Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

ABB Ltd Annual Report 2020

May 10, 2021

803_rns_2021-05-10_a9641f7a-9f75-4a45-aa53-ec2e14aa5ed2.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

ABB AG

Mannheim

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Die deutsche ABB auf einen Blick

ABB Deutschland

in Mio. € 2020 2019 Veränderung
Auftragseingang 2.675 2.846 -6%
Inland 1.620 1.829 -11%
Ausland 1.055 1.017 + 4%
Auslandsanteil 39% 36% -
Auftragsbestand 1.645 1.907 -14%
Umsatz 2.962 2.984 -1%
Inland 1.638 1.615 + 1%
Ausland 1.324 1.369 -3%
Auslandsanteil 45% 46% -
Zahl der Mitarbeiter (31.12.) 7.953 8.135 -2%
Forschung und Entwicklung 181 196 - 8%
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 53 59 -10%
Bilanzsumme 1.915 2.292 -16%
Ergebnis vor Ertragsteuern 141 257 -
Ergebnis nach Ertragsteuern 69 179 -
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -110 -134 -
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme -41 45 -

Bilanz

ABB AG, Mannheim

Aktiva in Tsd. €

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
A. Anlagevermögen (4)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 34.821 782
II. Sachanlagen 42.633 42.720
III. Finanzanlagen 502.572 509.601
Summe 580.026 553.103
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (5) 386.079 577.534
Verrechnete Kundenanzahlungen -269.780 -450.708
116.299 126.826
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 115.523 111.186
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (6,7) 988.862 1.372.893
3. Sonstige Vermögensgegenstände (6) 8.884 15.977
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (7) 7.278 5.123
Summe 1.236.846 1.632.005
C. Rechnungsabgrenzungsposten 766 756
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (8) 19.013 28.994
Bilanzsumme 1.836.651 2.214.858

Passiva in Tsd. €

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
A. Eigenkapital (9)
I. Gezeichnetes Kapital (10) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklage (10) 57.131 57.131
III. Gewinnrücklagen (11) 469.282 468.806
IV. Bilanzgewinn 351 351
Summe 694.264 693.788
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 58.580 52.873
2. Steuerrückstellungen (13) 6.907 8.003
3. Sonstige Rückstellungen (14) 264.914 231.575
Summe 330.401 292.451
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) - 36
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 314.254 572.163
Verrechnet mit Vorräten -269.780 -450.708
44.474 121.455
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 38.659 38.561
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (7,15) 680.474 1.033.448
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 48.379 35.119
Summe 811.986 1.228.619
Bilanzsumme 1.836.651 2.214.858

Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG, Mannheim

in Tsd.€ Anhang 2020 2019 vergleichbar * 2019
1. Umsatzerlöse (20) 876.900 657.333 772.641
2. Bestandsveränderung -191.723 -86.303 -79.866
3. Andere aktivierte Eigenleistungen - 20 26
4. Sonstige betriebliche Erträge (21) 35.661 123.711 132.522
5. Gesamtleistung 720.838 694.761 825.323
6. Materialaufwand (22) -385.239 -290.020 -356.844
7. Personalaufwand (23) -184.900 -175.588 -212.107
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (25) -9.250 -7.844 -9.212
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (26) -144.990 -162.810 -186.921
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -3.541 58.499 60.239
11. Beteiligungsergebnis (27) 114.309 84.818 84.818
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (28) 1.201 27.773 20.781
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen (27) -511 -9.543 -9.543
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28) -1.828 -2.268 -2.262
15. Ergebnis vor Ertragsteuern 109.630 159.279 154.033
16. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (32) -109.825 -137.265 -133.640
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (29) -1.210 324 371
18. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (29) 1.405 -22.338 -20.764
19. Ergebnis nach Ertragsteuern / Jahresüberschuss - - -
20. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 351 351 351
21. Bilanzgewinn 351 351 351

* vgl. dazu Anhangerläuterungen Ziffer 1

Anhang

Vorstand

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Vorsitzender des Vorstands,

Automationstechnik

Elektrifizierung
Industrieautomation
Antriebstechnik
Robotik und Fertigungsautomation

(bis 31.12.2020)

Markus Ochsner

Vorsitzender des Vorstands

(ab 01.01.2021)

Finanzen und Arbeitsdirektor

(bis 31.12.2020)

Alexander R. Zumkeller

Arbeitsdirektor

(ab 01.01.2021)

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Wettingen / Schweiz,

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ehem. Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd,

Zürich / Schweiz,

Verwaltungsratspräsident der Rieter Holding AG, Winterthur / Schweiz

Jürgen Eisenbeiß 1)

Heidelberg,

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Heidelberg

(bis 27.03.2020)

Daniela Schiermeier 2)

Mannheim,

stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats

(ab 15.05.2020)

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der ABB AG,

Präsidentin des Europäischen Betriebsrats der ABB, Mannheim

Sabine Busse

Zürich / Schweiz,

Senior Vice President,

Division President Measurement & Analytics des Process Automation Business,

ABB Management Services Ltd.,

Zürich/Schweiz

Verena zu Dohna-Jaeger 2)

Frankfurt/ Main,

Rechtsanwältin,

Gewerkschaftssekretärin

beim IG Metall Vorstand,

Frankfurt/ Main

Klaus Eble

Wollerau / Schweiz,

Leiter Konzernfunktion Interne Revision der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich/ Schweiz

Mirko Geiger 2)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg

Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Executive Advisor,

Mitglied div. Aufsichtsräte

(bis 27.03.2020)

Kai-Uwe Glörfeld 2)

Lüdenscheid,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Lüdenscheid

Steffen Hoffmann 2)

Heddesheim,

CFO der ABB Automation Products GmbH,

Vertreter der Leitenden Angestellten, Ladenburg

Regina Jebril 1)

Lampertheim,

Betriebsratsvorsitzende

Standort Ladenburg

(bis 27.03.2020)

Davor Kuminoti 2)

Düsseldorf, Betriebsratsvorsitzender

Standort Ratingen

Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Düsseldorf,

Unternehmer,

Mitglied in div. Aufsichtsräten

Dr. Ursula Redeker

Lörrach,

ehem. Managing Director Roche

Diagnostics GmbH,

Mannheim,

Mitglied in div. Aufsichtsräten

Bernhard Schreier

Walldorf,

Handelsrichter,

ehem. Vorsitzender des Vorstands der Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg

(bis 27.03.2020)

Rudolf Zimmermann

Neulußheim,

Rechtsanwalt

1) von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht bestellt

Erläuterungen

1. Tätigkeitsfeld der ABB AG

Die Geschäftsaktivitäten der ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), umfassen neben verschiedenen Holding- und Dienstleistungsfunktionen auch operative Geschäftsaktivitäten. Enthalten sind Teile der Geschäftsbereiche Elektrifizierung und Industrieautomation sowie das im Bereich Sonstiges enthaltene Non-Core-Geschäft. Im Vorjahr war bis zum Ende des ersten Quartals 2019 außerdem der Geschäftsbereich Stromnetze enthalten.

Darüber hinaus sind in der ABB AG die Grundlagenforschung und die geschäftsbereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg, die Treasury-Aktivitäten zum Zwecke des konzerninternen Cash-Poolings sowie die Risikoberatung und die Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen aller Art enthalten.

Im Berichtsjahr hat die ABB Ltd, Zürich/Schweiz, das Stromnetze-Geschäft in ein Joint-Venture mit Hitachi Ltd., Tokio /Japan eingebracht und ist an diesem Joint-Venture mit 19,9 % beteiligt. Bereits im Vorjahr wurde zur Vorbereitung dieser Transaktion der Geschäftsbereich Stromnetze der ABB AG im Wege der Abspaltung zur Aufnahme an die ABB Power Grids AG, Mannheim, mit Spaltungsstichtag 01. April 2019, übertragen.

Aus diesem Grund ist die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2020 nur eingeschränkt mit der des Vorjahres vergleichbar. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, wurde die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2019 um eine weitere Spalte „2019 vergleichbar“ ergänzt. Für diese wurden die Werte des Geschäftsbereichs Stromnetze für den Zeitraum 01. Januar 2019 bis 31. März 2019 nicht berücksichtigt.

Im Sinne einer weiteren Straffung unserer Beteiligungsstruktur wurde die ABB Business Services GmbH, Heidelberg, rückwirkend zum 01. Januar 2020 auf die ABB AG verschmolzen. Des Weiteren wurde im November 2020 der Geschäftsbereich Elektrifizierung der ABB Automation Products GmbH, Ladenburg, im Wege eines Asset Deals auf die ABB AG übertragen. Die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses mit dem des Vorjahres wurde durch diese Vorgänge nur unwesentlich beeinflusst.

2. Offenlegung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist unter der Firma ABB AG im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss der ABB AG wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht. Die ABB AG stellt einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Der Lagebericht der ABB AG ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst; er ist im Geschäftsbericht des Konzerns 2020 enthalten und wird mit dem Konzernabschluss beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht.

Die Geschäftszahlen der ABB AG gemäß US-GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich / Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden entsprechend den Regelungen des § 265 VII HGB einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. In Abhängigkeit von der Akquisition liegt die Nutzungsdauer zwischen fünf und zehn Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Für EDV-Software / Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen wird von einer Nutzungsdauer von 3 Jahren ausgegangen. Für Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken ist eine Nutzungsdauer zwischen 14 und 50 Jahren angesetzt. Technische Anlagen und Maschinen werden zwischen 3 und 20 Jahren abgeschrieben. Für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wird hinsichtlich der Nutzungsdauer eine Bandbreite zwischen 2 und 23 Jahren verwendet.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 € bis 800 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind. Gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen. Eine Saldierung analog hierzu erfolgt auf Ebene der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode", sodass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1% p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen der ABB AG beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Die Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, sodass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden, sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger.

Die ABB AG ist Organgesellschaft einer mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Organschaft, sodass im Berichtsjahr bei der ABB AG keine aktiven oder passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden sowie aus Verlustvorträgen ausgewiesen werden.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

4. Anlagevermögen

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich im Berichtsjahr um 34.039 Tsd. € erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung eines Geschäftswerts in Höhe von 32.101 Tsd. € aus der Übernahme des Geschäftsbereichs Elektrifizierung der ABB Automation Products GmbH, Ladenburg. Der Geschäftswert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Festlegung der Nutzungsdauer von 10 Jahren erfolgte aufgrund der Erwartungen in Bezug auf den Absatzmarkt und den Lebenszyklus der Produkte des übertragenen Geschäftsbereichs.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens hat sich während des Berichtsjahres geringfügig um 87 Tsd. € auf 42.633 Tsd. € verringert. Begründet ist dies im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen. Gegenläufig wirkten die Investitionsmaßnahmen insbesondere am Standort Ratingen.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen verringerte sich um 5.897 Tsd. € auf 485.140 Tsd. €. Die wesentlichen Veränderungen im Berichtsjahr betreffen Maßnahmen zur weiteren Straffung der Beteiligungsstruktur. Die Anteile an der IMV (Deutschland) GmbH, Neumünster, wurden an die ABB Automation Products GmbH, Ladenburg, veräußert. Die IMV (Deutschland) GmbH, Neumünster, wurde daraufhin mit Wirkung zum 01. Januar 2020 auf die ABB Automation Products GmbH, Ladenburg, verschmolzen. Des Weiteren erfolgte die rückwirkende Verschmelzung der Industrial C & S Germany GmbH, Neumünster, auf die ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg, zum 01. Januar 2020. Wie bereits erwähnt, wurde zudem die ABB Business Services GmbH, Heidelberg, rückwirkend zum 01. Januar 2020 auf die ABB AG, Mannheim, verschmolzen.

Zum anderen erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile an der ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim, in Höhe von 511 Tsd. € aufgrund der anhaltenden Verlustsituation der Gesellschaft. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der ABB AG ist auf den Folgeseiten aufgeführt.

Der Bestand an Wertpapieren des Anlagevermögens hat sich im Berichtsjahr von 18.564 Tsd. € auf 17.430 Tsd. € verringert. Es handelt sich bei diesen Wertpapieren um Anteile an einem Spezialfonds, soweit sie nicht zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden und somit - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurden.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 8, 12 und 14 dieses Anhangs.

Entwicklung des Anlagevermögens

in Tsd.€ AHK * 31.12.2019 AHK Zugänge AHK Abgänge AHK Umbuchungen AHK 31.12.2020
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 9.634 962 493 - 10.103
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.001 - - - 1.001
Geschäfts- oder Firmenwert - 35.067 - - 35.067
Geleistete Anzahlungen - 9 - - 9
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 10.635 36.038 493 - 46.180
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.021 9 457 - 52.573
Technische Anlagen und Maschinen 49.082 3.912 - - 52.994
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.447 4.650 1.657 45 59.485
Anlagen im Bau 488 393 3 -45 833
Geleistete Anzahlungen 5.313 3.853 3.689 - 5.477
Sachanlagen (gesamt) 164.351 12.817 5.806 - 171.362
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 502.555 - 5.386 - 497.169
Sonstige Beteiligungen - 2 - - 2
Wertpapiere des Anlagevermögens ** 18.564 - - -1.134 17.430
Finanzanlagen (gesamt) 521.119 2 5.386 -1.134 514.601
Anlagevermögen (gesamt) 696.105 48.857 11.685 -1.134 732.143
in Tsd.€ Abschreibungen 31.12.2019 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Veränderungen *** Abschreibungen 31.12.2020
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 8.852 537 2 9.391
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.001 - - 1.001
Geschäfts- oder Firmenwert - 959 -1 958
Geleistete Anzahlungen - - 9 9
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 9.853 1.496 10 11.359
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.073 640 -47 38.666
Technische Anlagen und Maschinen 39.095 2.568 105 41.768
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.465 4.546 -705 48.306
Anlagen im Bau -3 - 1 -2
Geleistete Anzahlungen 1 - -10 -9
Sachanlagen (gesamt) 121.631 7.754 -656 128.729
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.518 511 - 12.029
Sonstige Beteiligungen - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens ** - - - -
Finanzanlagen (gesamt) 11.518 511 - 12.029
Anlagevermögen (gesamt) 143.002 9.761 -646 152.117
in Tsd.€ Buchwerte per 31.12.2020 Buchwerte per 31.12.2019
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 712 782
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen - -
Geschäfts- oder Firmenwert 34.109 -
Geleistete Anzahlungen - -
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 34.821 782
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.907 14.948
Technische Anlagen und Maschinen 11.226 9.987
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.179 11.982
Anlagen im Bau 835 491
Geleistete Anzahlungen 5.486 5.312
Sachanlagen (gesamt) 42.633 42.720
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 485.140 491.037
Sonstige Beteiligungen 2 -
Wertpapiere des Anlagevermögens ** 17.430 18.564
Finanzanlagen (gesamt) 502.572 509.601
Anlagevermögen (gesamt) 580.026 553.103

* Anschaffungs-/Herstellungskosten

** Erhöhung Stückzahl verpfändeter Anteile Deckungsvermögen

*** Veränderung Konsolidierungskreis, Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital Konzernanteil Beteiligung Ergebnis Geschäftsjahr Umsatz 2020 Mitarbeiter
(Stand: 31.12.2020) in Tsd.€ in % bei Nr. in Tsd. € in Mio. € 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABB AG, Mannheim 694.264 € - - - 877 1.985
2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin 3.803 € 100 1. 493 4 45
3. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 7. - 583 1.662
4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg 13.570 € 100 3. 6.585 439 924
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 21.005 € 100 1. 515 556 1.136
6. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg * 8.339 € 100 1. - 42 28
7. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 480.945 € 100 - -34.663 1 -
8. ABB Kaufel GmbH, Berlin 395 € 100 1. -467 14 70
9. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 44 € 100 1. - - -
10. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 33.609 € 100 1. -2.038 720 1.622
11. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 38.799 € 100 1. 7.403 120 345
12. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./7. - 8 106
13. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 511 € 100 1. - 1 30
14. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 18.707 100 1. -3.662 532 15
II. Sonstige Beteiligungen
15. mozaiq operations GmbH i. L., Frankfurt am Main - 39 5. - - -
16. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR, Mannheim 1) 577 € 14 1. 118 8 1
17. Modellfabrik Papier gGmbH, Düren 30 € 6,67 1. - - -

1) Zahlen per 31.12.2019

5. Vorräte

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.110 20.376
Unfertige Erzeugnisse 6.837 9.185
Bestellte Anlagen in Arbeit 297.208 487.022
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 7.585 6.490
Geleistete Anzahlungen 50.339 54.461
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 386.079 577.534
./. verrechnete Kundenanzahlungen -269.780 -450.708
Vorräte (gesamt) 116.299 126.826

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um rund 192 Mio. € auf 386 Mio. € verringert. Der Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Bestellte Anlagen in Arbeit, welche im Wesentlichen durch die Fertigstellung bestehender Projekte im Non-Core-Geschäft um 190 Mio. € abnahm.

Unter weiterer Berücksichtigung der um 181 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verringerung des Nettovorratsvermögens um 11 Mio. €.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 115.523 111.186
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (6) (3)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 988.862 1.372.893
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 8.884 15.977
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (688) (721)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.113.269 1.500.056
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (694) (724)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um rund 4 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 95.735 Tsd. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 79.638 Tsd. €).

Der Restbetrag entfällt wie im Vorjahr überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich / Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

7. Flüssige Mittel

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.278 5.123
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) 790.659 1.169.187
Flüssige Mittel 797.937 1.174.310
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) 608.769 966.699
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 189.168 207.611

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in erster Linie um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus Mittelanlagen unserer Beteiligungsgesellschaften beim Treasury-Bereich der ABB AG.

Darüber hinaus beinhalten die (konzerninternen) Finanzschulden auch die Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 110 Mio. € (Vorjahr: 134 Mio. €).

8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, kann zu einem aktiven Unterschiedsbetrag führen. Im Berichtsjahr ist ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 19.013 Tsd. € (Vorjahr: 28.994 Tsd. €) ausgewiesen, da die entsprechenden Vermögenswerte die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen überstiegen.

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Vermögen handelt es sich größtenteils um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V. und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2020 belief sich der beizulegende Zeitwert dieser für Altersversorgungsansprüche reservierten Wertpapiere auf insgesamt 519.097 Tsd. € (Vorjahr: 517.281 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 331.243 Tsd. € (Vorjahr: 333.227 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 187.854 Tsd. € (Vorjahr: 184.054 Tsd. €) betrugen.

Neben den im Rahmen unseres CTA gehaltenen Wertpapieren beinhaltet das für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögen auch das Deckungskapital einer Rückdeckungsversicherung, dessen beizulegender Zeitwert sich per 31. Dezember 2020 auf 16.215 Tsd. € (Vorjahr: 17.067 Tsd. €) belief.

Die Altersversorgungsverpflichtungen beliefen sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 574.879 Tsd. € (Vorjahr: 558.227 Tsd. €), wovon ein Anteil in Höhe von 58.580 Tsd. € (Vorjahr: 52.873 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell entfällt, dem keine saldierungsfähigen Vermögenswerte gegenüberstanden, sodass sich der in die Vermögensverrechnung einbezogene Anteil der Altersversorgungsverpflichtungen auf 516.299 Tsd. € (Vorjahr: 505.354 Tsd. €) belief.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.

Der beizulegende Zeitwert dieser zum Zwecke der Insolvenzsicherung verpfändeten Wertpapiere belief sich per 31. Dezember 2020 auf 9.162 Tsd. € (Vorjahr: 7.263 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 6.480 Tsd. € (Vorjahr: 5.346 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 2.682 Tsd. € (Vorjahr: 1.917 Tsd. €) betrugen.

Die Altersteilzeitverpflichtungen wiesen zum Ende des Berichtsjahres einen Wert in Höhe von 11.061 Tsd. € (Vorjahr: 10.175 Tsd. €) auf. Die Verrechnung der Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen führte somit zu einer verbleibenden Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von 1.899 Tsd. € (Vorjahr: 2.912 Tsd. €).

Nach Verrechnung der zuvor genannten Vermögenswerte mit den Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen, verbleibt insgesamt somit ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 19.013 Tsd. € (Vorjahr: 28.994 Tsd. €).

Aus der Marktwertbewertung der Wertpapiere ergibt sich zum 31. Dezember 2020 ein grundsätzlich abführungsgesperrter Betrag von insgesamt 191.942 Tsd. € (Vorjahr: 185.971 Tsd. €). Aufgrund der in ausreichender Höhe vorhandenen frei verfügbaren Rücklagen besteht jedoch keine Abführungssperre, sodass das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis in voller Höhe abgeführt wird.

Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement sowie zur Bewertung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

9. Entwicklung des Eigenkapitals

Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossen.

Aufgrund dieses Gewinnabführungsvertrages wird das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Im Berichtsjahr hat sich das Eigenkapital aufgrund von Korrekturen in Bezug auf die gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen des Vorjahres von 693.788 Tsd. € auf 694.264 Tsd. € erhöht. Diese Änderungen sind in Ziffer 11 näher beschrieben.

10. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der ABB AG beträgt 167.500 Tsd. € und ist in 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

Am 31. Dezember 2020 befand sich das gesamte Aktienkapital im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz, wobei der größte Anteil unserer Aktien von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, gehalten wird. Die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, teilte uns zum 10. September 2019 mit, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 20 I und III AktG an der ABB AG gehört.

Die Kapitalrücklage enthält die Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen sowie die Aufgelder aus dem Umtausch von Genussscheinen früherer Geschäftsjahre sowie andere Zuzahlungen im Zusammenhang mit Abspaltungsvorgängen.

11. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich aufgrund von Korrekturen in Bezug auf die im Vorjahr vollzogene Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze um 476 Tsd. € auf 469.282 Tsd. € erhöht. Die Gewinnrücklagen beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. € sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von 466.162 Tsd. €.

12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert.

Zum 31. Dezember 2020 betrugen die Pensionsverpflichtungen der ABB AG insgesamt 574.879 Tsd. € (Vorjahr: 558.227 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 2,34 % (Vorjahr: 2,75 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde. Die Differenz zum Zinssatz per Ende Dezember (2,30 %) ist als nicht wesentlich einzuschätzen.

Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 1,64 % (Vorjahr: 2,00 %). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB beträgt 37.570 Tsd. € (Vorjahr: 38.279 Tsd. €).

Für das vorliegende Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % p. a. (Vorjahr: 2,25 % p. a.) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,5 % p. a. (Vorjahr: 1,25 % p. a.) zugrunde.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,0 % p. a. (Vorjahr: 4,3 % p. a.) unterstellt.

Von dem Gesamtbetrag der Pensionsverpflichtungen per 31. Dezember 2020 in Höhe von 574.879 Tsd. € (Vorjahr: 558.227 Tsd. €) entfällt ein Anteil in Höhe von 58.580 Tsd. € (Vorjahr: 52.873 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell, dem keine verrechnungsfähigen Vermögenswerte im Sinne von § 246 II HGB gegenüberstanden, sodass dieser Anteil der Pensionsverpflichtungen nicht in die Vermögensverrechnung einbezogen wurde.

Die Pensionsverpflichtungen, denen zum 31. Dezember 2020 verrechnungsfähige Vermögenswerte gegenüberstanden, beliefen sich somit auf insgesamt 516.299 Tsd. € (Vorjahr: 505.354 Tsd. €).

Diesem Anteil der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 516.299 Tsd. € standen am 31. Dezember 2020 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände im Gesamtwert von 535.312 Tsd. € (Vorjahr: 534.348 Tsd. €) gegenüber, sodass sich aus dem in § 246 II HGB geforderten Saldierungsgebot nach Verrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 19.013 Tsd. € (Vorjahr: 28.994 Tsd. €) ergibt.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 3.603 Tsd. € (Vorjahr: 3.923 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Zahlungsverpflichtungen für ausländische Ertragsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen analog zum Vorjahr neben noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen) im Wesentlichen die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen- Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor Verrechnung mit den für diese Verpflichtungen reservierten Vermögenswerten - zum Ende des Berichtsjahres auf 11.061 Tsd. € (Vorjahr: 10.175 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2020 betrug der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Anteile 9.162 Tsd. € (Vorjahr: 7.263 Tsd. €). Dieser Betrag beinhaltet die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 6.480 Tsd. € (Vorjahr: 5.346 Tsd. €) sowie die kumulativen Marktwertanpassungen in Höhe von 2.682 Tsd. € (Vorjahr: 1.917 Tsd. €).

Der Zeitwert der verpfändeten Anteile in Höhe von 9.162 Tsd. € wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen der ABB AG in Höhe von insgesamt 11.061 Tsd. € verrechnet, sodass die Verrechnung zu einer verbleibenden Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von 1.899 Tsd. € (Vorjahr: 2.912 Tsd. €) führte.

15. Verbindlichkeiten

in Tsd.€ 31.12.2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr 31.12.2019 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - 36 36 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 314.254 314.254 - 572.163 572.055 108
(davon von verbundenen Unternehmen) (23.991) (23.991) - (24.253) (24.248) 5
Verrechnet mit Vorräten -269.780 -269.780 - -450.708 -450.623 -85
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 44.474 44.474 - 121.455 121.432 23
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.659 38.659 - 38.561 38.392 169
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 680.474 680.472 2 1.033.448 1.010.159 23.289
Sonstige Verbindlichkeiten 48.379 47.870 509 35.119 35.107 12
(davon aus Steuern) (29.048) (29.048) - (13.448) (13.448) -
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (-) (-) - (6) (6) -
Verbindlichkeiten (gesamt) 811.986 811.475 511 1.228.619 1.205.126 23.493

Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden in Berichtsjahr und Vorjahr nicht.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 60.667 Tsd. € (Vorjahr: 59.584 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten auch die Ergebnisabführungsverpflichtung gegenüber der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, welche im Berichtsjahr 109.825 Tsd. € beträgt (Vorjahr: 133.640 Tsd. €).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten analog zum Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Haftungsverhältnisse

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 49.549 40.699
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen und sonstige Haftungsverhältnisse 6.608 6.900
Haftungsverhältnisse (gesamt) 56.157 47.599

In den Haftungsverhältnissen sind 142 Tsd. € (Vorjahr: 142 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten, für die entsprechende Rückhaftungsvereinbarungen abgeschlossen wurden. Die restlichen Haftungsverhältnisse in Höhe von 56.015 Tsd. € (Vorjahr: 47.457 Tsd. €) beziehen sich auf konsolidierte verbundene Unternehmen.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, sodass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als gering einschätzen.

17. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

in Tsd.€ 31.12.2020 Gesamtbetrag 31.12.2020 Jahresbetrag 31.12.2019 Gesamtbetrag 31.12.2019 Jahresbetrag
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 7.180 3.590 8.630 5.110
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 11.312 1.575 10.860 1.469
Gesamt 18.492 5.165 19.490 6.579

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 18 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 5 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich einerseits um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich Flächenmanagement. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 7 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 3 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fallen hierunter der globale Servicevertrag mit dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 11 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 2 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €).

Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 16 und nicht unter Ziffer 17 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf rund 9 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €), wovon rund 5 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen (Vorjahr: 4 Mio. €).

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 3 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).

19. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 157.965 Tsd. € (Vorjahr: 299.875 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt -593 Tsd. € (Vorjahr: -649 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird von der ABB-Gruppe auf Basis erhältlicher und öffentlich zugänglicher Marktinformationen ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 6.821 Tsd. € (Vorjahr: 4.395 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 834 Tsd. € (Vorjahr: 268 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb der ABB AG sowie innerhalb des deutschen ABB-Teilkonzerns wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2.669 Tsd. € (Vorjahr: 1.810 Tsd. €) passiviert.

20. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 877 Mio. € und liegen damit um 13 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 773 Mio. €.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um rund 104 Mio. € entfällt unter anderem auf den Bereich „Sonstiges/ Konsolidierung“, in dem auch das Non-Core-Geschäft enthalten ist. In diesem Bereich konnten im Berichtsjahr weitere Projekte fertiggestellt und abgerechnet werden. In dem auf den Geschäftsbereich Industrieautomation entfallenden Teil der ABB AG ist der Umsatz um 12 % auf 140 Mio. € angestiegen. In der auf den Geschäftsbereich Elektrifizierung der ABB AG entfallenden Division Mittelspannungsprodukte sind die Umsatzerlöse um 11 % auf 344 Mio. € angestiegen.

Gegenläufig wirkt sich die im Vorjahr erfolgte Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze aus. Somit sind im Berichtsjahr keine Umsätze aus diesem Bereich enthalten.

Im Bereich „Sonstiges / Konsolidierung" werden zum einen Aktivitäten berichtet, die nach Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze bei ABB verblieben. Zum anderen sind Umsatzerlöse der Holding- und Dienstleistungsfunktionen der ABB AG enthalten.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geografischen Merkmalen ergibt folgendes Bild:

in Tsd.€ 2020 2019 *
Industrieautomation 139.552 125.149
Elektrifizierung 344.051 309.630
Stromnetze - 120.440
Sonstiges / Konsolidierung 393.297 217.422
Umsatzerlöse (gesamt) 876.900 772.641
davon:
Deutschland 326.958 275.938
Übriges Europa 245.567 240.910
Asien 243.141 184.969
Afrika 29.516 22.057
Amerika 28.636 44.914
Sonstige Regionen 3.082 3.853

* Vorjahreswerte an aktuelle Konzernstruktur angepasst

21. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie den Gewinn aus der Erfassung der Verschmelzung der ABB Business Services GmbH, Heidelberg, auf die ABB AG.

Darüber hinaus sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 20.620 Tsd. € (Vorjahr: 21.680 Tsd. €) enthalten. Die periodenfremden Erträge betragen 9.185 Tsd. € und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

22. Materialaufwand

in Tsd.€ 2020 2019
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -238.510 -211.996
Aufwendungen für bezogene Leistungen -146.729 -144.848
Materialaufwand (gesamt) -385.239 -356.844

Der Anstieg des Materialaufwands um 28 Mio. € ist in erster Linie auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

23. Personalaufwand

in Tsd.€ 2020 2019
Löhne und Gehälter -147.308 -179.752
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -37.592 -32.355
(davon für Altersversorgung) (-13.852) (-3.981)
Personalaufwand (gesamt) -184.900 -212.107

Die Lohn- und Gehaltssumme ist gegenüber dem Vorjahr um 27 Mio. € gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den im Vorjahr erfolgten Betriebsübergang der Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Stromnetze auf die ABB Power Grids AG, Mannheim, zurückzuführen. Der Personalaufwand des Vorjahres enthielt noch die Beträge dieses Geschäftsbereichs für das erste Quartal 2019.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt. Zur Erläuterung der Zinskomponente verweisen wir auf Ziffer 28 dieses Anhangs.

Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 13.852 Tsd. € (Vorjahr: 3.981 Tsd. €).

24. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2020 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 402 741
Angestellte 1.324 2.159
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 1.726 2.900
Auszubildende 113 187
Mitarbeiter (gesamt) 1.839 3.087

Im Jahresdurchschnitt ging die Anzahl der Mitarbeiter insbesondere aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze von 3.087 um 1.248 auf 1.839 zurück.

Bezogen auf den jeweiligen Bilanzstichtag ergab sich ein Anstieg der Mitarbeiterzahl von 1.801 im Vorjahr um 182 auf 1.983 zum Ende des Berichtsjahres.

25. Abschreibungen

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 3 dieses Anhangs.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, konzerninterne Umlagen, Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Garantieaufwendungen, Bußgelder, Mieten, Pachten, Instandhaltungs- sowie Transport- und Verpackungskosten und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, soweit die entsprechenden Aufwendungen nicht zur Erzielung von Umsatzerlösen anfielen.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 30.631 Tsd. € (Vorjahr: 27.629 Tsd. €). Darüber hinaus beinhaltet diese Position auch die sonstigen Steuern in Höhe von 1.148 Tsd. € (Vorjahr: 979 Tsd. €). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Reorganisation betrugen im Berichtsjahr 17.211 Tsd. € (Vorjahr: 22.933 Tsd. €).

27. Beteiligungsergebnis und Abschreibungen auf Finanzanlagen

in Tsd.€ 2020 2019
Erträge aus Beteiligungen - 15
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 116.322 85.751
Aufwand aus Verlustübernahmen -507 -
Aufwand aus Gewinnabführungsverträgen -1.506 -948
Beteiligungsergebnis 114.309 84.818

Das Beteiligungsergebnis lag im Berichtsjahr mit 114 Mio. € um 29 Mio. € über dem Beteiligungsergebnis des Vorjahres.

Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zur Ergebnissituation im Beteiligungsbereich der ABB AG verweisen wir auf unsere Ausführungen in unserem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde.

Außerdem erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile an der ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim, in Höhe von 511 Tsd. € aufgrund der anhaltenden Verlustsituation der Gesellschaft.

28. Zinsergebnis

in Tsd.€ 2020 2019
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.201 20.781
(davon von verbundenen Unternehmen) (332) (784)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (25) (19.486)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.828 - 2.262
(davon an verbundene Unternehmen) (-) (-)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (-2.194) (-39)
Zinsergebnis -627 18.519

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf - 627 Tsd. € und liegt somit um 19.146 Tsd. € unter dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 36.702 Tsd. € (Vorjahr: 48.244 Tsd. €).

Davon resultieren 21.771 Tsd. € (Vorjahr: 22.856 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 2,75 % im Vorjahr auf 2,34 % zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 34.755 Tsd. € (Vorjahr: 67.636 Tsd. €).

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen belaufen sich auf 25 Tsd. € (Vorjahr: 94 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 247 Tsd. € (Vorjahr: 39 Tsd. €) belaufen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes positives Zinsergebnis in Höhe von 1.542 Tsd. € (Vorjahr: negatives Zinsergebnis von 928 Tsd. €).

29. Steuern

Im Berichtsjahr ergab sich ein Steuerertrag in Höhe von 195 Tsd. € (Vorjahr: Steueraufwand in Höhe von 20.393 Tsd. €).

Der Steuerertrag des Berichtsjahres resultierte im Wesentlichen aus zwei Sachverhalten. Zum einen aus dem Anspruch zur Erstattung einer Steuerumlage in Höhe von 1.405 Tsd. € von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Zum anderen ergaben sich negative Ergebniseffekte unter anderem im Zusammenhang mit ausländischen Gewinnsteuern.

30. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2020 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses der ABB AG.

31. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2020 betrug 261 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 betrugen insgesamt 1.832 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.401 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 64.733 Tsd. € zurückgestellt.

32. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft

Wie an anderer Stelle in diesem Anhang bereits ausgeführt, wurde im Juni 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Aus diesem Grund wird das von der ABB AG im Berichtsjahr erzielte Netto-Ergebnis in Höhe von 109.825 Tsd. € (Vorjahr: 133.640 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Die gesamten ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 VIII HGB ergeben sich in Höhe von 191.942 Tsd. € aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

33. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2020 ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ABB AG.

Mannheim, den 26. März 2021

ABB AG

Der Vorstand

Ochsner

Zumkeller

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 Entgelttransparenzgesetz

ABB als globales Unternehmen hat sich bereits seit jeher zur Förderung von Vielfalt bekannt. Stellen mit den bestgeeigneten Beschäftigten zu besetzen - ungeachtet Nation, Herkunft, Geschlecht oder sonstigen Merkmalen - ist für ABB selbstverständlich. Soziale Verantwortung, der Einsatz für Inklusion, Vielfalt und Nachhaltigkeit, ist längst Teil der ABB-Unternehmenskultur. Aus diesem Grund hat ABB in Deutschland auch die Charta der Vielfalt, eine Selbstverpflichtung zur Förderung der Vielfalt in Unternehmen, unterzeichnet.

Vielfalt ist überall

Es gibt in der Belegschaft sichtbare Unterschiede wie Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, aber auch dem Denken und Handeln zugrundeliegende Unterschiede. Solche Unterschiede führen zu zahlenmäßigen bzw. statistischen Ungleichheiten, mit denen ABB als Unternehmen konfrontiert ist. So wird Vielfalt oder Diversity häufig durch tradierte Verhaltensmuster, geprägt durch Familie, Kindergarten und Schule, insbesondere auch in der Berufswahl negativ beeinflusst.

Bei der Förderung von Vielfalt oder Diversity fragen wir bei ABB nach dem „Warum“ und setzen an der Ursache an: beispielsweise begegnen wir der Frage, „warum studieren weniger Frauen Ingenieurwissenschaften als Männer?" mit Maßnahmen wie dem Girls' Day oder dem Projekt Girlsatec, um aufzuzeigen, dass es keine speziellen „Männer-,, oder „Frauenberufe gibt. Wir machen deutlich: Ingenieurwissenschaften sind für alle attraktiv - für Frauen und Männer gleichermaßen. Wir geben uns nicht damit zufrieden, die „Symptome zu korrigieren", sondern wollen die Ursachen mangelnder Vielfalt beheben.

Nachstehende Handlungsfelder spielen hierbei eine besondere Rolle:

Fachkräftemangel

Wir wollen die richtigen Individuen finden, binden und entwickeln! Dabei geht es uns aber nicht primär um das Erfüllen von Quoten, sondern auch um das Gewinnen von talentiertem Nachwuchs: Wir möchten mehr Menschen für technische MINT-Berufe - d.h. in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - gewinnen und setzen uns dafür ein, möglichst vielen Nachwuchskräften eine Fach- oder Führungslaufbahn bei ABB zu ermöglichen - gleich welchen Geschlechts.

In diesem Zusammenhang engagiert sich ABB im Projekt Girlsatec. Dieses Projekt zielt darauf ab, den Karrierehorizont von Mädchen und jungen Frauen im Bereich der industriellen und technischen Berufe zu erweitern. Parallel dazu informiert es die Zielgruppen "Eltern" und "Lehrkräfte" über berufsspezifische Zugangsvoraussetzungen und die jeweiligen Ausbildungsgänge und stellt die Chancen und Berufsperspektiven für Mädchen und junge Frauen in diesem Bereich vor. Girlsatec hat zielgruppenorientierte Ansätze und Wege entwickelt, um Mädchen und junge Frauen anzusprechen. Neben dem Angebot von praxisnahen Methoden, um Mädchen und Jugendliche durch Ausprobieren an technische Berufe heranzuführen, informiert das Projekt auch über gewerblich-technische Ausbildungsberufe an Schulen, (Job-)Messen und Veranstaltungen sowie bei der ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH.

Weiterer wichtiger Pfeiler, um die zahlenmäßige Unterrepräsentanz von Frauen in technischen Berufen anzugehen, ist die Initiative „femtec". Femtec wurde 2001 an der Technischen Universität Berlin gegründet, um bei Schülerinnen frühzeitig das Interesse für Technik und Naturwissenschaften zu wecken, den Anteil von Frauen in MINT-Studiengängen zu erhöhen und weibliche Führungsnachwuchskräfte in technischen Berufen zu fördern. ABB unterstützt diese Ziele als Unternehmenspartner seit 2011 und beteiligt sich im Rahmen des „Careerbuilding“-Programms bei der Auswahl und Förderung der Stipendiatinnen.

Netzwerke

ABB unterstützt Netzwerken und Mentoring im Unternehmen. Um auch im Vergleich zur Gesamtpopulation zahlenmäßig zurückstehenden Gruppen Anschub zu geben und auf gruppenspezifische Anforderungen besser eingehen zu können, wird ein Frauennetzwerk unterstützt sowie ein neues zielgruppenspezifisches Mentoren-Programm, das sogenannte „(Wo)-mentoring". Die Unterstützung dieser Aktivitäten erfolgt mit dem Ziel, solche gesonderten Maßnahmen eines Tages überflüssig werden zu lassen.

Im Frauennetzwerk bringen wir weibliche Talente zusammen. In regelmäßigen Workshops werden aktuelle Themen wie beispielsweise „Virtuelles Arbeiten in interkulturellen Teams“ oder „Selbstmarketing und Netzwerken“ behandelt. Mit dem (Wo-)Mentoring-Programm fördern wir eine nachhaltig produktive Mischung von weiblicher und männlicher Kompetenz. Dadurch steigern wir die Attraktivität von ABB und zeigen auf, wie Potentiale jeden Geschlechts gefördert werden und Reverse Lernen durch unterschiedliche Perspektiven stattfindet.

Vereinbarkeit Beruf und Familie

Ziel dieses Handlungsfelds ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es Frauen und Männern ermöglicht, Jung und Alt, Beruf und Privatleben - also weit mehr als „nur“ Familie - in Einklang zu bringen, ohne dass die Karriere leidet.

Flexibilisierung von Arbeitsort (über eine Konzernbetriebsvereinbarung auch mit Anspruch für die Beschäftigten) und Arbeitszeit (Zeitpunkt und Dauer) sind hier ebenso zu nennen, wie das Ferienhaus für die Mitarbeiterkinder im Schwarzwald, Kontakthalte-Programme für Elternzeiten, Ausbildung in Teilzeit und der KITA-Zuschuss.

Entgeltgleichheit von Frauen und Männern

Die ABB AG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Es finden die jeweiligen Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Anwendung. Stellen werden seit Einführung der sogenannten ERA- Tarifverträge im Jahr 2003 nach einer durch die Entgeltrahmen-Tarifverträge vorgeschriebene Methodik (je nach Tarifgebiet summarisch oder analytisch) bewertet und in eine bestimmte Entgeltgruppe eingestuft. Die Entgelthöhen, Entgeltstrukturen und Entgeltzusammensetzungen inklusive beispielsweise Zulagen für die tariflichen Beschäftigten sind ebenfalls durch geltende Tarifverträge vorgegeben.

Eine vergleichbare Systematik kommt auch für die außertariflich geführten Beschäftigten zur Anwendung. Grundlage bildet hier eine erstmals im Jahr 2009 angeschlossene konzernweit gültige Betriebsvereinbarung, basierend auf einem globalen Grading-System. Diese Konzernbetriebsvereinbarung regelt zum einen eine Methodik zur Einstufung von Stellen basierend auf der Hay/ Korn Ferry Methodik und zum anderen die Höhe entsprechender Entgeltbänder.

Beide Systematiken stellen zuverlässig sicher, dass Entgelte vergleichbarer Stellen nicht aufgrund des Geschlechts unterschiedlich ausfallen. Eingruppiert wird die jeweilige Stelle bzw. Funktion, und nicht der Mitarbeiter, der die Stelle inne hat. Die Eingruppierung der Beschäftigten unterliegt zudem der Mitbestimmung durch die Betriebsräte gemäß Betriebsverfassungsgesetz.

Quantitative Angaben

Gemäß § 21 II EntgTranspG werden nachfolgend die nach Geschlecht aufgeschlüsselten Angaben zu der durchschnittlichen Gesamtzahl der Beschäftigten sowie zu der durchschnittlichen Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten der jeweiligen ABB-Gesellschaften für das Kalenderjahr 2020 offengelegt; eine Darstellung Drittgeschlechtlicher entfällt, da wir hierzu bislang keine Nennungen erhalten haben:

Anzahl (Gesamt) Anzahl (Vollzeit) Anzahl (Teilzeit) Quote (Gesamt) Quote (Vollzeit) Quote (Teilzeit)
Frauen 363 272 91 19,7% 74,9% 25,1%
Männer 1.478 1.446 32 80,3% 97,8% 2,2%
Gesamt 1.841 1.718 123 100,0% 93,3% 6,7%

Bestätigungsvermerk

An die ABB AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden: Lagebericht) der ABB AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt 2 im Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Mannheim, den 26. März 2021

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Isele, Wirtschaftsprüfer

gez. Zandt, Wirtschaftsprüfer

Inhalt

Geschäftsbericht 2020

Inhalt

Bericht des Vorstands

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2020

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

Fünfjahresübersicht

Impressum

ABB weltweit auf einen Blick

Bericht des Vorstands

Liebe Leserinnen und Leser,

2020 war zweifellos ein sehr herausforderndes Jahr für ABB in Deutschland. Intern hatten wir eine strategische Neuausrichtung des Konzerns umzusetzen; extern hatten wir es mit vielen Unsicherheiten und schwierigen Situationen in unseren Kundensegmenten zu tun. Überlagert wurde alles von der Corona-Pandemie, die weltweit zu Verunsicherung geführt, viele Menschenleben gekostet sowie einen massiven weltweiten wirtschaftlichen Einbruch ausgelöst hat. Es war ein Jahr, das wir so schnell nicht vergessen werden.

In einer gemeinsamen Kraftanstrengung haben wir es bei ABB in Deutschland geschafft, diese Herausforderungen zu bewältigen. Wir können stolz darauf sein, dass wir die Risiken der Pandemie erkannt haben und ihre Folgen begrenzen konnten. Dazu haben wir einen Stabilisierungsplan mit strikten Arbeitssicherheits- und Hygienebestimmungen erstellt und rasch umgesetzt. Eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen ist die Verlagerung vieler Aufgaben in das Homeoffice. Wo dies nicht möglich ist, arbeiten wir auf Abstand. So war unsere Produktion nie ernsthaft gefährdet.

Verlagerung ins Digitale

Erstmals seit mehr als 70 Jahren hat im Jahr 2020 keine Hannover Messe stattgefunden; ebenso sind viele andere, für uns wichtige Messen ausgefallen. Unsere Innovationen präsentierten wir digital. Online-Veranstaltungen, wie die Virtual Innovation Shows, führten die Besucher sogar durch virtuelle Räume, beispielsweise eine Fabrikhalle oder einen Technikraum für die Energieversorgung. Auch Workshops haben wir in die digitale Welt transferiert. Unser ABB Customer Experience (ACE) Center in Ladenburg hat gezeigt, wie das mit den richtigen Tools ohne Qualitätseinbußen möglich ist. Auch für die interne Kommunikation mit unseren Mitarbeitenden haben wir verstärkt digitale Medien eingesetzt.

Remote Service

Um unseren Kunden zu helfen, ihre Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten, nutzten wir virtuelle Technologien. Zudem unterstützten wir sie mit gratis verfügbaren digitalen Tools und umfangreichen Serviceleistungen bei einem reibungslosen Wiederanlauf ihrer Produktion nach teilweise wochenlangen Stillständen. Software-Lösungen zum Beispiel aus dem Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation, die wir ebenfalls gratis zur Verfügung gestellt haben, halfen dabei, das Tagesgeschäft am Laufen zu halten, während die meisten Mitarbeiter unserer Kunden von zu Hause arbeiteten.

Fernwartungskonzepte und virtuelle Inbetriebnahmen sind nicht neu. Jedoch konnten wir feststellen, dass mit der Corona-Krise und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen der Bedarf an Remote-Service-Lösungen sprunghaft gestiegen ist - und ebenso die Akzeptanz gegenüber solchen Diensten. Trotz vieler pandemiebedingten Einschränkungen und Herausforderungen konnten wir unsere Geschäfte gut weiterführen und in vielen Fällen dauerhaft auf digitale Angebote umstellen.

Technologische Highlights

Innovationen zeichnen uns aus. Einen neuen Standard in Sachen Kollaboration setzt unser zweiarmiger Roboter YuMi. 2020 haben wir seinen fünften Geburtstag gefeiert. Zunächst für die Kleinteilmontage konzipiert, hat er inzwischen in den unterschiedlichsten Anwendungen und in vielen Branchen Pionierarbeit geleistet sowie neue Möglichkeiten für die robotergestützte Automatisierung eröffnet. Einen Rekord stellte unser Werk in Ratingen im Herbst 2020 auf: Es produzierte die siebenmillionste Vakuumschaltkammer, das Herzstück jeder Mittelspannungsschaltanlage.

Als Technologieführer präsentieren wir uns auch bei der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft, die ABB seit der vierten Saison als Titelpartner unterstützt. Die erste rein elektrische internationale Rennserie haben wir 2020 beispielsweise mit der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) ausgestattet, damit die Liveübertragung der Rennen bei einem Netzausfall an der Strecke nicht unterbrochen würde. Ebenso liefern wir die Ladetechnologie für die Gen3-Rennwagen, die leichter, schneller und energieeffizienter sein sollen.

Im letzten Jahr hatten wir die Eröffnung unseres ersten nahezu klimaneutralen Produktionsstandorts bei der ABB-Tochter Busch-Jaeger in Lüdenscheid gefeiert. ABB verfolgt mit der „Mission to Zero“ die Vision einer energieautarken und CO2-neutralen Industrieproduktion. Heute können wir sagen, dass wir die definierten Ziele erreicht und sogar übertroffen haben. Im Jahr 2020 hat die Anlage fast 1.300 Megawattstunden Strom erzeugt; beinahe 20 % mehr als prognostiziert. An Sonnentagen können die Produktionsgebäude tagsüber zu 100 % mit selbst erzeugtem Sonnenstrom versorgt werden.

Erfolgreiche Ausgliederung des Geschäftsbereichs Stromnetze

Am 01. Juli 2020 ging planmäßig das neue Jointventure unter Führung von Hitachi an den Start. Mit dem Abschluss des Verkaufs von 80,1 % des Stromnetze-Geschäfts haben wir bei der Transformation zu einem dezentralisierten, globalen Technologieunternehmen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dank der Devestition können wir uns auf wichtige Markttrends und Kundenbedürfnisse konzentrieren, etwa die Elektrifizierung von Verkehr und Industrie, automatisierte Produktionsprozesse oder digitale Lösungen.

ABB Way - unser Weg nach vorn

Die laufende Dezentralisierung des Geschäftsmodells ist ein Schlüsselelement der Strategie von ABB, um einen überdurchschnittlichen Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen. In Zukunft wird das neue Betriebsmodell „ABB Way" den Rahmen an Prozessen und Leitlinien festlegen, innerhalb dessen die vier Geschäftsbereiche und die Divisionen mit dem Corporate Center verbunden werden und der Konzern unter der Marke ABB vereint wird.

Als Teil des ABB Way hat der ABB-Konzern im vergangenen Jahr seinen Verhaltenskodex, den Code of Conduct, vereinfacht, um sowohl klare Leitlinien als auch die für das Tagesgeschäft erforderlichen Instrumente bereitzustellen. Geregelt sind darin Themen wie Wettbewerbsverstöße sowie Schutz der Vertraulichkeit und persönlicher Daten.

Corporate Social Responsibility

Unserer großen Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Beschäftigten sind wir uns stets bewusst und richten unser Handeln danach aus. Eines unserer Herzensprojekte sind die Special Olympics Deutschland (SOD) für Menschen mit geistiger Behinderung, die wir als Premiumpartner seit dem Jahr 2000 unterstützen. Dieses Engagement haben wir um weitere drei Jahre verlängert. Bei den Nationalen Winterspielen waren Anfang März 2020 in Berchtesgaden 100 ABB-Helferinnen und -Helfer als Corporate Volunteers im Einsatz.

Erste Schritte zu neuer Arbeitskultur

Ein wichtiges Thema 2020 war Arbeiten im Homeoffice. Diese Form der Büroarbeit unterstützen wir mit einer neuen Konzernbetriebsvereinbarung. Mitarbeiter und Führungskräfte können jetzt ihren Arbeitsort noch flexibler wählen - Flexoffice wird damit wesentlicher Bestandteil einer neuen Arbeitskultur. Das Konzept dafür hatten wir bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erarbeitet, um die Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit zu verbessern. Die guten Erfahrungen während der Corona-Pandemie haben uns in diesem Vorhaben bestärkt.

Mit unserer Ausbildung legen wir die Basis und entwickeln die für die Zukunft notwendigen Kompetenzen für eine langfristige Perspektive in einem dynamischen Umfeld. Auch für das Ausbildungsjahr 2020/2021 haben wir wieder 420 junge Menschen gemeinsam mit unseren Verbundpartnern an Bord genommen.

Modernes Arbeiten ermöglichen wir künftig in einem nachhaltigen, mit modernster Technik ausgerüsteten Multifunktionsgebäude in Mannheim. Die Entscheidung in einen Neubau zu investieren ist Anfang 2020 gefallen. Im Jahr 2022 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Im Rahmen des Neubaus konsolidiert ABB die Zahl ihrer Standorte in der Metropolregion Rhein-Neckar und stärkt die Standorte Mannheim und Heidelberg.

Veränderungen im Vorstand

Einen Wechsel gibt es im Vorstand der ABB Deutschland. Nach 20 erfolgreichen Jahren, davon 13 Jahre im deutschen Vorstand und seit 2015 als Vorstandsvorsitzender, hat Hans-Georg Krabbe ABB zum Jahresende verlassen. Für sein außergewöhnliches Engagement sind wir ihm sehr dankbar!

Zu Beginn des Jahres 2021 habe ich seine Nachfolge angetreten. Mein Kollege Alexander Zumkeller wurde in der Dezembersitzung des Aufsichtsrats als weiteres Vorstandsmitglied bestellt und übernimmt zusätzlich die Rolle des Arbeitsdirektors.

Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und danke allen Kunden, Partnern und Mitarbeitern der ABB Deutschland für das entgegengebrachte Vertrauen im vergangenen Jahr ganz herzlich.

Ausblick auf das Jahr 2021

Die konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2021 sind aufgrund der Einschränkungen und Belastungen durch die Corona-Pandemie extrem ungewiss. Niemand kann mit Sicherheit vorhersagen, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickeln wird. Die angebotenen Impfstoffe geben aber Hoffnung, dass wir die Pandemie in diesem Jahr überwinden können.

Unabhängig davon bin ich zuversichtlich, dass sich ABB in Deutschland weiterhin als starker Marktteilnehmer und Wettbewerber zum Vorteil ihrer Kunden zeigen wird. Ich bin überzeugt davon, dass unsere innovativen Produkte, Services und Lösungen sowie unsere engagierten und hochqualifizierten Mitarbeiter dazu beitragen, unseren Kunden die Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, die sie benötigen, um selbst im Wettbewerb Erfolg zu haben.

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns zur CO2-Neutralität bis 2030 verpflichtet. Über unsere Wertschöpfungsketten hinweg wollen wir für die Gesellschaft einen positiven Beitrag erzielen. Wir werden unverändert weiter daran arbeiten, es unseren Kunden mithilfe unserer Technologien zu ermöglichen, Emissionen zu senken und Ressourcen zu schonen.

Markus Ochsner, Vorstandsvorsitzender der ABB AG

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2020

Im Interesse einer effizienten Berichterstattung wurde der Lagebericht der ABB AG mit dem Konzernlagebericht der ABB AG (im Folgenden deutsche ABB) zu einem einheitlichen Bericht zusammengefasst. In diesem zusammengefassten Lagebericht wurden neben der ABB AG, Mannheim, als Mutterunternehmen weitere 13 inländische Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ABB AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Im Berichtsjahr verteilten sich die operativen Geschäftsaktivitäten der ABB-Gruppe - unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur - auf die vier operativ tätigen Geschäftsbereiche (Business Areas) Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik und deren jeweiligen Divisionen, welche die volle operative Verantwortung für ihre Tätigkeiten innehaben.

Der Konzernlagebericht der ABB AG orientiert sich in erster Linie an dieser Unternehmensstruktur. Die operativ tätigen Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik werden durch den Geschäftsbereich Stromnetze sowie durch Sonstige Einheiten ergänzt und in der Segmentberichterstattung einzeln dargestellt.

Mit dem Closing Mitte des Jahres 2020 brachte die ABB Ltd, Zürich/Schweiz, global den Geschäftsbereich Stromnetze in ein Joint-Venture mit Hitachi Ltd., Tokio/Japan, ein und ist an diesem Joint-Venture jetzt mit 19,9 % beteiligt. Zur Vorbereitung der Bildung dieses Joint-Ventures wurden die Aktivitäten des Geschäftsbereichs Stromnetze in Deutschland mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. April 2019 im Wege der Abspaltung aus dem deutschen Teilkonzern herausgelöst und im selben Jahr an die ABB Ltd, Zürich/Schweiz, veräußert. Aufgrund der großen Bedeutung des Geschäftsbereichs Stromnetze für die ABB AG und den mit der Abspaltung verbundenen erheblichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ABB AG wurde die Gewinn- und Verlustrechnung durch eine Zusatzspalte „2019 vergleichbar“ ergänzt. Mittels dieser Spalte soll eine Vergleichbarkeit der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr mit dem Vorjahr ermöglicht werden.

Im Berichtsjahr umfasste die ABB AG Teile der Geschäftsbereiche Elektrifizierung und Industrieautomation sowie das im Bereich Sonstige Einheiten enthaltene sogenannte „Non-Core-Geschäft“. Darüber hinaus erstreckte sich das Aufgabenfeld der ABB AG auf die bereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie auf verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen.

Die wesentlichen Teile der Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik sind in rechtlich selbstständigen Tochterunternehmen enthalten, die sich direkt oder indirekt vollständig im Anteilsbesitz der ABB AG befinden. Die ABB AG ist mit den meisten ihrer Beteiligungsunternehmen über Gewinnabführungsverträge verbunden, sodass sich die Ertragslage der ABB AG gleichgerichtet zur Ertragslage der deutschen ABB entwickelt.

Die ABB AG nutzt verschiedene Kennzahlen zur Steuerung der Leistungen im Hinblick auf die obersten Unternehmensziele. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Auftragseingänge und Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern. Als nicht-finanzbezogene Steuerungsgröße verwendet die deutsche ABB die Anzahl der Mitarbeiter.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Gemäß §§ 111 Abs. 5, 76 Abs. 4 AktG hat die ABB AG am 30. Juni 2017 die nachfolgenden Zielgrößen für den Anteil weiblicher Mitglieder in Aufsichtsrat (unten 1.), Vorstand (unten 2.) und auf den Führungsebenen 1 und 2 unter dem Vorstand (unten 3.) festgelegt, die jeweils bis zum 30. Juni 2022 zu erreichen sind.

1. Der Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat der ABB AG, Mannheim, soll von - zum Zeitpunkt der Festlegung - 12,5 % auf 25 % (Zielgröße) erhöht werden.

2. Nachdem zum Zeitpunkt der Festlegung weder ein Wechsel im Vorstand noch eine Vergrößerung des Vorstands der ABB AG geplant ist, beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der ABB AG 0 %. Bei Wechseln oder Vergrößerungen vor dem 30. Juni 2022 wird sich der Aufsichtsrat bemühen, auch geeignete Kandidatinnen zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen. Der geringe Frauenanteil in den technischen Berufen und die daraus auch für ABB resultierenden Schwierigkeiten, Frauen als Mitarbeiterinnen und insbesondere für Führungspositionen zu gewinnen, sind dem Aufsichtsrat hierbei bewusst.

3. Der Anteil weiblicher Mitglieder von - zum Zeitpunkt der Festlegung - 15,79 % auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand und von - zum Zeitpunkt der Festlegung -29,73 % auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand soll jeweils nicht unterschritten werden.

ABB betrachtet die Förderung von Frauen - sowie allgemein die Förderung der Vielfalt und Gleichberechtigung - über die Grenzen einzelner Konzerngesellschaften hinweg als wichtige Aufgabe und wird weiterhin daran arbeiten, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Dabei geht es ABB nicht um die bloße Erfüllung einer Quote, sondern um die Gewinnung von talentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik). ABB ist davon überzeugt, dass vielfältige Teams erhöhte Chancen für mehr Innovationskraft bieten und zu höherer Produktivität führen. Dabei sollen alle Beschäftigten gleichberechtigt Wertschätzung erfahren, um motiviert ihr Potenzial einbringen zu können.

Die wirtschaftliche Lage im Berichtsjahr

Pandemiebedingt ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 insgesamt um 5,0 % zurückgegangen, nachdem es zehn Jahre lang zuvor Jahr für Jahr zunahm. Letztlich fällt das Minus aber deutlich niedriger aus, als es im Verlauf des letzten Jahres von vielen Experten erwartet worden war. Dies ist neben der Resilienz der deutschen Wirtschaft auch auf die sehr umfangreichen Maßnahmenpakete der Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft und zur Stabilisierung der Einkommen zurückzuführen. Im dritten Quartal konnte die deutsche Wirtschaft ein Plus von 8,5 % verbuchen und erreichte damit wieder rund 96 % ihres Niveaus vom Schlussquartal 2019 vor Ausbruch der Pandemie. Obwohl die weitere Erholung allmählich an Fahrt verlor, waren auch noch im November überwiegend Steigerungen der Wirtschaftsleistung zu beobachten. Als Folge des erneuten Lockdowns dürfte es im vierten Quartal zu einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts gekommen sein.

Der konjunkturelle Verlauf zeigt ein zweigeteiltes Bild: Einerseits ist der Dienstleistungssektor von den Einschränkungen der sozialen Kontakte wieder stärker betroffen, während sich andererseits die Industrie weiter robust entwickelt. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und die Industrieproduktion haben im November trotz des Teil-Lockdowns weiter zugenommen. Auch der Warenhandel konnte erneut zulegen. Im Dezember verbesserten sich die Geschäfts- und Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe, obwohl die zum Zeitpunkt der Umfragen noch ausstehende Einigung über ein umfassendes Abkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zum Brexit für Unsicherheit gesorgt haben dürfte.

Auch der Arbeitsmarkt erweist sich bislang als recht widerstandsfähig. In den letzten Monaten hat die Beschäftigung tendenziell zugenommen, während die Arbeitslosigkeit weiter zurückging. Die Kurzarbeit dürfte aber zuletzt wieder verstärkt in Anspruch genommen worden sein.

Die Weltkonjunktur erholt sich nach wie vor, aber die Stimmungsindikatoren deuten auf eine Abschwächung des Aufholprozesses hin. Die globale Industrieproduktion wurde im Oktober um 0,7 % und damit den sechsten Monat in Folge ausgeweitet. Sie hat wieder über 99 % ihres Vorjahresniveaus erreicht. Auch der Welthandel näherte sich mit einem weiteren Zuwachs im Oktober um ebenfalls 0,7 % seinem Vorjahresniveau an (nahezu 99 %). Die Stimmungsindikatoren sprechen allerdings derzeit für eine Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Aufholprozesses. Der Teilindex für die Industrie zeichnet dabei ein deutlich positiveres Bild als derjenige für die Dienstleistungen. Der Pandemieverlauf und die in vielen Ländern verhängten Lockdown-Maßnahmen, die primär Dienstleistungsbranchen betreffen, dürften hierbei eine Rolle gespielt haben.

Das erstarkte Pandemiegeschehen und die Lockdown-Maßnahmen wichtiger Handelspartner spiegeln sich nur bedingt in den nationalen Frühindikatoren zur Außenwirtschaft wider. Die ifo Exporterwartungen des Verarbeitenden Gewerbes für die kommenden drei Monate, die sich im November spürbar verschlechtert hatten, drehten im Dezember per Saldo wieder ins Positive. Die Auftragseingänge aus dem Ausland setzten im November (+2,9 %) ihren im Mai begonnenen Aufwärtstrend weiter fort. Die Aussichten für den deutschen Außenhandel werden durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gedämpft. Es bleibt aber abzuwarten, inwieweit sich die vorrangig die Dienstleistungen betreffenden Maßnahmen im weiteren Verlauf auch auf die Industrie auswirken werden.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe nahm im November erneut etwas zu. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,9 %. Für den Oktober wurde das Plus leicht auf 3,4 % aufwärtsrevidiert. Im November konnten sowohl die Industrie als auch das Baugewerbe ihre Erzeugung ausweiten (+1,2 % bzw. +1,4 %), während das Energiegewerbe angesichts des Teil-Lockdowns einen spürbaren Rückgang von 3,9 % verzeichnete. Innerhalb der Industrie kamen die stärksten Wachstumsbeiträge vom Kfz-Bereich, den EDV- und optischen Geräten sowie dem Maschinenbau, die Produktionszuwächse um 2,2 %, 6,7 % bzw. 1,8 % verbuchten. Im Zweimonatsvergleich Oktober/November gegenüber August/September ergab sich ein Anstieg der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 5,0 %. In der Industrie und im Baugewerbe kam es zu einem Plus von 5,4 % bzw. 3,4 % und im Energiebereich von 4,3 %.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe setzten im November ihre kontinuierliche Erholung seit Mai 2020 fort und nahmen noch einmal um 2,3 % zu. Im Zweimonatsvergleich ergab sich ein Anstieg um 4,9 %. Die Ordereingänge aus dem Euroraum erhöhten sich nur leicht um 0,3 %, während aus dem Inland und aus dem Nicht-Euroraum 5,2 % bzw. 7,5 % mehr Bestellungen eingingen. Insgesamt überschritten die Auftragseingänge zuletzt im November ihr Niveau vom vierten Quartal 2019 vor der Pandemie um nahezu 6,5 %.

Bis zuletzt entwickelte sich der Arbeitsmarkt stabil. Die Beschäftigung zeigte seit dem Sommer einen leichten Aufwärtstrend und die Arbeitslosigkeit sowie Unterbeschäftigung verringerten sich bei abflachender Kurzarbeit. Nach dem Teil-Lockdown zeichnet sich aber bei der Kurzarbeit ein erneuter Anstieg ab. Die Kurzarbeit wurde im Oktober von 2,0 Mio. Beschäftigten in Anspruch genommen (September: 2,3 Mio. Personen). Allerdings deuten die Anzeigen für Kurzarbeit im November und Dezember (628.000 bzw. 666.000 Personen) auf eine Zunahme zum Jahresende hin. Die registrierte Arbeitslosigkeit sank im Dezember saisonbereinigt merklich um 37.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen erhöhte sich die Arbeitslosigkeit leicht auf 2,71 Mio. Personen. Der Vorjahresabstand hat sich seit dem Sommer um fast 160.000 auf +480.000 Personen verringert.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick 2021

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt. Auf die Ausbreitung des Virus reagierten Staaten weltweit mit einer Vielzahl von Eindämmungsmaßnahmen. Hierzu zählten beispielsweise Einschränkungen von sozialen Kontakten, Reisebeschränkungen, Geschäftsschließungen sowie Verbote von Großveranstaltungen. Staaten und Zentralbanken wirkten dem wirtschaftlichen Einbruch mit umfangreichen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen entgegen. Ein wichtiges Element zur Stabilisierung der Einkommen stellte in vielen Ländern, darunter Deutschland, die Kurzarbeit dar. Darüber hinaus unterstützte die Fiskalpolitik die wirtschaftliche Erholung durch diskretionäre nachfrageseitige Impulse.

Über den Sommer kam es im Zuge gelockerter Einschränkungen und gesunkener Infektionszahlen vielerorts zu einer schnellen wirtschaftlichen Erholung. Angesichts hoher Infektionszahlen wurden in vielen Ländern die Einschränkungen aber wieder deutlich verschärft. Die verfügbaren Konjunkturindikatoren deuten zwar insbesondere in der Industrie auf eine Fortsetzung der Erholung hin. Das Wachstumstempo dürfte sich gegenüber dem Sommer jedoch verlangsamen. Insbesondere das Gastgewerbe und andere konsumnahe Dienstleistungsbereiche sind immer noch weit entfernt von einer Normalisierung. Erneute Einschränkungen und die Sorge vor einer Ansteckung dürften die Aktivität derzeit bestimmen.

Insbesondere in Europa dürfte die Erholung derzeit pausieren. In einigen besonders von der zweiten Infektionswelle betroffenen Ländern zeichnet sich sogar ein Rückgang der Wirtschaftsaktivität ab. Mit deutlich positiven Wachstumsraten ist dort erst bei sinkenden Infektionszahlen und gelockerten Einschränkungen zu rechnen. Massive Einschränkungen der globalen Lieferketten wie im Frühjahr 2020 sind derzeit jedoch nicht zu erwarten.

Im Jahr 2021 dürfte die Wirtschaftsleistung mit einer Rate von 3,7 % kräftig ansteigen. Das Vorkrisenniveau dürfte jedoch nicht vor Anfang des Jahres 2022 erreicht werden. Für die Verbraucherpreise in Deutschland erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg von 1,7 %. Für den Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat mit einer Wachstumsrate des BIP von 4,9 %.

Die Entwicklung im Jahr 2021 ist mit großer Unsicherheit behaftet und hängt wesentlich vom weiteren Pandemieverlauf ab. Sollte es etwa zu derart umfassenden Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten wie im Frühjahr 2020 kommen, könnte dies einen scharfen Einbruch der Wirtschaftsleistung bedeuten. Chancen für eine bessere Entwicklung liegen dagegen in einer unerwartet schnellen Bereitstellung und Verbreitung geeigneter Impfstoffe oder wirksamer Medikamente gegen das Corona-Virus.

Rückgang der Auftragseingänge - Exportanteil gestiegen

Der Auftragseingang der deutschen ABB belief sich im Berichtsjahr auf 2.675 Mio. € und lag damit um 6% bzw. rund 171 Mio. € unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2.846 Mio. €. Der Auftragseingang im Inland ging von 1.829 Mio. € auf 1.620 Mio. € zurück. Der Auftragseingang aus dem Ausland erreichte im Berichtsjahr einen Wert in Höhe von 1.055 Mio. € und lag damit um 38 Mio. € bzw. rund 4 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 1.017 Mio. €. Der Auslandsanteil am Auftragseingang stieg von 36 % im Vorjahr auf 39 %.

Hauptursächlich ist dabei auf die stark positive Auftragsentwicklung durch ausländische Kunden in den Geschäftsbereichen Elektrifizierung und Antriebstechnik hinzuweisen.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung übertraf im Berichtsjahr die Auftragseingänge des Vorjahres insgesamt deutlich. Im Vorjahresvergleich betrug der Zuwachs rund 12 %. Dieser Zuwachs resultierte aus einem starken Anstieg der Nachfrage im Inland sowie aus dem Ausland. Zudem profitierte der Geschäftsbereich von organisatorischen Veränderungen innerhalb des ABB-Konzerns in Deutschland.

In nahezu allen Segmenten der ABB Stotz-Kontakt GmbH wurden Zuwächse erzielt. Das Geschäft mit Installationstechnik, in Schaltanlagenbau und Maschinenbau/OEM verlief positiv. Allerdings trübte sich das konjunkturelle Umfeld im Industriesektor etwas ein. Vom unverändert günstigen Marktumfeld in Wohn- und Zweckbau profitierte die Busch-Jaeger Elektro GmbH. Die ABB Striebel & John GmbH konnte in den relevanten Marktsegmenten Wohnbau und Zweckbau/Infrastruktur den Wachstumspfad fortsetzen. Die beiden Vertriebskanäle Elektrogroßhandel über Busch-Jaeger und Direktvertrieb/Schaltanlagenbau über ABB Stotz-Kontakt waren überaus erfolgreich.

Das bisher in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte Geschäft mit Niederspannungsschaltanlagen und Ladesäulen wurde per November 2020 in die Geschäftseinheit Mittelspannungsprodukte der ABB AG eingebracht. Vor allem das Geschäft mit Ladesäulen verzeichnete durch Projektverzögerungen und eine allgemeine Investitionszurückhaltung Rückgänge im Volumen. Die Geschäftseinheit Mittelspannungsprodukte der ABB AG konnte die Auftragseingänge des Vorjahres sowohl im Inland als auch im Ausland deutlich steigern.

Die Auftragseingänge im Geschäftsbereich Industrieautomation lagen im Berichtsjahr um rund 1 % unter den Werten des Vorjahres. Ein gesteigertes Exportvolumen konnte die Rückgänge des Inlandsgeschäfts nicht kompensieren. Fehlende Großaufträge, die durch Volumenzuwächse im Inlandsgeschäft im Bereich Öl & Gas und einen Anstieg im Servicevolumen im Bereich Kraftwerke nicht kompensiert werden konnten, führten in der Geschäftseinheit Energy Industries insgesamt zu einem Rückgang beim Auftragseingang. Für die Geschäftseinheit Turbocharging reduzierten sich die Auftragseingänge in einem unverändert wenig stabilen und pandemiebedingt unsicheren Markt, der durch eine rückläufige Entwicklung im Schiffsbau und durch organisatorische Neuausrichtungen von Reedereien geprägt war. Auch in der Geschäftseinheit Measurement & Analytics gingen die Auftragseingänge in Inland und Ausland zurück - besonders betroffen waren die Geschäfte mit der Öl- und Automobilindustrie. Einen uneinheitlichen, insgesamt rückläufigen Geschäftsverlauf erlebte die Geschäftseinheit Process Industries: Die Inlandsnachfrage ging insbesondere in den Bereichen Metals und Mining stark zurück, wohingegen das Auslandvolumen des Vorjahres aufgrund eines größeren Einzelauftrags überschritten werden konnte. Die Geschäftseinheit Marine & Ports erzielte aufgrund größerer Aufträge im zweiten Halbjahr Volumenzuwächse im Ausland; die Vorjahreswerte im Inlandsgeschäft wurden hingegen nicht erreicht.

Im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation sanken die Auftragseingänge um 29 %. Sowohl die Exporte als auch das Inlandsgeschäft blieben deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Der Inlandsanteil verringerte sich leicht - das überwiegende Volumen wurde unverändert auf dem deutschen Markt realisiert. Die Geschäfte mit Premiumherstellern der Automobilindustrie im Bereich der Roboterprodukte waren weiter rückläufig. Die Auftragseingänge aus der Allgemein- und Konsumgüterindustrie entwickelten sich positiv - der Servicebereich war vor allem wegen mangelnder Nachfrage von Trainingsangeboten aufgrund pandemiebedingter Schließungen von Industrieanlagen rückläufig.

Im Geschäftsbereich Antriebstechnik konnte im Geschäftsjahr 2020 die Vorjahresentwicklung erfolgreich fortgesetzt werden: Der Auftragseingang stieg um 7 % gegenüber dem Vorjahr. Ein erfreulicher Zuwachs an Auftragseingängen aus dem Ausland konnte die leichten Rückgänge im Inlandsgeschäft überkompensieren. Durch einen Großauftrag konnte insbesondere das Geschäft mit Bahnapplikationen und Generatoren die Erwartungen deutlich übertreffen und das Geschäft mit einem OEM-Kunden weiter vertieft werden. Während in den Segmenten Railway und Wind stärkere Auftragseingänge als im Vorjahr zu erkennen waren, variierten diese je nach Branche bzw. Segment teils erheblich. Speziell bei den Serien-/OEM- Kunden war ein Rückgang festzustellen.

Rückgang beim Umsatz - Inlandsanteil leicht gestiegen

Die Umsatzerlöse der deutschen ABB betrugen im Berichtsjahr 2.962 Mio. €. Im Vorjahresvergleich ging der Umsatz leicht um 22 Mio. € oder rund 1 % zurück.

Mitverantwortlich für den Rückgang der Umsatzerlöse ist die abgeschlossene Ausgliederung des Geschäftsbereichs Stromnetze aus dem deutschen Teilkonzern der ABB mit Wirkung vom 01. April 2019. Aufgrund des gewählten Ausgliederungsstichtags sind in den Vorjahreszahlen der deutschen ABB für das erste Quartal 2019 die Umsatzerlöse des ausgegliederten Geschäftsbereichs enthalten. Auf vergleichbarer Basis, d. h. bezogen auf den um den Geschäftsbereich Stromnetze bereinigten Vorjahresumsatz, zeigt sich ein Anstieg der Umsatzerlöse um rund 99 Mio. €.

Im Inlandsgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf 1.638 Mio. € und lagen damit um 23 Mio. € bzw. rund 2 % über dem Umsatzniveau des Vorjahres. Im Auslandsgeschäft ging der Umsatz des Berichtsjahres um 3 % oder 45 Mio. € auf 1.324 Mio. € zurück.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung erzielte beim Umsatzvolumen starke Zuwächse im Inlandsgeschäft. Besonders positiv verlief die Entwicklung im Gebäudesegment und bei den Mittelspannungsprodukten. Die guten Vorjahreszahlen im Exportgeschäft konnten nahezu erreicht werden. Die ABB Stotz-Kontakt GmbH konnte den Umsatz gegenüber Vorjahr leicht steigern. Positive Entwicklungen des Inlandsgeschäfts konnten den Rückgang im Exportgeschäft kompensieren. Bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH konnten die Umsatzerlöse insgesamt deutlich gesteigert werden. Die positive Entwicklung war vor allem im Inlandsmarkt erkennbar, aber auch das Exportgeschäft verzeichnete Zuwächse. Ein rückläufiges Exportvolumen ließ die ABB Striebel & John GmbH das Vorjahresniveau bei den Umsatzerlösen nicht ganz erreichen. Die Geschäfte mit Niederspannungsschaltanlagen und Ladesäulen waren bis November 2020 in der ABB Automation Products GmbH angesiedelt; in beiden Geschäftsfeldern wurden im Berichtsjahr Umsatzzuwächse erzielt. Im November 2020 wurden diese Geschäftsfelder in die Geschäftseinheit Mittelspannungsprodukte der ABB AG integriert.

Die Umsatzerlöse im Bereich Mittelspannungsprodukte überstiegen die des Vorjahres im Inland deutlich, aber auch das Exportgeschäft entwickelte sich spürbar positiv.

Im Geschäftsbereich Industrieautomation war im Berichtsjahr ein insgesamt deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse festzustellen. Dieser Rückgang ist vor allem auf Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zurückzuführen und durch die damit verbundene Investitionszurückhaltung sowie Projektverschiebungen verursacht. Die im Vorjahresvergleich stark positive Entwicklung des Inlandsgeschäfts konnte den deutlichen Umsatzrückgang im Auslandsgeschäft nicht kompensieren. Einen größeren Rückgang der Umsatzerlöse berichtete die Geschäftseinheit Measurement & Analytics. Einen Anstieg der Umsatzerlöse verzeichnete die Geschäftseinheit Process Industries durch die Endabrechnung von Bestandsprojekten, die Auslandsumsätze lagen unter dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die in den Vorjahreszahlen enthaltene Endabrechnung eines Großprojekts im Ausland zurückzuführen.

Im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation wurden die Umsatzerlöse des Vorjahres insgesamt übertroffen. Dies ist in erster Linie auf im Vorjahr angearbeitete Systemaufträge aus der Automobilindustrie zurückzuführen, die im Berichtsjahr 2020 abgeschlossen werden konnten. Während sich das Inlandsgeschäft positiv entwickelte, zeigten sich leicht rückläufige Umsätze im Ausland. Die Robotik verzeichnete dabei insbesondere im Automobilbereich eine Abschwächung der Nachfrage.

In einem herausfordernden Marktumfeld erzielte der Geschäftsbereich Antriebstechnik gegenüber dem Vorjahr deutlich geringere Umsatzerlöse. Dieser Rückgang war dabei sowohl im Inlandsgeschäft als auch im Auslandsgeschäft zu erkennen. Erfreulicherweise nahm das Geschäft im Bereich Traction einen sehr positiven Geschäftsverlauf.

Auch im Bereich Sonstige Einheiten/Konsolidierung fielen nennenswerte Umsatzerlöse an. Neben Umsatzerlösen aus Dienstleistungen der ABB AG und anderer Servicegesellschaften werden in diesem Bereich auch Aktivitäten berichtet, die ABB nicht als operatives Geschäft fortführt. In diesen sogenannten Non-Core-Aktivitäten wird kein Neugeschäft erwartet. Im Berichtsjahr konnten einige Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, sodass eine Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr resultierte. Die Abarbeitung des Auftragsbestands erfolgte im erwarteten Umfang.

Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres betrug 1.645 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.907 Mio. € ging der Auftragsbestand um 262 Mio. € bzw. rund 14 % zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Abarbeitung des Auftragsbestands im Geschäftsbereich Industrieautomation sowie den deutlichen Rückgang des Auftragsbestands im Geschäftsbereich Non-Core zurückzuführen. Von den verbleibenden operativ tätigen Geschäftsbereichen wies der Geschäftsbereich Industrieautomation den weitaus größten Auftragsbestand auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Ende des Berichtsjahres ein Umsatzvolumen von rund 7 Monaten ab.

2020 2019 2018 2017 2016
Gesamt 2.962 2.984 3.135 3.990 4.287
Auslandsanteil 45% 46% 48% 41% 39%

Deutlicher Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Berichtsjahr bei 141 Mio. € gegenüber einem Ergebnis von 257 Mio. € im Vorjahr.

Im Berichtsjahr war das Ergebnis erneut durch Restrukturierungskosten für Kapazitätsanpassungen belastet. Das Ergebnis des Berichtsjahres beinhaltete wie im Vorjahr eine deutliche Ergebnisverbesserung aus der Verzinsung des für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens. Trotz der weiterhin günstigen Entwicklung der Kapitalmärkte konnten die stark positiven Effekte des Vorjahres aber nicht vollumfänglich erreicht werden. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen belastete das Ergebnis im Berichtsjahr und im Vorjahr in ähnlichem Ausmaß. Wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 28 des Konzernanhangs.

Das um vorgenannte Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 217 Mio. €. Das vergleichbare operative Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres belief sich auf 268 Mio. €.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung konnte das Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtsjahr im Vorjahresvergleich nicht vollumfänglich bestätigen. Erneut belasteten hohe Aufwendungen für Restrukturierungen das Ergebnis des Geschäftsbereichs. Die ABB Stotz-Kontakt GmbH verfehlte das Ergebnis aus dem Vorjahr operativ nur knapp; Restrukturierungsaufwendungen belasteten hier die Berichtsperiode stärker als die Vergleichsperiode. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte die guten Ergebnisse der Vorjahre übertreffen. Das Ergebnis der ABB Striebel & John GmbH fiel solide aus.

Das Ergebnis der bis November 2020 in der ABB Automation Products GmbH angesiedelten Geschäftsfelder Niederspannungsschaltanlagen und Ladesäulen war leicht positiv, während das Vorjahr durch Restrukturierungsaufwendungen belastet war. Im November 2020 wurden die beiden Geschäftsfelder in die Geschäftseinheit Mittelspannungsprodukte der ABB AG integriert. Der Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte konnte trotz Umsatzsteigerungen das Ergebnis des Vorjahres nicht erreichen. Ein stark ausgeprägter Wettbewerb, gestiegene Materialpreise sowie Aufwendungen für Restrukturierungen beeinflussten das Ergebnis negativ.

Der Geschäftsbereich Industrieautomation beendete das Berichtsjahr mit einem leicht positiven Ergebnis vor Ertragsteuern und verfehlte damit das Vorjahresergebnis. Das Berichtsjahr war insgesamt von einem stark verringerten Umsatzvolumen in Verbindung mit hohen Restrukturierungsaufwendungen geprägt.

Diese Entwicklungen beeinflussten auch das Ergebnis der Geschäftseinheit Process Industries, in der aufgrund des starken Rückgangs der Umsatzerlöse auch der damit verbundene Ergebnisbeitrag entsprechend zurückging. Die Geschäftseinheit Turbocharging erzielte ein solides Ergebnis, konnte aber den Vorjahreswert aufgrund von ergebnisbelastenden Restrukturierungsaufwendungen nicht erreichen. Einen spürbaren Rückgang des Ergebnisses musste die Geschäftseinheit Measurement & Analytics hinnehmen.

Der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation verfehlte das Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres nur knapp. Im Vorjahresvergleich leicht gestiegene Umsatzerlöse lieferten positive Ergebnisbeiträge. Belastet war das Berichtsjahresergebnis insbesondere durch Restrukturierungsaufwendungen.

Im Geschäftsbereich Antriebstechnik war eine stabile Ergebnisentwicklung zu erkennen. Trotz einer negativen Umsatzentwicklung wurde das Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres annähernd erreicht. Das Ergebnis wurde dabei durch die Fortführung eines strikten Kostenmanagements und eines Stufenplans zur Profitabilitätssteigerung gestützt.

Im Bereich Sonstige Einheiten / Konsolidierung ergab sich eine deutliche Verschlechterung des Ergebnisses vor Ertragsteuern. Hauptursache hierfür waren im Vorjahr enthaltene positive Ergebnisse aus der Auflösung von Risikopositionen im Zusammenhang mit Non-Core-Aktivitäten. Der Anstieg der Umsatzerlöse im Non-Core-Bereich im Berichtsjahr konnte keine entsprechenden Ergebnisbeiträge generieren.

Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, sodass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Vor der Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von 69 Mio. €, der um 110 Mio. € unter dem Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme des Vorjahres lag.

Ergebnisrechnung

in Mio.€ 2020 % 2019 %
Umsatz 2.962 - 2.984 -
Gesamtleistung 2.824 100 3.047 100
Materialaufwand -1.353 -48 -1.451 -47
Personalaufwand -694 -25 -728 -24
Übrige Aufwendungen und Erträge -636 -22 -611 -21
Ergebnis vor Ertragsteuern 141 5 257 8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -25 - -15 -
Steuerumlage durch die Muttergesellschaft -47 -2 -63 -2
Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 69 3 179 6
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -110 -4 -134 -5
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag nach Ergebnisübernahme -41 -1 45 1

Bilanzsumme unter Vorjahr

Die Bilanzsumme des Berichtsjahres verringerte sich für den Konsolidierungskreis im Vorjahresvergleich von 2.292 Mio. € um 377 Mio. € auf 1.915 Mio. €.

Das Anlagevermögen reduzierte sich um rund 4 Mio. €. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 53 Mio. € und lagen damit über den diesbezüglichen Abschreibungen von 37 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge ergab sich ein Rückgang des Sachanlagevermögens um 1 Mio. €. Die Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte betrugen rund 2 Mio. €.

Das Nettovorratsvermögen im Geschäftsjahr 2020 verringerte sich im Vorjahresvergleich geringfügig um rund 15 Mio. €. Dieser Rückgang resultierte einerseits aus dem Rückgang der Bruttovorräte gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 221 Mio. €, andererseits aus der Minderung der Fortschrittszahlungen in Höhe von 206 Mio. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 68 Mio. € erhöht, während sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, im Wesentlichen im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings, um 412 Mio. € reduziert haben. Im Berichtsjahr erfolgte der Ausweis von Rückstellungen für Zahlungsverpflichtungen an Kunden aus Bonusvereinbarungen bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH in Höhe von 31 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) in den sonstigen Rückstellungen. Im Vorjahr waren diese mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet worden.

Die mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen erhöhten sich um 36 Mio. €. Aus der positiven Wertentwicklung des Deckungsvermögens ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Deckungsvermögen von 19 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €). Nach Berücksichtigung der nicht verrechneten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 150 Mio. € (Vorjahr: 132 Mio. €) verblieb im Berichtsjahr eine Unterdeckung von 131 Mio. € (Vorjahr: 103 Mio. €).

Bilanz

Aktiva in Mio. € 31.12.2020 % 31.12.2019 %
Anlagevermögen 252 13 257 11
Vorräte 700 - 921 -
./. verrechnete Kundenanzahlungen -347 - -553 -
353 18 368 16
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 494 26 411 18
Sonstige Aktiva 174 10 230 10
Flüssige Mittel 642 33 1.026 45
Summe Aktiva 1.915 100 2.292 100
Passiva in Mio. € 31.12.2020 % 31.12.2019 %
Eigenkapital 518 27 557 24
Rückstellungen für Pensionen 150 8 132 6
Übrige Rückstellungen 592 31 469 20
Erhaltene Anzahlungen 95 5 174 8
Andere Verbindlichkeiten 560 29 960 42
Summe Passiva 1.915 100 2.292 100

Der Anstieg der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen um rund 123 Mio. € ergab sich in erster Linie aus höheren Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und Kundenboni. Ein Teil des Anstiegs resultierte aus dem Ausweis von Rückstellungen für Zahlungsverpflichtungen an Kunden aus Bonusvereinbarungen der Busch-Jaeger Elektro GmbH in Höhe von 31 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) in den sonstigen Rückstellungen. Im Vorjahr waren diese mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet worden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich um rund 5 Mio. € verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund von Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen sowie im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings um 414 Mio. € gesunken.

Das Konzerneigenkapital hat sich von 557 Mio. € auf 518 Mio. € verringert. Der Jahresfehlbetrag resultiert überwiegend aus den Ergebnissen solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse nicht über einen Gewinnabführungsvertrag an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt werden. Des Weiteren beinhaltet der Jahresfehlbetrag die ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen - insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte.

Unter Berücksichtigung der geringeren Bilanzsumme ergab sich bei reduziertem Eigenkapital eine um 3 %-Punkte über dem Vorjahr liegende Eigenkapitalquote von 27 % zum Ende des Berichtsjahres.

Bruttoliquidität deutlich unter Vorjahr - Nettoliquidität leicht gestiegen

Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich / Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 642 Mio. € um 384 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der um rund 423 Mio. € geringeren konzerninternen Kreditaufnahmen, welche die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung für das Berichtsjahr beinhalten, ergab sich ein Anstieg der Nettoliquidität um 39 Mio. €.

Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist einerseits durch den zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis inklusive Steuerumlage zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt wurde. Darüber hinaus wird die Liquidität auch durch Geldmittelzuflüsse und -anlagen von Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises beeinflusst, da die ABB AG als Träger des Cash-Pools aller Gesellschaften in Deutschland agiert.

Positiv wirkte sich der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus, der einen Einzahlungsüberschuss in Höhe von 110 Mio. € aufwies. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit endete bei einem Einzahlungsüberschuss in Höhe von 40 Mio. €. Unter weiterer Berücksichtigung der Ergebnisabführung von der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ergab sich insgesamt ein Anstieg der Nettoliquidität um rund 39 Mio. €.

Insgesamt entwickelte sich die Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2020 zufriedenstellend. Die Ertragslage blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Wirtschaftsbericht der ABB AG

Die ABB AG mit Sitz in Mannheim ist das Mutterunternehmen der 13 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Sie übt neben ihrem operativen Geschäft auch die Holdingfunktion für die deutsche ABB aus.

Der vollständige, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der ABB AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, dort veröffentlicht und von diesem an das Unternehmensregister weitergeleitet.

Bilanz der ABB AG, Mannheim

in Mio.€ 31.12.2020 31.12.2019
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 77,5 43,5
Finanzanlagen 502,6 509,6
Anlagevermögen 580,1 553,1
Vorräte (netto) 116,3 126,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 342,4 360,6
Flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften 797,9 1.174,4
Gesamtvermögen 1.836,7 2.214,9
Eigenkapital 694,3 693,8
Rückstellungen 330,4 292,5
Erhaltene Anzahlungen (netto) 44,5 121,5
Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften 608,8 966,8
Andere Verbindlichkeiten 158,7 140,3
Gesamtkapital 1.836,7 2.214,9

Gewinn- und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim

in Mio.€ 2020 2019
Umsatz 876,9 772,6
Gesamtleistung 720,8 825,3
Personal- und Materialaufwand -570,1 -569,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen -154,3 -196,0
Beteiligungs- und Zinsergebnis 113,2 93,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 109,6 154,0
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -109,8 -133,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 -20,4
Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme - -
Gewinnvortrag 0,4 0,4
Bilanzgewinn 0,4 0,4

Aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze im Jahr 2019 ist die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2020 nur eingeschränkt mit der des Vorjahres vergleichbar.

Entwicklung der Ertragslage

Der Gesamtumsatz der ABB AG im Geschäftsjahr 2020 lag bei 877 Mio. € und damit um 104 Mio. € über dem Vorjahreswert in Höhe von 773 Mio. €. Der Anstieg der Umsatzerlöse entfällt hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Sonstiges, in dem das Non-Core-Geschäft enthalten ist. In diesem Bereich konnten im Berichtsjahr weitere Projekte fertiggestellt und abgerechnet werden.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 110 Mio. €, ein Rückgang von 44 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit stand eine positive Entwicklung des Beteiligungsergebnisses der ABB AG gegenüber.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der ABB AG verringerte sich von 2.215 Mio. € zum 31. Dezember 2019 auf 1.837 Mio. € zum 31. Dezember 2020.

Dieser Rückgang von 378 Mio. € resultiert wesentlich aus einer rückläufigen Entwicklung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Dieser rückläufigen Entwicklung stand ein deutlicher Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber.

Insgesamt entwickelte sich die Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2020 zufriedenstellend. Die Ertragslage blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Das Eigenkapital lag im Berichtsjahr nahezu konstant bei 694 Mio. €.

Chancen und Risiken

Die ABB AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie die deutsche ABB. Auch gelten Prognosen für die Zukunft für die ABB AG und die deutsche ABB gleichermaßen.

COVID-19 und Maßnahmen der deutschen ABB

Ein nicht alles bestimmendes, aber sehr bedeutsames Ereignis, das das ganze Jahr 2020 begleitete, war der Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Bereits von März 2020 an hat die deutsche ABB mit Maßnahmen zum Gesundheitsschutz reagiert.

Im Bereich der White-Collar-Beschäftigten wurde unkompliziert Arbeit im „Home-office“ ermöglicht und auch dringend angeraten. In Blue-Collar-Bereichen, d. h. insbesondere in der Produktion, wurden Maßnahmen zur Vermeidung von eventuellen Ansteckungen ergriffen, etwa Temperaturmessungen. Die allgemeinen Hygienevorschriften - Maskenpflicht, Vereinzelung in Bürobereichen, Absage von Präsenzveranstaltungen und stattdessen Abhaltung von virtuellen Meetings - ergänzten diese Maßnahmen.

Für Beschäftigte, die beispielsweise wegen Schul- oder KiTa-Schließungen nicht zur Arbeit erscheinen und nicht im Homeoffice arbeiten konnten, wurde es durch Umwandlung tariflicher Einmalzahlungen ermöglicht, ohne Entgelteinbußen freie Tage zu nehmen.

Nachdem bei ABB, wenn auch in geringem Umfang, die Kurzarbeit nicht mehr vermeidbar war, hat ABB einerseits mit dem Konzernbetriebsrat und andererseits mit der IG-Metall Regelungen vereinbart, die allen Betroffenen Zuschusszahlungen zum staatlichen Kurzarbeitergeld gewähren.

Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen

Die Flexibilität des Arbeitsortes spielte nicht nur im Rahmen der Pandemie eine wichtige Rolle. Vielmehr galten bei ABB schon vorher besondere Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten. Diese sind nun - unabhängig von der Pandemie, aber sicher auch unter diesem Eindruck - im Jahr 2020 weiter ausgebaut worden. Die mit der Arbeitnehmervertretung vereinbarten Regelungen zu „Flexoffice" vermitteln den Beschäftigten nun weitreichende Ansprüche auf mobiles Arbeiten. Abgesehen von betrieblich notwendigem Flexoffice insbesondere für Außendienstbeschäftigte sowie individuellen Flexoffice-Vereinbarungen für Beschäftigte, die dauerhaft an einem selbstgewählten außerbetrieblichen Ort arbeiten möchten, besteht mit dem Instrument „Flexdays" nun die Möglichkeit, an bis zu 120 Tagen im Jahr individuell an selbst gewählten, außerbetrieblichen Orten zu arbeiten.

Wie zu erwarten war, haben COVID-19 und die damit verbundenen Aufrufe zur Arbeit außerhalb der Betriebsstätten zu einer ausgesprochen hohen Akzeptanz des Instruments „Flexdays“ geführt. Es war aber auch ein nicht zu erwartender Anstieg der Anzahl der außerhalb des Betriebs erbrachten Arbeitstage in individuellem Flexoffice zu beobachten. Während in der politischen Diskussion die Thematik „Anspruch auf Homeoffice“ auf der Agenda stand, wurde dies bei ABB bereits erfolgreich umgesetzt.

Veränderungen der Organisation - Legal Entity Management und ABB Way

Die Neuaufstellung der ABB-Gruppe wurde global wie auch in Deutschland im Jahr 2020 auf unterschiedliche Weise fortgesetzt: Nach Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze im Vorjahr und der Implementierung des neuen Organisationsmodells ABB-OS™ wurden im Rahmen des zu Jahresbeginn gestarteten Projekts „Legal Entity Management" erste bislang rechtlich selbstständige Einheiten zusammengefasst sowie das ABB-Organisationsmodell unter der Überschrift „ABB Way“ konsequent weiter umgesetzt - und zwar im Sinne einer vereinfachten Unternehmensstruktur, in der die Geschäftsbereiche eigenverantwortlich handeln.

Das „Legal Entity Management"-Projekt ist auf den Zeitraum von 2020 bis 2023 angelegt. Globale Zielsetzung ist es, die Anzahl der rechtlich selbstständigen Einheiten zu minimieren. In Deutschland sollen die Mitarbeiter aus ursprünglich fast 30 rechtlichen Einheiten bis zum Jahr 2023 in unter 10 rechtlich selbstständigen Einheiten beschäftigt sein. Wichtige erste Schritte konnten bereits im Berichtsjahr umgesetzt werden. Begleitet wurden diese Veränderungsprozesse, die durch ressortübergreifende Projektteams realisiert wurden, durch zielgerichtete Kommunikation an die jeweils betroffenen Beschäftigten sowie durch Einbeziehung der Betriebspartner. Als vertrauensbildende Maßnahme wurde in diesem Kontext zwischen Konzernleitung und Konzernbetriebsrat auch eine Vereinbarung zum gemeinsamen Verständnis des Projekts abgeschlossen. Für die Beschäftigten ändert sich außer dem sogenannten „Vertragsarbeitgeber" - eben der „legal entity" - nichts. So bleiben etwa insbesondere alle Zuständigkeiten der Betriebsräte unangetastet und die Weitergeltung der Tarifverträge steht außer Frage.

Die im Spätsommer konsequent fortgesetzte Umsetzung des ABB-Organisationsmodells „ABB Way" verfolgt hingegen das Ziel, dass gemäß der globalen Unternehmensphilosophie die Geschäftsbereiche vollständig in die Lage versetzt werden, ihre Verantwortung für das Geschäft eigenständig zu übernehmen. In der Verfolgung dieser Zielsetzung wurden eine Reihe von Funktionen, die zuvor den Bereichen Corporate oder Global Business Services zugeordnet waren, auf die Geschäftsbereiche übertragen.

Kommunikation bleibt Schlüssel zum Erfolg

Um die verschiedenen Zielgruppen über die Vielzahl an Veränderungen zu informieren, wurden die bereits bewährten Kommunikationsinstrumente wie Leadership Calls, Townhall-Meetings oder Newsletter eingesetzt. Nicht nur die Veränderungsthemen wie Legal Entity Management, sondern auch Themen wie COVID-19 und Flexoffice wurden in zielgruppenspezifischen Kommunikationsmaßnahmen aufbereitet und Führungskräften wie auch Beschäftigten vermittelt, mitunter auch gemeinsam durch Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung.

Beschäftigtenstand und Ausbildung

Waren wesentliche Schritte der Transformation des ABB-Operating-Modells ABB-OS™ bereits 2019 begonnen worden, wurde diese Transformation 2020 abgeschlossen. Aktives Change-Management hat dazu geführt, dass viele von der Transformation betroffene Beschäftigte bei ABB gehalten werden konnten. Die Einheit ATraCt hat zudem mit Orientierungsdialogen für Beschäftigte und Teamworkshops für Abteilungen neue Perspektiven aufzeigen können - und der erfolgreiche Abschluss des Prozesses konnte ohne Kündigungen vollzogen werden. So konnten ABB-OS™, aber auch anderer aus strategischen Erwägungen erforderlich gewordener Personalabbau in Business-Einheiten, im Wesentlichen durch interne Umsetzungen, natürliche Fluktuation und freiwillige Maßnahmen umgesetzt werden. Von besonderer Bedeutung ist, dass auch im Jahr 2020 die Geschäftsbereiche die Bedeutung der betrieblichen Berufsausbildung herausgestellt haben und erneut eine Ausbildungsquote von nahezu 7 % erreicht werden konnte.

Gesundheit: Schützen und vorsorgen

Basierend auf den Erkenntnissen aus Datenanalysen und Beschäftigtenbefragungen hat ABB verschiedene Gesundheitsmaßnahmen zum Erhalt und zur Förderung mit Schwerpunkt mentale und physische Gesundheit angeboten.

Bedingt durch die Corona-Pandemie wurden eine Vielzahl der Angebote auf digitale Formate umgestellt und auch inhaltlich an die besondere Situation bedingt durch Telearbeit angepasst. Um insbesondere die Beschäftigten zu unterstützen, die aufgrund von COVID-19 ihren Arbeitsort hauptsächlich in die häusliche Umgebung verlagert haben, hat ABB die Angebote zur Unterstützung der Arbeit von Zuhause durch spezifische Maßnahmen erweitert. Neben der Fortführung bestehender Kooperationen mit Partnern zur psychischen Beratung und zur Sozialberatung, hat ABB mit Unterstützung einer weiteren Kooperation durch eine Online-Gesundheitsplattform das virtuelle Angebot zusätzlich ausgebaut.

Erfolgreiches Arbeitgebermarketing auch in herausfordernden Zeiten

Auch der Bereich Personalmarketing wurde stark von der Corona-Pandemie beeinflusst. Die Anzahl externer Einstellungen, insbesondere bei Studierenden und Absolventen, war entsprechend vergleichsweise gering. Zahlreiche Vor-Ort-Veranstaltungen, darunter Karrieremessen, wurden in den virtuellen Raum verlegt. In diesem Zusammenhang entstanden neue Formate, etwa der „ABB StudiTalk" für externe Studierende, Praktikanten und Werkstudierende, die auch in Zukunft fortgeführt werden.

Das Beschäftigtenempfehlungsprogramm „Firstbird“ wurde weiterhin durchgeführt. Dank ABBs Reichweite in den sozialen Netzwerken konnten insbesondere berufserfahrene Beschäftigte eingestellt werden. Im Laufe des Jahres 2021 wird hierfür eine globale Applikation eingeführt.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde der sogenannte „Open Job Market“ global ausgerollt, dessen Grundgedanke es ist, den Beschäftigten von ABB die Möglichkeit zu geben, ihre berufliche Entwicklung selbst zu gestalten, die Transparenz im Recruiting-Prozess zu erhöhen bzw. die Diversität der Bewerbungen zu steigern.

Die Leitplanken sind dabei:

Sämtliche White-Collar-Stellen müssen im ABB Global Career Portal ausgeschrieben werden.
Jeder ABB-Beschäftigte trägt selbst Verantwortung für seine berufliche Weiterentwicklung und kann sich jederzeit auf jede ausgeschriebene Stelle online bewerben.
Diverse Angebote aus den Bereichen Talent Acquisition, Learning, Talent Management sowie Talent Advancement unterstützen die ABB-Beschäftigten bei ihrer Entwicklung.

Während dies für Beschäftigte der ABB in Deutschland selbstverständlich scheint, war dies für Beschäftigte in anderen ABB-Ländern, aber auch für Beschäftigte in Deutschland mit Interesse an Tätigkeiten im Ausland, ein wichtiger Meilenstein.

Nachwuchs: Ausbilden und fördern

Die enge Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten und Partnerschulen sowie die ABB-eigene Ausbildung sind weiterhin wichtige Eckpfeiler für die Gewinnung und Förderung von Nachwuchskräften. Im Jahr 2020 konnte die Ausbildungsquote mit knapp 7 % weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Die Digitalisierung in diesem Bereich wurde gezielt ausgeweitet: Mit der ABB Career App erhielten Studierende mit Hilfe hochentwickelter Algorithmen Empfehlungen für passende Praktika oder Werkstudentenstellen bei ABB - anstatt sich wie allgemein üblich mühsam durch Angebote in Portalen navigieren zu müssen. Im dualen Studium und in der dualen Berufsausbildung gewannen Remote Learning und Digitaler Unterricht - auch aufgrund der Corona-Pandemie - weiter an Bedeutung. Wertvolle Erkenntnisse konnten hierdurch für die ortsunabhängige Ausbildung der Zukunft gewonnen werden.

Mit dem Neubau der „Lernfabrik Industrie 4.0” auf dem Gelände des Berliner Ausbildungszentrums können ab Mitte 2021 die Herausforderungen an die Ausbildung von Fachkräften, die sich aus der Digitalisierung ergeben, in besonderem Maße abgebildet werden: Diese Lernfabrik wird sukzessive mit innovativer Roboter-, Steuerungs- und Automatisierungstechnik ausgestattet werden.

Ausblick 2021

Das Thema Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen ist und bleibt wichtig. Mit „Flexoffice“ ist ein erster wichtiger Schritt getan, um den künftigen Herausforderungen - seien sie von den Beschäftigten oder aber durch andere Rahmenbedingungen gefordert - Rechnung zu tragen. Flexibilisierungen der Arbeitsumgebung innerhalb der Bürobereiche („Flexspace") wird im Rahmen „Future of work“ eine besondere Rolle spielen - denn für die Beschäftigten in Ladenburg und Mannheim wird in Mannheim ein Neubau errichtet, der all diesen Anforderungen nach neuen, aber auch herkömmlichen Arbeitsstilen und Arbeitsbedarfen gerecht werden soll. Darüber hinaus soll eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten erreicht werden.

Mit dem bedeutenden globalen Projekt „Fusion", das in den letzten Wochen des Jahres 2020 aufgelegt worden ist und bis in das Jahr 2023 hinsichtlich aller enthaltenen Einzelschritte umgesetzt werden soll, wird eine umfassende positive Nutzer-Erfahrung aller ABB-HR-Tools angestrebt: eine positive „User Experience" für Bewerber, Beschäftigte und Führungskräfte. Durch den Wechsel der Personal-Administrationssoftware und die Verwendung modernster Unterstützungssoftware - auch unter Nutzung „künstlicher Intelligenz" - wird sich ABB nach innen wie außen als „Digital Company" zu präsentieren wissen.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2020 hat ABB Deutschland 181 Mio. € in die Entwicklung innovativer neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 6 % vom Umsatz.

Die Megatrends Energiewende, Mobilitätswende, Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern die Branche in vielerlei Hinsicht. Vernetzte intelligente Geräte in der Elektrifizierung und Automatisierung bringen den Kunden von ABB neuen Mehrwert durch gesteigerte Produktivität, höhere Systemverfügbarkeiten und weitere neuartige Angebote.

Neben den Entwicklungseinheiten unserer Geschäftsbereiche bzw. Business Areas, fokussiert sich das deutsche Forschungszentrum in Ladenburg mit etwa 100 Mitarbeitern auf neue Technologien für die Transformation der Produktion und Energieverteilung.

Co-Creation aus der analogen in die digitale Welt verlagert

Mit der Technologie wandelt sich auch ihr Entwicklungsprozess. Die Kunden wollen immer schneller erste Lösungen sehen, die Entwicklung wird daher immer agiler. Dem wird ABB gerecht, indem das Unternehmen stark auf Co-Creation setzt, also schon früh im Prozess gemeinsam mit den Kunden Lösungen erarbeitet. Dazu kollaborieren die ABB-Einheiten, ebenso wie das Forschungszentrum, eng mit dem ABB Customer Experience (ACE) Center. Die Experten des ACE orchestrieren für die F&E-Abteilungen und ABB-Geschäftseinheiten sowie deren Kunden und Partner maßgeschneiderte Co-Creation-Workshops.

Obwohl persönliche Treffen nur schwer zu ersetzen sind, bietet ABB aufgrund der sich verändernden Arbeitssituation seit März 2020 auch virtuelle Co-Creation-Workshops an. Interaktive, digitale Whiteboards und angepasste Moderationstechniken ermöglichen es, ohne Qualitätseinbußen kreativ und effektiv zusammenzuarbeiten. Die erarbeiteten Ergebnisse sind bereits digitalisiert und können für künftige agile Folgesitzungen, die Entwicklung von Prototypen und ähnliche Zwecke direkt genutzt werden. Das stärkt die Nachhaltigkeit des Prozesses insgesamt.

Projektbeispiel: Kombination von Domänenwissen mit Methoden der künstlichen Intelligenz

FLEMING ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt unter Führung von ABB, das flexible Monitoring- und Regelsysteme für die Energie- und Mobilitätswende im Verteilnetz mithilfe von Künstlicher Intelligenz untersucht.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Zukunft des Verteilnetzes. Auf der Erzeugerseite ersetzen bereits heute erneuerbare Energien einen großen Teil der konventionellen Energieerzeugung. Die aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne erzeugte Energie ist stark wetterabhängig - die Stromproduktion schwankt also. Dies kann zu einem unterschiedlichen Angebot an verfügbarer Energie führen.

Gleichzeitig stehen wir vor einer Dezentralisierung der Energieerzeugung. Auf der Nachfrageseite wird die Elektromobilität zu höheren Verbrauchsspitzen und einem höheren Energiebedarf führen. Die Kombination dieser Entwicklungen führt zu einem immer stärker bidirektionalen Energiefluss - eine große Herausforderung für das Verteilnetz, insbesondere für Mittelspannungsschaltanlagen.

Um kritische Ausfälle zu verhindern, sind verbesserte Wartungsstrategien notwendig. Für eine hohe Versorgungssicherheit bei gleichzeitig möglichst geringen Kosten ist eine genaue Kenntnis des Netzzustands notwendig. Mit neuartigen Sensoren, die sowohl elektrische als auch mechanische Auffälligkeiten in Schaltanlagen erfassen, werden wir in Zukunft den Zustand einiger der kritischsten Komponenten des Verteilungsnetzes kontinuierlich überwachen können.

Das Projekt FLEMING untersucht insbesondere das Zusammenspiel von neuartigen Sensoren und den Algorithmen des Maschinellen Lernens für die komplexe Zustandsüberwachung von Netzkomponenten. Dabei werden Simulationen genutzt, um die Algorithmen trotz eingeschränkter Datengrundlage bei den Fehlerbildern zu trainieren. Für die Simulation ist die Domänenkompetenz, also das Expertenwissen zu Schaltanlagen und Sensorik, essenziell, welches in FLEMING mit Expertise von ABB im Bereich industrieller künstlicher Intelligenz verknüpft wird.

Im Ergebnis zeigen wir eine Möglichkeit auf, wie die bestehende Infrastruktur des Mittelspannungsnetzes die neuen Anforderungen durch die Energie- und Mobilitätswende auf wirtschaftliche Weise adaptieren kann.

Akademische Kooperationen

Neben öffentlich geförderten Verbundprojekten kooperiert ABB noch in weiteren Formen mit Universitäten. Aktuell hat beispielsweise eine ABB-Forscherin eine Kooperationsprofessur an der TU Darmstadt inne. Mitarbeiter des Forschungszentrums halten zudem an weiteren Hochschulen Vorlesungen und Seminare, zum Beispiel am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), an der Universität Mannheim oder der SRH-Hochschule in Heidelberg.

Des Weiteren engagiert sich ABB in relevanten Transferaktivitäten, wie seit dem Jahr 2020 z. B. in dem vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, dem KIT Karlsruhe und dem Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI) gegründeten Kompetenzzentrum KI-Engineering (CC-KING) in Karlsruhe, um den Transfer akademischer Forschung schneller in Lösungen von ABB umzusetzen.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement

ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten, Serviceleistungen und Systemlösungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.

Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen und weiterer bindender Verpflichtungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.

Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standard-Reporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.

Chancenlage der ABB:

Chancen durch globalen Marktauftritt

Der ABB AG und ihren Tochtergesellschaften bieten sich aufgrund ihres breiten und in vielen Arbeitsgebieten zur Branchenspitze gehörenden Portfolios gute Chancen für die Zukunft. Hierbei ist insbesondere die Fähigkeit hervorzuheben, durch die Zugehörigkeit zum weltweit agierenden ABB-Konzern, globale Kunden auf breiter Basis weltweit zu bedienen. Eine Vielzahl von Märkten lässt sich durch das breit aufgestellte Angebotsspektrum bedienen. Die internationale Ausrichtung des globalen ABB-Konzerns trägt dazu bei, international agierende Kunden in ihrem jeweiligen Marktumfeld mit Lösungen versorgen zu können.

Chancen und Risiken bestehen grundsätzlich in der aktuellen Marktentwicklung und der globalen Unsicherheit über die weitere geopolitische Entwicklung. Das Investitionsverhalten der Kunden unterliegt teilweise großen Schwankungen. Eine mögliche Stabilisierung und Beruhigung der Märkte ist momentan schwer einzuschätzen. Ein Anziehen der Märkte, in stärkerem Umfang als erwartet, bietet das Potenzial, die Auftragsbestände, die Umsätze und die Auslastung zu erhöhen. Ein Ausbleiben der erwarteten Nachfrage führt zu Schwierigkeiten in diesen Bereichen. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen zur Geschäftserwartung in unseren Geschäftsbereichen.

Ein Instrument zur Erweiterung des Produktportfolios und zur Schließung von Angebotslücken sind Akquisitionen. In den letzten Jahren hat der globale ABB-Konzern mit einigen Akquisitionen eine Ausweitung der Angebotspalette vorgenommen. Auch das Einbringen des Stromnetze-Geschäfts in ein Joint-Venture mit Hitachi ist als Maßnahme zur Bereinigung des Angebotsportfolios zu werten. Für die deutsche ABB ergeben sich Chancen, insbesondere durch die damit verbundene strategische Ausrichtung auf die für ABB wichtigen Wachstumsfelder in der Automatisierung und der Digitalisierung.

In diesem Kontext sind auch die Verlagerung und Bündelung bestimmter betrieblicher Funktionen zu sehen. Zentrale Aktivitäten wie Einkauf und Dienstleistungen in den Bereichen Finance, Human Resources und Information Systems werden von ABB an zentralen Stellen gebündelt. Hierdurch sollen Kosten gesenkt und Wettbewerbspositionen gestärkt werden.

Chancen durch Innovation

Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Produkten, Serviceleistungen und Systemlösungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Portfolios eine zentrale Rolle zu, um damit auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich einen beträchtlichen Teil unserer Umsatzerlöse in Forschung und Entwicklung.

Als innovatives Unternehmen arbeiten wir ständig an neuen Technologien, von denen wir erwarten, dass sie Lösungen für die Anforderungen der aktuellen Megatrends liefern. Dazu gehören der Umgang mit Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung. In unseren Ausführungen zu Forschung und Entwicklung skizzieren wir einige Felder, auf denen wir tätig sind und auf denen wir für unsere Kunden und Partner innovative Lösungen erarbeiten.

Durch unsere führende Rolle in der Technologieentwicklung sehen wir erhebliche Chancen, zusätzliches Volumen zu generieren. Durch innovative digitale Produkte, Serviceleistungen und Systemlösungen wird unsere Geschäftsentwicklung profitieren. Wir sehen Wachstumschancen darin, durch Innovation den Zugang zu neuen Märkten und Kunden zu erschließen. Unsere Fokussierung auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung ermöglicht uns, Mehrwert für unsere Kunden zu liefern.

Chancen durch Risikomanagement

Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der globalen Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.

Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.

Das einheitliche Verständnis des Chancen- und Risikomanagements wird zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert - die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert.

Die ABB AG und ihre Tochtergesellschaften sind außerdem in das globale ABB-Enterprise-Risk-Management-Programm eingebunden. Dies ist ein von der globalen ABB-Konzernleitung koordinierter Prozess, in dem strategische, operative und finanzielle Risiken erfasst und bewertet werden. Alle identifizierten Risiken werden nach vorgegebenen Kriterien mit Bezug auf die mögliche Auswirkung, die Wahrscheinlichkeit des Eintritts sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt klassifiziert. Für die ABB ist dieser Prozess ein wichtiger Bestandteil im Risikomanagement, da allen Risiken Maßnahmen und verantwortliche Personen zugeordnet werden, mit denen die Risiken vermieden oder in ihrer Wirkung reduziert werden können.

Beurteilung der Chancenlage

Insgesamt sehen wir die ABB in Deutschland sehr gut aufgestellt, um aus dem chancenorientierten Umgang mit Risiken Wachstum und Profitabilität zu realisieren.

Risikofelder der ABB:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken. Aber auch disruptive Veränderungen, beispielsweise durch die aktuelle Pandemie, führen zu Risiken, die ein Unternehmen bewältigen muss.

Beschaffungspreisrisiken

Die Entwicklung der Rohstoffpreise, beispielsweise bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielsweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten und die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen, sowie der bewusste Umgang mit Konfliktstoffen, um den zunehmenden Auswirkungen auf Beschaffungs- und Prozesskosten aktiv entgegenzuwirken.

Absatzpreisrisiken

Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns ständigem Margendruck gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

Risiken der Auftragsabwicklung

Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.

Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken bereits im Vorfeld der Angebotsabgabe, wird die Grundlage für eine optimale Projektabwicklung gelegt. Aufgrund der Langfristigkeit der Auftragsabwicklung und der oft erforderlichen Spezifikationsänderungen setzt ABB auf ein systematisches und umfassendes Projektmanagement, um Risiken in den Aufträgen zu minimieren. Durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews - auf Basis aktueller Auftragskalkulationen - wird die Auftragsplanung ständig aktualisiert. Risiken werden laufend überwacht und bei Bedarf auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.

Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen. Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.

Produktionsrisiken

Auslastungsschwankungen in der Produktion können durch entsprechende flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.

Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Standortbezogen ist ein Business- Continuity-Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Hierin werden auch Abhängigkeiten zu den Hauptlieferketten und zwischen einzelnen Produktionsstandorten untersucht, um mögliche Auswirkungen von Ausfällen frühzeitig erkennen zu können.

Umweltrisiken

Innerhalb des deutschen ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen und Umweltverordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus erfüllt unser Integriertes Management-System auch die Anforderungen nach DIN EN ISO 9001, OHSAS 18001/DIN EN 45001, DIN EN ISO 50001 bzw. DIN EN 16247-1 und wird in spezifischen Geschäftsbereichen mit Kundenstandards, wie z. B. für die Bahn- und Automobilindustrie, ergänzt.

Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits, aber auch externen Audits durch Kunden sowie unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung von bindenden Verpflichtungen und den damit verbundenen gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß diesen konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein integriertes Mahnwesen begrenzt. ABB Deutschland hat einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern.

Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereitgestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.

Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und deren Einstufung als „politisch riskant" basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.

Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns offenstehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controlling-Prozesses.

Risiko-Faktor COVID-19

Die Pandemie COVID-19 hatte im Geschäftsjahr 2020 deutliche Auswirkungen in nahezu allen Ländern weltweit. Aufgrund von Unterschieden in der Verbreitung der Krankheit sowie unterschiedlicher politischer Maßnahmen variierten die Auswirkungen erheblich zwischen Regionen und Branchen. Eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Ausbreitung der Krankheit ist äußerst schwer vorzunehmen.

ABB hat frühzeitig auf den Ausbruch der Pandemie COVID-19 reagiert. Mit Maßnahmen im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz und der frühzeitigen Ermöglichung von Homeoffice konnte die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten und damit die Leistungsfähigkeit von ABB auf einem hohen Niveau gehalten werden. Eine Schließung von Betrieben ließ sich durch angepasste Hygienekonzepte erfolgreich vermeiden. ABB nutzte in geringem Umfang das Instrument der Kurzarbeit, um auf Schwankungen in Nachfrage und Auslastung zu reagieren.

Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf resultierten überwiegend aus kundenseitiger Zurückhaltung bei Investitionen und Auftragsvergabe sowie einzelnen Stornierungen von Aufträgen. ABB musste sich darüber hinaus auch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten anderer Marktteilnehmer auseinandersetzen. Auf Lieferantenseite musste die Versorgungssicherheit gewahrt bleiben. Dabei waren große Unterschiede in den einzelnen Branchen zu beobachten.

Durch die Einrichtung von Krisenteams an den Standorten von ABB sowie in den Geschäftseinheiten wurden die Auswirkungen von COVID-19 frühzeitig analysiert und erfasst. Es konnten frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen und überwacht werden, um die Gesundheit der Beschäftigten und die Aufrechterhaltung des Geschäfts sicherzustellen.

Sonstige Risiken

Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Unternehmen im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.

Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Diese Maßnahmen sind nach unserem Dafürhalten geeignet, den beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.

Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Arbeitsschutzmanagementsysteme nach DIN EN ISO 18001/45001 eingeführt, zertifiziert und Bestandteil eines übergeordneten Integrierten Managementsystems. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind Voraussetzungen für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität.

Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.

Sowohl der globale ABB-Konzern wie auch die einzelnen Gesellschaften in den Ländern halten sich strikt an außenwirtschaftsrechtliche Beschränkungen und Sanktionen. Sie haben entsprechende Verfahren und Verantwortlichkeiten festgelegt. Zunehmende oder sich kurzfristig ändernde Vorgaben und gesetzliche Regelungen stellen dabei eine große Herausforderung bei der Umsetzung dar.

Die digitale Transformation wurde im Jahr 2020 zur greifbaren Realität und im Zuge der Corona-Pandemie immens beschleunigt. Die damit verbundene Homeoffice-Situation ist für ABB, ebenso wie für viele andere Unternehmen, eine Herausforderung. Aus Sicht der IT und des Informationsschutzes galt und gilt es, die dadurch entstehenden Risiken zu managen und wo immer möglich zu reduzieren. Durch klare Weisungen und Vorgaben im Rahmen des Informationsschutzes, welche sich an der Sicherheitsnorm ISO / IEC 27001 ausrichten, hat ABB einen für alle Mitarbeiter gültigen Rahmen geschaffen, der klare Vorgaben macht und dadurch das vermehrte Arbeiten von zu Hause ermöglicht. Den stetig wachsenden Herausforderungen aufgrund von Phishing und anderen Cyber-Bedrohungen tritt ABB mit gezielten Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter sowie mit entsprechenden technischen und organisatorischen Maßnahmen entgegen.

Datenschutz ist bei ABB ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse. Das weltweite Datenschutzsystem der ABB-Gruppe, das ABB Privacy Management Tool, welches als Bestandteil des Konzernprogramms zur Umsetzung der DSGVO implementiert wurde, ist fester Bestandteil des Integrierten Management Systems (IMS). Dies beinhaltet insbesondere Datenschutzsysteme in Bezug auf die Einhaltung der Rechenschaftspflicht, wie ein elektronisches Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten mit integrierten Genehmigungsprozessen, Risikoanalyse und ggfs. Datenschutz-Folgeabschätzungen sowie ein System zur Steuerung der Datenschutzhinweise zur Erfüllung des Transparenzgebots (Informationspflichten). Ferner gibt es ein System zur Behandlung der Anträge der betroffenen Personen nach der DSGVO. Die Datenschutzorganisation der ABB-Gruppe unterliegt ständigen Anpassungen an die geänderten Konzernstrukturen und wird auch innerhalb der deutschen ABB dementsprechend angepasst.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr, als die ABB Ltd, Zürich/ Schweiz, durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U. S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.

Geschäftserwartung

Erwartung der Geschäftsbereiche in Deutschland

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 wurden nicht vollständig erreicht. Auftragseingänge und Umsatzerlöse blieben vor allem auch aufgrund der in weiten Teilen des Jahres herrschenden Pandemiebeschränkungen hinter den Zielen und den Vorjahreswerten zurück. Dadurch konnte auch das angestrebte Ergebnis vor Ertragsteuern nicht erreicht werden. Die Zahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende lag hingegen auf dem erwarteten Niveau.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir eine stabile Geschäftsentwicklung mit Auftragseingängen und Umsatzerlösen leicht über dem Geschäftsjahr 2020. Aufgrund der eingeleiteten oder schon umgesetzten Maßnahmen gehen wir für 2021 von einer leichten Steigerung des Ergebnisses vor Ertragsteuern aus. Die Anzahl der Mitarbeiter sollte weitestgehend stabil bleiben.

Geschäftsbereich Antriebstechnik

Der Geschäftsbereich Antriebstechnik blickt vorsichtig optimistisch in das Jahr 2021. Mit einer Erholung der Einzelbereiche auf ein Niveau vor der Pandemie kann zwar im Jahr 2021 noch nicht gerechnet werden, jedoch sind erste positive Tendenzen im Markt erkennbar. Dies gilt insbesondere für das exportabhängige OEM-Geschäft aufgrund anziehender Nachfrage außereuropäischer Endkundenmärkte. Das zu erwartende Auftragsvolumen bei Infrastrukturprojekten und im Bereich Transport sollte sich wieder auf dem Vorjahresniveau bewegen.

Im Jahr 2021 wird das aussichtsreiche Channel-Partner-Programm ausgeweitet werden. In den Segmenten Wasser und Abwasser, Nahrungsmittel sowie Wind und Chemie liegt der Fokus auf einer optimierten Marktdurchdringung.

Geschäftsbereich Elektrifizierung

Das Berichtsjahr 2020 war für die Entwicklung des Geschäftsbereichs Elektrifizierung durch die Einflüsse der Pandemie geprägt. In den einzelnen Sektoren des Geschäftsbereichs zeigte sich dies jedoch in unterschiedlicher Art und Weise. Das Gebäudesegment konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich wachsen. Insbesondere der Wohnbau zeigte eine überaus positive Entwicklung. Für das Jahr 2021 wird im Gebäudesegment eine stabile Entwicklung mit leichtem Wachstum erwartet.

Die übrigen Geschäftsfelder spürten im Jahr 2020 die Auswirkungen der Pandemie deutlich. Für das Jahr 2021 wird im Industriesektor insgesamt eine leicht positive Entwicklung erwartet. Der Maschinenbau als Leitbranche rechnet nach Angaben des VDMA für 2021 mit einer Konsolidierung. Gute Wachstumsaussichten haben die Geschäfte der Ladeinfrastruktur im Bereich der Elektromobilität. In diesem Segment wird mit einem weiter zunehmenden Bedarf gerechnet. Hieraus ergeben sich ebenfalls für die Mittelspannungsprodukte neue Wachstumschancen.

ABB hat sich bei Paketlösungen, bei der Ladeinfrastruktur wie auch Mittelspannungsprodukte zum Einsatz kommen, eine gute Marktposition erarbeitet. Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Geschäftsvolumen bleibt signifikant. Aufgrund der unsicheren weltwirtschaftlichen Gesamtsituation ist an dieser Stelle von einer konstanten Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr auszugehen.

Geschäftsbereich Industrieautomation

Der Bereich Turbocharging erwartet im Geschäftsjahr 2021 ein leichtes Wachstum im stationären (Biogas-) Segment. Dagegen zeigt sich der Marine-Markt weiterhin volatil. Die Anzahl der von deutschen Reedern betriebenen Schiffe reduziert sich und Servicearbeiten werden zunehmend in Asien durchgeführt. Die Umsätze aus der Kreuzfahrtbranche werden sich vermutlich erst nach der Pandemie erholen. Aufträge im Bestand pausieren mit der Folge, dass neue Projekte verschoben wurden. Die Marktlage bleibt angespannt und zeigt keine positiven Entwicklungstendenzen.

Im Bereich Energy Industries erwarten wir unterschiedliche Entwicklungen. Aufgrund der großen installierten Basis ist im Service mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen. Bis sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder stabilisiert haben, wird der Markt für Neubauprojekte dagegen weiter eher rückläufig sein. Die Einschränkungen durch die Pandemie haben den Trend zur Digitalisierung wesentlich beschleunigt. Dadurch entstehen Chancen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die mittelfristig Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Ein zusätzlicher Impuls wird durch die großen Investitionsanstrengungen im Bereich Klimaschutz und Energiemanagement erwartet.

Der Bereich Prozessindustrie wurde von den Entwicklungen im Berichtsjahr 2020 stark beeinträchtigt. Große Investitionen in den Segmenten Mining & Metals sind ausgeblieben. Für das Geschäftsjahr 2021 ist aufgrund der weiter bestehenden Unsicherheiten nicht mit einer durchgreifenden Erholung zu rechnen. Überkapazitäten im Segment Metals sollten zu einer Marktkonsolidierung führen. Im Segment Mining wird in den kommenden Jahren ein geringes Wachstum erwartet. Das Segment Pulp & Paper zeigte eine stabile Nachfrage im Berichtsjahr 2020 und geht mit einer positiven Erwartung in das Geschäftsjahr 2021.

Der Markt im Bereich Measurement & Analytics war im Jahr 2020 mehrfach negativ beeinträchtigt. Ein niedriger Ölpreis, ein schwacher Exportmarkt Amerika und die deutlich gesunkene Nachfrage in der Automobilindustrie führten zu schwachen Resultaten. Eine eindeutige Trendwende wäre wichtig für eine entscheidende Erholung im Jahr 2021. Es ist daher davon auszugehen, dass weitere Maßnahmen notwendig sein werden, um den Bereich nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen.

Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation

Das Berichtsjahr 2020 war im Bereich Robotik & Fertigungsautomation stark geprägt durch die Pandemie und den damit einhergehenden Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen. Vor allem in der Automobil- und Zulieferindustrie, in der bereits vor der Corona-Krise eine schwächere Nachfrage und ein hoher Wettbewerbsdruck zu verzeichnen waren, gab es Verschiebungen von Investitionsentscheidungen sowie Anpassungen der Investitionspläne. Dem Nachfragerückgang in diesem Marktsegment stand Wachstum in einzelnen Branchen der Allgemeinindustrie und Konsumgüterindustrie gegenüber. Dieses Wachstum konnte jedoch nur teilweise kompensierend wirken.

Die Unsicherheiten bzgl. der Nachfrageentwicklung sowie die Auswirkungen anhaltender Lockdown-Maßnahmen werden das Investitionsverhalten auch im Geschäftsjahr 2021 beeinflussen. Der kurzfristige Ausblick für 2021 bleibt verhalten. Mittelfristig sind die Aussichten im Bereich Robotik & Fertigungsautomation aber unverändert und sehr positiv. Der Trend zur Automatisierung auch außerhalb der Automobilindustrie wird weiterhin zunehmen und könnte pandemiebedingt mittelfristig auch eine Beschleunigung erfahren.

Chancen ergeben sich beispielsweise durch den stark zunehmenden Einsatz kollaborativer Roboter in der Produktion. Applikationen zur Fernwartung und zu virtuellen Inbetriebnahmen können die zunehmende Digitalisierung und den Trend zu Homeoffice unterstützen. Auch werden der Ausbau der Elektromobilität sowie flexible Produktionskonzepte in der Automobilindustrie mittelfristiges Wachstumspotenzial eröffnen.

Mannheim, den 26. März 2021

ABBAG

Der Vorstand

Ochsner

Zumkeller

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand und tagte im Jahr 2020 pro Quartal einmal in ordentlicher Sitzung.

Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung in den vier Geschäftsbereichen bzw. Business Areas Robotik & Fertigungsautomation (RA), Elektrifizierung (EL), Industrieautomation (IA) und Antriebstechnik (MO) jeweils einschließlich des Servicegeschäfts im Vordergrund der Erörterungen. Weitere Schwerpunkte bildeten die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesellschaft und die diesbezüglichen Maßnahmen und Vorkehrungen, die Umsetzung des Verkaufs des Stromnetze-Geschäfts an das Joint Venture mit Hitachi, der zum 01. Juli 2020 (Closing) planmäßig abgeschlossen werden konnte, sowie die Neuausrichtung des ABB-Konzerns unter dem neuen ABB Operating System (ABB-OSTM) bzw. gemäß dem neuen ABB Way und die im Jahr 2020 begonnene Straffung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen im Rahmen des globalen Projekts Legal Entity Management (LEM).

Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung auch über etwaige Compliance-Fälle und den Stand des Compliance-Programms und damit zusammenhängende Fragen, insbesondere zu dem Compliance-Fall in dem südafrikanischen Projekt Kusile der Division Industrieautomation Energy Industries (IAEN).

In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr dreimal. Der Ausschuss nach § 27 III MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrats dem Gesamtaufsichtsrat.

Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 26. März 2021 gebilligt und damit festgestellt.

Da die ABB AG nach der Abspaltung des Stromnetze-Geschäfts per 04. November 2019 die Schwelle von 10.000 eigenen und zugerechneten Mitarbeitern unterschritt, hat der Vorstand der ABB AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden durch Beschluss vom 07. November 2019 ein Statusverfahren zur Verkleinerung des Aufsichtsrats auf die nach dem MitbestG vorgesehene Größe von 12 Mitgliedern eingeleitet. Demnach dauerte die Amtszeit in der bisherigen 16-köpfigen Zusammensetzung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der ABB AG im direkten Anschluss an die Sitzung des Aufsichtsrats am 27. März 2020 an. Danach war der Aufsichtsrat für eine neue fünfjährige Amtszeit mit jeweils 6 Mitgliedern des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer zu besetzen. Die Arbeitgebervertreter wurden per Beschluss in der genannten Hauptversammlung am 27. März 2020 ernannt. Die Arbeitnehmervertreter wurden durch Beschluss des Amtsgericht Mannheim vom 06. April 2020 mit Wirkung ebenfalls zum 27. März 2020 gerichtlich bestellt.

In der Sitzung des ersten Quartals 2020 am 27. März 2020 beschloss der Aufsichtsrat über die Vereinbarung mit Herrn Hans-Georg Krabbe zu dessen einvernehmlichen Ausscheiden aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2020.

In der Sitzung des zweiten Quartals 2020 am 26. Juni 2020 beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Markus Ochsner mit Wirkung ab dem 01. Januar 2021 für die Dauer von drei Jahren (01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023) weiterhin zum Mitglied des Vorstands sowie als Nachfolger von Herrn Krabbe zum Vorstandsvorsitzenden zu bestellen.

In der Sitzung des letzten Quartals 2020 am 17. Dezember 2020 beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Alexander Zumkeller mit Wirkung ab dem 01. Januar 2021 zum Mitglied des Vorstands und zum Arbeitsdirektor zu bestellen.

Mannheim, den 26. März 2021

Bernhard Jucker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Konzernbilanz

ABB AG

Aktiva in Tsd.€

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
A. Anlagevermögen (3)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 11.879 14.707
II. Sachanlagen 234.385 235.608
III. Finanzanlagen 5.813 5.811
Summe 252.077 256.126
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 699.883 920.879
Verrechnete Kundenanzahlungen -346.655 -552.654
353.228 368.225
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 338.257 270.495
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (5,6) 907.174 1.319.168
3. Sonstige Vermögensgegenstände (5) 34.896 42.137
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (6) 8.631 5.617
Summe 1.642.186 2.005.642
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.123 1.179
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (7) 19.421 29.019
Bilanzsumme 1.914.807 2.291.966

Passiva in Tsd.€

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
A. Eigenkapital (8)
I. Gezeichnetes Kapital (9) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklagen (9) 57.131 57.131
III. Gewinnrücklagen (10) 172.279 -35.573
IV. Bilanzgewinn 120.921 368.297
Summe 517.831 557.355
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (11) 14.993 12.897
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 150.424 132.157
2. Steuerrückstellungen (13) 23.365 20.269
3. Sonstige Rückstellungen (14) 568.315 448.831
Summe 742.104 601.257
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 41 46
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 441.261 727.078
Verrechnet mit Vorräten -346.655 -552.654
94.606 174.424
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 138.711 143.875
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (6, 15) 321.341 735.262
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 77.658 61.272
Summe 632.357 1.114.879
E. Rechnungsabgrenzungsposten 7.522 5.289
F. Passive latente Steuern (16) - 289
Bilanzsumme 1.914.807 2.291.966

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG

in Tsd.€ Anhang 2020 2019 vergleichbar * 2019
1. Umsatzerlöse (21) 2.961.984 2.863.350 2.983.648
2. Bestandsveränderungen -226.404 -85.693 -79.256
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.109 3.597 3.603
4. Sonstige betriebliche Erträge (22) 85.810 130.638 139.449
5. Gesamtleistung 2.824.499 2.911.892 3.047.444
6. Materialaufwand (23) -1.352.643 -1.375.742 -1.451.405
7. Personalaufwand (24) -694.207 -691.330 -727.849
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (26) -40.523 -48.031 -49.399
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -581.371 -566.078 -586.340
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 155.755 230.711 232.451
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (28) 817 38.750 31.758
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen - - -3.654 -3.645
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28) -15.513 -3.091 -3.085
14. Ergebnis vor Ertragsteuern 141.059 262.725 257.479
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (29) -25.665 -14.685 -14.638
(davon latente Steuern) (289) (-837) (-837)
16. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (29) -46.941 -63.842 -63.842
17. Ergebnis nach Ertragsteuern 68.453 184.198 178.999
18. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (30) -109.825 -138.839 -133.640
19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme -41.372 45.359 45.359
20. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 370.145 322.934 322.938
21. Einstellung in die Gewinnrücklagen (10) -207.852 - -
22. Bilanzgewinn 120.921 368.293 368.297

* vgl. dazu Erläuterungen im Konzernanhang, Ziffer 1

Konzern-Kapitalflussrechnung

ABB AG

in Tsd.€ 2020 2019
1. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 68.453 178.999
2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 40.523 53.044
3. Veränderungen der Rückstellungen 140.847 -88.361
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -69.712 -125.058
5. Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -14.558 -14.120
6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen 14.997 -25.230
7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -82.582 20.069
8. Veränderung sonstiger Aktiva 56.672 -86.970
9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen -79.818 8.255
10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -3.522 -15.589
11. Veränderung sonstiger Passiva 28.197 -4.951
12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions-/Desinvestitionstätigkeit im Deckungsvermögen 10.020 68.552
13. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 109.517 -31.360
14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 38.077 27.653
15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -53.738 -56.095
16. Einzahlungen aus Abgängen von Deckungsvermögen 146.774 63.455
17. Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen -91.489 -6.949
18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 39.624 28.064
19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft -133.640 -4.457
20. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -133.640 -4.457
21. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (= Summe Zeilen 13, 18, 20) 15.501 -7.753
22. Veränderungen des Finanzmittelfonds auf Grund von Veränderungen des Konsolidierungskreises - -64.356
23. Finanzmittelfonds am 01.01. 542.075 614.184
24. = Finanzmittelfonds am 31.12. vor Ergebnisübernahme * 557.576 542.075
25. Ergebnisübernahme 31.12. -109.825 -133.640
26. = Finanzmittelfonds am 31.12. nach Ergebnisübernahme (= Bilanzausweis) 447.751 408.435

* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf Ziffer 6 des Konzernanhangs

Segmentberichterstattung

ABB AG

Segmentberichterstattung per 31.12.2020

Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Industrieautomation Robotik & Fertigungsautomation
in Tsd.€ 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 506.307 513.308 228.291 322.115
Außenumsatz 525.059 577.972 290.575 287.234
Interner Umsatz 14.238 14.525 8.702 8.585
Gesamtumsatz 539.297 592.497 299.277 295.819
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 31.965 34.471 12.965 11.545
Restrukturierungsaufwendungen -30.874 -59 -4.701 -2.748
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 1.091 34.412 8.264 8.797
Abschreibungen auf Sachanlagen * -4.090 -3.921 -1.400 -4.403
Investitionen in Sachanlagen * 3.286 4.739 3.155 1.317
Zinserträge 7 6.220 - -
Zinsaufwendungen -1.619 -428 -92 -45
Segmentvermögen 381.693 451.666 50.744 49.113
Segmentverbindlichkeiten 265.466 274.263 50.744 44.714
Zahl der Mitarbeiter 2.045 2.022 597 633
Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Antriebstechnik Elektrifizierung
in Tsd.€ 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 358.410 333.963 1.819.724 1.625.448
Außenumsatz 259.350 286.532 1.565.791 1.523.585
Interner Umsatz 8.710 6.140 250.881 193.641
Gesamtumsatz 268.060 292.672 1.816.672 1.717.226
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 18.784 18.395 184.537 190.894
Restrukturierungsaufwendungen -1.355 -285 -22.586 -21.888
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 17.429 18.110 161.951 169.006
Abschreibungen auf Sachanlagen * -385 -375 -29.205 -32.256
Investitionen in Sachanlagen * 580 979 39.275 36.363
Zinserträge -228 2.204 10 3.393
Zinsaufwendungen -3.301 331 -5.259 -2.017
Segmentvermögen 22.459 35.900 831.555 685.864
Segmentverbindlichkeiten 8.889 28.915 643.440 475.875
Zahl der Mitarbeiter 437 369 4.263 4.334
Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Stromnetze Sonstige Einheiten/ Konsolidierung
in Tsd.€ 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- ---
Auftragseingang - 132.932 -237.428 -82.135
Außenumsatz - 132.263 321.209 176.062
Interner Umsatz - 86 136.575 142.748
Gesamtumsatz - 132.349 457.784 318.810
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung - -4.778 -40.853 49.186
Restrukturierungsaufwendungen - - -6.823 -17.254
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung - -4.778 -47.676 31.932
Abschreibungen auf Sachanlagen * - -1.820 -5.443 -6.624
Investitionen in Sachanlagen * - 2.059 7.440 13.230
Zinserträge - -6.515 1.028 26.456
Zinsaufwendungen - -123 -5.242 -803
Segmentvermögen - - 628.356 1.069.423
Segmentverbindlichkeiten - - 428.437 918.230
Zahl der Mitarbeiter - - 611 777
Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Konzern
in Tsd.€ 2020 2019
--- --- ---
Auftragseingang 2.675.304 2.845.631
Außenumsatz 2.961.984 2.983.648
Interner Umsatz 419.106 365.725
Gesamtumsatz 3.381.090 3.349.373
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 207.398 299.713
Restrukturierungsaufwendungen -66.339 -42.234
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 141.059 257.479
Abschreibungen auf Sachanlagen * -40.523 -49.399
Investitionen in Sachanlagen * 53.736 58.687
Zinserträge 817 31.758
Zinsaufwendungen -15.513 -3.085
Segmentvermögen 1.914.807 2.291.966
Segmentverbindlichkeiten 1.396.976 1.741.997
Zahl der Mitarbeiter 7.953 8.135

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Segmentberichterstattung per 31.12.2020

Auftragseingang und Umsatz nach Regionen

Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Industrieautomation Robotik & Fertigungsautomation
in% 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 54 58 76 78
Europa * 31 26 17 17
Amerika 4 4 1 2
Asien 11 11 6 3
Afrika - 1 - -
Sonstige Regionen - - - -
Umsatz
Deutschland 58 48 75 74
Europa * 27 34 21 8
Amerika 5 12 1 6
Asien 9 6 3 11
Afrika 1 - - 1
Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Antriebstechnik Elektrifizierung
in% 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 85 95 62 64
Europa * 7 1 24 20
Amerika 4 1 3 4
Asien 4 3 10 11
Afrika - - 1 1
Sonstige Regionen - - - -
Umsatz
Deutschland 82 83 62 60
Europa * 11 11 24 24
Amerika 2 2 3 4
Asien 5 4 10 11
Afrika - - 1 1
Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Stromnetze Sonstige Einheiten / Konsolidierung
in% 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland - 74 108 213
Europa * - 35 -14 -140
Amerika - 7 - -1
Asien - -24 -1 26
Afrika - 7 7 2
Sonstige Regionen - 1 - -
Umsatz
Deutschland - 32 -612 402
Europa * - -11 295 -296
Amerika - 5 1 -1
Asien - 60 347 -7
Afrika - 14 69 2
Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Konzern
in% 2020 2019
--- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 62 65
Europa * 25 24
Amerika 3 3
Asien 10 7
Afrika - 1
Sonstige Regionen - -
Umsatz
Deutschland 55 54
Europa * 27 27
Amerika 3 6
Asien 13 12
Afrika 2 1

* Ohne Deutschland

Konzern-Eigenkapitalspiegel

ABB AG

Mutterunternehmen Konzerneigenkapital
in Tsd.€ Gezeichnetes Kapital * Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapital Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2018 167.500 51.046 118.170 320.845 657.561 657.561
Übrige Veränderungen 1) - 6.085 -153.743 2.093 -145.565 -145.565
Jahresergebnis - - - 45.359 45.359 45.359
Stand am 31.12.2019 167.500 57.131 -35.573 368.297 557.355 557.355
Übrige Veränderungen 2) - - - 1.848 1.848 1.848
Jahresergebnis - - - -41.372 -41.372 -41.372
Gewinnrücklagen 3) - - 207.852 -207.852 - -
Stand am 31.12.2020 167.500 57.131 172.279 120.921 517.831 517.831

* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien

1) Die übrigen Veränderungen enthalten im Wesentlichen den Verkauf des Geschäftsbereichs Stromnetze.

2) Die übrigen Veränderungen enthalten im Wesentlichen Effekte aus Verschmelzungen von Konzerngesellschaften.

3) Einstellung in die Gewinnrücklagen aufgrund von Verschmelzungsvorgängen.

Konzernanhang

Vorstand

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Vorsitzender des Vorstands,

Automationstechnik

Elektrifizierung
Industrieautomation
Antriebstechnik
Robotik und Fertigungsautomation

(bis 31.12.2020)

Markus Ochsner

Vorsitzender des Vorstands

(ab 01.01.2021)

Finanzen und Arbeitsdirektor

(bis 31.12.2020)

Alexander R. Zumkeller

Arbeitsdirektor

(ab 01.01.2021)

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Wettingen / Schweiz,

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ehem. Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd, Zürich / Schweiz,

Verwaltungsratspräsident der Rieter Holding AG, Winterthur / Schweiz

Jürgen Eisenbeiß 1)

Heidelberg,

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats, Betriebsratsvorsitzender

Standort Heidelberg

(bis 27.03.2020)

Daniela Schiermeier 2)

Mannheim,

stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats

(ab 15.05.2020)

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der ABB AG, Präsidentin des Europäischen Betriebsrats der ABB, Mannheim

Sabine Busse

Zürich/Schweiz,

Senior Vice President, Division President Measurement & Analytics des Process Automation Business,

ABB Management Services Ltd.,

Zürich/Schweiz

Verena zu Dohna-Jaeger 2)

Frankfurt/ Main,

Rechtsanwältin,

Gewerkschaftssekretärin beim IG Metall Vorstand,

Frankfurt/ Main

Klaus Eble

Wollerau / Schweiz,

Leiter Konzernfunktion Interne Revision der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich/Schweiz

Mirko Geiger 2)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg

Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Executive Advisor,

Mitglied div. Aufsichtsräte

(bis 27.03.2020)

Kai-Uwe Glörfeld 2)

Lüdenscheid,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Lüdenscheid

Steffen Hoffmann 2)

Heddesheim,

CFO der ABB Automation Products GmbH,

Vertreter der Leitenden Angestellten,

Ladenburg

Regina Jebril 1)

Lampertheim,

Betriebsratsvorsitzende

Standort Ladenburg

(bis 27.03.2020)

Davor Kuminoti 2)

Düsseldorf,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Ratingen

Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Düsseldorf,

Unternehmer, Mitglied in div. Aufsichtsräten

Dr. Ursula Redeker

Lörrach,

ehem. Managing Director Roche Diagnostics GmbH, Mannheim,

Mitglied in div. Aufsichtsräten

Bernhard Schreier

Walldorf,

Handelsrichter,

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg

(bis 27.03.2020)

Rudolf Zimmermann

Neulußheim,

Rechtsanwalt

1) von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht bestellt

Anhang

1. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr werden neben der ABB AG 13 inländische Unternehmen konsolidiert.

Änderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Berichtsjahr im Sinne einer weiteren Straffung unserer Beteiligungsstruktur durch Verschmelzung folgender Gesellschaften innerhalb des bestehenden Konsolidierungskreises mit Rückwirkung zum 01. Januar 2020:

ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim, auf die Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim
ABB Business Services GmbH, Heidelberg, auf die ABB AG
ABB gomtec GmbH, Seefeld, auf die ABB Automation GmbH, Mannheim
IMV (Deutschland) GmbH, Neumünster, auf die ABB Automation Products GmbH, Ladenburg
Industrial C&S Germany GmbH, Neumünster, auf die ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg

Im Berichtsjahr hat die ABB Ltd, Zürich / Schweiz, das Stromnetze-Geschäft in ein Joint-Venture mit Hitachi Ltd., Tokio / Japan, eingebracht und ist an diesem Joint-Venture mit 19,9 % beteiligt. Bereits im Vorjahr wurde zur Vorbereitung dieser Transaktion der Geschäftsbereich Stromnetze der ABB AG im Wege der Abspaltung zur Aufnahme an die ABB Power Grids AG, Mannheim, mit Spaltungsstichtag 01. April 2019, übertragen.

Aus diesem Grund ist die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2020 nur eingeschränkt mit der des Vorjahres vergleichbar. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um eine Zusatzspalte „2019 vergleichbar“ ergänzt. Für diese wurden die Werte des Geschäftsbereichs Stromnetze für den Zeitraum 01. Januar 2019 bis 31. März 2019 nicht berücksichtigt.

Die Firma ABB AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2020 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der wesentlichen Gesellschaften wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Die Geschäftszahlen der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen gemäß US-GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich/Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Den Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen betrachten wir als eine Transaktion zwischen den Gesellschaftergruppen und verrechnen deshalb den Unterschied zwischen dem Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile und dem entsprechenden Buchvermögen der Tochterunternehmen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital.

Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Akquisitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Nach einer Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden grundsätzlich über die geplante individuelle Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Regelfall zwischen 5 und 10 Jahren liegt. Sofern der beizulegende Zeitwert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.

Passivische Unterschiedsbeträge werden, soweit vorhanden, aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen ungeachtet ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2020 entfielen 2.268 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 62.804 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2020 auf 41.652 Tsd. €.

Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den bereits genannten Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.

Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.

Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen enthaltene ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt.

Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung enthält neben der Bilanzposition „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ auch die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und Kreditverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie entsprechende Forderungen.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach den folgenden Grundsätzen bewertet:

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. In Abhängigkeit von der Akquisition liegt die Nutzungsdauer zwischen fünf und zehn Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrischdegressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Für EDV-Software / Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen wird von einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 7 Jahren ausgegangen. Für Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken ist eine Nutzungsdauer zwischen 14 und 50 Jahren angesetzt. Technische Anlagen und Maschinen werden zwischen 3 und 20 Jahren abgeschrieben. Für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wird hinsichtlich der Nutzungsdauer eine Bandbreite zwischen 2 und 25 Jahren verwendet.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 € bis 800 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen. Eine Saldierung analog hierzu erfolgt auf Ebene der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Im Interesse eines transparenten Bilanzausweises werden Investitionszulagen öffentlicher oder privater Geldgeber - soweit sie für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens gewährt werden - in einem gesonderten Passivposten ausgewiesen und im Umfang der auf diese Anlagengegenstände entfallenden Abschreibungsbeträge erfolgswirksam aufgelöst.

Im Gegenzug werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Anlagengegenstände in voller Höhe aktiviert und - soweit abnutzbar - über den Zeitraum ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode", sodass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Darüber hinaus werden auch die zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

Die Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, sodass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.

Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.

Die aus letztgenannten Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und als „Aktive latente Steuern" bzw. als „Passive latente Steuern“ ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

3. Anlagevermögen

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte sowie EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte enthalten. Aktivierte Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Regelfall zwischen 5 und 10 Jahren liegt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Folgeseiten aufgeführt.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr im Wesentlichen wieder bei den produzierenden Einheiten des Geschäftsbereichs Elektrifizierung lag. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Erweiterung des Portfolios einzelner Komponenten und Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung bestehender Anlagen. Daneben resultierte das Investitionsvolumen aus einer Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Qualität sowie zur Kostenoptimierung.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile teilweise zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden, sodass dieser Anteil des Wertpapierspezialfonds - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde. Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7,12 und 14 dieses Anhangs.

Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern

ABB AG

in Tsd.€ AHK * 31.12.2019 AHK Zugänge AHK Umbuchungen AHK Abgänge AHK Stand per 31.12.2020
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 28.997 897 113 738 29.269
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 2.227 - - 451 1.776
Geschäfts- oder Firmenwert 75.363 - - 12.120 63.243
Geleistete Anzahlungen 247 9 -53 - 203
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 106.834 906 60 13.309 94.491
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 294.152 438 3.020 9.400 288.210
Technische Anlagen und Maschinen 346.399 15.315 5.547 6.556 360.705
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.595 11.231 5.173 6.399 342.600
Anlagen im Bau 21.404 16.216 -12.634 110 24.876
Geleistete Anzahlungen 15.997 9.630 -1.166 13.551 10.910
Sachanlagen (gesamt) 1.010.547 52.830 -60 36.016 1.027.301
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.162 - - - 4.162
Sonstige Beteiligungen 51 2 - - 53
Ausleihungen an Beteiligungen 3.645 - - - 3.645
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 - - - 5.760
Finanzanlagen (gesamt) 13.618 2 - - 13.620
Anlagevermögen (gesamt) 1.130.999 53.738 - 49.325 1.135.412
in Tsd.€ Abschreibungen 31.12.2019 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Veränderungen ** Abschreibungen 31.12.2020 Kumulierte Equity-Anpassung
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 26.882 1.512 -759 27.635 -
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 2.119 108 -451 1.776 -
Geschäfts- oder Firmenwert 63.126 2.187 -12.121 53.192 -
Geleistete Anzahlungen - - 9 9 -
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 92.127 3.807 -13.322 82.612
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 210.161 4.105 -5.671 208.595 -
Technische Anlagen und Maschinen 278.877 15.319 -6.344 287.852 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 285.903 17.292 -6.715 296.480 -
Anlagen im Bau -3 - 1 -2 -
Geleistete Anzahlungen 1 - -10 -9 -
Sachanlagen (gesamt) 774.939 36.716 -18.739 792.916 -
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - - - - -4.162
Sonstige Beteiligungen - - - - -
Ausleihungen an Beteiligungen 3.645 - - 3.645 -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
Finanzanlagen (gesamt) 3.645 - - 3.645 -4.162
Anlagevermögen (gesamt) 870.711 40.523 -32.061 879.173 -4.162
in Tsd.€ Buchwerte per 31.12.2020 Buchwerte per 31.12.2019
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1.634 2.115
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen - 108
Geschäfts- oder Firmenwert 10.051 12.237
Geleistete Anzahlungen 194 247
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 11.879 14.707
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.615 83.991
Technische Anlagen und Maschinen 72.853 67.522
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.120 46.692
Anlagen im Bau 24.878 21.407
Geleistete Anzahlungen 10.919 15.996
Sachanlagen (gesamt) 234.385 235.608
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - -
Sonstige Beteiligungen 53 51
Ausleihungen an Beteiligungen - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 5.760
Finanzanlagen (gesamt) 5.813 5.811
Anlagevermögen (gesamt) 252.077 256.126

* Anschaffungs-/ Herstellungskosten

** Veränderung Konsolidierungskreis, Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes im Konzern

ABB AG

Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital Konzernanteil Beteiligung bei Nr. Ergebnis Geschäftsjahr Umsatz 2020 Mitarbeiter
(Stand: 31.12.2020) in Tsd.€ in % in Tsd. € in Mio. € 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABB AG, Mannheim 694.264 € - - - 877 1.985
2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin 3.803 € 100 1. 493 4 45
3. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 7. - 583 1.662
4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg 13.570 € 100 3. 6.585 439 924
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 21.005 € 100 1. 515 556 1.136
6. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg * 8.339 € 100 1. - 42 28
7. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 480.945 € 100 - -34.663 1 -
8. ABB Kaufel GmbH, Berlin 395 € 100 1. -467 14 70
9. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 44 € 100 1. - - -
10. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 33.609 € 100 1. -2.038 720 1.622
11. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 38.799 € 100 1. 7.403 120 345
12. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./7. - 8 106
13. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 511 € 100 1. - 1 30
14. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 18.707 100 1. -3.662 532 15
II. Sonstige Beteiligungen
15. mozaiq operations GmbH i. L., Frankfurt am Main - 39 5. - - -
16. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR, Mannheim 1) 577 € 14 1. 118 8 1
17. Modellfabrik Papier gGmbH, Düren 30 € 6,67 1. - - -

1) Zahlen per 31.12.2019

4. Vorräte

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 89.069 80.695
Unfertige Erzeugnisse 31.144 33.993
Bestellte Anlagen in Arbeit 441.437 657.423
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 57.980 67.781
Geleistete Anzahlungen 80.253 80.987
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 699.883 920.879
./. verrechnete Kundenanzahlungen -346.655 -552.654
Vorräte (gesamt) 353.228 368.225

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 221 Mio. € auf 700 Mio. € vermindert. Dieser Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Bestellte Anlagen in Arbeit, die um 216 Mio. € abnahm.

Unter weiterer Berücksichtigung der um rund 206 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verminderung des Nettovorratsvermögens um 15 Mio. €.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 338.257 270.495
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (183) (218)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 907.174 1.319.168
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 34.896 42.137
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (911) (944)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.280.327 1.631.800
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.094) (1.162)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um rund 68 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis von Rückstellungen für Zahlungsverpflichtungen an Kunden aus Bonusvereinbarungen bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH in Höhe von 31 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) in den sonstigen Rückstellungen. Im Vorjahr waren diese mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 155.359 Tsd. € (Vorjahr: 140.555 Tsd. €) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich / Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind analog zum Vorjahr u. a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

6. Flüssige Mittel

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.631 5.617
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) 632.883 1.019.920
Flüssige Mittel 641.514 1.025.537
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva D.4. enthalten) 193.763 617.102
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 447.751 408.435

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus Mittelanlagen von Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises beim Treasury-Bereich der ABB AG. Darüber hinaus beinhalten die Finanzschulden auch die Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 110 Mio. € (Vorjahr: 134 Mio. €).

7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, kann zu einem aktiven Unterschiedsbetrag führen. Im Berichtsjahr ist ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 19.421 Tsd. € (Vorjahr: 29.019 €) ausgewiesen, da die entsprechenden Vermögenswerte die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen überstiegen.

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Vermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden. Darüber hinaus enthält dieses Deckungsvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.

Die vorzunehmende Verrechnung von Deckungsvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, sodass aus dieser Verrechnung sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch Pensionsrückstellungen resultieren können.

Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2020 auf insgesamt 1.009.025 Tsd. € (Vorjahr: 994.769 Tsd. €), während der beizulegende Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.028.446 Tsd. € (Vorjahr: 1.023.763 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 665.627 Tsd. € (Vorjahr: 672.163 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 362.819 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 351.600 Tsd. €).

Im Berichtsjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 7.008 Tsd. € (Vorjahr: 6.949 Tsd. €) in das Deckungsvermögen vorgenommen. Die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen, einschließlich Auszahlungen aus der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, beliefen sich auf 68.442 Tsd. € (Vorjahr: 66.311 Tsd. €).

Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Deckungsvermögen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.

Die in diese Vermögensverrechnung einbezogenen Altersteilzeitverpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2020 auf 27.503 Tsd. € (Vorjahr: 24.654 Tsd. €).

Der beizulegende Zeitwert der mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechneten Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2020 auf 25.683 Tsd. € (Vorjahr: 24.679 Tsd. €), sodass sich aus dieser Verrechnung im Geschäftsjahr kein aktivischer Unterschiedsbetrag ergab (Vorjahr: 25 Tsd. €).

8. Entwicklung des Eigenkapitals

Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierten Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt oder ausgeglichen werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresergebnisses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.

In Abhängigkeit der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, sodass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre aufgrund rückläufiger Marktwertentwicklung nicht oder nicht mehr vollständig zum Tragen kommt, wird der ehemals gesperrte Betrag ausgeschüttet bzw. im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages abgeführt, sodass es insoweit zu einer Verminderung des Eigenkapitals kommt.

Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt eine Verringerung des Konzerneigenkapitals um 39.524 Tsd. €.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2020 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz.

Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG sowie andere Zuzahlungen im Zusammenhang mit Abspaltungsvorgängen.

10. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.

Die Gewinnrücklagen sind um 207.852 Tsd. € auf 172.279 Tsd. € angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Einstellung in die Gewinnrücklagen zurückzuführen. Die Gewinnrücklagen beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. € sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von 169.159 Tsd. €.

Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich aus anderen Rücklagen der ABB AG in Höhe von 466.162 Tsd. € sowie aus negativen Rücklagen, die im Wesentlichen auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte der Vorjahre zurückzuführen sind, zusammen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung sowie Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung.

11. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Sofern für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens öffentliche oder private Mittel gewährt werden, werden diese Zuwendungen unter diesem Sonderposten ausgewiesen und in künftigen Jahren in dem Umfang erfolgswirksam aufgelöst, in dem diese Anlagengegenstände plan- oder außerplanmäßig abgeschrieben werden.

Der zum Ende des Berichtsjahres ausgewiesene Betrag in Höhe von 14.993 Tsd. € (Vorjahr: 12.897 Tsd. €) entfällt im Wesentlichen auf die Zuwendung von Bundes- und Landesmitteln, welche zum Zwecke der Sanierung eines Gebäudes auf dem Berliner Gewerbestandort PankowPark genutzt wurde.

Sowohl unser Ausbildungszentrum in Berlin als auch unser Training Center in Heidelberg verstehen sich als Bildungsdienstleister und bieten im Rahmen einer sogenannten Verbundausbildung die Ausbildung in einer Vielzahl von Berufen an.

Dies bedeutet, dass ABB in diesen beiden Trainingseinrichtungen nicht nur eigene Auszubildende, sondern auch Auszubildende von Partner- und Drittunternehmen ausbildet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin und in der Metropolregion Rhein-Neckar leistet.

12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.

Zum 31. Dezember 2020 betrugen die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.126.883 Tsd. € (Vorjahr: 1.090.879 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 2,34 % (Vorjahr: 2,75 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde. Die Differenz zum Zinssatz per Ende Dezember (2,30 %) ist als nicht wesentlich einzuschätzen.

Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 1,64 % (Vorjahr: 2,00 %). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 VI HGB beträgt 86.311 Tsd. € (Vorjahr: 87.619 Tsd. €).

Für das vorliegende Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % p. a. (Vorjahr: 2,25 % p. a.) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,5 % p. a. (Vorjahr: 1,25 % p. a.) zugrunde.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,0 % p. a. (Vorjahr: 4,3 % p. a.) unterstellt.

Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.126.883 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 38.625 Tsd. € (Vorjahr: 42.592 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 32.566 Tsd. € (Vorjahr: 36.047 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem beizulegenden Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, sodass sich - in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades - sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch passive Überhänge aus der Vermögensverrechnung ergeben können.

Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Deckungsvermögen verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 19.421 € (Vorjahr: 29.019 €) sowie passive Überhänge im Umfang von insgesamt 150.424 Tsd. € (Vorjahr: 132.157 Tsd. €).

Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen, während die passiven Überhänge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 6.059 Tsd. € (Vorjahr: 6.545 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen analog zum Vorjahr im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis von Rückstellungen für Zahlungsverpflichtungen an Kunden aus Bonusvereinbarungen der Busch-Jaeger Elektro GmbH in Höhe von 31 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) in den sonstigen Rückstellungen. Im Vorjahr waren diese mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 27.503 Tsd. € (Vorjahr: 24.654 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2020 betrug der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Wertpapiere 25.683 Tsd. € (Vorjahr: 24.679 Tsd. €); dieser Betrag wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 27.503 Tsd. € (Vorjahr: 24.654 Tsd. €) verrechnet, sodass sich ein passivischer Überhang von 1.820 Tsd. € ergab (Vorjahr: Aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 25 Tsd. €). Die Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte beliefen sich auf 18.165 Tsd. € (Vorjahr: 18.165 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen auf 7.518 Tsd. € (Vorjahr: 6.514 Tsd. €). Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen zu Ziffer 7 dieses Anhangs.

15. Verbindlichkeiten

in Tsd.€ 31.12.2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr 31.12.2019 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41 41 - 46 46 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 441.261 438.896 12.365 727.078 725.828 1.250
(davon von verbundenen Unternehmen) (26.349) (26.208) (141) (26.159) (26.114) (45)
Verrechnet mit Vorräten -346.655 -344.797 -1.858 -552.654 -551.704 -950
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 94.606 94.099 507 174.424 174.124 300
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 138.711 138.711 - 143.875 142.473 1.402
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 321.341 315.911 5.430 735.262 702.910 32.352
Sonstige Verbindlichkeiten 77.658 77.149 509 61.272 60.216 1.056
(davon aus Steuern) (38.284) (38.284) (-) (24.926) (24.926) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (-) (-) (-) (6) (6) (-)
Verbindlichkeiten (gesamt) 632.357 625.911 6.446 1.114.879 1.079.769 35.110

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 1 Tsd. € (Vorjahr: 4 Tsd. €) und von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 5.430 Tsd. € (Vorjahr: 6.259 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 109.678 Tsd. € (Vorjahr: 108.036 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten auch Beträge aus dem bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

Aufgrund dieses Unternehmensvertrags werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, mittelbar abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.

Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 157 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 198 Mio. € ergab, sodass aus diesem Sachverhalt ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von 41 Mio. € resultiert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten analog zum Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konsortialgeschäften, Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Latente Steuern

Steuerlatenzspiegel Betrag in Tsd. € Steuersatz in%
Aktivlatenzen
Firmenwert 1.895 30,00
Vorräte 3.475 30,00
Forderungen 1.835 30,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 14.489 30,00
Sonstiges Anlagevermögen 321 30,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 264 30,00
Sonstige Rückstellungen 12.427 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaften 207 14,00
Summe Aktivlatenzen 34.913
Passivlatenzen -
Verlustvortrag -
Summe Latenzen 34.913

Latente Steuern ergeben sich aus den Einzelabschlüssen durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.

Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2020 betragen im Konzern 34.913 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 0 € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern keine latenten Steuern.

Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch.

Latente Steuern aus Konsolidierungsbuchungen lagen im Berichtsjahr nicht vor. Zum Ende des Vorjahres ergaben sich passivische latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von 289 Tsd. €, die im Berichtsjahr aufgelöst wurden.

17. Haftungsverhältnisse

in Tsd.€ 31.12.2020 31.12.2019
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 964 1.290
Haftungsverhältnisse (gesamt) 964 1.290

In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 142 Tsd. € (Vorjahr: 142 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, sodass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.

18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

in Tsd.€ 31.12.2020 Gesamtbetrag 31.12.2020 Jahresbetrag 31.12.2019 Gesamtbetrag 31.12.2019 Jahresbetrag
IS-und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 80.753 17.163 39.169 18.683
Wesentliche Miet-und Pachtverträge 12.085 1.482 13.030 1.365
Andere Geschäfte 11.593 11.593 14.798 14.798
Gesamt 104.431 30.238 66.997 34.846

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 104 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 30 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich im Wesentlichen um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie Dienstleistungen im Bereich Real Estate. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 81 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 17 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fällt hierunter der Dienstleistungsvertrag zwischen ABB und Apleona für Integrated Facility Management, der Dienstleistungen wie beispielsweise Bewachung, Instandhaltung, Wartung sowie Reinigung umfasst und für alle Standorte der ABB in Deutschland gilt. Dieser Vertrag wurde im Berichtsjahr verlängert. Weiterhin fallen hierunter der globale Servicevertrag mit dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 12 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 12 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 12 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung der Lieferkette geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 17 und nicht unter Ziffer 18 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 17 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €).

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 14 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €).

20. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 303.597 Tsd. € (Vorjahr: 428.793 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt 733 Tsd. € (Vorjahr: -1.215 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird von der ABB-Gruppe auf Basis erhältlicher und öffentlich zugänglicher Marktinformationen ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 17.979 Tsd. € (Vorjahr: 15.874 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 2.592 Tsd. € (Vorjahr: 1.022 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 3.535 Tsd. € (Vorjahr: 2.920 Tsd. €) passiviert.

21. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 2.962 Mio. € und liegen damit um knapp 1% unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2.984 Mio. €.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um 22 Mio. € ergibt sich aus verschiedenen gegenläufigen Effekten.

Die Geschäftsbereiche Industrieautomation (- 9 %) und Antriebstechnik (-10 %) verzeichneten rückläufige Umsatzerlöse. Die Geschäftsbereiche Elektrifizierung (+ 3 %) und Robotik & Fertigungsautomation (+1 %) konnten die Umsatzerlöse steigern.

Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.

22. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten analog zum Vorjahr unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens.

Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 30.957 Tsd. € (Vorjahr: 27.232 Tsd. €) enthalten. Die periodenfremden Erträge betrugen 44.617 Tsd. € und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen sowie Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens.

23. Materialaufwand

in Tsd.€ 2020 2019
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.186.624 -1.259.437
Aufwendungen für bezogene Leistungen -166.019 -191.968
Materialaufwand (gesamt) -1.352.643 -1.451.405

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.353 Mio. € und lag damit um rund 98 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist in erster Linie auf die um 223 Mio. € gesunkene Gesamtleistung des Berichtsjahres zurückzuführen.

Bezogen auf die Gesamtleistung bleibt die Materialeinsatzquote zum Vorjahr unverändert bei 48 %.

24. Personalaufwand

in Tsd.€ 2020 2019
Löhne und Gehälter -566.797 -619.406
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -127.410 -108.443
(davon für Altersversorgung) (-31.161) (-4.458)
Personalaufwand (gesamt) -694.207 -727.849

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 34 Mio. € verringert, wobei die Lohn- und Gehaltskosten gegenüber dem Vorjahr um rund 53 Mio. € gesunken sind. Dies ist im Wesentlichen auf die rückläufige Anzahl der Beschäftigten aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze zurückzuführen.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Personalaufwandskomponente der Altersversorgungskosten angestiegen. Zur Erläuterung der Zinskomponente verweisen wir auf Ziffer 28 dieses Anhangs. Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 31.161 Tsd. € (Vorjahr: 4.458 Tsd. €).

25. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2020 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.243 2.729
Angestellte 5.239 6.181
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 7.482 8.910
Auszubildende 519 624
Mitarbeiter (gesamt) 8.001 9.534

Die Anzahl der Mitarbeiter verminderte sich insbesondere aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze im Jahresdurchschnitt um 1.533. Die Mitarbeiterzahl verminderte sich stichtagsbezogen von 8.135 zum Ende des Vorjahres um 182 auf 7.953 zum Ende des Berichtsjahres.

26. Abschreibungen

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 2 dieses Anhangs.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten analog zum Vorjahr unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten sowie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 39.443 Tsd. € (Vorjahr: 36.426 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch positive Wechselkurseffekte enthalten sind.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnlichen Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 3.251 Tsd. € (Vorjahr: 3.512 Tsd. €). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Reorganisation betrugen im Berichtsjahr 74.015 Tsd. € (Vorjahr: 43.551 Tsd. €).

Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5 Mio. € gesunken.

28. Zinsergebnis

in Tsd.€ 2020 2019
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 817 31.758
(davon von verbundenen Unternehmen) (-) (173)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (-38) (30.752)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.513 -3.085
(davon an verbundene Unternehmen) (-210) (-88)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (-15.422) (-492)
Zinsergebnis -14.696 28.673

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf -14.696 Tsd. € und liegt somit um 43.369 Tsd. € unter dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 76.200 Tsd. € (Vorjahr: 94.206 Tsd. €).

Davon resultieren 47.193 Tsd. € (Vorjahr: 51.809 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 2,75 % im Vorjahr auf 2,34 % zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 65.895 Tsd. € (Vorjahr: 125.058 Tsd. €).

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen belaufen sich auf 177 Tsd. € (Vorjahr: 519 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 707 Tsd. € (Vorjahr: 419 Tsd. €) belaufen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes negatives Zinsergebnis in Höhe von -3.861 Tsd. € (Vorjahr: negatives Zinsergebnis -2.279 Tsd. €).

29. Steuern

Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert ein Teil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands aus einer Steuerumlage durch die zuletzt genannte Gesellschaft in Höhe von 46.941 Tsd. € (Vorjahr: 63.842 Tsd. €).

30. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme beläuft sich im Berichtsjahr auf 68.453 Tsd. € (Vorjahr: 178.999 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags werden von diesem Betrag insgesamt 109.825 Tsd. € (Vorjahr: 133.640 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Der verbleibende Jahresfehlbetrag nach Ergebnisabführung in Höhe von 41.372 Tsd. € (Vorjahr: Jahresüberschuss von 45.359 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre unterlagen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.

31. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, betrugen im Berichtsjahr:

in Tsd.€ 2020 2019
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 708 912
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 5 46
Honorar für Steuerberatungsleistungen - -
Gesamthonorar 713 958

32. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2020 betrug 261 Tsd. €. Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 betrugen insgesamt 1.832 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.401 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 64.733 Tsd. € zurückgestellt worden.

33. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg

Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid

ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg

ABB Patent GmbH, Ladenburg

ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg

ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim

34. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2020 ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ABB AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften.

Mannheim, den 26. März 2021

ABB AG

Der Vorstand

Ochsner

Zumkeller

Bestätigungsvermerk

An die ABB AG, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ABB AG, Mannheim und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ABB AG, Mannheim, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt 2 im Konzernlagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Informationen im Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Mannheim, den 26. März 2021

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Isele, Wirtschaftsprüfer

gez. Zandt, Wirtschaftsprüfer

Fünfjahresübersicht

Bilanz

in Mio.€ 2020 2019 2018 2017 2016
Immaterielle Vermögensgegenstände 12 15 21 25 24
Sachanlagen 234 236 284 293 301
Finanzanlagen 6 6 15 9 9
Summe Anlagevermögen 252 257 320 327 334
Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen 700 921 1.433 1.232 2.092
Verrechnete Kundenanzahlungen -347 -553 -806 -676 -1.498
\= Summe Vorräte (netto) 353 368 627 556 594
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 494 411 545 572 552
Flüssige Mittel inklusive Kredite an verbundene Unternehmen 642 1.026 663 642 600
Sonstige Aktiva * 174 230 161 202 157
Summe Umlaufvermögen 1.663 2.035 1.996 1.972 1.903
Bilanzsumme 1.915 2.292 2.316 2.299 2.237
Gezeichnetes Kapital 168 168 168 168 168
Rücklagen (inklusive Fremdanteile) 229 22 169 180 195
Konzerngewinn (inklusive Fremdanteile) 121 368 321 301 285
Summe Eigenkapital 518 558 658 649 648
Rückstellungen für Pensionen 150 132 183 96 88
Übrige Rückstellungen 592 469 605 618 630
Summe Rückstellungen 742 601 788 714 718
Erhaltene Anzahlungen 95 174 389 352 336
Sonstige Passiva ** 560 959 481 584 535
Bilanzsumme 1.915 2.292 2.316 2.299 2.237
Finanzmittelbestand 642 1.026 663 642 600
Finanzschulden 194 618 53 220 228
Nettoliquidität 448 408 610 422 372

* Inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

** Inklusive Sonderposten aus Investitionszulagen

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio.€ 2020 2019 2018 2017 2016
Gesamtleistung 2.824 3.047 3.367 4.079 4.405
Materialaufwand -1.353 -1.451 -1.629 -2.318 -2.627
Personalaufwand -694 -728 -818 -808 -835
Abschreibungen -41 -49 -54 -62 -65
Übrige Aufwendungen ./. übrige Erträge -595 -562 -822 -699 -661
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -72 -78 -30 -62 -55
Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 69 179 14 130 162
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -110 -134 -5 -129 -140
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme -41 45 9 1 22
Auftragseingang
Inland 1.620 1.829 1.741 1.617 1.699
Ausland 1.055 1.017 1.558 1.462 1.457
Summe 2.675 2.846 3.299 3.079 3.156
Auslandsanteil 39% 36% 47% 47% 46%
Umsatz
Inland 1.638 1.615 1.644 2.357 2.620
Ausland 1.324 1.369 1.491 1.633 1.667
Summe 2.962 2.984 3.135 3.990 4.287
Auslandsanteil 45% 46% 48% 41% 39%
Investitionen in Sachanlagen * 53 59 49 63 61
Abschreibungen auf Sachanlagen * -41 -49 -54 -62 -65
Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) 7.953 8.135 10.182 10.187 10.537

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Impressum

Herausgeber

ABB AG

Unternehmenskommunikation

Postfach 10 01 64

68001 Mannheim

Gestaltung:

RiegerDesign, Heidelberg

ABB weltweit auf einen Blick

ABB Ltd, Konzern, Zürich/Schweiz

in Mio. US-Dollar * 31.12.2020 ** 31.12.2019 **
Auftragseingang 26.512 28.588
Umsatz und übrige Betriebserlöse 26.134 27.978
Operatives EBITA 2.899 3.107
Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen 841 1.862
Konzerngewinn 5.205 1.528
Eigenkapital (ohne Minderheiten) 15.999 13.980
Bilanzsumme 41.088 46.108
Mitarbeitende (circa) 105.000 144.000
Segmentergebnisse (Operatives EBITA)
Elektrifizierung 1.681 1.688
Robotik & Fertigungsautomation 237 393
Industrieautomation 451 732
Antriebstechnik 1.075 1.082
Konzern und Übrige -545 -788

* Die Abschlüsse wurden nach U.S. Generally Accepted Accounting Principles (U.S. GAAP) erstellt.

** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich/Schweiz vom 04. Februar 2021.

Am 17. Dezember 2018 gab ABB bekannt, dass das Unternehmen eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Division Stromnetze geschlossen hat. Infolgedessen erfolgt der Ausweis als nichtfortgeführte Aktivitäten.

ABB AG

Unternehmenskommunikation

Kallstadter Str.1

68309 Mannheim

Postfach 10 01 64

68001 Mannheim

Phone: +49 (0) 62143810

Fax: +49 (0) 6214381372

www.abb.de