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ABB Ltd Annual Report 2012

Jun 5, 2013

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Annual Report

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Publication

ABB AG

Mannheim

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012

Geschäftsbericht 2012

Inhalt

Inhalt
Bericht des Vorstands
Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2012
Bericht des Aufsichtsrats
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012
Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Segmentberichterstattung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang
Bestätigungsvermerk
Fünfjahresübersicht
Impressum
ABB weltweit auf einen Blick

Bericht des Vorstands

Liebe Leserinnen und Leser,

2012 war ein schwieriges Jahr, in dem sich das Wirtschaftswachstum in unseren Zielmärkten verlangsamt hat. Auch das Wachstum von ABB in Deutschland wurde gebremst. Der Auftragseingang ging um 19 % zurück und belief sich auf 3,1 Mrd. €. Im Vorjahr hatte ABB einen Großauftrag über eine Offshore-Windparkanbindung in der Nordsee verbucht. Wenn man diesen Großauftrag herausrechnet, ergibt sich eine Steigerung des Auftragseingangs um 2 %. Der Auftragsbestand wurde um 3 % gesteigert und summierte sich auf 4,6 Mrd. €. Der Umsatz sank um 14 % auf 2,9 Mrd. €. Mit 213 Mio. € blieb das Ergebnis um 27 % unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 121 auf 10.989 Beschäftigte.

Die Energiewende stellte alle Marktteilnehmer vor besondere Herausforderungen. Obwohl es ein großes technisches Potenzial gibt, boten die aktuellen Rahmenbedingungen im Markt nicht immer ein günstiges Umfeld für Investitionen. Der massive Umbau von konventionellen Kraftwerken hin zu erneuerbaren Energieanlagen hinterließ Spuren im Geschäft unserer Kunden und damit auch im traditionellen ABB-Geschäft. In den Exportmärkten wurde in Infrastrukturprojekte, bei anhaltend hohem Wettbewerbsdruck, investiert.

Diese Entwicklungen wirkten sich unterschiedlich auf die beiden Divisionen Energietechnik-Produkte und -Systeme aus. Das Systemgeschäft litt nicht zuletzt wegen des fehlenden Auftrags über eine Offshore-Netzanbindung stärker als die Produkteinheiten, die den Auftragseingang 2012 steigern konnten. Umsatz und Ergebnis nahmen bei beiden Divisionen ab. Im Produktgeschäft wirkten sich Investitionen in neue Produkte sowie Produktionserweiterungen, Prozessoptimierungen und klare, langfristige Produkt- und Vertriebsstrategien positiv aus. Die Dynamik, mit der sich die Märkte verändern, ist enorm. Wir müssen unser Leistungsportfolio schnell und flexibel danach ausrichten.

Im Markt für Automatisierungstechnik zeigte sich der Geschäftsverlauf deutlich stabiler. Die Division Niederspannungsprodukte verbesserte Umsatz und Ergebnis, während der Auftragseingang nahezu stabil blieb. Die Bereiche Gebäudesystemtechnik und Elektroinstallationen behaupteten sich und steigerten das Volumen. Obwohl einzelne Absatzbranchen, z. B. speziell auch die Solarindustrie, 2012 eingebrochen sind, war es für die Niederspannungsprodukte ein erfolgreiches Jahr.

Die Division Industrieautomation und Antriebe verzeichnete einen leicht rückläufigen Auftragseingang; Umsatz und Ergebnis wuchsen aber deutlich. Der Bereich Robotics lieferte sein bestes Ergebnis seit Bestehen am Standort Friedberg. Die Produktion für Gleichstromantriebe konnte die verhaltene Konjunktur in China durch Absatz in anderen Märkten und die hohe Flexibilität in der Produktion ausgleichen. Darüber hinaus wurde die akquirierte Newave USV Systeme GmbH, Spezialist im Bereich unterbrechungsfreie Stromversorgung, reibungslos integriert und die Synergieziele erreicht.

Die Division Prozessautomation verlor an Volumen im Umsatz, steigerte dafür aber Auftragseingang und Ergebnis. Auch diese Division integrierte eine neue Einheit. Die Lorentzen & Wettre GmbH bietet Systeme für die Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung in der Zellstoff- und Papierindustrie. Verbesserte Energieeffizienz, erhöhte Produktivität und die zunehmende Integration von Energie- und Automatisierungstechnik prägten in dieser Division die Nachfrage. Benutzerfreundliche Leittechnik, neue Formen der Mensch-Maschine-Kooperation und die Vernetzung von realen Produkten mit virtuellen Systemen sind wesentliche Trends in der Prozessautomation.

Um dem Preisdruck entgegenzuwirken, dem wir in fast allen Märkten ausgesetzt sind, werden wir technische Innovationen bieten aber zugleich auch weiter unsere Kosten senken. Das Forschungszentrum in Ladenburg, eines von sieben weltweit, arbeitet eng mit den Geschäftsbereichen zusammen. Das Marktpotenzial für das ABB-Portfolio der Energie- und Automatisierungstechnik ist immens, unsere Führungsrolle wollen wir ausbauen. Intelligenz im Verteilnetz und Gleichstrom für das Übertragungsnetz die nächsten Jahre werden einen Technologiesprung in Deutschland und den Nachbarländern bringen, den ABB mit gestalten wird. ABB beschäftigt in Europa gut 60.000 Vollzeitkräfte, 10.000 davon in Deutschland und verfolgt detaillierte Wachstumspläne im Heimmarkt Europa, die auf eine signifikante Steigerung des Auftragseingangs aus dieser Region bis 2015 abzielen.

Nicht nur in der Energieübertragung, auch in der Automatisierungstechnik sehen wir eine Renaissance des Gleichstroms gegenüber dem Wechselstrom, ob in Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, in Schiffsantrieben, in der Beleuchtung oder in Rechenzentren. Immer häufiger ergänzt sich unsere Kompetenz in diesen beiden Schwerpunkten unserer Tätigkeit. Die Verknüpfung von Verteilnetz, Gebäudesystemtechnik und lokalen Stromspeichern im Smart Grid erfordert integrierte Ansätze. ABB bietet z. B. Ladelösungen für alle Verbindungsstandards sowie intelligente Systeme und Software, die das Stromnetz überwachen. Ob es um eine Windenergieanlage, die Ausrüstung einer Lokomotive oder den Aufbau von Smart Grids geht: Sowohl aus der Energietechnik wie aus der Automationstechnik heraus liefern wir die Schlüsselkomponenten.

Ich danke Ihnen, dass Sie ABB im Jahr 2012 begleitet haben und hoffe, dass wir auch 2013 gemeinsame Wege gehen.

Dr. Peter Terwiesch

*Vorstandsvorsitzender

der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa*

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2012

Weltwirtschaft wächst 2012 etwas schwächer als erwartet - Deutschland übertrifft die Erwartungen leicht

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2012 mit real +2,5 % etwas schwächer gewachsen als vor einem Jahr erwartet (+2,6 %). Das Wirtschaftswachstum lag deutlich unter dem Vorjahreswert von +3,1 % und dem langjährigen Durchschnitt von rund +3 %.

Träger des Wachstums war erneut Asien (ohne Japan), dessen Anstieg von +6,1 % allerdings um etwa 1 %-Punkt niedriger als 2011 und um etwa 3 %-Punkte niedriger als 2010 war. Es folgte trotz einer deutlichen Wachstumsabschwächung um 1,5 %-Punkte Lateinamerika mit +2,7 % vor Osteuropa mit +2,5 %. Dessen Wachstumsabschwächung um 2,3 %-Punkte fiel von allen Regionen am stärksten aus. Das Wachstum in Nordamerika hat sich mit +2,2 % gegenüber 2011 leicht beschleunigt, das in Japan mit +1,9 % - vor allem wegen des Basiseffektes der Fukushima-Katastrophe - 2011 sogar deutlich. Westeuropa ist mit einer Wachstumsabschwächung um fast 2 %-Punkte auf - 0,3 % weiter zurückgefallen, so dass die Wirtschaftsleistung insgesamt um etwa 1 % niedriger ausfiel als im Jahr 2008.

Die bundesdeutsche Wirtschaft hat sich mit einem Wachstum von real +0,7 % erneut besser entwickelt als vor einem Jahr (+0,5 %) erwartet. Sie gehört damit in Westeuropa zwar immer noch zu den Ländern mit dem stärksten Wachstum, musste mit einer Verringerung von 2,4 %-Punkten aber eine überdurchschnittliche Einbuße hinnehmen. Überraschend war der Export mit +3,7 % trotz Halbierung der Zuwachsrate der Haupt-Wachstumsmotor. Rechnerisch liegt der Wachstumsbeitrag des Außenhandels mit 1,0 %-Punkten sogar über dem Gesamtwachstum. Der Inlandsbeitrag fiel mit -0,3 %-Punkten negativ aus.

Die Bereiche Privater Konsum und Öffentlicher Konsum mit einem Wachstumsbeitrag von zusammen +0,6 %-Punkten haben den negativen Beitrag der Investitionen von - 0,5 %-Punkten überkompensiert. Die Bau- und die Ausrüstungsinvestitionen mit -1,5 % bzw. -4,8 % haben die Steigerung um jeweils 2 %, die noch vor einem Jahr erwartet wurde, weit verfehlt. Bei den Bauinvestitionen war dies hauptsächlich Folge des starken Wachstums im Jahr 2011 speziell im Öffentlichen Sektor, das durch Sondereinflüsse geprägt war. Die Ausrüstungsinvestitionen litten vor allem unter den wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten rund um den Euro, der Energiewende und internationalen Spannungen.

Die deutsche Verarbeitende Industrie hatte 2012 statt eines erwarteten Anstiegs von +1 % einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von -1,3 % zu verzeichnen. Die schwächere Entwicklung betraf fast alle wesentlichen Branchen in geringerem Maße Maschinenbau (+1 %) und Kfz-Industrie (+ 0,0 %). Nach der starken Erholung 2011 um 17 % haben die Unternehmen der Verarbeitenden Industrie ihre Investitionen 2012 nach dem neuesten ifo-Investitionstest um weitere 3 % gesteigert. Allerdings sind dies Plan-Werte, da die Umfrage im Herbst 2012 stattfand. Trotz schlechterer Produktionsentwicklung war die Investitionsentwicklung in diesem Sektor also wohl deutlich günstiger als in der Gesamtwirtschaft.

Wachstum der Weltwirtschaft 2013 erneut unter langjährigem Durchschnitt - Deutsche Wirtschaft wächst weiter, allerdings erneut nur schwach

Die Weltproduktion soll im Jahr 2013 mit 2,6 % nur geringfügig stärker steigen als im Jahr 2012. Dies liegt weiter unter dem langjährigen Durchschnitt von etwa 3 %. Wachstumsmotor bleibt Asien (ohne Japan, +6,6 %), vor Lateinamerika (+3,5 %) und Osteuropa (+2,8 %). Für alle drei Regionen wird ein um etwa 0,5 %-Punkte beschleunigtes Wachstum erwartet. Innerhalb der Triade bleibt Nordamerika (+1,9 %) trotz leichter Abschwächung vor Japan, dessen Wachstum sich auf 1,2 % reduzieren soll, und Westeuropa (+0,1 %), das statt leichter Rezession nun Stagnation erwartet. Wachstumsführer sollen nach einem etwas schwächeren Jahr 2012 mit wieder höheren Wachstumsraten erneut China (+8,2 %) und Indien (+6,3 %) sein. In Europa soll erneut nur Norwegen (+2,7 %) ein Wachstum von deutlich über 1 m% erreichen.

Für Deutschland wird 2013 wie im Vorjahr ein Wachstum von 0,7 % erwartet. Damit fiele Deutschland hinter Großbritannien (+0,9 %) zurück, bliebe aber vor den beiden anderen großen europäischen Industrieländern Frankreich (+0,0 %) und Italien (-0,9 %). Impulse werden vor allem vom Inland erwartet, der Konsum soll erneut um knapp 1 % steigen, die Bauinvestitionen um etwa 3 %. Für die Ausrüstungsinvestitionen wird ein weiterer Rückgang um etwa 1 % erwartet. Allerdings ist die Bandbreite der Prognosen mit -6 % (RWI) bis +4 % (Helaba) extrem groß. Vom Außenhandel wird bei einem Wachstum von jeweils 3 % für Export und Import ein kleiner positiver Beitrag erwartet. Die Produktion der Verarbeitenden Industrie soll 2013 um 2 % steigen, ähnliche Zuwächse erwarten auch die vier großen Industriebranchen Elektrotechnik, Kfz-Industrie, Maschinenbau und Chemie. Der Erholungsprozess der Industrie-Investitionen soll sich mit +3 % weiter fortsetzen, obwohl für die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen überwiegend ein weiterer Rückgang erwartet wird.

Auftragseingang der Vorjahre im Inland nicht erreicht - Leichte Zuwächse im Auslandsgeschäft

Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Auftragseingang der deutschen ABB auf 3.066 Mio. € und lag damit um 19 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3.784 Mio. €. Die rückläufige Entwicklung betraf insbesondere das Inlandsgeschäft, wo im Vorjahr ein Auftrag zur Lieferung einer Stromleitung zur Anbindung von Offshore-Windparks in der Nordsee an das deutsche Stromnetz enthalten war. Aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen war eine kundenseitige Zurückhaltung bei der Vergabe von Projekten in ähnlicher Größenordnung spürbar.

Der Auftragseingang aus dem Inland belief sich im Berichtsjahr auf 1.542 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Bestellvolumen aus dem Inland noch bei 2.296 Mio. € lag, ist dies ein Rückgang um 33 %. Insbesondere in der Division Energietechnik-Systeme, deren Geschäft stark durch Großprojekte geprägt ist, fiel der Rückgang am höchsten aus.

Für die Division Energietechnik-Systeme kam es im Berichtsjahr durch die Verschiebung der Vergabeentscheidung bei einigen Großprojekten zu einem deutlichen Rückgang im Inlandsgeschäft. Hauptsächlich betroffen war der Geschäftsbereich Elektrische Netze, wo der Vorjahreswert und die Erwartungen für das Berichtsjahr deutlich verfehlt wurden. Der Geschäftsbereich Stromerzeugung hatte sich in einer schwierigen Wettbewerbssituation zu behaupten, in der das kundenseitige Investitionsvolumen auf dem Inlandsmarkt nach wie vor negativ durch den für Deutschland beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie beeinflusst war. Der Bestelleingang des Berichtsjahres konnte im Inland die Vorjahreswerte nicht ganz erreichen. Ähnlich verlief die Entwicklung im Geschäftsbereich Schaltanlagen. Die Vorjahreswerte wurden in einem intensiven Wettbewerbsumfeld im Inland nicht erreicht, zumal im Vorjahr ein wertgewichtiges Serviceprojekt enthalten war, für das im Berichtsjahr kein entsprechendes Projekt in die Auftragsbücher genommen werden konnte. Im Geschäftsbereich Netzleittechnik, der 2012 in die beiden Geschäftsbereiche Automation und Kommunikation sowie Software aufgeteilt wurde, konnten die negativen Auswirkungen wegen der zögerlichen Vergabe von Großprojekten durch ein stabiles Basisgeschäft ausgeglichen werden. Die Vorjahreswerte beim Auftragseingang aus dem Inland wurden jedoch nicht ganz erreicht.

In der Division Energietechnik-Produkte lag der Auftragseingang mit deutschen Kunden im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 17 % unter den Werten des Vorjahres. Während sich die Auftragseingänge im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte leicht und im Geschäftsbereich Transformatoren deutlich reduzierten, blieb das Volumen im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte nahezu stabil. Die Auftragseingänge im Bereich Service waren stark umkämpft, in allen Geschäftsbereichen sind die Auftragseingänge mit deutschen Kunden gesunken.

Der Bestelleingang in der Division Niederspannungsprodukte lag im Inlandsgeschäft 5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Trotz teilweise schwieriger Marktverhältnisse haben sich für die ABB Stotz-Kontakt GmbH die Geschäftsfelder Installationsgeschäft und Industrie weiter positiv entwickelt. Einen deutlichen Rückgang im Inland gab es bei der Photovoltaik, woraus insgesamt ein Rückgang des Inlandsgeschäfts resultierte, obwohl die anderen Inlandsaktivitäten leicht wachsen konnten. Der unverändert positive Trend im Installationsgeschäft hat für die Busch-Jaeger Elektro GmbH zu einer positiven Volumenentwicklung geführt. Im Inlandsgeschäft konnte ein ordentlicher Zuwachs erzielt werden. Für die Striebel & John GmbH & Co. KG setzte sich die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung, insbesondere im Wohnungsbau, weiter fort und konnte genutzt werden, um ein Wachstum im einstelligen Bereich zu erzielen. Der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte Geschäftsbereich Niederspannungsanlagen hatte mit anhaltend schwierigen Marktgegebenheiten zu tun. Der im Neuanlagen- und Servicegeschäft tätige Geschäftsbereich ist überwiegend auf den deutschen Markt beschränkt, in dem das Geschäft mit Energieerzeugern und Anlagenbauern den Hauptanteil des Volumens ausmacht. Zusammen mit Aufträgen aus dem zukunftsträchtigen Segment der Data Center und einem wachsenden Servicegeschäft wurde ein Volumen knapp unter den Werten des Vorjahres erzielt.

Nach einem zweistelligen Zuwachs der inländischen Auftragseingänge im Vorjahr konnte die Division Prozessautomation im Berichtsjahr die Vorjahreswerte mit einem Anstieg von 7 % erneut übertreffen. Stark geprägt wurde der Bestelleingang durch Zuwächse und Großprojekte in den Geschäftsbereichen Marine und Minerals sowie einem deutlichen Volumenzuwachs im Geschäftsbereich Control Technologies. Ein gegenläufiger Effekt ist im Geschäftsbereich Turbolader zu sehen. Der weltweite Einbruch des Schiffsmarktes, welcher vor allem durch Überkapazitäten und gestiegene Treibstoffpreise ausgelöst wurde, führte im Berichtsjahr zu einem deutlichen Volumenrückgang. Auch der Geschäftsbereich Metals konnte die Vorjahreswerte nicht erreichen, weil im Vorjahr enthaltene Großprojekte nicht in diesem Umfang in die Auftragsbücher genommen werden konnten. Daneben ist anzumerken, dass seit 2012 die Lorentzen & Wettre GmbH in die Division Prozessautomation integriert ist, so dass sich hierdurch eine Steigerung des Auftragseingangs gegenüber Vorjahr ergab.

Nach den deutlichen Zuwächsen der Vorjahre erreichte die Division Industrieautomation und Antriebe im Geschäftsjahr 2012 unter anderem bedingt durch die Verschiebung von wesentlichen Vergabeentscheidungen beim Auftragseingang das Volumen des Vorjahres nicht ganz. Im Inland betrug der Rückstand gegenüber Vorjahr rund 4 %. Der überwiegend im Produktgeschäft tätige Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH verzeichnete im Berichtsjahr eine relativ konstante Entwicklung der Geschäftsaktivitäten im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil des Inlandsgeschäfts lag unverändert bei rund 75 %. Die Entwicklung im Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH verlief beim Auftragseingang ungünstiger als in den Vorjahren, so dass die Vorjahreswerte nicht erreicht werden konnten. Rund 90 % des Auftragsvolumens kommen vom deutschen Markt.

Die Entwicklung des Auftragseingangs aus dem Ausland verlief im Berichtsjahr günstiger als das Inlandsgeschäft. Der Auftragseingang aus dem Auslandsgeschäft betrug 1.524 Mio. €, so dass im Vorjahresvergleich ein leichter Zuwachs in Höhe von rund 2 % gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.488 Mio. € erzielt wurde. Insgesamt stieg der Auslandsanteil an den Bestellungen von 39 % im Vorjahr auf 50 % im Berichtsjahr.

In der Division Energietechnik-Systeme lag das Exportvolumen im Geschäftsjahr 2012 leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang betrug insgesamt knapp 6 %, verlief für die Geschäftsbereiche aber uneinheitlich. Der Geschäftsbereich Stromerzeugung konnte im Vergleich zum schwachen Vorjahreswert eine deutliche Steigerung erzielen. Dies ist im Berichtsjahr vor allem auf die Hereinnahme verschiedener Großprojekte in Vorderasien und Afrika zurückzuführen und wurde erreicht, obwohl ABB wichtige Aufträge durch den anhaltenden Preiswettbewerb nicht gewinnen konnte. Der Geschäftsbereich Schaltanlagen blieb hinter dem Vorjahreswert zurück. Maßgeblich für das schwache Exportgeschäft war ein intensives Wettbewerbsumfeld, wodurch im Gegensatz zum Vorjahr keine Großprojekte in die Auftragsbücher genommen werden konnten. Die Geschäftsbereiche Netzleittechnik und Elektrische Netze erreichten das Exportvolumen des Vorjahres ebenfalls nicht.

Während die Division Energietechnik-Produkte im Inland einen negativen Trend zu verzeichnen hatte, stiegen die Auftragseingänge aus dem Ausland um 10 %. Dabei nahm insbesondere die Nachfrage nach Hochspannungsprodukten aus dem Ausland deutlich zu. Der Geschäftsbereich Transformatoren inklusive der Isolationsprodukte für Transformatoren konnte im Berichtsjahr die Vorjahreswerte ebenfalls übertreffen. Beim Geschäft mit Mittelspannungsprodukten dagegen blieb die Nachfrage aus dem Ausland nahezu konstant. Sehr erfreulich war die Entwicklung mit ausländischen Kunden im Service, hier konnten Hochspannungs- und Mittelspannungs-Service die Vorjahreswerte um jeweils rund ein Drittel steigern.

Im Gegensatz zum Inlandsgeschäft konnte das Exportgeschäft der Division Niederspannungsprodukte das Vorjahr um 4 % übertreffen. So hat sich das Exportgeschäft der ABB Stotz-Kontakt GmbH weiterhin positiv entwickelt und konnte den Rückgang im Inland annähernd kompensieren. Für die Busch-Jaeger Elektro GmbH fiel das Exportgeschäft im Berichtsjahr etwas schwächer aus. Hierin spiegeln sich die schlechte Verfassung des niederländischen Marktes, die konjunkturelle Krise in Südeuropa, hier vor allem Griechenland, sowie Rückgänge in China und dem mittleren Osten wider. Das Exportgeschäft der Striebel & John GmbH & Co. KG konnte hingegen trotz der vorherrschenden angespannten wirtschaftlichen Lage im Ausland erneut leicht wachsen. Der Geschäftsbereich Niederspannungsanlagen in der ABB Automation Products GmbH übertraf beim Auslandsgeschäft die Werte des Vorjahres, insgesamt lag das Exportvolumen aber auf niedrigem Niveau.

Das Auslandsgeschäft der Division Prozessautomation blieb, anders als das Inlandsgeschäft, im Berichtsjahr insgesamt um 1 % hinter dem Vorjahr zurück. Einen erfreulichen Anstieg der Auftragseingänge aus dem Ausland konnte der Geschäftsbereich Marine aufgrund der Hereinnahme von Großprojekten erzielen. Im Geschäftsbereich Minerals wiederum konnte das Exportvolumen des Vorjahres nicht erreicht werden. Hierbei spielte das Geschäft in den Bereichen der Kohle-, Kupfer- und Eisenerzförderung außerhalb Europas eine entscheidende Rolle, wo der Marktzugang über Kunden in Deutschland erfolgte. Für die anderen Geschäftsbereiche der Division Prozessautomation, insbesondere für den Geschäftsbereich Measurement Products verlief das Exportgeschäft im Berichtsjahr recht konstant und ohne größere Abweichungen zum Vorjahr.

Während das Inlandsgeschäft einen moderaten Rückgang beim Auftragseingang verzeichnete, blieb das Auslandsgeschäft der Division Industrieautomation und Antriebe um 21 % hinter dem Vorjahr zurück. Nach Zuwächsen im Vorjahr musste der Geschäftsbereich Drives & Motors bei der ABB Automation Products GmbH im Berichtsjahr einen Rückgang beim Exportbereich verzeichnen. Im Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH konnten Auftragseingänge außerhalb Deutschlands hauptsächlich im Systemgeschäft gebucht werden. Der Auftragseingang lag aber insgesamt deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus.

Rückgang des Umsatzes Auslandsanteil gesunken

Der Umsatz der deutschen ABB belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 2.901 Mio. €. Nachdem im Vorjahr durch die Abrechnung einiger großvolumiger Exportaufträge ein deutlicher Zuwachs auf 3.368 Mio. € erzielt werden konnte, ging der Umsatz im Berichtsjahr insgesamt um 467 Mio. € bzw. um 14 % zurück.

Das Inlandsgeschäft erreichte im Berichtsjahr ein Umsatzvolumen von 1.414 Mio. € und verfehlte den Umsatz des Vorjahres in Höhe von 1.454 Mio. € knapp um 40 Mio. € bzw. um 3 %. Der Rückgang im Auslandsgeschäft betrug 22 %. Die Exporterlöse sanken im Berichtsjahr von 1.914 Mio. € im Vorjahr um 427 Mio. € auf 1.487 Mio. €. Der Anteil des Auslandsgeschäfts ging im Berichtsjahr von 57 % auf 51 % zurück.

Einen deutlichen Umsatzrückgang musste die Division Energietechnik-Systeme hinnehmen. Dies galt sowohl für das Inlandsgeschäft wie auch im Besonderen für den Export. Hauptursächlich hierfür war ein sehr hohes Abrechnungsvolumen im Vorjahr sowie Verzögerungen bei der Fertigstellung einzelner größerer Projekte im Berichtsjahr. Im Geschäftsbereich Stromerzeugung waren vor allem Verzögerungen bei Fertigstellungsterminen von Großprojekten im Mittleren Osten maßgeblich. Im Geschäftsbereich Schaltanlagen, dessen Umsatzvolumen im Vorjahr durch die Abrechnung von Großprojekten in Kuwait und Algerien geprägt war, ergab sich insbesondere im Export ebenfalls ein Umsatzrückgang. Die Umsätze im Inland konnten im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines hohen Auftragsbestands hingegen gesteigert werden. Im Geschäftsbereich Netzleittechnik, seit dem Berichtsjahr in die Geschäftsbereiche Automation und Kommunikation sowie Software aufgeteilt, konnte eine Umsatzsteigerung erreicht werden. Insbesondere der starke Geschäftsbereich Automation und Kommunikation kompensierte die noch vorhandene Unterrepräsentanz des Ventyx-Produktportfolios im deutschen Markt. Auch im Geschäftsbereich Elektrische Netze übertraf der Umsatz das Vorjahresniveau, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.

In der Division Energietechnik-Produkte ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück, lag indes weiterhin auf hohem Niveau. Das Inlandsgeschäft lag im Berichtsjahr insgesamt leicht über den Vorjahreswerten. Während sich im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte die Abrechnung von Aufträgen mit inländischen Kunden deutlich verringerte, konnte der Umsatz mit inländischen Kunden im Geschäftsbereich Transformatoren gesteigert werden. Der Inlandsumsatz im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte war stabil. Im Geschäftsbereich Transformatoren sank der Umsatz im Ausland leicht und bei Hochspannungsprodukten deutlich. Im Gegensatz dazu stieg der Umsatz mit Mittelspannungsprodukten im Ausland leicht an.

Für die Division Niederspannungsprodukte fiel die Umsatzentwicklung erfreulich aus. Insgesamt wurde eine leichte Steigerung erzielt. Ein Großteil dieses Zuwachses wurde von der ABB Stotz-Kontakt GmbH erzielt. Mit einem schwächeren Inlandsgeschäft ging ein ordentliches Wachstum im Exportvolumen einher. Genau umgekehrt verlief die Entwicklung für die Busch-Jaeger Elektro GmbH. Die Inlandsumsätze konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und die Exportumsätze gingen gegenüber dem Vorjahr zurück, insgesamt konnte aber ein leichtes Umsatzplus bewirkt werden. Bei der Striebel & John GmbH & Co. KG entsprach die Umsatzentwicklung der Auftragseingangsentwicklung. Im Inlandsgeschäft konnte eine gute konjunkturelle Entwicklung für ein Wachstum im einstelligen Bereich genutzt werden. Das Exportgeschäft konnte trotz angespannter wirtschaftlicher Lage im Ausland ebenfalls wachsen. Der überwiegend im Projektgeschäft auf dem Inlandsmarkt tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH erreichte die Vorjahreszahlen beim Umsatz nicht; dies ist aber vorrangig dadurch begründet, dass sich größere Projekte zum Ende des Berichtsjahres noch in der Abwicklung befanden und entsprechend nicht endabgerechnet werden konnten.

In der Division Prozessautomation lag das Umsatzvolumen im Berichtsjahr insgesamt unter dem Volumen des Vorjahres. Diese Entwicklung betraf den Export etwas stärker als das Inlandsgeschäft. Vor allem in den Geschäftsbereichen Metals, Turbolader und Instrumentierungstechnik war ein starker Umsatzrückgang zu verzeichnen. Im Geschäftsbereich Metals ist dies vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr erhaltene Großaufträge voraussichtlich erst in 2013 abgeschlossen werden können. Der weltweite Einbruch des Schiffsmarktes, durch Überkapazitäten und gestiegene Treibstoffpreise ausgelöst, schlug sich im Geschäftsbereich Turbolader beim Umsatz nieder. Der Geschäftsbereich Instrumentierungstechnik sah sich im Berichtsjahr mit einem stagnierenden deutschen Markt sowie einem geringen Wachstum im Ausland, vor allem in China, konfrontiert. Eine positive Entwicklung im Umsatzvolumen war hingegen in den Geschäftsbereichen Control Technologies und Minerals zu verzeichnen.

Die Division Industrieautomation und Antriebe konnte im Berichtsjahr - wie in den Vorjahren - eine kräftige Steigerung des Umsatzes erreichen. Erneut galt dies für das Inlandsgeschäft und für das Auslandsgeschäft gleichermaßen. Der Umsatzanstieg resultiert aus dem hohen Auftragsbestand dieser Division. Bei dem überwiegend im Produktgeschäft tätigen Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH konnte der Umsatzanstieg im Inland einen Umsatzrückgang im Ausland leicht überkompensieren. Der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH steigerte den Umsatz im In- und Ausland, allerdings mit Schwerpunkt auf dem inländischen Markt.

Der Auftragsbestand lag zum Ende des Berichtsjahres bei 4.645 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr (4.495 Mio. €) stieg der Auftragsbestand um 150 Mio. € bzw. um 3 %. Den weitaus größten Auftragsbestand wies die Division Energietechnik-Systeme auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Jahresende ein Umsatzvolumen von mehr als 19 Monaten ab.

Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 213 Mio. € und lag damit um 79 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 292 Mio. €. Der Ergebnisrückgang ist hauptsächlich durch ein geringeres Umsatzvolumen sowie durch einen Sondereffekt im Bereich des Beteiligungsergebnisses bedingt.

In der Division Energietechnik-Systeme fiel das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr deutlich schlechter als im Vorjahr aus. Hauptgrund hierfür ist der Rückgang der Umsatzerlöse und die daraus resultierende fehlende Realisierung von Auftragsergebnissen. Dies gilt insbesondere für den Geschäftsbereich Stromerzeugung, wo im Berichtsjahr ein Restrukturierungsprogramm zur Kapazitätsanpassung und Kostenoptimierung gestartet wurde. Im Geschäftsbereich Schaltanlagen machte sich der geringere Umsatz ebenfalls beim Ergebnis bemerkbar. Im Geschäftsbereich Netzleittechnik konnte das Ergebnisniveau des Vorjahres unter anderem aufgrund von Projektverlängerungen bei Großprojekten in der Golfregion und Nordafrika nicht gehalten werden. Im Geschäftsbereich Elektrische Netze wurde das Vorjahresergebnis ebenfalls nicht erreicht.

Insbesondere bedingt durch die Wettbewerbssituation im Geschäft mit Mittelspannungsprodukten und Transformatoren konnte in der Division Energietechnik-Produkte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus dem Vorjahr nicht erreicht werden. Die insgesamt deutliche Verringerung des Ergebnisses ist zu einem großen Teil durch ein Restrukturierungsprojekt im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte begründet. Das Ergebnis im Geschäftsbereich Transformatoren war durch starken Preisdruck belastet, der zu einem deutlich geringeren Ergebnis führte. Der Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte erreichte trotz deutlich gesunkener Auslastung aufgrund der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen eine nur leichte Ergebnisverschlechterung.

Die Auslastung der Kapazitäten in der Division Niederspannungsprodukte war - wie im Vorjahr - sehr gut, so dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weiter gesteigert werden konnte. Bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH wurde ein deutlicher Ergebniszuwachs erreicht, wozu insbesondere ein konsequentes Kostenmanagement, die Realisierung von Einsparungen bei den Produktkosten und eine kontinuierliche Produktivitätssteigerung beigetragen haben. Der positive Trend im Installationsgeschäft hat bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH neben einem Wachstum im Umsatz auch zu einer Verbesserung der Ergebnissituation geführt. Die Striebel & John GmbH & Co. KG verfehlte trotz eines leicht höheren Abrechnungsvolumens das Vorjahresergebnis knapp. Der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen lag beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit schlechter als im Vorjahr, allerdings trugen die in den Vorjahren durchgeführten Maßnahmen zur Fixkostenreduktion und Prozessverbesserung dazu bei, dass der fehlende Deckungsbeitrag des Umsatzrückgangs nicht gravierend ausfiel.

Trotz rückläufiger Umsatzerlöse konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in der Division Prozessautomation im Geschäftsjahr 2012 insgesamt gesteigert werden. Die Entwicklung in den operativen Geschäftsbereichen verlief hierbei nicht einheitlich. Durch die Verschiebung der Abrechnung von Großaufträgen konnten teilweise die Auftragsergebnisse noch nicht in vollem Umfang realisiert werden. Rückgänge im Umsatzvolumen führten teilweise zu geringeren Deckungsbeiträgen. Bedingt durch die Umstellung des Geschäftsmodells blieb die Ergebnisqualität im Bereich Control Technologies trotz Umsatzzuwachs hinter dem Vorjahr zurück. Die positive Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Minerals machte sich hingegen auch im Ergebnis bemerkbar.

Für die Division Industrieautomation und Antriebe ergab sich im Berichtsjahr insgesamt erneut eine deutliche Verbesserung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH konnte beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit trotz eines im Vorjahresvergleich leicht gestiegenen Umsatzvolumens das Vorjahresniveau nicht halten. Durch das hohe Umsatzvolumen erzielte allerdings der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH eine deutliche Ergebnissteigerung.

Im Geschäftsjahr 2011 hat sich die ABB AG an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, einem Technologie-Unternehmen im Bereich der konzentrierenden Solarthermie (Concentrated Solar Power, CSP) im Interesse einer Ergänzung unserer bestehenden Aktivitäten in der Kraftwerksautomation, Elektrifizierung und Fernübertragung elektrischer Energie zu rund 26 % beteiligt und hat diese Beteiligung aufgrund einer bereits im Vorjahr getroffenen Beteiligungsvereinbarung 2012 um rund 10 % erhöht.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Solarstrombranche sowie in Anbetracht des durch Überkapazitäten, Preisverfall und politische Unsicherheiten bezüglich künftiger Wachstumspotenziale gekennzeichneten Marktumfeldes dieser Branche wurde die Beteiligung zum Ende des Berichtsjahres erneut einem -auf konservativen Prämissen basierenden - Werthaltigkeitstest unterzogen.

Unter weiterer Würdigung der vom ABB-Konzern zum Berichtsjahresende bekanntgegebenen strategischen Entscheidung, die Division Energietechnik-Systeme einer Neuausrichtung auf Geschäfte mit höherer Wertschöpfung und geringeren Ausführungsrisiken zu unterziehen, wurde entschieden, die in den letzten Jahren aufgebauten CSP-Aktivitäten einzustellen und die Anteile an der Novatec Solar GmbH vollumfänglich wertzuberichtigen.

Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit durch die äußerst erfreuliche Rendite unseres für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Vermögens (Planvermögen), dessen Erträge sich im Berichtsjahr auf rund 109 Mio. € beliefen, während die im Vorjahr erzielten Erträge bei knapp 20 Mio. € lagen.

Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, so dass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Vor Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 164 Mio. €, das um 57 Mio. € unter dem Ergebnis nach Steuern des Vorjahres in Höhe von 221 Mio. € lag.

Ergebnisrechnung in Mio. €

in Mio. € 2012 % 2011 %
Umsatz 2.901 3.368
Gesamtleistung 3.234 100 3.435 100
Materialaufwand -1.574 -49 -1.633 -48
Personalaufwand -781 -24 -739 -22
Übrige Aufwendungen und Erträge -666 -21 -771 -22
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 213 6 292 8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -6 - 6 -
Steuerumlage an die Muttergesellschaft -43 -1 -77 -2
Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 164 5 221 6
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -98 -3 -200 -6
Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme 66 2 21 -

Eigenkapitalquote trotz gestiegener Bilanzsumme erhöht

Die Bilanzsumme des Konsolidierungskreises erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 139 Mio. € auf insgesamt 2.269 Mio. €.

Im Bereich des Anlagevermögens ergab sich eine Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände um knapp 29 Mio. €, was in erster Linie auf die planmäßige Abschreibung von Firmenwerten zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten sich hingegen die bereits im Lagebericht des Vorjahres bekanntgegebenen Unternehmenskäufe aus. Aus der erstmaligen Konsolidierung der Trasfor Engineering GmbH, Bremen, der Lorentzen & Wettre GmbH, München, sowie der Newave USV Systeme GmbH, Baden-Baden, ergab sich insgesamt ein Zugang an Firmenwerten in Höhe von rund 8 Mio. €.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf knapp 60 Mio. € und lagen damit um rund 30 % über den diesbezüglichen Abschreibungen, so dass sich unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge ein Anstieg des Sachanlagevermögens um 12 Mio. € ergab.

Die Verminderung des Finanzanlagevermögens resultiert aus der bereits im Zusammenhang mit der Erläuterung des Jahresergebnisses genannten Wertberichtigung unserer Beteiligung an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, und der diesbezüglichen Vereinnahmung des laufenden Jahresergebnisses im Rahmen der Equity-Konsolidierung.

Das Nettovorratsvermögen hat sich um insgesamt 262 Mio. € erhöht, wobei zu berücksichtigen ist, dass im Vorjahr einige großvolumige Exportaufträge der Division Energietechnik-Systeme abgerechnet wurden, während das Berichtsjahr in dieser Division durch die Anarbeitung größerer Kundenprojekte gekennzeichnet war. Darüber hinaus ist der Anstieg der Nettovorräte auch vor dem Hintergrund der um rund 265 Mio. € gestiegenen Kundenanzahlungen zu sehen, so dass die Auftragsfinanzierung gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert werden konnte.

Die mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Planvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen lagen trotz einer weiteren Absenkung des anzuwendenden Diskontierungssatzes und eines nach oben angepassten Rentenanpassungsfaktors leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen hingegen ist deutlich gestiegen, was auf eine ausgesprochen gute Rendite des Planvermögens während des Berichtsjahres zurückzuführen ist.

Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen um rund 88 Mio. € erklärt sich in erster Linie aus geringeren Rückstellungen für nachlaufende Herstellkosten abgerechneter Kundenaufträge, geringeren Rückstellungen für Devisentermingeschäfte mit negativem Marktwert am Stichtag sowie aus geringeren Garantierisiken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 10 Mio. € erhöht, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um knapp 96 Mio. € vermindert haben, was vor dem Hintergrund des zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags zu sehen ist. Auf der Grundlage dieses Vertrages werden der Großteil des im Konsolidierungskreis erwirtschafteten Ergebnisses sowie eine auf dieses Ergebnis entfallende Steuerumlage an die zuletzt genannte Gesellschaft abgeführt. Während sich der abzuführende Betrag im Vorjahr auf insgesamt 277 Mio. € belief, beläuft sich die Abführungsverpflichtung des Berichtsjahres auf insgesamt 141 Mio. €, so dass sich die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weitestgehend aus diesem Sachverhalt erklärt.

Bilanz

Aktiva

in Mio. € 31.12.2012 % 31.12.2011 %
Anlagevermögen 343 15 392 18
Vorräte 2.304 1.683
./. verrechnete Kundenanzahlungen -1.485 -1.126
819 36 557 27
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489 22 491 23
Sonstige Aktiva 196 9 153 7
Flüssige Mittel 422 18 537 25
Summe Aktiva 2.269 100 2.130 100
Passiva
in Mio. € 31.12.2012 % 31.12.2011 %
Eigenkapital 633 28 568 27
Rückstellungen für Pensionen 95 4 96 4
Übrige Rückstellungen 582 26 682 32
Erhaltene Anzahlungen 539 24 274 13
Andere Verbindlichkeiten 420 18 510 24
Summe Passiva 2.269 100 2.130 100

Rückläufige Bruttoliquidität trotz deutlicher Verbesserung des operativen Cash Flows

Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich/Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 422 Mio. € um 115 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der konzerninternen Kreditaufnahmen ergab sich zum Berichtsjahresende eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte Nettoliquidität in Höhe von 254 Mio. €

Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist maßgeblich durch den im Vorjahr zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis in Höhe von rund 200 Mio. € zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, abgeführt wurde.

Positiv wirkte sich hingegen der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit aus, der trotz des geringeren Jahresergebnisses mit 134 Mio. € um 95 Mio. € deutlich über dem verhaltenen Cash Flow des Vorjahres lag.

Die Ausgaben für Investitionen in Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beliefen sich - wie im Vorjahr - auf 92 Mio. €, wobei auch im Berichtsjahr der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei den produzierenden Einheiten der Divisionen Niederspannungsprodukte und Energietechnik-Produkte lag.

Unter weiterer Berücksichtigung von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens und des zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen dienenden Planvermögens ergibt sich eine Verminderung der Bruttoliquidität um 115 Mio. €.

Der deutliche Rückgang der konzerninternen Kreditaufnahmen ist wiederum im Zusammenhang mit dem bereits erwähnten Gewinnabführungsvertrag mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, zu sehen. Die aus diesem Vertrag resultierende Ergebnisabführungsverpflichtung betrug im Vorjahr rund 200 Mio. €, während die Ergebnisabführungsverpflichtung des Berichtsjahres nur 98 Mio. € betrug, so dass eine deutliche Verminderung der konzerninternen Finanzschulden zu verzeichnen ist.

Finden und Binden Fachkräftesicherung im Zeichen des demografischen Wandels

Eine der großen Herausforderungen für ABB als Arbeitgeber liegt unter anderem darin, dem zunehmenden Fachkräftemangel von qualifizierten Mitarbeitern nachhaltig entgegenzuwirken. Die Anzahl der Mitarbeiter in Deutschland ist im Vergleich von 2011 zu 2012 leicht gestiegen und es konnten insgesamt 660 Neueinstellungen verzeichnet werden.

Angesichts der verschärften Arbeitsmarktsituation wird es jedoch immer schwieriger, die richtigen Mitarbeiter für das Unternehmen zu „finden" und zu „binden." Um dem demografischen Wandel und den zunehmenden Verlagerungen in der Altersstruktur adäquat Rechnung zu tragen, wurde unter der Überschrift „Finden und Binden" die neue HR-Strategie der ABB Deutschland definiert, die innovative HR-Ansätze und HR-Projekte vorsieht und alle Altersgruppen gleichermaßen inkludiert.

Nachwuchsförderungsprogramme

In Anlehnung an die unterschiedlichen Zielgruppenbedürfnisse hat ABB Mitte 2012 damit begonnen, sich auf verschiedene Aktivitäten zur Gewinnung von Nachwuchskräften zu fokussieren; dazu gehört beispielsweise die ganzheitliche Kooperation mit Hochschulen, um die angehenden Fach- und Führungskräfte von morgen, unter anderem durch die Vergabe von Forschungsprojekten, bereits während des Studiums kennenzulernen. Die Schaffung der Rolle eines Talent Relationship Managers, der sich primär für die Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften verantwortlich zeigt, und die Implementierung eines Praktikantenbindungsprogramms, bilden weitere wichtige Bausteine im Rahmen der ganzheitlichen Personalbeschaffung.

Der Ausbildung wird bei ABB eine hohe Bedeutung beigemessen, in welche es weiter zu investieren gilt, weil wir dadurch in unsere Zukunft investieren. Im Jahr 2012 konnte die Ausbildungsquote von 6,0 % auf 6,7 % erhöht werden.

Neue Wege in der Personalbeschaffung

Um die aktive Suche in internen wie externen Bewerberpools, sozialen Netzwerken und anderen Quellen voranzutreiben, wurde 2012 innerhalb der Recruiting-Einheit ein spezialisiertes „Sourcing"-Team gegründet. Nicht zuletzt auch, um der aktuellen Arbeitsmarktsituation gerecht zu werden, wurde der Sitz der einzelnen Recruiter dezentralisiert, um ein engeres Zusammenspiel mit den HR Business Partnern und dem Business zu erreichen und ein aktives lokales HR-Marketing vor Ort zu betreiben.

Um gegenüber potenziellen Mitarbeitern die Attraktivität von ABB als Arbeitgeber transparent zu machen und für ABB als „Employer of Choice" zu werben, wurden im Jahr 2012 zielgruppenorientierte Videos „Wir bewerben uns bei Ihnen" erstellt. Diese gewähren einen Einblick in die spannenden und hochkomplexen Technologien der ABB.

Darüber hinaus wurde die ABB-Initiative „ABB Mitarbeiter als Botschafter" gestartet: Mitarbeiter transportieren ABB-Botschaften nach außen und stehen in Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitern - sei es im privaten oder beruflichen Umfeld. Um diesen Ansatz weiter zu professionalisieren, wird das Konzept durch die Etablierung eines Ausbildungsprogramms in 2013 für bestimmte Zielgruppen erweitert.

ABB ExperiencePLus Service

Neben der Gewinnung von jungen Nachwuchskräften, verfolgt ABB für das Jahr 2013 die zentrale Zielsetzung, die Generations-Initiative „ABB ExperiencePlus Service" ins Leben zu rufen. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass immer mehr Mitarbeiter mit einer hohen Expertise in den Ruhestand gehen, ohne im Vorfeld eine umfassende Wissensweitergabe betrieben zu haben. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, und mögliche Rekrutierungsquellen - auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Arbeitszeitenflexibilisierung, z. B. durch Zeitwertkonten - aufzeigen zu können, wird ABB künftig verstärkt auf den systematischen Einsatz ehemaliger Mitarbeiter mit einem hohen Spezialisten-Know-How und einer langjährigen Erfahrung setzen.

Einheitliche und effiziente Nachfolgeplanung

ABB verfolgt die Zielsetzung, einen Großteil der Schlüsselfunktionen mit Kandidaten aus der internen Nachfolgeplanung zu besetzen; im Jahr 2012 konnten über drei Viertel der Schlüsselpositionen mit internen Kandidaten besetzt werden. Die Auswirkungen dieser und weiterer Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung äußerten sich in 2012 in einer sehr niedrigen Arbeitnehmer-Kündigungsquote.

Das Jahr 2013 wird ganz im Zeichen des Talent Managements und der stärkeren Verzahnung der Talent Management Instrumente, z. B. Talent Launch Pools, stehen; denn vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und damit verbundenen Fachkräftemangels kommt der internen Personalentwicklung eine immer höhere Bedeutung zu.

HR-Wertschöpfungsbeitrag messbar machen

Um den Wertschöpfungsbeitrag von HR stärker transparent und messbar zu machen, wurde im Jahr 2012 ein „HR Business Partner Cockpit" eingeführt. Das „HR Business Partner Cockpit" soll helfen, den Beitrag zum Unternehmenserfolg sichtbar zu machen und stellt eine systematische Plattform zur Fokussierung und Verankerung der entsprechenden aus dem Business abgeleiteten Handlungsschwerpunkte für den Bereich HR dar.

Bedarfsorientierte Entgelt- und Sozialleistungen

Um sicherzustellen, dass Potenzial- und Leistungsträger nachhaltig an das Unternehmen gebunden werden, wird eine sukzessive Erhöhung bzw. zunehmende Orientierung der Arbeitgeberleistungen an den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter angestrebt; dies zeigt sich beispielsweise in bedarfsorientierten Jubiläumsleistungen. Im Rahmen der Einführung von flexiblen Arbeitszeitmodellen rücken 2013 Themen wie Sabbatical und die Familienpflege in den Vordergrund, um die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben weiter zu fördern.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

ABB hat erkannt, dass die Prävention und Förderung der Gesundheit im Sinne eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements einen hohen Stellenwert innerhalb der ABB einnimmt und die Grundlage für die Erhaltung und Förderung der Leistungsfähigkeit der Belegschaft bildet. Zahlreiche Gesundheitsinitiativen im Rahmen des Programms „Fit for Life", z. B. „Hautkrebs – Vorbeugen statt Behandeln" sowie „Stress und Entspannung", wurden 2012 durchgeführt.

Auch im laufenden Jahr 2013 besteht die zentrale Zielsetzung darin, ganzheitliche und umfassende Präventivmaßnahmen zu ergreifen, gesundheitsfördernde Initiativen, z. B. Betriebssportgruppen, zu implementieren und eine stärkere Verzahnung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes herbeizuführen.

Forschung und Entwicklung

Für einen Technologiekonzern wie ABB sind Forschung und Entwicklung essenziell für den Geschäftserfolg. Im Jahr 2012 investierte die deutsche ABB 168 Mio. € in Forschung und Entwicklung; das sind knapp 6 % des Umsatzes. Entlang der gesamten Energiekette forscht das Unternehmen an Technologien, die die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und Energieeffizienz erst möglich machen.

Das deutsche Forschungszentrum mit derzeit etwa 110 Mitarbeitern ist eines von sieben ABB Forschungszentren weltweit, die untereinander und mit anderen Forschungseinrichtungen vernetzt forschen. Der Schwerpunkt im deutschen Forschungszentrum liegt bei Automatisierungslösungen für die Prozess- und Fertigungsindustrie, aber auch für Versorgungsunternehmen. Stichworte sind hier „Industrie 4.0" und „Smart Grids". Der Fokus liegt dabei auf den fünf Bereichen

Softwarearchitekturen und Engineering-Methoden für die Prozessautomation,
Integrationstechnologien und Engineering-Lösungen für die Fabrikautomation,
Energieeffizienz und Komfort durch Gebäudeautomation,
Technologien, Prozesse und Geschäftsmodelle für das Servicegeschäft sowie
Aktoren und Sensoren für Geräte der elektrischen Energietechnik.

Industrie 4.0 adressiert den schnellen technologischen Wandel auf Basis des Zusammenwachsens moderner Technologien der Informationstechnik mit klassischen industriellen Prozessen, bei denen reale Produktionsmittel mit Webanbindung direkt untereinander interagieren können.

Anlagenfahrer optimal unterstützen

Einen wichtigen Beitrag leistet hier die Visualisierung von Informationen zur Produktionsüberwachung und -steuerung beispielsweise in Leitwarten. Die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen sind grundsätzlich limitiert und setzen zusammen mit der aktuellen Situation die Grenzen für Flexibilität und Komplexität der Prozesse in der Industrie.

Aktuelle Projekte der ABB-Forschung zeigen verschiedene neue Unterstützungsmöglichkeiten:

Massendatenanzeigen stellen die wichtigsten Messwerte einer Anlage übersichtlich auf einem Bildschirm dar und sind besonders gut geeignet für die permanente Prozessdarstellung auf einem Großbildschirm.
Ein neues Visualisierungsverfahren nutzt die Leistungsfähigkeit von modernen Graphikprozessoren (GPU). So kann beispielsweise bei Stromübertragungsnetzen eine große Zahl sich schnell ändernder Messwerte in Echtzeit angezeigt werden.
Techniken der Social Media können auch im Bereich der Prozessleittechnik wertvolle Beiträge leisten. Ein Prototyp integriert Social Media tief in das ABB-Leitsystem 800xA. Jedes Gerät darin kann dann eine eigene Homepage haben, auf der beispielsweise aktuelle Messwerte, die Wartungshistorie und Kommentare von Anlagenfahrern abrufbar sind.
Sprach- und Gestensteuerung wird derzeit auf ihre Eignung in Prozessleitwarten getestet. Sie kann generell die Visualisierung eines Prozesses durch das Leitsystem, besonders auf einem Großbildschirm, abhängig von Position und Blickrichtung des Benutzers, aber auch abhängig von seiner Rolle und seinen Aufgaben, optimieren.

Maschinen und Anlagen ganzheitlich automatisieren

Maschinenbauern und Systemintegratoren, die ihre Maschinen und Anlagen ganzheitlich und effizient automatisieren wollen, bietet ABB den Automation Builder an. Dies ist die neue integrierte Software Suite, mit der ABB gleichzeitig einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum vollständig integrierten Engineering von Lösungen für die Industrieautomation erreicht hat.

Das Softwarepaket enthält ein Programmier- und Konfigurationstool für die SPS. Als besonderes Merkmal umfasst der Automation Builder außerdem das Programm RobotStudio, das den Kunden eine einfache und schnelle Anbindung einer SPS an die Robotersteuerung ermöglicht. Die unterlagerte Automation-Builder-Plattform ermöglicht die gemeinsame Datenspeicherung und die Nutzung gemeinsamer Funktionalitäten durch die integrierten Softwarewerkzeuge.

Für die Kunden bringt die Durchgängigkeit des ABB Automation Builder signifikante Effizienzgewinne im Engineering sowie eine vereinfachte Verwaltung und Pflege des gesamten Automatisierungsprojekts. Das spart Zeit und erhöht durch konsistente Daten- und Softwareversionen die Softwarequalität.

Feldgeräteintegration: freie Gerätewahl für Endanwender

Intelligente Feldgeräte in industriellen Anlagen haben eine Vielzahl an Parametern, Daten und Funktionen, über die sie sich flexibel an die Anforderungen eines Prozesses anpassen lassen. Außerdem liefern sie detaillierte Informationen über ihren aktuellen Zustand und unterstützen damit vorausschauende Instandhaltungsstrategien.

Der neue Standard Feldgeräteintegration (FDI) soll die freie Gerätewahl für die Endanwender ermöglichen. Er befindet sich derzeit in der Fertigstellung. Im Moment wird intensiv an gemeinsam genutzten Komponenten und qualitätssichernden Schritten gearbeitet, beispielsweise den Konformitätstests und Zertifizierungen. ABB beteiligt sich maßgeblich daran und entwickelt im Zuge dessen eigene Produkte, um das Gerätemanagement in der Prozessautomatisierung auf Basis FDI zu verbessern.

Mit technisch und wirtschaftlich optimalen Maßnahmen Netzengpässe vermeiden

Die Grundlagen für Industrie 4.0 und „Smart Grids" sind zu großen Teilen dieselben. Die massiv erweiterten Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechik ermöglichen auch in der Energieversorgung ganz neue Konzepte. So hat ABB Produkte und Lösungen für intelligente Ortsnetzstationen und zur Spannungshaltung entwickelt.

Gemeinsam mit Partnern hat ABB Vorgehensweisen zur Ermittlung des Zustands von Verteilnetzen entwickelt. Im ersten Schritt wird eine Analyse des Netzes durchgeführt. Anschließend werden dem Verteilnetzbetreiber unterschiedliche Lösungsansätze zur Eliminierung und Vermeidung von Netzengpässen unterbreitet.

In ABB-Netzleitsystemen können die Netztopologie und die physikalischen Eigenschaften der Betriebsmittel abgelegt werden. Mit neuen Prognoseverfahren sind Vorhersagen beispielsweise für Photovoltaik- und Windenergieeinspeisungen für den Folgetag möglich. Zusammen mit der Prognose des Lastgangs am Folgetag lassen sich mit technisch und wirtschaftlich optimalen Maßnahmen Netzengpässe vermeiden.

Weltweit erster Gleichstrom-Leistungsschalter für das Übertragungsnetz der Zukunft

In weltweiter Zusammenarbeit der Forschungszentren ist es ABB im Jahr 2012 auch gelungen, eine Antwort auf eine seit rund hundert Jahren gestellte Frage bei der Stromübertragung zu finden. ABB hat den weltweit ersten, hybriden Gleichstrom-(DC-) Leistungsschalter für Hochspannung entwickelt. Der Schalter unterbricht den Stromfluss mit einer sehr schnellen Mechanik und verlustarmer Leistungselektronik in weniger als fünf Millisekunden.

Mit der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) soll die Ferntransportinfrastruktur in den nächsten Jahren ausgebaut werden. Für einen zuverlässigen Betrieb dieser Infrastruktur wird es künftig notwendig sein, fehlerhafte Bereiche beispielsweise beim Einschlag eines Blitzes in eine Freileitung ohne Beeinflussung der fehlerfreien Netzbereiche abschalten zu können. Dies leistet der hybride DC-Leistungsschalter.

Mit der Entwicklung des innovativen DC-Leistungsschalters konnte die letzte verbleibende Technologielücke für den Bau großer HGÜ-Overlay-Netze geschlossen werden, so dass diese Netze bereits heute geplant werden können.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement

ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.

Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.

Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich /Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, Mannheim, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.

Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.

Wenngleich das Chancen- und Risikomanagement zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert wird, liegt die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement erfolgt beispielsweise durch das jährlich durchgeführte ABB Enterprise Risk Management Programm, in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zu deren Vermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden.

Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standardreporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.

Risikofelder der ABB:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken.

Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Systemlösungen, Produkten und Serviceleistungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich rund 6 % unserer Umsatzerlöse in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Beschaffungspreisrisiken

Die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen.

Typische Maßnahmen sind beispielweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten sowie die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen.

Absatzpreisrisiken

Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns nicht nur den zuvor beschriebenen Beschaffungspreisrisiken, sondern auch dem Risiko nicht auskömmlicher Absatzpreise gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

Risiken der Auftragsabwicklung

Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.

Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken im Vorfeld der Angebotsabgabe, durch ein systematisches und umfassendes Projektmanagement sowie durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews auf Basis aktueller Auftragskalkulationen für Großprojekte wird solchen Risiken Rechnung getragen. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.

Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen.

Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.

Produktionsrisiken

Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Auslastungsschwankungen können durch entsprechende Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.

Umweltrisiken

Innerhalb des ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen/-verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus unterliegen unsere Managementsysteme auch den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001 und BS OHSAS 18001.

Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits und externen Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions-und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß dieser konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch umfangreiche Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein leistungsfähiges und straff organisiertes Mahnwesen begrenzt. Im Geschäftsjahr 2010 hat ABB Deutschland einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern. Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereitgestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.

Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und Einstufung als „politisch riskant" basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.

Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns offen stehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controllingprozesses.

Sonstige Risiken

Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Arbeitsplatzanbietern im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.

Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine weltweite Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und in allen Ländern als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Die auf den Seiten 19 bis 21 beschriebenen Maßnahmen sind Teil dieser Personalstrategie und nach unserem Dafürhalten geeignet, den oben beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.

Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind auch Voraussetzung für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität. Durch den Einsatz von Sicherheitsexperten an vielen Stellen des ABB-Konzerns sollen höchste Maßstäbe gesetzt werden.

Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.

Ein Information Security Management System (ISMS) ist auf Basis der international anerkannten Norm ISO 27001 implementiert und steuert die Vorgehensweise zur Verbesserung der IS-Security bei ABB. Geschäftsdaten und Informationen werden durch restriktive Berechtigungskonzepte und begrenzte, einzeln autorisierte Zugriffsrechte gesichert. Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung und der Anwendung von IS-Verfahren zur Unterstützung der Geschäftsprozesse werden durch einen konzernweit verbindlichen Prozess für die Planung, das Management und die Auditierung von IS-Projekten gesteuert. Die Beschäftigten führen in regelmäßigen Abständen ein „IS-Security Awareness Programm" durch, um die Sicherheit im Umgang mit IS-gestützten Informationen zu verbessern.

Datenschutz wird bei ABB sehr ernst genommen. Er ist fester Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS). Durch die Idee der Einbettung in die Geschäftsprozesse wird erreicht, dass die Erfordernisse des Datenschutzes automatisch berücksichtigt werden. Die Datenschutzorganisation der deutschen ABB ist u. a. für diesen prozessorientierten Ansatz in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr als die ABB durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahre 2002 erlassenen Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.

Beurteilung des Gesamtrisiko.

Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.

Geschäftserwartung

In allen Weltregionen besteht weiterhin großer Bedarf an Stromübertragungs-Infrastruktur - dies gilt sowohl für den Ersatz alter Systeme als auch für neue Projekte. Mit der weiter gewachsenen Einsicht in die Notwendigkeit einer grundlegenden Erneuerung der Netze - Stichwort Smart Grid - wird dieser Bedarf noch steigen und sich auf die anderen Netzebenen ausweiten. Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Projekten und auch aufgrund unsicherer politischer Rahmenbedingungen werden jedoch weiterhin viele Investitionen im Bereich Energietechnik verschoben. Im Jahr 2012 hat es aber zumindest in Deutschland mit der erstmaligen Vorlage eines bundesweiten Netzentwicklungsplans einen deutlichen Fortschritt gegeben, so dass wir eine weitere Belebung der Geschäftstätigkeit in unseren beiden Energietechnik-Divisionen erwarten.

Die Nachfrage auf den industriellen Absatzmärkten von ABB hängt weitgehend von den Ausrüstungsinvestitionen der Verarbeitenden Industrie ab. Diese haben sich 2012 in Deutschland - nach der kräftigen Steigerung um +17 % im Jahr 2011 mit +3 % weiter erholt, lagen aber immer noch um 5 % unter dem Niveau des Jahres 2008. Für 2013 planen die Unternehmen einen Anstieg um 3 %, so dass das Investitionsniveau von 2008 fast wieder erreicht würde. Mittelfristig sind weitere Impulse aus der notwendigen Steigerung der Energieeffizienz zu erwarten. Dies gilt sowohl für neue Produkte, die eine deutlich bessere Energieausnutzung aufweisen als im Prinzip noch einsatzfähige ältere Produkte, als auch für Systeme, komplette Anlagen und Dienstleistungen.

Die Hauptabsatzbereiche der Division Industrieautomation und Antriebe haben 2012 in etwa stagniert. Der größte Absatzbereich - die Maschinenbauproduktion - wird im Jahr 2013 trotz weiterer Steigerung um etwa 2 % noch rund 5 % unter dem Rekordniveau von 2008 bleiben. Die Investitionen des Maschinenbaus werden trotz einer Steigerung von 3 % sogar um 16 % unter dem Niveau von 2008 bleiben. Die Kfz-Industrie plant nach dem Anstieg um fast 50 % in den letzten 2 Jahren mit einer weiteren Steigerung von 4 % im Jahr 2013 einen weiteren Investitionsrekord. Aus dem Ausland sind die Hauptimpulse erneut aus den außereuropäischen Schwellenländern zu erwarten.

Die Investitionsentwicklung in den prozessorientierten Branchen hat sich in den letzten beiden Jahren gegenüber dem schwachen Jahr 2010 zwar deutlich erholt, fiel insgesamt aber doch wesentlich schwächer als in den fertigungsorientierten Branchen aus. Im Jahr 2013 dürfte die Zunahme mit 6 % jedoch leicht überdurchschnittlich sein. Die Chemie als größte prozessorientierte Branche will ihre Investitionen 2013 nach der Zurückhaltung bis 2011 um 12 % steigern, bliebe damit aber noch um rund 5 % unter dem Niveau von 2008. Die Stahlindustrie plant auf hohem Niveau 2013 eine Stagnation der Investitionen, während die Nahrungs- und Genussmittelindustrie ihre Investitionen auf hohem Niveau leicht um 1 % zurückfahren will. Die Nachfrage aus dem Ausland könnte vor allem von weiter steigenden Rohstoffpreisen profitieren.

Ein Anstieg von Maschinenbauproduktion und Hochbauinvestitionen um jeweils etwa 2 % dürfte die Inlandsnachfrage nach Produkten der Division Niederspannungsprodukte weiter beleben. Etwas stärkere Impulse sind aus dem außereuropäischen Ausland zu erwarten.

Insgesamt dürfte unser relevantes Marktvolumen im Geschäftsjahr 2013 weiter leicht steigen.

Für 2014 wird ein deutlich stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 % erwartet, das damit über dem langjährigen Durchschnitt liegt; die Beschleunigung soll in Westeuropa (von 0,1 % auf 1,2 %) und auch in Deutschland (von 0,7 % auf 1,7 %) am stärksten ausfallen, aber auch alle anderen Regionen sollen zulegen. Zusammen mit dem mittelfristig weiter geltenden Zwang zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Eindämmung des Treibhauseffektes erwarten wir daher für 2014 ein eher stärkeres Wachstum der Märkte für alle Divisionen, an dem wir überdurchschnittlich partizipieren wollen.

Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012

Es liegen keine wichtigen Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 vor.

Mannheim, den 27. Februar 2013

ABB AG

Der Vorstand

Dr. Terwiesch

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand. Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung der Divisionen und des Servicegeschäfts sowie Fragen der Innovationstätigkeit mit dem Schwerpunkt Softwareentwicklung im Vordergrund der Erörterungen. Der Aufsichtsrat hat sich in jeder Sitzung über den Stand des Compliance Programms und damit zusammenhängende Fragen unterrichtet. Der Aufsichtsrat tagte pro Quartal einmal. In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand.

Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr dreimal. Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrates dem Gesamtaufsichtsrat.

Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem jeweils uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 22. März 2013 gebilligt und damit festgestellt.

In der Sitzung des ersten Quartals 2012 wurden die variablen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 und die Kriterien für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 sowie die jährliche Anpassung der Vorstandsbezüge beschlossen. In allen Vergütungsbeschlüssen folgte der Aufsichtsrat den Empfehlungen des Personalausschusses. Markus Ochsner wurde vom Aufsichtsrat in der Sitzung des dritten Quartals erneut zum Mitglied des Vorstands und zum Arbeitsdirektor bestellt.

Peter Toussaint ist zum 31. März 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für ihn wurde Verena zu Dohna-Jaeger am 10. April 2012 vom Amtsgericht Mannheim zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Dr. Eric Strutz schied mit Wirkung zum 30. Juni 2012 aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihn hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 28. Juni 2012 mit Wirkung zum 01. Juli 2012 Markus Beumer zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Der Aufsichtsrat dankt Peter Toussaint und Dr. Eric Strutz für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Aufsichtsrat.

Mannheim, den 22. März 2013

Bernhard Jucker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012

ABB Deutschland

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Konzernbilanz

ABB Deutschland

Aktiva

in Tsd. € Anhang 31.12.2012 31.12.2011
A. Anlagevermögen (3)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 74.156 102.706
II. Sachanlagen 257.965 245.793
III. Finanzanlagen 11.350 43.048
Summe 343.471 391.547
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 2.303.825 1.683.219
Verrechnete Kundenanzahlungen -1.484.917 -1.126.266
818.908 556.953
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 307.824 359.703
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen sonstige Beteiligungen (5, 6) 598.258 672.256
3. Sonstige Vermögensgegenstände (5) 38.784 39.312
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (6) 46.132 27.542
Summe 1.809.906 1.655.766
C. Rechnungsabgrenzungsposten 847 1.031
D. Aktive latente Steuern (16) - 2.475
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (7) 114.999 78.715
Bilanzsumme 2.269.223 2.129.534
Passiva
in Tsd. € Anhang 31.12.2012 31.12.2011
A. Eigenkapital (8)
I. Gezeichnetes Kapital (9) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklagen (9) 51.046 51.046
III. Gewinnrücklagen (10) 229.705 275.592
IV. Bilanzgewinn 178.582 67.836
V. Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter (11) 6.038 5.953
Summe 632.871 567.927
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 95.447 96.105
2. Steuerrückstellungen (13) 36.584 48.153
3. Sonstige Rückstellungen (14) 545.782 634.171
Summe 677.813 778.429
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 145 178
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 2.023.742 1.400.172
Verrechnet mit Vorräten -1.484.917 -1.126.266
538.825 273.906
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 162.760 152.559
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber sonstigen Beteiligungen (6, 15) 212.207 308.035
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 43.837 47.619
Summe 957.774 782.297
D. Rechnungsabgrenzungsposten 628 881
E. Passive latente Steuern (16) 137 -
Bilanzsumme 2.269.223 2.129.534
Haftungsverhältnisse (17) 5.717 11.978

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

ABB Deutschland

in Tsd. € Anhang 2012 2011
1. Umsatzerlöse (21) 2.901.063 3.368.112
2. Bestandsveränderungen 133.783 -180.559
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.430 4.132
4. Sonstige betriebliche Erträge (21) 195.731 243.041
5. Gesamtleistung 3.234.007 3.434.726
6. Materialaufwand (22) -1.574.359 -1.633.124
7. Personalaufwand (23) -781.427 -739.289
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (25) -82.049 -86.196
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (26) -583.976 -656.071
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 212.196 320.046
11. Beteiligungsergebnis (27) -11.234 -5.164
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (28) 58.348 13.535
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen (27) -39.342 -
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28) -7.426 -36.917
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 212.542 291.500
16. Ertragsteuern (29) -5.624 6.431
(davon latente Steuern) (-2.273) (2.836)
17. Steuerumlage an die Muttergesellschaft (29) -42.826 -77.199
18. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 164.092 220.732
19. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft (30) -98.089 -199.539
20. Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme 66.003 21.193
21. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 117.358 51.337
22. Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter -4.779 -4.694
23. Bilanzgewinn 178.582 67.836

Konzern-Kapitalflussrechnung

ABB Deutschland

in Tsd. € 2012 2011
1. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 164.092 220.732
2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 121.391 86.196
3. Veränderungen der Rückstellungen -101.210 -10.643
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -95.861 -14.185
5. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -1.164 -2.096
6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen -259.906 -104.786
7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.141 -8.351
8. Veränderung sonstiger Aktiva -42.199 4.197
9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen 264.919 -48.327
10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.185 -50.896
11. Veränderung sonstiger Passiva -5.264 -3.559
12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions- /Desinvestitionstätigkeit im Planvermögen 55.400 -29.063
13. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 133.524 39.219
14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 5.102 4.883
15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -91.813 -92.099
16. Einzahlungen aus Abgängen von Planvermögen 58.529 62.021
17. Auszahlungen für Investitionen in das Planvermögen -6.311 -6.773
18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -34.493 -31.968
19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft -199.539 -
20. Veränderung der Finanzschulden vor Ergebnisübernahme -14.147 43.880
21. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -213.686 43.880
22. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (= Summe Zeilen 13,18, 21) -114.655 51.131
23. Veränderungen des Finanzmittelbestands aufgrund von Veränderungen des Konsolidierungskreises 648 618
24. Finanzmittelbestand am 1.1. 536.545 484.796
25. = Finanzmittelbestand am 31.12.* 422.538 536.545

* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelbestands verweisen wir auf Ziffer 6 des Konzernanhangs.

Segmentberichterstattung

ABB Deutschland

Segmentberichterstattung per 31.12.2012 Prozessautomation Industrieautomationund Antriebe Niederspannungsprodukte Energietechnik- Produkte
in Tsd. € 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang 528.051 509.725 424.207 457.622 957.433 971.316 761.426 740.748
Außenumsatz 450.822 500.430 442.437 372.614 857.979 854.255 699.191 755.850
Interner Umsatz 10.345 7.582 15.799 15.850 84.514 112.536 31.467 31.395
Gesamtumsatz 461.167 508.012 458.236 388.464 942.493 966.791 730.658 787.245
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung 60.541 46.191 3.171 -705 135.118 113.488 51.699 89.965
Restrukturierungsaufwendungen - 2.014 - - -1.488 -10.224 -7.851 -19.200
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung 60.541 48.205 3.171 -705 133.630 103.264 43.848 70.765
Abschreibungen auf Sachanlagen* -9.070 -8.831 -16.044 -16.085 -26.680 -29.583 -12.387 -13.151
Investitionen in Sachanlagen* 6.313 4.136 1.166 1.478 21.678 13.936 19.674 11.879
Zinserträge 14.984 1.134 38 153 4.068 808 2.270 510
Zinsaufwendungen -491 -10.680 -95 -47 -2.429 -6.936 -1.149 -5.260
Segmentvermögen 485.783 490.789 69.927 85.717 447.939 456.078 418.885 410.567
Segmentverbindlichkeiten 253.958 265.900 28.340 36.078 268.599 294.099 357.466 332.919
Zahl der Mitarbeiter 2.046 1.952 928 861 3.229 3.283 2.374 2.354
Segmentberichterstattung per 31.12.2012 Energietechnik- Systeme Sonstige Einheiten/ Konsolidierung Konzern
in Tsd. € 2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang 502.326 1.273.925 -107.540 -169.317 3.065.903 3.784.019
Außenumsatz 424.408 860.834 26.226 24.129 2.901.063 3.368.112
Interner Umsatz 12.139 13.796 37.863 37.031 192.127 218.190
Gesamtumsatz 436.547 874.630 64.089 61.160 3.093.190 3.586.302
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung -27.675 66.611 10.651 3.360 233.505 318.910
Restrukturierungsaufwendungen -11.624 - - - -20.963 -27.410
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung -39.299 66.611 10.651 3.360 212.542 291.500
Abschreibungen auf Sachanlagen* -7.976 -9.028 -9.892 -9.518 -82.049 -86.196
Investitionen in Sachanlagen* 3.081 3.886 17.976 17.854 69.888 53.169
Zinserträge 11.132 4.132 25.856 6.798 58.348 13.535
Zinsaufwendungen 2.060 -5.488 -1.202 -8.506 -7.426 -36.917
Segmentvermögen 689.118 616.326 157.571 70.057 2.269.223 2.129.534
Segmentverbindlichkeiten 693.204 535.163 34.785 97.448 1.636.352 1.561.607
Zahl der Mitarbeiter 1.541 1.593 871 825 10.989 10.868

* Inkl. immaterielle Vermögensgegenstände.

ABB Deutschland

Segmentberichterstattung per 31.12.2012

Segmentberichterstattung per 31.12.2012

Auftragseingang und Umsatz nach Regionen
Prozessautomation Industrieautomation und Antriebe Niederspannungsprodukte Energietechnik- Produkte
in % 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 61 59 83 80 63 64 22 28
Europa* 20 22 9 11 24 24 35 30
Amerika 7 8 3 3 3 2 15 14
Asien 10 9 5 6 9 9 21 25
Afrika 1 1 - - 1 1 6 2
Sonstige Regionen 1 1 - - - - 1 1
Umsatz
Deutschland 58 56 78 77 62 64 26 24
Europa* 21 21 14 10 25 24 34 36
Amerika 8 7 3 3 3 2 12 11
Asien 11 14 5 9 9 9 24 25
Afrika 1 1 - 1 1 1 3 1
Sonstige Regionen 1 1 - - - - 1 3
Segmentberichterstattung per 31.12.2012

Auftragseingang und Umsatz nach Regionen
Energietechnik- Systeme Sonstige Einheiten/ Konsolidierung Konzern
in % 2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 41 76 100 100 50 61
Europa* 15 11 - - 23 20
Amerika 3 1 - - 7 5
Asien 30 6 - - 15 11
Afrika 11 6 - - 4 3
Sonstige Regionen - - - - 1 -
Umsatz
Deutschland 32 23 100 100 49 43
Europa* 18 13 - - 25 23
Amerika 2 1 - - 6 5
Asien 35 56 - - 16 26
Afrika 13 7 - - 3 2
Sonstige Regionen - - - - 1 1

* Ohne Deutschland.

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen Minderheits-

gesellschafter
Konzern-

eigenkapital
in Tsd. € Gezeichnetes Kapital* Kapitalrücklage Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn Eigenkapital Minderheiten-

kapital
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2010 167.500 51.046 324.915 543.461 6.098 549.559
Gezahlte Dividenden - - - - -2.820 -2.820
Übrige Veränderungen - - -5 -5 - -5
Jahresergebnis - - 18.518 18.518 2.675 21.193
Stand am 31.12.2011 167.500 51.046 343.428 561.974 5.953 567.927
Gezahlte Dividenden - - - - -2.300 -2.300
Übrige Veränderungen - - 1.241 1.241 - 1.241
Jahresergebnis - - 63.618 63.618 2.385 66.003
Stand am 31.12.2012 167.500 51.046 408.287 626.833 6.038 632.871

* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Konzernanhang

Vorstand

Dr. sc. techn. ETH Peter Terwiesch

Vorsitzender, Leiter der Region Zentraleuropa

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Automationstechnik

Niederspannungsprodukte
Prozessautomation
Industrieautomation und Antriebe

Dipl.-Kfm. Markus Ochsner

Finanzen und Controlling,

Personal /Arbeitsdirektor

Dr.-Ing. Martin Schumacher

Energietechnik

Energietechnik-Produkte
Energietechnik-Systeme

Generalbevollmächtigter

Rudolf Zimmermann

(bis 28.02.2013)

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Zürich / Schweiz,

Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd,

Zürich / Schweiz

Vorsitzender
Wilhelm Kuper 1)

Ilvesheim, Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG,

Mannheim

stellv. Vorsitzender
Markus Beumer

Frankfurt / Main,

Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG,

Frankfurt / Main

(ab 01.07.2012)
Detlev Bremkamp

München,

Consultant,

ehem. Mitglied des Vorstands der Allianz AG,

München
Dr. Horst Dietz

Berlin,

DIETZ Unternehmensberatungsgesellschaft m.b.H,

Berlin
Verena zu Dohna-Jaeger 2)

Frankfurt / Main,

Rechtsanwältin

IG Metall, Vorstand,

Frankfurt / Main

(ab 10.04.2012)
Klaus Eble

Thalwil / Schweiz,

Leiter Konzernfunktion

Interne Revision

der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich / Schweiz
Mirko Geiger 2)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Consultant,

Mitglied div. Aufsichtsräte
Petra Jonka 1)

Minden,

Technische Zeichnerin
Werner Kief 1)

Reilingen,

Mechaniker
Helmut Rath 1)

Bad Berleburg,

Werkzeugmacher
Bernhard Rothmund 1)

Birkenau,

Leiter Supply Management

der ABB Automation GmbH

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss

der Leitenden Angestellten
Bernhard Schreier

Walldorf,

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der Heidelberger Druckmaschinen AG,

Heidelberg
Prof. Dr. Alfred Storck

Wettingen / Schweiz,

Honorarprofessor, Betriebswirtschaftliche

Steuerlehre und Unternehmensfinanzierung

Universität St. Gallen,

St. Gallen / Schweiz
Dr. Eric Strutz

Frankfurt / Main,

ehem. Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG,

Frankfurt / Main

(bis 30.06.2012)
Peter Toussaint 1)

Mannheim,

PLT Consult GmbH,

Brühl

(bis 31.03.2012)
Waltraud Vaeth 1)

Leipzig,

Vertriebsingenieurin

1) von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht Mannheim gemäß § 104 AktG als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt

Erläuterungen

1. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr sind außer der ABB AG 23 inländische und 2 ausländische Unternehmen konsolidiert.

Bereits im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 wurde auf verschiedene Firmenkäufe des ABB-Konzerns während des Berichtsjahres hingewiesen. Neben der Übernahme der schweizerischen Trasfor-Gruppe, einem führenden Hersteller von Trockentransformatoren und Drosseln für Niederspannungs- und Mittelspannungsanwendungen, wurde auch die schwedische Lorentzen & Wettre-Gruppe, ein führender Hersteller von Systemen für die Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung in der Zellstoff- und Papierindustrie sowie die Newave Energy Holding SA mit Sitz in der Schweiz vom ABB-Konzern übernommen. Newave ist ein führender Anbieter integrierter Lösungen für USV-Systeme.

Aufgrund dieser Übernahmen wurden die Trasfor Engineering GmbH, Bremen, die Lorentzen & Wettre GmbH, München, sowie die Newave USV Systeme GmbH, Baden-Baden, erstmalig in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogen.

Die im Vorjahr erworbene Baldor Electric Germany GmbH, Kirchheim (bei München), wurde während des Berichtsjahres auf die ABB Automation Products GmbH, Ladenburg, verschmolzen.

Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem des Vorjahres wird durch die zuvor beschriebenen Konsolidierungskreisveränderungen aufgrund des geringen Geschäftsvolumens dieser Einheiten nicht beeinträchtigt.

Ferner wurde die ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim, auf die ABB New Ventures GmbH, Mannheim, verschmolzen; hiernach wurde die zuletzt genannte Gesellschaft in ABB Bauprojektmanagement GmbH umfirmiert.

Die ABB Stotz-Kontakt S.A., Getafe/Spanien, wurde zum Ende des Berichtsjahres liquidiert.

Die ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, wurde bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 aufgrund des damals gültigen Konsolidierungswahlrechtes nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da das Vermögen dieser Gesellschaft ausschließlich zur Erfüllung mittelbarer Altersversorgungsverpflichtungen dient. Aufgrund der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Konsolidierungsregelungen bezüglich sogenannter Zweckgesellschaften (§ 290 II Nr. 4 HGB) wird die ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, seit dem Geschäftsjahr 2010 in den Konsolidierungskreis einbezogen, wobei das zu Zeitwerten bewertete Vermögen dieser Gesellschaft gemäß § 246 II HGB mit den (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen dieser Gesellschaft verrechnet wurde.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen und prüfungspflichtigen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2012 aufgestellt, von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Jahresabschlüsse der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss gemäß US GAAP der ABB Ltd, Zürich/ Schweiz, einbezogen.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Neuinvestitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, wobei aktivische Unterschiedsbeträge stets als Geschäfts- bzw. Firmenwert aktiviert und grundsätzlich innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben werden. In begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Sofern der beizulegende Wert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.

Passivische Unterschiedsbeträge werden aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen unabhängig ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2012 entfielen 63.942 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 59.927 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 41.659 Tsd. €.

Die Anteile konzernfremder Gesellschafter sind aus dem jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Kapital ermittelt und unter Einschluss von Gewinn- und Verlustanteilen im Bilanzposten „Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.

Die Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei als Stichtag für die Kapitalaufrechnung der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugrunde gelegt wird. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und etwaigen Sonderposten des assoziierten Unternehmens zugeordnet und entsprechend dieser Positionen fortgeführt.

Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den zuvor beschriebenen Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.

Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.

Zum 31. Dezember 2012 ergab sich durch die Equity-Konsolidierung der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 42.658 Tsd. €. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert betrug 35.214 Tsd. €. Die Beteiligung wurde im Berichtsjahr vollständig wertberichtigt; wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterung unter Ziffer 27 dieses Anhangs.

Währungsumrechnung

Die Bilanzwerte der ausländischen Tochtergesellschaften werden für die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, während die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet werden. Unterschiede aus dieser Umrechnung sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Sie beeinflussen den Jahresüberschuss somit nicht.

Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs zum Stichtag der Kapitalaufrechnung, d. h. zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.

Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Soweit ausländische Gesellschaften aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen im Einzelabschluss von diesen Methoden wesentlich abweichen, werden diese Abschlüsse für die Konsolidierung angepasst.

Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden die Erlöse aus dem Systemgeschäft, aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, soweit solche Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen resultieren. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird grundsätzlich eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren festgelegt; in begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich der Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Wertverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 Euro nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 Euro bis 410 Euro, werden diese Vermögensgegenstände seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Jahren vor 2010 wurden solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über 150 Euro bis 1.000 Euro in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind. Diese als Planvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und hiernach gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren des Anlagevermögens verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen.

Wesentliche Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode (Equity-Methode) aktiviert.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Abzinsungen werden als Abschreibung, Aufzinsungen als Zuschreibung ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode angewandt. Teile des Vorratsvermögens sind auch zu Festwerten angesetzt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden in dem Umfang von den Vorräten abgesetzt, in dem sie für die Herstellung der Vorräte verwendet wurden (Fortschrittszahlungen).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen und Wechseln ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Bis zum 31. Dezember 2009 wurden als Sonderposten mit Rücklageanteil in den Einzelabschlüssen steuerfreie Rücklagen nach § 6b EStG ausgewiesen. Bei Gesellschaften, auf die das Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" oder das Fördergebietsgesetz Anwendung finden, wurden unter den Sonderposten mit Rücklageanteil auch Zuschüsse zum Anlagevermögen und steuerrechtliche Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz ausgewiesen.

Aufgrund der geänderten gesetzlichen Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes werden ab dem 01. Januar 2010 in den Einzelabschlüssen keine steuerlichen Sonderposten mehr erfasst. Die in den zurückliegenden Jahren gebildeten steuerlichen Sonderposten werden in den Einzelabschlüssen entsprechend Artikel 67 III EGHGB beibehalten und planmäßig fortgeführt bzw. verwendet.

In der Konzernbilanz werden diese in den vergangenen Jahren gebildeten Sonderposten mit ihrem Eigenkapitalanteil (70 %) den anderen Gewinnrücklagen und mit ihrem Steueranteil (30 %) der Rückstellung für latente Steuern zugeordnet.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtung zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren per Ende September (Inventurstichtag). Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde auch für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer die betriebliche Altersversorgung auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit diesen Vermögensgegenständen (Planvermögen) verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Darüber hinaus werden auch die zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. auf der Basis der voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgte bis zum 31. Dezember 2011 in der Weise, dass die über die jeweilige Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zurückgestellt wurden.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen aus Verträgen, die nach dem 01. Januar 2012 abgeschlossen wurden, werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt - dies gilt unabhängig davon, ob der jeweilige Vertrag vor oder nach dem 01. Januar 2012 geschlossen wurde.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden.

Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Aufwandsrückstellungen werden ausschließlich für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen ausgewiesen, die voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals des auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein werden.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend der Regelungen des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Reuters" veröffentlichten Marktkursen.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren einerseits aus Bewertungsunterschieden zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden. Bestehen am jeweiligen Bilanzstichtag steuerliche Verlustvorträge, können auch hieraus latente Steueransprüche resultieren.

Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenter Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.

Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.

Die aus solchen Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und ihrem Charakter entsprechend als „Aktive latente Steuern" bzw. als „Passive latente Steuern" ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus dem industriellen Projekt- und Seriengeschäft werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten erfolgt durch den Einsatz von Warentermingeschäften.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

3. Anlagevermögen

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte sowie entgeltlich erworbene Firmenwerte enthalten.

Der Zugang im Bereich der Geschäfts- bzw. Firmenwerte resultiert aus der erstmaligen Konsolidierung der Trasfor Engineering GmbH, Bremen, der Lorentzen & Wettre GmbH, München, sowie der Newave USV Systeme GmbH, Baden-Baden, auf die der größte Anteil entfällt.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen unterschiedliche Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auch im Berichtsjahr wieder bei den beiden Divisionen Niederspannungsprodukte und Energietechnik-Produkte lag. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen in den produzierenden Werken dieser Einheiten.

Darüber hinaus umfassen die Zugänge des Sachanlagevermögens auch die Neuanschaffung von EDV-Hardware, wobei bestimmte Komponenten dieser EDV-Hardware im Rahmen eines Finanzierungs-Leasing angeschafft wurden. Der Buchwert dieser Leasinggegenstände betrug zum Bilanzstichtag 3.921 Tsd. € (Vorjahr: 2.582 Tsd. €).

Der Zugang im Bereich der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entfällt auf den Erwerb von weiteren Anteilen an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, auf Basis einer im Jahre 2011 mit der Novatec Solar GmbH und deren anderen Gesellschaftern geschlossenen Beteiligungsvereinbarung. Infolge des durch Überkapazitäten und anhaltendem Preisverfall gekennzeichneten Marktumfeldes in der Solarstrombranche wurde zum Ende des Berichtsjahres die Entscheidung getroffen, die Anteile an dieser Einheit vollumfänglich wertzuberichtigen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf unsere diesbezüglichen Ausführungen im Lagebericht.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Seiten 58 bis 59 aufgeführt.

Entwicklung des Anlagevermögens

ABB Deutschland

in Tsd. € Stand per 31.12.2011 Veränderung Konsolid. Kreis Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand per 31.12.20 12
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 61.370 8 1.898 517 2.857 60.936
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 2.972 - 36 - 45 2.963
Geschäfts- oder Firmenwert 556.131 - 8.420 - 2.687 561.864
Geleistete Anzahlungen 32 - 29 -25 - 36
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 620.505 8 10.383 492 5.589 625.799
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 334.814 - 2.250 6.761 2.033 341.792
Technische Anlagen und Maschinen 402.423 142 10.781 7.973 22.430 398.889
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.075 123 20.311 5.337 26.262 329.584
Anlagen im Bau 18.942 - 19.565 -16.699 - 21.808
Geleistete Anzahlungen 5.476 - 6.598 3.864 703 7.507
Sachanlagen (gesamt) 1.091.730 265 59.505 -492 51.428 1.099.580
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 35.041 - 19.999 - - 55.040
Sonstige Beteiligungen 403 - - - - 403
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 - - - - 5.760
Sonstige Ausleihungen 10.885 - - - 2.480 8.405
Finanzanlagen (gesamt) 52.089 - 19.999 - 2.480 69.608
Anlagevermögen (gesamt) 1.764.324 273 89.887 - 59.497 1.794.987
in Tsd. € Abschreibungen Geschäftsjahr Kumulierte Abschreibungen Kum. Equity Anpassung Buchwerte per 31.12.2012 Buchwerte per 31.12.2011
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 5.526 50.806 - 10.130 13.281
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 15 2.926 - 37 16
Geschäfts- oder Firmenwert 31.381 497.911 - 63.953 89.377
Geleistete Anzahlungen - - - 36 32
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 36.922 551.643 - 74.156 102.706
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.351 249.541 - 92.251 88.184
Technische Anlagen und Maschinen 18.044 325.687 - 73.202 72.506
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.732 266.387 - 63.197 60.685
Anlagen im Bau - - - 21.808 ~ 18.942
Geleistete Anzahlungen - - - 7.507 5.476
Sachanlagen (gesamt) 45.127 841.615 - 257.965 245.793
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 39.342 39.342 -15.698 - 30.238
Sonstige Beteiligungen - 218 - 185 185
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - 5.760 5.760
Sonstige Ausleihungen - 3.000 - 5.405 6.865
Finanzanlagen (gesamt) 39.342 42.560 -15.698 11.350 43.048
Anlagevermögen (gesamt) 121.391 1.435.818 -15.698 343.471 391.547

Aufstellung des Anteilsbesitzes

ABB Deutschland

Gewinn- Eigen-

(Stand: 31.12.2012) vertrag Gewinn-

abführungsvertrag
Eigenkapital Konzern-

anteil
Beteiligung Ergebnis Geschäftsjahr Umsatz 2012 Mitarbeiter
in Tsd. LW in % bei Nr. in Tsd. LW 1) in Mio. LW 31.12.2012
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I. Konsolidierte verbundene Unternehmen
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1. ABB AG, Mannheim 846.265 € -1.119 1.068 4.140
2. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 20. 42.431 525 1.677
3. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg * 38.482 € 100 2. 12.335 390 1.282
4. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 15.538 € 100 7. 49.729 247 1.007
5. ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim * 1.800 € 100 1. 1.581 - 9
6. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim 250.489 € 100 1. 725 - -
7. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim * 47.759 € 100 1. -827 - -
8. ABB Business Services GmbH, Heidelberg * 93 € 100 1. 68 - 118
9. ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg * 5.382 € 100 1. 3.130 45 26
10. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 216.563 € 100 6. 1.118 1 -
11. Lorentzen & Wettre GmbH, München 712 € 100 2. 113 4 17
12. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 42 € 100 1. 16 - -
13. Pucaro Elektro-lsolierstoffe GmbH, Roigheim 5.850 € 100 7. -102 68 309
14. ABB abService GmbH Bobingen, Bobingen 1.666 € 100 1. 99 - -
15. ABB Service GmbH Bobingen, Bobingen * 25 € 100 2. 2.507 28 124
16. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 24.196 € 100 7. 45.641 496 1.549
17. ABB Stotz-Kontakt/Striebel & John Vertriebsges.mbH, Heidelberg 1.528 € 75,5 16./18. 880 82 140
18. Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach 5.574 € 51 1. 4.551 89 368
19. Striebel Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Sasbach 858 € 51 1. 2 - -
20. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./6./10. -1.188 7 128
21. Trasfor Engineering GmbH, Bremen 136 € 100 1. 64 1 7
22. Newave USV Systeme GmbH, Baden-Baden 1.232 € 100 -3 791 9 27
23. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 512 € 100 1. -3 5 49
24. ABB Stotz-Kontakt Eléctrica Lda., Porto / Portugal 3.360 € 100 16. -10 - -
25. Striebel France S.a.r.l., Fellering / Frankreich 5.616 € 51 19. 185 2 12
26. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 50.030 € 100 1. -8.936 - 17
II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
27. Novatec Solar GmbH, Karlsruhe 42.320 € 36,42 1. -33.001 10 69
III. Sonstige Beteiligungen
28. A+T-Projektentwicklungsges. mbH & Co. Potsdamer Platz Berlin KG, München 652 € 33,33 9. - - -
29. Dii GmbH, München2) 2.591 € 5 1. 174 6 36
30. Litra Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünewald 49 € 90 9. - - -
31. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR, Mannheim 140 € 14 1. - - -
32. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG, Düsseldorf 50 € 99 9. - - -

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile teilweise zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden, so dass dieser Anteil des Wertpapierspezialfonds – entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes – mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7, 12 und 14 dieses Anhangs.

4. Vorräte

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 117.585 115.924
Unfertige Erzeugnisse 53.083 52.230
Bestellte Anlagen in Arbeit 1.082.640 946.983
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 64.537 69.965
Geleistete Anzahlungen 985.980 498.117
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 2.303.825 1.683.219
./. verrechnete Kundenanzahlungen -1.484.917 -1.126.266
Vorräte (gesamt) 818.908 556.953

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Soweit die erhaltenen Kundenanzahlungen für die Herstellung des Vorratsvermögens verwendet wurden (Fortschrittszahlungen), werden diese offen vom Vorratsvermögen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 621 Mio. € auf insgesamt 2.304 Mio. € erhöht. Dieser deutliche Anstieg entfällt hauptsächlich auf die Division Energietechnik-Systeme, der im Vorjahr einige größere Exportaufträge abrechnen konnte und der im Berichtsjahr größere Anzahlungen im Zusammenhang mit der Anarbeitung von Windparkprojekten zu leisten hatte.

Unter Berücksichtigung der um rund 359 Mio. € gestiegenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Erhöhung des Nettovorratsvermögens um 262 Mio. €.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 307.824 359.703
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (12.360) (379)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 598.258 672.256
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (131) (466)
Sonstige Vermögensgegenstände 38.784 39.312
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (11.865) (10.712)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 944.866 1.071.271
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (24.356) (11.557)

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 30 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 20 %). Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen um rund 126 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres, was in erster Linie eine Folge der deutlich geringeren Umsatzerlöse des Berichtsjahres ist.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Schadenersatzansprüche, Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Forderungen aus Konsortialgeschäften, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

6. Flüssige Mittel

in Tsd. € 31.12.202 31.12.201
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 46.132 27.542
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2 enthalten) 376.406 509.003
Flüssige Mittel 422.538 536.545
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) 168.435 283.224
Flüssige Mittel V. Finanzschulden 254.103 253.321

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die rückläufige Entwicklung der flüssigen Mittel ist vor dem Hintergrund des zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zu sehen, auf Basis dessen zu Beginn des Berichtsjahres das Vorjahresergebnis in Höhe von rund 200 Mio. € an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, abgeführt wurde.

Positiv wirkte sich hingegen der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus, der im Berichtsjahr mit 134 Mio. € um 95 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres lag.

Die Finanzschulden resultieren aus dem konzerninternen Cash-Pooling; es handelt sich hierbei im Wesentlichen um kurzfristige Mittelanlagen unserer Beteiligungsgesellschaften beim Treasury-Bereich des weltweiten ABB-Konzerns.

Darüber hinaus beinhalten die (konzerninternen) Finanzschulden auch die Verpflichtung zur Abführung des Nettoergebnisses und der Steuerumlage an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, die sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 141 Mio. € belief, während der Vorjahresbetrag insgesamt 277 Mio. € betrug, so dass sich die Verminderung der Finanzschulden weitestgehend aus diesem Sachverhalt erklärt.

7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), führte insgesamt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 114.999 Tsd. € (Vorjahr: 78.715 Tsd. €).

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Planvermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden. Darüber hinaus enthält das Planvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.

Die vorzunehmende Verrechnung von Planvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, so dass aus dieser Verrechnung sowohl aktive als auch passive Unterschiedsbeträge resultierten.

Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2012 auf insgesamt 982.472 Tsd. € (Vorjahr: 966.973 Tsd. €), während der Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.096.067 Tsd. € (Vorjahr: 1.045.688 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 870.711 Tsd. € (Vorjahr: 922.244 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 225.356 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 123.444 Tsd. €).

Die Einzahlungen in das Planvermögen während des Berichtsjahres beliefen sich auf 6.311 Tsd. € (Vorjahr: 9.277 Tsd. €), während die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Planvermögen 67.896 Tsd. € (Vorjahr: 71.890 Tsd. €) betrugen.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden. Bezüglich dieser Vermögensverrechnung sowie bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Planvermögen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

8. Entwicklung des Eigenkapitals

Wie bereits an anderer Stelle dieses Anhangs ausgeführt, wurde im Geschäftsjahr 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierter Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschusses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.

In Abhängigkeit von der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens (Planvermögen) ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, so dass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt.

Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte sowie unter weiterer Berücksichtigung von Gewinnverwendungsmaßnahmen von Minderheitsgesellschaftern, ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres ein Anstieg des Konzerneigenkapitals um 64.944 Tsd. €.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2012 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich /Schweiz.

Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG.

10. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten, neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG, den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.

In den Gewinnrücklagen werden darüber hinaus die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte der Vorjahre berücksichtigt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung sowie um den Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklageanteil.

Ferner enthalten die Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von 5.916 Tsd. € aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 im Zusammenhang mit der Abzinsung langfristiger Rückstellungen (außer Pensionsrückstellungen).

11. Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter

Von den Anteilen fremder Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen entfällt der überwiegende Anteil auf die Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, und deren Tochtergesellschaften. Der im Ausgleichsposten enthaltene Anteil am Kapital (ohne Bilanzergebnis) beläuft sich - wie im Vorjahr - auf 1.259 Tsd. €. Die auf fremde Gesellschafter entfallenden Gewinnanteile belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.833 Tsd. € (Vorjahr: 5.038 Tsd. €); auf fremde Gesellschafter entfallende Verlustanteile belaufen sich im Berichtsjahr auf 54 Tsd. € (Vorjahr: 344 Tsd. €).

12. Pensionsverpflichtungen, Planvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungskapital im Sinne der US-amerikanischen Bilanzierungsvorschriften hat die deutsche ABB-Gruppe im Geschäftsjahr 2004 ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.

Infolge der geänderten gesetzlichen Bestimmungen aufgrund des BilMoG wurde die Berechnungsmethode per 01. Januar 2010 von dem steuerlichen Teilwertverfahren auf die sogenannte „Projected Unit Credit Methode" umgestellt und der Diskontierungsfaktor an den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Diskontierungsfaktor per 01. Januar 2010 angepasst.

Der aus dieser Umbewertung resultierende Aufwand aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen wurde im Geschäftsjahr 2010 vollumfänglich als Bestandteil des außerordentlichen Ergebnisses ausgewiesen. Von der Wahlmöglichkeit des Artikel 67 I EGHGB, die aus dieser Umbewertung resultierenden Aufwendungen auf künftige Geschäftsjahre zu verteilen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2012 betrugen die Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.011.687 Tsd. € (Vorjahr: 993.138 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 5,07 % (Vorjahr: 5,13 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren für den Monat September 2012 (Inventurstichtag für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen der ABB AG und ihrer Tochtergesellschaften).

Ferner liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 3,0 % p. a. (Vorjahr: 2,5 % p. a.) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,6 % p. a. (Vorjahr: 1,35 % p. a.) zugrunde. Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplanes wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 5,0 % p. a. (Vorjahr: 5,5 % p. a.) unterstellt.

Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen im zuvor genannten Umfang in Höhe von 1.011.687 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 74.781 Tsd. € (Vorjahr: 79.317 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 66.232 Tsd. € (Vorjahr: 69.940 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerten erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, so dass sich - in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades - sowohl aktive als auch passive Unterschiedsbeträge aus der Vermögensverrechnung ergaben.

Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Planvermögen verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 113.595 Tsd. € (Vorjahr: 78.715 Tsd. €), sowie passive Unterschiedsbeträge im Umfang von insgesamt 95.447 Tsd. € (Vorjahr: 96.105 Tsd. €).

Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen, während die passiven Unterschiedsbeträge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 8.549 Tsd. € (Vorjahr: 9.377 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 545.782 Tsd. € (Vorjahr: 634.171 Tsd. €), wobei dieser Rückgang der sonstigen Rückstellungen in erster Linie aus geringeren Rückstellungen für noch erwartete Kosten abgerechneter Kundenaufträge, geringere Garantierisiken sowie auf geringere Rückstellungen im Zusammenhang mit negativen Marktwerten derivativer Finanzinstrumente (i. W. Devisentermingeschäfte) zurückzuführen ist.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 22.348 Tsd. € (Vorjahr: 36.560 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Wertpapiere 23.752 Tsd. € (Vorjahr: 22.466 Tsd. €); dieser Betrag beinhaltet die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 18.165 Tsd. € (Vorjahr: 18.166 Tsd. €) sowie die kumulativen Marktwertanpassungen in Höhe von 5.587 Tsd. € (Vorjahr: 4.300 Tsd. €).

Der Buchwert der verpfändeten Wertpapiere in Höhe von 23.752 Tsd. € (Vorjahr: 22.466 Tsd. €) wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 22.348 Tsd. € (Vorjahr: 36.560 Tsd. €) verrechnet, so dass sich ein Aktivposten aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 1.404 Tsd. € ergab, während zum Ende des Vorjahres ein nicht durch Vermögenswerte gedeckter Anteil an Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 14.094 Tsd. € verblieb, der in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen wurde.

15. Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2012 Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2011 Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 145 145 178 178
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.023.742 1.182.560 1.400.172 842.773
(davon von verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen) (88.497) (51.713) (54.970) (54.970)
Verrechnet mit Vorräten -1.484.917 -867.701 -1.126.266 -677.907
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 162.760 162.055 152.559 152.060
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 212.207 212.081 308.035 308.035
Sonstige Verbindlichkeiten 43.837 41.151 47.619 44.671
(davon aus Steuern) (20.678) (20.678) (23.508) (23.508)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (2.196) (2.196) (3.540) (3.540)
Verbindlichkeiten (gesamt) 957.774 730.291 782.297 669.810

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betrugen im Berichtsjahr 97 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €).

Der deutliche Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ist in erster Linie auf größere Zahlungseingänge in der Division Energietechnik-Systeme im Zusammenhang mit Offshore-Projekten zurückzuführen, die jedoch größtenteils an liefernde Einheiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns in Form geleisteter Anzahlungen weitergeleitet wurden.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 17 % auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 5%).

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist hauptsächlich eine Folge des bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrages zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

Aufgrund dieses Unternehmensvertrages werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.

Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 141 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 277 Mio. € ergab, so dass aus diesem Sachverhalt ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von 136 Mio. € resultiert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern sowie Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Latente Steuern

Betrag Steuersatz
Steuerlatenzspiegel in Tsd. € in %
--- --- ---
Aktivlatenzen
--- --- ---
Vorräte 1.123 30,00
Sonstige Vermögensgegenstände 6 30,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.072 30,00
Jubiläumsrückstellungen 6 30,00
Sonstige Rückstellungen 12 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaft 75.989 30,00
Summe Aktivlatenzen 78.208
Passivlatenzen
Wertpapiere des Anlagevermögens 881 30,00
Sonstige Rückstellungen 248 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaft 62.902 30,00
Summe Passivlatenzen 64.031
Verlustvortrag Körperschaftssteuer 8.262 15,83
Verlustvortrag Gewerbesteuer 4.692 14,00
Summe Verlustvorträge 12.954
Summe Latenzen 27.131

Latente Steuern ergeben sich durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.

Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2012 betragen im Konzern 78.208 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 64.031 Tsd. € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern latente Steuern in Höhe von 12.954 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich passivische latente Steuern in Höhe von 137 Tsd. €, die in der Bilanz erfasst sind.

17. Haftungsverhältnisse

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 2.500 2.500
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 3.217 9.478
Haftungsverhältnisse (gesamt) 5.717 11.978

In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 3.286 Tsd. € (Vorjahr: 4.496 Tsd. €) für ehemalige konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.

18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

in Tsd. € 31.12.2012 Gesamtbetrag 31.12.2012 Jahresbetrag 31.12.2011 Gesamtbetrag 31.12.2011 Jahresbetrag
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 144.445 37.345 184.119 41.019
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 55.317 10.168 55.311 9.239
Andere Geschäfte 25.553 13.769 24.809 13.961
Gesamt 225.315 61.282 264.239 64.219

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 225 Mio. € (Vorjahr: 264 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 61 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich vorrangig um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich des Flächenmanagements. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 144 Mio. € (Vorjahr: 184 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 37 Mio. € (Vorjahr: 41 Mio. €). Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologie und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

In der Hauptsache fällt hierunter der globale Servicevertrag, der zwischen dem ABB-Konzern und IBM erstmals im Jahr 2003 und danach im Dezember 2009 neu abgeschlossen wurde. Der Vertrag gilt für den ABB-Konzern in 17 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik. IBM übernimmt dabei für einen Großteil des IS-Infrastrukturbetriebs von ABB das Server- und Netzwerkmanagement und stellt darüber hinaus einen Helpdesk und Serviceleistungen für Endanwender bereit. Im Rahmen dieser Partnerschaft mit IBM werden Kosteneinsparungen sowie weitere Vorteile aus einer hoch skalierbaren IS-Infrastruktur erzielt.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 55 Mio. € (Vorjahr: 55 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 10 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen.

Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 26 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 14 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €).

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 17 und nicht unter Ziffer 18 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 22 Mio. € (Vorjahr: 32 Mio. €). Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 17 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €).

20. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs-und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 649.122 Tsd. € (Vorjahr: 614.596 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt 5.087 Tsd. € (Vorjahr: - 28.522 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow-Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug im Berichtsjahr 29.536 Tsd. € (Vorjahr: 32.387 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt -534 Tsd. € (Vorjahr: -1.204 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird seit dem Geschäftsjahr 2011 auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht. Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 8.343 Tsd. € (Vorjahr: 28.327 Tsd. €) bilanziert.

21. Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres lagen mit 2.901 Mio. € um rund 467 Mio. € unter dem Umsatzniveau des Vorjahres. Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie aus anderen Dienstleistungen für nicht konsolidierte Konzernunternehmen, Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens, Erträge aus der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 22.485 Tsd. € (Vorjahr: 60.310 Tsd. €) enthalten.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Gewinnen aus Wechselkursveränderungen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Verluste aus Wechselkursveränderungen ebenfalls deutlich gesunken sind.

22. Materialaufwand

in Tsd. € 2012 2011
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.284.199 -1.341.810
Aufwendungen für bezogene Leistungen -290.160 -291.314
Materialaufwand (gesamt) -1.574.359 -1.633.124

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.574 Mio. € und lag damit um 59 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres.

Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich die Materialeinsatzquote somit von 48% im Vorjahr auf 49 % im Berichtsjahr leicht erhöht.

23. Personalaufwand

in Tsd. € 2012 2011
Löhne und Gehälter -640.704 -618.983
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -140.723 -120.306
(davon für Altersversorgung) (-31.381) (-14.022)
Personalaufwand (gesamt) -781.427 -739.289

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 42.138 Tsd. € erhöht, was in erster Linie auf die Tarifanpassung in Höhe von 4,3 % zum 01. Mai 2012 und auf die gestiegene Mitarbeiterzahl zurückzuführen ist.

Ferner beruht der Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten auf einer während des Berichtsjahres vorgenommenen Neuregelung unserer Jubiläumsleistungen im Interesse einer frühzeitigen Anerkennung der Betriebstreue unserer Mitarbeiter.

Der deutliche Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung um 17.359 Tsd. € resultiert im Wesentlichen aus der stufenweisen Anpassung einzelner Berechnungsparameter im Rahmen der versicherungsmathematischen Ermittlung der Pensionsrückstellungen; wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 12 dieses Anhangs.

24. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2012 2011
Gewerbliche Arbeitnehmer 3.390 3.566
Angestellte 6.838 6.669
Auszubildende 640 601
Mitarbeiter (gesamt) 10.868 10.836

Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 32, während die Mitarbeiterzahl stichtagsbezogen von 10.868 zum Ende des Vorjahres um 121 auf 10.989 zum Ende des Berichtsjahres angestiegen ist.

25. Abschreibungen

Soweit in der Vergangenheit Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen wurden, haben diese das Jahresergebnis nachfolgender Geschäftsjahre nicht wesentlich beeinflusst.

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik bezüglich beweglicher Gegenstände des Sachanlagevermögens verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Ziffer 2 dieses Anhangs.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräten und Wertpapieren), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräten), Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten, Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 36.646 Tsd. € (Vorjahr: 81.510 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen positive Wechselkurseffekte in einer ähnlichen Größenordnung enthalten sind.

Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 72.095 Tsd. € resultiert in erster Linie aus den zuvor genannten Währungsverlusten, die im Berichtsjahr deutlich unter denen des Vorjahres lagen.

Darüber hinaus erklärt sich der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus geringeren Gewährleistungskosten sowie aus geringeren Konzernumlagen im Bereich der Forschung und Entwicklung.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnliche Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 6.402 Tsd. € (Vorjahr: 6.062 Tsd. €).

27. Beteiligungsergebnis

in Tsd. € 2012 2011
Aufwendungen aus der Equitykonsolidierung assoziierter Unternehmen -11.234 -5.164
Beteiligungsergebnis -11.234 -5.164
Abschreibungen auf Beteiligungen -39.342 -
Beteiligungsergebnis nach Abschreibungen auf Beteiligungen -50.576 -5.164

Das Beteiligungsergebnis entfällt – sowohl im Vorjahr als auch im Berichtsjahr – in voller Höhe auf die Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, an der sich die ABB AG im Geschäftsjahr 2011 beteiligt hatte.

Wie bereits im Lagebericht erläutert, führten die negativen Entwicklungen im Marktumfeld der Solarbranche und die damit einhergehenden negativen Zukunftsaussichten zu der Entscheidung, die Beteiligung an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, zum Ende des Berichtsjahres vollumfänglich wertzuberichtigen.

28. Zinsergebnis

in Tsd. € 2012 2011
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.348 13.535
(davon von verbundenen Unternehmen) (1.790) (3.893)
(davon aus Ab- / Aufzinsung) (2.341) (8.974)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.426 -36.917
(davon an verbundene Unternehmen) (-449) (-216)
(davon aus Ab- / Aufzinsung) (- 5.033) (-36.021)
Zinsergebnis 50.922 - 23.382

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres belief sich auf 50.922 Tsd. € und lag damit um 74.304 Tsd. € über dem Zinsergebnis des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält auch die Effekte aus der Auf- bzw. Abzinsung langfristiger Rückstellungen sowie Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 55.377 Tsd. € (Vorjahr: 53.976 Tsd. €), wovon 6.174 Tsd. € (Vorjahr: 4.286 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 5,13 % im Vorjahr auf 5,07 % zum Ende des Berichtsjahres resultierten.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres Erträge aus der Verzinsung des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 109.197 Tsd. €, während sich die Höhe derartiger Erträge im Vorjahr auf 19.993 Tsd. € belief, so dass der deutliche Anstieg des oben aufgeführten Zinsergebnisses maßgeblich auf die bessere Verzinsung des saldierungsfähigen Vermögens zurückzuführen ist.

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2.325 Tsd. € (Vorjahr: 8.972 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 4.973 Tsd. € (Vorjahr: 2.037 Tsd. €) beliefen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um die zuvor beschriebenen Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes Zinsergebnis in Höhe von -250 Tsd. € (Vorjahr: 3.666 Tsd. €).

29. Steuern

Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert der überwiegende Anteil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands in Höhe von insgesamt 48.450 Tsd. € (Vorjahr: 70.768 Tsd. €) aus Steuerumlagen an die zuletzt genannte Gesellschaft.

30. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich im Berichtsjahr auf 164.092 Tsd. € (Vorjahr: 220.732 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrages werden von diesem Betrag insgesamt 98.089 Tsd. € (Vorjahr: 199.539 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt. Der verbleibende Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung in Höhe von 66.003 Tsd. € (Vorjahr: 21.193 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungssperre unterliegen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.

31. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, betrugen:

in Tsd. € 2012 2011
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 903 878
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 16 91
Honorar für Steuerberatungsleistungen 63 75
Gesamthonorar 982 1.044

32. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, Kredite

Die Höhe der im Geschäftsjahr 2012 aufgewendeten Aufsichtsratsvergütungen belief sich auf insgesamt 465 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 betrugen insgesamt 2.202 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.169 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 61.723 Tsd. € zurückgestellt.

Kredite im Sinne der §§ 89, 115 AktG bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 43 bis 45 aufgeführt.

33. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg
ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim
ABB Business Services GmbH, Heidelberg
Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid
ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim
ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg
ABB Patent GmbH, Ladenburg
ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg
Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach
ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim

34. Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim (Kurzfassung)

Bilanz

in Mio. € 31.12.202 31.12.201
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 89,5 87,5
Finanzanlagen 373,2 407,2
Anlagevermögen 462,7 494,7
Vorräte 584,6 331,6
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 450,8 474,8
Wertpapiere, flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften 722,5 833,9
Gesamtvermögen 2.220,6 2.135,0
Eigenkapital 846,3 846,3
Rückstellungen 385,5 441,5
Erhaltene Anzahlungen (netto) 471,7 240,0
Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften 340,5 428,1
Andere Verbindlichkeiten 176,6 179,1
Gesamtkapital 2.220,6 2.135,0

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2012 2011
Umsatz 1.067,8 1.573,6
Gesamtleistung 1.372,4 1.562,8
Personal- und Materialaufwand -989,0 -1.012,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen -358,4 -399,4
Beteiligungs- und Zinsergebnis 76,7 82,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 101,7 233,4
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -98,1 199,5
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3,6 -33,9
Jahresüberschuss - -
Gewinnvortrag 0,4 0,4
Bilanzgewinn 0,4 0,4

Der von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim, wird im elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

Mannheim, den 27. Februar 2013

ABB AG

Der Vorstand

Dr. Terwiesch

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

Bestätigungsvermerk

„Wir haben den von der ABB AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Segmentberichterstattung - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Mannheim, den 06. März 2013

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Th. Müller, Wirtschaftsprüfer

Matner, Wirtschaftsprüfer

Fünfjahresübersicht

Bilanz

in Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Immaterielle Vermögensgegenstände 74 103 128 164 201
Sachanlagen 258 246 256 254 240
Finanzanlagen 11 43 22 795 853
Summe Anlagevermögen 343 392 406 1.213 1.294
Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen 2.304 1.683 1.701 1.546 1.703
Verrechnete Kundenanzahlungen -1.485 -1.126 -1.250 -1.174 -1.103
\= Summe Vorräte (netto) 819 557 451 372 600
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489 491 481 488 471
Wertpapiere, flüssige Mittel inkl. Kredite an verb. Untern. 422 537 485 585 519
Sonstige Aktiva* 196 153 157 85 84
Summe Umlaufvermögen 1.926 1.738 1.574 1.530 1.674
Bilanzsumme 2.269 2.130 1.980 2.743 2.968
Gezeichnetes Kapital 168 168 168 168 168
Rücklagen (inkl. Fremdanteile) 282 327 232 267 300
Konzerngewinn/-verlust (inkl. Fremdanteile) 183 73 150 -6 2
Summe Eigenkapital 633 568 550 429 490
Rückstellungen für Pensionen 95 96 80 853 852
Übrige Rückstellungen 582 682 708 729 671
Summe Rückstellungen 677 778 788 1.582 1.523
Erhaltene Anzahlungen 539 274 322 286 440
Sonstige Passiva 420 510 320 446 515
Bilanzsumme 2.269 2.130 1.980 2.743 2.968
Finanzmittelbestand 422 537 485 585 519
Finanzschulden 168 283 40 248 254
Nettoliquidität 254 254 445 337 265

* Inkl. Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Gesamtleistung 3.234 3.435 3.337 3.222 3.678
Materialaufwand -1.574 -1.633 -1.635 -1.499 -1.830
Personalaufwand -781 -739 -746 -789 -800
Abschreibungen -82 -86 -90 -82 -83
Übrige Aufwendungen ./. übrige Erträge -584 -685 -629 -661 -689
Außerordentliches Ergebnis - - -89 - -
Steuern vom Einkommen und Ertrag -49 -71 -31 -85 -80
Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 164 221 117 106 196
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -98 -200 - -165 -174
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 66 21 117 -59 22
Auftragseingang
Inland 1.542 2.296 1.983 1.257 1.487
Ausland 1.524 1.488 1.737 1.800 1.923
Summe 3.066 3.784 3.720 3.057 3.410
Auslandsanteil 50 % 39 % 47 % 59 % 56 %
Umsatz
Inland 1.414 1.454 1.345 1.276 1.358
Ausland 1.487 1.914 1.616 1.945 1.903
Summe 2.901 3.368 2.961 3.221 3.261
Auslandsanteil 51 % 57 % 55 % 60 % 58 %
Investitionen in Sachanlagen* 70 53 58 61 83
Abschreibungen auf Sachanlagen* -82 -86 -90 -82 -83
Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) 10.989 10.868 11.012 11.508 11.624

* Inkl. immaterielle Vermögensgegenstände.

Impressum

Herausgeber:

ABB AG

Unternehmenskommunikation

Postfach 10 01 64

68001 Mannheim

Gestaltung:

RiegerDesign, Heidelberg

Druck:

DruckhausDiesbach GmbH, Weinheim

Titelbild:

Ponte Estaiada Octávio Frias de Oliveira, São Paulo/Brasilien

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

ABB weltweit auf einen Blick

ABB Ltd, Konzern, Zürich

in Mio. US $* 31.12.2012** 31.12.2011
Auftragseingang 40.232 40.210
Umsatz und übrige Betriebserlöse 39.336 37.990
Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) 4.058 4.667
Operativer Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Operatives EBITDA) 5.555 6.014
Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen 3.838 4.550
Konzerngewinn 2.704 3.168
Eigenkapital (ohne Minderheiten) 16.906 15.777
Bilanzsumme 49.070 39.648
Zahl der Mitarbeiter(circa) 145.000 135.000
Segmentergebnisse (Operatives EBITDA)
Prozessautomation 1.003 1.028
Industrieautomation und Antriebe 1.735 1.664
Niederspannungsprodukte 1.219 1.059
Energietechnik-Produkte 1.585 1.782
Energietechnik-Systeme 290 743
Konzern und Übrige -277 -262

* Die Abschlüsse wurden nach U.S. Generally Accepted Accounting Principles (U.S. GAAP) erstellt.

** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, vom 14. Februar 2013.

Der Geschäftsbericht und weitere Informationsschriften des ABB-Konzerns sind erhältlich bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation (GF-CC), Postfach 10 01 64, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich/Schweiz.

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