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ABB Ltd — Annual Report 2014
Jun 29, 2015
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Annual Report
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Publication

ABB AG
Mannheim
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Inhalt
Bericht des Vorstands
Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2014
Bericht des Aufsichtsrats
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014
Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Segmentberichterstattung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang
Bestätigungsvermerk
Fünfjahresübersicht
ABB weltweit auf einen Blick
Bericht des Vorstands
Liebe Leserinnen und Leser,
2014 war für ABB ein Jahr der Meilensteine: Mit der sogenannten Next-Level-Strategie hat der Gesamtkonzern im September letzten Jahres den Fahrplan von 2015 bis 2020 vorgestellt. Das Ziel: Wir werden die Führungspositionen in der Energie- und Automatisierungstechnik weiter ausbauen und uns auf die drei Schwerpunktbereiche konzentrieren: profitables Wachstum, eine konsequente Umsetzung und eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Mit der Verlagerung des Schwerpunkts auf wachstumsstarke Märkte, der Risikominimierung des Geschäftsmodells und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit wird ABB die Rentabilität erhöhen.
Die nächste Stufe erreichen
Die wichtigste Aufgabe war und ist der Dienst am Kunden. Mit der jährlichen Erhebung der Kundenzufriedenheit bekommen wir konkrete Hinweise auf Schwachstellen und Verbesserungspotenziale. Während in den Vorjahren noch kritische Kundenrückmeldungen zu Angebots- und Lieferfähigkeit im Vordergrund standen, konnten wir jetzt die Zufriedenheit in diesen Bereichen erheblich steigern. Das Gesamtbild verbesserte sich damit weiter: Beim Net Promotor Score (NPS), mit dem die Kundenzufriedenheit gemessen wird, verbesserte sich die deutsche ABB auf einen Wert von 31 % (Vorjahr: 28 %) - das ist ein neuer Rekordwert. Weiterhin wollen wir als kompetenter Partner den Kunden verstärkt ganzheitliche Lösungspakete anbieten, die einen echten Mehrwert darstellen. Vor allem in den Bereichen Consulting, Engineering, Software und im Service gibt es für ABB attraktive Wachstumschancen.
Wachstumspotenzial im Heimmarkt
Der Fokus der neuen Strategie liegt auf organischem Wachstum. ABB ist gerade in Deutschland gut positioniert, um mit Innovationen Zeichen zu setzen: Deutschland ist für ABB weltweit der drittgrößte Markt und in Europa sogar der Größte. Bei der deutschen ABB ist Wachstumspotenzial vorhanden - beispielsweise bei Stromnetzen und Elektromobilität, im Service, bei Industrie 4.0, oder bei intelligenten Gebäuden.
Die deutsche ABB wird diesen Weg konsequent beschreiten - mit einem neuen Gesicht an der Spitze: Seit Anfang 2015 führe ich als Vorstandsvorsitzender die Geschicke der deutschen Landesgesellschaft; zuvor war ich u. a. im Vorstand verantwortlich für Automationstechnik. ABB hat die Struktur seiner Konzernleitung an der Next-Level-Strategie neu ausgerichtet. Im Zuge dessen wurde mein Vorgänger Peter Terwiesch zum Jahreswechsel in den Konzernvorstand berufen.
Märkte im Umbruch
Im Rückblick war das Jahr 2014 für die deutsche ABB ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Der Auftragseingang sank um 5 % und belief sich auf 2,93 Mrd. €. Der Auftragsbestand ging um 1 % zurück und summierte sich auf 4,55 Mrd. €. Beim Umsatz mussten wir ein Minus von 4 % verbuchen, er verringerte sich auf 2,98 Mrd. €. Im Ausland waren Auftragseingang und Umsatz rückläufig. Im Inland konnten wir jedoch bei Auftragseingang und Umsatz zulegen. Mit 191 Mio. € blieb das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 7 % unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 10.923 nahezu gleich.
Die konjunkturelle Lage in Deutschland und Europa ist weiterhin angespannt. Der Markt der Energietechnik, insbesondere in der Stromerzeugung, verändert sich derzeit in Deutschland rasant. Zwar haben erneuerbare Energien in den vergangenen zwölf Monaten erstmals sowohl bei der Erzeugung als auch beim Verbrauch Platz eins übernommen und insofern ist die Energiewende tatsächlich im Gang. Doch was der Branche aktuell fehlt, sind gesetzliche Rahmenbedingungen, um notwendige Investitionen auszulösen. In dieser Zeit des Umbruchs halten sich traditionelle Kunden aus der Energiebranche mit Investitionen zurück. Neue Kraftwerke werden nicht mehr gebaut, gleichzeitig gerät der Ausbau der Erneuerbaren Energien ins Stocken. Das spiegelt sich am stärksten im Auftragsrückgang der Division Energietechnik-Systeme wider.
Auch im Markt für Automationstechnik vollzieht sich ein grundlegender Wandel. Mit Industrie 4.0 hält die digitale Welt Einzug in die Fabriken. In der Industrie tun sich neue Wachstumschancen auf, von denen wir schon heute profitieren - nicht nur im Geschäft mit Robotern, sondern auch im Maschinenbau. Positive Impulse brachte das Jahr in der Gebäudeausrüstung; hier wird vor allem im Inland investiert. In den Divisionen ergab sich somit wie im Vorjahr ein gemischtes Bild.
Innovationen vorantreiben
Für die Zukunft ist ABB gut gerüstet. 2014 haben wir die Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt. So haben wir in Deutschland rund 175 Mio. € in die Forschung und Entwicklung investiert; das entspricht erneut rund 6 % des Umsatzes. Investitionen aus den Vorjahren haben mit der Markteinführung wegweisender Technologien Früchte getragen. So haben zum Beispiel Ende des vergangenen Jahres RWE und ABB im sauerländischen Brilon den Prototypen eines neuen Längsspannungsreglers für die dezentrale Regelung der Spannungshöhe im Verteilnetz vorgestellt - ein weiterer technischer Meilenstein, der zum Gelingen der Energiewende beitragen kann. Durch seine einfache Bedienbarkeit traf auch das neue Haussteuerungs-System free@home, eine Weltneuheit der ABB-Tochter Busch-Jaeger, genau den Geschmack der Kunden. Das System verwandelt das Haus oder die Wohnung in ein intelligentes Zuhause. Besonders attraktiv: Gegenüber einer konventionellen Elektroinstallation entstehen nur geringe Mehrkosten.
Neben intelligenten Gebäuden und Elektromobilität ist Industrie 4.0 eines der Zukunftsthemen für die deutsche Industrie und damit auch für ABB. Cyber-physische Systeme und die flexible Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sind hier die zentralen Elemente, bei denen wir mit Innovationskraft punkten können. In den modernen Industrienationen wächst die Informations- und Kommunikationstechnik mit klassischen industriellen Prozessen zusammen. Eine neue Infrastruktur ist gerade dabei, sich (r)evolutionär zu entwickeln. Schon heute bieten wir Lösungen: Zum Beispiel mit YuMi, dem weltweit ersten kollaborativen Roboter, der auch das Titelbild dieses Geschäftsberichts ziert. Der menschenfreundliche, zweiarmige Roboter kann beispielsweise in der Kleinteilmontage Hand in Hand mit seinem Kollegen Mensch zusammenarbeiten.
Attraktiver Arbeitgeber
Für innovative Produkte und komplexe Projekte brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte. Das gemischte Bild in den Geschäftseinheiten spiegelt sich auch hier wider: Während in einigen Bereichen Personal abgebaut wird, eröffnen sich in anderen Bereichen neue Chancen. So überzeugte im vergangenen Jahr das Konzept „Umbau statt Abbau“ rund 90 Mitarbeiter, die vom Arbeitsplatzverlust bedroht waren, eine neue Stelle innerhalb der Landesgesellschaft anzunehmen. So konnten wir wertvolles Know-how im Unternehmen halten. In den nächsten Jahren werden etwa 300 Mitarbeiter der deutschen ABB jährlich in den Ruhestand gehen. Wir sind darauf angewiesen, die eigenen guten Fachkräfte zu behalten, neue zu gewinnen und weiter selbst auszubilden.
Nicht nur die seit Jahren geringe Fluktuationsrate von rund 1 % zeigt, dass ABB ein attraktiver Arbeitgeber ist. Besonders stolz sind wir, dass ABB zum zweiten Mal in Folge vom Nachrichtenmagazin Focus zum „Top-Arbeitgeber 2015“ in der Kategorie „Elektronik & Elektrotechnik - Großunternehmen“ gekürt wurde. ABB setzt sich gezielt dafür ein, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden: zum einen nach außen beispielsweise durch die Initiative „Mitarbeiter als ABB-Botschafter“, durch ganzheitliche Kooperationen mit Schlüssel-Hochschulen und ein neu aufgesetztes Talent Relationship Programm zur nachhaltigen Bindung von Nachwuchskräften. Zum anderen nach innen: ABB legt den Fokus auf attraktive Beschäftigungsbedingungen und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben durch Themen wie die Einführung von Sabbaticals oder dem Kinderbetreuungszuschuss. Und nicht zuletzt ist ein Kernpunkt das Engagement in der eigenen Ausbildung: Für das Ausbildungsjahr 2014 / 2015 hat ABB Deutschland gemeinsam mit ihren Verbundpartnern 445 junge Menschen für unterschiedliche Ausbildungsgänge an Bord genommen. Die Ausbildungsquote blieb mit 7,2 % konstant.
Auch wenn der Rückblick auf 2014 ein gemischtes Bild zeigt - die deutsche ABB hat mit ihrer Innovationskraft, dem wegweisenden Technologieportfolio und nicht zuletzt den engagierten Mitarbeitern ein starkes Fundament, auf das wir in Zukunft bauen und Wachstumspotenziale ausschöpfen werden. Mittel- bis langfristig kann die deutsche Landesgesellschaft von der Energiewende und der zunehmenden Automatisierung der industriellen Produktion profitieren.
Ich danke den Mitarbeitern, Partnern, Kunden ganz herzlich für ihr Vertrauen in unser Unternehmen und damit für ihren wesentlichen Anteil an „power and productivity for a better world”.
ABB AG
Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender
Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2014
Im Interesse einer effizienten Berichterstattung wurde der Lagebericht der ABB AG mit dem Lagebericht des deutschen ABB-Konzerns zu einem einheitlichen Bericht zusammengefasst, wobei in diesem zusammengefassten Lagebericht neben der ABB AG, Mannheim, als Mutterunternehmen weitere 23 inländische sowie 2 ausländische Tochterunternehmen einbezogen wurden, an denen die ABB AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.
Die operativen Geschäftsaktivitäten der deutschen ABB-Gruppe sind - unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur - in fünf Divisionen unterteilt, die ihrerseits wiederum in 29 Geschäftsbereiche und diese wiederum in 138 Produktgruppen unterteilt sind, so dass sich die Lageberichterstattung in erster Linie an dieser divisionalen Unternehmensstruktur orientiert.
Von den zuvor genannten fünf Divisionen mit ihren jeweiligen Geschäftsbereichen und Produktgruppen sind die Division Energietechnik-Systeme sowie die wesentlichen Aktivitäten der Division Energietechnik-Produkte unmittelbar innerhalb der ABB AG angesiedelt, während die Divisionen Industrieautomation und Antriebe, Niederspannungsprodukte sowie Prozessautomation in rechtlich selbständigen Tochterunternehmen beheimatet sind, an denen die ABB AG direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist. Darüber hinaus erstreckt sich die operative Tätigkeit der ABB AG auf die Grundlagenforschung und die bereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie auf verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen.
Die ABB AG ist mit den meisten ihrer Beteiligungsunternehmen über Gewinnabführungsverträge verbunden, so dass sich die Ertragslage der ABB AG gleichgerichtet zur Ertragslage der deutschen ABB-Gruppe entwickelt.
Weltwirtschaft wächst 2014 schwächer als erwartet - Wachstum in Deutschland ebenfalls unter den Erwartungen
Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr mit real + 2,7 % deutlich geringer gewachsen als vor einem Jahr erwartet (+ 3,0 %). Damit liegt das Wachstum nur knapp über dem Vorjahr und weiterhin unterhalb des langjährigen Durchschnitts von rund 3 %.
Maßgeblicher Wachstumstreiber war erneut Asien (ohne Japan) mit + 6,0 %, vor den USA (+ 2,4 %) - beide etwa wie im Jahr 2013. Trotz eines starken Rückgangs gegenüber 2013 (+ 2,2 %) folgt Osteuropa (+ 1,5 %) vor Westeuropa, das als einzige Region beim Wachstum gegenüber 2013 stark zugelegt hat. Mit + 1,2 % weist Westeuropa aber weiterhin nur ein recht schwaches Wachstum auf. Schlusslichter unter den Regionen waren 2014 Lateinamerika (+ 0,9 %) und Japan (+ 0,2 %), die sehr starke Rückgänge gegenüber 2013 (+ 2,7 % bzw. + 1,6 %) verzeichneten.
Die deutsche Wirtschaft hat sich mit real + 1,6 % erneut schwächer entwickelt als vor einem Jahr (+ 1,8 %) erwartet. Sie lag damit in Westeuropa und insbesondere in der Euro-Zone zwar immer noch über dem Durchschnitt, blieb aber deutlich hinter den führenden Ländern Großbritannien und Norwegen (je + 2,6 %) sowie Schweiz und Schweden (je + 1,9 %) zurück.
Etwas überraschend hat der Außenhandel das Wirtschaftswachstum - nach dem negativen Einfluss im Jahr 2013 - mit einem Beitrag von + 0,4 %-Punkten wieder gestützt, weil die Exporte (+ 3,9 %) etwas stärker gestiegen sind als die Importe (+ 3,4 %). Im Inland haben alle Bereiche zu diesem Wachstum beigetragen. Allerdings blieben die Zuwachsraten in allen Bereichen leicht bis mäßig unter den Erwartungen von Anfang 2014.
Stärkster Wachstumstreiber war erneut der Private Verbrauch (+ 1,2 %) mit einem Beitrag von 0,7 %-Punkten vor den Bau- (+ 3,6 %) und den Ausrüstungsinvestitionen (+ 4,3 %) sowie dem Öffentlichen Konsum (+ 1,1 %), die jeweils einen Wachstumsbeitrag von 0,2 bis 0,4 %-Punkten geleistet haben. Die Ausrüstungsinvestitionen blieben 2014 zwar um 10 % unter dem Höchstwert des Jahres 2008, lagen aber immerhin um gut 60 % über denen von vor 20 Jahren. Die Bauinvestitionen erreichten zwar den höchsten Wert seit 2001, liegen aber immer noch um fast 15 % unter denen von 1994.
Die Verarbeitende Industrie in Deutschland ist im Jahr 2014 mit + 2 % nicht so stark gewachsen wie erwartet (+ 3 %); die schwächere Entwicklung betraf die meisten Branchen. Die Automobilindustrie lag mit + 4,6 % als einzige der großen Branchen über den Erwartungen (+ 2 %) von Anfang 2014, Chemie (+ 1,5 %) und Elektrotechnik (+ 2,5 %) erfüllten diese in etwa, während der Maschinenbau (+ 0,8 %) doch deutlich unter den prognostizierten + 3 % blieb. Insgesamt haben die Unternehmen der Verarbeitenden Industrie ihre Investitionen im Jahr 2014 nach dem neuesten ifo- Investitionstest um + 3 % gesteigert (2013: - 1 %). Dabei handelt es sich allerdings noch um Plan-Werte, da die Umfrage im Herbst 2014 stattfand.

Wachstum der Weltwirtschaft erreicht auch 2015 den langjährigen Durchschnitt nicht - Wirtschaftswachstum in Deutschland wie 2014
Die weltweite Produktion soll auch 2015 mit + 2,8 % den langjährigen Durchschnitt verpassen. Treiber des Wachstums bleibt Asien (ohne Japan, + 6,0 %), vor den deutlich zulegenden USA (+ 3,2 %). Mit weitem Abstand folgen Westeuropa (+ 1,5 %), Lateinamerika und Japan (je + 1,3 %); für Osteuropa wird ein Rückgang um - 0,2 % erwartet. Alle vier Regionen bleiben damit auf einem unbefriedigenden Niveau, obwohl sie - mit Ausnahme Osteuropas - stärker wachsen sollen als 2014. Wachstumsführer soll - trotz einer weiteren leichten Abschwächung - China (+ 7,0 %) vor Indien (+ 6,3 %) sein. In Westeuropa sollen Großbritannien (+ 2,7 %), Schweden (+ 2,4 %) und Spanien (+ 2,2 %) am stärksten wachsen.
Für Deutschland wird 2015 ein Wachstum von + 1,5 % erwartet. Damit liegt Deutschland über dem Durchschnitt der Eurozone, aber auf Höhe des westeuropäischen Durchschnitts. Impulse werden vor allem vom Inland erwartet, der Konsum soll mit + 1,8 % weiter zulegen, die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen dagegen mit jeweils + 2 % ihr Wachstumstempo fast halbieren. Vom Außenhandel wird bisher, bei einem Wachstum von jeweils etwa + 5 % für den Export und den Import, allenfalls ein kleiner Impuls erwartet. Falls die starke Euro-Abwertung der vergangenen Wochen gegenüber US-Dollar und dem Schweizer Franken Bestand hat, dürfte der Exportanstieg stärker ausfallen und damit auch positive Effekte auf die Ausrüstungsinvestitionen haben. Auf etwas längere Sicht könnte jedoch der Private Konsum als Folge von Preissteigerungen leiden.
Die Produktion der Verarbeitenden Industrie soll 2015 um gut + 2 % steigen. Einen Zuwachs in dieser Höhe erwarten auch die vier großen Industriebranchen: Elektrotechnik, Automobilindustrie, Maschinenbau und Chemie. Da der Export im Wesentlichen von der Verarbeitenden Industrie und dort von diesen vier Branchen getragen wird, dürfte ein anhaltend schwacher Euro auch hier zu höheren Wachstumsraten führen. Die Erholung der Industrie-Investitionen soll sich mit + 5 % leicht beschleunigen und im Jahr 2015 deutlich stärker als die Gesamt-Ausrüstungsinvestitionen zulegen.
Rückgang des Auftragseingangs - Inlandsanteil gesteigert
Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Auftragseingang der deutschen ABB auf 2.934 Mio. € und lag damit um 5 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3.094 Mio. €. Die rückläufige Entwicklung betraf insbesondere das Auslandsgeschäft, wo eine kundenseitige Zurückhaltung bei der Vergabe von Großprojekten spürbar war.
Der Auftragseingang aus dem Inland belief sich im Berichtsjahr auf 1.576 Mio. €.
Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Bestellvolumen aus dem Inland bei 1.518 Mio. € lag, ist dies ein Anstieg um 4 %.

Insbesondere die Division Energietechnik-Systeme konnte im Inlandsgeschäft des Berichtsjahres einen deutlichen Zuwachs erzielen. Durch die Buchung verschiedener Großaufträge konnte der Geschäftsbereich Elektrische Netze seinen Auftragseingang im Inland im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Auch der Geschäftsbereich Schaltanlagen konnte beim Inlandsvolumen deutliche Zuwächse im Basisgeschäft erzielen. Einen leichten Anstieg verzeichnete auch der Geschäftsbereich Software. Im Geschäftsbereich Stromerzeugung war der Auftragseingang im Inland aufgrund fehlender Großaufträge hingegen rückläufig; das Basisgeschäft verlief dabei stabil. Auch der Geschäftsbereich Automation und Kommunikation erreichte das Vorjahresniveau beim inländischen Auftragseingang nicht.
In der Division Energietechnik-Produkte lag der Bestelleingang von deutschen Kunden im Berichtsjahr um 1 % unter den Werten des Vorjahres. Während sich die Auftragseingänge im Geschäftsbereich Transformatoren reduzierten, konnten im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte leichte und im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte deutliche Zuwächse erzielt werden. Der Service erlebte eine uneinheitliche Nachfrage aufgrund unzureichender Investitionssicherheit bei den Kunden im Inland.
Das Inlandsgeschäft der Division Niederspannungsprodukte lag um 5 % über dem Niveau des Vorjahres. Der positive Trend im Installationsgeschäft hat für die Busch-Jaeger Elektro GmbH im Berichtsjahr zu einem weiteren deutlichen Wachstum des Volumens im Inland geführt. Im Inlandsgeschäft der Striebel & John GmbH & Co. KG wiesen sowohl das Geschäft mit dem Elektrogroßhandel, als auch das Segment Schaltanlagenbau trotz eines schwierigen Marktumfelds eine spürbare Wachstumsrate auf. Auch im Inlandsgeschäft der ABB Stotz-Kontakt GmbH ließen sich, bei weiterhin rückläufigem Photovoltaikgeschäft, Zuwächse im Installationsgeschäft, im Schaltanlagenbau und im Maschinenbau erzielen. Das Inlandsgeschäft des in der ABB Automation Products GmbH angesiedelten Geschäftsbereichs Niederspannungsschaltanlagen übertraf im Berichtsjahr die Vorjahreswerte, wobei insbesondere der Servicebereich seine gute Entwicklung fortsetzte.
Die Division Prozessautomation konnte im Berichtsjahr das Vorjahresniveau im Inlandsgeschäft nicht erreichen - der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr betrug rund 6 %. Insbesondere im Geschäftsbereich Turbocharging wurde beim Inlandsgeschäft des Berichtsjahres das Vorjahr deutlich verfehlt. Diese Entwicklung ist überwiegend auf den schwach ausgeprägten weltweiten Schiffsmarkt zurückzuführen, der durch Überkapazitäten und sinkende Frachtraten geprägt ist. Die Schwäche des Schiffsmarktes wirkte sich auch auf den Geschäftsbereich Marine & Cranes spürbar negativ aus. Im Geschäftsbereich Measurement Products wurde das Vorjahresniveau ebenfalls nicht erreicht. Der lokale Messtechnikmarkt war durch fehlende größere Projekte sowie zunehmenden Wettbewerb und Preisdruck geprägt. Ein beachtlicher Zuwachs im Inlandsgeschäft konnte im Geschäftsbereich Control Technologies erzielt werden, wo insbesondere im Systemgeschäft das Vorjahr übertroffen wurde.
Die Division Industrieautomation und Antriebe hatte im Berichtsjahr einen Rückgang des inländischen Auftragseingangs in Höhe von 14 % zu verzeichnen. Der überwiegend im Produktgeschäft tätige Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH konnte im Berichtsjahr das hohe Inlandsvolumen des Vorjahres nicht erreichen. Im Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH wurde das Auftragsvolumen des Vorjahres aufgrund einer spürbaren Zurückhaltung bei der Vergabe von Projekten im Inland deutlich verfehlt.
Die Entwicklung des Auftragseingangs aus dem Ausland verlief im Berichtsjahr ungünstiger als das Inlandsgeschäft. Der Auftragseingang beim Auslandsgeschäft betrug 1.358 Mio. €, so dass im Vorjahresvergleich ein Rückgang in Höhe von 14 % gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.576 Mio. € zu Buche schlug. Insgesamt sank der Auslandsanteil an den Bestellungen von 51 % im Vorjahr auf 46 % im Berichtsjahr.
Insbesondere in der Division Energietechnik-Systeme ging der Bestelleingang aus dem Ausland deutlich zurück. Im Geschäftsbereich Schaltanlagen war das Vorjahr als Vergleichszeitraum durch den Erhalt eines großen Projekts geprägt - im Berichtsjahr fiel die Hereinnahme von Großprojekten im Export hingegen deutlich geringer aus, wobei aber auch das Basisgeschäft sich im Vorjahresvergleich schwächer darstellte. Einen Rückgang des Exportgeschäfts verzeichneten auch der Geschäftsbereich Automation und Kommunikation sowie der Geschäftsbereich Software. Zuwächse im Auslandsgeschäft erzielten der Geschäftsbereich Stromerzeugung sowie in geringerem Umfang auch der Geschäftsbereich Elektrische Netze. Unverändert zählten im Berichtsjahr der arabische Raum und Afrika, aber auch Europa, zu den auftragsstärksten Exportregionen.
Wie auch im Inlandsgeschäft der Division Energietechnik-Produkte sind die Auftragseingänge aus dem Ausland um 1 % gesunken. Die Nachfrage aus dem Ausland für Produkte des Geschäftsbereichs Hochspannungsprodukte stieg leicht. Bei den Isolationsprodukten für Transformatoren hingegen blieb die Nachfrage aus dem Ausland deutlich unter dem Vorjahresniveau und bei den Mittelspannungsprodukten leicht unter den Vorjahreswerten. Positiv ist die Entwicklung mit ausländischen Kunden im Service, wo das Vorjahresvolumen deutlich übertroffen wurde.
Wie im Inlandsgeschäft konnte das Exportgeschäft der Division Niederspannungsprodukte das Vorjahr leicht übertreffen - eine Steigerung von 1 % wurde erzielt. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte spürbare Steigerungen im Export erreichen; die wichtigsten Auslandmärkte waren die Niederlande, Österreich, Finnland und Russland. Im Gegensatz zum Inlandsgeschäft musste bei der Striebel & John GmbH & Co. KG im Export ein Rückgang verzeichnet werden, der insbesondere aus der politischen Lage in der Ukraine und in Russland resultierte und durch die positive Entwicklung anderer europäischer Länder nicht kompensiert werden konnte. Das Exportgeschäft der ABB Stotz-Kontakt GmbH entwickelte sich verhalten positiv, wobei berücksichtigt werden muss, dass die Verantwortung für einige asiatische Märkte an andere ABB-Gesellschaften im Konzern abgegeben werden musste. Der Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen in der ABB Automation Products GmbH erreichte beim Auslandsgeschäft den Vorjahreswert nicht, insgesamt ist das Exportgeschäft für diesen Geschäftsbereich aber von untergeordneter Bedeutung.
Die Division Prozessautomation blieb im Exportgeschäft des Berichtsjahres insgesamt um 9 % hinter dem Vorjahr zurück. Einen erfreulichen Anstieg des Auftragseingangs aus dem Ausland konnte der Geschäftsbereich Control Technologies realisieren. Der deutliche Rückgang insgesamt resultiert aber aus der spürbaren kundenseitigen Investitionszurückhaltung im Geschäftsbereich Industry Solutions. Aufgrund verschobener Großaufträge lag der Auftragseingang aus dem Ausland deutlich unter dem des Vorjahres. Die Unsicherheit über die künftige Entwicklung von Rohstoffpreisen war im Geschäftsgebiet Mining deutlich zu spüren. Die Überkapazitäten im europäischen Stahlmarkt sind weiterhin vorhanden. Die relevanten Märkte für Chemie, Öl und Gas zeigten sich hinsichtlich ihres Investitionsverhaltens äußerst schwach.

Die Division Industrieautomation und Antriebe blieb beim Export im Berichtsjahr um 19 % hinter dem Vorjahresniveau zurück. Der Rückgang gegenüber Vorjahr resultierte insbesondere aus der Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH. Im Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH übertraf das Exportgeschäft das Vorjahresniveau leicht, wobei der Geschäftsbereich unverändert überwiegend auf dem deutschen Markt tätig ist. Auftragseingänge außerhalb Deutschlands konnten hauptsächlich im Systemgeschäft gebucht werden.
Rückgang des Umsatzes - Inlandsanteil gestiegen
Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 2.975 Mio. €. Damit lag der Umsatz insgesamt um 130 Mio. € bzw. um 4 % unter dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von 3.105 Mio. €.
Unsere Einschätzung im Vorjahr, die von einem leicht steigenden Marktvolumen mit entsprechend positiven Auswirkungen auf das eigene Geschäftsvolumen ausging, hat sich damit nicht ganz den Erwartungen entsprechend erfüllt.
Im Inlandsgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf 1.475 Mio. € und lagen damit um 115 Mio. € bzw. um 8 % über dem Umsatzniveau des Vorjahres in Höhe von 1.360 Mio. €. Im Auslandsgeschäft dagegen ging der Umsatz um 14 % zurück, so dass sich die Exporterlöse von 1.745 Mio. € um 245 Mio. € auf 1.500 Mio. € reduzierten. Der Anteil des Inlandsgeschäfts stieg aufgrund dieser gegensätzlichen Entwicklung deutlich an, wohingegen die Exportquote im Berichtsjahr von 56 % auf 50 % sank.
Insbesondere das Exportgeschäft in der Division Energietechnik-Systeme erreichte die Umsatzerlöse des Vorjahres nicht. Das Volumen auf dem deutschen Markt lag dagegen über dem Vorjahreswert. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse aber unter dem Niveau des Vorjahres. Während im Vorjahr die Endabrechnung verschiedener Großprojekte möglich war, gelang dies im Berichtsjahr aufgrund fehlender Großaufträge nicht im selben Umfang. Dies galt insbesondere für den Geschäftsbereich Stromerzeugung. Einen Rückgang im Umsatzvolumen musste auch der Geschäftsbereich Automation und Kommunikation hinnehmen. Es konnten hauptsächlich Projekte in Afrika abgerechnet werden, aber im Vorjahresvergleich insgesamt in geringerem Umfang. Eine kräftige Steigerung des Umsatzes wurde im Geschäftsbereich Schaltanlagen erreicht. Auch der Geschäftsbereich Software konnte die Umsatzerlöse deutlich erhöhen. Eine spürbare Erhöhung des Abrechnungsvolumens war im Geschäftsbereich Elektrische Netze durch die Abrechnung von Projekten im Inland und durch eine Steigerung der Serviceaufträge möglich.
Der Umsatz in der Division Energietechnik-Produkte ging im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zurück. Einem höheren Umsatzvolumen im Inland stand ein Rückgang bei den Exporterlösen gegenüber. Im Geschäftsbereich Transformatoren war das Abrechnungsvolumen von Aufträgen mit deutschen Kunden leicht rückläufig, der Auslandsumsatz hingegen sank deutlich. Im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte war ein spürbarer Anstieg der Umsätze im Inland zu verzeichnen, stand aber geringeren Umsatzerlösen im Ausland gegenüber, so dass insgesamt nur ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse resultierte. Im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte gingen die Umsätze im Export ebenfalls spürbar zurück, die Zuwächse im Inland fielen in diesem Geschäftsbereich aber geringer aus, so dass sich insgesamt ein Rückgang des Umsatzvolumens ergab.
Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres gingen in der Division Niederspannungsprodukte im Vergleich zum Vorjahr leicht nach oben. Dies gilt für das Inlandsgeschäft wie für den Export gleichermaßen, wenn auch beim Auslandsgeschäft in geringerem Umfang. Die positive Entwicklung im Installationsgeschäft führte bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH zu einem Anstieg beim Umsatz - insbesondere auf dem Inlandsmarkt, aber auch in einigen Auslandsmärkten waren Zuwächse zu verzeichnen. Bei der Striebel & John GmbH & Co. KG standen leichten Zuwächsen im Inlandsgeschäft leichte Rückgänge im Export gegenüber, wobei aber insgesamt ein leichtes Umsatzplus übrig blieb. Für die ABB Stotz-Kontakt GmbH verlief das Inlandsgeschäft im Vorjahresvergleich etwas schwächer. Dies konnte im Export aber mehr als kompensiert werden, so dass insgesamt ein leichter Umsatzzuwachs erreicht wurde. Der überwiegend im Neuanlagen- und Servicegeschäft auf dem Inlandsmarkt tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH konnte einen Zuwachs beim Umsatz erreichen.
In der Division Prozessautomation gingen die Umsatzerlöse insgesamt zurück. Während das Inlandsgeschäft nahezu konstant verlief, erreichten die Umsätze im Export die Vorjahreswerte nicht. Im Geschäftsbereich Industry Solutions war ein starker Umsatzrückgang zu verzeichnen, der auf einen schwachen Markt im Geschäftsgebiet Chemie, Öl und Gas sowie auf Überkapazitäten im europäischen Stahlmarkt zurückzuführen ist. Im Geschäftsgebiet Mining wurden im Vorjahr Großprojekte endabgerechnet, so dass im Berichtsjahr das hohe Umsatzvolumen des Vorjahres nicht erreicht werden konnte. Auch andere Geschäftsbereiche, wie Measurement Products, Turbocharging und Marine & Cranes mussten einen Rückgang im Umsatzvolumen verzeichnen. Eine Steigerung des Abrechnungsvolumens ließ sich im Geschäftsbereich Control Technologies erzielen; der Auslandsanteil stieg dabei kräftig an. Im Geschäftsbereich Full Service führte die Abwicklung des Auftragsbestands zu einer deutlichen Erhöhung des Umsatzes.
Die Division Industrieautomation und Antriebe konnte im Berichtsjahr eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse erreichen. Dies gilt hauptsächlich für das Inlandsgeschäft, aber in geringerem Umfang auch für den Export. Das Produktgeschäft des Geschäftsbereichs Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH konnte in Inland und Ausland gleichermaßen Zuwächse beim Umsatzvolumen verzeichnen. Der Exportanteil ging dabei aber leicht zurück. Die Umsätze im Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH entwickelten sich beim Inlandsgeschäft ausgesprochen erfreulich, während das Exportvolumen spürbar zurückging.
Insgesamt lag der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres bei 4.552 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 4.613 Mio. € ging der Auftragsbestand um 61 Mio. € bzw. um 1 % zurück. Den weitaus größten Auftragsbestand wies die Division Energietechnik-Systeme auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Jahresende ein Umsatzvolumen von rund 18 Monaten ab.

Leichter Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 191 Mio. € und lag damit um rund 15 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 206 Mio. €, wobei das Ergebnis des Berichtsjahres nicht unwesentlich durch die gute Verzinsung des für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens beeinflusst wurde. Wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 28 dieses Konzernanhangs.
Damit hat sich die Einschätzung des Vorjahres einer positiven Entwicklung unseres Ergebnisses nicht ganz den Erwartungen entsprechend erfüllt.
In der Division Energietechnik-Systeme fiel das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr deutlich schlechter als im Vorjahr aus und war insgesamt auch im negativen Bereich. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf den rückläufigen Umsatzerlösen aufgrund fehlender Großprojekte. Durch die schwierige Wettbewerbs- und Marktsituation musste überdies eine Verschlechterung der Projektmargen hingenommen werden. Vor allem das Ergebnis im Geschäftsbereich Stromerzeugung fiel deutlich schlechter aus, wobei insgesamt das Ergebnis im positiven Bereich verblieb. Stark belastet war auch das Ergebnis im Geschäftsbereich Schaltanlagen, wo der Margenrückgang zu einer weiteren Verschlechterung des Ergebnisses führte. Eine Ergebnisverschlechterung trat auch im Geschäftsbereich Software ein, wo Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Kostenoptimierung gestartet wurden. Für den Geschäftsbereich Elektrische Netze fiel das Ergebnis wegen des positiven Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr besser als im Vorjahr aus. Trotz rückläufigen Umsatzerlösen konnte das Ergebnis im Geschäftsbereich Automation und Kommunikation im positiven Bereich gehalten werden.
In der Division Energietechnik-Produkte konnte beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Vorjahreswert nicht erreicht werden. Während sich die erfolgreiche Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen positiv auswirkte, war das Ergebnis durch den Rückgang der Umsatzerlöse negativ belastet. Eine spürbare Zunahme des Wettbewerbsdrucks verursachte in allen Geschäftsbereichen eine Reduktion der Ergebnisse. Deutlich verringerte sich das Ergebnis des Berichtsjahres im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte, wobei es allerdings in Summe immer noch positiv ausfiel. Im Geschäftsbereich Transformatoren, in dem ein deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse zu verzeichnen war, fiel das Ergebnis insgesamt negativ und auch schlechter als im Vorjahr aus. Der Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte erwirtschaftete ein positives Ergebnis, das allerdings leicht schlechter als im Vorjahr ausfiel.
Eine Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Vorjahresvergleich konnte die Division Niederspannungsprodukte erreichen. Hauptsächlich aufgrund der Volumenzuwächse verlief das Berichtsjahr für die Busch-Jaeger Elektro GmbH sehr erfreulich; das gute Ergebnis des Vorjahres konnte noch gesteigert werden. Der leichte Anstieg der Umsatzerlöse machte sich auch bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH positiv bemerkbar - zusätzlich positiv wirkten die Intensivierung des Kostenmanagements und die Realisierung von Einsparungen bei den Produktkosten. Aufgrund des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks und einer verminderten Ergebnisqualität aufgrund von Preisnachlässen konnte das gute Ergebnis des Vorjahres indes nicht ganz erreicht werden. Das Ergebnis der Striebel & John GmbH & Co. KG lag deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Haupteinflussgrößen waren ein ungünstiger Produktmix, erhöhte Kosten bei Personal und Material sowie höhere Abschreibungen aufgrund einer Ausweitung der Investitionstätigkeiten; mit der Einleitung von Kostenreduktionsmaßnahmen wurde zeitnah begonnen. Das Ergebnis des in der ABB Automation Products GmbH angesiedelten Geschäftsbereichs Niederspannungsschaltanlagen verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr. Im Zuge von organisatorischen Anpassungsmaßnahmen wurde die Fertigung weitgehend ausgelagert; sie wird nunmehr im Rahmen eines verlängerten Werkbankkonzepts durch andere ABB-Gesellschaften im Konzern durchgeführt.
Die Division Prozessautomation konnte im Berichtsjahr das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres deutlich übertreffen. Trotz leichtem Rückgang beim Umsatzvolumen übertraf insbesondere der Geschäftsbereich Measurement Products das Vorjahresergebnis deutlich. Die positive Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Control Technologies wirkte sich positiv auf das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs aus. Erfreulich entwickelte sich der Geschäftsbereich Full Service; der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse zog einen Anstieg des Ergebnisses nach sich. Eine Verschlechterung der Ergebnissituation war hingegen im Geschäftsbereich Industry Solutions zu verzeichnen. Teils ist dies auf Aufwendungen für organisatorische Maßnahmen zurückzuführen, in überwiegendem Maße war dies aber das Ergebnis einer schlechten Auslastung, insbesondere im ersten Halbjahr 2014, eines Rückgangs der Umsatzerlöse insgesamt sowie von Ergebnisabweichungen bei verschiedenen Projekten in den Geschäftsgebieten Metals und Mining. Im Geschäftsbereich Turbocharging war aufgrund des rückläufigen Geschäftsvolumens ebenfalls ein spürbarer Rückgang beim Ergebnis festzustellen.
Eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielte die Division Industrieautomation und Antriebe. Die Erhöhung der Umsatzerlöse machte sich im Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH bemerkbar. Das positive operative Ergebnis konnte weiter verbessert werden. Dazu kamen positive Sondereffekte durch konzerninterne Übertragung von Technologie und Kostenerstattung von Forschungsaufwendungen. Auch der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH profitierte von der Entwicklung der Umsatzerlöse und konnte eine spürbare Ergebnisverbesserung erzielen.
Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, so dass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Vor Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 134 Mio. €, das um 2 Mio. € unter dem Ergebnis nach Steuern des Vorjahres in Höhe von 136 Mio. € lag.

Ergebnisrechnung
| in Mio. € | 2014 | % | 2013 | % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 2.975 | 3.105 | ||
| Gesamtleistung | 3.057 | 100 | 3.315 | 100 |
| Materialaufwand | - 1.421 | - 46 | - 1.569 | - 47 |
| Personalaufwand | - 780 | - 26 | - 794 | - 24 |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | - 665 | - 22 | - 746 | - 23 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 191 | 6 | 206 | 6 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 14 | - | - 6 | - |
| Steuerumlage durch die Muttergesellschaft | - 43 | - 2 | - 64 | - 2 |
| Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 134 | 4 | 136 | 4 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | - 81 | - 2 | - 150 | - 4 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag nach Ergebnisübernahme | 53 | 2 | - 14 | - |
Bilanzbild durch rückläufiges Geschäftsvolumen geprägt
Die Bilanzsumme des Konsolidierungskreises verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 325 Mio. € auf insgesamt 2.102 Mio. €.
Im Bereich des Anlagevermögens ergab sich ein leichter Anstieg bei den immateriellen Vermögensgegenständen, was in erster Linie auf den Zugang von Geschäfts- oder Firmenwerten im Zusammenhang mit dem Erwerb der deutschen Einheiten der Thomas & Betts-Gruppe zurückzuführen ist.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 62 Mio. € und lagen damit um rund ein Drittel über den diesbezüglichen Abschreibungen, so dass sich unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge ein Anstieg des Sachanlagevermögens um 13 Mio. € ergab.
Das Nettovorratsvermögen verminderte sich insgesamt um 342 Mio. €, wobei dieser Rückgang größtenteils auf die Division Energietechnik-Systeme entfällt, deren Bruttovorräte gegenüber dem Vorjahr zwar leicht angestiegen sind, jedoch mit deutlich höheren Fortschrittszahlungen als im Vorjahr verrechnet wurden, so dass sich die Nettovorräte in dieser Division um 296 Mio. € reduzierten. Sowohl der Anstieg der Bruttovorräte als auch der Anstieg der Fortschrittszahlungen stehen im Zusammenhang mit der Anarbeitung verschiedener Windparkprojekte, für welche die Kundenanzahlungen an andere, nicht konsolidierte ABB-Einheiten weiterzuleiten waren.
Dem Rückgang des Nettovorratsvermögens um 342 Mio. € steht ein Rückgang der Kundenanzahlungen um 267 Mio. € gegenüber, so dass die Verminderung der Bilanzsumme maßgeblich auf die Veränderung der Nettovorräte und deren Finanzierung über Kundenanzahlungen zurückzuführen ist.
Bilanz
Aktiva
| in Mio. € | 31.12.2014 | % | 31.12.2013 | % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 339 | 16 | 325 | 13 |
| Vorräte | 2.731 | 2.605 | ||
| ./. verrechnete Kundenanzahlungen | - 2.004 | - 1.536 | ||
| 727 | 35 | 1.069 | 44 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 425 | 20 | 429 | 18 |
| Sonstige Aktiva | 220 | 10 | 198 | 8 |
| Flüssige Mittel | 391 | 19 | 406 | 17 |
| Summe Aktiva | 2.102 | 100 | 2.427 | 100 |
| Passiva | ||||
| in Mio. € | 31.12.2014 | % | 31.12.2013 | % |
| Eigenkapital | 668 | 32 | 616 | 25 |
| Rückstellungen für Pensionen | 68 | 3 | 61 | 3 |
| Übrige Rückstellungen | 539 | 26 | 552 | 23 |
| Erhaltene Anzahlungen | 488 | 23 | 755 | 31 |
| Andere Verbindlichkeiten | 339 | 16 | 443 | 18 |
| Summe Passiva | 2.102 | 100 | 2.427 | 100 |
Die mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen lagen aufgrund einer weiteren Absenkung des anzuwendenden Diskontierungssatzes um 11 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Deckungsvermögen hat sich um rund 10 Mio. € auf 121 Mio. € erhöht, was in erster Linie auf die erfreuliche Verzinsung des Deckungsvermögens während des Berichtsjahres zurückzuführen ist. Nach Berücksichtigung der nicht verrechneten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 68 Mio. € verbleibt insgesamt eine Überdeckung im Umfang von 53 Mio. €.
Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen um rund 21 Mio. € erklärt sich in erster Linie aus geringeren Rückstellungen für nachlaufende Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge sowie aus der Inanspruchnahme von in Vorjahren gebildeten Restrukturierungsrückstellungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich um 24 Mio. € vermindert, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um rund 95 Mio. € vermindert haben, was vor dem Hintergrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags zu sehen ist. Auf der Grundlage dieses Vertrages werden der Großteil des im Konsolidierungskreis erwirtschafteten Ergebnisses sowie eine auf dieses Ergebnis entfallende Steuerumlage an die zuletzt genannte Gesellschaft abgeführt. Während sich der abzuführende Betrag im Vorjahr auf insgesamt 214 Mio. € belief, beläuft sich die Abführungsverpflichtung des Berichtsjahres auf insgesamt 124 Mio. €, so dass sich der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weitestgehend aus diesem Sachverhalt erklärt.
Das Konzerneigenkapital hat sich im Wesentlichen um den Jahresüberschuss in Höhe von 53 Mio. € auf 668 Mio. € erhöht, wobei der Jahresüberschuss aus den Ergebnissen solcher Konzerngesellschaften resultiert, deren Ergebnisse nicht über einen Ergebnisabführungsvertrag an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt werden. Des Weiteren beinhaltet der Jahresüberschuss die ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen - insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte.
Unter weiterer Berücksichtigung der rückläufigen Bilanzsumme ergibt sich ein Anstieg der Eigenkapitalquote von 25 % im Vorjahr auf 32 % zum Ende des Berichtsjahres.
Bruttoliquidität und operativer Cash Flow leicht rückläufig - Nettoliquidität deutlich über Vorjahresniveau
Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich / Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 391 Mio. € um 15 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der um 82 Mio. € verminderten konzerninternen Kreditaufnahmen ergab sich ein Anstieg der Nettoliquidität um 67 Mio. €.
Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist maßgeblich durch den zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis inklusive Steuerumlage in Höhe von rund 214 Mio. € zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, abgeführt wurde.
Positiv wirkte sich hingegen der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit aus, der mit 171 Mio. € nur leicht unter dem Cash Flow des Vorjahres in Höhe von 177 Mio. € lag.
Die Ausgaben für Investitionen in Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beliefen sich auf 62 Mio. €, wobei auch im Berichtsjahr der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei den produzierenden Einheiten der Divisionen Niederspannungsprodukte und Energietechnik-Produkte lag. Darüber hinaus ist in dem genannten Investitionsvolumen auch eine Gebäudeinvestition unserer ABB Grundbesitz GmbH im Umfang von 10 Mio. € enthalten.
Unter weiterer Berücksichtigung von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens und des zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen dienenden Deckungsvermögens ergibt sich eine Verminderung der Bruttoliquidität um 15 Mio. €.
Der deutliche Rückgang der konzerninternen Kreditaufnahmen ist wiederum im Zusammenhang mit dem bereits erwähnten Gewinnabführungsvertrag mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, zu sehen. Die aus diesem Vertrag resultierende Ergebnisabführungsverpflichtung inklusive Steuerumlage betrug zum Ende des Vorjahres rund 214 Mio. €, während die Ergebnisabführungsverpflichtung inklusive Steuerumlage zum Ende des Berichtsjahres 124 Mio. € betrug, so dass ein deutlicher Rückgang der konzerninternen Finanzschulden zu verzeichnen ist. Die Nettoliquidität erhöhte sich somit von 172 Mio. € zum Ende des Vorjahres auf 239 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres.

Personalumbau statt -abbau
Der demografische Wandel führt unwiderruflich zu einem gravierenden Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und zum immer stärker werdenden Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte am Markt.
Vor diesem Hintergrund stand auch das Jahr 2014 erneut im Zeichen von „Personalumbau statt -abbau“. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen fallen in einigen Bereichen Arbeitsplätze weg; gleichzeitig entstehen durch Wachstumsinitiativen und bedingt durch den demografischen Wandel neue Stellen. Mit der Ende 2013 eingeführten Initiative „Stay, Switch, Change & Go“ wird daher die Zielsetzung verfolgt, möglichst vielen Beschäftigten, die von einem Arbeitsplatzverlust betroffen sind, eine neue Tätigkeit innerhalb der ABB anzubieten; insbesondere auch, um das Know-how im Unternehmen zu halten und den internen Bedarf zu decken. So konnten „Stay, Switch, Change & Go“ in 2014 weiter forciert und insgesamt bereits mehr als 100 Mitarbeiter intern auf eine neue Stelle vermittelt werden. Langfristig betrachtet besteht die Zielsetzung darin, die Initiative als eine Art „interne Personalvermittlung“ zu etablieren. Auf diese Weise möchte ABB in Deutschland unter Beweis stellen, dass das Unternehmen der sozialen Verantwortung im Sinne eines beschäftigten- freundlichen Unternehmens mehr als gerecht wird und interne Versetzungen sowie die soziale Absicherung Vorrang vor Abbau haben.

Selbstverständnis und Vision der Personalarbeit
Die Personalarbeit der ABB in Deutschland orientiert sich an den Kernaufgaben im Unternehmen: Dem bedarfsgerechten Finden, Binden und Entwickeln von Beschäftigten. Im Fokus stehen dabei die Themen Kultur und Führung, ohne die eine nachhaltige Verankerung der Botschaften und Maßnahmen im Unternehmen nicht gelingen würde. Die Angebote und Maßnahmen der ABB in Deutschland lassen sich unter anderem den nachfolgenden Handlungsfeldern zuordnen:
| ― | Bewerber: Begeistern und Anziehen |
| ― | Nachwuchs: Ausbilden und Fördern |
| ― | Berufs- und Privatleben: Unterstützen und Erleichtern |
| ― | Gesundheit: Schützen und Vorsorgen |
| ― | Wissen: Erhalten und Teilen |
| ― | Potenziale: Erkennen und Entfalten |
Den Schlüssel zum Erfolg bildet das Leitbild „Erfolgreich führen - Führen zum Erfolg“. Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen und unternehmensweiten Ansatz, der bestehende Prozessabläufe und Instrumente zum Thema Führung verzahnt und in den kommenden Jahren das Führungshandeln bei ABB entscheidend und nachhaltig prägen soll. Dies setzt die dauerhafte Auseinandersetzung mit allen führungsrelevanten Themen voraus. Im Kern handelt es sich dabei um die Themenfelder „Strategie“, „Organisation“ und „Mensch“. Nichts prägt menschliches Erleben und Verhalten in Organisationen so sehr, wie die persönlichen und direkten Impulse einer Führungskraft.
Während der Fokus im Jahr 2014 darauf lag, das Konzept „Erfolgreich führen - Führen zum Erfolg“ zu erarbeiten, steht das Jahr 2015 im Zeichen der nachhaltigen Verankerung des Ansatzes in der ABB-Unternehmenskultur. Um die Führungskräfte in ihrer Rolle zu unterstützen und das „Arbeiten“ bzw. die kritische Auseinandersetzung mit Kennzahlen zu fördern, wurde im Berichtsjahr das sogenannte Cockpit für Führungskräfte ins Leben gerufen. Das Cockpit für Führungskräfte bietet jederzeit einen Überblick über eindeutige und relevante Kennzahlen, unter anderem Personalbestand (Kopfzahl / Vollzeitbeschäftigte), Ausbildungsquote, Krankheitsquote, Fluktuationsquote und Durchführungsquote Qualifizierungsmaßnahmen. Diese Kennzahlen liefern wichtige Hinweise, die für Führungskräfte im Gesamtkontext „Erfolgreich führen - Führen zum Erfolg“ relevant sind.
Bewerber: Begeistern und Anziehen
Bedingt durch den demografischen Wandel werden ABB in Deutschland in den nächsten 10 Jahren rund ein Drittel der Beschäftigten verlassen. Auf der Grundlage einer strategischen und nachhaltigen Personalplanung werden daher proaktiv Maßnahmen zur Sicherung des zukünftigen Personalbedarfs eingeleitet. Dies heißt auch, neue und kreative Wege der Personalgewinnung zu gehen.
Um dem spürbar werdenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird daher neben der klassischen Stellenanzeige in wachsendem Maße die individuelle Suche und aktive Ansprache von potenziellen Kandidaten fokussiert - auf Recruiting-Veranstaltungen oder in Online-Foren. Für ein global agierendes Unternehmen wie ABB ist es außerdem von Interesse, international nach geeigneten Bewerbern zu suchen und ausländische Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Vor diesem Hintergrund konnte ABB in Deutschland im Jahr 2014 bei rund 645 Neueinstellungen knapp 130 Mitarbeiter mit ausländischem Hintergrund bzw. ausländischen Wurzeln gewinnen.
Da es insbesondere schwerer wird, Berufserfahrene mit der passenden Qualifikation zu finden und zu gewinnen, erhält die Rekrutierung von Nachwuchskräften wachsende strategische Bedeutung. Durch die gezielte Weiterentwicklung von Mitarbeitern können anspruchsvolle Stellen für Berufserfahrene oft intern besetzt und damit gleichzeitig frei werdende Einstiegspositionen für Nachwuchskräfte geschaffen werden. Infolge dessen konnten im Berichtsjahr rund 250 Berufseinsteiger für eine Einstiegsposition bei ABB begeistert werden.
Nachwuchs: Ausbilden und Fördern
Die passenden Nachwuchskräfte zu finden, auszubilden und letztlich für den Berufseinstieg bei ABB zu gewinnen, ist eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.
Grundsätzlich beruht die Nachwuchsförderung bei ABB auf fünf Standbeinen: der eigenen Ausbildung bzw. dem Dualen Hochschulstudium, der ganzheitlichen Kooperation mit Hochschulen, einem Bindungsprogramm für Talente, dem ABB-Traineeprogramm für Hochschulabsolventen sowie dem berufsbegleitenden Masterstudium.
Im Berichtsjahr konnte die Ausbildungsquote der ABB in Deutschland mit 7,2 % weiter stabil gehalten werden.
Die beiden ABB-Ausbildungszentren in Heidelberg und Berlin bieten ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen an. Mit dem HR-Projekt „Ausbildung aus einer Hand“ verfolgt ABB die Zielsetzung, eine flächendeckend hohe Qualität in der Ausbildung sicherzustellen - sowohl bezugnehmend auf die Ausbildungsinhalte, als auch die entsprechende Ausbildungsinfrastruktur und die Ausbildungsgerätschaften. Darüber hinaus wird angestrebt, dass die „Ausbildung bei ABB“ deutschlandweit über einheitliche Qualitätskriterien und Ausbildungsstandards sowie harmonisierte Prozessabläufe verfügt. Im Jahr 2014 konnten bereits erste Meilensteine realisiert werden, die es im Jahr 2015 weiter zu forcieren gilt, unter anderem die Prüfung und Analyse von verschiedenen Lösungsszenarien zur stärkeren Zentralisierung der Ausbildung bei ABB in Deutschland.
Eine weitere wichtige Zielgruppe sind Studierende. Während eines Praktikums, einer Abschlussarbeit oder einer Werkstudententätigkeit lernen sich die Studierenden und ABB im beruflichen Alltag sehr gut kennen. Die „Besten“ werden für die Aufnahme in das „Talent Relationship Program“ (TRP) empfohlen. Mit dem TRP wird aktiv eine Bindung zu den Nachwuchstalenten aufgebaut und der Berufseinstieg nach Abschluss des Studiums koordiniert. 2014 konnte der Bewusstseinswandel zur nachhaltigen Nachwuchsförderung weiter intensiviert werden - dies äußerte sich unter anderem in einer hohen Praktikantenquote von 5,1 %. Bei 38,7 % der Praktikanten handelte es sich um Studierende aus dem Ausland.
Berufs- und Privatleben: Unterstützen und Erleichtern
Den beruflichen und privaten Alltag in Balance zu bringen und zu halten, ist eine Herausforderung für die Beschäftigten, die sich auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit auswirken kann. Im Rahmen der Personalarbeit ist ABB in Deutschland daher bestrebt, verschiedene Lebenssituationen mit ihren jeweiligen Bedarfen zu analysieren, um Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Nur so gelingt es, Beschäftigte aktiv und nachhaltig bei der persönlichen Vereinbarkeit zu unterstützen.
Vor diesem Hintergrund konnte im Jahr 2014 unter anderem auch das ABB Elternnetzwerk erfolgreich etabliert werden, über das sich Eltern mit anderen werdenden oder „frisch gebackenen“, aber auch erfahrenen Eltern austauschen und voneinander lernen können. Um die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben weiter zu fördern, wird der Fokus im Jahr 2015 zunehmend darauf liegen, die Organisation einer Kinder-Notfallbetreuung ins Leben zu rufen. 2014 konnten hierfür bereits die konzeptionellen Weichen gestellt werden.
Gesundheit: Schützen und Vorsorgen
Die Gesundheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen und bildet die Grundlage für seine Leistungsfähigkeit. Diese möchte ABB nicht nur schützen, sondern auch erhalten. Für ein schützendes und vorsorgendes Arbeitsumfeld sorgt das Unternehmen im Rahmen des ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Dieses ist unterteilt in die vier Bereiche Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Gesundheitsförderung.
Dass die Mitarbeiter leistungsfähig und motiviert sind und auch bleiben hängt in entscheidendem Maße von den Führungskräften ab. Wertschätzung, Anerkennung, Mitarbeiterförderung - all das sind wichtige positive Gesundheitsindikatoren, über die sich jede Führungskraft bewusst sein sollte. Daher wurden im Jahr 2014 Trainings zum Thema „Gesundes Führen“ sowie ein Leitfaden für Führungskräfte konzipiert, um Führungskräfte hinsichtlich der Gesundheitschancen und Gesundheitsrisiken ihrer Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld zu sensibilisieren.
In gleichem Zuge konnte im vergangenen Jahr unter anderem auch der Prozess der arbeitsmedizinischen Vorsorge und Eignungsuntersuchungen überarbeitet werden, wodurch künftig sichergestellt ist, dass jeder Beschäftigte die Vorsorgen für bestimmte Tätigkeiten rechtzeitig einhält. Gleiches gilt für das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), das die Wiedereingliederung der Mitarbeiter nach einer Krankheit von länger als sechs Wochen (innerhalb eines Jahres) in den Betrieb koordiniert. Denn: Eine Arbeitsunfähigkeit schnell zu überwinden, liegt sowohl im Interesse des Unternehmens, als auch der Beschäftigten.
Mit „Fit for Life“ fördert ABB in Deutschland den flächendeckenden Ausbau von Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen. Mit vielseitigen, bedarfsgerechten Aktionen vor Ort, wie beispielsweise Lauftrainings, Rückenschule oder Power Napping bietet ABB seinen Mitarbeitern einen vereinfachten und leichten Zugang zu Gesundheits- und Präventionsangeboten, die zu einem eigenverantwortlichen sowie gesundheitsbewussten Verhalten beitragen sollen. Mit der bundesweiten Aktion „Herz-Kreislauf-Risiko“ konnten ABB-Mitarbeiter im Jahr 2014 ihre persönlichen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestimmen lassen. Auf diese Weise wird Mitarbeitern die Möglichkeit zur Erstellung individueller Risikoprofile und zur Früherkennung von schwerwiegenden Erkrankungen geboten.
Wissen: Erhalten und Teilen
Wissen ist für ABB ein erfolgskritischer Faktor. Es geht darum, Wissen zugänglich zu machen, zu erhalten und zu teilen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels schafft ABB Rahmenbedingungen, die eine Weitergabe und Weiterentwicklung von Wissen erleichtern. Neben den strukturellen Voraussetzungen und Werkzeugen, die eine Dokumentation ermöglichen, ist eine Kultur von Bedeutung, die den Wissenstransfer priorisiert, fordert und fördert.
Der „ABB Senior Expert Service“ hat genau das zum Ziel: Er bietet älteren Mitarbeitern auch nach ihrer Pensionierung die Möglichkeit, ABB weiterhin ihr Wissen für befristete Einsätze zur Verfügung zu stellen. Die Erfahrung zeigt, dass beide Seiten davon profitieren. Denn jüngere Mitarbeiter lernen auch vom impliziten Wissen, d. h. dem Wissen, das nicht niedergeschrieben ist, sondern Erfahrene „in sich tragen“. Der Go-Live des „ABB Senior Expert Service“ liegt nun knapp zwei Jahre zurück. Seither konnten bereits 64 Kandidaten für den Senior Expert Pool gewonnen werden. Aus dem gesamten Pool sind bzw. waren im Jahr 2014 35 Kandidaten als Senior Experts tätig und es kamen hierdurch 44 Einsätze zustande.
Hier zeigte sich 2014 auch, wie sich einzelne Maßnahmen im Rahmen der Personalarbeit bei ABB aus unterschiedlichen Handlungsfeldern verzahnen lassen: Denn die Auszeit eines Mitarbeiters während eines Sabbaticals kann durch das Einstellen eines Senior Experts ausgeglichen werden - zum Vorteil für sowohl die Mitarbeiter als auch das Unternehmen. Dies konnte im Jahr 2014 erfolgreich in der Praxis realisiert werden.
Auch das Instrument einer Wissensstafette für Fachexperten unterstützt den Transfer von unternehmenskritischem Erfahrungswissen von Fachexperten an „Wissensnehmer“. Es handelt sich um einen strukturierten Prozess zwischen Führungskraft, Wissensgeber und Wissensnehmer, so dass das Wissen „along the job“ zielgerecht, strukturiert und rechtzeitig an einen Wissensnehmer übertragen wird. Im vergangenen Jahr konnte mit den sogenannten „Wissensstafetten“ ein methodisches Vorgehen erarbeitet werden, das im Jahr 2014 in zehn Fällen Anwendung fand. Für das Jahr 2015 wird der Fokus auf dem flächendeckenden Roll-Out und der zunehmenden Sensibilisierung der Belegschaft liegen.
Potenziale: Erkennen und entfalten
Die Kompetenzen der Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für den Erfolg von ABB. Um als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben und flexibel auf veränderte Marktbedingungen reagieren zu können, ist ABB auf Mitarbeiter angewiesen, die sich kontinuierlich weiterqualifizieren. Die berufliche Fort- und Weiterbildung stärkt die Handlungskompetenz und Motivation der Beschäftigten.
Ende 2013 bzw. Anfang 2014 wurden die sogenannten Talent Sessions eingeführt. Dabei handelt es sich um ein integriertes Personalentwicklungsinstrument, bei dem die Führungskräfte einer Ebene gemeinsam mit ihrer Führungskraft und dem zuständigen HR Business Partner die Performance- und Potenzialeinschätzung ihrer Mitarbeiter, d. h. der „nachgelagerten“ Ebene besprechen, Nominierungen zu Entwicklungs-Programmen und Entwicklungs-Assessments definieren. Vor diesem Hintergrund stand das Jahr 2014 ganz im Zeichen der nachhaltigen Verankerung dieses wichtigen Personalentwicklungsinstruments. Zudem: Während sich die Talent Sessions im Einführungsjahr vorrangig auf die „Potenzialträger“ bzw. „High Performer“ bezogen, wurde der Schwerpunkt im Jahr 2014 darauf gelegt, das People Portfolio mit seinen unterschiedlichen Bereichen erstmalig auch explizit mit dem Fokus auf die „Performer“ und der Diskussion und Ableitung möglicher Maßnahmen, wie z. B. Berücksichtigung in der Nachfolgeplanung als horizontaler Schritt, Job Enlargement oder auch die Teilnahme an einer sogenannten Short Term Assignment Position betrachtet.
Darüber hinaus wurde im 1. Quartal 2014 das sogenannte Training Portal eingeführt, das als zentraler Einstieg für alle erfassten Trainingsangebote fungiert, die ABB-Mitarbeiter in ihrer persönlichen Qualifizierung und Weiterbildung unterstützen können.
Das Training Portal dient insbesondere auch der vereinfachten Suche nach geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen der PDA-Mitarbeitergespräche. Im Jahr 2015 wird der Fokus weiter darauf liegen, sukzessive alle Trainings im Training Portal abzubilden - diese Vorgehensweise dient als Grundlage zu einem ganzheitlichen Qualifizierungsmanagement.
Optimierung der HR-internen Arbeitsprozesse und -organisation
Im Berichtsjahr wurden verschiedene Lösungsansätze eruiert, um die HR-interne Organisation inklusive Tools, Prozesse und Rollen noch einmal zu beleuchten und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
Damit wird einerseits eine weitere Standardisierung und Optimierung der HR-Prozesse angestrebt, andererseits aber auch die Zielsetzung verfolgt, zu analysieren, mit welchen Herausforderungen ABB Deutschland in Zukunft konfrontiert sein wird und wie der Personalbereich intern aufgestellt sein muss, um diese (neuen) Herausforderungen zu meistern. Im Jahr 2014 konnten die HR Business Partner Einheiten vor Ort erstmals stärker gebündelt und HR-übergreifend Synergieeffekte durch die Einführung von sogenannten Hubs erzeugt werden, womit eine stärkere divisionale Ausrichtung mit regionaler Aufgabenbündelung einhergeht. Auf diese Weise soll letztendlich auch eine höhere Kundennähe hergestellt werden.
Darüber hinaus wurde in 2014 analysiert, welche HR-Produkte und HR-Services aus Kostenaspekten auch über ein „Niedriglohnland“ gesteuert werden können. Diese Thematik wird ABB auch 2015 weiter begleiten; insbesondere auch, um einen kontinuierlichen Ausbau des Produktportfolios der lokalen HR Shared Service Center Organisation anzustreben, der in Summe mit einer Kosteneinsparung verbunden ist.
Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2014 hat ABB Deutschland 175 Mio. € in die Entwicklung innovativer neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 6 % vom Umsatz. Etwa 10 % der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung fließen in die Konzernforschung, die die technologische Grundlage für die nächste und übernächste Generation von Produkten bereitstellt. Die Aktivitäten der Konzernforschung sind in zehn Forschungsfelder gegliedert, welche die wichtigsten Technologiefelder für die ABB-Produkte abdecken.
Mit über hundert Mitarbeitern ist das deutsche Forschungszentrum in Ladenburg eines von insgesamt sieben in der globalen Struktur des ABB-Konzerns. Auf dieser Struktur basierend fokussiert sich das deutsche Forschungszentrum auf neue Technologien für die Prozessautomation, Fabrikautomation und Gebäudeautomation sowie auf Lösungen und Geschäftsmodelle für das Servicegeschäft. Dabei ist es Lead Center für das große Technologiefeld Software, die in allen ABB-Produkten eine immer wichtigere Rolle spielt. Vor dem Hintergrund der Energiewende in Deutschland rückt auch die Forschung für die Energienetze der Zukunft und die dafür benötigten Produkte und Lösungen zunehmend in den Fokus des deutschen Forschungszentrums.
Lösungen für die Gebäudeautomation, neue Formen der sicheren und effizienten Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen in der Produktion, Algorithmen für die Analyse großer Datenmengen und deren Anwendung im industriellen Umfeld, und insbesondere die Forschung für Industrie 4.0, die Zukunft der industriellen Produktion, sind die aktuellen Themenschwerpunkte des deutschen Forschungszentrums.
Industrie 4.0
Der Begriff Industrie 4.0 steht vor allem in Deutschland seit einigen Jahren für die sogenannte vierte Industrielle Revolution. Nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Digitalisierung der industriellen Produktion ist diese vierte Stufe durch die tiefe und vollständige Durchdringung industrieller Produktionssysteme mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien gekennzeichnet.
In der intelligenten Fabrik der Zukunft werden sowohl Produktionsmittel als auch Produkte und Werkstücke als physische Objekte eine Identität, eine gewisse Intelligenz und eine grundsätzliche Kommunikationsfähigkeit besitzen und über eine allgegenwärtige Kommunikationsinfrastruktur vernetzt sein. Zusätzlich existiert für jedes physische Objekt eine virtuelle Instanz (Cyber-Objekt) im Netz, die vielfältige Informationen über dieses Objekt bereitstellt. Dies können beispielsweise Simulationsmodelle, Prozessdaten, Dokumente, Zustandsdaten etc. sein. Auf der obersten Ebene werden datenbasierte Dienste (Cyber-Dienste) verfügbar sein, die mit diesen Informationen arbeiten und völlig neue wertschöpfende Funktionen realisieren. Physische Objekte, Cyber-Objekte und Cyber-Dienste bilden in Ihrem Zusammenspiel sogenannte cyberphysische Systeme (CPS) und damit das Kernkonzept von Industrie 4.0.
Bei der Einführung cyber-physischer Systeme in vorhandene Produktionssysteme ist es wichtig, die Anforderungen der Industrie bezüglich Investitionsschutz, Stabilität der Anlagen, Steuerbarkeit der Datenströme und Datensicherheit zu erfüllen. Das deutsche ABB Forschungszentrum war maßgeblich an der Entwicklung einer Integrationstopologie beteiligt, die den Weg für eine stufenweise Einführung von CPS ebnet. Die Integrationstopologie wurde von der Plattform Industrie 4.0 akzeptiert und veröffentlicht und bildet die Grundlage für weitere Entwicklungen.
Um die Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit der physischen Objekte zu ermöglichen, ist umfangreiche, kostengünstige Sensorik erforderlich. Das ABB Forschungszentrum arbeitet sowohl an neuen, nicht-invasiven Sensortechnologien und autonomen Sensoren mit „energy harvesting“ als auch an drahtgebundenen und drahtlosen Kommunikationstechnologien sowie neuen Standards zur Geräteintegration wie FDI.
Die Fabrik der Zukunft wird auch im Zeitalter von Industrie 4.0 nicht menschenleer sein. Vielmehr werden Menschen mit Robotern und anderen Maschinen in sicherer und effizienter Weise zusammen arbeiten. Das ABB Forschungszentrum arbeitet an innovativen Konzepten für solche kollaborativen Arbeitsplätze, z. B. für die Kleinteilmontage. Ein wichtiger Baustein ist dabei der inhärent sichere humanoide Zweiarm-Roboter YuMi.
YuMi - der erste kollaborative Zweiarm-Roboter
Auf der Hannover Messe 2015 startet ABB die kommerzielle Markteinführung des weltweit ersten kollaborativen Zweiarm-Roboter YuMi. Der Roboter wurde für eine neue Ära der Automatisierung konzipiert, in der Mensch und Roboter Hand in Hand an den gleichen Aufgaben arbeiten. YuMi steht für „you and me - wir arbeiten zusammen“. Viele Annahmen über Fertigungsverfahren und Industrieprozesse wird man dank YuMi neu überdenken müssen.
YuMi wurde entwickelt, um in erster Linie auf die schnellen und flexiblen Fertigungsanforderungen in der Elektronikindustrie, beispielsweise in der Kleinteilmontage, reagieren zu können. Der Roboter wird nach und nach auch in anderen Branchen zum Einsatz kommen. YuMi ist ein kollaboratives Montagesystem mit einem präzisen Visionsystem, Greifer, berührungsempfindlicher Sensorik, flexibler Software und integrierten Sicherheitskomponenten.
Die Programmierung wurde für den Anwender stark vereinfacht. Das einzigartige Design garantiert „inhärente Sicherheit“, dem System wohnt also ein sicherheitsgerichtetes Verhalten inne. Die gefahrlose Zusammenarbeit von Mensch und Roboter Seite an Seite ist so erstmals möglich.
YuMi verfügt bereits über reale Produktionserfahrung und wurde im Vorfeld der Kommerzialisierung in unterschiedlichen Anwendungsfeldern ausgiebig getestet.
Weltweit erster Dienstleister - herstellerunabhängige Prüfung und Kalibrierung von Gasanalysatoren
Als erste Institution in Deutschland (und weltweit) erhielt ABB im Sommer 2014 von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) in Berlin / Braunschweig die Akkreditierung als unabhängiges Prüf- und Kalibrierlabor für Gasanalysengeräte. Damit ist ABB am Standort in Frankfurt-Praunheim in der Lage, Gasanalysatoren aller Hersteller nach DIN EN ISO / IEC 17025 auf die Einhaltung der angegebenen Spezifikationen zu prüfen und / oder zu kalibrieren.
Mit der Akkreditierung bescheinigt die DAkkS ABB die Kompetenz als Anbieter dieser Dienstleistung - im Sinne einer „Konformitätsbewertungsstelle“ - nach den internationalen Standards. Die Norm ISO / IEC 17025 stellt eine internationale Standardisierung der Messwerte eines Analysator-Systems sicher und damit die Vergleichbarkeit der Geräte sämtlicher Hersteller im In- und Ausland. Die Messwerte werden auf die gültigen SI-Werte rückgeführt, und die Prüfberichte sowie die Kalibrierscheine sind international anerkannt. Nach der Akkreditierung wird das ABB-Labor auch durch die ILAC (International Laboratory Accreditation Cooperation) gelistet.
In der deutschen Industrie arbeiten Tausende, wenn nicht Zehntausende von Prozess-Gasanalysatoren, die auf spektroskopischen, paramagnetischen oder wärmeleitenden Messverfahren beruhen. Alle diese Gasanalysatoren haben eine Gemeinsamkeit: Niemand weiß, ob die ausgegebenen Messwerte der tatsächlichen Zusammensetzung der Prüfmedien entspricht, denn bislang gab es weder in Deutschland noch weltweit eine Institution, die die Einhaltung der zugesagten Messbereiche und Messgenauigkeiten überprüfen und kalibrieren konnte.
ABB ist jetzt in der Lage, sämtliche auf dem Markt verfügbaren Gasanalysatoren der genannten Messverfahren auf ihre Messgenauigkeit hin zu überprüfen und - wenn gewünscht bzw. erforderlich - zu kalibrieren und mit einem Kalibrierschein zu versehen. Beides wird mit einem Zertifikat bestätigt. Analysenmodule oder Geräte, die eine Eignungsprüfung besitzen, sollten beziehungsweise müssen nach Reparatur oder nach längerer Betriebsdauer die Eignung erneut nachweisen. Genau diesen Nachweis stellen die Zertifikate des ABB-Prüf- und Kalibrierlabors dar. Dadurch werden die ursprünglichen Spezifikationen mit den entsprechenden Messunsicherheiten bestätigt. Durch eine wiederholte Zertifizierung können die vom Betreiber festgelegten Prüf- und Kalibrierzyklen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Durch die internationale Gültigkeit der ISO / IEC-Norm sowie der ILAC-Listung und die entsprechenden Zertifikate ist es dem Endkunden möglich, Geräte unterschiedlicher Hersteller in ihrer Leistungsfähigkeit zu vergleichen. Für die Betreiber derartiger Geräte eröffnet sich andererseits der Zugang zu internationalen Märkten.
In Deutschland können mithilfe der ABB-Dienstleistung die behördlichen Auflagen der 13. und 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImschV) und auch der seit Mai 2013 gültigen 41. BImschV erfüllt werden. Potenzielle Kunden sind neben international tätigen Unternehmen auch behördliche Abnahmestellen wie Landesämter oder Überwachungsinstitutionen beispielsweise TÜV oder DEKRA.
Ökoeffizientes Isoliergas - Durchbruch in der Schaltanlagentechnik
ABB hat einen Durchbruch in der Schaltanlagentechnik erzielt und eine Lösung entwickelt, die das Gas Schwefelhexafluorid (SF6) durch ein neuartiges Isoliergasgemisch ersetzt. Dieses Gemisch weist ähnliche Isolationseigenschaften auf wie das bisher genutzte SF6, ist aber aufgrund seines weit geringeren Treibhauspotenzials wesentlich umweltschonender. Gegenüber dem Vorgängermodell mit der gleichen Nennleistung kann die gasisolierte Schaltanlage (GIS) mit dem neuen Gasgemisch von ABB die Emission von Kohlendioxidäquivalenten über den Lebenszyklus der Ausrüstung bis zu 50 % reduzieren.
SF6 wird in der Elektrotechnik aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften seit Jahrzehnten zur dielektrischen Isolierung und Stromunterbrechung verwendet. Unter Druck stehendes SF6 sorgt für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb von gasisolierten Schaltanlagen, da es eine wesentlich höhere Durchschlagsfestigkeit besitzt als andere Isolationsmedien. Das ermöglicht den kompakteren Bau von Schaltanlagen und die Installation auch unter beengten Platzverhältnissen.
SF6 gilt jedoch als wirksamstes Treibhausgas und muss von Versorgungs- und Industriekunden über seinen gesamten Lebenszyklus sorgfältig gehandhabt werden. Das vorschriftsgemäße Management des Gases ist zudem mit erheblichen Kosten verbunden, insbesondere bei der Außerbetriebnahme alter Schaltanlagen.
Die neue Technologie kommt in einem Umspannwerk in Zürich-Oerlikon als Pilotinstallation für den Energieversorger ewz erstmalig zum Einsatz. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2015 vorgesehen. Neben der 170-Kilovolt-GIS installiert ABB auch eine Mittelspannungsschaltanlage mit dem neuen Gasgemisch.
Erstes FDI-gestütztes Gerätemanagement-Tool
Nach der Freigabe der FDI-Spezifikation stellt ABB in diesem Jahr die erste Version des „Next Generation Device Management“ (NGDM) vor. Hinter diesem Arbeitstitel verbirgt sich das erste Tool auf dem Markt, das Feldgeräteintegration (Field Device Integration = FDI) mit den nicht proprietären, gemeinsamen FDI-Common-Host- Components unterstützt.
Nach jahrelanger, intensiver Arbeit und mit dem einzigen Ziel, die Geräteintegration radikal zu vereinfachen, wurden im November 2014 die FDI-Spezifikation und mit ihr die gemeinsamen Host-Komponenten (FDI Common Host Components) sowie die integrierte Entwicklungsumgebung (FDI Package IDE) für FDI-Geräte-Pakete vorgestellt.
Die Installation derartiger Management-Tools, der Anschluss der Geräte und der Online-Zugriff dauert - so die Erfahrung vieler Anwender - heute häufig zwischen 30 und 90 Minuten. Mit NGDM dauert es drei Minuten bei etwa 15 Klicks. Der Nutzer ist dabei nicht an einen Desktop-PC, Server oder Laptop gebunden. NGDM lässt sich auf einem Windows-Tablet installieren und unterstützt die notwendige Touch-Navigation, so dass der Nutzer bei der Arbeit auf der Anlage eine größere Freiheit erhält.
Die jetzt veröffentlichte „Device Window Edition“ des NGDM ist erst der Anfang. Ziel ist es, künftige Versionen zu einem Komplettsystem für das Field Asset Management einschließlich Integrationsmöglichkeiten in Leitsysteme und ERP-Systeme zu entwickeln. Hierin wird auch das FDI Device Model auf Basis von OPC UA für den generellen Zugriff auf Geräteinformationen enthalten sein. Nutzer werden ihre Version aktualisieren und ohne Zusatzaufwand die Entwicklung mitgehen können. Zur Vereinfachung einer schnellen Übernahme der FDI-Technologie steht diese „Device Window Edition“ ab Mai 2015 kostenlos zum Download und der Verwendung auf der ABB-Internetseite bereit.
Wichtiger Baustein für die Energiewende - XLPE-Gleichstromkabel für mehr als 500 kV
Im Zuge der Energiewende ist in Deutschland der Neubau von mehr als 2.000 Trassenkilometern für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) als Freileitungssystem geplant, das in vielen Fällen sensible Umweltbereiche passiert oder in geringer Entfernung zu Wohnbebauung verlaufen soll. Wo es nicht möglich ist, alternative Routen zu wählen, können auf Teilstrecken Erdkabel zum Einsatz kommen.
Im August 2014 hat ABB das nun verfügbare kunststoff-isolierte (oder XLPE-) Kabelsystem für Gleichspannungen bis 525 Kilovolt (kV) erstmals vorgestellt. Mit diesem Produkt hat ABB sich um den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft beworben und zählt in der Kategorie Großunternehmen zu den fünf Finalisten. Die Übertragungskapazität dieses neuen Kabelsystems konnte mit bis zu 2,6 GW im Vergleich zu den bisher auf dieser Spannungsebene eingesetzten (sogenannten masse-imprägnierten MI-Kabel) mehr als verdoppelt werden. Zudem reduziert sich die eingesetzte Menge an zu verlegenden Kabeln von zwei auf ein Kabelsystem (mit zwei Einleiter-Kabeln). Dadurch halbiert sich die Trassenbreite und auch die Logistik- und Transportkosten sinken. Das deutlich geringere Gewicht der neuen kunststoff-isolierten Kabel spielt für die Effizienz ebenfalls eine zentrale Rolle: die Länge der einzelnen Kabelabschnitte kann mehr als verdoppelt werden, was dazu führt, dass nur die Hälfte an Muffen eingesetzt werden muss.
Für die HGÜ-Trassen konnten bisher schon Teilverkabelungsstrecken mit 500 kV MI- Kabeln geplant und realisiert werden, durch das von ABB entwickelte 525 kV-XLPE-Kabelsystem ergeben sich nun weitere Einsparpotenziale hinsichtlich Ressourcen, Kosten und Zeit. Das neue Kabelsystem weist eine so hohe Leistungsdichte auf, dass erstmals ein Kabelsystem in etwa die gleiche Leistung übertragen kann wie ein Freileitungssystem. Für die Energiewende und die Herausforderungen für das Übertragungsnetz ist das neue Kabelsystem somit ein zentraler Baustein.
TOSA - neue Generation von Elektrobussen
Elektrobusse im öffentlichen Personennahverkehr sind keine reine Zukunftsmusik mehr, sondern werden zunehmend Realität. Die von ABB entwickelte Antriebs- und Ladetechnik für das TOSA (Trolleybus Optimisation Systeme Alimentation)-System überzeugte die Jury der EBUS Awards 2014. Für das TOSA-Projekt wurde ABB in den beiden Kategorien „Innovation: Ladetechnik“ und „Innovation: Antriebsstrang“ ausgezeichnet. TOSA ist der erste vollelektrisch betriebene Gelenkbus für den städtischen Nahverkehr in Genf / Schweiz.
Dank ultraschneller und vollautomatischer Ladetechnik von ABB kommt der Bus ohne Oberleitung aus. Dafür werden seine Batterien, die sich auf dem Busdach befinden, an jeder dritten oder vierten Haltestelle in lediglich 15 Sekunden mit Hilfe eines dachmontierten Anschlusssystems nachgeladen - während die Fahrgäste ein- und aussteigen.
An den Endhaltestellen erfolgt eine vollständige Aufladung in drei bis vier Minuten. Diese Ladetechnik wird auch als ultraschnelle Flash-Aufladung bezeichnet. Durch ein innovatives elektrisches Antriebssystem kann die Energie zusammen mit der Bremsenergie des Fahrzeugs in den Batterien gespeichert werden. Die gespeicherte Energie kann dann wieder zum Beschleunigen des Fahrzeuges genutzt werden. Das TOSA- System leistet damit einen wichtigen Beitrag zum emissionsfreien Massentransport im öffentlichen Personennahverkehr. Da keine Oberleitungen erforderlich sind, ist der Busverkehr auch flexibler in der Routenführung und wahrt das Stadtbild.
TOSA ist nicht das einzige Projekt im Bereich Elektrofahrzeuge, an dem sich ABB beteiligt. Anfang September kündigte ABB eine strategische Partnerschaft mit BYD Co. Ltd für die gemeinsame Entwicklung neuer Lösungen für Energiespeicher an. BYD ist der führende Anbieter von Energiespeicherlösungen und Elektrofahrzeugen in China.
ABB-Technik für das europäische Stromnetz der Zukunft
Im münsterländischen Reken hat RWE Deutschland im Herbst 2014 ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid) vorgestellt, das Vorbild für andere Stromnetze in Europa werden soll. Als Teil des EU-geförderten Projektes Grid4EU erforscht RWE mit Partnern, was intelligente Stromnetze zur Erreichung der EU-Kernziele für das Jahr 2020 im Bereich Klimawandel und nachhaltige Energiewirtschaft beitragen können. Ergebnisse werden 2016 erwartet.
Bei dem Forschungsprojekt arbeitet RWE mit ABB und der Technischen Universität Dortmund zusammen. Die Technik ist bereits vollständig in das bestehende Ortsnetz von Reken integriert. Neue Betriebsmittel in den Ortsnetzstationen messen die aktuellen Belastungssituationen im Stromnetz und passen die Netzstruktur automatisch den aktuellen Anforderungen an. Bestehende Ringleitungen werden je nach Bedarf so geschaltet, dass Verbraucher und Einspeiser in direkter Verbindung zueinander stehen. So wird der Strom, der in Reken produziert wird, auch vermehrt in Reken verbraucht. Das Netz wird durch die erweiterte Steuerungsfunktion auch zuverlässiger. Im Störungsfall erkennt die zuständige Netzleitstelle direkt, wo eine Reparatur notwendig ist.
ABB entwickelte die notwendigen Geräte für den Umbau des Ortsnetzes. Heute bereits einsetzbare Technik wird in Reken konsequent zu einem aktiven Gesamtsystem weiterentwickelt. Das Forschungsprojekt wird dabei wichtige Ergebnisse zur Standardisierung und Übertragbarkeit auf andere Netze liefern.
Free@home - Haussteuerung einfach wie nie
Als Weltneuheit präsentierte Busch-Jaeger im Frühjahr 2014 free@home. Das System verwandelt das Haus oder die Wohnung in ein intelligentes Zuhause. Ob Jalousie, Licht, Heizung, Klimaanlage oder Türkommunikation - alles ist einfach (fern-)steuer- bar. Ob per Schalter, free@homePanel, Web-Interface oder per App für Smartphone und Tablet.
Das System ermöglicht ein vollkommen neues Freiheitsgefühl und die Unabhängigkeit von Raum und Zeit. Von jedem Platz im Haus oder irgendeinem Ort auf der Welt lassen sich bequem Leuchten schalten, Jalousien bewegen oder Räume temperieren. Besonders attraktiv: Gegenüber einer konventionellen Elektroinstallation entstehen nur geringe Mehrkosten.
Smart Home - ABB, Bosch und Cisco vereinbaren Joint Venture
ABB, Bosch und Cisco wollen ein internationales Gemeinschaftsunternehmen gründen, das eine offene Software-Plattform für das vernetzte Haus - das so genannte Smart Home - entwickeln und betreiben soll. Eine entsprechende Gesellschaftervereinbarung wurde Ende November 2014 unterzeichnet. Die Gründung steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.
Für ein Smart Home ist es entscheidend, dass möglichst viele Geräte und Anlagen im Haushalt, zum Beispiel Waschmaschine, Heizung, Beleuchtung und Jalousien, einfach und sicher Informationen untereinander sowie mit Smartphones und Tablets austauschen können. Das Joint Venture von ABB, Bosch und Cisco hat zum Ziel, eine offene Software-Plattform zu entwickeln und zu betreiben, um diesen einfachen Datenaustausch zwischen Geräten von unterschiedlichen Herstellern zu ermöglichen. Nutzer müssen sich damit künftig keine Gedanken mehr über unterschiedliche Technologien machen, um ihre elektrischen und elektronischen Geräte zuhause zu steuern.
Die neue Software-Plattform soll zudem die Bereitstellung einer Vielzahl von Dienstleistungen zu den Geräten ermöglichen, so zum Beispiel in den Bereichen Energiemanagement, Sicherheitstechnik sowie Unterhaltung. Das ermöglicht neue Geschäftsmodelle: So können etwa Software-Entwickler die unterschiedlichsten Apps für diese Einsatzfelder programmieren.
Längsspannungsregler entwickelt - Pilotinstallation für Mittelspannung
ABB hat im November 2014 gemeinsam mit RWE im sauerländischen Brilon den Prototypen eines neuen Längsspannungsreglers für die dezentrale Regelung der Spannungshöhe im Mittelspannungsnetz vorgestellt. Der Einsatz eines solchen Reglers kann erforderlich werden, falls die Spannung im Verteilnetz durch fluktuierende Einspeisung stark schwankt.
Auf dem deutschen beziehungsweise dem europäischen Markt gab es einen solchen Spannungsregler für die Mittelspannung bisher noch nicht. Im Rahmen des Smart- Grid-Projekts „Netze der Zukunft / Smart Country“, in dem RWE und ABB kooperierten, wurde ein erster Mittelspannungsregler entwickelt und getestet. In kontinuierlicher Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen wurden die Betriebserfahrungen und Erkenntnisse am ABB-Standort Brilon in einem vollständig neu entwickelten Regler umgesetzt. Dieser Prototyp eines Mittelspannungsreglers weist eine hohe technische Effizienz auf, die sich unter anderem in geringen Verlusten und Maßen zeigt und ist heute schon wirtschaftlich im Stromnetz einsetzbar.
Durch die dezentrale und zudem stark schwankende Einspeisung regenerativer Energien insbesondere aus Sonne und Wind stoßen viele Netze mittlerweile an ihre Grenzen. Limitierender Faktor ist oft nicht die Übertragung der Leistung an sich, als vielmehr die Einhaltung des zulässigen Spannungsbereichs. Dies gilt insbesondere für den ländlichen Raum, wo 80 % des regenerativen Stroms erzeugt werden.
Die entstehenden Spannungsprobleme können zwar durch den konventionellen Ausbau des Netzes gelöst werden, etwa durch die Verwendung von Kabeln mit einem größeren Querschnitt. Eine derartige Lösung ist allerdings nicht in allen Fällen wirtschaftlich. Eine Alternative kann der Einsatz regelbarer Ortsnetztransformatoren sein. Dies bedingt aber den Ersatz vorhandener Ortsnetztransformatoren in der Regel an mehreren Stellen im Netz.
Ganz im Gegensatz zu einem Längsspannungsregler (LVR - Line Voltage Regulator). Dieser wird in eine Mittelspannungsleitung eingebaut und beeinflusst das Spannungsniveau innerhalb eines gewünschten Regelbereichs, so dass mehr regenerative Erzeugungsanlagen an das bestehende Netz angeschlossen werden können, als dies ohne Spannungsregelung möglich wäre.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement
ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.
Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.
Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, Mannheim, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.
Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.
Das einheitliche Verständnis des Chancen- und Risikomanagements wird zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert - die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert. Darüber hinaus erfolgt die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement beispielsweise durch das jährlich durchgeführte ABB Enterprise Risk Management Programm, in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zur Risikovermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden.
Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standardreporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.
Risikofelder der ABB:
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken.
Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Systemlösungen, Produkten und Serviceleistungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich rund 6 % unserer Umsatzerlöse in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Beschaffungspreisrisiken
Die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten sowie die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen, sowie der bewusste Umgang mit Konfliktstoffen, um den zunehmenden Auswirkungen auf Beschaffungs- und Prozesskosten aktiv entgegenzuwirken.
Absatzpreisrisiken
Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns nicht nur den zuvor beschriebenen Beschaffungspreisrisiken, sondern auch dem Risiko nicht auskömmlicher Absatzpreise gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.
Risiken der Auftragsabwicklung
Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.
Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken im Vorfeld der Angebotsabgabe, durch ein systematisches und umfassendes Projektmanagement sowie durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews auf Basis aktueller Auftragskalkulationen für Großprojekte wird solchen Risiken Rechnung getragen. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.
Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen. Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.
Produktionsrisiken
Auslastungsschwankungen in der Produktion können durch entsprechende flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.
Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Standortbezogen ist ein Business Continuity Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Auch werden Abhängigkeiten zwischen einzelnen Produktionsstandorten untersucht, um mögliche Auswirkungen von Ausfällen frühzeitig erkennen zu können.
Umweltrisiken
Innerhalb des ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen / -verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus unterliegen unsere Managementsysteme auch den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001 und BS OHSAS 18001.
Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits und externen Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.
Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß dieser konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.
Das Forderungsausfallrisiko wird durch umfangreiche Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein leistungsfähiges und straff organisiertes Mahnwesen begrenzt. Im Geschäftsjahr 2010 hat ABB Deutschland einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern. Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereitgestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.
Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und Einstufung als „politisch riskant“ basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.
Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns offen stehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controllingprozesses.
Sonstige Risiken
Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Arbeitsplatzanbietern im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.
Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine weltweite Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und in allen Ländern als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Die auf den Seiten 20 bis 26 beschriebenen Maßnahmen sind Teil dieser Personalstrategie und nach unserem Dafürhalten geeignet, den oben beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.
Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind auch Voraussetzung für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität. Durch den Einsatz von Sicherheitsexperten an vielen Stellen des ABB-Konzerns sollen höchste Maßstäbe gesetzt werden.
Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.
Ein Information Security Management System (ISMS) auf Basis der international anerkannten Norm „ISO 27001“ steuert bei ABB Deutschland die Informationssicherheit. Regelwerke, die die Informationssicherheit steuern, werden durch Sicherheitsverfahren fortlaufend überwacht und auf deren Effektivität geprüft. Geschäftsdaten und -prozesse werden durch anforderungsspezifische Sicherheitskonzepte gesichert. Konzernweit verbindliche Management-, Planungs- und Auditprozesse steuern die Geschäftsrisiken, die beispielsweise auch aus der Entwicklung von IS-Verfahren und deren Anwendung resultieren. Die Beschäftigten werden durch regelmäßige „IS- Security Trainings“ geschult, um das Bewusstsein zum sicheren Umgang mit Daten und Informationen stets aktuell zu halten.
Datenschutz wird bei ABB sehr ernst genommen. Er ist fester Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS). Durch die Idee der Einbettung in die Geschäftsprozesse wird erreicht, dass die Erfordernisse des Datenschutzes automatisch berücksichtigt werden. Die Datenschutzorganisation der deutschen ABB ist u. a. für diesen prozessorientierten Ansatz in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet worden.
Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr als die ABB durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U. S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahre 2002 erlassenen Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.
Beurteilung des Gesamtrisikos
Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.
Geschäftserwartung
In allen Weltregionen besteht weiterhin großer Bedarf an Stromübertragungs-Infrastruktur - dies gilt sowohl für den Ersatz alter Systeme als auch für neue Projekte. Mit der weiter gewachsenen Einsicht in die Notwendigkeit einer grundlegenden Erneuerung der Netze - Stichwort Smart Grids - wird dieser Bedarf noch steigen und sich auf die anderen Netzebenen, insbesondere auf die Verteilnetzebene, ausweiten. Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Projekten und aufgrund unsicherer politischer Rahmenbedingungen werden jedoch weiterhin viele Investitionen im Bereich Energietechnik verschoben.
Nach den positiven Tendenzen im Jahr 2012 war 2013 und 2014 zumindest in Deutschland wieder eher ein Stillstand zu verzeichnen. Der politische Wille zur Energiewende und für die dazu nötigen Investitionen wurde durch die anhaltende Diskussion der Kosten und ihrer Verteilung eher schwächer und die Verunsicherung der potenziellen Investoren stieg weiter. Da aus heutiger Sicht auch 2015 wohl keine zielführenden politischen Rahmenbedingungen zu erwarten sind, ist im Inland eine Belebung der Geschäftstätigkeit in den Divisionen der Energietechnik eher unwahrscheinlich. Aus dem Ausland sind wegen der anhaltenden politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Unsicherheiten in vielen Ländern in diesem langfristig orientierten Sektor ebenfalls keine deutlichen Impulse zu erwarten.
Die Nachfrage auf den industriellen Absatzmärkten von ABB hängt weitgehend von den Ausrüstungsinvestitionen der Verarbeitenden Industrie ab. Diese haben sich im Jahr 2014 in Deutschland mit + 3 % nach dem neuesten ifo-Investitionstest zwar erholt, lagen damit aber immer noch um 2 % unter denen des Rekordjahres 2008. Für 2015 planen die Unternehmen eine Erhöhung um etwa + 5 %. Mittelfristig sind hier weitere Impulse aus der notwendigen Steigerung der Energieeffizienz zu erwarten. Dies gilt sowohl für neue Produkte, die eine deutlich bessere Energieausnutzung als im Prinzip noch einsatzfähige ältere Produkte aufweisen, als auch für Systeme, komplette Anlagen und Dienstleistungen.
Die Hauptabsatzbereiche der Division Industrieautomation und Antriebe haben 2014 in Deutschland leicht zugelegt. Die größte Branche - der Maschinenbau - wird 2015 trotz einer erwarteten Steigerung um etwa + 2 % noch rund 5 % unter dem Rekordniveau von 2008 bleiben. Hält die Euro-Schwäche an, dürfte diese exportintensive Branche ein höheres Wachstum erreichen, allerdings noch nicht das Rekordvolumen des Jahres 2008. Die Automobilindustrie plant auch im Jahr 2015 einen Anstieg der Investitionen um etwa + 5 %. Aus dem Ausland sind die Hauptimpulse erneut aus den außereuropäischen Schwellenländern zu erwarten, auch die weitere Erholung in Westeuropa und der gesunkene Euro-Kurs sollten leicht positive Auswirkungen haben.
Die Investitionsentwicklung in den prozessorientierten Branchen hat sich in den letzten Jahren gegenüber dem schwachen Jahr 2010 zwar deutlich erholt, aber doch wesentlich schwächer als in den fertigungsorientierten Branchen - 2015 dürfte die Zunahme mit + 5 % etwa im Durchschnitt liegen. Die Chemie als größte prozessorientierte Branche will ihre Investitionen 2015 ebenfalls in dieser Größenordnung steigern. Die Nachfrage aus dem Ausland könnte vor allem von einem anhaltend schwachen Euro, der weiteren Belebung in Westeuropa und vielleicht wieder steigenden Rohstoffpreisen profitieren; belastend wirkt die Ölpreisschwäche.
Der Anstieg der Maschinenbauproduktion von etwa + 2 % und der Hochbauinvestitionen von etwa + 2 % wird die Inlandsnachfrage nach Produkten der Division Niederspannungsprodukte weiter beleben. Zusätzliche Impulse sind jetzt am ehesten aus der weiteren leichten Erholung in Westeuropa zu erwarten, sowie - insbesondere bei anhaltend niedrigem Euro-Kurs - wohl auch von dem starken amerikanischen Wachstum.
Insgesamt dürfte unser relevantes Marktvolumen im Geschäftsjahr 2015 leicht steigen, jedenfalls außerhalb unserer beiden Divisionen in der Energietechnik. Auf Grundlage unseres internen Konzernberichtswesens rechnen wir mit leicht positiven Auswirkungen für unser Geschäftsvolumen und entsprechend für die Entwicklung unseres Ergebnisses. Aufgrund der teilweise großen Schwankungen im Investitionsverhalten unserer Kunden und aufgrund der anhaltenden Finanzkrise bestehen allerdings Chancen und Risiken bei der Erreichbarkeit dieser Planungen.
Für 2016 wird ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 % erwartet, also etwas über dem langjährigen Durchschnitt. Dabei soll es in allen Regionen - außer den USA und Asien - eine Beschleunigung geben, die nur leicht um jeweils 0,3 %-Punkte in Westeuropa und Japan und deutlich in Lateinamerika (+ 2,7 % nach + 1,3 %) und Osteuropa (+ 2,1 % nach - 0,2 %) ausfallen soll. Für die USA ist eine Abschwächung auf hohem Niveau von + 3,2 % auf + 2,9 % und für Asien (ohne Japan) ein Stillstand bei + 6,0 % zu erwarten.
Zusammen mit dem mittelfristig weiter geltenden Bestreben zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Eindämmung des Treibhauseffektes erwarten wir daher für 2016 ein eher stärkeres Wachstum der Märkte für alle Divisionen, an dem wir überdurchschnittlich partizipieren wollen.
Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014
Es liegen keine wichtigen Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 vor.
Mannheim, 05. März 2015
ABB AG
Der Vorstand
Krabbe
Ochsner
Dr. Schumacher
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand. Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung der Divisionen und des Servicegeschäfts sowie wie bereits im Vorjahr die Chancen und Risiken für ABB bei der Umsetzung und Mitgestaltung der Energiewende im Vordergrund der Erörterungen. Gegenstand der Erörterungen mit dem Vorstand waren außerdem das Potential der ABB im Bereich „Industrie 4.0“ sowie die Rolle der deutschen ABB im Rahmen der „Next Level Strategie“ des ABB- Konzerns. Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung über den Stand des Compliance Programms und damit zusammenhängende Fragen. Er tagte pro Quartal einmal. In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr viermal. Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrats dem Gesamtaufsichtsrat.
Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 27. März 2015 gebilligt und damit festgestellt.
In der Sitzung des ersten Quartals 2014 wurden die variablen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen. In der Sitzung betreffend das zweite Quartal 2014 wurden die Kriterien für die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 festgelegt; außerdem wurde die jährliche Anpassung der Vorstandsbezüge beschlossen. In der Sitzung des dritten Quartals 2014 wurde das einvernehmliche Ausscheiden von Herrn Dr. Peter Terwiesch als Mitglied und Vorsitzendem des Vorstands der ABB AG zum 31. Dezember 2014 aufgrund seiner Berufung zum Mitglied der Konzernleitung der ABB beschlossen. Außerdem wurde Herr Hans-Georg Krabbe in derselben Sitzung mit Wirkung ab 01. Januar 2015 für die Dauer von drei Jahren weiterhin zum Mitglied und außerdem zum Vorsitzenden des Vorstands der ABB AG bestellt. Bei allen Beschlussfassungen folgte der Aufsichtsrat der jeweiligen Empfehlung des Personalausschusses.
Mit Ablauf des 03. Juli 2014 schied Herr Detlev Bremkamp aus dem Aufsichtsrat der ABB AG aus. Als Nachfolger wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03. Juli 2014 Herr Rudolf Zimmermann mit Wirkung ab 04. Juli 2014 zum neuen Aufsichtsratsmitglied gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Detlev Bremkamp für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.
Mannheim, 27. März 2015
Bernhard Jucker, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Segmentberichterstattung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang
Konzernbilanz
Aktiva
| Anhang | 31.12.2014 in Tsd. € |
31.12.2013 in Tsd. € |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (3) | ||
| I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | 45.440 | 44.205 | |
| II. Sachanlagen | 284.535 | 271.697 | |
| III. Finanzanlagen | 8.793 | 9.312 | |
| Summe | 338.768 | 325.214 | |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | (4) | 2.730.916 | 2.605.323 |
| Verrechnete Kundenanzahlungen | - 2.004.138 | - 1.535.830 | |
| 726.778 | 1.069.493 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (5) | 244.040 | 267.097 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (5, 6) | 616.222 | 601.388 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | (5) | 37.081 | 32.579 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | (6) | 16.915 | 19.683 |
| Summe | 1.641.036 | 1.990.240 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 691 | 644 | |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | (7) | 121.325 | 111.146 |
| Bilanzsumme | 2.101.820 | 2.427.244 | |
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2014 in Tsd. € |
31.12.2013 in Tsd. € |
|
| A. Eigenkapital | (8) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | (9) | 167.500 | 167.500 |
| II. Kapitalrücklagen | (9) | 51.046 | 51.046 |
| III. Gewinnrücklagen | (10) | 175.094 | 210.804 |
| IV. Bilanzgewinn | 270.307 | 182.022 | |
| V. Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter | (11) | 3.940 | 4.901 |
| Summe | 667.887 | 616.273 | |
| B. Sonderposten aus Investitionszulagen | (12) | 1.189 | - |
| C. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (13) | 67.547 | 61.167 |
| 2. Steuerrückstellungen | (14) | 36.065 | 28.282 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (15) | 503.118 | 523.918 |
| Summe | 606.730 | 613.367 | |
| D. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (16) | 339 | 618 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (16) | 2.491815 | 2.290.839 |
| Verrechnet mit Vorräten | - 2.004.138 | - 1.535.830 | |
| 487.677 | 755.009 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (16) | 93.819 | 117.553 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (6, 16) | 183.799 | 278.688 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | (16) | 58.880 | 44.912 |
| Summe | 824.514 | 1.196.780 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 542 | 741 | |
| F. Passive latente Steuern | (17) | 958 | 83 |
| Bilanzsumme | 2.101.820 | 2.427.244 | |
| Haftungsverhältnisse | (18) | 1.685 | 4.661 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Anhang | 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (22) | 2.975.188 | 3.105.333 |
| 2. Bestandsveränderungen | - 108.221 | - 10.681 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.053 | 4.207 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | (22) | 186.373 | 216.476 |
| 5. Gesamtleistung | 3.057.393 | 3.315.335 | |
| 6. Materialaufwand | (23) | - 1.421.362 | - 1.569.487 |
| 7. Personalaufwand | (24) | - 779.828 | - 793.508 |
| 8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen | (26) | - 60.381 | - 85.179 |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (27) | - 591.889 | - 603.965 |
| 10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 203.933 | 263.196 | |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (28) | 4.657 | 2.696 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (28) | - 18.198 | - 59.595 |
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 190.392 | 206.297 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (29) | - 14.086 | - 6.610 |
| (davon latente Steuern) | (- 875) | (54) | |
| 15. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft | (29) | - 42.771 | - 63.742 |
| 16. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 133.535 | 135.945 | |
| 17. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft | (30) | - 80.926 | - 150.308 |
| 18. Jahresüberschuss / -fehlbetrag nach Ergebnisübernahme | 52.609 | - 14.363 | |
| 19. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr | 220.379 | 200.027 | |
| 20. Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter | (11) | - 2.681 | - 3.642 |
| 21. Bilanzgewinn | 270.307 | 182.022 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| 1. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 133.535 | 135.945 |
| 2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 60.381 | 85.179 |
| 3. Veränderungen der Rückstellungen | - 10.025 | - 66.828 |
| 4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | - 70.962 | - 13.848 |
| 5. Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | - 407 | - 3.606 |
| 6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen | 344.661 | - 262.587 |
| 7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.439 | 58.118 |
| 8. Veränderung sonstiger Aktiva | - 17.055 | - 1.910 |
| 9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen | - 267.332 | 227.503 |
| 10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 37.365 | - 45.531 |
| 11. Veränderung sonstiger Passiva | 12.846 | 5.335 |
| 12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions- / Desinvestitionstätigkeit im Deckungsvermögen | 15.484 | 59.376 |
| 13. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 171.200 | 177.146 |
| 14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen | 2.515 | 9.650 |
| 15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | - 83.508 | - 74.762 |
| 16. Einzahlungen aus Abgängen von Deckungsvermögen | 63.266 | 62.797 |
| 17. Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen | - 7.353 | - 106.338 |
| 18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | - 25.080 | - 108.653 |
| 19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft | - 150.308 | - 98.089 |
| 20. Veränderung der Finanzschulden vor Ergebnisübernahme | - 12.301 | 12.941 |
| 21. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | - 162.609 | - 85.148 |
| 22. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (= Summe Zeilen 13, 18, 21) | - 16.489 | - 16.655 |
| 23. Veränderungen des Finanzmittelbestands aufgrund von Veränderungen des Konsolidierungskreises | 1.701 | - 66 |
| 24. Finanzmittelbestand am 1.1. | 405.817 | 422.538 |
| 25. = Finanzmittelbestand am 31.12.* | 391.029 | 405.817 |
* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelbestands verweisen wir auf Ziffer 6 des Konzernanhangs.
Segmentberichterstattung
| Segmentbericht- erstattung per 31.12.2014 |
Prozessautomation | Industrieautomation und Antriebe | Niederspannungs- produkte |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 400.761 | 432.919 | 448.776 | 527.878 | 979.060 | 944.757 |
| Außenumsatz | 421.326 | 463.864 | 476.068 | 421.288 | 878.586 | 849.081 |
| Interner Umsatz | 6.847 | 8.460 | 11.465 | 13.083 | 83.412 | 82.717 |
| Gesamtumsatz | 428.173 | 472.324 | 487.533 | 434.371 | 961.998 | 931.798 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung | 47.030 | 20.018 | 24.823 | 6.042 | 134.894 | 112.390 |
| Restrukturierungs- aufwendungen |
- 5.414 | - | - 1.120 | - 3.637 | - 14.903 | - 7.084 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung | 41.616 | 20.018 | 23.703 | 2.405 | 119.991 | 105.306 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen* | - 3.746 | - 8.873 | - 2.854 | - 17.652 | - 28.626 | - 27.283 |
| Investitionen in Sachanlagen* | 3.546 | 5.308 | 1.766 | 2.233 | 24.746 | 27.880 |
| Zinserträge | 45 | 5 | 18 | 27 | 86 | 154 |
| Zinsaufwendungen | - 4.377 | 229 | - 86 | - 73 | - 4.272 | 948 |
| Segmentvermögen | 457.882 | 447.304 | 18.929 | 43.755 | 474.761 | 441.302 |
| Segment- verbindlichkeiten |
251.966 | 255.210 | - 858 | 23.821 | 293.566 | 275.696 |
| Zahl der Mitarbeiter | 1.849 | 1.920 | 1.015 | 958 | 3.356 | 3.219 |
| Segmentbericht- erstattung per 31.12.2014 |
Energietechnik- Produkte | Energietechnik- Systeme | Sonstige Einheiten / Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 723.775 | 732.778 | 497.459 | 582.629 | - 115.867 | - 126.732 | 2.933.964 | 3.094.229 |
| Außenumsatz | 657.968 | 734.222 | 517.262 | 610.370 | 23.978 | 26.508 | 2.975.188 | 3.105.333 |
| Interner Umsatz | 17.740 | 51.087 | 14.076 | 14.651 | 48.297 | 47.915 | 181.837 | 217.913 |
| Gesamtumsatz | 675.708 | 785.309 | 531.338 | 625.021 | 72.275 | 74.423 | 3.157.025 | 3.323.246 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung | 25.321 | 64.355 | 10.239 | 68.376 | - 5.320 | - 10.653 | 236.987 | 260.528 |
| Restrukturierungs- aufwendungen |
- 10.833 | - 8.928 | - 14.325 | - 34.582 | - | - | - 46.595 | - 54.231 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung | 14.488 | 55.427 | - 4.086 | 33.794 | - 5.320 | - 10.653 | 190.392 | 206.297 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen* | - 12.391 | - 14.016 | - 2.423 | - 7.674 | - 10.341 | - 9.681 | - 60.381 | - 85.179 |
| Investitionen in Sachanlagen* | 13.177 | 18.714 | 3.680 | 2.518 | 30.276 | 16.714 | 77.191 | 73.367 |
| Zinserträge | 1.418 | 594 | 347 | 159 | 2.743 | 1.757 | 4.657 | 2.696 |
| Zinsaufwendungen | - 3.275 | 155 | - 2.297 | 951 | - 3.891 | 939 | - 18.198 | - 59.595 |
| Segmentvermögen | 440.801 | 470.135 | 571.171 | 905.209 | 138.276 | 119.539 | 2.101.820 | 2.427.244 |
| Segment- verbindlichkeiten |
409.717 | 400.699 | 554.870 | 860.563 | - 75.328 | - 5.018 | 1.433.933 | 1.810.971 |
| Zahl der Mitarbeiter | 2.331 | 2.378 | 1.388 | 1.530 | 984 | 937 | 10.923 | 10.942 |
* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände.
| Segmentbericht- erstattung per 31.12.2014 |
Prozessautomation | Industrieautomation und Antriebe | Niederspannungs- produkte |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang und Umsatz nach Regionen | 2014 in % |
2013 in % |
2014 in % |
2013 in % |
2014 in % |
2013 in % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | ||||||
| Deutschland | 55 | 54 | 82 | 81 | 63 | 62 |
| Europa* | 24 | 22 | 11 | 13 | 24 | 25 |
| Amerika | 9 | 8 | 2 | 2 | 3 | 3 |
| Asien | 11 | 15 | 5 | 4 | 9 | 9 |
| Afrika | 1 | 1 | - | - | 1 | 1 |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - | - | - |
| Umsatz | ||||||
| Deutschland | 56 | 51 | 81 | 80 | 62 | 62 |
| Europa* | 21 | 27 | 13 | 13 | 25 | 25 |
| Amerika | 8 | 9 | 2 | 2 | 3 | 3 |
| Asien | 14 | 12 | 4 | 5 | 9 | 9 |
| Afrika | 1 | 1 | - | - | 1 | 1 |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - | - | - |
| Segmentbericht- erstattung per 31.12.2014 |
Energietechnik- Produkte | Energietechnik- Systeme | Sonstige Einheiten / Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang und Umsatz nach Regionen | 2014 in % |
2013 in % |
2014 in % |
2013 in % |
2014 in % |
2013 in % |
2014 in % |
2013 in % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | ||||||||
| Deutschland | 23 | 22 | 65 | 41 | 100 | 100 | 54 | 49 |
| Europa* | 30 | 34 | 16 | 26 | - | - | 23 | 26 |
| Amerika | 13 | 15 | 2 | 1 | - | - | 6 | 6 |
| Asien | 21 | 21 | 15 | 17 | - | - | 13 | 14 |
| Afrika | 12 | 7 | 2 | 15 | - | - | 4 | 5 |
| Sonstige Regionen | 1 | 1 | - | - | - | - | - | - |
| Umsatz | ||||||||
| Deutschland | 24 | 25 | 38 | 25 | 100 | 100 | 50 | 44 |
| Europa* | 35 | 32 | 22 | 15 | - | - | 25 | 25 |
| Amerika | 18 | 17 | 1 | 3 | - | - | 7 | 7 |
| Asien | 21 | 21 | 6 | 53 | - | - | 11 | 21 |
| Afrika | 2 | 4 | 33 | 4 | - | - | 7 | 2 |
| Sonstige Regionen | - | 1 | - | - | - | - | - | 1 |
* Ohne Deutschland.
Konzern-Eigenkapitalspiegel
| Mutterunternehmen | Minderheits- gesellschafter Minderheiten- kapital in Tsd.€ |
Konzern- eigenkapital Gesamt in Tsd.€ |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital* in Tsd.€ |
Kapital- rücklage in Tsd.€ |
Gewinn- rücklagen und Bilanzgewinn in Tsd.€ |
Eigenkapital in Tsd.€ |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2012 | 167.500 | 51.046 | 408.287 | 626.833 | 6.038 | 632.871 |
| Gezahlte Dividenden | - | - | - | - | - 2.230 | - 2.230 |
| Übrige Veränderungen | - | - | 112 | 112 | - 117 | - 5 |
| Jahresergebnis | - | - | - 15.573 | - 15.573 | 1.210 | - 14.363 |
| Stand am 31.12.2013 | 167.500 | 51.046 | 392.826 | 611.372 | 4.901 | 616.273 |
| Gezahlte Dividenden | - | - | - | - | - 988 | - 988 |
| Übrige Veränderungen | - | - | - 7 | - 7 | - | - 7 |
| Jahresergebnis | - | - | 52.582 | 52.582 | 27 | 52.609 |
| Stand am 31.12.2014 | 167.500 | 51.046 | 445.401 | 663.947 | 3.940 | 667.887 |
* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Konzernanhang
Vorstand
| Dr. sc. techn. ETH Peter Terwiesch Vorsitzender, Leiter der Region Zentraleuropa Vorsitzender, (bis 31.12.2014) |
|
| Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe Automationstechnik - Niederspannungsprodukte - Prozessautomation - Industrieautomation und Antriebe Vorsitzender, (ab 01.01.2015: Vorsitzender) |
|
| Dipl.-Kfm. Markus Ochsner Finanzen und Arbeitsdirektor, CFO der Region Zentraleuropa (ab 01.01.2015: CFO der Region Europa) |
|
| Dr.-Ing. Martin Schumacher Energietechnik - Energietechnik-Produkte - Energietechnik-Systeme |
Aufsichtsrat
| Bernhard Jucker Zürich / Schweiz, Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd, Zürich / Schweiz Vorsitzender |
|
| Jürgen Eisenbeiß1) Heidelberg, Elektrotechniker, stellv. Vorsitzender |
|
| Stefan Basenach1) Neustadt / Weinstraße, Leiter der Product Group T & D Substations, Vorsitzender Konzernsprecherausschuss der Leitenden Angestellten |
|
| Markus Beumer Frankfurt / Main, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, Frankfurt / Main |
|
| Detlev Bremkamp München, Consultant, ehem. Mitglied des Vorstands der Allianz AG, München (bis 03.07.2014) |
|
| Verena zu Dohna-Jaeger1) Frankfurt / Main, Rechtsanwältin, Gewerkschaftssekretärin beim IG Metall Vorstand, Frankfurt / Main |
|
| Klaus Eble Thalwil / Schweiz, Leiter Konzernfunktion Interne Revision der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz |
|
| Mirko Geiger1) Heidelberg, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, IG Metall Heidelberg |
|
| Prof. Dr. Andreas Georgi Starnberg, Executive Advisor, Mitglied div. Aufsichtsräte |
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| Kai-Uwe Glörfeld1) Lüdenscheid, KVP-Trainer |
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| Lothar Kämpfer1) Mannheim, Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG, Mannheim |
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| Davor Kuminoti1) Düsseldorf, Industriemeister |
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| Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach Düsseldorf, Consultant, ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON SE, Düsseldorf |
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| Daniela Schiermeier1) Mannheim, Präsidentin Europäischer ABB-Betriebsrat, Mannheim |
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| Bernhard Schreier Walldorf, ehem. Vorsitzender des Vorstands der Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg |
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| Prof. Dr. Alfred Storck Wettingen / Schweiz, Honorarprofessor, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Unternehmensfinanzierung Universität St. Gallen, St. Gallen / Schweiz |
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| Rudolf Zimmermann Neulußheim, Rechtsanwalt (ab 04.07.2014) |
1 von den Arbeitnehmern gewählt
Erläuterungen
1. Konsolidierungsgrundsätze
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr sind außer der ABB AG 23 inländische und 2 ausländische Unternehmen konsolidiert.
Im Geschäftsjahr 2012 übernahm der ABB-Konzern die Thomas & Betts Corporation, einen führenden nordamerikanischen Anbieter von Niederspannungsprodukten. In Deutschland ist Thomas & Betts mit der Vertriebsgesellschaft in Heidelberg, mit der Firma PMA mit Sitz in Haßfurt, Weltmarktführer bei Kabelschutzsystemen, sowie mit der Firma Kaufel in Berlin, Hersteller von Sicherheitsbeleuchtungs- und Stromversorgungssystemen, vertreten.
In diesem Zusammenhang wurden im Berichtsjahr die Thomas & Betts Vertriebs GmbH, Heidelberg, die PMA Deutschland GmbH, Haßfurt, sowie die ABB Kaufel GmbH, Berlin, erworben und somit erstmalig in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogen. Die Thomas & Betts Vertriebs GmbH, Heidelberg, wurde während des Berichtsjahres auf die ABB AG verschmolzen.
Ferner wurden im Berichtsjahr die Ausbildungsaktivitäten unseres Trainingscenters in Berlin in der ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin, rechtlich verselbständigt. Die ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin, wurde im Berichtsjahr erstmals in die Konsolidierung einbezogen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf unsere Ausführungen unter Ziffer 12 dieses Anhangs.
Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr die im Geschäftsjahr 2012 erworbene Trasfor Engineering GmbH, Bremen, auf die ABB AG verschmolzen.
Eine weitere Veränderung im Konsolidierungskreis ergab sich insoweit, als die Full-Service-Aktivitäten, die bisher in der ABB Automation GmbH, Mannheim, angesiedelt waren, in eine eigenständige Gesellschaft eingebracht und hieran anschließend im Rahmen einer weltweiten Transaktion des ABB-Konzerns im Interesse einer weiteren Portfoliobereinigung an die schwedische Investmentgesellschaft Nordic Capital veräußert wurden.
Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem des Vorjahres wird durch die zuvor beschriebenen Konsolidierungskreisveränderungen aufgrund des geringen Geschäftsvolumens dieser Einheiten nicht beeinträchtigt.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2014 aufgestellt. Die wesentlichen Gesellschaften wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Jahresabschlüsse der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen gemäß US GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, einbezogen.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Neuinvestitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.
Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, wobei nach einer Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- bzw. Firmenwerte grundsätzlich innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben werden. In begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Sofern der beizulegende Wert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.
Passivische Unterschiedsbeträge werden aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen ungeachtet ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2014 entfielen 38.258 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 59.924 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf 41.617 Tsd. €.
Die Anteile konzernfremder Gesellschafter sind aus dem jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Kapital ermittelt und unter Einschluss von Gewinn- und Verlustanteilen im Bilanzposten „Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter“ ausgewiesen.
Die Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei als Stichtag für die Kapitalaufrechnung der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugrunde gelegt wird. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und etwaigen Sonderposten des assoziierten Unternehmens zugeordnet und entsprechend dieser Positionen fortgeführt.
Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den zuvor beschriebenen Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.
Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.
Währungsumrechnung
Die Bilanzwerte der ausländischen Tochtergesellschaften werden für die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, während die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet werden. Unterschiede aus dieser Umrechnung sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen. Sie beeinflussen den Jahresüberschuss somit nicht.
Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs zum Stichtag der Kapitalaufrechnung, d. h. zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.
Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen
In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.
Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen enthaltene ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert.
Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Soweit ausländische Gesellschaften aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen im Einzelabschluss von diesen Methoden wesentlich abweichen, werden diese Abschlüsse für die Konsolidierung angepasst.
Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der KonzernGewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.
Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:
Umsatzerlöse
Als Umsatzerlöse werden die Erlöse aus dem Systemgeschäft, aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, soweit solche Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen resultieren. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.
Anlagevermögen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird grundsätzlich eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren festgelegt; in begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich der Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.
Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln.
Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 Euro nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 Euro bis 410 Euro, werden diese Vermögensgegenstände seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Jahren vor 2010 wurden solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über 150 Euro bis 1.000 Euro in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden. Diese Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und hiernach gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren des Anlagevermögens verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen.
Wesentliche Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode (Equity-Methode) aktiviert.
Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Abzinsungen werden als Abschreibung, Aufzinsungen als Zuschreibung ausgewiesen.
Umlaufvermögen
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet, wobei zur Ermittlung der Anschaffungskosten in der Regel die Durchschnittsmethode angewendet wird.
Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden. Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.
Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.
Sonderposten mit Rücklageanteil
Bis zum 31. Dezember 2009 wurden als Sonderposten mit Rücklageanteil in den Einzelabschlüssen steuerfreie Rücklagen nach § 6b EStG ausgewiesen. Bei Gesellschaften, auf die das Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ oder das Fördergebietsgesetz Anwendung finden, wurden unter den Sonderposten mit Rücklageanteil auch Zuschüsse zum Anlagevermögen und steuerrechtliche Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz ausgewiesen.
Aufgrund der geänderten gesetzlichen Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes werden seit dem 01. Januar 2010 in den Einzelabschlüssen keine steuerlichen Sonderposten mehr erfasst. Die in den zurückliegenden Jahren gebildeten steuerlichen Sonderposten werden in den Einzelabschlüssen entsprechend Artikel 67 III EGHGB beibehalten und planmäßig fortgeführt bzw. verwendet.
In der Konzernbilanz werden diese in den vergangenen Jahren gebildeten Sonderposten mit ihrem Eigenkapitalanteil (70 %) den anderen Gewinnrücklagen und mit ihrem Steueranteil (30 %) der Rückstellung für latente Steuern zugeordnet.
Sonderposten aus Investitionszulagen
Im Interesse eines transparenten Bilanzausweises werden Investitionszulagen öffentlicher oder privater Geldgeber - soweit sie für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens gewährt werden - in dem gesonderten Passivposten „Sonderposten aus Investitionszulagen“ ausgewiesen und im Umfang der auf diese Anlagengegenstände entfallenden Abschreibungsbeträge erfolgswirksam aufgelöst.
Im Gegenzug werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Anlagengegenstände in voller Höhe aktiviert und - soweit abnutzbar - über den Zeitraum ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode“, so dass der Wert der Pensionsverpflichtung zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.
Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei grundsätzlich mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren per Ende September (Inventurstichtag). Im Berichtsjahr wurde aufgrund der merklich rückläufigen Zinsentwicklung der Zinssatz per Ende November für die Bewertung herangezogen. Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.
Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.
Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde auch für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer die betriebliche Altersversorgung auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.
Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.
Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.
Darüber hinaus werden auch die zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.
Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.
Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. auf der Basis der voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.
Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgte bis zum 31. Dezember 2011 in der Weise, dass die über die jeweilige Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zurückgestellt wurden.
Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen aus Verträgen, die nach dem 01. Januar 2012 abgeschlossen wurden, werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.
Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt - dies gilt unabhängig davon, ob der jeweilige Vertrag vor oder nach dem 01. Januar 2012 geschlossen wurde.
In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden.
Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.
Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.
Aufwandsrückstellungen werden ausschließlich für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen ausgewiesen, die voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals des auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein werden.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend der Regelungen des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.
Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.
Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Reuters“ veröffentlichten Marktkursen.
Latente Steuern
Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden. Bestehen am j eweiligen Bilanzstichtag steuerliche Verlustvorträge, können auch hieraus latente Steueransprüche resultieren.
Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenter Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.
Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.
Die aus solchen Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und ihrem Charakter entsprechend als „Aktive latente Steuern“ bzw. als „Passive latente Steuern“ ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus dem industriellen Projekt- und Seriengeschäft werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten erfolgt durch den Einsatz von Warentermingeschäften.
Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.
3. Anlagevermögen
In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Firmenwerte sowie EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte enthalten.
Der Zugang im Bereich der Geschäfts- bzw. Firmenwerte resultiert aus der eingangs erwähnten erstmaligen Konsolidierung der deutschen Einheiten der von ABB übernommenen Thomas & Betts-Gruppe.
Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen unterschiedliche Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auch im Berichtsjahr wieder bei den beiden Divisionen Niederspannungsprodukte und Energietechnik-Produkte lag. Es handelt sich hierbei insbesondere um neue Produktions- bzw. Montagelinien sowie um eine Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen in den produzierenden Werken dieser Einheiten.
Darüber hinaus umfassen die Zugänge des Sachanlagevermögens auch die Neuanschaffung von EDV-Hardware, wobei bestimmte Komponenten dieser EDV- Hardware im Rahmen eines Finanzierungs-Leasing angeschafft wurden. Der Buchwert dieser Leasinggegenstände betrug zum Bilanzstichtag 4.016 Tsd. € (Vorjahr: 3.974 Tsd. €).
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Seiten 68 bis 69 aufgeführt.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile teilweise zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden, so dass dieser Anteil des Wertpapierspezialfonds - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde.
Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7, 13 und 15 dieses Anhangs.
Entwicklung des Anlagevermögens
| Stand per 31.12.2013 in Tsd.€ |
Veränderung Konsolid. Kreis in Tsd.€ |
Zugänge in Tsd.€ |
Umbuchungen in Tsd.€ |
Abgänge in Tsd.€ |
Stand per 31.12.2014 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| EDV-Software | 63.120 | 189 | 2.073 | 925 | 2.208 | 64.099 |
| Konzessionen. Schutzrechte. Lizenzen | 3.348 | - | 1.335 | - 5 | 5 | 4.673 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 567.669 | - | 11.412 | - | 397.546 | 181.535 |
| Geleistete Anzahlungen | 30 | - | - | - 24 | 6 | - |
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 634.167 | 189 | 14.820 | 896 | 399.765 | 250.307 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke. grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 342.249 | - | 1.475 | 7.907 | 4.013 | 347.618 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 412.714 | 27 | 11.854 | 12.531 | 17.378 | 419.748 |
| Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 339.860 | 882 | 18.480 | 5.701 | 16181 | 348.742 |
| Anlagen im Bau | 21.355 | - | 28.458 | - 20.465 | 432 | 28.916 |
| Geleistete Anzahlungen | 10.510 | - | 2.104 | - 6.570 | - | 6.044 |
| Sachanlagen (gesamt) | 1.126.688 | 909 | 62.371 | - 896 | 38.004 | 1.151.068 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | 181 | - | - | - | - | 181 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.760 | - | - | - | - | 5.760 |
| Sonstige Ausleihungen | 3.371 | - | - | - | 519 | 2.852 |
| Finanzanlagen (gesamt) | 9.312 | - | - | - | 519 | 8.793 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 1.770.167 | 1.098 | 77.191 | - | 438.288 | 1.410.168 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr in Tsd.€ |
Kumulierte Abschreibungen in Tsd.€ |
Buchwerte per 31.12.2014 in Tsd.€ |
Buchwerte per 31.12.2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| EDV-Software | 4.951 | 58.415 | 5.684 | 7.657 |
| Konzessionen. Schutzrechte. Lizenzen | 132 | 3.175 | 1.498 | 295 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.377 | 143.277 | 38.258 | 36.223 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | 30 |
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 14.460 | 204.867 | 45.440 | 44.205 |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke. grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.891 | 249.168 | 98.450 | 95.119 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 17.690 | 332.497 | 87.251 | 81.171 |
| Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 23.297 | 284.825 | 63.917 | 63.542 |
| Anlagen im Bau | 43 | 43 | 28.873 | 21.355 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | 6.044 | 10.510 |
| Sachanlagen (gesamt) | 45.921 | 866.533 | 284.535 | 271.697 |
| Finanzanlagen | ||||
| Sonstige Beteiligungen | - | - | 181 | 181 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | 5.760 | 5.760 |
| Sonstige Ausleihungen | - | - | 2.852 | 3.371 |
| Finanzanlagen (gesamt) | - | - | 8.793 | 9.312 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 60.381 | 1.071.400 | 338.768 | 325.214 |
Aufstellung des Anteilsbesitzes
| (Stand: 31.12.2014) | Gewinn- abführungs- vertrag |
Eigenkapital in Tsd. LW |
Konzern- anteil in % |
Beteiligung bei Nr. | Ergebnis Geschäftsjahr in Tsd. LW1) |
Umsatz 2014 in Mio. LW |
Mitarbeiter 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen der ABB AG | |||||||
| 1. ABB AG, Mannheim | 846.265 € | 4.624 | 1.130 | 4.058 | |||
| 2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin | - 18 € | 100 | 1. | - 43 | - | - | |
| 3. ABB Automation GmbH, Mannheim | * | 128.737 € | 100 | 22. | 32.826 | 516 | 1.664 |
| 4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg | 47.533 € | 100 | 3. | 9.051 | 416 | 1.282 | |
| 5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid | * | 17.438 € | 100 | 8. | 52.670 | 267 | 1.013 |
| 6. ABB Bauprojekt- management GmbH, Mannheim |
* | 1.922 € | 100 | 1. | 121 | - | 7 |
| 7. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim | 263.650 € | 100 | 1. | - 230 | - | - | |
| 8. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim | 47.759 € | 100 | 1. | - 511 | - | - | |
| 9. ABB Business Services GmbH, Heidelberg | * | 93 € | 100 | 1. | - 85 | 9 | 122 |
| 10. ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg | * | 5.442 € | 100 | 1. | 3.398 | 41 | 25 |
| 11. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim | 265.827 € | 100 | 7. | - 1.529 | 1 | - | |
| 12. ABB Kaufel GmbH, Berlin | 1.312 € | 100 | 8. | - 1.894 | 14 | 94 | |
| 13. Lorentzen & Wettre GmbH, München | 339 € | 100 | 3. | - 422 | 5 | 16 | |
| 14. ABB Patent GmbH, Ladenburg | * | 44 € | 100 | 1. | 2 | - | - |
| 15. PMA Deutschland GmbH, Haßfurt | 4.897 € | 100 | 8. | 777 | 14 | 19 | |
| 16. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim | 912 € | 100 | 8. | - 14.114 | 56 | 266 | |
| 17. ABB abService GmbH, Bobingen | 2.154 € | 100 | 1. | 268 | 6 | 18 | |
| 18. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg | * | 27.942 € | 100 | 8. | 36.866 | 489 | 1.566 |
| 19. ABB Stotz-Kontakt / Striebel & John Vertriebsges. mbH, Heidelberg | 304 € | 75,5 | 18. / 20. | - 393 | 86 | 142 | |
| 20. Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach | 1.310 € | 51 | 1. | 246 | 88 | 381 | |
| 21. Striebel Vermögens- verwaltungs- gesellschaft mbH, Sasbach |
862 € | 51 | 1. | 2 | - | - | |
| 22. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg | 116.339 € | 100 | 1. / 7. / 11. | - 6.597 | 9 | 180 | |
| 23. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim | * | 512 € | 100 | 1. | - 34 | 5 | 45 |
| 24. Newron System SA, Toulouse / Frankreich | 1.733 € | 100 | 5. | 207 | 2 | 13 | |
| 25. Striebel France S.a.r.l., Fellering / Frankreich | 5.769 € | 51 | 21. | 13 | 2 | 12 | |
| 26. ABB-Unterstützungs- einrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim |
41.156 € | 100 | 1. | - 5.720 | - | 17 | |
| II. Sonstige Beteiligungen | |||||||
| 27. Dii GmbH, München2) | 1.748 € | 5 | 1. | - 857 | 4 | 30 | |
| 28. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungs- prüfungen GbR, Mannheim |
140 € | 14 | 1. | - | - | - | |
| 29. SOLUM Grundstücks-Vermietungs- gesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG, Düsseldorf |
50 € | 99 | 10. | - | - | - |
1) Jahresüberschuss /-fehlbetrag vor Ergebnisübernahmen.
2) Testierte Zahlen 2013.
4. Vorräte
| 31.12.2014 in Tsd.€ |
31.12.2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 102.982 | 111.764 |
| Unfertige Erzeugnisse | 43.212 | 49.881 |
| Bestellte Anlagen in Arbeit | 973.689 | 1.070.758 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 63.619 | 67.680 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.547.414 | 1.305.240 |
| Summe Vorräte inklusive geleisteter Anzahlungen | 2.730.916 | 2.605.323 |
| ./. verrechnete Kundenanzahlungen | - 2.004.138 | - 1.535.830 |
| Vorräte (gesamt) | 726.778 | 1.069.493 |
Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.
Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 126 Mio. € auf insgesamt 2.731 Mio. € erhöht. Dieser Anstieg entfällt hauptsächlich auf die Division Energietechnik-Systeme, die im Berichtsjahr größere Anzahlungen im Zusammenhang mit der Anarbeitung von Windparkprojekten an andere ABB-Einheiten zu leisten hatte.
Unter Berücksichtigung der um rund 468 Mio. € gestiegenen Fortschrittszahlungen, der ebenfalls in erster Linie auf die Division Energietechnik-Systeme entfällt, ergibt sich eine deutliche Reduzierung des Nettovorratsvermögens um rund 342 Mio. €.
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2014 in Tsd.€ |
31.12.2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 244.040 | 267.097 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (2.422) | (2.029) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 616.222 | 601.388 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (149) | (3.173) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 37.081 | 32.579 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (872) | (1.035) |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) | 897.343 | 901.064 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (3.443) | (6.237) |
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 29 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 27 %). Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich / Schweiz.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen nur geringfügig unter dem Wert des Vorjahres.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Schadenersatzansprüche, Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Forderungen aus Konsortialgeschäften, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.
6. Flüssige Mittel
| 31.12.2014 in Tsd.€ |
31.12.2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 16.915 | 19.683 |
| Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2 enthalten) | 374.114 | 386.134 |
| Flüssige Mittel | 391.029 | 405.817 |
| Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) | 152.314 | 233.997 |
| Flüssige Mittel /. Finanzschulden | 238.715 | 171.820 |
Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.
Die Verminderung der flüssigen Mittel um rund 15 Mio. € erklärt sich in der Hauptsache aus dem Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von rund 171 Mio. €, aus dem investitionsbedingten Mittelabfluss in Höhe von - 25 Mio. € sowie aus dem finanzierungsbedingten Mittelabfluss in Höhe von - 163 Mio. €.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit enthält u. a. Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermögen im Umfang von 84 Mio. € sowie Ausgaben für Einzahlungen in das Planvermögen zur Absicherung von Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 7 Mio. €. Gegenläufig wirkten sich hier die Einzahlungen aus der Veräußerung von Planvermögen zum Zwecke der Erstattung von Rentenzahlungen in Höhe von 63 Mio. € aus.
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet in erster Linie die Abführung des Vorjahresergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, in Höhe von 150 Mio. €.
Die Finanzschulden beinhalten im Wesentlichen die Verpflichtung zur Abführung des Nettoergebnisses und der Steuerumlage an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, die sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 124 Mio. € belief, während der Vorjahresbetrag insgesamt 214 Mio. € betrug, so dass sich der Rückgang der Finanzschulden weitestgehend aus diesem Sachverhalt erklärt.
7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung derartiger Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, führte insgesamt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 121.325 Tsd. € (Vorjahr: 111.146 Tsd. €).
Von diesem Betrag entfallen 117.846 Tsd. € (Vorjahr: 108.688 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen und 3.479 Tsd. € (Vorjahr: 2.458 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersteilzeitverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen.
Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden. Darüber hinaus enthält dieses Deckungsvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.
Die vorzunehmende Verrechnung von Deckungsvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, so dass aus dieser Verrechnung sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch Pensionsrückstellungen resultierten.
Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2014 auf insgesamt 1.039.858 Tsd. € (Vorjahr: 1.039.294 Tsd. €), während der Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.157.704 Tsd. € (Vorjahr: 1.147.982 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 875.422 Tsd. € (Vorjahr: 923.120 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 282.282 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 224.862 Tsd. €).
Die Einzahlungen in das Deckungsvermögen während des Berichtsjahres beliefen sich auf 8.403 Tsd. € (Vorjahr: 106.975 Tsd. €), während die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen 70.766 Tsd. € (Vorjahr: 71.651 Tsd. €) betrugen.
Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Deckungsvermögen verweisen wir auf Ziffer 13 und Ziffer 15 dieses Anhangs.
Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.
Die in diese Vermögensverrechnung einbezogenen Altersteilzeitverpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2014 auf 20.781 Tsd. € (Vorjahr: 20.733 Tsd. €).
Der Zeitwert der mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechneten Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 24.260 Tsd. € (Vorjahr: 23.191 Tsd. €), während sich die Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte auf 18.165 Tsd. € (Vorjahr: 18.165 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen auf 6.095 Tsd. € (Vorjahr: 5.026 Tsd. €) beliefen.
8. Entwicklung des Eigenkapitals
Wie bereits an anderer Stelle dieses Anhangs ausgeführt, wurde im Geschäftsjahr 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.
Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierter Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschusses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.
In Abhängigkeit der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, so dass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre aufgrund rückläufiger Marktwertentwicklung nicht oder nicht mehr vollständig zum Tragen kommt, wird der ehemals gesperrte Betrag ausgeschüttet bzw. im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages abgeführt, so dass es insoweit zu einer Verminderung des Eigenkapitals kommt.
Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte sowie unter weiterer Berücksichtigung von Gewinnverwendungsmaßnahmen von Minderheitsgesellschaftern, ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres eine Erhöhung des Konzerneigenkapitals um 51.614 Tsd. €.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.
9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2014 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz.
Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG.
10. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten, neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG, den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.
In den Gewinnrücklagen werden darüber hinaus die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte der Vorjahre berücksichtigt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung sowie um den Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklageanteil.
Ferner enthalten die Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von 5.916 Tsd. € aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 im Zusammenhang mit der Abzinsung langfristiger Rückstellungen (außer Pensionsrückstellungen).
11. Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter
Von den Anteilen konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen entfällt der überwiegende Anteil auf die Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, und deren Tochtergesellschaften. Der im Ausgleichsposten enthaltene Anteil am Kapital (ohne Bilanzergebnis) beläuft sich - wie im Vorjahr - auf 1.259 Tsd. €. Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden kumulierten Gewinnanteile belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.801 Tsd. € (Vorjahr: 3.750 Tsd. €); auf konzernfremde Gesellschafter entfallende kumulierte Verlustanteile belaufen sich im Berichtsjahr auf 120 Tsd. € (Vorjahr: 108 Tsd. €).
Vom Jahresüberschuss entfallen auf konzernfremde Gesellschafter Gewinnanteile in Höhe von 147 Tsd. € (Vorjahr: 1.210 Tsd. €) und Verlustanteile in Höhe von 120 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €).
12. Sonderposten aus Investitionszulagen
Sofern für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens öffentliche oder private Mittel gewährt werden, werden diese Zuwendungen unter diesem Sonderposten ausgewiesen und in künftigen Jahren in dem Umfang erfolgswirksam aufgelöst, in dem diese Anlagengegenstände plan- oder außerplanmäßig abgeschrieben werden.
Der zum Berichtsjahresende ausgewiesene Betrag in Höhe von 1.189 Tsd. € entfällt auf die Zuwendung von Bundes- und Landesmitteln zum Zwecke der Sanierung eines Gebäudes auf dem Berliner Gewerbestandort PankowPark, wo bis zum Jahre 2016 ein hochmodernes Ausbildungszentrum entstehen wird.
Sowohl unser Trainingscenter in Berlin als auch unser Trainingscenter in Heidelberg verstehen sich als Bildungsdienstleister und bieten im Rahmen einer sogenannten Verbundausbildung die Ausbildung in 16 Berufen an.
Dies bedeutet, dass ABB in diesen beiden Trainingseinrichtungen nicht nur eigene Auszubildende, sondern auch Auszubildende von Partner- und Drittunternehmen ausbildet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin und in der Metropolregion Rhein-Neckar leistet.
13. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung
Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungskapital im Sinne der US-amerikanischen Bilanzierungsvorschriften hat die deutsche ABB-Gruppe im Geschäftsjahr 2004 ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.
In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.
Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.
Zum 31. Dezember 2014 betrugen die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.052.105 Tsd. € (Vorjahr: 1.041.035 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 4,58 % (Vorjahr: 4,91 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren.
Im Vorjahr wurde der Zinssatz per Ende September 2013 für die Bewertung der Pensionsrückstellungen herangezogen (Inventurstichtag für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen der ABB AG); aufgrund der deutlichen Absenkung des Zinssatzes während des letzten Quartals 2014 wurde für die Pensionsrückstellungsermittlung des Berichtsjahres der Zinssatz per Ende November 2014 verwendet.
Ferner liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % p. a. (Vorjahr: 3,0 %) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,5 % p. a. (Vorjahr: 1,8 %) zugrunde. Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplanes wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von unverändert 5,0 % p. a. unterstellt.
Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.052.105 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 66.910 Tsd. € (Vorjahr: 71.395 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 55.300 Tsd. € (Vorjahr: 59.426 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.
Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerten erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, so dass sich - in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades - sowohl aktive als auch passive Unterschiedsbeträge aus der Vermögensverrechnung ergaben.
Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Deckungsvermögen verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 1 17.846 Tsd. € (Vorjahr: 108.688 Tsd. €), sowie passive Unterschiedsbeträge im Umfang von insgesamt 67.547 Tsd. € (Vorjahr: 61.167 Tsd. €).
Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen, während die passiven Unterschiedsbeträge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.
Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 11.610 Tsd. € (Vorjahr: 11.969 Tsd. €).
14. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.
15. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.
Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.
Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.
Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 503.118 Tsd. € (Vorjahr: 523.918 Tsd. €), wobei dieser Rückgang der sonstigen Rückstellungen in erster Linie auf geringere Rückstellungen für noch erwartete Kosten abgerechneter Kundenaufträge und geringere Garantierückstellungen infolge des rückläufigen Abrechnungsvolumens zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurden während des Berichtsjahres wesentliche Teile der in den Vorjahren für Restrukturierungsmaßnahmen gebildeten Rückstellungen in Anspruch genommen.
Gegenläufig entwickelten sich hingegen die Rückstellungen für negative Marktwerte aus am Stichtag noch nicht geschlossener Devisentermingeschäfte infolge der Entwicklung der Währungskurse während des Berichtsjahres.
Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 20.781 Tsd. € (Vorjahr: 20.733 Tsd. €).
Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.
Per 31. Dezember 2014 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Wertpapiere 24.260 Tsd. € (Vorjahr: 23.191 Tsd. €); dieser Betrag wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 20.781 Tsd. € (Vorjahr: 20.733 Tsd. €) verrechnet, so dass sich ein Aktivposten aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 3.479 Tsd. € ergab (Vorjahr: 2.458 Tsd. €). Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen zu Ziffer 7 dieses Anhangs.
16. Verbindlichkeiten
| 31.12.2014 in Tsd.€ |
Restlaufzeit bis 1 Jahr in Tsd.€ |
31.12.2013 in Tsd.€ |
Restlaufzeit bis 1 Jahr in Tsd.€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 339 | 339 | 618 | 576 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.491.815 | 1.506.231 | 2.290.839 | 1.422.536 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (145.571) | (87.994) | (104.608) | (64.958) |
| Verrechnet mit Vorräten | - 2.004.138 | - 1.211.444 | - 1.535.830 | - 953.700 |
| Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten | 487.677 | 294.787 | 755.009 | 468.836 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 93.819 | 93.799 | 117.553 | 117.552 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 183.799 | 173.551 | 278.688 | 260.534 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 58.880 | 56.413 | 44.912 | 42.100 |
| (davon aus Steuern) | (22.627) | (22.627) | (22.683) | (22.683) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (664) | (664) | (857) | (857) |
| Verbindlichkeiten (gesamt) | 824.514 | 618.889 | 1.196.780 | 889.598 |
Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 77 Tsd. € (Vorjahr: 59 Tsd. €) und von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 10.248 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) im Berichtsjahr eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten erklärt sich aus der konzerninternen Finanzierung einer Immobilieninvestition der ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg.
Der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen nach Verrechnung mit Vorräten ist in erster Linie auf größere Zahlungseingänge in der Division Energietechnik-Systeme im Zusammenhang mit Offshore-Projekten zurückzuführen, die jedoch größtenteils an liefernde Einheiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns in Form geleisteter Anzahlungen weitergeleitet wurden.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen - wie im Vorjahr auch - 12 % auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist hauptsächlich eine Folge des bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrages zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.
Aufgrund dieses Unternehmensvertrages werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.
Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 124 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 214 Mio. € ergab, so dass aus diesem Sachverhalt ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von 90 Mio. € resultiert.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern sowie Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften.
Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.
17. Latente Steuern
| Steuerlatenzspiegel | Betrag in Tsd. € |
Steuersatz in % |
|---|---|---|
| Aktivlatenzen | ||
| Vorräte | 487 | 30,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 3.025 | 30,00 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 220 | 30,00 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 350 | 30,00 |
| Jubiläumsückstellungen | 6 | 30,00 |
| Sonstige Rückstellungen | 30 | 30,00 |
| Anteil Tochterpersonengesellschaft | 83.296 | 30,00 |
| Summe Aktivlatenzen | 87.414 | |
| Passivlatenzen | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 954 | 30,00 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.314 | 30,00 |
| Sonstige Rückstellungen | 410 | 30,00 |
| Anteil Tochterpersonengesellschaft | 69.612 | 30,00 |
| Summe Passivlatenzen | 73.290 | |
| Verlustvortrag Körperschaftsteuer | 22.824 | 15,83 |
| Verlustvortrag Gewerbesteuer | 9.135 | 14,00 |
| Summe Verlustvorträge | 31.959 | |
| Summe Latenzen | 46.083 |
Latente Steuern ergeben sich durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.
Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2014 betragen im Konzern 87.414 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 73.290 Tsd. € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern latente Steuern in Höhe von 31.959 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch.
Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich passivische latente Steuern in Höhe von 958 Tsd. €, die in der Bilanz erfasst sind.
18. Haftungsverhältnisse
| 31.12.2014 in Tsd.€ |
31.12.2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 1.685 | 4.661 |
| Haftungsverhältnisse (gesamt) | 1.685 | 4.661 |
In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 1.643 Tsd. € (Vorjahr: 2.887 Tsd. €) für ehemalige konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.
Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.
Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.
Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.
19. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
| 31.12.2014 Gesamtbetrag in Tsd.€ |
31.12.2014 Jahresbetrag in Tsd.€ |
31.12.2013 Gesamtbetrag in Tsd.€ |
31.12.2013 Jahresbetrag in Tsd.€ |
|
|---|---|---|---|---|
| IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen | 45.402 | 36.602 | 110.283 | 38.683 |
| Wesentliche Miet- und Pachtverträge | 43.983 | 8.164 | 45.694 | 8.635 |
| Andere Geschäfte | 38.921 | 14.477 | 36.172 | 14.004 |
| Gesamt | 128.306 | 59.243 | 192.149 | 61.322 |
Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 128 Mio. € (Vorjahr: 192 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 59 Mio. € (Vorjahr: 61 Mio. €).
Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich vorrangig um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich des Flächenmanagements. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 45 Mio. € (Vorjahr: 110 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 37 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €).
Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fällt hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und IBM, der allerdings zum 30. September 2015 beendet wird. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.
Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 44 Mio. € (Vorjahr: 46 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 8 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.
Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 39 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 14 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €).
20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 18 und nicht unter Ziffer 19 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 27 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €). Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 19 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €).
21. Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.
Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 542.515 Tsd. € (Vorjahr: 619.732 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt - 21.681 Tsd. € (Vorjahr: 7.871 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow-Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.
Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug im Berichtsjahr 13.040 Tsd. € (Vorjahr: 21.464 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt - 388 Tsd. € (Vorjahr: - 1.041 Tsd. €).
Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.
Für Devisentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 25.293 Tsd. € (Vorjahr: 4.949 Tsd. €) bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der nicht bilanzierten derivativen Finanzinstrumente (positive Marktwerte) beträgt insgesamt 3.612 Tsd. € (Vorjahr: 12.820 Tsd. €).
Für Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 596 Tsd. € (Vorjahr: 1.204 Tsd. €) bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der nicht bilanzierten derivativen Finanzinstrumente (positive Marktwerte) beträgt insgesamt 208 Tsd. € (Vorjahr: 163 Tsd. €).
22. Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge
Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres lagen mit 2.975 Mio. € um rund 130 Mio. € unter dem Umsatzniveau des Vorjahres.
Sowohl in den beiden Divisionen der Energietechnik als auch in der Division Prozessautomation waren zum Teil deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen, während das Umsatzvolumen in der Division Industrieautomation und Antriebe sowie in der Division Niederspannungsprodukte gesteigert werden konnte.
Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie aus anderen Dienstleistungen für nicht konsolidierte Konzernunternehmen, Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellem Anlagevermögen sowie Erträge aus der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.
Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 26.329 Tsd. € (Vorjahr: 41.168 Tsd. €) enthalten.
Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge um rund 30 Mio. € resultiert einerseits aus den oben erwähnten Währungsgewinnen, die im Berichtsjahr um rund 15 Mio. € unter den Währungsgewinnen des Vorjahres lagen. Zum anderen ergaben sich während des Berichtsjahres geringere Erträge aus der Freiwerdung nicht mehr benötigter Rückstellungen, dies insbesondere deshalb, weil der Vorjahresbetrag durch einen Einmaleffekt aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Beilegung eines Rechtsstreites gekennzeichnet war.
Gegenläufig wirkten sich hingegen Erträge aus einem konzerninternen Technologietransfer an ausländische Konzernunternehmen aus.
23. Materialaufwand
| 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 1.157.926 | - 1.255.335 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 263.436 | - 314.152 |
| Materialaufwand (gesamt) | - 1.421.362 | - 1.569.487 |
Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.421 Mio. € und lag damit um rund 148 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres, was in erster Linie auf die geringere Gesamtleistung des Berichtsjahres zurückzuführen ist.
Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich die Materialeinsatzquote somit von 47 % im Vorjahr auf 46 % im Berichtsjahr vermindert.
24. Personalaufwand
| 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | - 667.248 | - 652.594 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 112.580 | - 140.914 |
| (davon für Altersversorgung) | (-) | (-29.626) |
| Personalaufwand (gesamt) | - 779.828 | - 793.508 |
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 13.680 Tsd. € vermindert, was in erster Linie auf einen deutlich geringeren Altersversorgungsaufwand des Berichtsjahres zurückzuführen ist.
Wie bereits unter Ziffer 13 dieses Anhangs ausgeführt, wurden zum Ende des Berichtsjahres einige wesentliche Berechnungsparameter zur versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsverpflichtungen adjustiert; hieraus resultierte eine deutliche Verminderung des im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungsaufwands, so dass sich insoweit ein Ertrag aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.065 Tsd. € ergab, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist. Die im Zinsergebnis auszuweisenden Effekte aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sind hingegen deutlich angestiegen; wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 28 dieses Anhangs.
Die Lohn- und Gehaltskosten sind gegenüber dem Vorjahr - bei nahezu unveränderter Mitarbeiterzahl - um 14.654 Tsd. € angestiegen, was im Wesentlichen auf den Tarifanpassungen per Juli 2013 (+ 3,4 %) und per Mai 2014 (+ 2,2 %) beruht.
25. Mitarbeiter
| im Jahresdurchschnitt | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 3.183 | 3.231 |
| Angestellte | 6.927 | 6.910 |
| Auszubildende | 761 | 710 |
| Mitarbeiter (gesamt) | 10.871 | 10.851 |
Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Jahresdurchschnitt geringfügig um 20, während die Mitarbeiterzahl stichtagsbezogen von 10.942 zum Ende des Vorjahres um 19 auf 10.923 zum Ende des Berichtsjahres zurück gegangen ist.
26. Abschreibungen
Soweit in der Vergangenheit Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen wurden, haben diese das Jahresergebnis nachfolgender Geschäftsjahre nicht wesentlich beeinflusst.
Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik bezüglich beweglicher Gegenstände des Sachanlagevermögens verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Ziffer 2 dieses Anhangs.
27. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräten und Wertpapieren), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräten), Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten, Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 54.854 Tsd. € (Vorjahr: 26.737 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch positive Wechselkurseffekte enthalten sind.
Trotz des zuvor erwähnten Anstiegs der Währungsverluste um rund 28 Mio. €, ergab sich insgesamt eine Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 12.076 Tsd. €, was einerseits auf geringere auftragsbezogene Kosten aufgrund der geringeren Gesamtleistung wie bspw. Transport- und Verpackungskosten, auf geringere Restrukturierungsaufwendungen sowie auf Einspareffekten bei anderen Kostenarten wie bspw. Instandhaltungs- oder Reisekosten zurückzuführen ist.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnliche Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.851 Tsd. € (Vorjahr: 5.493 Tsd. €).
28. Zinsergebnis
| 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.657 | 2.696 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (178) | (135) |
| (davon aus Ab- / Aufzinsung) | (4.407) | (2.359) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 18.198 | - 59.595 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (- 36) | (- 5) |
| (davon aus Ab- / Aufzinsung) | (- 16.422) | (- 58.331) |
| Zinsergebnis | - 13.541 | - 56.899 |
Das Zinsergebnis des Berichtsjahres belief sich auf - 13.541 Tsd. € und lag damit um 43.358 Tsd. € über dem Zinsergebnis des Vorjahres.
Das Zinsergebnis enthält auch die Effekte aus der Auf- bzw. Abzinsung langfristiger Rückstellungen sowie Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen.
Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 83.855 Tsd. € (Vorjahr: 66.542 Tsd. €), wovon 33.581 Tsd. € (Vorjahr: 16.538 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 4,91 % im Vorjahr auf 4,58 % zum Ende des Berichtsjahres resultierten.
Des Weiteren enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres Erträge aus der Verzinsung des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 72.393 Tsd. €, während sich die Höhe derartiger Erträge im Vorjahr auf 14.687 Tsd. € belief, so dass die deutliche Verbesserung des oben aufgeführten Zinsergebnisses maßgeblich auf die gestiegene Rendite des saldierungsfähigen Vermögens, trotz deutlich höherer Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen, zurückzuführen ist.
Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.324 Tsd. € (Vorjahr: 2.351 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 3.888 Tsd. € (Vorjahr: 6.466 Tsd. €) beliefen.
Adjustiert man das Zinsergebnis um die zuvor beschriebenen Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes Zinsergebnis in Höhe von - 1.515 Tsd. € (Vorjahr: - 929 Tsd. €).
29. Steuern
Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert der überwiegende Anteil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands in Höhe von insgesamt 56.857 Tsd. € (Vorjahr: 70.352 Tsd. €) aus der Steuerumlage durch die zuletzt genannte Gesellschaft.
30. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag
Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich im Berichtsjahr auf 133.535 Tsd. € (Vorjahr: 135.945 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrages werden von diesem Betrag insgesamt 80.926 Tsd. € (Vorjahr: 150.308 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt. Der verbleibende Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag nach Ergebnisabführung in Höhe von 52.609 Tsd. € (Vorjahr: - 14.363 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungssperre unterliegen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.
31. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, betrugen:
| 2014 in Tsd.€ |
2013 in Tsd.€ |
|
|---|---|---|
| Honorar für Abschlussprüfungsleistungen | 786 | 847 |
| Honorar für andere Bestätigungsleistungen | 5 | 36 |
| Honorar für Steuerberatungsleistungen | 23 | 9 |
| Gesamthonorar | 814 | 892 |
32. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, Kredite
Die Höhe der im Geschäftsjahr 2014 aufgewendeten Aufsichtsratsvergütungen belief sich auf insgesamt 367 Tsd. €.
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 betrugen insgesamt 2.426 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.350 Tsd. €.
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 62.911 Tsd. € zurück gestellt.
Kredite im Sinne der §§ 89, 115 AktG bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 53 bis 55 aufgeführt.
33. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB
Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:
| ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg | |
| ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim | |
| ABB Business Services GmbH, Heidelberg | |
| Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid | |
| ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim | |
| ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg | |
| ABB Patent GmbH, Ladenburg | |
| ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach | |
| ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim |
34. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim (Kurzfassung)
Bilanz
| 31.12.2014 in Mio. € |
31.12.2013 in Mio. € |
|
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 87,9 | 88,7 |
| Finanzanlagen | 370,4 | 372,4 |
| Anlagevermögen | 458,3 | 461,1 |
| Vorräte (netto) | 492,9 | 804,7 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 442,0 | 429,2 |
| Flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften | 762,8 | 802,6 |
| Gesamtvermögen | 2.156,0 | 2.497,6 |
| Eigenkapital | 846,3 | 846,3 |
| Rückstellungen | 335,4 | 362,3 |
| Erhaltene Anzahlungen (netto) | 423,8 | 688,7 |
| Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften | 417,0 | 457,4 |
| Andere Verbindlichkeiten | 133,5 | 142,9 |
| Gesamtkapital | 2.156,0 | 2.497,6 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2014 in Mio. € |
2013 in Mio. € |
|
|---|---|---|
| Umsatz | 1.130,2 | 1.286,0 |
| Gesamtleistung | 1.204,3 | 1.453,3 |
| Personal- und Materialaufwand | - 839,9 | - 961,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen | - 349,6 | - 376,6 |
| Beteiligungs- und Zinsergebnis | 74,7 | 63,4 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 89,5 | 178,2 |
| Außerordentliches Ergebnis | - 3,3 | - |
| Ergebnis vor Steuern | 86,2 | 178,2 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | - 80,9 | - 150,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 5,3 | - 27,9 |
| Jahresüberschuss | - | - |
| Gewinnvortrag | 0,4 | 0,4 |
| Bilanzgewinn | 0,4 | 0,4 |
Der Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim, wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.
Mannheim, 05. März 2015
ABB AG
Der Vorstand
Krabbe
Ochsner
Dr. Schumacher
Bestätigungsvermerk
„Wir haben den von der ABB AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Mannheim, 12. März 2015
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Th. Müller, Wirtschaftsprüfer
Reiter, Wirtschaftsprüfer
Fünfjahresübersicht
Bilanz
Aktiva
| 2014 in Mio. € |
2013 in Mio. € |
2012 in Mio. € |
2011 in Mio. € |
2010 in Mio. € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 45 | 44 | 74 | 103 | 128 |
| Sachanlagen | 285 | 258 | 246 | 256 | |
| Finanzanlagen | 9 | 9 | 11 | 43 | 22 |
| Summe Anlagevermögen | 339 | 325 | 343 | 392 | 406 |
| Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen | 2.731 | 2.605 | 2.304 | 1.683 | 1.701 |
| Verrechnete Kundenanzahlungen | - 2.004 | - 1.536 | - 1.485 | - 1.126 | - 1.250 |
| \= Summe Vorräte (netto) | 727 | 1.069 | 819 | 557 | 451 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 425 | 429 | 489 | 491 | 481 |
| Flüssige Mittel inklusive Kredite an verbundene Unternehmen | 391 | 406 | 422 | 537 | 485 |
| Sonstige Aktiva* | 220 | 198 | 196 | 153 | 157 |
| Summe Umlaufvermögen | 1.763 | 2.102 | 1.926 | 1.738 | 1.574 |
| Passiva | |||||
| Bilanzsumme | 2.102 | 2.427 | 2.269 | 2.130 | 1.980 |
| Gezeichnetes Kapital | 168 | 168 | 168 | 168 | 168 |
| Rücklagen (inklusive Fremdanteile) | 227 | 262 | 282 | 327 | 232 |
| Konzerngewinn /-verlust (inklusive Fremdanteile) | 273 | 186 | 183 | 73 | 150 |
| Summe Eigenkapital | 668 | 616 | 633 | 568 | 550 |
| Rückstellungen für Pensionen | 68 | 61 | 95 | 96 | 80 |
| Übrige Rückstellungen | 539 | 552 | 582 | 682 | 708 |
| Summe Rückstellungen | 607 | 613 | 677 | 778 | 788 |
| Erhaltene Anzahlungen | 488 | 755 | 539 | 274 | 322 |
| Sonstige Passiva** | 339 | 443 | 420 | 510 | 320 |
| Bilanzsumme | 2.102 | 2.427 | 2.269 | 2.130 | 1.980 |
| Finanzmittelbestand | 391 | 406 | 422 | 537 | 485 |
| Finanzschulden | 152 | 168 | 283 | 40 | |
| Nettoliquidität | 239 | 172 | 254 | 254 | 445 |
* Inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
** Inklusive Sonderposten aus Investitionszulagen.
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2014 in Mio. € |
2013 in Mio. € |
2012 in Mio. € |
2011 in Mio. € |
2010 in Mio. € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 3.057 | 3.315 | 3.234 | 3.435 | 3.337 |
| Materialaufwand | - 1.421 | - 1.569 | - 1.574 | - 1.633 | - 1.635 |
| Personalaufwand | - 780 | - 794 | - 781 | - 739 | - 746 |
| Abschreibungen | - 60 | - 85 | - 82 | - 86 | - 90 |
| Übrige Aufwendungen V. übrige Erträge | - 605 | - 661 | - 584 | - 685 | - 629 |
| Außerordentliches Ergebnis | - | - | - | - | - 89 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 57 | - 70 | - 49 | - 71 | - 31 |
| Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 134 | 136 | 164 | 221 | 117 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | - 81 | - 150 | - 98 | - 200 | - |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag nach Ergebnisübernahme | 53 | - 14 | 66 | 21 | 117 |
| Auftragseingang | |||||
| Inland | 1.576 | 1.518 | 1.542 | 2.296 | 1.983 |
| Ausland | 1.358 | 1.576 | 1.524 | 1.488 | 1.737 |
| Summe | 2.934 | 3.094 | 3.066 | 3.784 | 3.720 |
| Auslandsanteil | 46 % | 51 % | 50 % | 39 % | 47 % |
| Umsatz | |||||
| Inland | 1.475 | 1.360 | 1.414 | 1.454 | 1.345 |
| Ausland | 1.500 | 1.745 | 1.487 | 1.914 | 1.616 |
| Summe | 2.975 | 5 | 2.901 | 3.368 | 2.961 |
| Auslandsanteil | 50 % | 56 % | 51 % | 57 % | 55 % |
| Investitionen in Sachanlagen* | 77 | 73 | 70 | 53 | 58 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen* | - 60 | - 85 | - 82 | - 86 | - 90 |
| Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) | 10.923 | 10.942 | 10.989 | 10.868 | 11.012 |
* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände.
ABB weltweit auf einen Blick
ABB Ltd, Konzern, Zürich
| 31.12.2014** in Mio. US $* |
31.12.2013 in Mio. US $* |
|
|---|---|---|
| Auftragseingang | 41.515 | 38.896 |
| Umsatz und übrige Betriebserlöse | 39.830 | 41.848 |
| Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.178 | 4.387 |
| Operativer Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Operatives EBITDA) | 5.400 | 6.075 |
| Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen | 3.896 | 4.066 |
| Konzerngewinn | 2.594 | 2.787 |
| Eigenkapital (ohne Minderheiten) | 16.269 | 18.678 |
| Bilanzsumme | 44.878 | 48.064 |
| Zahl der Mitarbeiter (circa) | 140.000 | 150.000 |
| Segmentergebnisse (Operatives EBITDA) | ||
| Prozessautomation | 1.029 | 1.096 |
| Industrieautomation und Antriebe | 1.760 | 1.783 |
| Niederspannungsprodukte | 1.429 | 1.468 |
| Energietechnik-Produkte | 1.519 | 1.637 |
| Energietechnik-Systeme | 5 | 419 |
| Konzern und Übrige | - 342 | - 328 |
* Die Abschlüsse wurden nach U. S. Generally Accepted Accounting Principles (U. S. GAAP) erstellt.
** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, vom 5. Februar 2015.
Der Geschäftsbericht und weitere Informationsschriften des ABB-Konzerns sind erhältlich bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation (GF-CC), Postfach 10 01 64, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich / Schweiz.
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