirtschaftlichen Aussichten im Zuge einer leichten Ölpreiserholung und des weiter niedrigen Eurokurses.

Die Nachfrage auf den industriellen Absatzmärkten von ABB hängt weitgehend von den Investitionen der Verarbeitenden Industrie ab. Diese sind im Jahr 2016 gemäß neuestem ifo-Investitionstest in Deutschland mit +3% weiter gestiegen und haben damit einen neuen Rekordwert erreicht. Für 2017 planen die Unternehmen laut ifo-Institut ihre Investitionen um etwa +5% zu erhöhen. Mittelfristig sind zudem weitere Impulse aus der notwendigen Steigerung der Energieeffizienz zu erwarten. Dies gilt sowohl für neue Produkte, die eine deutlich bessere Energieausnutzung als im Prinzip noch einsatzfähige ältere Produkte aufweisen, als auch für Systeme, komplette Anlagen und Dienstleistungen. Langfristig wird die fortschreitende Digitalisierung die Welt tiefgreifend verändern. Für die Industrie gehen Experten davon aus, dass die Digitalisierung die Produktivität um mindestens 30% steigern kann.

Die Hauptabsatzbereiche der Division Industrieautomation und Antriebe haben 2016 in Deutschland stagniert. Die größte Branche - der Maschinenbau - rechnet nach der Stagnation im Jahr 2016 für das Jahr 2017 mit einem Produktionsanstieg um 1%. Die Automobilindustrie plant für 2017 einen Anstieg der Investitionen um 5%, nach einem Rückgang um 2% im Jahr 2016. Aus dem Ausland dürfte die Nachfrage aus Westeuropa in etwa stabil sein - positive Impulse könnten mit der sich abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Erholung aus Osteuropa kommen. In Bezug auf die USA gilt es, die tatsächliche Entwicklung ihrer Handelspolitik und auch deren Auswirkung auf den Eurokurs abzuwarten. In den außereuropäischen Schwellenländern haben sich die Rahmenbedingungen mit der etwas besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in vielen Ländern und den tendenziell steigenden Rohstoffpreisen eher etwas verbessert.

Die Investitionsentwicklung in den prozessorientierten Branchen war 2016 nach den ersten Berechnungen sehr uneinheitlich, das spiegelt sich auch in den Plänen für 2017 wider. Die Chemie als größte prozessorientierte Branche wird ihre Investitionen 2017 nach dem Rückgang um 3% in Jahr 2016 wohl um etwa 1% ausweiten. Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie wird nach dem 2016 (+13 %) erreichten Rekordniveau ihre Investitionen voraussichtlich um etwa 7% zurückfahren. Die Nachfrage aus dem Ausland dürfte angesichts des wohl weiter leicht steigenden Ölpreises zulegen - hinzu kommt der weitere Modernisierungsbedarf der iranischen Ölförderanlagen. Belastend wirken ferner der insgesamt schwache Kraftwerksbau und die Unsicherheit über die amerikanische Handels- und Währungspolitik.

Der Anstieg der Hochbauinvestitionen von etwa 2% und die um 1% steigende Maschinenproduktion dürfte 2017 die Inlandsnachfrage nach Produkten der Division Elektrifizierungsprodukte etwas beleben, trotz der weiterhin schwachen Nachfrage beim Ausbau und der Modernisierung der Stromnetze. Zusätzliche Impulse sind am ehesten aus der Erholung in Osteuropa zu erwarten. Inwieweit von dem wohl starken amerikanischen Wachstum profitiert werden kann, hängt von der tatsächlichen Entwicklung der amerikanischen Handelspolitik und auch deren Auswirkung auf den Eurokurs ab.

Insgesamt dürfte unser relevantes Marktvolumen im Geschäftsjahr 2017 leicht steigen, jedenfalls außerhalb der Division Stromnetze. Auf Grundlage unseres internen Konzernberichtswesens rechnen wir mit einem stabilen Geschäftsvolumen und einem bereinigten operativen Ergebnis auf Höhe des Berichtsjahres. Aufgrund der teilweise großen Schwankungen im Investitionsverhalten unserer Kunden und aufgrund der anhaltenden Finanzkrise bestehen allerdings Chancen und Risiken bei der Erreichbarkeit dieser Planungen.

Für 2018 wird ein etwas stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9% erwartet, also fast im langjährigen Durchschnitt. Dabei sollten sich die Krisen-Regionen Lateinamerika (+ 2,6 %) und Osteuropa (+ 2,5%) weiter erholen, ohne jedoch die hohen Wachstumsraten früherer Jahre zu erreichen. Asien, die USA und Westeuropa sollten ähnlich stark wachsen wie im Jahr 2017.

Zusammen mit dem mittelfristig weiter anhaltenden Trend zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen erwarten wir daher für 2018 ein eher stärkeres Wachstum der Märkte für alle Divisionen, an dem wir überdurchschnittlich partizipieren wollen.

Mannheim, den 03. März 2017

ABB AG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand. Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung der Divisionen und des Servicegeschäfts sowie die weitere Umsetzung der Next-Level-Strategie des ABB-Konzerns in der deutschen ABB im Vordergrund der Erörterungen. Schwerpunkte bildeten außerdem die Wachstumschancen der deutschen ABB in den Sektoren Energieversorgung, Industrie sowie Transport und Infrastruktur, insbesondere aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung in der Energie- und Automatisierungstechnik.

Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung über den Stand des Compliance Programms und damit zusammenhängende Fragen. Er tagte pro Quartal einmal. In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrats dem Gesamtaufsichtsrat.

Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der ABB AG und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 28. März 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss der ABB AG war damit festgestellt.

In der Sitzung des ersten Quartals 2016 wurde die Bestellung von Herrn Dr. Martin Schumacher zum Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 01. März 2017 um weitere drei Jahre verlängert. In der Sitzung des zweiten Quartals 2016 wurde über die variablen Bezüge (Tantiemen) des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 beschlossen, es wurden die Kriterien für die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 festgelegt und es wurde die jährliche Anpassung der Vorstandsbezüge beschlossen. Bei allen Beschlussfassungen folgte der Aufsichtsrat der jeweiligen Empfehlung des Personalausschusses.

Mannheim, den 28. März 2017

Bernhard Jucker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016

ABB Deutschland

054 - 055 Konzernbilanz
056 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
057 Konzern-Kapitalflussrechnung
058 - 061 Segmentberichterstattung
062 Konzern-Eigenkapitalspiegel
063 -101 Konzernanhang

Konzernbilanz

ABB Deutschland

Aktiva

in Tsd.€ Anhang 31.12.2016 31.12.2015
A. Anlagevermögen (3)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 24.273 41.145
II. Sachanlagen 301.040 292.536
III. Finanzanlagen 8.625 8.396
Summe 333.938 342.077
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 2.092.422 2.876.959
Verrechnete Kundenanzahlungen -1.498.213 -2.203.561
594.209 673.398
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 295.196 263.582
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (5,6) 910.301 639.256
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen (5) 144 -
4. Sonstige Vermögensgegenstände (5) 33.215 38.265
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (6) 13.006 15.902
Summe 1.846.071 1.630.403
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.356 704
D. Aktive latente Steuern (17) 29 -
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (7) 55.789 38.562
Bilanzsumme 2.237.183 2.011.746
Passiva
in Tsd. € Anhang 31.12.2016 31.12.2015
A. Eigenkapital (8)
I. Gezeichnetes Kapital (9) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklagen (9) 51.046 51.046
III. Gewinnrücklagen (10) 144.207 163.106
IV. Bilanzgewinn 284.722 243.951
Summe 647.475 625.603
B. Sonderposten aus Investitionszulagen (12) 10.731 3.374
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (13) 88.497 106.464
2. Steuerrückstellungen (14) 18.413 27.987
3. Sonstige Rückstellungen (15) 611.225 548.128
Summe 718.135 682.579
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (16) 442 182
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (16) 1.834.577 2.613.816
Verrechnet mit Vorräten -1.498.213 -2.203.561
336.364 410.255
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16) 111.664 111.895
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (6,16) 344.234 124.988
5. Sonstige Verbindlichkeiten (16) 66.556 50.418
Summe 859.260 697.738
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.582 1.037
F. Passive latente Steuern (17) - 1.415
Bilanzsumme 2.237.183 2.011.746
Haftungsverhältnisse (18) 685 908

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

ABB Deutschland

in Tsd.€ Anhang 2016 2015
1. Umsatzerlöse (22) 4.286.523 3.294.932
2. Bestandsveränderungen -14.459 -18.039
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.427 6.277
4. Sonstige betriebliche Erträge (23) 129.636 243.562
5. Gesamtleistung 4.405.127 3.526.732
6. Materialaufwand (24) -2.626.988 -1.761.987
7. Personalaufwand (25) -834.791 -814.723
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (27) -64.516 -64.472
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (28) -684.749 -755.350
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 194.083 130.200
11. Beteiligungsergebnis (29) -1.316 -170
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (30) 27.547 637
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (30) -3.254 -130.623
14. Ergebnis vor Gewinnsteuern 217.060 44
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (31) 2.594 18
(davon latente Steuern) (1.444) (3.713)
16. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (31) -57.655 -4.809
17. Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme 161.999 -4.747
18. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (32) -140.057 -18.239
19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 21.942 -22.986
20. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 262.780 267.318
21. Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter - -381
22. Bilanzgewinn 284.722 243.951

Konzern-Kapitalflussrechnung

ABB Deutschland

in Tsd.€ 2016 2015
1. Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme 161.999 -4.747
2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 64.516 64.472
3. Veränderungen der Rückstellungen 35.556 75.543
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -54.900 5.332
5. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -9.771 -7.952
6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen 79.124 56.241
7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -107.335 -19.617
8. Veränderung sonstiger Aktiva -25.019 88.839
9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen -73.891 -77.448
10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.893 54.416
11. Veränderung sonstiger Passiva 15.047 57
12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions-/Desinvestitionstätigkeit im Deckungsvermögen 26.299 -72.714
13.= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 161.518 162.422
14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 17.263 30.180
15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -62.858 -103.593
16. Einzahlungen aus Abgängen von Deckungsvermögen 65.869 64.064
17. Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen -36.403 -
18.= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -16.129 -9.349
19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft -18.239 -80.926
20.= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -18.239 -80.926
21. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (= Summe Zeilen 13,18,20) 127.150 72.147
22. Veränderungen des Finanzmittelfonds auf Grund von Veränderungen des Konsolidierungskreises -1.747 -5.391
23. Finanzmittelfonds am 01.01. 386.397 319.641
24.= Finanzmittelfonds am 31.12. vor Ergebnisübernahme* 511.800 386.397
25. Ergebnisübernahme 31.12. -140.057 -18.239
26.= Finanzmittelfonds am 31.12. nach Ergebnisübernahme 371.743 368.158

* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf Ziffer 6 des Konzernanhangs

Segmentberichterstattung

ABB Deutschland

Segmentberichterstattung per 31.12.2016

Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst
Prozessautomation Industrieautomation und Antriebe Elektrifizierungsprodukte
in Tsd. € 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang 519.068 606.199 519.104 477.564 1.401.290 1.378.392
Außenumsatz 629.609 576.212 508.298 470.658 1.332.397 1.263.783
Interner Umsatz 9.172 10.250 10.575 10.048 96.359 90.368
Gesamtumsatz 638.781 586.462 518.873 480.706 1.428.756 1.354.151
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 44.559 5.573 32.636 4.591 215.945 192.568
Restrukturierungsaufwendungen -29.629 -5.792 -14.261 -12.366 -25.043 -3.813
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 14.930 -219 18.375 -7.775 190.902 188.755
Abschreibungen auf Sachanlagen* -4.400 -4.449 -4.698 -4.825 -37.010 -35.244
Investitionen in Sachanlagen* 3.555 5.223 1.190 1.980 28.990 32.201
Zinserträge 4.163 62 2.696 357 3.504 77
Zinsaufwendungen -140 -44.883 -72 -407 -834 -22.577
Segmentvermögen 477.138 456.438 23.278 60.045 639.336 641.033
Segmentverbindlichkeiten 313.762 280.182 -7.597 42.298 413.611 399.016
Zahl der Mitarbeiter 2.109 2.206 1.062 1.046 4.186 4.216
Segmentberichterstattung per 31.12.2016

Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst
Stromnetze Sonstige Einheiten/ Konsolidierung Konzern
in Tsd. € 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang 790.063 1.033.444 -73.729 -115.548 3.155.796 3.380.051
Außenumsatz 1.753.960 957.948 62.259 26.331 4.286.523 3.294.932
Interner Umsatz 28.163 41.110 156.154 48.655 300.423 200.431
Gesamtumsatz 1.782.123 999.058 218.413 74.986 4.586.946 3.495.363
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 31.595 -48.687 -21.669 -56.326 303.066 97.719
Restrukturierungsaufwendungen -15.620 -16.617 -1.453 -59.087 -86.006 -97.675
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 15.975 -65.304 -23.122 -115.413 217.060 44
Abschreibungen auf Sachanlagen* -8.779 -9.481 -9.629 -10.473 -64.516 -64.472
Investitionen in Sachanlagen* 8.819 9.172 18.759 38.335 61.313 86.911
Zinserträge 5.893 134 11.291 7 27.547 637
Zinsaufwendungen -2.310 -24.137 102 -38.619 -3.254 -130.623
Segmentvermögen 829.858 746.182 267.573 108.048 2.237.183 2.011.746
Segmentverbindlichkeiten 782.766 755.536 87.166 -90.889 1.589.708 1.386.143
Zahl der Mitarbeiter 2.226 2.343 954 959 10.537 10.770

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Segmentberichterstattung per 31.12.2016 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Prozessautomation Industrieautomation und Antriebe Elektrifizierungsprodukte
in % 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 51 46 87 80 59 56
Europa* 28 22 7 12 23 23
Amerika 6 13 2 2 4 4
Asien 12 9 4 6 13 16
Afrika 3 10 - - 1 1
Sonstige Regionen - - - - - -
Umsatz
Deutschland 50 60 81 82 59 55
Europa* 31 21 14 11 23 23
Amerika 4 6 2 2 4 5
Asien 12 12 3 5 13 15
Afrika 3 1 - - 1 2
Sonstige Regionen - - - - - -
Segmentberichterstattung per 31.12.2016 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Stromnetze Sonstige Einheiten/ Konsolidierung Konzern
in % 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 34 25 146 100 54 47
Europa* 37 31 -46 - 26 24
Amerika 8 5 - - 5 6
Asien 12 23 - - 12 16
Afrika 9 16 - - 3 7
Sonstige Regionen - - - - - -
Umsatz
Deutschland 65 45 144 105 61 55
Europa* 13 25 -44 -5 20 23
Amerika 4 8 - - 4 6
Asien 7 7 - - 10 11
Afrika 11 15 - - 5 5
Sonstige Regionen - - - - - -

* Ohne Deutschland

Konzern-Eigenkapitalspiegel

ABB Deutschland

Mutterunternehmen
in Tsd.€ Gezeichnetes Kapital* Kapitalrücklage Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
--- --- --- ---
Stand am 31.12.2014 167.500 51.046 445.401
Gezahlte Dividenden - - -
Übrige Veränderungen - - -106
Veränderung der Anteile von Minderheitsgesellschaftern - - -14.871
Jahresergebnis - - -23.367
Stand am 31.12.2015 167.500 51.046 407.057
Gezahlte Dividenden - - -
Übrige Veränderungen - - -70
Jahresergebnis - - 21.942
Stand am 31.12.2016 167.500 51.046 428.929
Mutterunternehmen Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
in Tsd.€ Eigenkapital Minderheitenkapital Gesamt
--- --- --- ---
Stand am 31.12.2014 663.947 3.940 667.887
Gezahlte Dividenden - -140 -140
Übrige Veränderungen -106 -279 -385
Veränderung der Anteile von Minderheitsgesellschaftern -14.871 -3.902 -18.773
Jahresergebnis -23.367 381 -22.986
Stand am 31.12.2015 625.603 - 625.603
Gezahlte Dividenden - - -
Übrige Veränderungen -70 - -70
Jahresergebnis 21.942 - 21.942
Stand am 31.12.2016 647.475 - 647.475

* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien

Konzernanhang

Vorstand

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Vorsitzender,

Automationstechnik

Elektrifizierungsprodukte
Prozessautomation
Industrieautomation und Antriebe

Dipl.-Kfm. Markus Ochsner

Finanzen und Arbeitsdirektor,

CFO der Region Europa

Dr.-Ing. Martin Schumacher

Energietechnik

Stromnetze

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Zürich / Schweiz,

Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd,

Zürich/Schweiz

Vorsitzender
Jürgen Eisenbeiß 1)

Heidelberg,

Elektrotechniker,

stellv. Vorsitzender
Stefan Basenach 1)

Neustadt/ Weinstraße,

Leiter der Product Group EPC Solutions

ABB Deutschland /Schweiz,

Power Grids (Stromnetze),

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss

der Leitenden Angestellten

(bis 31.12.2016)
Markus Beumer

Frankfurt/ Main,

ehem. Mitglied des Vorstands

der Commerzbank AG,

Frankfurt/ Main
Verena zu Dohna-Jaeger 1)

Frankfurt/ Main,

Rechtsanwältin,

Gewerkschaftssekretärin beim IG Metall Vorstand,

Frankfurt/ Main
Klaus Eble

Wollerau / Schweiz,

Leiter Konzernfunktion Interne Revision

der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich /Schweiz
Mirko Geiger 1)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Executive Advisor,

Mitglied div. Aufsichtsräte
Kai-Uwe Glörfeld 1)

Lüdenscheid,

KVP-Trainer
Stefan Habild 2)

Ladenburg,

Leiter des Geschäftsbereichs HVDC

ABB Deutschland,

Power Grids (Stromnetze),

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss

der Leitenden Angestellten

(ab 02.02.2017)
Lothar Kämpfer 1)

Mannheim,

Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG,

Mannheim
Davor Kuminoti 1)

Düsseldorf,

Industriemeister
Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Düsseldorf,

Vorstandsvorsitzender der Capital Stage AG,

Hamburg
Daniela Schiermeier 1)

Mannheim,

Präsidentin Europäischer ABB-Betriebsrat,

Mannheim
Bernhard Schreier

Walldorf,

Handelsrichter,

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der Heidelberger Druckmaschinen AG,

Heidelberg
Prof. em. Dr. Alfred Storck

Wettingen/Schweiz,

Honorarprofessor (im Ruhestand),

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

und Unternehmensfinanzierung

Universität St. Gallen,

St. Gallen/Schweiz,

Gastprofessor Wirtschaftsuniversität,

Wien /Österreich
Rudolf Zimmermann

Neulußheim,

Rechtsanwalt

1) von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht Mannheim gemäß § 104 AktG als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt

1. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr sind außer der ABB AG 20 inländische und 1 ausländisches Unternehmen konsolidiert sowie 1 Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen.

Änderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Berichtsjahr durch den Verkauf der französischen Newron System S.A., Toulouse/ Frankreich. Die Anteile wurden zum Ende des Berichtsjahres innerhalb der ABB-Gruppe nach Frankreich verkauft.

Der Geschäftsbetrieb der ABB abService GmbH, Bobingen, wurde Anfang des Berichtsjahres eingestellt und die Gesellschaft anschließend auf die ABB AG verschmolzen.

Im Interesse einer weiteren Straffung der Konzernstruktur wurde die ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg, auf die ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim, verschmolzen. Hiernach wurde die zuletzt genannte Gesellschaft in ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg, umfirmiert.

Weiterhin wurde die ABB Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, im Rahmen einer erweiterten Anwachsung auf die ABB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Sasbach, verschmolzen. Hiernach wurde die zuletzt genannte Gesellschaft in ABB Striebel & John GmbH, Sasbach, umfirmiert.

Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem des Vorjahres wird durch die zuvor beschriebenen Änderungen nicht beeinträchtigt.

Die Firma ABB AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer H RB 4664 eingetragen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2016 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der wesentlichen Gesellschaften wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Die Jahresabschlüsse der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen gemäß US-GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich/ Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Den Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen betrachten wir als eine Transaktion zwischen den Gesellschaftergruppen und verrechnen deshalb den Unterschied zwischen dem Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile und dem entsprechenden Buchvermögen der Tochterunternehmen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital.

Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Akquisitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, wobei nach einer Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- bzw. Firmenwerte grundsätzlich innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben werden. In begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Sofern der beizulegende Wert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.

Passivische Unterschiedsbeträge werden aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen ungeachtet ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2016 entfielen 20.286 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 74.856 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 41.617 Tsd. €.

Die Anteile konzernfremder Gesellschafter sind aus dem jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Kapital ermittelt und unter Einschluss von Gewinn- und Verlustanteilen im Bilanzposten „Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter" ausgewiesen.

Die Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei als Stichtag für die Kapitalaufrechnung der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugrunde gelegt wird. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und etwaigen Sonderposten des assoziierten Unternehmens zugeordnet und entsprechend dieser Positionen fortgeführt.

Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den zuvor beschriebenen Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.

Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.

Währungsumrechnung

Die Bilanzwerte etwaiger ausländischer Tochtergesellschaften werden für die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, während die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet werden. Unterschiede aus dieser Umrechnung sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Sie beeinflussen das Jahresergebnis somit nicht.

Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs zum Stichtag der Kapitalaufrechnung, d. h. zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.

Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen enthaltene ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt.

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung enthält seit dem Vorjahr auch die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und Kreditverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Infolge des im Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) war es erforderlich, einige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die neuen gesetzlichen Bestimmungen anzupassen. Aufgrund der Übergangsvorschriften des BilRUG ist eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nicht geboten, so dass ein Vorjahresvergleich nur bedingt möglich ist. Eine nachrichtliche Angabe erfolgt an entsprechender Stelle im Anhang.

Wesentliche Veränderungen aufgrund der Umsetzung des BilRUG ergaben sich durch die Neudefinition des Umsatzbegriffes und aus dem Wegfall der Positionen außerordentliche Aufwendungen und Erträge. Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und die diesbezüglichen Änderungen zum 01. Januar 2016 werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Soweit ausländische Gesellschaften aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen im Einzelabschluss von diesen Methoden wesentlich abweichen, werden diese Abschlüsse für die Konsolidierung angepasst.

Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Umsatzerlöse

Unter Anwendung des BilRUG sind als Umsatzerlöse Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen. Hierbei wird nicht länger zwischen typisch und untypisch für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen unterschieden.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG im Berichtsjahr ist die Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse nicht gegeben. Die entsprechende nachrichtliche Angabe der Umsatzerlöse des Vorjahres, die sich aus der Anwendung des BilRUG ergeben hätten, ist in diesem Anhang enthalten.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird grundsätzlich eine Abschreibungsdauer zugrunde gelegt, die sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer orientiert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 € bis 410 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren des Anlagevermögens verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode (Equity-Methode) aktiviert.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Abzinsungen werden als Abschreibung, Aufzinsungen werden als Zuschreibung ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Reuters" veröffentlichten Marktkursen.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Sonderposten aus Investitionszulagen

Im Interesse eines transparenten Bilanzausweises werden Investitionszulagen öffentlicher oder privater Geldgeber - soweit sie für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens gewährt werden - in dem gesonderten Passivposten „Sonderposten aus Investitionszulagen" ausgewiesen und im Umfang der auf diese Anlagengegenstände entfallenden Abschreibungsbeträge erfolgswirksam aufgelöst.

Im Gegenzug werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Anlagengegenstände in voller Höhe aktiviert und - soweit abnutzbar - über den Zeitraum ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Für das Berichtsjahr berechnet sich dieser Durchschnitt aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, während im Vorjahr noch der Durchschnitt aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln war. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1% p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Darüber hinaus werden auch die zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgte bis zum 31. Dezember 2011 in der Weise, dass die über die jeweilige Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zurückgestellt wurden.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen aus Verträgen, die nach dem 01. Januar 2012 abgeschlossen wurden, werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt - dies gilt unabhängig davon, ob der jeweilige Vertrag vor oder nach dem 01. Januar 2012 geschlossen wurde.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.

Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im

Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.

Die aus letztgenannten Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und als „Aktive latente Steuern" bzw. als „Passive latente Steuern" ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

3. Anlagevermögen

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte sowie EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte enthalten. Aktivierte Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Regelfall zwischen 5 und 15 Jahren liegt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Seiten 78 bis 79 aufgeführt.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen unterschiedliche Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auch im Berichtsjahr wieder bei den produzierenden Einheiten in der Division Elektrifizierungsprodukte und der Division Stromnetze lag. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Erweiterung des Portfolios einzelner Komponenten und Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung bestehender Anlagen. Daneben resultiert das Investitionsvolumen aus einer Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Qualität sowie zur Kostenoptimierung.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile teilweise zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden, so dass dieser Anteil des Wertpapierspezialfonds - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7,13 und 15 dieses Anhangs.

Entwicklung des Anlagevermögens

ABB Deutschland

in Tsd.€ Stand per 31.12.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand per 31.12.2016
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 65.188 1.443 272 1.035 65.868
Konzessionen,Schutzrechte, Lizenzen 3.469 18 - 1.213 2.274
Geschäfts- oder Firmenwert 163.003 - - 7.388 155.615
Geleistete Anzahlungen 191 39 -52 - 178
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 231.851 1.500 220 9.636 223.935
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 349.266 403 18.178 12.091 355.756
Technische Anlagen und Maschinen 423.995 5.386 16.696 12.023 434.054
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 357.709 15.895 4.601 11.842 366.363
Anlagen im Bau 28.946 32.556 -35.360 11 26.131
Geleistete Anzahlungen 7.203 5.573 -4.335 441 8.000
Sachanlagen (gesamt) 1.167.119 59.813 -220 36.408 1.190.304
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.880 275 - - 2.155
Sonstige Beteiligungen 51 - - - 51
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 875 1.270 - - 2.145
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 - - - 5.760
Finanzanlagen (gesamt) 8.566 1.545 - - 10.111
Anlagevermögen (gesamt) 1.407.536 62.858 - 46.044 1.424.350
in Tsd.€ Abschreibungen 31.12.2015 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Veränderungen* Abschreibungen 31.12.2016 Kumulierte Equity- Anpassung
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 60.609 2.576 -1.035 62.150 -
Konzessionen,Schutzrechte, Lizenzen 2.242 361 -420 2.183 -
Geschäfts- oder Firmenwert 127.855 14.862 -7.388 135.329 -
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 190.706 17.799 -8.843 199.662 -
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 243.782 5.393 -8.876 240.299 -
Technische Anlagen und Maschinen 339.256 17.981 -11.721 345.516 -
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 291.545 23.203 -11.439 303.309 -
Anlagen im Bau - 140 - 140 -
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Sachanlagen (gesamt) 874.583 46.717 -32.036 889.264 -
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - - - - -1.486
Sonstige Beteiligungen - - - - -
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
Finanzanlagen (gesamt) - - - - -1.486
Anlagevermögen (gesamt) 1.065.289 64.516 -40.879 1.088.926 -1.486
in Tsd.€ Buchwerte per 31.12.2016 Buchwerte per 31.12.2015
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 3.718 4.579
Konzessionen,Schutzrechte, Lizenzen 91 1.227
Geschäfts- oder Firmenwert 20.286 35.148
Geleistete Anzahlungen 178 191
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 24.273 41.145
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.457 105.484
Technische Anlagen und Maschinen 88.538 84.739
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 63.054 66.164
Anlagen im Bau 25.991 28.946
Geleistete Anzahlungen 8.000 7.203
Sachanlagen (gesamt) 301.040 292.536
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 669 1.710
Sonstige Beteiligungen 51 51
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 2.145 875
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 5.760
Finanzanlagen (gesamt) 8.625 8.396
Anlagevermögen (gesamt) 333.938 342.077

Aufstellung des Anteilsbesitzes

ABB Deutschland

(Stand: 31.12.2016) Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital

in Tsd. LW
Konzernanteil

in%
Beteiligung

bei Nr.
Ergebnis Geschäftsjahr

in Tsd. LW
Umsatz 2016

in Mio. LW
Mitarbeiter 31.12.2016
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABB AG, Mannheim 846.265 € - 2.306 3.837
2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin 823 € 100 1. 85 5 66
3. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 19. - 618 1.604
4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg 21.066 € 100 3. -4.711 410 1.229
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 17.484 € 100 7. 1.194 311 1.034
6. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim 318.474 € 100 1. 32.716 - -
7. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim * 47.759 € 100 1. - - -
8. ABB Business Services GmbH, Heidelberg * 93 € 100 1. - 11 110
9. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg * 6.142 € 100 1. -1.174 40 30
10. ABB gomtec GmbH, Seefeld * 4.480 € 100 3. - 8 28
11. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 263.102 € 100 6. 978 1 -
12. ABB Kaufel GmbH, Berlin -5.845 € 100 7. -5.478 14 83
13. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 44 € 100 1. - - -
14. PMA Deutschland GmbH, Haßfurt 4.897 € 100 7. - 12 20
15. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim 3.051 € 100 7. 2.351 65 289
16. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 28.739 € 100 7. 2.413 516 1.500
17. ABB Stotz-Kontakt/Striebel & John Vertriebsges. mbH, Heidelberg 520 € 100 16./18. 317 94 134
18. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 11.234 € 100 1. 9.347 93 350
19. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./6./11. - 5 173
20. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 512 € 100 1. - 5 39
21. Striebel France S.a.r.l., Fellering/Frankreich 5.860 € 100 18. 49 2 11
22. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 33.380 € 100 1. -4.517 - 17
II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
23. mozaiq operations GmbH 1), Frankfurt am Main 1.273 € 33 5. -3.696 - -
III. Sonstige Beteiligungen
24. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR2), Mannheim 43 € 14 1. -12 - -
25. SOLUM Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG i.L., Düsseldorf 50 € 99 9. - - -

1) vorl. Zahlen 2016

2) Zahlen 2014

4. Vorräte

in Tsd.€ 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 103.239 105.718
Unfertige Erzeugnisse 35.476 33.855
Bestellte Anlagen in Arbeit 951.024 965.141
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 62.224 65.415
Geleistete Anzahlungen 940.459 1.706.830
Summe Vorräte vor Verrechnung von Kundenanzahlungen 2.092.422 2.876.959
abzgl. verrechnete Kundenanzahlungen -1.498.213 -2.203.561
Vorräte (gesamt) 594.209 673.398

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 785 Mio. € auf insgesamt 2.092 Mio. € reduziert. Dieser Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Geleistete Anzahlungen, die um 766 Mio. € zurückging. Insbesondere in der Division Stromnetze konnten im Berichtsjahr einige große Inlandsaufträge fertiggestellt und abgerechnet werden.

Unter weiterer Berücksichtigung der um rund 706 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verminderung des Nettovorratsvermögens um 79 Mio. €.

5. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd.€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 295.196 263.582
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (75) (906)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 910.301 639.256
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (812) (177)
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 144 -
Sonstige Vermögensgegenstände 33.215 38.265
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.004) (821)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.238.856 941.103
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.891) (1.904)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt um rund 32 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 256.983 Tsd. € (Vorjahr: 181.552 Tsd. €) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

6. Flüssige Mittel

in Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.006 15.902
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2 enthalten) 587.303 403.521
Flüssige Mittel 600.309 419.423
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva D.4. enthalten) 228.566 51.265
Flüssige Mittel abzgl. Finanzschulden 371.743 368.158

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Erhöhung der flüssigen Mittel um 181 Mio. € erklärt sich in der Hauptsache aus dem Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 162 Mio. €, aus dem investitionsbedingten Mittelabfluss in Höhe von 16 Mio. € sowie aus dem finanzierungsbedingten Mittelzufluss in Höhe von 37 Mio. €.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit enthält u. a. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen im Umfang von 63 Mio. € sowie Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen in Höhe von 36 Mio. €. Gegenläufig wirkten sich die Einzahlungen aus der Veräußerung von Deckungsvermögen zum Zwecke der Erstattung von Rentenzahlungen in Höhe von 66 Mio. € sowie Einzahlungen aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 17 Mio. € aus.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Geldanlagen von Konzerngesellschaften in Höhe von 55 Mio. € sowie gegenläufig die Abführung des Vorjahresergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, in Höhe von 18 Mio. €.

7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung derartiger Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, führte insgesamt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 55.789 Tsd. € (Vorjahr: 38.562 Tsd. €).

Von diesem Betrag entfallen 51.833 Tsd. € (Vorjahr: 34.998 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen und 3.956 Tsd. € (Vorjahr: 3.564 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersteilzeitverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen.

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden. Darüber hinaus enthält dieses Deckungsvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.

Die vorzunehmende Verrechnung von Deckungsvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, so dass aus dieser Verrechnung sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch Pensionsrückstellungen resultierten.

Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2016 auf insgesamt 1.049.663 Tsd. € (Vorjahr: 1.045.143 Tsd. €), während der Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.101.496 Tsd. € (Vorjahr: 1.080.141 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 806.055 Tsd. € (Vorjahr: 824.146 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 295.441 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 255.995 Tsd. €).

Im Berichtsjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 36.403 Tsd. € in das Deckungsvermögen vorgenommen, während im Vorjahr keine Einzahlungen in das Deckungsvermögen erfolgten. Die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen, einschließlich Auszahlungen aus der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, beliefen sich auf 70.389 Tsd. € (Vorjahr: 69.142 Tsd. €).

Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Deckungsvermögen verweisen wir auf Ziffer 13 und Ziffer 15 dieses Anhangs.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.

Die in diese Vermögensverrechnung einbezogenen Altersteilzeitverpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2016 auf 20.164 Tsd. € (Vorjahr: 19.976 Tsd. €).

Der Zeitwert der mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechneten Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 24.120 Tsd. € (Vorjahr: 23.540 Tsd. €), während sich die Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte auf 18.165 Tsd. € (Vorjahr: 18.165 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen auf 5.955 Tsd. € (Vorjahr: 5.375 Tsd. €) beliefen.

8. Entwicklung des Eigenkapitals

Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierter Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt oder ausgeglichen werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresergebnisses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.

In Abhängigkeit der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, so dass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre aufgrund rückläufiger Marktwertentwicklung nicht oder nicht mehr vollständig zum Tragen kommt, wird der ehemals gesperrte Betrag ausgeschüttet bzw. im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages abgeführt, so dass es insoweit zu einer Verminderung des Eigenkapitals kommt.

Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres eine Erhöhung des Konzerneigenkapitals um 21.872 Tsd. €.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2016 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz.

Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG.

10. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten, neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG, den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.

In den Gewinnrücklagen werden darüber hinaus die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte der Vorjahre berücksichtigt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung sowie um den Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklageanteil.

Ferner enthalten die Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von 5.916 Tsd. € aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 im Zusammenhang mit der Abzinsung langfristiger Rückstellungen der ABB AG (außer Pensionsrückstellungen).

11. Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter

Aufgrund der in 2015 erfolgten Übernahme der bisher von konzernfremden Gesellschaftern gehaltenen Anteile an den ABB Striebel & John-Einheiten, ergeben sich keine konzernfremden Anteile mehr.

12. Sonderposten aus Investitionszulagen

Sofern für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens öffentliche oder private Mittel gewährt werden, werden diese Zuwendungen unter diesem Sonderposten ausgewiesen und in künftigen Jahren in dem Umfang erfolgswirksam aufgelöst, in dem diese Anlagengegenstände plan- oder außerplanmäßig abgeschrieben werden.

Der zum Berichtsjahresende ausgewiesene Betrag in Höhe von 10.731 Tsd. € (Vorjahr: 3.374 Tsd. €) entfällt auf die Zuwendung von Bundes- und Landesmitteln zum Zwecke der Sanierung eines Gebäudes auf dem Berliner Gewerbestandort PankowPark, die im Herbst 2016 abgeschlossen wurde.

Sowohl unser Ausbildungszentrum in Berlin als auch unser Training Center in Heidelberg verstehen sich als Bildungsdienstleister und bieten im Rahmen einer sogenannten Verbundausbildung die Ausbildung in 17 Berufen an.

Dies bedeutet, dass ABB in diesen beiden Trainingseinrichtungen nicht nur eigene Auszubildende, sondern auch Auszubildende von Partner- und Drittunternehmen ausbildet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin und in der Metropolregion Rhein-Neckar leistet.

13. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.

Zum 31. Dezember 2016 betrugen die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.091.383 Tsd. € (Vorjahr: 1.101.305 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 4,03% (Vorjahr: 3,94%) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde.

Für das Berichtsjahr berechnet sich dieser Durchschnitt aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, während im Vorjahr noch der Durchschnitt aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln war. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 VI HGB beträgt 88.972 Tsd. €.

Ferner liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,75% (Vorjahr: 2,5%) p. a. sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,75% (Vorjahr: 1,5%) p. a. zugrunde.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplanes wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3% p. a. (Vorjahr: 4,3%) unterstellt.

Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.091.383 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 56.570 Tsd. € (Vorjahr: 62.770 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 46.777 Tsd. € (Vorjahr: 50.302 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerten erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, so dass sich - in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades - sowohl aktive als auch passive Unterschiedsbeträge aus der Vermögensverrechnung ergaben.

Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Deckungsvermögen verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 51.833 Tsd. € (Vorjahr: 34.998 Tsd. €), sowie passive Unterschiedsbeträge im Umfang von insgesamt 88.497 Tsd. € (Vorjahr: 106.464 Tsd. €).

Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen, während die passiven Unterschiedsbeträge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 9.793 Tsd. € (Vorjahr: 12.468 Tsd. €).

14. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.

15. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 611.225 Tsd. € (Vorjahr: 548.128 Tsd. €), wobei der Anstieg der sonstigen Rückstellungen in erster Linie auf höhere Restrukturierungsrückstellungen - insbesondere für geplante Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich - zurückzuführen ist.

Die Rückstellungen für negative Marktwerte aus am Stichtag noch nicht geschlossenen Devisentermingeschäften stiegen infolge der Entwicklung der Währungskurse während des Berichtsjahres an.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 20.164 Tsd. € (Vorjahr: 19.976 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Wertpapiere 24.120 Tsd. € (Vorjahr: 23.540 Tsd. €); dieser Betrag wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 20.164 Tsd. € (Vorjahr: 19.976 Tsd. €) verrechnet, so dass sich ein Aktivposten aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 3.956 Tsd. € ergab (Vorjahr: 3.564 Tsd. €). Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen zu Ziffer 7 dieses Anhangs.

16. Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2016 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2015 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442 442 - 182 182 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.834.577 1.829.975 4.602 2.613.816 2.608.642 5.174
(davon von verbundenen Unternehmen) (155,374) (154,984) (390) (153,465) (153,161) (304)
Verrechnet mit Vorräten -1.498.213 -1.494.455 -3.758 -2.203.561 -2.199.199 -4.362
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 336.364 335.520 844 410.255 409.443 812
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111.664 111.663 1 111.895 111.895 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 344.234 234.616 109.618 124.988 18.935 106.053
Sonstige Verbindlichkeiten 66.556 66.217 339 50.418 49.412 1.006
(davon aus Steuern) (42,293) (42,293) (-) (25,460) (25,460) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (4) (4) (-) (654) (654) (-)
Verbindlichkeiten (gesamt) 859.260 748.458 110.802 697.738 589.867 107.871

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 46 Tsd. € (Vorjahr: 58 Tsd. €) und von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 8.683 Tsd. € (Vorjahr: 9.470 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Der Rückgang der erhaltenen Kundenanzahlungen um 779 Mio. € resultiert in allererster Linie aus der Fertigstellung und Abrechnung einiger Großaufträge. Die Verminderung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (nach Verrechnung mit Vorräten) ist darauf zurückzuführen, dass die Kundenanzahlungen in einem größeren Umfang mit angearbeiteten Kundenprojekten verrechnet werden konnten (Fortschrittszahlungen), so dass sich nach der (auftragsbezogenen) Verrechnung mit den Vorräten eine Verminderung der Netto-Anzahlungen um rund 74 Mio. € ergab.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 108.672 Tsd. € (Vorjahr: 58.669 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist hauptsächlich eine Folge des bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrags zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

Aufgrund dieses Unternehmensvertrags werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.

Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 198 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 23 Mio. € ergab, so dass aus diesem Sachverhalt ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von rund 175 Mio. € resultiert.

Zusätzlich wirkte sich der stichtagsbedingte Anstieg der ABB-internen Lieferverbindlichkeiten um rund 50 Mio. € aus.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konsortialgeschäften, Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

17. Latente Steuern

Steuerlatenzspiegel Betrag

in Tsd. €
Steuersatz

in %
Aktivlatenzen
Firmenwert 1.429 30,00
Vorräte 776 30,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.131 30,00
Sonstiges Anlagevermögen 2.037 30,00
Sonstige Vermögensgegenstände 251 30,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 689 30,00
Jubiläumsrückstellungen 57 30,00
Sonstige Rückstellungen 331 30,00
Anteil Tochterkapitalgesellschaften 46.843 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaften 44.706 14,00
Summe Aktivlatenzen 102.250
Passivlatenzen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.033 30,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.791 30,00
Sonstige Rückstellungen 335 30,00
Anteil Tochterkapitalgesellschaften 33.594 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaften 32.072 14,00
Summe Passivlatenzen 70.825
Verlustvortrag Körperschaftsteuer 13.615 15,83
Verlustvortrag Gewerbesteuer 1.029 14,00
Summe Verlustvorträge 14.644
Summe Latenzen 46.069

Latente Steuern ergeben sich aus den Einzelabschlüssen durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.

Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2016 betragen im Konzern 102.250 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 70.825 Tsd. € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern latente Steuern in Höhe von 14.644 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch.

Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von 29 Tsd. €, die auf Basis eines Steuersatzes von 30 % ermittelt und in der Bilanz erfasst sind. Zum Ende des Vorjahres ergaben sich passive latente Steuern in Höhe von 1.415 Tsd. €.

Entwicklung der latenten Steuern

in Tsd.€ 31.12.2015 Veränderung 31.12.2016
Aktive latente Steuern 288 1.072 1.360
Passive latente Steuern -1.703 372 -1.331
-1.415 1.444 29

18. Haftungsverhältnisse

in Tsd.€ 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 685 908
Haftungsverhältnisse (gesamt) 685 908

In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 643 Tsd. € (Vorjahr: 866 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.

19. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2015
in Tsd. € Gesamtbetrag Jahresbetrag Gesamtbetrag Jahresbetrag
--- --- --- --- ---
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 13.968 6.468 31.820 23.021
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 34.159 4.802 38.397 5.778
Andere Geschäfte 57.566 25.043 43.522 15.535
Gesamt 105.693 36.313 113.739 44.334

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 106 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 36 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich vorrangig um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich des Flächenmanagements. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 14 Mio. € (Vorjahr: 32 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 6 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fällt hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und IBM, der zum 30. September 2015 zwar gekündigt, jedoch bis Ende des ersten Quartals 2017 verlängert wurde. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 34 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 58 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 25 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung der Lieferkette geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 18 und nicht unter Ziffer 19 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 27 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €).

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 19 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €).

21. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 732.051 Tsd. € (Vorjahr: 818.303 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt -20.808 Tsd. € (Vorjahr: -8.209 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow-Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug im Berichtsjahr 19.813 Tsd. € (Vorjahr: 11.048 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 2.806 Tsd. € (Vorjahr: -1.237 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 24.525 Tsd. € (Vorjahr: 15.697 Tsd. €) passiviert.

22. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 4.287 Mio. € und liegen damit um rund 30 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 3.295 Mio. €.

Unter Anwendung des BilRUG sind als Umsatzerlöse Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen. Hierbei wird nicht länger zwischen typisch und untypisch für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit unterschieden.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG im Berichtsjahr ist die Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse nicht gegeben. Die Umsatzerlöse des Vorjahres, die sich aus der Anwendung des BilRUG ergeben hätten, belaufen sich auf 3.366.197 Tsd. €. Sie liegen somit um 71.265 Tsd. € über dem berichteten Vorjahreswert.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um insgesamt rund 992 Mio. € ist aber hauptsächlich auf die Abrechnung mehrerer Großaufträge zurückzuführen. Alle Divisionen konnten einen zum Teil deutlichen Umsatzzuwachs verzeichnen, wobei der Schwerpunkt des Umsatzwachstums in unserem Geschäftsbereich Grid Systems der Division Stromnetze lag. Aber auch in der Division Prozessautomation, insbesondere im Geschäftsbereich Stromerzeugung, und in der Division Elektrifizierungsprodukte lagen die Umsatzerlöse deutlich über dem Vorjahr.

Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung. Die Änderungen der divisionalen Konzernstruktur im Berichtsjahr sind dort berücksichtigt; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

23. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellem Anlagevermögen sowie Erträge aus der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Wie im Vorjahr wirkten sich in dieser Position Erträge aus konzerninternen Technologietransfers an ausländische Konzernunternehmen der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, maßgeblich aus.

Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 33.201 Tsd. € (Vorjahr: 50.930 Tsd. €) enthalten.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 113.926 Tsd. € ist in erster Linie auf die durch das BilRUG geänderte Umsatzdefinition zurückzuführen.

24. Materialaufwand

in Tsd.€ 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.609.694 -1.524.458
Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.017.294 -237.529
Materialaufwand (gesamt) -2.626.988 -1.761.987

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 2.627 Mio. € und lag damit um rund 865 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist in erster Linie auf die um 878 Mio. € gestiegene Gesamtleistung des Berichtsjahres zurückzuführen.

Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich die Materialeinsatzquote somit von 50% im Vorjahr auf 60% im Berichtsjahr erhöht.

Insbesondere in der Division Stromnetze konnte aufgrund der Abrechnung mehrerer Inlandsaufträge eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt werden, aus der eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung resultierte, so dass die gestiegenen Materialkosten insbesondere auf diesen Bereich entfielen.

25. Personalaufwand

in Tsd.€ 2016 2015
Löhne und Gehälter -687.548 -688.875
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -147.243 -125.848
(davon für Altersversorgung) (-31.675) (-8.585)
Personalaufwand (gesamt) -834.791 -814.723

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 20.068 Tsd. € erhöht, wobei die Lohn- und Gehaltskosten gegenüber dem Vorjahr um 1.327 Tsd. € gesunken sind. Dies ist teilweise auf die gesunkene Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Tariferhöhungen im April 2015 (3,4%) und Juli 2016 (2,8%) aus.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Erfolgsrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt.

Die im Berichtsjahr vorgenommene Änderung der Bewertungsparameter führte dazu, dass sich die im Personalaufwand auszuweisende Zuführungskomponente deutlich erhöhte, während die Zinskomponente deutlich zurückging; wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf Ziffer 30 dieses Anhangs.

Im Berichtsjahr betrug die im Personalaufwand auszuweisende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen 31.675 Tsd. €.

26. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2016 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 3.042 3.141
Angestellte 6.805 6.971
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 9.847 10.112
Auszubildende 698 724
Mitarbeiter (gesamt) 10.545 10.836

Die Anzahl der Mitarbeiter verminderte sich im Jahresdurchschnitt um 291, während die Mitarbeiterzahl stichtagsbezogen von 10.770 zum Ende des Vorjahres um 233 auf 10.537 zum Ende des Berichtsjahres zurückgegangen ist.

27. Abschreibungen

Soweit in der Vergangenheit Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen wurden, haben diese das Jahresergebnis nachfolgender Geschäftsjahre nicht wesentlich beeinflusst.

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 2 dieses Anhangs.

28. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten, Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 54.234 Tsd. € (Vorjahr: 88.590 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch positive Wechselkurseffekte enthalten sind.

Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 71 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen zurückzuführen. Zudem war das Vorjahr durch akquisitionsbedingte Einmaleffekte belastet.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnliche Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 5.669 Tsd. € (Vorjahr: 5.221 Tsd. €).

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen betrugen im Berichtsjahr 86.006 Tsd. € (Vorjahr: 97.675 Tsd. €).

29. Beteiligungsergebnis

in Tsd.€ 2016 2015
Aufwendungen aus der Equitykonsolidierung assoziierter Unternehmen -1.316 -170
Beteiligungsergebnis -1.316 -170

Das Beteiligungsergebnis entfällt in voller Höhe auf die mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main, einem Gemeinschaftsunternehmen, das im Vorjahr von ABB, Bosch und Cisco gegründet wurde und an dem jedes der genannten Unternehmen jeweils ein Drittel der Anteile übernommen hat.

30. Zinsergebnis

in Tsd.€ 2016 2015
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.547 637
(davon von verbundenen Unternehmen) (29) (75)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (25.690) (498)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.254 -130.623
(davon an verbundene Unternehmen) (-120) (-134)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (-2.776) (-128.815)
Zinsergebnis 24.293 -129.986

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf 24.293 Tsd. € und liegt somit um 154.279 Tsd. € über dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 31.424 Tsd. € (Vorjahr: 116.501 Tsd. €). Davon resultieren - 9.301 Tsd. € (Vorjahr: 68.018 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 3,94% im Vorjahr auf 4,03% zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 55.721 Tsd. €, während das Zinsergebnis des Vorjahres diesbezügliche Verluste in Höhe von 7.709 Tsd. € enthielt.

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich auf 935 Tsd. € (Vorjahr: 495 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 2.506 Tsd. € (Vorjahr: 4.585 Tsd. €) beliefen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um die zuvor beschriebenen Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes Zinsergebnis in Höhe von 1.567 Tsd. € (Vorjahr: -1.686 Tsd. €).

31. Steuern

Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert ein Teil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands aus einer Steuerumlage durch die zuletzt genannte Gesellschaft in Höhe von 57.655 Tsd. € (Vorjahr: 4.809 Tsd. €).

32. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag

Der Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme beläuft sich im Berichtsjahr auf 161.999 Tsd. € (Vorjahr: - 4.747 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags werden von diesem Betrag insgesamt 140.057 Tsd. € (Vorjahr: 18.239 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Der verbleibende Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag nach Ergebnisabführung in Höhe von 21.942 Tsd. € (Vorjahr: -22.986 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungssperre unterlagen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.

33. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, betrugen:

in Tsd.€ 2016 2015
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 790 807
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 43 49
Honorar für Steuerberatungsleistungen 51 99
Honorar für sonstige Leistungen 25 -
Gesamthonorar 909 955

34. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, Kredite

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2016 betrug 368 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 betrugen insgesamt 1.471 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 6.237 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 62.586 Tsd. € zurückgestellt.

Kredite im Sinne der §§ 89, 115 AktG bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 63 bis 65 aufgeführt.

35. Nachtragsbericht

Am 21. September 2016 hat der ABB-Konzern den Verkauf des weltweiten Systemgeschäfts für Hochspannungskabel mit einem Gesamtunternehmenswert von 836 Mio. € an NKT Cables bekanntgegeben. Gleichzeitig unterzeichneten ABB und NKT Cables eine Vereinbarung für eine langfristige strategische Partnerschaft. Im Rahmen dieser strategischen Partnerschaft werden ABB und NKT Cables bei zukünftigen Projekten zusammenarbeiten, um sich Marktchancen zu erschließen. Mit der Transaktion wird das ABB-Portfolio der Division Stromnetze vereinfacht und fokussierter ausgerichtet.

Am 01. März 2017 hat der ABB-Konzern mitgeteilt, dass die Transaktion erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Auswirkungen des Verkaufs auf den Konsolidierungskreis ABB Deutschland können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden.

36. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg
ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim
ABB Business Services GmbH, Heidelberg
Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid
ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg
ABB Patent GmbH, Ladenburg
PMA Deutschland GmbH, Haßfurt
ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg
ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim

37. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim (Kurzfassung)

Bilanz

in Mio.€ 31.12.2016 31.12.2015
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 81,8 87,9
Finanzanlagen 490,1 389,5
Anlagevermögen 571,9 477,4
Vorräte (netto) 393,3 444,6
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 507,9 389,1
Flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften 831,4 843,3
Gesamtvermögen 2.304,5 2.154,4
Eigenkapital 846,3 846,3
Rückstellungen 388,6 381,4
Erhaltene Anzahlungen (netto) 305,3 354,6
Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften 538,6 404,3
Andere Verbindlichkeiten 225,7 167,8
Gesamtkapital 2.304,5 2.154,4

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio.€ 2016 2015
Umsatz 2.306,4 1.386,0
Gesamtleistung 2.405,1 1.588,0
Personal- und Materialaufwand -2.058,5 -1.196,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen -331,6 -501,6
Beteiligungs- und Zinsergebnis 126,5 70,7
Ergebnis vor Gewinnsteuern -141,5 -38,9
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -140,1 -18,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,4 57,1
Jahresüberschuss - -
Gewinnvortrag 0,4 0,4
Bilanzgewinn 0,4 0,4

Der Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim, wird im Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

Mannheim, den 03. März 2017

ABB AG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

Bestätigungsvermerk

„Wir haben den von der ABB AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Mannheim, den 10. März 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Th. Müller, Wirtschaftsprüfer

Reiter, Wirtschaftsprüfer

Fünfjahresübersicht

Bilanz

in Mio.€ 2016 2015 2014 2013 2012
Immaterielle Vermögensgegenstände 24 41 45 44 74
Sachanlagen 301 293 285 272 258
Finanzanlagen 9 8 9 9 11
Summe Anlagevermögen 334 342 339 325 343
Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen 2.092 2.877 2.731 2.605 2.304
Verrechnete Kundenanzahlungen -1.498 -2.204 -2.004 -1.536 -1.485
\= Summe Vorräte (netto) 594 673 727 1.069 819
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 552 445 425 429 489
Flüssige Mittel inklusive Kredite an verbundene Unternehmen 600 419 391 406 422
Sonstige Aktiva* 157 133 220 198 196
Summe Umlaufvermögen 1.903 1.670 1.763 2.102 1.926
Bilanzsumme 2.237 2.012 2.102 2.427 2.269
Gezeichnetes Kapital 168 168 168 168 168
Rücklagen (inklusive Fremdanteile) 195 214 227 262 282
Konzerngewinn (inklusive Fremdanteile) 285 244 273 186 183
Summe Eigenkapital 648 626 668 616 633
Rückstellungen für Pensionen 88 106 68 61 95
Übrige Rückstellungen 630 576 539 552 582
Summe Rückstellungen 718 682 607 613 677
Erhaltene Anzahlungen 336 410 488 755 539
Sonstige Passiva** 535 294 339 443 420
Bilanzsumme 2.237 2.012 2.102 2.427 2.269
Finanzmittelbestand 600 419 391 406 422
Finanzschulden 228 51 152 234 168
Nettoliquidität 372 368 239 172 254

* Inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

** Inklusive Sonderposten aus Investitionszulagen

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio.€ 2016 2015 2014 2013 2012
Gesamtleistung 4.405 3.527 3.057 3.315 3.234
Materialaufwand -2.627 -1.762 -1.421 -1.569 -1.574
Personalaufwand -835 -815 -780 -794 -781
Abschreibungen -65 -64 -60 -85 -82
Übrige Aufwendungen abzgl. übrige Erträge -661 -886 -605 -661 -584
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -55 -5 -57 -70 -49
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme 162 -5 134 136 164
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -140 -18 -81 -150 -98
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 22 -23 53 -14 66
Auftragseingang
Inland 1.699 1.574 1.576 1.518 1.542
Ausland 1.457 1.806 1.358 1.576 1.524
Summe 3.156 3.380 2.934 3.094 3.066
Auslandsanteil 46% 53% 46% 51% 50%
Umsatz
Inland 2.620 1.796 1.475 1.360 1.414
Ausland 1.667 1.499 1.500 1.745 1.487
Summe 4.287 3.295 2.975 3.105 2.901
Auslandsanteil 39% 45% 50% 56% 51%
Investitionen in Sachanlagen* 61 87 77 73 70
Abschreibungen auf Sachanlagen* -65 -64 -60 -85 -82
Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) 10.537 10.770 10.923 10.942 10.989

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Impressum

Herausgeber

ABB AG

Unternehmenskommunikation

Postfach 10 01 64

68001 Mannheim

Gestaltung:

RiegerDesign, Heidelberg

Druck:

NINO Druck GmbH, Neustadt

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

ABB weltweit auf einen Blick

ABB Ltd, Konzern, Zürich/Schweiz

in Mio. US-Dollar* 31.12.2016** 31.12.2015
Auftragseingang 33.379 36.429
Umsatz und übrige Betriebserlöse 33.828 35.481
Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2.987 3.049
Operatives EBITA 4.191 4.209
Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen 2.799 2.840
Konzerngewinn 1.899 1.933
Eigenkapital (ohne Minderheiten) 13.395 14.481
Bilanzsumme 39.499 41.356
Mitarbeitende (circa) 132.000 135.800
Segmentergebnisse (Operatives EBITA)
Elektrifizierungsprodukte 1.528 1.561
Industrieautomation und Antriebe 1.195 1.295
Prozessautomation 824 863
Stromnetze 1.021 877
Konzern und Übrige -377 -387

* Die Abschlüsse wurden nach U.S. Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) erstellt.

** Zahlen gemäß Geschäftsbericht 2016 der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, veröffentlicht am 13. März 2017.

Der Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich/Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

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