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ABB Ltd — Annual Report 2011
May 8, 2012
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Annual Report
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Publication

ABB AG
Mannheim
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Inhalt
| Bericht des Vorstands | |
| Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2011 | |
| Bericht des Aufsichtsrats | |
| Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 | |
| Konzernbilanz | |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | |
| Segmentberichterstattung | |
| Konzern-Eigenkapitalspiegel | |
| Konzernanhang | |
| Bestätigungsvermerk | |
| Fünfjahresübersicht | |
| Impressum | |
| ABB weltweit auf einen Blick |
Bericht des Vorstands
Liebe Leserinnen und Leser,
die deutsche ABB hat sich trotz des volatilen Wirtschaftsumfelds robust behauptet. Ungeachtet der europäischen Schulden- und Eurokrise sind wir auf unserem Weg zu nachhaltigem und profitablem Wachstum ein gutes Stück vorangekommen. Der Umsatz kletterte auf 3,4 Mrd. € — damit haben wir den Wert des Vorjahrs um 14% übertroffen. Der Auftragseingang stieg um 2% an und erreichte 3,8 Mrd. €, während der Auftragsbestand mit 4,5 Mrd. € um 10 % höher als 2010 lag. Mit 292 Mio. € übertraf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit den Vorjahreswert um 23%.
Der deutsche Heimmarkt ist ein überaus wichtiger Absatzmarkt. Mehr als die Hälfte unseres Auftragseingangs im Jahr 2011 kam aus Deutschland, über drei Viertel aus Europa. Wir verzeichneten im Berichtsjahr den größten Stromübertragungs-Auftrag in der Unternehmensgeschichte, und auch dieser kam aus Deutschland: Für über 700 Mio. € binden wir weitere Offshore-Windparks in der Nordsee an das Stromnetz an.
Energietechnik im Umbruch
Die Notwendigkeit von Investitionen in das Stromnetz als Folge der Energiewende ist im vergangenen Jahr in der öffentlichen Diskussion angekommen, hat aber bislang nur teilweise zu Bestellungen geführt. Dies gilt insbesondere für die Transportleitungskapazität und intelligente Verteilnetzlösungen. Im Bereich der Stromerzeugung sahen wir uns einem stark rückläufigen konventionellen Kraftwerksmarkt in Deutschland und weiten Teilen Europas gegenüber.
Allerdings wurden wieder hohe Investitionen in Offshore-Windparks und deren Anbindung getätigt. Wir konnten daran erneut partizipieren und erhielten einen weiteren Großauftrag für eine HGÜ-Offshore-Windparkanbindung. Außerdem haben wir für die Netzanbindungen von Offshore-Windparks in der Nordsee den Service und die Instandhaltung übernommen — eine anspruchsvolle Aufgabe, weil hier noch keine Erfahrungswerte vorliegen und echte Pionierarbeit geleistet wird.
Zunehmend treffen wir in unseren Exportmärkten auf neue Wettbewerber, insbesondere aus Südkorea und China. Die Wettbewerbsintensität in unseren traditionellen Feldern hat damit weiter zugenommen. Das Geschäft mit gasisolierten Hochspannungs-Schaltanlagen und Antriebe für Schaltanlagen verzeichnete einen deutlichen Rückgang. Punktuell mussten wir mit Unterauslastung kämpfen und haben deshalb in Hanau-Großauheim eine Verkleinerung des Standortes eingeleitet, um das Werk langfristig international wettbewerbsfähig zu machen. Die anderen Produktbereiche — Mittelspannung und Transformatoren — konnten dagegen auf ein starkes Geschäftsjahr zurückblicken mit Fabrikauslastungen auf hohem Niveau.
Energieeffizienz treibt Nachfrage nach Automatisierungstechnik
Energieeffiziente Lösungen, die die industrielle Produktivität steigern, prägten den Bedarf bei unseren Kunden der Automatisierungstechnik. Die stärksten Wachstumsimpulse kamen aus dem Maschinenbau. Aber auch die Entwicklung im Gebäudesegment war konstant positiv. Dagegen war das Marktumfeld in der Solar- und Windbranche für unsere Division Niederspannungsprodukte schwierig. Alle drei Divisionen der Automatisierungstechnik wuchsen bei Auftragseingang und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Verstärkt haben wir uns zudem durch die Integration der Baldor Electric Germany GmbH mit ihrem Motorenportfolio.
Die Verknüpfung von Verteilnetz, Gebäudesystemtechnik und lokalen Stromspeichern wie Elektroautos im Smart Grid erfordert integrierte Ansätze. ABB bietet z. B. Ladelösungen für alle Verbindungsstandards sowie intelligente Systeme und Software, welche das Stromnetz überwachen. Gleichstrom-Ladestationen von ABB befinden sich seit Mai 2010 im kommerziellen Betrieb und reduzieren die Ladezeit von acht Stunden auf lediglich 15 bis 30 Minuten.
Technologien für Megatrends
Die Rahmenbedingungen im deutschen Markt haben sich 2011 fundamental verändert. Durch die Katastrophe in Fukushima kam es im März in Deutschland zum Umdenken in der Kernenergie. Darüber hinaus entstand quasi ein Investitionsstopp für konventionelle Kraftwerke.
Abgesehen von diesem einschneidenden singulären Ereignis treiben langfristige Megatrends unser Geschäft. Die wachsende Weltbevölkerung benötigt immer mehr Ressourcen wie Wasser, Metalle und Mineralien. Die großen und bevölkerungsreichen Länder wachsen rasant und verbessern dabei ihren Lebensstandard. Folglich werden weltweit immer mehr Güter gehandelt, die schnell, zuverlässig und energieeffizient transportiert werden müssen.
Die Menschen wandern zudem kontinuierlich in die Städte ab. Hierfür werden dringend Transportlösungen benötigt, die eine Verkehrsentlastung sowie eine Senkung der Lärmbelästigung und Schadstoffemissionen ermöglichen. Ebenso steigt der Bedarf an Energie, besonders an Elektrizität. Im Zusammenhang mit all diesen Entwicklungen stehen die Bemühungen, mit Hilfe einer effizienteren Nutzung der Ressourcen die gesellschaftlich bedingte Umweltbelastung zu senken.
ABB verfügt schon heute über technologische Lösungen für diese Herausforderungen. Als Pioniere der Energie- und Automatisierungstechnik bieten wir entlang der gesamten Energiekette Technologien, die Wirkungsgrade erhöhen und den Ressourcenverbrauch reduzieren.
Der Umbau der Netze, die Anbindung erneuerbarer Energien, Elektromobilität, Speichertechnologien — all dies sind nicht nur die Handlungsfelder des Energiekonzepts der Bundesregierung, sondern sie betreffen auch das ABB-Kerngeschäft. Ob Netzanbindungen für Offshore-Windparks oder innovative Komponenten fürs Smart Grid — gefragt sind technische Pionierleistungen in Deutschland, die Leuchtturmcharakter haben.
Kompetenzträger fördern und halten
Für unsere innovativen Produkte und komplexen Projekte brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte. In den nächsten Jahren werden etwa 300 Mitarbeiter der deutschen ABB jährlich in den Ruhestand gehen. Derzeit sind dazu rund 300 freie Stellen unbesetzt. Wir sind also darauf angewiesen, unsere eigenen guten Fachkräfte zu behalten und neue zu gewinnen.
Seit acht Jahren bieten wir allen Mitarbeitern ein Aktienprogramm an, das sie am Unternehmenserfolg beteiligt. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, ermöglicht ABB kostenlose Freizeiten im eigenen Kinderferienhaus im Schwarzwald, einer einmaligen Institution in der deutschen Firmenlandschaft. 2011 haben wir ein attraktives Mobilitätspaket aufgelegt, um Mitarbeitern einen Standortwechsel für interessante, neue Aufgaben zu erleichtern. Schließlich haben wir durch unsere Geschäftsethik und Null-Toleranz-Politik eine Unternehmenskultur geschaffen, die nicht nur auf Ergebnisse abzielt, sondern auch darauf achtet, wie diese erreicht werden.
Wir setzen auf Integration: Unser Personalprogramm „Generations" bietet Jung und Alt attraktive Arbeitsbedingungen. Dafür haben wir 2011 den Personalmanagement-Award für besondere Leistungen im Demografie-Management in der Kategorie Großunternehmen gewonnen. Mit dem Preis, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wurde, ehrt der Bundesverband der Personalmanager (BPM) herausragende Leistungen im Human Resources Management.
Integration ist auch der Kern unserer Partnerschaft mit Special Olympics, der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung. Seit mehr als zehn Jahren ermöglichen wir mit unserem finanziellen Engagement und bis heute rund 2.000 freiwilligen Helfern die Durchführung der Sommer- und Winterspiele in Deutschland.
Wir setzen uns für die Menschen in Deutschland ein, für ihre Technikbegeisterung und ihren Kompetenzerwerb, damit Deutschland langfristig wettbewerbsfähig bleibt. So unterstützen wir unterschiedliche Initiativen auf Bundes- und Landesebene, insbesondere solche mit den so genannten MINT-Schwerpunkten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.
Der Nachwuchsförderung dienen verschiedene Patenschaften mit Schulen und Hochschulen. Beispielsweise haben wir für das Versuchsfeld Regenerative Energien an der Dualen Hochschule in Mannheim das Netzleitsystem geliefert und installiert. An der Technischen Universität (TU) Darmstadt werden seit Sommer 2011 Studierende der Elektro- und Energietechnik an einem neuen Teststand ausgebildet. Er ist komplett mit intelligenter Gebäudesystemtechnik von ABB ausgestattet.
Kernpunkt ist unser Engagement in der eigenen Ausbildung: Ende 2011 hat ABB in Deutschland 1.250 Auszubildende betreut, davon rund die Hälfte für externe Partner, meist kleine und mittelständische Unternehmen. Unsere eigene Ausbildungsquote konnten wir auf 6% steigern; die Zahl der Übernahmen lag konstant bei 90%.
Ausblick
Ende November hat ABB im Rahmen der neuen Strategie als Ziel ausgegeben, bis 2015 doppelt so stark zu wachsen wie das weltweite Bruttoinlandsprodukt und unsere Märkte. Weitere Marktdurchdringung, Wachstum im Service und Expansion in Sektoren, in denen wir bisher schwach vertreten sind — das sind unsere Ziele für die nächsten Jahre.
Die Energiewende bietet aufgrund des notwendigen Aus- und Umbaus der Energieversorgungssysteme ein hervorragendes Geschäftspotenzial für uns. Nur selten gab es Zeiten, in denen unsere Technologien so gefragt waren wie heute. Deutschland will den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung deutlich erhöhen und die eingesetzte Energie in allen Bereichen effizienter nutzen. Dieser gesellschaftliche Konsens ist zugleich auch ein Vertrauensbeweis in Unternehmen wie ABB, in Experten in der Energie- und Automatisierungstechnik.
Ich danke allen für die Zusammenarbeit im Jahr 2011. Wir wollen unseren Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten ein innovativer, exzellenter und verantwortungsvoller Partner sein — ein Partner des Vertrauens.
Dr. Peter Terwiesch, Vorstandsvorsitzender der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa
Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2011
Weltwirtschaft wächst 2011 merklich schwächer als erwartet — Deutschland übertrifft die Erwartungen
Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2011 mit real +2,9% schwächer gewachsen als vor einem Jahr erwartet. Seinerzeit wurde noch von +3,5% ausgegangen. Das Wachstum entspricht in etwa dem langjährigen Durchschnitt. Träger des Wachstums war erneut Asien (ohne Japan), dessen Steigerung in Höhe von +7,2 % allerdings um rund 2 %-Punkte niedriger lag als 2010. Es folgten Osteuropa, das mit einer leichten Beschleunigung des Wachstums auf +4,6% das bisherige Rekordniveau aus 2008 um fast 3% übertroffen hat, und Lateinamerika mit +4,1 %. Schwach fiel das Wachstum in Nordamerika (+1,8%) und Westeuropa (+1,5%) aus. Westeuropas Wirtschaftsleistung ist immer noch um 1% niedriger als im Jahr 2008.
Die bundesdeutsche Wirtschaft hat sich mit real +3,0% erneut deutlich besser entwickelt als im Vorjahr erwartet und das bisherige Rekordniveau von 2008 um 1 % übertroffen. Erneut war der Export mit einem Wachstum von +8,2% ein Haupt-Wachstumsmotor, auch wenn der direkte Beitrag des Außenhandels mit 26% merklich kleiner ausfiel als im Jahr 2010 (Vorjahr: 40%). Mit einem Wachstum von +1,5% und einem Anteil von fast 30 % am Gesamtanstieg absolut stärkster Wachstumsträger war erstmals seit Jahren der Private Konsum. An dritter Stelle mit Anteilen von jeweils knapp 20% am Gesamtanstieg folgten die Ausrüstungsinvestitionen (Anstieg +7,6 %), die damit allerdings immer noch 8 % unter ihrem Rekordwert von 2008 liegen, und die Bauinvestitionen (Anstieg +5,8%), wobei letztere neben der guten Konjunktur auch von den niedrigen Zinsen und dem milden Wetter des 1. und 4. Quartals 2011 profitierten. Der Staatsverbrauch hat mit einem Wachstum von 1,4 % die insgesamt positive Entwicklung unterstützt.
Die deutsche Verarbeitende Industrie hat 2011 ihren Erholungskurs fortgesetzt und mit +8,7% Wachstum insgesamt ihren Höchstwert von 2008 um 1% übertroffen. Zu den Spitzenreitern gehörte auch 2011 die KFZ-Industrie mit einem Anstieg von +13%. Sie übertrifft den Rekordwert von 2007 damit um 7 %. Erneut stark war die Elektrotechnik mit einem Anstieg von +13%, die damit 2 % über dem Rekordjahr 2008 lag. Der Maschinenbau steigerte seine Produktion 2011 um 11%, blieb aber um 7% unter der Bestmarke des Jahres 2008. Die Chemie ist mit +1% nur wenig gewachsen und hat damit den Rekord von 2007 um 2% verfehlt. Nach dem enttäuschend schwachen Anstieg 2010 um nur 1 % haben die Unternehmen der Verarbeitenden Industrie ihre Investitionen 2011 nach dem neuesten ifo-Investitionstest um 15% gesteigert. Allerdings liegen hierzu nur Plan-Werte vor, da die Umfrage im Herbst 2011 stattfand.

Wachstum der Weltwirtschaft 2012 unter langjährigem Durchschnitt — in Deutschland nur geringfügiges Wachstum erwartet
Die Weltproduktion soll 2012 nur noch um 2,6% steigen. Dieser Anstieg liegt unter dem langjährigen Durchschnitt von etwa 3%. Bremsen soll vor allem das stagnierende Westeuropa, während Nordamerika als einzige Region mit 2,2% stärker wachsen soll als 2011. Wachstumsmotor wird Asien (ohne Japan, +6,7%) bleiben, gefolgt von Lateinamerika (+3,6%) und Osteuropa (+2,4%), das unter der erwarteten Stagnation in Westeuropa wohl am stärksten leiden dürfte. Für Japan wird auch als Reaktion auf den katastrophenbedingten Rückgang in 2011 ein Wachstum von 1,8% erwartet. Wachstumsführer bleiben trotz leichter Wachstumsabschwächungen China und Indien mit erwarteten etwa 8% bzw. 7% Wirtschaftswachstum. In Europa soll nur Norwegen (+2,3%) ein Wachstum von mehr als 1% erreichen.
Trotz eines erwarteten Anstiegs der Wirtschaftsleistung von nur 0,6% bleibt Deutschland vor den drei anderen großen europäischen Industrieländern Großbritannien (+ 0,5 %), Frankreich (+1- 0) und Italien (-1,3 %). Impulse werden nur vom Inland erwartet. Der Konsum soll um etwa 1 % steigen, die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen jeweils um knapp 2%. Die Industrieproduktion soll um 1% steigen, die Industrie-Investitionen um 7%.
Die extrem volatilen Märkte zwingen uns zu einer bisher nie gekannten Beweglichkeit. Stabile Entwicklungen und belastbare Planzahlen nehmen ab, Unsicherheiten über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nehmen zu. Wir benötigen größtmögliche Flexibilität, um Auftragsspitzen und Auftragsdellen zu bewältigen. Die kurz- bis mittelfristigen Zukunftsaussichten sind instabil und die Ausschläge in der Konjunktur werden kürzer und härter.
Auftragseingang weiterhin auf hohem Niveau — Zuwächse im Inlandsgeschäft
Der Auftragseingang der deutschen ABB belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 3.784 Mio. € und erhöhte sich damit um 2% gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 3.720 Mio. €. Der Anstieg resultierte insgesamt aus dem Inlandsgeschäft, dessen Bestelleingang deutlich über dem Vorjahreswert lag.
Mit 2.296 Mio. € lag der inländische Auftragseingang im Berichtsjahr um 16% über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 1.983 Mio. €. Steigerungen des inländischen Auftragseingangs konnten sämtliche Divisionen erzielen. In der Division Energietechnik-Systeme fiel der Zuwachs als Absolutbetrag jedoch am größten aus.
Die Division Energietechnik-Systeme konnte im Geschäftsjahr 2011 den inländischen Auftragseingang im Vorjahresvergleich um 19% steigern. Insbesondere erhielt die deutsche ABB den Rekordauftrag zur Lieferung einer Stromleitung, die Offshore-Windparks in der Nordsee an das deutsche Stromnetz anschließen soll. ABB liefert das größte Offshore-HGÜ-System (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) der Welt, das eine Nennleistung von über 900 Megawatt aufweisen wird und über dessen Stromleitung mehr als 1,5 Mio. Haushalte mit Windenergie beliefert werden können. Mit dem Projekt DolWin 2 konnte der Geschäftsbereich Elektrische Netze einen Auftragseingang von über 700 Mio. € verzeichnen. Die Geschäftsbereiche Stromerzeugung, Schaltanlagen und Netzleittechnik bewegten sich allerdings unverändert in einem intensiven Wettbewerbsumfeld. Wegen des Investitionsrückgangs auf Kundenseite sowie aufgrund von Überkapazitäten war diesen Geschäftsbereichen ein Wachstum beim Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr im Inland nicht möglich. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Stromerzeugung war im Inlandsgeschäft stark durch Serviceaufträge geprägt. Der Geschäftsbereich Schaltanlagen konnte im Inland verschiedene Großaufträge von Kunden aus dem Sektor Energieversorgung für sich entscheiden.

In der Division Energietechnik-Produkte lag der Auftragseingang mit deutschen Kunden im Berichtsjahr insgesamt 5% über den Werten des Vorjahres. Während sich der Wert der Kundenbestellungen im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte leicht reduzierte, stiegen die Bestelleingänge bei den Mittelspannungsprodukten sowie bei den Transformatoren leicht an. Die Auftragseingänge im Bereich Transformatoren-Service waren wie im Vorjahr stark umkämpft. Der Mittelspannungs-Service konnte die Auftragseingänge von Kunden aus dem Inland steigern, während beim Hochspannungs-Service ein leichter Rückgang zu verzeichnen war.
Der inländische Auftragseingang der Division Niederspannungsprodukte entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011 insgesamt positiv und fiel im Vergleich zum Vorjahr um 7% höher aus. Bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH brachten das Installationsgeschäft und das Industriesegment spürbares Volumenwachstum beim Auftragseingang. Das im Vorjahr sehr stark gestiegene Kundensegment Solar konnte ebenfalls Impulse für ein leichtes Wachstum liefern. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH profitierte von einem weiterhin positiven Trend im Installationsgeschäft. Das Inlandsgeschäft der Striebel & John GmbH & Co. KG konnte die unverändert positive gesamtwirtschaftliche Lage nutzen und ein solides Wachstum im einstelligen Bereich aufweisen. Der im Neuanlagen- und Servicegeschäft und überwiegend im Inland tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH konnte wegen anhaltender Investitionszurückhaltung und schwacher Kundennachfrage in den Bereichen Energieerzeugung und Anlagenbau den Auftragseingang des Vorjahres nicht erreichen.
In der Division Prozessautomation lag der Bestelleingang von Inlandskunden im Berichtsjahr um 11% über dem Vorjahreswert. Hauptursache für diesen Anstieg war die Hereinnahme von Großprojekten im Geschäftsbereich Metalle sowie von mehreren größeren Projekten im Geschäftsbereich Öl, Gas und Petrochemie. Auf Kundenseite war spürbar, dass Investitionsrückstände zunehmend abgebaut und Umbauaktivitäten gebündelt wurden, auch waren Kapazitätserweiterungen in Planung, wodurch ABB als weltweit führendes Unternehmen in der Prozessautomation mit teilweise engen Kundenbeziehungen überaus profitieren konnte. Einen deutlichen Volumenzuwachs konnte auch der Geschäftsbereich Turbolader erzielen. Hier fiel das Bestellvolumen aufgrund eines erneuten Anstiegs der Nachfrage — insbesondere seitens unserer Kunden im Schiffsbau und in der Installation von Biogasanlagen — sehr erfreulich aus. Einen Bestellzuwachs erreichte auch der Geschäftsbereich Full Service und Consulting am Standort Bobingen. Der deutliche Rückgang des Volumens im Geschäftsbereich Prozessleittechnik, bedingt durch die organisatorische Verlagerung von Teilen der Geschäftsaktivitäten nach Schweden und Singapur, konnte insgesamt mehr als ausgeglichen werden.
Ein deutliches Wachstum verzeichnete die Division Industrieautomation und Antriebe. Im Inland stiegen die Auftragseingänge um 32% an. Der überwiegend im Produktgeschäft tätige Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH verzeichnete wie im Vorjahr eine weitere Belebung der Geschäftsaktivitäten, die unverändert durch eine positive Entwicklung im deutschen Maschinenbau bestimmt wurde. Auch der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH konnte, über alle Kundensegmente im Inland, die Zuwächse im Auftragseingang erneut wiederholen und das hohe Niveau des Vorjahres deutlich übertreffen.
Das Bestellvolumen aus dem Ausland fiel von 1.737 Mio. € im Vorjahr um 14 % auf insgesamt 1.488 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres. Dieser Rückgang — verbunden mit einem Zuwachs im Inlandsgeschäft — führte zu einer Reduktion des Auslandsanteils an den Bestellungen von 47% im Vorjahr auf 39% im Berichtsjahr.
Dem hohen Zuwachs im Inlandsgeschäft der Division Energietechnik-Systeme stand trotz mehrerer Großaufträge aus dem Ausland in den verschiedenen Geschäftsbereichen ein Rückgang im Export von 37 % gegenüber. Erneut war das Auslandsgeschäft in den Geschäftsbereichen Stromerzeugung und Schaltanlagen geprägt durch einen großen Anteil von Aufträgen in den Regionen Mittlerer Osten sowie Nord-und Zentralafrika. Im Geschäftsbereich Schaltanlagen konnte zudem ein werterheblicher Nachtragsauftrag bei einem Großprojekt in Katar gebucht werden. Unsere Märkte im Ausland waren durch anhaltenden Preiswettbewerb bestimmt, so dass einige Großaufträge nicht an ABB vergeben wurden.
Geringere Auftragseingänge aus dem Ausland verzeichnete im Berichtsjahr auch die Division Energietechnik-Produkte. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug 11 %. Die Nachfrage aus dem Ausland nach Hochspannungsprodukten sank deutlich, insbesondere aufgrund des sehr wettbewerbsintensiven Umfelds im Nahen Osten. Der Geschäftsbereich Transformatoren, inklusive Isolationsprodukte für Transformatoren, verfehlte die Vorjahreswerte ebenfalls deutlich. Bei den Mittelspannungsprodukten dagegen stieg die Nachfrage aus dem Ausland. Sehr erfreulich war die Entwicklung des Service-Geschäfts im Ausland. Hier konnten Hochspannungs- und Mittelspannungs-Service die Auftragseingänge des Vorjahres deutlich übertreffen.
Das Auslandsgeschäft der Division Niederspannungsprodukte lag knapp 1 % unter dem erfreulich hohen Niveau des Vorjahres. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte den positiven Trend im Installationsgeschäft im Ausland, wie auch im Inland, nutzen. Die Striebel & John GmbH & Co. KG konnte im Exportgeschäft, trotz der überwiegend angespannten wirtschaftlichen Lage im Ausland, das Wachstum fortsetzen. Bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH lag der Auftragseingang leicht unter Vorjahresniveau. Der hauptsächlich im deutschen Markt tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH erreichte die Vorjahreszahlen beim Export nicht.

Der Auftragseingang der Division Prozessautomation verlief uneinheitlich und lag zum Ende des Berichtsjahres insgesamt um 9% hinter dem Vorjahr zurück. Dabei verlief das Exportgeschäft im Geschäftsbereich Minerale sehr erfreulich, das maßgeblich durch einen Großauftrag in Südamerika geprägt wurde sowie auf strategischen Partnerschaften mit einzelnen Kunden beruht. In den Märkten Kohle-, Kupfer- und Eisenerzförderung außerhalb Europas war und ist auch weiterhin eine Vielzahl von geplanten Projekten zu beobachten. Einen Anstieg der Bestelleingänge konnte auch der Geschäftsbereich Messtechnik verzeichnen, wo beispielsweise das Geschäftsgebiet Analysenvertrieb Zuwächse in Nordasien erzielte. Im Vorjahresvergleich rückläufig entwickelte sich jedoch das Bestellvolumen des Geschäftsbereichs Öl, Gas und Petrochemie, wo das Volumen des Vorjahres durch einzelne Großaufträge bestimmt war. Für einen deutlichen Rückgang sorgte überdies die für den Geschäftsbereich Prozessleittechnik bereits genannte organisatorische Verlagerung von Teilen der Geschäftsaktivitäten nach Schweden und Singapur.
Einen ähnlich hohen Zuwachs wie im Inlandsgeschäft konnte der Exportbereich der Division Industrieautomation und Antriebe verzeichnen. Der Auftragseingang aus dem Ausland lag im Berichtsjahr um 26% über dem Wert des Vorjahres. Nach einer stabilen Entwicklung im Vorjahr konnte der Geschäftsbereich Drives & Motors bei der ABB Automation Products GmbH im Berichtsjahr einen starken Zuwachs verzeichnen. Der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH hingegen konnte trotz einiger Aufträge im Systemgeschäft die Zuwächse des Vorjahres nicht erzielen und lag im Auftragseingang daher unterhalb des Vorjahresniveaus.
Umsatzzuwachs erreicht — Stärkung von Inlandsgeschäft und Export
Der Umsatz des Berichtsjahres erreichte 3.368 Mio. € und lag damit um 407 Mio. € bzw. um 14% über dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von 2.961 Mio. €.
Im Inlandsgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf 1.454 Mio. € und übertrafen damit den Umsatz des Vorjahres in Höhe von 1.345 Mio. € um 109 Mio. € bzw. um 8%. Im Auslandsgeschäft stieg der Umsatz um 18% an, so dass sich die Exporterlöse von 1.616 Mio. € um 298 Mio. € auf 1.914 Mio. € erhöhten. Der Anteil des Auslandsgeschäfts erhöhte sich im Berichtsjahr von 55 % auf 57 %.
In der Division Energietechnik-Systeme überstiegen die Umsätze sowohl im Inlandsgeschäft, als auch insbesondere im Exportgeschäft, die entsprechenden Umsatzwerte des Vorjahres deutlich. Die Steigerung resultierte vor allem aus dem Geschäftsbereich Schaltanlagen, wo im Berichtsjahr verschiedene Großprojekte in Kuwait und Algerien erfolgreich fertiggestellt und an die Kunden abgerechnet wurden. Im Geschäftsbereich Stromerzeugung konnten im Auslandsgeschäft einige Großaufträge im Mittleren Osten abgeschlossen werden. Überdies konnte in diesem Geschäftsbereich in Deutschland ein Großprojekt im Bereich Kraftwerke an den Kunden übergeben werden. Der Geschäftsbereich Netzleittechnik konnte insbesondere auf dem Gebiet der Systemautomatisierung im Vorjahresvergleich die Umsatzerlöse erhöhen. Ebenso steigerte der Geschäftsbereich Elektrische Netze den Umsatz deutlich, blieb aber aufgrund von Verzögerungen bei der Abrechnung hinter den Erwartungen zurück.
In der Division Energietechnik-Produkte stieg im Berichtsjahr der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte verfehlten die Vorjahreswerte nur knapp. Während im Inland die Abrechnung von Aufträgen aus dem Vorjahr zu einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse führte, blieb der Exportumsatz leicht unter den Werten des Vorjahres. Einen deutlichen Anstieg der Umsätze erzielte der Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte. Im Inland blieb der Umsatz auf nahezu konstantem Niveau, im Ausland hat der Umsatz jedoch aufgrund der starken Nachfrage deutlich zugenommen. Im Geschäftsbereich Transformatoren wiederum stand einem Anstieg des Geschäfts in Deutschland ein Rückgang im Auslandsgeschäft gegenüber, wobei insgesamt ein nennenswerter Zuwachs im Umsatz erzielt werden konnte.
Für die Division Niederspannungsprodukte fiel die Umsatzentwicklung insgesamt erfreulich aus. Wie auch beim Auftragseingang wurde ein solider Zuwachs erzielt, der allerdings nicht die Wachstumsraten des Vorjahres erreichen konnte. Bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH war ein Anstieg der Inlandsumsätze zu verzeichnen. Die Exporterlöse des Vorjahres wurden im Berichtsjahr nahezu erreicht. Insgesamt wurde ein Teil des hohen Auftragsbestands abgebaut und ein Zuwachs der Umsätze verzeichnet. Über den Vorjahreswerten bewegte sich auch der Umsatz bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH. Dies galt sowohl für den inländischen Markt, wie auch für das Exportgeschäft. Gleichermaßen verlief die Entwicklung bei der Striebel & John GmbH & Co. KG. Zuwächse der Umsatzerlöse im Inland und im Ausland bewirkten einen Anstieg des Umsatzes im Vorjahresvergleich. Einen Anstieg des Umsatzvolumens — bei leichtem Rückgang des Auslandsgeschäfts — konnte auch der im Projektgeschäft tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH erreichen.

Die Umsatzerlöse der Division Prozessautomation lagen im Berichtsjahr insgesamt deutlich unter dem Volumen des Vorjahres. Diese Entwicklung betraf den Export etwas stärker als das Inlandsgeschäft. Der Rückgang ist überwiegend das Ergebnis der verhaltenen Nachfrage im Vorjahr innerhalb des Systemgeschäfts. In den Geschäftsbereichen Metalle und Minerale lagen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr entsprechend deutlich unter den Vorjahreswerten. Auch der Geschäftsbereich Öl, Gas und Petrochemie verfehlte den Umsatz des Vorjahres deutlich. Zuwächse wurden im Produktgeschäft erzielt, konnten den Rückgang im Systemgeschäft jedoch nicht kompensieren. Der Geschäftsbereich Messtechnik, insbesondere im Bereich Instrumentierung, konnte das Umsatzvolumen deutlich steigern. Wie beim Auftragseingang erzielte der Geschäftsbereich Turbolader einen Umsatzzuwachs aufgrund des Anstiegs der Nachfrage insbesondere seitens unserer Kunden im Schiffsbau und in der Installation von Biogasanlagen. Daneben ist die Umsatzentwicklung der Division noch maßgeblich geprägt durch die für den Geschäftsbereich Prozessleittechnik bereits erwähnte Verlagerung von Teilen der Geschäftsaktivitäten nach Schweden und Singapur.
Die Division Industrieautomation und Antriebe konnte — nach kräftiger Steigerung der Umsätze im Vorjahr — auch im Berichtsjahr eine deutliche Steigerung der Umsatzzahlen erreichen. Dies galt für das Inlandsgeschäft und für das Auslandsgeschäft gleichermaßen. Der überwiegend im Produktgeschäft tätige Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH konnte insbesondere von einer positiven Entwicklung im Maschinenbau profitieren. Für den Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH war ein positiver Geschäftsverlauf in allen Segmenten festzustellen.
Zum Ende des Berichtsjahres lag der Auftragsbestand bei 4.495 Mio. €. Im Vorjahresvergleich lag der Auftragsbestand somit um 408 Mio. bzw. um 10% über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 4.087 Mio. €. Den weitaus größten Anteil hieran wies die Division Energietechnik-Systeme auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Jahresende ein Umsatzvolumen von mehr als 16 Monaten ab.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erneut gesteigert
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 292 Mio. € und lag damit um 55 Mio. € über dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 237 Mio. €.
In der Division Energietechnik-Systeme ist das Ergebnis im Berichtsjahr stark angestiegen. Zum einen ist diese Entwicklung durch den deutlichen Anstieg des Abrechnungsvolumens und die daraus resultierende Realisierung von Auftragsergebnissen begründet. Zum anderen konnten bei verschiedenen Projekten Nachtragsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden, wodurch Verbesserungen der Auftragsmargen erzielt wurden. Insbesondere die Geschäftsbereiche Stromerzeugung und Schaltanlagen wiesen erfreuliche Ergebnisse aus.
Aufgrund der Wettbewerbssituation im Geschäft mit Hochspannungsprodukten und Transformatoren konnte die Division Energietechnik-Produkte das gute Ergebnis aus dem Vorjahr nicht erreichen. Im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte ist dies auch teilweise durch Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen begründet. Im Geschäftsbereich Transformatoren führte starker Preisdruck im Berichtsjahr zu einem deutlich geringeren Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte hingegen konnte aufgrund der guten Auslastung seiner Kapazitäten sowie aufgrund der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erzielen.
Die Auslastung der Kapazitäten in der Division Niederspannungsprodukte war wie im Vorjahr durchweg sehr gut. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte weiter gesteigert werden. Ein gutes Ergebnis ließ sich bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH trotz gestiegener Materialkosten — insbesondere bei Kupfer, Silber und Kunststoff — sowie Aufwendungen im Rahmen der Umsetzung des weltweiten Produktionsnetzwerks NewMCB realisieren; das Ergebnis des Vorjahres wurde aber nicht ganz erreicht. Wie die Division insgesamt profitierten die beiden Gesellschaften Busch-Jaeger Elektro GmbH und die Striebel & John GmbH & Co. KG beim Ergebnis von einem Anstieg des Geschäftsvolumens. Eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielte der Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH und schloss das Berichtsjahr nahezu ausgeglichen ab.
Trotz der rückläufigen Umsatzerlöse konnte das Ergebnis der Division Prozessautomation im Berichtsjahr gesteigert werden. Sämtliche Geschäftsbereiche konnten das Geschäftsjahr 2011 positiv abschließen. Einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses erzielte insbesondere der Geschäftsbereich Messtechnik. Allerdings war das Vorjahresergebnis durch Restrukturierungsaufwand für die Schließung des Produktionsstandorts Alzenau belastet. Eine Verbesserung der Ergebnissituation konnte auch der Geschäftsbereich Öl, Gas und Petrochemie erzielen, weil Aufträge mit einer besseren Ergebnisqualität abgerechnet werden konnten. Von einer Steigerung der Kundennachfrage profitierten die Umsätze im Geschäftsbereich Turbolader, wodurch sich eine Verbesserung der Ergebnissituation ergab.
Die Division Industrieautomation und Antriebe konnte die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich verbessern. Insbesondere das hohe Geschäftsvolumen und die damit verbundene Kapazitätsauslastung sorgten für positive Ergebnisse der operativen Geschäftsbereiche. Sowohl der Geschäftsbereich Drives & Motors der ABB Automation Products GmbH, wie auch der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH schlossen das Berichtsjahr mit positiven und gegenüber Vorjahr verbesserten Ergebnissen ab.

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres beinhaltete ausschließlich die Ergebniseffekte aus der erstmaligen Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß BilMoG zum 01. Januar 2010. Im Berichtsjahr lagen weder außerordentliche Aufwendungen noch außerordentliche Erträge vor.
Im Vorjahr wurde das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ein Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB AG, Mannheim, vereinnahmt. Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, so dass im Berichtsjahr das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH übernommen wird.
Vor Abführung des Ergebnisses ergab sich für den Konsolidierungskreis ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 221 Mio. €. Das Ergebnis fiel damit um 104 Mio. € höher als das Ergebnis nach Steuern im Vorjahr aus, das 117 Mio. € betrug.
Ergebnisrechnung
| in Mio. € | 2011 | % | 2010 | % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 3.368 | 2.961 | ||
| Gesamtleistung | 3.435 | 100 | 3.337 | 100 |
| Materialaufwand | -1.633 | -48 | -1.635 | -49 |
| Personalaufwand | -739 | -22 | -746 | -22 |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | -771 | -22 | -719 | -22 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 292 | 8 | 237 | 7 |
| Außerordentliches Ergebnis | – | – | -89 | -3 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 6 | – | -31 | -1 |
| Steuerumlage bei der Organgesellschaft | -77 | -2 | – | – |
| Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 221 | 6 | 117 | 3 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | -200 | -6 | – | – |
| Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme | 21 | – | 117 | 3 |
Erhöhung der Bilanzsumme — Eigenkapitalquote leicht gesunken
Die Bilanzsumme des Konsolidierungskreises erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 150 Mio. € auf insgesamt 2.130 Mio. €.
Im Bereich des Anlagevermögens ergab sich eine Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände um 25 Mio. €, was in erster Linie auf die planmäßige Abschreibung von Firmenwerten zurückzuführen ist.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen 49 Mio. € und lagen damit nur geringfügig über den diesbezüglichen Abschreibungen, so dass sich unter Berücksichtigung der Abgänge eine Verminderung des Sachanlagevermögen im Umfang von rund 10 Mio. € ergab.
Der Anstieg des Finanzanlagevermögens um rund 21 Mio. € resultiert in erster Linie aus dem Erwerb von knapp 26% der Anteile an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, einem im Jahr 2006 gegründeten Unternehmen, das sich auf die Herstellung, Bereitstellung und auf die schlüsselfertige Lieferung von solaren Dampferzeugern auf Basis der linearen Fresnel-Kollektor-Technologie spezialisiert hat. Es handelt sich bei dieser Technologie um eine Weiterentwicklung der Parabolrinnentechnologie, die flache Glasspiegel anstelle parabolisch geformter Spiegelflächen verwendet, um Sonnenenergie auf einen Strahlungsempfänger zu lenken, in dem Wasserdampf erzeugt wird, der als Prozessdampf, zur Meerwasserentsalzung, zur solaren Kühlung oder zur Stromerzeugung genutzt werden kann.
Die Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, wurde im Jahr 2011 mit dem Otto-Haxel Preis und mit dem Solarpaces Technology Innovation Award und auf der Hannover Messe 2009 mit dem Industriepreis 2009 ausgezeichnet.
Das Nettovorratsvermögen hat sich — infolge einer Verschlechterung der Auftragsfinanzierung — gegenüber dem Vorjahr um 106 Mio. € erhöht, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernfremden aufgrund der deutlich gestiegenen Umsatzerlöse um 60 Mio. € angestiegen sind.
Das Konzerneigenkapital hat sich von 550 Mio. € zum Ende des Vorjahres auf 568 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres erhöht, so dass sich die Eigenkapitalquote infolge der gestiegenen Bilanzsumme von 28% im Vorjahr auf 27 % zum Berichtsjahresende leicht vermindert hat.
Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem für Altersversorgungszwecken reservierten Planvermögen verrechnet. Die nach dieser Vermögensverrechnung verbleibenden Pensionsrückstellungen sind von 80 Mio. € im Vorjahr auf 96 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres angestiegen, was hauptsächlich aus der Absenkung des Diskontierungssatzes sowie aus geringeren Erträgen des Deckungsvermögens resultiert.
Die Verminderung der Steuerrückstellungen erklärt sich im Wesentlichen aus dem mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, rückwirkend zum 01. Januar 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrag, infolgedessen die Steuerschuldnerschaft von der ABB AG, Mannheim, auf die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übergegangen ist.
Insbesondere aufgrund der Inanspruchnahme von Rückstellungen für Personalanpassungsmaßnahmen während des Berichtsjahres hat sich der Bestand der sonstigen Rückstellungen um knapp 8 Mio. € vermindert.
Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 140 Mio. € erhöht, was in der Hauptsache auf den zuvor bereits erwähnten Gewinnabführungsvertrag mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, zurückzuführen ist, aufgrund dessen ein Großteil des im Konsolidierungskreis erwirtschafteten Ergebnisses an diese Gesellschaft abzuführen ist. Insgesamt hat sich diese Gewinnabführungsverpflichtung mit 277 Mio. € in den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen niedergeschlagen und somit in diesem Umfang zu dem Anstieg der Gesamtverbindlichkeiten beigetragen. Gegenläufig wirkte sich die Verminderung der Kundenanzahlungen im Umfang von 172 Mio. € aus.
Bruttoliquidität trotz verhaltenem Cash Flow weiterhin auf hohem Niveau
Die Bruttoliquidität — definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich/Schweiz — lag zum Ende des Berichtsjahres mit 537 Mio. € um 52 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres und stellt damit rund ein Viertel der Bilanzsumme dar. Unter Berücksichtigung der konzerninternen Kreditaufnahmen ergibt sich eine Verminderung der Nettoliquidität von 445 Mio. € im Vorjahr auf nunmehr 254 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres.
Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist vor dem Hintergrund eines sehr verhaltenen Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu sehen, der mit 39 Mio. € erheblich unter dem Niveau des Vorjahres lag und im Wesentlichen durch einen Anstieg der Kapitalbindung des Umlaufvermögens, durch deutlich geringere Kundenanzahlungen sowie durch erhebliche Mittelabflüsse im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen geprägt war.
Ferner ist hinsichtlich der Entwicklung der Bruttoliquidität zu berücksichtigen, dass während des Berichtsjahres Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen im Umfang von 92 Mio. € geleistet wurden. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag dabei — wie auch in den Vorjahren — auf Maßnahmen zur Rationalisierung und Produktivitätssteigerung mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens weiter zu stärken. Größere Einzelmaßnahmen fielen insbesondere bei den produzierenden Einheiten im Bereich Niederspannungs- und Mittelspannungsprodukte an sowie im Bereich der Erhaltung und Erweiterung von ABB-Standorten in Deutschland.
Bilanz
| Aktiva in Mio. € | 31.12.2011 | % | 31.12.2010 | % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 392 | 18 | 406 | 21 |
| Vorräte | 1.683 | 1.701 | ||
| ./. verrechnete Kundenanzahlungen | -1.126 | -1.250 | ||
| 557 | 27 | 451 | 23 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 491 | 23 | 481 | 24 |
| Sonstige Aktiva | 153 | 7 | 157 | 8 |
| Flüssige Mittel | 537 | 25 | 485 | 24 |
| Summe Aktiva | 2.130 | 100 | 1.980 | 100 |
| Passiva in Mio. € | 31.12.2011 | % | 31.12.2010 | % |
| Eigenkapital | 568 | 27 | 550 | 28 |
| Rückstellungen für Pensionen | 96 | 4 | 80 | 4 |
| Übrige Rückstellungen | 682 | 32 | 708 | 36 |
| Erhaltene Anzahlungen | 274 | 13 | 322 | 16 |
| Andere Verbindlichkeiten | 510 | 24 | 320 | 16 |
| Summe Passiva | 2.130 | 100 | 1.980 | 100 |

Der deutliche Rückgang der Nettoliquidität aufgrund des Anstiegs der Kreditaufnahme innerhalb des ABB-Konzerns ist eine unmittelbare Folge des mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, rückwirkend zum 01. Januar 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrags. Die aus diesem Unternehmensvertrag resultierende Gewinnabführungsverpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 277 Mio. € und ist somit maßgeblich für den Anstieg der konzerninternen Finanzschulden verantwortlich.
Konjunkturelle Erholung und Anstieg der Vakanzen
Eine attraktive Beschäftigung, deutlich mehr offene Stellen und Arbeitslosenzahlen, die auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren gefallen sind: Diese bundesweiten Trends zeigten ihre Wirkung 2011 auch bei ABB. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 stellte die Personalbeschaffung vor Herausforderungen, wie sie seit Jahren nicht mehr zu bewältigen waren. Im Jahr 2011 erfolgten 689 Neueinstellungen, davon gingen allein 70 Einstellungen auf Mitarbeiterempfehlungen zurück. Darüber hinaus stieg die Anzahl neu eingestellter Auszubildender auf 243, so dass die deutsche ABB insgesamt 654 Auszubildende beschäftigte. Die deutsche ABB erreichte damit zum Jahresende eine Ausbildungsquote von 6 % bezogen auf die Gesamtbelegschaft — eine Investition in die Zukunft und sicher die richtige Antwort auf die demographische Entwicklung im Unternehmen.
Die Position von ABB als attraktiver Arbeitgeber kommt in einer hohen Zahl von Bewerbungen zum Ausdruck: Mehr als 13.000 Bewerbungen gingen bei ABB in Deutschland ein.

Darüber hinaus wächst ABB durch die getätigten und beabsichtigten Zukäufe auch in Deutschland. Die Integration von Unternehmen wie Baldor, Trasfor, Lorentzen & Wettre oder auch Thomas & Betts sind zusätzliche Aufgaben, die 2012 ihre Fortsetzung finden werden.
Attraktive Beschäftigungsbedingungen im demographischen Wandel
ABB gilt heute bei den Arbeitnehmern als Arbeitgeber erster Wahl. Damit das so bleibt und das Austrittsrisiko weiter minimiert wird, sind die Beschäftigungsbedingungen von entscheidender Bedeutung. Die Leistungen des Arbeitgebers unterliegen einer ständigen Überprüfung; insbesondere die freiwilligen Sozialleistungen unterscheiden uns dabei vom Wettbewerb. Diese Sozialleistungen wurden 2011 in der Broschüre „Angebote und Leistungen bei ABB Deutschland" neu dargestellt und zeigen die ganze Vielfalt von Leistungen, die unsere Beschäftigten im beruflichen und im privaten Alltag unterstützen und fördern.
Die im ABB-Programm „Generations" verankerten Angebote zu den Beschäftigungsbedingungen wurden ergänzt um Angebote der Personalentwicklung, des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und den Personalbeschaffungsaktivitäten. 2011 wurden mit Überprüfungen zu „Diabetes" und „Herz-Kreislauf-Risiken" sowie Angeboten zur Verbesserung der Rückengesundheit erneut Schwerpunktaktionen im Gesundheitsprogramm „Fit for Life" gesetzt; in der Personalbeschaffung wurde 2011 der „Generations-Award" für die beste firmeninterne Initiative an die Aktion „Vertrieb lernen live", bei der Studierende der ABB aktiv die Messeaktivitäten begleiten, vergeben.
Auch über die Grenzen des Unternehmens hinaus fanden unsere Bemühungen im Umgang mit dem demographischen Wandel Anklang. Der Bundesverband der Personalmanager BPM zeichnete uns im Juli 2011 mit dem erstmals vergebenen „Personalmanagement-Award" aus.
Das Engagement der Beschäftigten
Das ABB-Ideenprogramm konnte im Jahr 2011 mit 2057 bewerteten Ideen einen Nutzen von 2,2 Mio. € für ABB erzielen. Im Gegenzug schüttete das Unternehmen Prämien in Höhe von rund 377 Tsd. € für die Ideeneinreicher aus. Der durchschnittliche Nutzen pro realisierter Idee stieg im Vergleich zu den Vorjahren auf durchschnittlich 1.994 €.
Die Beschäftigten engagierten sich nicht nur mit einer hohen Beteiligungsquote von 68% bei der zum zweiten Mal nach 2009 flächendeckend durchgeführten Beurteilung ihrer Vorgesetzten (Führungsfeedback), sie zeigten darüber hinaus in vielen gemeinnützigen und sozialen Projekten hohes Engagement. Die 100 freiwilligen Helfer bei den Winterspielen der Special Olympics in Altenberg, die tatkräftigen Einsätze der freiwilligen Helfer im ABB Kinderferienhaus in Schapbach und die zahlreichen Hilfsaktionen unserer Auszubildenden seien hier nur stellvertretend genannt.
Compensation und Benefits
Zum Jahresbeginn 2011 wurden die Beiträge, die ABB ihren Beschäftigten für die Betriebliche Altersversorgung zur Verfügung stellt, auf 1,0% des beitragsfähigen Entgelts angehoben; gleichzeitig wurde die Begrenzung aufgehoben, dass Beiträge nur bis zum 63. Lebensjahr zugeführt werden. Ab 2011 erfolgt also die Beitragsbereitstellung bis zum tatsächlichen Renteneintritt, das ist im Maximum das 67. Lebensjahr und somit bis zu vier Beitragseinzahlungen mehr als bisher. Auch langzeiterkrankte Beschäftigte sowie Beschäftigte in Elternzeit werden jetzt berücksichtigt, sofern sie im Beitragsjahr tätig waren.
Mit dem Konzernbetriebsrat wurde eine Verhandlungskommission zur weiteren Überprüfung und Anpassung bestehender Sozialleistungen vereinbart. Neben diesen auf betrieblicher Ebene im Rahmen von Konzernbetriebsvereinbarung geregelten Veränderungen wurden erste Schritte in Richtung der Industrie-Gewerkschaft Metall unternommen; Ziel ist es dabei tariflichvertraglich abweichende, unterschiedliche Bedingungen für die Beschäftigten bei ABB bundesweit einheitlich zu regeln.
Forschung und Entwicklung
Viele Annehmlichkeiten des Alltags, die für uns selbstverständlich sind, beruhen auf Technologien, die ABB in ihrer über 100-jährigen Innovationsgeschichte entwickelt, verbessert und angepasst hat — von elektrischer Energie auf Knopfdruck bis hin zum Sicherungsautomaten im Keller. 2011 wurde ABB als eines der innovativsten Unternehmen mit dem Top 100 Global Innovator Award ausgezeichnet.
Im deutschen Forschungszentrum in Ladenburg, einem von sieben weltweit, sind rund 110 Forscher für etwa ein Viertel aller Patente der deutschen ABB verantwortlich.
Zentrale Forschung und Geschäftsbereiche arbeiten bei ABB Hand in Hand. Sie bilden dabei ein Netzwerk mit den deutschen Hochschulen, global agierenden Kunden in Deutschland und Industrieverbänden sowie Standardisierungsgremien. 2011 investierte die deutsche ABB 167 Mio. € in Forschung und Entwicklung; das sind 5% des Umsatzes. Entlang der gesamten Energiekette forschen wir an Technologien, welche die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und Energieeffizienz erst möglich machen.
Im Mittelpunkt der Entwicklung stehen Technologien für Energieeffizienz und das intelligente Stromnetz, das erneuerbare Energien einbindet und die Integration von Endverbrauchern, Speichertechnologien und Gebäudesystemtechnik schafft.
Feldgeräteintegration (FDI) — Ein Standard auf der Zielgeraden
Intelligente Feldgeräte besitzen eine Vielzahl an Parametern, Daten und Funktionen, über die sie sich flexibel an die Anforderungen eines Prozesses anpassen lassen. Außerdem liefern sie in der Regel detaillierte Informationen über ihren aktuellen Zustand und unterstützen damit vorausschauende Instandhaltungsstrategien.
Der neue Standard FDI soll Folgendes leisten: die freie Gerätewahl für die Endanwender. Neben der eigentlichen Entwicklung des Standards steht für ABB mit Blick auf die Kunden aber vor allem das Thema Interoperabilität im Fokus. Im Gegensatz zu heutigen Standards, bei denen der Grad der Interoperabilität in der Regel von der korrekten Interpretation einer Spezifikation abhängt, entwickelt FDI unter der Führung von ABB einheitliche Entwicklungswerkzeuge und Software-Komponenten. Durch die Bereitstellung und Nutzung dieses Baukastens wird die Interoperabilität ganz maßgeblich unterstützt.
Einen ersten Blick auf FDI konnten die Besucher der NAMUR Hauptsitzung 2011 werfen. Hier präsentierte ABB den weltweit ersten FDI-Demonstrator, der neben den verschiedenen Kommunikationsprotokollen HART, Profibus DP und PA sowie Foundation Fieldbus auch Geräte unterschiedlicher Hersteller integriert. Darüber hinaus enthält der Demonstrator bereits Vorversionen der einheitlichen FDI-Software-Komponenten. Der FDI-Standard befindet sich nun auf der Zielgeraden: sowohl durch die IEC-Standardisierung als auch die Adaption als Chinesischer Standard wird sichergestellt, dass FDI auf einer breiten internationalen Basis steht.
Energieeffizientes Motor-Antriebs-Paket
ABB brachte 2011 zwei neue Pakete aus Niederspannungs-Synchronmotor mit innovativer Motortechnologie und Frequenzumrichtern zur Drehzahlregelung auf den Markt. Die Technik basiert auf der Synchronreluktanztechnologie und wird als Komplettpaket aus Motor, Frequenzumrichter und Software geliefert.
Die außergewöhnlich hohe Energieeffizienz und Leistungsdichte der neuen Motor-Antriebs-Pakete ist auf die innovative Läuferkonstruktion und die optimierte Antriebssteuerung zurückzuführen. ABB ist es gelungen, den Temperaturvorteil für eine höhere Leistungsdichte zu nutzen, die hohe Leistung und kompakte Abmessungen vereint. Die niedrige Betriebstemperatur des Motors verlängert die Lebensdauer der Motorisolation und der Lager. Signifikant reduzierte Wartungskosten und eine erhöhte Zuverlässigkeit sind die Folge. Das Paket aus Super-Premium-Effizienz-Synchronmotor und abgestimmten Frequenzumrichtern ist für maximale Effizienz ausgelegt. Es erfüllt bereits jetzt den höchsten Energieeffizienzstandard IE4. Es wurde speziell für drehzahlveränderbare Antriebe entwickelt, um den Energieverbrauch zu reduzieren und die Prozessführung zu optimieren. Aufgrund seiner Super-Premium-Effizienz profitieren Kunden von hohen Energieeinsparungen und sehr kurzen Amortisierungszeiten. Das zweite Paket aus Hochleistungs-Synchronmotor, Frequenzumrichter und der neuesten Software ist für maximale Leistung ausgelegt. Der neue Motor ist zwei Baugrößen kleiner als ein Asynchronmotor mit entsprechender Leistung.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement
ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt — und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.
Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.
Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, Mannheim, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.
Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.
Wenngleich das Chancen- und Risikomanagement zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert wird, liegt die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement erfolgt beispielsweise durch das jährlich durchgeführte ABB Enterprise Risk Management Programm, in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zu deren Vermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden.
Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standardreporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.
Risikofelder der ABB:
gesamtwirtschaftliche Risiken
Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken.
Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Systemlösungen, Produkten und Serviceleistungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich rund 5% unserer Umsatzerlöse in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Beschaffungspreisrisiken
Die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten sowie die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen.
Absatzpreisrisiken
Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns nicht nur den zuvor beschriebenen Beschaffungspreisrisiken, sondern auch dem Risiko nicht auskömmlicher Absatzpreise gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.
Risiken der Auftragsabwicklung
Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.
Durch ein systematisches und umfassendes Projektmanagement, durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews auf Basis aktueller Auftragskalkulationen für Großprojekte sowie durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken im Vorfeld der Angebotsabgabe wird solchen Risiken Rechnung getragen. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.
Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen.
Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.
Produktionsrisiken
Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Auslastungsschwankungen können durch entsprechende Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.
Umweltrisiken
Innerhalb des ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen/-verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus unterliegen unsere Managementsysteme auch den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001 und BS OHSAS 18001.
Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits und externen Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.
Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potentialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß dieser konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.
Das Forderungsausfallrisiko wird durch umfangreiche Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein leistungsfähiges und straff organisiertes Mahnwesen begrenzt. Im Geschäftsjahr 2010 hat ABB Deutschland einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern. Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereit gestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.
Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und Einstufung als „politisch riskant" basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.
Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche der ABB AG ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des ABB-Konzerns offen stehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controllingprozesses.
Sonstige Risiken
Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Arbeitsplatzanbietern im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.
Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine weltweite Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und in allen Ländern als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Die auf den Seiten 20 bis 22 beschriebenen Maßnahmen sind Teil dieser Personalstrategie und sind nach unserem Dafürhalten geeignet, den oben beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.
Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind auch Voraussetzung für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität. Durch den Einsatz von Sicherheitsexperten an vielen Stellen des ABB-Konzerns sollen höchste Maßstäbe gesetzt werden. Dadurch konnte im Jahr 2011 erreicht werden, dass es im ABB-Konzern weltweit zum ersten Mal seit zentraler Erfassung der Daten keinen Todesfall am Arbeitsplatz oder auf Geschäftsreisen gab.
Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.
Ein Information Security Management System (ISMS) ist auf Basis der international anerkannten Norm ISO 27001 implementiert und steuert die Vorgehensweise zur Verbesserung der IS-Security bei ABB. Geschäftsdaten und Informationen werden durch restriktive Berechtigungskonzepte und begrenzte, einzeln autorisierte Zugriffsrechte gesichert. Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung und der Anwendung von IS-Verfahren zur Unterstützung der Geschäftsprozesse werden durch einen konzernweit verbindlichen Prozess für die Planung, das Management und die Auditierung von IS-Projekten gesteuert. Die Beschäftigten führen in regelmäßigen Abständen ein „IS-Security Awareness Programm" durch, um die Sicherheit im Umgang mit IS-gestützten Informationen zu verbessern.
Datenschutz wird bei ABB sehr ernst genommen. Er ist fester Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS). Durch die Idee der Einbettung in die Geschäftsprozesse wird erreicht, dass die Erfordernisse des Datenschutzes automatisch berücksichtigt werden. Die Datenschutzorganisation der deutschen ABB ist u. a. für diesen prozessorientierten Ansatz in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet worden.
Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus wird das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr als die ABB durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahre 2002 erlassenen Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.
Beurteilung des Gesamtrisikos
Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.
Geschäftserwartung
In allen Weltregionen besteht weiterhin ein großer Bedarf an Stromübertragungs-Infrastruktur. Dies gilt sowohl für den Ersatz alter Systeme als auch für neue Projekte. Viele Energietechnik-Investitionen werden jedoch weiterhin verschoben, weil sich die Projektfinanzierung schwierig gestaltet und die politischen Rahmenbedingungen unsicher sind. Auch wenn bereits 2011 eine gewisse Entspannung eingetreten war, ist es weiterhin kaum möglich vorherzusagen, wann vorhandene Hemmnisse entscheidend abgebaut werden. Wir erwarten trotzdem eine weitere Entspannung der Rahmenbedingungen und damit eine Belebung der Geschäftstätigkeit unserer beiden Energietechnik-Divisionen.
Die Nachfrage auf den industriellen Absatzmärkten von ABB hängt weltweit weitgehend von den Ausrüstungsinvestitionen der Verarbeitenden Industrie ab. Diese haben sich in Deutschland, nach einem enttäuschenden Anstieg von 1% im Vorjahr, im Jahr 2011 mit einem Anstieg von 15% kräftig erholt. Jedoch lagen sie damit immer noch um 10% unter den Investitionen des Jahres 2008. Für 2012 planen die Unternehmen einen Anstieg um 7%. Auch damit wird aber das Niveau von 2008 noch nicht wieder erreicht werden. Mittelfristig sind weitere Impulse aus der notwendigen Steigerung der Energieeffizienz zu erwarten. Dies gilt sowohl für neue Produkte, die eine deutlich bessere Energieausnutzung aufweisen als im Prinzip noch einsatzfähige ältere Produkte, als auch für Systeme, komplette Anlagen und Dienstleistungen.
Die Hauptabsatzbereiche der Division Industrieautomation und Antriebe haben 2011 zweistellig zugelegt. Sie werden größtenteils auch 2012 weiter wachsen, allerdings wesentlich langsamer. Der größte Absatzbereich, die Maschinenbauproduktion, wird 2012 bei erwarteter Stagnation um etwa 7% unter dem Rekordjahr 2008 bleiben, die Investitionen des Maschinenbaus trotz einer Steigerung von 15% sogar um 10%. Die Investitionen der KFZ-Industrie sind im Jahr 2011 um 25 % gewachsen. Mit einem weiteren Anstieg von 8 % im Jahr 2012 plant sie einen neuen Investitionsrekord. Die Elektroindustrie dürfte mit einem Anstieg von 5 % den bisherigen Investitionsrekord nur knapp verfehlen. Aus dem Ausland sind die Hauptimpulse erneut aus den außereuropäischen Schwellenländern zu erwarten.
Die Investitionsentwicklung in den prozessorientierten Branchen hat sich 2011 gegenüber dem schwachen Jahr 2010 zwar stark beschleunigt, mit einem Zuwachs von etwa 10 % ist sie aber deutlich schwächer als in den fertigungsorientierten Branchen. Im Jahr 2012 dürfte die Zunahme in beiden Branchengruppen mit 7 % etwa gleich sein. Die Chemie als größte prozessorientierte Branche will ihre Investitionen 2012 nach der Zurückhaltung von 2010 und 2011 um 12 % steigern und damit wieder das Niveau von 2008 erreichen. Einen zweistelligen Anstieg für das Jahr 2012 plant auch die Stahlindustrie. Die Papiererzeugung wird mit einem Anstieg von 5% auf niedrigem Investitionsniveau bleiben, während die Investitionen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie nach Zuwächsen von 10% im Jahr 2011 auf mittlerem Niveau stagnieren sollen. Die Nachfrage aus dem Ausland könnte vor allem von den weiter steigenden Rohstoffpreisen profitieren.
Trotz der Stagnation im Maschinenbau dürfte ein Anstieg der Hochbauinvestitionen um etwa 2 % die Inlandsnachfrage nach Produkten der Division Niederspannungsprodukte weiter beleben. Etwas stärkere Impulse sind aus dem außereuropäischen Ausland zu erwarten.
Insgesamt dürfte unser relevantes Marktvolumen, mit entsprechend positivem Einfluss auf Umsatz und Ergebnis, im Geschäftsjahr 2012 weiter steigen, allerdings nicht so stark wie in den letzten beiden Jahren.
Für 2013 wird ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft von etwa 3% erwartet, das etwa dem langjährigen Durchschnitt entspricht; dabei soll die Beschleunigung in Westeuropa (von -0,1 % auf 1,1 %) und auch Deutschland (von 0,6% auf 1,5%) am höchsten sein, aber auch die anderen Regionen, außer Japan, sollen leicht zulegen. Zusammen mit dem mittelfristig weiter geltenden Zwang zur Steigerung der Energieeffizienz und Eindämmung des Treibhauseffektes erwarten wir daher für 2013 ein eher stärkeres Wachstum der Märkte für alle Divisionen, an dem wir überdurchschnittlich partizipieren wollen.
Für die nächsten Jahre rechnen wir mit einem geringeren Exportüberschuss der deutschen ABB — bei einem allerdings wachsenden Heimmarkt. Im Rahmen der Strategie 2015 will sich ABB schrittweise in den drei neu definierten Wirtschaftsregionen Europa, Amerika und Asien jeweils autarker aufstellen. Das Ziel in Europa und somit auch für die deutsche ABB ist es, Marktanteile zu gewinnen und Wachstum zu erzielen.
Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011
Im Juli 2011 gab die ABB-Gruppe die Übernahme der Trasfor-Gruppe bekannt, einem führenden Hersteller von Trockentransformatoren und Drosseln für Niederspannungsund Mittelspannungsanwendungen mit Hauptsitz in der Schweiz. Der Konsolidierungskreis ABB Deutschland ist von dem im März 2012 erfolgten Erwerb der in Deutschland ansässigen Trasfor Engineering GmbH, Bremen, nicht wesentlich berührt.
Ebenfalls im Juli 2011 gab die ABB-Gruppe die Übernahme der Lorentzen & Wettre-Gruppe bekannt, einem führenden Hersteller von Systemen für die Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung in der Zellstoff- und Papierindustrie mit Hauptsitz in Schweden.
Durch die geplante Integration der in Deutschland ansässigen Lorentzen & Wettre GmbH, München, in die Division Prozessautomation der deutschen ABB, wird der Konsolidierungskreis ABB Deutschland nicht wesentlich betroffen sein.
In einer Pressemitteilung vom 28. Februar 2012 gab die ABB-Gruppe bekannt, dass das Unternehmen sein öffentliches Kaufangebot für die Newave Energy Holding SA abgeschlossen hat. Newave ist ein führender europäischer Anbieter integrierter Lösungen für USV-Systeme. Das Unternehmen besitzt Tochterfirmen und Beteiligungen an Unternehmen in der Schweiz und neun weiteren Ländern. Ende Juni 2011 beschäftigte das Unternehmen rund 200 Mitarbeiter. Auf den Konsolidierungskreis ABB Deutschland wird diese Übernahme keinen wesentlichen Einfluss haben.
In einer Pressemitteilung vom 30. Januar 2012 gab die ABB-Gruppe die beabsichtigte Übernahme der Thomas & Betts Corporation bekannt. Gemäß Vereinbarung beider Unternehmen wird die Transaktion als Fusion strukturiert, die von einer Mehrheit der Aktionäre von Thomas & Betts auf einer außerordentlichen Hauptversammlung — voraussichtlich im zweiten Quartal 2012 — gebilligt werden muss. Thomas & Betts, ein führender nordamerikanischer Anbieter von Niederspannungsprodukten, betreibt Produktionsstätten in 20 Ländern und beschäftigt rund 9.400 Mitarbeiter. Die Auswirkungen dieser beabsichtigten Übernahme auf den Konsolidierungskreis ABB Deutschland können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden.
Mannheim, den 05. März 2012
ABB AG
Der Vorstand
Dr. Terwiesch
Krabbe
Ochsner
Dr. Schumacher
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand. Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft standen insbesondere Fragen der Geschäftsentwicklung der Divisionen sowie die Auswirkungen der Konzernstrategie auf die Gesellschaft und ihre Beteiligungsgesellschaften im Vordergrund der Erörterungen. Der Aufsichtsrat hat sich zudem in jeder Sitzung über den Stand des Compliance Programms und damit zusammenhängende Fragen informiert. Der Aufsichtsrat tagte pro Quartal einmal. In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss wurde im Berichtsjahr zweimal tätig. Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrates dem Gesamtaufsichtsrat.
Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, und des Konzernabschlusses und -lageberichts, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 29.03.2012 gebilligt und damit festgestellt.
Die Amtszeit von Peter Smits wurde zum 30.06.2011 einvernehmlich beendet. Mit Wirkung zum 01.07.2011 wurde Dr. Peter Terwiesch, der zuvor sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt hatte, zum Mitglied des Vorstands und Vorstandsvorsitzenden bestellt. Für ihn wählte die Hauptversammlung Klaus Eble in den Aufsichtsrat.
Der Aufsichtsrat dankt Peter Smits für seine Leistungen für das Unternehmen und die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.
Mannheim, den 29. März 2012
Bernhard Jucker, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011
ABB Deutschland
| Konzernbilanz | |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | |
| Segmentberichterstattung | |
| Konzern-Eigenkapitalspiegel | |
| Konzernanhang |
Konzernbilanz
ABB Deutschland
Aktiva
| in Tsd. € | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (3) | ||
| I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | 102.706 | 128.091 | |
| II. Sachanlagen | 245.793 | 256.341 | |
| III. Finanzanlagen | 43.048 | 22.202 | |
| Summe | 391.547 | 406.634 | |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | (4) | 1.683.219 | 1.701.229 |
| Verrechnete Kundenanzahlungen | - 1.126.266 | - 1.250.198 | |
| 556.953 | 451.031 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (5) | 359.703 | 299.271 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen sonstige Beteiligungen | (5, 6) | 672.256 | 664.283 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | (5) | 39.312 | 41.706 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | (6) | 27.542 | 15.134 |
| Summe | 1.655.766 | 1.471.425 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.031 | 183 | |
| D. Aktive latente Steuern | (16) | 2.475 | – |
| E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | (7) | 78.715 | 102.330 |
| Bilanzsumme | 2.129.534 | 1.980.572 | |
| Passiva | |||
| in Tsd. € | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| A. Eigenkapital | (8) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | (9) | 167.500 | 167.500 |
| II. Kapitalrücklagen | (9) | 51.046 | 51.046 |
| III. Gewinnrücklagen | (10) | 275.592 | 179.707 |
| IV. Bilanzgewinn | 67.836 | 145.208 | |
| V. Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter | (11) | 5.953 | 6.098 |
| Summe | 567.927 | 549.559 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (12) | 96.105 | 80.456 |
| 2. Steuerrückstellungen | (13) | 48.153 | 66.683 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (14) | 634.171 | 641.726 |
| Summe | 778.429 | 788.865 | |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (15) | 178 | 182 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (15) | 1.400.172 | 1.572.431 |
| Verrechnet mit Vorräten | - 1.126.266 | - 1.250.198 | |
| 273.906 | 322.233 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 152.559 | 125.479 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber sonstigen Beteiligungen | (6, 15) | 308.035 | 140.365 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | (15) | 47.619 | 53.740 |
| Summe | 782.297 | 641.999 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 881 | 149 | |
| Bilanzsumme | 2.129.534 | 1.980.572 | |
| Haftungsverhältnisse | (17) | 11.978 | 33.095 |
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
ABB Deutschland
| in Tsd. € | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (21) | 3.368.112 | 2.960.939 |
| 2. Bestandsveränderung | -180.559 | 157.795 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.132 | 4.722 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | (21) | 243.041 | 213.606 |
| 5. Gesamtleistung | 3.434.726 | 3.337.062 | |
| 6. Materialaufwand | (22) | - 1.633.124 | - 1.635.385 |
| 7. Personalaufwand | (23) | -739.289 | -745.688 |
| 8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen | (25) | -86.196 | -90.349 |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (26) | -656.071 | -631.712 |
| 10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 320.046 | 233.928 | |
| 11. Beteiligungsergebnis | (27) | -5.164 | – |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (28) | 13.535 | 6.983 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (28) | -36.917 | -3.744 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 291.500 | 237.167 | |
| 15. Außerordentliche Erträge | – | 39.451 | |
| 16. Außerordentliche Aufwendungen | – | -128.739 | |
| 17. Außerordentliches Ergebnis | (29) | – | -89.288 |
| 18. Ertragsteuern | (30) | 6.431 | -30.908 |
| (davon latente Steuern) | (2,836) | (–) | |
| 19. Steuerumlage an die Organgesellschaft | (30) | -77.199 | – |
| 20. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 220.732 | 116.971 | |
| 21. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft | (31) | -199.539 | – |
| 22. Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme | 21.193 | 116.971 | |
| 23. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr | 51.337 | 33.076 | |
| 24. Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter | -4.694 | -4.839 | |
| 25. Bilanzgewinn | 67.836 | 145.208 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
ABB Deutschland
| in Tsd. € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 1. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 220.732 | 116.971 |
| 2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 86.196 | 90.349 |
| 3. Veränderungen der Rückstellungen | -10.643 | 5.292 |
| 4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | -14.185 | -328 |
| 5. Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | -2.096 | -1.262 |
| 6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen | -104.786 | -79.121 |
| 7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -8.351 | 7.168 |
| 8. Veränderung sonstiger Aktiva | 4.197 | -96.103 |
| 9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen | -48.327 | 36.245 |
| 10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -50.896 | 69.667 |
| 11. Veränderung sonstiger Passiva | -3.559 | 12.775 |
| 12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions- / Desinvestitionstätigkeit im Planvermögen | -29.063 | 147.901 |
| 13.= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 39.219 | 309.554 |
| 14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen | 4.883 | 4.849 |
| 15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -92.099 | -58.447 |
| 16. Einzahlungen aus Abgängen von Planvermögen | 62.021 | 56.164 |
| 17. Auszahlungen für Investitionen in das Planvermögen | -6.773 | -204.065 |
| 18.= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -31.968 | -201.499 |
| 19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft | – | -165.236 |
| 20. Veränderung der Finanzschulden vor Ergebnisübernahme | 43.880 | -42.856 |
| 21.= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 43.880 | -208.092 |
| 22. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (= Summe Zeilen 13, 18, 21) | 51.131 | -100.037 |
| 23. Veränderungen des Finanzmittelbestandes auf Grund von Veränderungen des Konsolidierungskreises | 618 | – |
| 24. Finanzmittelbestand am 1.1. | 484.796 | 584.833 |
| 25. = Finanzmittelbestand am 31.12.* | 536.545 | 484.796 |
* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelbestands verweisen wir auf Ziffer 6 dieses Konzernanhangs.
Segmentberichterstattung
ABB Deutschland
| Segmentberichterstattung per 31.12.2011 (Vorjahreszahlen auf aktuelle Konzernstruktur angepasst) | Prozessautomation | Industrieautomation und Antriebe | Niederspannungsprodukte | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 509.725 | 498.791 | 457.622 | 350.222 | 971.316 | 936.719 |
| Außenumsatz | 500.430 | 559.526 | 372.614 | 307.900 | 854.255 | 802.153 |
| Interner Umsatz | 7.582 | 17.264 | 15.850 | 9.291 | 112.536 | 110.105 |
| Gesamtumsatz | 508.012 | 576.790 | 388.464 | 317.191 | 966.791 | 912.258 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung | 46.191 | 40.843 | -705 | -8.020 | 113.488 | 97.914 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 2.014 | -6.359 | – | – | -10.224 | – |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung | 48.205 | 34.484 | -705 | -8,020 | 103.264 | 97.914 |
| Außerordentliches Ergebnis | – | -29.985 | – | 314 | – | -16.997 |
| Ergebnis vor Steuern | 48.205 | 4.499 | -705 | -7.706 | 103.264 | 80.917 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen * | -8.831 | -13.453 | -16.085 | -15.892 | -29.583 | -30.660 |
| Investitionen in Sachanlagen * | 4.136 | 3.430 | 1.478 | 555 | 13.936 | 19.903 |
| Zinserträge | 1.134 | 824 | 153 | 86 | 808 | 567 |
| Zinsaufwendungen | -10.680 | -1.546 | -47 | -151 | -6.936 | -4.807 |
| Segmentvermögen | 490.789 | 443.647 | 85.717 | 117.024 | 456.078 | 471.974 |
| Segmentverbindlichkeiten | 265.900 | 268.050 | 36.078 | 60.598 | 294.099 | 344.156 |
| Zahl der Mitarbeiter | 1.952 | 2.065 | 861 | 742 | 3.283 | 3.571 |
| Segmentberichterstattung per 31.12.2011 (Vorjahreszahlen auf aktuelle Konzernstruktur angepasst) | Energietechnik-Produkte | Energietechnik-Systeme | Sonstige Einheiten / Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 740.748 | 798.811 | 1.273.925 | 1.299.058 | -169.317 | -163.755 | 3.784.019 | 3.719.846 |
| Außenumsatz | 755.850 | 729.233 | 860.834 | 538.160 | 24.129 | 23.967 | 3.368.112 | 2.960.939 |
| Interner Umsatz | 31.395 | 104.867 | 13.796 | 10.429 | 37.031 | 37.998 | 218.190 | 289.954 |
| Gesamtumsatz | 787.245 | 834.100 | 874.630 | 548.589 | 61.160 | 61.965 | 3.586.302 | 3.250.893 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung | 89.965 | 128.131 | 66.611 | 11.854 | 3.360 | -23.904 | 318.910 | 246.818 |
| Restrukturierungsaufwendungen | -19.200 | – | – | -3.292 | – | – | -27.410 | -9.651 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung | 70.765 | 128.131 | 66.611 | 8.562 | 3.360 | -23.904 | 291.500 | 237.167 |
| Außerordentliches Ergebnis | – | -14.218 | – | -3.333 | – | -25.069 | – | -89.288 |
| Ergebnis vor Steuern | 70.765 | 113.913 | 66.611 | 5.229 | 3.360 | -48.973 | 291.500 | 147.879 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen * | -13.151 | -13.551 | -9.028 | -10.037 | -9.518 | -6.756 | -86.196 | -90.349 |
| Investitionen in Sachanlagen * | 11.879 | 15.182 | 3.886 | 2.484 | 15.167 | 16.421 | 50.482 | 57.975 |
| Zinserträge | 510 | 240 | 4.132 | 3.115 | 6.798 | 2.151 | 13.535 | 6.983 |
| Zinsaufwendungen | -5.260 | -1.566 | -5.488 | -1.059 | -8.506 | 5.385 | -36.917 | -3.744 |
| Segmentvermögen | 410.567 | 436.271 | 616.326 | 606.507 | 70.057 | -94.851 | 2.129.534 | 1.980.572 |
| Segmentverbindlichkeiten | 332.919 | 330.436 | 535.163 | 560.509 | 97.448 | -132.736 | 1.561.607 | 1.431.013 |
| Zahl der Mitarbeiter | 2.354 | 2.334 | 1.593 | 1.581 | 825 | 719 | 10.868 | 11.012 |
* Inkl. immaterielle Vermögensgegenstände.
| Segmentberichterstattung per 31.12.2011 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen | Prozessautomation | Industrieautomation und Antriebe | Niederspannungsprodukte | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | ||||||
| Deutschland | 59 | 54 | 80 | 80 | 64 | 64 |
| Europa * | 22 | 27 | 11 | 11 | 24 | 24 |
| Amerika | 8 | 6 | 3 | 2 | 2 | 2 |
| Asien | 9 | 11 | 6 | 7 | 9 | 9 |
| Afrika | 1 | 1 | – | – | 1 | 1 |
| Sonstige Regionen | 1 | 1 | – | – | – | – |
| Umsatz | ||||||
| Deutschland | 56 | 57 | 77 | 80 | 64 | 63 |
| Europa * | 21 | 27 | 10 | 10 | 24 | 25 |
| Amerika | 7 | 5 | 3 | 2 | 2 | 2 |
| Asien | 14 | 10 | 9 | 8 | 9 | 9 |
| Afrika | 1 | 1 | 1 | – | 1 | 1 |
| Sonstige Regionen | 1 | – | – | – | – | – |
| Segmentberichterstattung per 31.12.2011 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen | Energietechnik- Produkte | Energietechnik- Systeme | Sonstige Einheiten / Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | ||||||||
| Deutschland | 28 | 24 | 76 | 62 | 100 | 100 | 61 | 53 |
| Europa * | 30 | 36 | 11 | 8 | – | – | 20 | 21 |
| Amerika | 14 | 12 | 1 | 1 | – | – | 5 | 4 |
| Asien | 25 | 24 | 6 | 25 | – | – | 11 | 19 |
| Afrika | 2 | 1 | 6 | 4 | – | – | 3 | 2 |
| Sonstige Regionen | 1 | 3 | – | – | – | – | – | 1 |
| Umsatz | ||||||||
| Deutschland | 24 | 29 | 23 | 32 | 100 | 100 | 43 | 45 |
| Europa * | 36 | 35 | 13 | 12 | – | – | 23 | 26 |
| Amerika | 11 | 10 | 1 | 16 | – | – | 5 | 8 |
| Asien | 25 | 23 | 56 | 20 | – | – | 26 | 16 |
| Afrika | 1 | 2 | 7 | 20 | – | – | 2 | 5 |
| Sonstige Regionen | 3 | 1 | – | – | – | – | 1 | – |
* Ohne Deutschland.
Konzern-Eigenkapitalspiegel
| Mutterunternehmen | Minderheitsgesellschafter | Konzerneigenkapital | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | Gezeichnetes Kapital * | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | Eigenkapital | Minderheitenkapital | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2009 | 167.500 | 51.046 | 204.870 | 423.416 | 5.624 | 429.040 |
| Gezahlte Dividenden | – | – | – | – | -2.038 | -2.038 |
| Übrige Veränderungen | – | – | -330 | -330 | – | -330 |
| Jahresergebnis | – | – | 120.375 | 120.375 | 2.512 | 122.887 |
| Stand am 31.12.2010 | 167.500 | 51.046 | 324.915 | 543.461 | 6.098 | 549.559 |
| Gezahlte Dividenden | – | – | – | – | -2.820 | -2.820 |
| Übrige Veränderungen | – | – | -5 | -5 | – | -5 |
| Jahresergebnis | – | – | 18.518 | 18.518 | 2.675 | 21.193 |
| Stand am 31.12.2011 | 167.500 | 51.046 | 343.428 | 561.974 | 5.953 | 567.927 |
* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Konzernanhang
Vorstand
| Dr. sc. techn. ETH Peter Terwiesch Vorsitzender, Leiter der Region Zentraleuropa (ab 01.07.2011) |
|
| Dipl.-Wirtschaftsing. Peter Smits Vorsitzender, Leiter der Region Zentraleuropa (bis 30.06.2011) |
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| Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe Automationstechnik - Niederspannungsprodukte - Prozessautomation - Industrieautomation und Antriebe |
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| Dipl.-Kfm. Markus Ochsner Finanzen und Controlling, Personal /Arbeitsdirektor |
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| Dr.-Ing. Joachim Schneider Energietechnik - Energietechnik-Produkte - Energietechnik-Systeme (bis 28.02.2011) |
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| Dr.-Ing. Martin Schumacher Energietechnik - Energietechnik-Produkte - Energietechnik-Systeme (ab 01.03.2011) |
Generalbevollmächtigter
| Rudolf Zimmermann |
Aufsichtsrat
| Bernhard Jucker Zürich /Schweiz, Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd, Zürich/Schweiz Vorsitzender |
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| Wilhelm Kuper1) Ilvesheim, Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG, Mannheim stellv. Vorsitzender |
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| Detlev Bremkamp München, Consultant, ehem. Mitglied Vorstand Allianz AG, München |
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| Dr. Horst Dietz Berlin, DIETZ Unternehmensberatungsgesellschaft m.b.H, Berlin |
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| Klaus Eble Thalwil/Schweiz Leiter Konzernfunktion Interne Revision der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz (ab 01.07.2011) |
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| Mirko Geiger2) Heidelberg, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, IG Metall Heidelberg (ab 04.02.2011) |
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| Prof. Dr. Andreas Georgi Starnberg, Consultant |
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| Petra Jonka1) Minden, Technische Zeichnerin |
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| Werner Kief 1) Reilingen, Mechaniker |
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| Helmut Rath 1) Bad Berleburg, Werkzeugmacher |
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| Bernhard Rothmund 1) Birkenau, Leiter Supply Management der ABB Automation GmbH Vorsitzender Konzernsprecherausschuss Leitende Angestellte |
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| Bernhard Schreier Heidelberg, Vorsitzender des Vorstands der Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg |
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| Prof. Dr. Alfred Storck Wettingen/Schweiz, Honorarprofessor, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Unternehmensfinanzierung Universität St. Gallen, St. Gallen/Schweiz |
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| Dr. Eric Strutz Frankfurt/Main, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, Frankfurt/Main |
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| Dr. sc. techn. ETH Peter Terwiesch Zürich/Schweiz, Leiter Konzernfunktion Forschung und Entwicklung der ABB Technology Ltd, Zürich /Schweiz (bis 30.06.2011) |
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| Peter Toussaint1) Mannheim, PLT Consult GmbH, Brühl |
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| Waltraud Vaeth1) Leipzig, Vertriebsingenieurin |
1) von den Arbeitnehmern gewählt
2) vom Amtsgericht Mannheim gemäß § 104 AktG als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt
Erläuterungen
1. Konsolidierungsgrundsätze
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr sind außer der ABB AG 22 inländische und 3 ausländische Unternehmen konsolidiert.
Erstmalig konsolidiert wurde die Baldor Electric Germany GmbH, Kirchheim (bei München), deren Anteile während des Berichtsjahres von der ABB Automation Products GmbH, Ladenburg, erworben wurden, nachdem der ABB-Konzern zu Beginn des Berichtsjahres die weltweiten Aktivitäten der US-amerikanischen Baldor Electric Gruppe, einem führenden nordamerikanischen Anbieter von Industriemotoren, übernommen hatte.
Eine weitere Veränderung des Konsolidierungskreises ergab sich aufgrund des Erwerbs von knapp 26% der Anteile an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, durch die ABB AG.
Die Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, hat sich auf die Herstellung, Bereitstellung und schlüsselfertige Lieferung von solaren Dampferzeugern auf Basis der linearen Fresnel-Kollektor-Technologie spezialisiert und wird nach den Grundsätzen der Equity-Konsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Interesse einer weiteren Straffung der Konzernstrukturen wurden während des Berichtsjahres die ABB Automatisierungsanlagen Cottbus GmbH, Cottbus, und die ABB Grundbesitz GmbH & Co. Objekte Berlin OHG, Ladenburg, auf die ABB AG und die ABB Airport Technologies GmbH, Mannheim, auf die ABB New Ventures GmbH, Mannheim, verschmolzen. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr die Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, auf die SKYVA International GmbH, Ladenburg, verschmolzen. Nach erfolgter Verschmelzung wurde die SKYVA International GmbH in Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH umbenannt.
Die ABB Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, wurde in der Vergangenheit aufgrund des Konsolidierungswahlrechtes gemäß § 296 I Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da das Vermögen dieser Gesellschaft ausschließlich zur Erfüllung mittelbarer Altersversorgungsverpflichtungen dient. Aufgrund der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Konsolidierungsregelungen bezüglich sogenannter Zweckgesellschaften (§ 290 II Nr. 4 HGB) wird die ABB Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, seit dem Geschäftsjahr 2010 in den Konsolidierungskreis einbezogen, wobei das zu Zeitwerten bewertete Vermögen dieser Gesellschaft gemäß § 246 II HGB mit den (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen dieser Gesellschaft verrechnet wurde.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen und prüfungspflichtigen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2011 aufgestellt, von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Jahresabschlüsse der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss gemäß US GAAP der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, einbezogen.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Neuinvestitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.
Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, wobei aktivische Unterschiedsbeträge aufgrund der geänderten gesetzlichen Regelungen durch die Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) stets als Geschäfts- bzw. Firmenwert aktiviert und grundsätzlich innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben werden. In begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Sofern der beizulegende Wert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.
Passivische Unterschiedsbeträge werden aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen unabhängig ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2011 entfielen 89.351 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 61.683 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf 42.170 Tsd. €.
Die Anteile konzernfremder Gesellschafter sind aus dem jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Kapital ermittelt und unter Einschluss von Gewinn- und Verlustanteilen im Bilanzposten „Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.
Die Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei als Stichtag für die Kapitalaufrechnung der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugrunde gelegt wird. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und etwaigen Sonderposten des assoziierten Unternehmens zugeordnet und entsprechend dieser Positionen fortgeführt.
Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den zuvor beschriebenen Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.
Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.
Zum 31. Dezember 2011 ergab sich durch die Equity-Konsolidierung der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 29.764 Tsd. €. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert betrug 24.464 Tsd. €.
Währungsumrechnung
Die Bilanzwerte der ausländischen Tochtergesellschaften werden für die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, die Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Unterschiede aus dieser Umrechnung sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Sie beeinflussen den Jahresüberschuss somit nicht.
Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs zum Stichtag der Kapitalaufrechnung, d. h. zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.
Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen
In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.
Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Infolge des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden im Vorjahr wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst.
Wesentliche Veränderungen ergaben sich bei der Bewertung der Rückstellungen und der zur Absicherung der Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen dienenden Wertpapiere des Anlagevermögens. Ferner ergaben sich Änderungen beim Deckungskapital von Rückdeckungsversicherungen, im Bereich der Fremdwährungsbewertung sowie im Bereich der latenten Steuern.
Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und die diesbezüglichen Änderungen zum 01. Januar 2010 aufgrund der Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert.
Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Soweit ausländische Gesellschaften aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen im Einzelabschluss von diesen Methoden wesentlich abweichen, werden diese Abschlüsse für die Konsolidierung angepasst.
Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts nicht entsprechen.
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt.
Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:
Als Umsatzerlöse werden die Erlöse aus dem Systemgeschäft, aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, soweit solche Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen resultieren. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird grundsätzlich eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren festgelegt; in begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich der Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.
Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Wertverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln.
Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 Euro nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 Euro bis 410 Euro, werden diese Vermögensgegenstände seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Jahren vor 2010 wurden solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über 150 Euro bis 1.000 Euro in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind. Diese als Planvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und hiernach gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren des Anlagevermögens verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen.
Wesentliche Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode (Equity-Methode) aktiviert.
Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Abzinsungen werden als Abschreibung, Aufzinsungen als Zuschreibung ausgewiesen.
Umlaufvermögen
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode angewandt. Teile des Vorratsvermögens sind auch zu Festwerten angesetzt.
Den in den Warenvorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden in dem Umfang von den Vorräten abgesetzt, in dem sie für die Herstellung der Vorräte verwendet wurden (Fortschrittszahlungen).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen und Wechseln ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Kursgesicherte Forderungen in fremder Währung wurden bis zum 31. Dezember 2009 stets mit den auf sie entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und somit zum jeweiligen Sicherungskurs bewertet. Nicht kursgesicherte Forderungen in fremder Währung wurden hingegen — unabhängig von ihrer Laufzeit — mit dem Briefkurs des Einbuchungstages bzw. mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden bei einigen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet, so dass kursgesicherte Fremdwährungsforderungen zum jeweiligen Sicherungskurs bewertet wurden.
Im Geschäftsjahr 2011 wurde diese Vorgehensweise im Interesse einer einheitlichen Handhabung innerhalb des Konsolidierungskreises aufgegeben, so dass fortan keine Bewertungseinheiten mehr gebildet werden.
Infolgedessen werden Fremdwährungsforderungen gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.
Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.
Sonderposten mit Rücklageanteil
Bis zum 31. Dezember 2009 wurden als Sonderposten mit Rücklageanteil in den Einzelabschlüssen steuerfreie Rücklagen nach § 6b EStG ausgewiesen. Bei Gesellschaften, auf die das Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" oder das Fördergebietsgesetz Anwendung finden, wurden unter den Sonderposten mit Rücklageanteil auch Zuschüsse zum Anlagevermögen und steuerrechtliche Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz ausgewiesen.
Aufgrund der geänderten gesetzlichen Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes werden ab dem 01. Januar 2010 in den Einzelabschlüssen keine steuerlichen Sonderposten mehr erfasst. Die in den zurückliegenden Jahren gebildeten steuerlichen Sonderposten werden in den Einzelabschlüssen entsprechend Artikel 67 III EGHGB beibehalten und planmäßig fortgeführt bzw. verwendet.
In der Konzernbilanz werden diese in den vergangenen Jahren gebildeten Sonderposten mit ihrem Eigenkapitalanteil (70 %) den anderen Gewinnrücklagen und mit ihrem Steueranteil (30%) der Rückstellung für latente Steuern zugeordnet.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Ab dem 01. Januar 2010 erfolgt die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen auf Basis der „Projected Unit Credit Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtung zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.
Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren per Ende September (Inventurstichtag). Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.
Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1% p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf die Leistungsempfänger ausgeweitet.
Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde auch für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer die betriebliche Altersversorgung auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.
Die Pensionsverpflichtungen der ABB AG beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.
Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen — entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes — mit diesen Vermögensgegenständen (Planvermögen) verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.
Aufgrund der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Konsolidierungsregelungen bezüglich sogenannter Zweckgesellschaften, werden seit dem Geschäftsjahr 2010 auch die zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.
Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt seit dem 01. Januar 2010 grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.
Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. auf der Basis der voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.
Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgt in der Weise, dass die über die jeweilige Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zurückgestellt werden. Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge ebenfalls im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.
In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden.
Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.
Aufwandsrückstellungen, insbesondere Rückstellungen für Instandhaltungsmaßnahmen, die nach dem ersten Quartal des Folgejahres erbracht werden, werden aufgrund der geänderten Rechtslage seit dem 01. Januar 2010 nicht mehr passiviert. Altbestände aus Vorjahren werden entsprechend der Übergangsregelungen des Artikel 67 III EGHGB beibehalten und planmäßig verwendet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden seit dem 01. Januar 2010 grundsätzlich abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Kursgesicherte Verbindlichkeiten in ausländischer Währung wurden bis zum 31. Dezember 2009 mit dem gesicherten Kurs angesetzt, während nicht kursgesicherte Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs des Einbuchungstages bzw. dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag passiviert wurden.
Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wird von dem Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB kein Gebrauch gemacht, so dass Fremdwährungsverbindlichkeiten entsprechend der Regelungen des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkus am Bilanzstichtag bewertet werden.
Im Vorjahr wurden bei einigen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet, so dass gesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem jeweiligen Sicherungskurs bewertet wurden; diese Vorgehensweise wurde im Berichtsjahr im Interesse einer einheitlichen Handhabung innerhalb des Konsolidierungskreises aufgegeben, so dass fortan keine Bewertungseinheiten mehr gebildet werden.
Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Reuters" veröffentlichten Marktkursen.
Latente Steuern
Latente Steuern resultieren einerseits aus Bewertungsunterschieden zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich innerhalb eines kurz- bis mittelfristigen Zeitraums wieder ausgleichen werden. Bestehen am jeweiligen Bilanzstichtag steuerliche Verlustvorträge, können auch hieraus latente Steueransprüche resultieren.
Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenter Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüche kein Gebrauch gemacht wird.
Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Konzernbilanz und der steuerlichen Wertansätze führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.
Die aus solchen Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und ihrem Charakter entsprechend als „Aktive latente Steuern" bzw. als „Steuerrückstellungen" ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus dem industriellen Projekt- und Seriengeschäft werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten erfolgt durch den Einsatz von Warentermingeschäften.
Im Vorjahr wurden in diesem Zusammenhang bei einigen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet, wobei eine Zusammenfassung von Grund- und dazugehörigen Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten grundsätzlich nur dann vorgenommen wurde, wenn sowohl die Sicherungsabsicht als auch der Sicherungszusammenhang bereits im Zeitpunkt, zu dem das Sicherungsgeschäft abgeschlossen wurde, nachvollziehbar dokumentiert war, die Wirksamkeit der Sicherung verlässlich bestimmbar war und die Wirksamkeit bzw. Effektivität über den Zeitraum der Sicherungsbeziehung regelmäßig überprüft wurde.
Die Bildung von Bewertungseinheiten erfolgte dabei grundsätzlich nur in unseren Geschäftsbereichen des Anlage- bzw. Systemgeschäftes, wo die Risikoabsicherung in erster Linie in Form von sogenannten „Micro-Hedges" erfolgt, so dass die Überprüfung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs mittels der „Critical Terms Match-Methode" vorgenommen werden konnte.
In unseren Bereichen des Produkt- bzw. Seriengeschäfts, wo die Risikoabsicherung grundsätzlich in Form sogenannter „Portfolio-Hedges" erfolgt, wurde im Regelfall auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet, so dass verlustbehaftete Sicherungsgeschäfte am Bilanzstichtag in Form von Drohverlustrückstellungen berücksichtigt wurden.
Wurden in Einzelfällen auch im Produkt- bzw. Seriengeschäft Bewertungseinheiten gebildet, erforderte dies — neben dem Vorliegen der zuvor beschriebenen Voraussetzungen — eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit der gesicherten Grundgeschäfte.
Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgte dabei grundsätzlich nach der Methode der kompensatorischen Bewertung (Einfrierungs- bzw. Festbewertungsmethode).
Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet (wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen zur Bewertung des Umlaufvermögens sowie zur Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten).
3. Anlagevermögen
In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte sowie entgeltlich erworbene Firmenwerte enthalten.
Der Zugang im Bereich der Geschäfts- bzw. Firmenwerte resultiert aus der erstmaligen Konsolidierung der Baldor Electric Germany GmbH, Kirchheim, einer Vertriebseinheit der US-amerikanischen Baldor Electric-Gruppe, deren weltweiten Geschäftsaktivitäten zu Beginn des Berichtsjahres vom ABB-Konzern übernommen wurden.
Entwicklung des Anlagevermögens
ABB Deutschland
| in Tsd. € | Stand per 31.12.2010 | Veränd. Konsolid. Kreis | Zugänge | Umbuch ungen | Abgänge | Stand per 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| EDV-Software | 52.833 | 64 | 1.718 | 7.981 | 1.226 | 61.370 |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 3.057 | – | – | – | 85 | 2.972 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 553.444 | – | 2.687 | – | – | 556.131 |
| Geleistete Anzahlungen | – | – | 32 | – | – | 32 |
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 609.334 | 64 | 4.437 | 7.981 | 1.311 | 620.505 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 335.365 | 20 | 510 | 4.522 | 5.603 | 334.814 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 397.551 | 13 | 8.185 | 10.640 | 13.966 | 402.423 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 317.578 | 337 | 18.810 | 6.489 | 13.139 | 330.075 |
| Anlagen im Bau | 27.614 | – | 17.224 | -25.779 | 117 | 18.942 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.624 | – | 4.003 | -3.853 | 298 | 5.476 |
| Sachanlagen (gesamt) | 1.083.732 | 370 | 48.732 | -7.981 | 33.123 | 1.091.730 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | – | – | 35.041 | – | – | 35.041 |
| Sonstige Beteiligungen | 403 | – | – | – | – | 403 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 12.579 | – | 437 | – | 7.256 | 5.760 |
| Sonstige Ausleihungen | 15.458 | – | 48 | – | 4.621 | 10.885 |
| Finanzanlagen (gesamt) | 28.440 | – | 35.526 | – | 11.877 | 52.089 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 1.721.506 | 434 | 88.695 | – | 46.311 | 1.764.324 |
| in Tsd. € | Abschreibungen Geschäftsjahr | Kumulierte Abschreibungen | Kum. Equity- Anpassung | Buchwerte per 31.12.2011 | Buchwerte per 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| EDV-Software | 6.206 | 48.089 | – | 13.281 | 9.791 |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 52 | 2.956 | – | 16 | 112 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 31.498 | 466.754 | – | 89.377 | 118.188 |
| Geleistete Anzahlungen | – | – | – | 32 | – |
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 37.756 | 517.799 | – | 102.706 | 128.091 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.443 | 246.630 | – | 88.184 | 89.025 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 20.816 | 329.917 | – | 72.506 | 74.964 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 23.181 | 269.390 | – | 60.685 | 59.114 |
| Anlagen im Bau | – | – | – | 18.942 | 27.614 |
| Geleistete Anzahlungen | – | – | – | 5.476 | 5.624 |
| Sachanlagen (gesamt) | 48.440 | 845.937 | – | 245.793 | 256.341 |
| Finanzanlagen | |||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | – | – | -4.803 | 30.238 | – |
| Sonstige Beteiligungen | – | 218 | – | 185 | 185 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | – | – | – | 5.760 | 12.579 |
| Sonstige Ausleihungen | – | 4.020 | – | 6.865 | 9.438 |
| Finanzanlagen (gesamt) | – | 4.238 | -4.803 | 43.048 | 22.202 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 86.196 | 1.367.974 | -4.803 | 391.547 | 406.634 |
Aufstellung des Anteilsbesitzes
ABB Deutschland
| (Stand: 31.12.2011) | Gewinnabführungs- vertrag |
Eigenkapital in Tsd. LW |
Konzernanteil in % |
Beteiligung bei Nr. | Ergebnis Geschäftsjahr in Tsd. LW 1) | Umsatz 2011 in Mio. LW |
Mitarbeiter 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Konsolidierte verbundene Unternehmen | |||||||
| 1. ABB AG, Mannheim | 846.265 € | 113.725 | 1.574 | 4.178 | |||
| 2. ABB Automation GmbH, Mannheim | * | 128.737 € | 100 | 21. | 38.361 | 504 | 1.571 |
| 3. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg | * | 38.482 € | 100 | 2. | 8.342 | 395 | 1.249 |
| 4. Baldor Electric Germany GmbH, Kirchheim bei München | 3.012 € | 100 | 3. | -209 | 13 | 28 | |
| 5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid | * | 12.390 € | 100 | 8. | 42.984 | 243 | 1.011 |
| 6. ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim | * | 29 € | 100 | 1. | 130 | – | 9 |
| 7. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim | 234.221 € | 100 | 1. | 450 | – | – | |
| 8. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim | * | 47.759 € | 100 | 1. | -1.675 | – | – |
| 9. ABB Business Services GmbH, Heidelberg | * | 25 € | 100 | 1. | -8 | – | 120 |
| 10. ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg | * | 5.113 € | 100 | 1. | 3.678 | 44 | 27 |
| 11. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim | 157.352 € | 100 | 7. | -2.463 | – | – | |
| 12. JLEC Power Ventures GmbH, Mannheim | 1.568 € | 100 | 1. | 22 | – | – | |
| 13. ABB New Ventures GmbH, Mannheim | * | 1.033 € | 100 | 1. | 5.435 | – | – |
| 14. ABB Patent GmbH, Ladenburg | * | 26 € | 100 | 1. | -24 | – | – |
| 15. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim | 5.953 € | 100 | 8. | 2.942 | 71 | 295 | |
| 16. ABB Service GmbH Bobingen, Bobingen | * | 25 € | 100 | 2. | 1.267 | 28 | 131 |
| 17. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg | * | 18.916 € | 100 | 8. | 28.413 | 502 | 1.579 |
| 18. ABB Stotz-Kontakt / Striebel & John Vertriebsges. mbH, Heidelberg | 1.578 € | 75,5 | 17. / 19. | 1.769 | 82 | 141 | |
| 19. Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach | 5.718 € | 51 | 1. | 4.695 | 87 | 374 | |
| 20. Striebel Vermögensverwaltungs - gesellschaft mbH, Sasbach | 856 € | 51 | 1. | 3 | – | – | |
| 21. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg | 116.338 € | 100 | 1. / 7. / 11. | -6.215 | 6 | 94 | |
| 22. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim | * | 512 € | 100 | 1. | -20 | 5 | 49 |
| 23. ABB Stotz-Kontakt Eléctrica Lda., Porto / Portugal | 3.370 € | 100 | 17. | -347 | 13 | – | |
| 24. ABB Stotz-Kontakt S.A., Getafe / Spanien | 294 € | 100 | 17. | 2.939 | – | – | |
| 25. Striebel France S.a.r.l., Fellering / Frankreich | 5.431 € | 51 | 20. | 169 | 2 | 12 | |
| 26. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim | 58.966 € | 100 | 1. | -6.680 | – | 19 | |
| II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | |||||||
| 27. Novatec Solar GmbH, Karlsruhe | 62.329 € | 25,93 | 1. | -5.124 | – | – | |
| III. Sonstige Beteiligungen | |||||||
| 28. A+T Projektentwicklungsges. mbH & Co. Potsdamer Platz Berlin KG, München | 652 € | 33,33 | 10. | – | – | – | |
| 29. Dii GmbH, München | 2.416 € | 5 | 1. | 284 | 5 | 32 | |
| 30. Litra Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünewald | 49 € | 90 | 10. | – | – | – | |
| 31. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR, Mannheim | 140 € | 14 | 1. | – | – | – | |
| 32. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG, Düsseldorf | 50 € | 99 | 10. | – | – | – |
1) Jahresüberschuss / -fehlbetrag vor Ergebnisübernahmen.
Die Zugänge und Umbuchungen im Bereich der EDV-Software resultieren größtenteils aus Programmierleistungen von Fremdfirmen im Zusammenhang mit der Vereinheitlichung unserer Buchhaltungssysteme und Finanzprozesse und der Etablierung unseres konzerneigenen Shared Accounting Services Center.
Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen unterschiedliche Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auch im Berichtsjahr wieder bei den beiden Divisionen Niederspannungsprodukte und Energietechnik-Produkte lag. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen in den produzierenden Werken dieser Einheiten.
Der Zugang im Bereich der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entfällt auf den Erwerb von Anteilen an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, an der sich die ABB AG im Berichtsjahr mit knapp 26% beteiligt hat. Die im Jahr 2006 gegründete Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, hat sich auf die Herstellung, Bereitstellung und schlüsselfertige Lieferung von solaren Dampferzeugern auf Basis der linearen Fresnel-Kollektor-Technologie spezialisiert.
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Seiten 58 bis 59 aufgeführt.
Der Buchwert der Wertpapiere des Anlagevermögens hat sich um 6.819 Tsd. € vermindert, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass während des Berichtsjahres weitere Teile des Wertpapierspezialfonds zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden und somit — entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes — mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurden.
Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7, 12 und 14 dieses Anhangs.
Die Abgänge im Bereich der sonstigen Ausleihungen betreffen in erster Linie einen Zahlungsausfall im Zusammenhang mit unseren im Geschäftsjahr 2008 veräußerten Geschäftsaktivitäten auf dem Gebiet der dezentralen Energieversorgung; die hiervon betroffene Darlehensforderung wurde bereits in einem früheren Geschäftsjahr vollumfänglich wertberichtigt, so dass sich dieser Zahlungsausfall nicht im Ergebnis des Berichtsjahres niedergeschlagen hat.
4. Vorräte
| in Tsd. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 115.924 | 107.810 |
| Unfertige Erzeugnisse | 52.230 | 92.743 |
| Bestellte Anlagen in Arbeit | 946.983 | 1.095.313 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 69.965 | 58.241 |
| Geleistete Anzahlungen | 498.117 | 347.122 |
| Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen | 1.683.219 | 1.701.229 |
| ./. verrechnete Kundenanzahlungen | - 1.126.266 | - 1.250.198 |
| Vorräte (gesamt) | 556.953 | 451.031 |
Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Soweit die erhaltenen Kundenanzahlungen für die Herstellung des Vorratsvermögens verwendet wurden (Fortschrittszahlungen), werden diese offen vom Vorratsvermögen abgesetzt.
Das Bruttovorratsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um rund 18 Mio. € vermindert, wobei sich die hierin enthaltenen Anzahlungen auf Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens aufgrund der konzerninternen Vorfinanzierung eines größeren Offshore-Windpark-Projekts um knapp 151 Mio. € erhöht haben, während sich die übrigen Positionen des Vorratsvermögens — insbesondere aufgrund größerer Abrechnungen im Exportgeschäft unserer Division Energietechnik-Systeme — um rund 169 Mio. € vermindert haben.
Unter Berücksichtigung der um rund 124 Mio. € geringeren Fortschrittszahlungen ergibt sich zum Berichtsjahresende eine Erhöhung des Nettovorratsvermögens um insgesamt knapp 106 Mio. €.
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| in Tsd. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 359.703 | 299.271 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (379) | (19.535) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 672.256 | 664.283 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (466) | (256) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 39.312 | 41.706 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (10.712) | (10.696) |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) | 1.071.271 | 1.005.260 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (11.557) | (30.487) |
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 20% auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 27 %). Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich /Schweiz.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen um rund 66 Mio. € über dem Wert des Vorjahres, was in erster Linie auf das deutlich gestiegene Umsatzniveau im Berichtsjahr und infolgedessen auf einen deutlichen Anstieg der Lieferforderungen zurückzuführen ist.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Schadenersatzansprüche, Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Forderungen aus Konsortialgeschäften, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.
6. Flüssige Mittel
| in Tsd. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 27.542 | 15.134 |
| Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2 enthalten) | 509.003 | 469.662 |
| Flüssige Mittel | 536.545 | 484.796 |
| Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) | 283.224 | 39.805 |
| Flüssige Mittel ./. Finanzschulden | 253.321 | 444.991 |
Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.
Hinsichtlich der Erhöhung der flüssigen Mittel um knapp 52 Mio. € verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Kapitalflussrechnung im Lagebericht.
Die deutliche Erhöhung der Finanzschulden ist vor dem Hintergrund des mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, zum 01. Januar 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zu sehen.
Aufgrund dieses Unternehmensvertrages werden ab dem Geschäftsjahr 2011 die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten über die ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.
Die Summe der abzuführenden Steuerumlagebeträge beliefen sich dabei auf insgesamt 77 Mio. €, während die Summe der abzuführenden Nettoergebnisse insgesamt knapp 200 Mio. € betrug, so dass der Anstieg der Finanzschulden gegenüber dem Vorjahreswert maßgeblich auf den Abschluss dieses Gewinnabführungsvertrages zurückzuführen ist.
7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), führte insgesamt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 78.715 Tsd. € (Vorjahr: 102.330 Tsd. €).
Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Planvermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden. Darüber hinaus enthält das Planvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.
Die vorzunehmende Verrechnung von Planvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, so dass aus dieser Verrechnung sowohl aktive als auch passive Unterschiedsbeträge resultierten.
Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2011 auf insgesamt 966.973 Tsd. € (Vorjahr: 989.387 Tsd. €), während der Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.045.688 Tsd. € (Vorjahr: 1.091.717 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 922.244 (Vorjahr: 979.085 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen beliefen sich auf insgesamt 123.444 Tsd. € (Vorjahr: 112.632 Tsd. €).
Die Einzahlungen in das Planvermögen während des Berichtsjahres betrugen 9.277 Tsd. € (Vorjahr: 204.065 Tsd. €), während die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Planvermögen 71.890 Tsd. € (Vorjahr: 73.548 Tsd. €) betrugen. Die hohen Zuweisungen zum Planvermögen im Vorjahr sind im Zusammenhang mit den geänderten Bewertungsregelungen des BilMoG bezüglich der Bewertung der Pensionsrückstellungen zu sehen. Die Absenkung des Diskontierungssatzes von ehemals 6% auf 5,17 % zum Ende des Vorjahres hatte einen deutlichen Anstieg der Pensionsrückstellungen zur Folge. Um der hieraus resultierenden Verminderung der Deckungsquote entgegenzuwirken, wurden dem Treuhandvermögen weitere Mittel zugeführt.
Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden. Bezüglich dieser Vermögensverrechnung sowie bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Planvermögen verweisen wir auf Ziffer 7 und Ziffer 12 dieses Anhangs.
8. Entwicklung des Eigenkapitals
Wie bereits an anderer Stelle dieses Anhangs ausgeführt, wurde am 28. Juni 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 ein Gewinnabführungsvertrag mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossen.
Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.
Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierter Einheiten, deren im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisse thesauriert werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschusses im Konsolidierungskreis und erhöhen dementsprechend das Konzerneigenkapital.
Unter weiterer Berücksichtigung von Gewinnverwendungsmaßnahmen von Minderheitsgesellschaftern ergibt sich somit ein Anstieg der Konzerneigenkapitals um 18.368 Tsd. €.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.
9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2011 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz.
Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und die Aufgelder aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG.
10. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten, neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG, den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.
In den Gewinnrücklagen werden darüber hinaus die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte der Vorjahre berücksichtigt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung sowie um den Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklageanteil.
Aus den geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des BilMoG bezüglich der Bewertung langfristiger Rückstellungen resultierte zum 01. Januar 2010 eine Erhöhung der anderen Gewinnrücklagen um 5.916 Tsd. €. Im Berichtsjahr wurde bei der ABB AG aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres ein Betrag in Höhe von 145.000 Tsd. € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
11. Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter
Von den Anteilen fremder Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen entfällt der überwiegende Anteil auf die Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, und deren Tochtergesellschaften. Der im Ausgleichsposten enthaltene Anteil am Kapital (ohne Bilanzergebnis) beläuft sich — wie im Vorjahr — auf 1.259 Tsd. €. Die auf fremde Gesellschafter entfallenden Gewinnanteile belaufen sich im Berichtsjahr auf 5.038 Tsd. € (Vorjahr: 5.183 Tsd. €); auf fremde Gesellschafter entfallen Verlustanteile in Höhe von 344 Tsd. € im Berichtsjahr (Vorjahr: 344 Tsd. €).
12. Pensionsverpflichtungen, Planvermögen und Vermögensverrechnung
Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungskapital im Sinne der US-amerikanischen Bilanzierungsvorschriften hat die deutsche ABB-Gruppe im Geschäftsjahr 2004 ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.
In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.
Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.
Infolge der geänderten gesetzlichen Bestimmungen aufgrund des BilMoG wurde die Berechnungsmethode per 01. Januar 2010 von dem steuerlichen Teilwertverfahren auf die sogenannte „Projected Unit Credit Methode" umgestellt und der Diskontierungsfaktor von ehemals 6% auf 5,25% vermindert. Der hiermit verbundene Umbewertungseffekt per 01. Januar 2010 belief sich auf insgesamt 128.690 Tsd. €.
Der mit dieser Umbewertung einhergehende Aufwand wurde im Vorjahr in voller Höhe ergebniswirksam erfasst und wurde gemäß Artikel 67 VII EGHGB unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Von der Wahlmöglichkeit des Artikel 67 I EGHGB, die aus dieser Umbewertung resultierenden Aufwendungen auf künftige Geschäftsjahre zu verteilen, wurde somit kein Gebrauch gemacht.
Zum 31. Dezember 2011 betrugen die Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 993.138 Tsd. € (Vorjahr: 993.185 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 5,13% (Vorjahr: 5,17 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren für den Monat September 2011 (Inventurstichtag für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen der ABB AG und ihrer Tochtergesellschaften).
Ferner liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % p. a. sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,35 % p. a. zugrunde. Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplanes wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 5,5 % p. a. unterstellt.
Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen im zuvor genannten Umfang in Höhe von 993.138 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 79.317 Tsd. € (Vorjahr: 85.372 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 69.940 (Vorjahr: 76.658 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.
Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerten erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, so dass sich — in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades — sowohl aktive als auch passive Unterschiedsbeträge aus der Vermögensverrechnung ergaben.
Nach erfolgter Vermögensverrechnung verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 78.715 Tsd. € (Vorjahr: 102.330 Tsd. €), sowie passive Unterschiedsbeträge im Umfang von insgesamt 96.105 Tsd. € (Vorjahr: 80.456 Tsd. €).
Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen, während die passiven Unterschiedsbeträge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.
Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 9.377 Tsd. € (Vorjahr: 8.174 Tsd. €).
13. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.
14. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.
Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.
Zum 01. Januar 2010 wurde die Bewertung dieses Rückstellungsbestandes an die neuen gesetzlichen Bestimmungen des BilMoG angepasst, indem künftige Kosten-und Preisveränderungen einerseits, sowie — im Falle langfristiger Verpflichtungen — Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt wurden.
Aus dieser Umbewertung zu Beginn des Berichtsjahres resultierte eine Reduzierung des Bilanzwertes um insgesamt 5.916 Tsd. €, die sich in vollem Umfang als Erhöhung der anderen Gewinnrücklagen zum 01. Januar 2010 niedergeschlagen hat.
Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 634.171 Tsd. € (Vorjahr: 641.726 Tsd. €), wobei der Rückgang der sonstigen Rückstellungen in erster Linie auf die Inanspruchnahme von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen für Personalanpassungsmaßnahmen zurückzuführen ist.
Ein Anstieg ergab sich hingegen insbesondere bei den Rückstellungen für ausstehende Kosten abgerechneter Kundenaufträge sowie bei den Drohverlustrückstellungen aufgrund der negativen Marktwertentwicklung derivativer Finanzinstrumente.
Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich vor Verrechnung zum Ende des Berichtsjahres auf 36.560 Tsd. € (Vorjahr: 22.960 Tsd. €)
Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.
Per 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Wertpapiere 22.466 Tsd. € (Vorjahr: 12.677 Tsd. €); dieser Betrag beinhaltet die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 18.166 Tsd. € (Vorjahr: 10.909 Tsd. €) sowie die kumulativen Marktwertanpassungen in Höhe von 4.300 Tsd. € (Vorjahr: 1.768 Tsd. €).
Der Buchwert der verpfändeten Wertpapiere in Höhe von 22.466 Tsd. € (Vorjahr: 12.677 Tsd. €) wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 36.560 Tsd. € (Vorjahr: 22.960 Tsd. €) verrechnet, so dass ein nicht durch Vermögenswerte gedeckter Anteil an Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 14.094 Tsd. € (Vorjahr: 10.283 Tsd. €) verblieb und in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen wurde.
15. Verbindlichkeiten Restlaufzeit
| in Tsd. € | 31.12.2011 | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
31.12.2010 | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 178 | 178 | 182 | 1 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.400.172 | 842.773 | 1.572.431 | 949.227 |
| (davon von verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen) | (54.970) | (33.087) | (65.848) | (39.750) |
| Verrechnet mit Vorräten | - 1.126.266 | -677.907 | - 1.250.198 | -754.705 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 152.559 | 152.060 | 125.479 | 125.217 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 308.035 | 308.035 | 140.365 | 140.199 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 47.619 | 44.671 | 53.740 | 51.063 |
| (davon aus Steuern) | (23.508) | (23.508) | (13.578) | (13.578) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (3.540) | (3.540) | (4.819) | (4.819) |
| Verbindlichkeiten (gesamt) | 782.297 | 669.810 | 641.999 | 511.866 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden weder zum Ende des Berichtsjahres noch zum Ende des Vorjahres.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 5% auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 67%). Der Rückgang des Anteils der Lieferverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert in erster Linie daraus, dass sich der Gesamtwert der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreswert mehr als verdoppelt hat.
Dieser Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist hauptsächlich eine Folge des bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrages, der zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, rückwirkend zum 01. Januar 2011 geschlossen wurde.
Aufgrund dieses Unternehmensvertrages werden ab dem Geschäftsjahr 2011 die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungsund Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.
Die Summe der abzuführenden Steuerumlagebeträge beliefen sich dabei auf insgesamt 77 Mio. €, während die Summe der abzuführenden Nettoergebnisse insgesamt knapp 200 Mio. € betrug, so dass der deutliche Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen maßgeblich auf den Abschluss dieses Gewinnabführungsvertrages zurückzuführen ist.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern sowie Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.
16. Latente Steuern
| Steuerlatenzspiegel | Betrag in Tsd. € |
Steuersatz in % |
|---|---|---|
| Aktivlatenzen | ||
| Vorräte | 2.238 | 30,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 209 | 30,00 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 538 | 30,00 |
| Sonstige Rückstellungen | 82 | 30,00 |
| Anteil Tochterpersonengesellschaft | 83.113 | 30,00 |
| Summe Aktivlatenzen | 86.180 | |
| Passivlatenzen | ||
| Anteil Tochterpersonengesellschaft | 61.618 | 30,00 |
| Summe Passivlatenzen | 61.618 | |
| Verlustvortrag Körperschaftssteuer | 12.204 | 15,83 |
| Verlustvortrag Gewerbesteuer | 8.930 | 14,00 |
| Summe Verlustvorträge | 21.134 | |
| Summe Latenzen | 45.696 |
Latente Steuern ergeben sich durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.
Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2011 betragen im Konzern 86.180 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 61.618 Tsd. € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern latente Steuern in Höhe von 21.134 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich aktivische latente Steuern in Höhe von 2.475 Tsd. €, die in der Bilanz aktiviert sind.
17. Haftungsverhältnisse
| in Tsd. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 2.500 | 2.500 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 9.478 | 30.595 |
| Haftungsverhältnisse (gesamt) | 11.978 | 33.095 |
In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 4.496 Tsd. € (Vorjahr: 6.111 Tsd. €) für ehemalige konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.
Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.
Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.
Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.
18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
| in Tsd. € | 31.12.2011 Gesamtbetrag | 31.12.2011 Jahresbetrag | 31.12.2010 Gesamtbetrag | 31.12.2010 Jahresbetrag |
|---|---|---|---|---|
| IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen | 184.119 | 41.019 | 200.666 | 40.066 |
| Wesentliche Miet- und Pachtverträge | 55.311 | 9.239 | 65.079 | 9.790 |
| Andere Geschäfte | 24.809 | 13.961 | 15.358 | 8.795 |
| Gesamt | 264.239 | 64.219 | 281.103 | 58.651 |
Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 264 Mio. € (Vorjahr: 281 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 64 Mio. € (Vorjahr: 59 Mio. €).
Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich vorrangig um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich des Flächenmanagements. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 184 Mio. € (Vorjahr: 201 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 41 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €). Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologie und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung.
In der Hauptsache fällt hierunter der globale Servicevertrag, der zwischen dem ABB-Konzern und IBM erstmals im Jahr 2003 und danach im Dezember 2009 neu abgeschlossen wurde. Der Vertrag gilt für den ABB-Konzern in 17 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik. IBM übernimmt dabei für einen Großteil des IS-Infrastrukturbetriebs von ABB das Server- und Netzwerkmanagement und stellt darüber hinaus einen Helpdesk und Serviceleistungen für Endanwender bereit. Im Rahmen dieser Partnerschaft mit IBM werden Kosteneinsparungen sowie weitere Vorteile aus einer hoch skalierbaren IS-Infrastruktur erzielt.
Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 55 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 9 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen.
Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 25 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 14 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €).
19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 17 und nicht unter Ziffer 18 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 32 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €). Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 18 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €).
20. Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.
Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 614.596 Tsd. € (Vorjahr: 659.123 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt -28.522 Tsd. € (Vorjahr: -17.226 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow-Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.
Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug im Berichtsjahr 32.387 Tsd. € (Vorjahr: 15.376 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt -1.204 Tsd. € (Vorjahr: +3.317 Tsd. €).
Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurden im Vorjahr in den Bereichen des Anlage- bzw. Systemgeschäftes die jeweiligen Grundgeschäfte mit den dazugehörigen Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB zusammengefasst. Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird ab dem Geschäftsjahr 2011 auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.
21. Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge
Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres lagen mit 3.368 Mio. € um rund 407 Mio. € bzw. um knapp 14 % über dem Umsatzniveau des Vorjahres. Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Forschungsund Entwicklungsaktivitäten sowie aus anderen Dienstleistungen für nicht konsolidierte Konzernunternehmen, Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Finanz- und Sachanlagevermögens, Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen und Geschäftsaktivitäten, Erträge aus der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 60.310 Tsd. € (Vorjahr: 52.127 Tsd. €) enthalten.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus deutlich gestiegenen Erstattungen von Forschungs- und Entwicklungskosten seitens nicht zum deutschen Teilkonzern zugehörigen ABB-Einheiten, aus der Freiwerdung nicht mehr benötigter Rückstellungen sowie aus höheren Gewinnen aus Wechselkursveränderungen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Verluste aus Wechselkursveränderungen ebenfalls deutlich angestiegen sind.
22. Materialaufwand
| in Tsd. € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 1.341.810 | - 1.386.499 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -291.314 | -248.886 |
| Materialaufwand (gesamt) | - 1.633.124 | - 1.635.385 |
Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.633 Mio. € und lag damit — trotz des deutlich gestiegenen Umsatzniveaus — geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres.
Bezogen auf die Umsatzerlöse hat sich die Materialeinsatzquote somit von 55 % im Vorjahr auf 48% im Berichtsjahr deutlich verringert, was nicht zuletzt auf eine Vielzahl von Maßnahmen zur Optimierung unserer Supply-Management-Aktivitäten zurückzuführen ist.
Die Verminderung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bei gleichzeitigem Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist unter anderem auf eine Veränderung der Auftragskostenstrukturen des sich in der Anarbeitungsphase befindlichen Auftragsbestandes zurückzuführen.
23. Personalaufwand
| in Tsd. € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -618.983 | -621.192 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -120.306 | -124.496 |
| (davon für Altersversorgung) | (- 14.022) | (- 16.882) |
| Personalaufwand (gesamt) | -739.289 | -745.688 |
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 6.399 Tsd. € reduziert, was in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass sich die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 228 Mitarbeiter vermindert hat. Gegenläufig wirkte sich die Tarifanpassung im Umfang von 2,7 % zum 01. April 2011 aus.
24. Mitarbeiter
| im Jahresdurchschnitt | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 3.566 | 3.740 |
| Angestellte | 6.669 | 6.693 |
| Auszubildende | 601 | 631 |
| Mitarbeiter (gesamt) | 10.836 | 11.064 |
Im Jahresdurchschnitt verminderte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 228, während sich die Mitarbeiterzahl stichtagsbezogen von 11.012 zum Ende des Vorjahres um 144 auf 10.868 zum Ende des Berichtsjahres vermindert hat.
Die Verminderung der Mitarbeiterzahl resultiert im Wesentlichen aus Kapazitätsanpassungsmaßnahmen der Divisionen Prozessautomation und Niederspannungsprodukte.
25. Abschreibungen
Soweit in der Vergangenheit Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen wurden, haben diese das Jahresergebnis nachfolgender Geschäftsjahre nicht wesentlich beeinflusst.
Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik bezüglich beweglicher Gegenstände des Sachanlagevermögens verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Ziffer 2 dieses Anhangs.
26. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungsund Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräten und Wertpapieren), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräten), Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten, Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 81.510 Tsd. € (Vorjahr: 72.722 Tsd. €).
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 24.359 Tsd. € resultiert in erster Linie aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungsmaßnahmen — insbesondere im Bereich der Hochspannungsprodukte — sowie aus deutlich gestiegenen Verlusten aus Wechselkursänderungen, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Gewinne aus Wechselkursänderungen ebenfalls deutlich angestiegen sind.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnliche Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 6.062 Tsd. € (Vorjahr: 14.518 Tsd. €).
27. Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis des Berichtsjahres in Höhe von - 5.164 Tsd. € entfällt in voller Höhe auf die Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, an der sich die ABB AG während des Berichtsjahres mit knapp 26% beteiligt hat und die somit erstmalig — entsprechend der Grundsätze zur Equity-Konsolidierung — in den Konzernabschluss einbezogen wurde.
28. Zinsergebnis
| in Tsd. € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 13.535 | 6.983 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (3.893) | (2.160) |
| (davon aus Ab- / Aufzinsung) | (8.974) | (3.728) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -36.917 | -3.744 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (- 216) | (- 241) |
| (davon aus Ab- / Aufzinsung) | (- 36.021) | (- 3.371) |
| Zinsergebnis | - 23.382 | 3.239 |
Das Zinsergebnis des Berichtsjahres belief sich auf - 23.382 Tsd. € und lag damit um 26.621 Tsd. € unter dem Zinsergebnis des Vorjahres.
Das Zinsergebnis enthält auch die Effekte aus der Auf- bzw. Abzinsung langfristiger Rückstellungen sowie Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen.
Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 53.976 Tsd. € (Vorjahr: 58.525 Tsd. €), wovon 4.286 Tsd. € (Vorjahr: 8.649 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 5,17 % im Vorjahr auf 5,13 % zum Ende des Berichtsjahres resultierten.
Des Weiteren enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres Erträge aus der Verzinsung des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 19.993 Tsd. €, während sich die Höhe derartiger Erträge im Vorjahr auf 58.759 Tsd. € belief, so dass der deutliche Rückgang des oben aufgeführten Zinsergebnisses maßgeblich auf die geringere Verzinsung des saldierungsfähigen Vermögens zurückzuführen ist.
Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 8.972 Tsd. € (Vorjahr: 3.728 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 2.037 Tsd. € (Vorjahr: 3.371 Tsd. €) beliefen.
Adjustiert man das Zinsergebnis um die zuvor beschriebenen Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes Zinsergebnis in Höhe von 3.666 Tsd. € (Vorjahr: 2.648 Tsd. €).
29. Außerordentliches Ergebnis
Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres in Höhe von -89.288 Tsd. € beinhaltete ausschließlich die Ergebniseffekte aus der erstmaligen Anwendung der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).
Der außerordentliche Aufwand des Vorjahres in Höhe von 128.739 Tsd. € resultierte nahezu vollständig aus der Aufwertung der Pensionsverpflichtungen zum abgezinsten Erfüllungsbetrag bezogen auf den 01. Januar 2010. Von der Möglichkeit einer Verteilung des Aufwands aus der erstmaligen Anwendung dieser Bewertungsmethode über eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren wurde kein Gebrauch gemacht.
Der außerordentliche Ertrag des Vorjahres in Höhe von 39.451 Tsd. € resultierte in erster Linie aus der Marktwertanpassung des saldierungsfähigen Vermögens zum 01. Januar 2010 in Höhe von 37.017 Tsd. € sowie aus der Bewertung kurzfristiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs in Höhe von 2.434 Tsd. €.
30. Steuern
Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, rückwirkend zum 01. Januar 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert der überwiegende Anteil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands in Höhe von insgesamt 70.768 Tsd. € aus Steuerumlagen an die zuletzt genannte Gesellschaft. Der Steueraufwand des Vorjahres setzte sich hingegen aus in- und ausländischen Gewinnsteuern zusammen.
31. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag
Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich im Berichtsjahr auf 220.732 Tsd. €. Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrages werden von diesem Betrag insgesamt 199.539 Tsd. € an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt. Der verbleibende Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung in Höhe von 21.193 Tsd. € entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte.
32. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, betrugen:
| in Tsd. € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Honorar für Abschlussprüfungsleistungen | 878 | 1.122 |
| Honorar für andere Bestätigungsleistungen | 91 | 27 |
| Honorar für Steuerberatungsleistungen | 75 | 27 |
| Gesamthonorar | 1.044 | 1.176 |
33. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, Kredite
Die Höhe der im Geschäftsjahr 2011 aufgewendeten Aufsichtsratsvergütungen belief sich auf insgesamt 502 Tsd. €.
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 betrugen insgesamt 2.622 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.376 Tsd. €.
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 61.286 Tsd. € zurückgestellt.
Kredite im Sinne der §§ 89, 115 AktG bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf der Seite 43 sowie auf den Seiten 44 bis 45 aufgeführt.
34. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB
Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:
| ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg | |
| ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim | |
| ABB Business Services GmbH, Heidelberg | |
| Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid | |
| ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim | |
| ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg | |
| ABB New Ventures GmbH, Mannheim | |
| ABB Patent GmbH, Ladenburg | |
| ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg | |
| Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach | |
| ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim |
35. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim (Kurzfassung)
Bilanz
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 87,5 | 71,9 |
| Finanzanlagen | 407,2 | 383,9 |
| Anlagevermögen | 494,7 | 455,8 |
| Vorräte (netto) | 331,6 | 229,8 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 474,8 | 410,2 |
| Wertpapiere, flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften | 833,9 | 843,0 |
| Gesamtvermögen | 2.135,0 | 1.938,8 |
| Eigenkapital | 846,3 | 846,3 |
| Rückstellungen | 441,5 | 402,9 |
| Erhaltene Anzahlungen (netto) | 240,0 | 273,9 |
| Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften | 428,1 | 202,9 |
| Andere Verbindlichkeiten | 179,1 | 212,8 |
| Gesamtkapital | 2.135,0 | 1.938,8 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.573,6 | 1.207,8 |
| Gesamtleistung | 1.562,8 | 1.561,4 |
| Personal- und Materialaufwand | - 1.012,9 | - 1.065,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen | - 399,4 | - 373,9 |
| Beteiligungs- und Zinsergebnis | 82,9 | 88,2 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 233,4 | 209,9 |
| Außerordentliches Ergebnis | – | - 36,4 |
| Ergebnis vor Steuern | 233,4 | 173,5 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | - 199,5 | – |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 33,9 | - 28,6 |
| Jahresüberschuss | – | 144,9 |
| Gewinnvortrag | 0,4 | 0,4 |
| Bilanzgewinn | 0,4 | 145,3 |
Der von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim, wird im elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.
Mannheim, den 05. März 2012
ABB AG
Der Vorstand
Dr. Terwiesch
Krabbe
Ochsner
Dr. Schumacher
Bestätigungsvermerk
„Wir haben den von der ABB AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Segmentberichterstattung – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Mannheim, den 12. März 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer
Matner, Wirtschaftsprüfer
Fünfjahresübersicht
Bilanz
| in Mio. € | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 103 | 128 | 164 | 201 | 235 |
| Sachanlagen | 246 | 256 | 254 | 240 | 218 |
| Finanzanlagen | 43 | 22 | 795 | 853 | 904 |
| Summe Anlagevermögen | 392 | 406 | 1.213 | 1.294 | 1.357 |
| Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen | 1.683 | 1.701 | 1.546 | 1.703 | 1.426 |
| Verrechnete Kundenanzahlungen | -1.126 | --1.250 | -1.174 | -1.103 | -948 |
| \= Summe Vorräte (netto) | 557 | 451 | 372 | 600 | 478 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 491 | 481 | 488 | 471 | 362 |
| Wertpapiere, flüssige Mittel inkl. Kredite an verb. Untern. | 537 | 485 | 585 | 519 | 372 |
| Sonstige Aktiva | 153 | 157 | 85 | 84 | 70 |
| Summe Umlaufvermögen * | 1.738 | 1.574 | 1.530 | 1.674 | 1.282 |
| Bilanzsumme | 2.130 | 1.980 | 2.743 | 2.968 | 2.639 |
| Gezeichnetes Kapital | 168 | 168 | 168 | 168 | 168 |
| Rücklagen (inkl. Fremdanteile) | 327 | 232 | 267 | 300 | 333 |
| Konzerngewinn / -verlust (inkl. Fremdanteile) | 73 | 150 | -6 | 22 | -32 |
| Summe Eigenkapital | 568 | 550 | 429 | 490 | 469 |
| Rückstellungen für Pensionen | 96 | 80 | 853 | 852 | 854 |
| Übrige Rückstellungen | 682 | 708 | 729 | 671 | 658 |
| Summe Rückstellungen | 778 | 788 | 1.582 | 1.523 | 1.512 |
| Erhaltene Anzahlungen | 274 | 322 | 286 | 440 | 269 |
| Sonstige Passiva | 510 | 320 | 446 | 515 | 389 |
| Bilanzsumme | 2.130 | 1.980 | 2.743 | 2.968 | 2.639 |
| Finanzmittelbestand | 537 | 485 | 585 | 519 | 372 |
| Finanzschulden | 283 | 40 | 248 | 254 | 141 |
| Nettoliquidität | 254 | 445 | 337 | 265 | 231 |
* Inkl. Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 3.435 | 3.337 | 3.222 | 3.678 | 3.210 |
| Materialaufwand | -1.633 | -1.635 | -1.499 | -1.830 | -1.722 |
| Personalaufwand | -739 | -746 | -789 | -800 | -793 |
| Abschreibungen | -86 | -90 | -82 | -83 | -88 |
| Übrige Aufwendungen ./. übrige Erträge | -685 | -629 | -661 | -689 | -494 |
| Außerordentliches Ergebnis | – | -89 | – | – | – |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -71 | -31 | -85 | -80 | -30 |
| Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 221 | 117 | 106 | 196 | 83 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | -200 | – | -165 | -174 | -113 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag nach Ergebnisübernahme | 21 | 117 | -59 | 22 | -30 |
| Auftragseingang | |||||
| Inland | 2.296 | 1.983 | 1.257 | 1.487 | 1.732 |
| Ausland | 1.488 | 1.737 | 1.800 | 1.923 | 1.806 |
| Summe | 3.784 | 3.720 | 3.057 | 3.410 | 3.538 |
| Auslandsanteil | 39% | 47% | 59% | 56% | 51% |
| Umsatz | |||||
| Inland | 1.454 | 1.345 | 1.276 | 1.358 | 1.289 |
| Ausland | 1.914 | 1.616 | 1.945 | 1.903 | 1.349 |
| Summe | 3.368 | 2.961 | 3.221 | 3.261 | 2.638 |
| Auslandsanteil | 57% | 55% | 60% | 58% | 51% |
| Investitionen in Sachanlagen * | 53 | 58 | 61 | 83 | 61 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen * | -86 | -90 | -82 | -83 | -88 |
| Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) | 10.868 | 11.012 | 11.508 | 11.624 | 11.253 |
* Inkl. immaterielle Vermögensgegenstände
ABB weltweit auf einen Blick
ABB Ltd, Konzern, Zürich
| in Mio. US $ * | 31.12.2011 ** | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Auftragseingang | 40.210 | 32.681 |
| Umsatz und übrige Betriebserlöse | 37.990 | 31.589 |
| Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.667 | 3.818 |
| Operativer Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Operatives EBITDA) | 6.014 | 4.824 |
| Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen | 4.550 | 3.740 |
| Konzerngewinn | 3.168 | 2.561 |
| Eigenkapital (ohne Minderheiten) | 15.777 | 14.885 |
| Bilanzsumme | 39.648 | 36.295 |
| Zahl der Mitarbeiter (circa) | 135.000 | 124.000 |
| Segmentergebnisse (Operatives EBITDA) | ||
| Prozessautomation | 1.028 | 925 |
| Industrieautomation und Antriebe | 1.664 | 1.026 |
| Niederspannungsprodukte | 1.059 | 926 |
| Energietechnik-Produkte | 1.782 | 1.861 |
| Energietechnik-Systeme | 743 | 304 |
| Konzern und Übrige | -262 | -218 |
* Die Abschlüsse wurden nach U.S. Generally Accepted Accounting Principles (U.S. GAAP) erstellt.
** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, vom 16. Februar 2012.
Der Geschäftsbericht und weitere Informationsschriften des ABB-Konzerns sind erhältlich bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation (GF-CC), Postfach 10 01 64, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich / Schweiz.